Implantat


Ich wollte mich auch bei Euch beraten lassen.
Mir fehlt der vierte Zahn von hinten oben. Mich stört es gar nicht. Der Zahn wurde vor ca. 2 Jahren entfernt.
Die benachbarten Zähne sind gesund.

Mein Zahnarzt sagt aber, dass ich hier mir was machen sollte, bevor sich die benachbarten Zähne nach innen kippen, dann gibt es ein größeres Problem.

Er empfiehlt ein Implantat oder halt die Brücke, wobei bei Brücke die benachbarten Zähne geschliffen werden müssen und diese sind gesund. Die Brücke ist aber günstig als ein Implantat.

Ich habe Anfang September ein Beratungsgespräch mit meinem Zehnarzt. Ich bekomme auch einen Kostenvoranschlag.

Was würdet ihr mir empfehlen? Muss man wirklich diese Lücke schließen? Stimmt das überhaupt mit dem Kippen der Zähne? Mein Schwiegervater hat seit über zehn Jahren eine Lücke oben und hat bis jetzt keine Probleme damit?


Daß die Zähne anfangen zu "kippen", wenn ein benachbarter Zahn fehlt,ist richtig, da die Zähne ja eng beieinanderstehen. Wenn nun eine Lücke vorhanden ist, verändern sich auf Dauer gesehen die "Platzverhältnisse.

Eine Lücke sollte möglichst schnell (halbes Jahr) mit einem Implantat oder einer Brücke geschlossen werden.

Die Brücke wird zwar mit den Nachbarzähnen verbunden, beschädigen diese aber nicht. Kostenpunkt: ca. 500-700 Euro.

Ein Implantat wird im Kieferknochen verankert und ist eine langwierige Sache, wird auch nicht von allen Patienten problemlos angenommen. Kostenpunkt: ca. 1700 Euro.


vielen Dank für die Auskunft. Wie ich sehe bist du eine Zahnärztin.
Kannst du mir aber ganz ehrlich sagen, ob eszu Problemen kommen kann wenn ich nichts mache?

Ist es wirklich notwendig dise Lücke zu schlißene?
Was würdest du mir empfehlne?


:D

Nein, ich bin keine Zahnärztin, nur in meinem Mitgliedertitel. ;)

Ich empfehle Dir trotzdem unbedingt einen Ersatz, da Du auch noch sehr jung bist. Verzichtest Du darauf, wirst Du irgendwann tatsächlich Probleme mit Fehlstellungen im Gebiß bekommen. Ob Du nun eine Brücke oder ein Implanat wählst, mußt Du selber entscheiden oder auch vom Portemonnaie abhängig machen.

Viele Zahnärzte raten schnell zum Implantat, da sie gut daran verdienen. Sie begründen es damit, daß man mit einem Implantat ein ganzes Leben lang keine Probleme hätte. Das stimmt aber nicht, denn Implantate können auch nach Jahren Beschwerden machen. Außerdem ist das "Einpflanzen sehr aufwändig.

Ich hoffe, Du hast einen guten Zahnarzt, der Dich ausführlich berät. :blumen:

Bearbeitet von Heiabutzi am 22.08.2010 22:55:53


Zitat (Heiabutzi @ 22.08.2010 22:34:13)
Die Brücke wird zwar mit den Nachbarzähnen verbunden, beschädigen diese aber nicht. Kostenpunkt: ca. 500-700 Euro.


Buzti, die Zeiten sind vorbei...mit einer derartigen Versorgung, Verblendungen ect. in diesem sichtbaren Gebiet muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen... ;)
Und beschädigt werden sie, der ZA muss bis unter die Gingiva (Zahnfleischrand) präparieren d.h. bei gesunden Zähnen wird unnötig Zahnsubstanz beschliffen.

Andere Frage Kristof, sind denn die benachbarten Zähne schon mit Füllungen versehen ?

Bearbeitet von Unersetzliche am 22.08.2010 23:27:20

Hallo, ich bin Zahnarzthelferin. Bei einer Brücke ist es auf jedem Fall so das die benachbarten Zähne "beschädigt"werden. Sie werden in eine Art Trapezform geschliffen. Also von allen Seiten und oben drauf. Wenn sie eh schon Füllungen haben ist das OK, weil es die Zähne schützt. Aber wenn sie noch ganz naturbelassen sind wäre mir das zu schade. Außerdem kommst du bei einer Brücke wenn sie ganz Zahnfarbig sein soll fast auf den gleichen Betrag. Wurde aber ja auch schon beschrieben.


Zitat (robbe78 @ 23.08.2010 08:35:58)
Also von allen Seiten und oben drauf. Wenn sie eh schon Füllungen haben ist das OK, weil es die Zähne schützt.
Das darf man so nicht pauschalisieren.

Mein Gedanke war ein anderer, na klingelts ... ;)

Moin Kristof,

yepp, die Lücke in der Zahnreihe solltest Du auf alle Fälle schließen lassen. Da der Zahn gegenüber der Lücke kein "Gegenüber" mehr hat, wird er auf alle Fälle innerhalb von zehn Jahren seitlich wegkippen und dann musst Du den ziehen lassen, verlierst ihn also. Ein wegkippender Zahn ist immer ein Schmutzfänger, der die Entwicklung einer Paradontitis fördert, da er nicht ordentlich geputzt werden kann und insofern Speisereste ihr zerstörerisches Werk tun können. Die klassische Methode zur Schließung der Lücke ist wohl eine Brücke. Dabei werden die benachbarten Zähne angeschliffen und mit überkront, um der Konstruktion Stabilität zu geben. Wenn da ohnehin schon Füllungen drin sind, schützt das die benachbarten Zähne vor weiterem Verfall. Von Implantaten hört man nicht das Beste. Sie sind nicht nur ziemlich teuer, sie werden auch relativ oft wieder abgestoßen. Doch das haben meine VorrednerInnen schon erwähnt. Und es ist sicher kein Spaß, ständig Probleme mit dem "Eßzimmer" zu haben.

Anderes, aber verwandtes Thema: Hast Du schon mal drüber nachgedacht, eine private Zusatzkrankenversicherung abzuschließen? Denn Zahnersatz ist teuer, egal, wofür Du Dich letztendlich entscheiden wirst. Meistens gibt es diese Zusatzversicherungen im Bundle mit der prozentualen Abdeckung von Zahnersatz, Sehhilfen und Zweibett-Zimmer im Krankenhausfall. Einige Versicherungen includieren auch eine Wartezeit von einigen Monaten. Da musst Du aufpassen, wenn Du etwas abschließt.

Jedenfalls ist jetzt erstmal keine übertriebene Hast und Eile angesagt. Du solltest Dich schon beraten lassen - gerne auch von verschiedenen Zahnärzten - und Dich dann für das entscheiden, was Dir persönlich am ehesten zusagt.

Grüßle,

Ilwedritscheline


Unersätzliche; ne, helf mir mal weiter! :verwirrt:


Kristof, sind die Nachbarzähne mit Füllungen versehen, könntest du deinen behandelnden ZA auf eine metallfreie (Zirkonoxid / High-Tech Keramik) Inlaybrücke ansprechen.
Eine äußerst substanzschonende und stabile Lösung. Das zu ersetzende Brückenglied wird einfach mit Hilfe von 2 Keramikinlays an den Pfeilerzähnen befestigt.
Ästhetisch und hygischisch sehr empfehlenswert !


*einklink*
Wie siehts denn aus, wenn der fehlende Zahn der letzte in der Reihe war? Brücke geht dann wohl nicht, oder?
Meine ZÄ hatte mir Implantat oder Prothese empfohlen. Ersteres ist mir zu teuer, zweiteres will ich nicht.


Ich habe ein ähnliches Problem und wurde auch schon wegen Brücke/Implantat beraten.

Meine Zahnärztin meinte, dass ein Implantat bei Backenzähnen schwierig werden könnte, da diese drei Wurzeln haben und deshalb von Natur aus "wenig Knochensubstanz" da ist, um ein Implantat zu verankern. Das ist natürlich von Mensch zu Mensch verschieden und hängt wie schon gesagt von der genauen Position des Zahns ab. Bei mir wäre eine Brücke die einzige Möglichkeit.
Da meine Zähne ohnehin eng stehen und so großer Druck da ist, würde sich mein Kiefer schnell verschieben - ich sehe es ja schon an einer anderen Stelle, da ist ein Zahn von Natur aus etwas nach hinten gestellt und wird jetzt durch den Druck immer weiter "abgedrängt".

Bevor du dir das Gebiss ruinierst und Folgeprobleme riskierst, würde ich eher zwei gesunde Zähne opfern und mir eine Brücke setzen lassen, wenn bei Dir kein Implantat möglich sein sollte. Dafür würde ich übrigens auch höhere Kosten in Kauf nehmen.


Zitat (Koenich @ 23.08.2010 17:48:21)
Brücke geht dann wohl nicht, oder?

*Idee*
Freiendbrücke käme noch in Frage.
Die beiden vorderen Zähne werden beschliffen und miteinander verblockt,
der zu ersetzende Zahn ist dan hinten der Anhänger.
Eventuelle Hebelkräfte müssen vorher genau geprüft werden um die Belastung
der vorderen Pfeilerzähne stand halten zu können.
Das wäre aber natürlich eine elegante und ästehtisch schöne Lösung.

-abklären- :)

meine benachbarten Zähne sind gesund und haben keine Füllungen.
Wie ich aus euren Beiträgen entnehmen kann ist die Mehrheit für eine Brücke.


@Unersetzliche:
Hab da noch ne Klitzekleinigkeit übersehen...
Hinter der Lücke lauert noch n Weisheitszahn. :pfeifen:
Und die Lücke ist... naja... ein paar Jährchen alt... :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:


Unerzätzliche:
Ach so, das meinst du. Wir haben die in der Praxis nie gemacht. Glaub die sollen nicht so stabil sein. Kenn mich aber damit nicht so aus.


ich war heute bei meinem ZA wegen meiner Lücke, um mich beraetn zu lassen.
Für die Brücke müsste ich 1121€ hinblättern und fürs Implantat 1910€

Er hat mit Vor- und Nachteile genannt.
Ich höre hier im Forum dass viele sagen, dass ein Implantat auch nach 10 Jahren Schwierigkeiten bereiten kann. Ich habe dies auch meinem ZA gesagt. Er meinte daraufhin, dass es eigentlich Quatsch ist. Wenn ein Implantat bereits eingewachsen ist, dann passiert eigentlich nichts mehr. Das Einwachsen dauert ein paar Monate.
Keine von seinen Patienten haben sich über das eingesetzte Implantat bei ihm nach 10 Jahren beschwert.

Zu der Brücke meint er, das ist auch eine Alternativlösung, die wenig kostet aber auch nicht ewig hält. Für so eine Brücke gibt er mir 10 bis 15 Jahre.
Also auf die Dauer gesehen, lohnt es sich vielleicht doch ein Implantat.

In meinem Fall hat er mir ein Implantat empfohlen, da meine benachbarten Zähne gesund sind.

Bei einer Brücke hat er mir auch erzählt, dass es in seltenen Fällen, die auch vorkommen, dazu kommen kann, dass die benachbarten Zähne bereits nach 2 -3 Jahren Karries bekommen können. Dann ist es schlecht. Die benachbarten Zähne werden quasi einzementiert, wie er das nennt, es kann aber trotzdem zu solchen Vorfällen kommen.

Was meint ihr dazu?


Zitat (Kristof @ 13.09.2010 22:41:12)
Ich habe dies auch meinem ZA gesagt. Er meinte daraufhin, dass es eigentlich Quatsch ist. Wenn ein Implantat bereits eingewachsen ist, dann passiert eigentlich nichts mehr.

Achtung, da ist aber ein Doc sehr sorglos, wo er Verdienst wittert. ;)
Implantate sind in den Kieferknochen eingearbeitete Fremdkörper: Dem einen machen sie nix aus, der andere kann eine Abstoßungsreaktion bekommen: früher oder später, also informiere Dich genauestens über das verwendete Material.
Zudem kommt, daß wenn noch nicht jetzt, aber später sich Dein Kiefer naturgegeben senken kann: Es kann an der bearbeiteten Stelle in diesem Prozeß zu Hohlräumen kommen, die sich mit Flüssigkeit füllen (können), Kieferzysten nennt man das. Die müssen weiter beobachtet werden und sind nicht unschmerzhaft (zu behandeln).

Sieht man die Lücke,deutlich, wenn Du lachst oder sprichst?

CODE
Sieht man die Lücke,deutlich, wenn Du lachst oder sprichst?


Wenn ich schon lache, dann sieht man sie.
Es kommt aber dabei nicht auf die Lücke an sondern, dass die benachbarten Zähne kippen können. Und wenn diese sich lockern, müssen entfernt werden. Also verliere ich 2 Zähne.

Hol' Dir doch die Meinung von einem 2. Zahnarzt.
Ich habe mir vorgenommen, das bei allem, was über die alltäglichen Sachen hinausgeht, zu tun, also eine zweite Meinung einholen.


Moin

mir wurde oben der 6 er zahn gezogen

der 5 er und 7 er sind überkront, der 8 er ist weg


die lücke soll zu

ärtzin rät zum implantat aus titan

ich bin allergiker, sie meint, das sein egal, 97 % aller patienten seinen zufrieden und hätten keine probleme

die brücke, also ein 3 er block mit je 2 kronen und dem ersatzzahn, würde sie nicht empfehlen, weil es schlecht zu reinigen sei, zahnseide würde nicht gehen usw.


ich trau den ärzten bald nicht mehr, ich hab den verdacht, daß die nur noch den eigenen profit sehen

bekomme die kostenvoranschläge

und werde noch ne 2. meinung einholen

was sind eure erfahrungen inzwischen, mit implantaten oder verblockten brücken ?

danke , lg

Bearbeitet von heulsuse am 07.06.2013 01:40:44


Zitat (heulsuse @ 07.06.2013 01:31:44)
die brücke, also ein 3 er block mit je 2 kronen und dem ersatzzahn, würde sie nicht empfehlen, weil es schlecht zu reinigen sei, zahnseide würde nicht gehen usw.




Das halte ich für Unsinn.
2 solcher Brücken habe ich seit mehr als 12 Jahren. Bisher hatte ich nie Probleme. Zahnseide gibt es auch zum Einfädeln, damit kommst du zum Reinigen gut unter die Brücke.

Ich würde mich für ein Inplantat entscheiden.
empfehle Dir aber:
Las Dir von beiden Variationen einen Kosten-Voranschlag geben ... es kann auch sein, das ein Inplantat gleich teuer ist, jedenfalls kennst Du den Kostenpunkt von beiden Möglichkeiten. Die Kosten-Voranschläge dann bei 2te.Zahnarztmeinung eingeben, danach weist Du mehr und kannst (D)eine persönliche Entscheidung treffen.

LG

Bearbeitet von Lichtfeder am 07.06.2013 09:05:23


Zitat (Jeannie @ 07.06.2013 06:11:08)
Das halte ich für Unsinn.
2 solcher Brücken habe ich seit mehr als 12 Jahren. Bisher hatte ich nie Probleme. Zahnseide gibt es auch zum Einfädeln, damit kommst du zum Reinigen gut unter die Brücke.

Die Stellen unter diesen Brücken kann man auch sehr gut reinigen mit Interdentalbürstchen; vor allem jene die man auf eine Halterung aufsteckt, denn die haben dann einen Winkel von ca. 90°. Und damit kommt man von innen sehr gut dran.

Den zu ersetzenden Zahn mit einem Implantat zu versorgen ist die einfachste und sinnvollste Lösung. Kläre ab, ob die beiden Nachbarzähne die bereits Kronen tragen, noch tadellos am Kronenrand dicht sind. Dann wäre eine neue Brücke übertherapert, denn ein erneutes beschleifen nimmt zumahl Substanz weg.
Der Kostenfaktor neue Brücke/Einzelimplantat mit Kronenaufbau nimmt sich nicht viel.
Ein Implantat ist zudem eine Investition in eine spätere Versorgung.
Mit so einem vorhanden Dübel kann man später Teilprothesen tragen.
Einzelzähne sind mundhygienetechnisch einfacher zu reinigen. Bei Brücken und Kronen empfiehlt sich eine Superfloss Zahnseide, geht simpel da man einfach mit dem verstärkten Ende durch die Pfeiler fährt. Somit kann man zb unter Brücken flossen und einwandfrei das Brückenglied darunter reinigen.
Gute Zahnärzte bzw das Personal demonstrieren beim einsetzen von Zahnersatz die optimale Mundhygiene.
Generell empfehle ich den Zahnersatz professionell von der Dentalhygienikerin reinigen zu lassen. Ein geschultes Auge erkennt sofort Schwachstellen und klärt auf.

Implantate haben Zukunft, leider variieren örtliche Preise. Zudem würde ich ein Implantat nie von einem Feld-Wald und Wiesenzahnarzt setzen lassen, sondern von einem Oralchirurgen der sein Handwerk versteht bzw die Hygienemaßnahmen einhalten muss !

Lass dich über verschiedene Behandlungsmaßnahmen beraten.

Wenn du noch Fragen hast gerne :)


Kristof, ich rede von eigener Erfahrung ohne groß fachzusimpeln und rein theoretisch zu sprechen. Vor einigen Jahren mußt man mir eine Brücke im rechten Oberkiefer einsetzen das die verflossene Zahnärztin heftig gepfuscht hatte und daraus eine madornale Wurzel-und Knochenentzündung entstanden war. Das war vor gut 8 Jahren und seitdem habe ich nie wieder Probleme in der Region gehabt.

Zugegebenerweise sind es Zähne die man nur sehen würde wenn ich mir das Maul bis zur Verrenkung aufreißen würde. Mir wollte man damals auch Implantate verklickern, und heute bin ich mehr als froh das ich mich für eine Brücke entschied. Die Sache war zwar eine schmerzhafte Erfahrung aber nur halb so wild wie es bei einem Implantat gewesen wäre. Anbei bemerkt habe ich meinen Mann gefühlte Ewigkeiten damit herum hantieren gesehen.

Wie jemand hier schon sagte sind Implantate beliebt weil Zahnarzt gut daran verdient. Letztlich mußt Du es Dir überlegen ob Du bereit wärest ein Stückchen gesunder Zähne für viele recht sorglose Jahre aufzugeben.

Auch wie jemand sagte macht es mehr als Sinn eine Zahnzusatzversicherung zu haben. Dank der lasse ich mir gerade 4 Zähne mit Porzellankronen bestücken nachdem Veneere sich nicht von Dauerhaftigkeit erwiesen. Ohne Zusatzversicherung könnte ich mir das bestimmt nicht leisten und noch weniger den Rest meiner Zähne auf diese Weise behandeln zu lassen.

Der Grund warum ich heute mit so schlechten Zähnen kämpfe ist das ich sehr viele Jahre in England gelebt habe und die privaten - und schweineteuren Zahnärtzte - dort mir das englische Lächeln verpaßten. Bzw. Pfuscherei und krumme Hugos ohne Ende.


Zitat (Goodale @ 07.06.2013 21:12:08)
Den zu ersetzenden Zahn mit einem Implantat zu versorgen ist die einfachste und sinnvollste Lösung. Kläre ab, ob die beiden Nachbarzähne die bereits Kronen tragen....

... und kläre vor allen Dingen ab, ob die vorhandene Knochensubstanz reicht, um ein Implantat zu verankern.
Diese Frage zu stellen wird nämlich gerne vergessen von den Menschen, die dir ein Implantat verkaufen wollen.

Ich habe seit 11 Jahren ein Implantat und bin sehr zufrieden. Wenn die Nachbarzähne gesund sind würde ich nie und nimmer eine Brücke machen lassen.

In Deinem Fall sind die Nachbarzähne schon überkront, da spricht für mich nichts gegen eine Brücke. Die kann man sehr wohl ordentlich reinigen, es gibt von OralB "Superfloss", mit dem geht das sehr gut.

Bearbeitet von Superhausfrau am 08.06.2013 00:06:36


Superhausfrau, mir wäre es schnurz egal ob Nachbarzähne heil oder nicht sind, vielleicht weil ich schon so sehr viele zahnärztliche Alpträume durch gemacht habe.

Als ich nach Deutschland zurück kam ließ ich mich "gut" beraten weil es mir wichtig war wieder gesund und strahlend lächeln, lachen und essen zu können. Man empfahl mir alle Zähne mit Veneeren zu überspannen. Was man mir nicht sagte war das man mir bei der Prozedur 80% der gesunden Zahnsubtstanz gleich mit wegschleifen würde. Du ahnst gar nicht den Horrror den ich erlebte als ich wärend der ganzen Prozedur irgendwann meinen offenen Mund sah und darin nur noch hauchdünne Stifte die am Ende mit Veneers verkleided werden sollten!

Ich gebe zu daß das Endprodukt fast schon hollywood reif war, aber dann ging das ganze Drama erst richtig los. Alle Nase lang zerbrachen die Dinger, bröckleten ab oder fielen schlichtweg raus. Irgendwann vergaß ich wie eine doofe Frühstücksschrippe oder ein Stückchen Baguette schmeckte, Pizza und quasi alles Bißfestes wurden auf meinem Speiseplan absolutes Tabu - aus purem Schiß gleich am nächsten Tag wieder beim Zahnarzt zu landen.

Wie ich schon erwähnte lasse ich mir nun peu a peu alle Veneere mit Porzellankronen austauschen. Eine Ausgabe die ich lieber anders investiert hätte. Letzlich jedoch habe ich es mehr als satt vor jeder Speisekarte oder Einladung zum Abendessen den blanken Horror zu bekommen falls wieder einmal meine Zähne nicht mitspielen.

Inzwischen zähle ich die Tage bis meine 4 Provisorien rauskommen werden und ich wieder einen gesunden und gut aussehenden Unterkiefer haben werde. Dabei die riesige Genugtuung das ich mir das Geld aus den Rippen riß um meine Zusatzversicherung zu finanzieren und die große Vorfreude auf das erste sorglose Frühstücksbrötchen.


habe ehemalige nachbarn getroffen, sie ist 80 jahre alt und hat sich noch implantate machen lassen...
also, in dem alter hätt ich das schon mal gar nicht mehr gemacht.
ok, sie ist noch gut drauf und noch gesund..

der zahndoc hat noch keinen kostenvoranschlag geschickt für meine varianten zur zahnlücke..

lg


Man soll in jedem Alter beissen können. Auch alte Leute sollen sich das gönnen dürfen.


@heulsuse: Schade, daß meine 87jährige Mutter Dir da keine Antwort drauf geben kann!- Zumal sie (und auch viele andere "Alten") ihren Zahnersatz jedweder Art überwiegend selbst zahlen muß....!- Meinst Du, daß ab einem Alter X die Restlaufzeit berechnet werden sollte, ob sich bestimmte (selbst zu zahlende) Zubehörs noch lohnen?


D'accord @Risiko :wub:

Vernünftig beißen zu können ist ein Stück Lebensqualität, egal, wie alt man oder frau ist.


Stimmt. Wer das Geld dafür hat, sollte sich diese Lebensqualität gönnen.


ich meinte damit, daß ich MICH in dem alter nicht mehr solcher prozedur aussetzen mag, dann würde ich die einfache variante wählen, die brücke

hat nun nix mit restlebensjahren oder geld zu tun, sondern mit den strapazen, die ICH nicht mehr wollte, in dem alter


Zitat (heulsuse @ 24.07.2013 13:20:03)
ich meinte damit, daß ich MICH in dem alter nicht mehr solcher prozedur aussetzen mag, dann würde ich die einfache variante wählen, die brücke

hat nun nix mit restlebensjahren oder geld zu tun, sondern mit den strapazen, die ICH nicht mehr wollte, in dem alter

Da hast Du auch wieder Recht. :)

Wie habt ihr das procedere für implantate erlebt

war es sehr anstrengend, zeit aufwendig, schmerzhaft, usw ?

habe kostenvoranschläge, muß sie mir mal erklären lassen.

ich tendiere aktuell zum implantat.

danke, lg


Jeder zweite, von dem ich weiß, dass er/sie Implantate hat, hat damit einen Riesenbrassel gehabt. Allen voran meine Mutter, die hat einen richtigen Höllentrip hinter sich. Ihr haben Implantate, die niemals in ihre maroden Knochen hätten gesetzt werden dürfen, den Kiefer gebrochen. Da haben vorher aber gleich zwei Zahnärzte nacheinander behauptet, dass das Knochenmaterial trotz Parodontose "auf jeden Fall" taugt, zumal die Alternative eine Vollprothese für den Unterkiefer gewesen wäre, an der die Praxen natürlich so gut wie nichts verdient hätten. Ein dritter Zahnarzt riet von Implantaten ab, allerdings "machte" der auch keine, man weiß also nicht, aus welchem Grund er diese Methode ausschließen wollte. Jedenfalls hat meine Mutter fast zwei Jahre rummmachen müssen (inklusive eines aus dem Zahnfleisch ragenden Knochestücks) - und jetzt, vier Jahre später, wackeln die ersten Implantate wieder. Und natürlich sind fast 20.000 Euro im A.... Ich würde niemanden, der sich an Implantaten eine goldene Nase verdient UND den ich nicht persönlich UND gut kenne um Rat fragen, ob ein Implantat gut für mich ist oder nicht. Da schlaf ich lieber neben den falschen Zähnen.


hi

EIN implantat kostet um die 3500 euro !!

brücke günstiger

ich hab sorge, daß es nicht einheilt, schmerzhaft ist und wird und bleibt

muß wieder ne op in propofol narkose machen, ich bin allergiker, habe damit wenigstens 48 stunden nachwehen mit seeehr viel schlaf

ne brücke wäre das schnellste und " einfachste ", im sinne von schnell erledigt, ohne op usw.

der zahn davor und dahinter ist bereits überkront. der davor sogar wurzelbehandelt. weiß nicht, ob sogar resektiert,. glaube nicht.
der zahndoc meinte, der wäre als stützpfeiler sehr wichtig. mit einer brücke drauf würde er seine stabilität nicht gut verteidigen können. geschwächte armee sozusagen

ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll.

und hab auch keine lust, alle paar jahre ein neues implantat zu machen. ich will für das teure geld lieber verreisen usw.

hmmmm

wer hatte auch entscheidungsprobleme , und , wer hat euch dann geholfen ?

wenn ich zahnärzte um rat frage, die sagen alle implantat.

danke, lg

Bearbeitet von heulsuse am 22.09.2013 02:01:49


Ich würde mich für die Brücke entscheiden.


Zitat
heulsuse Erstellt am 22.09.2013 02:01:11
EIN implantat kostet um die 3500 euro !!


das ist sehr teuer .... ich würde den Kosten-Voranschlag bei 2.te Zahnarztmeinung einstellen ...
du kannst dich dann immer noch anders entscheiden ...

ich habe Anfang August in einer 1-stündigen OP 2 Inplantate bekommen ...
sie müssen jetzt einheilen, die weitere Behandlung beginnt Anfang November ..

ob Implantate oder nicht, ist sehr individuell .... es kommt auf vieles an und bleibt am Ende deine Entscheidung ...
ja, ja, .... das bleibt Niemandem erspart .... wie man es macht kann es auch falsch sein .... :sarkastisch:

Trotzdem war für meine Entscheidung gut und wichtig verschiedene Zahn-Arzt-Meinungen zu hören .... um die bestmögliche Entscheidung zu treffen .... schließlich kostet es einiges an Aufwand und Euros :D :D

lieber etwas länger reifen lassen .... soll sich lohnen und gut angelegt sein .... :wub:

Ich habe 3 Implantate, die pro Stück gut 2.000,-- € gekostet haben. Die Vorbehandlung war bei keinem der Termine schmerzhaft. Das Einsetzen der Unterkonstruktionen wurde unter der beim Zahnarzt üblichen örtlichen Betäubung der Einsatzstellen gemacht und nach der absolut schmerz- und komplikationslosen Einheilungszeit sind die Implantathalterungen ebenfalls ohne irgendwelche Schmerzen nur unter einer leichten, wiederum örtlichen Betäubung eingesetzt worden.
Der Aufsatz der Zähne selbst war einfach nur - wie man so schön sagt - "ein Klacks!"

Ich würde jederzeit wieder Implantate einsetzen lassen, es gibt einfach - zumindest für mich - nichts besseres! Außerdem hab ich einen superguten und verantwortungsbewußten Zahnarzt!

Desweiteren habe ich eine Zahnzusatz-Versicherung, von der ich nach Einreichung der Behandlungsrechnungen 65 % der Kosten erstattet bekomme. So halten sich die Eigenanteile in vertretbaren Grenzen!

Bearbeitet von Murmeltier am 22.09.2013 17:04:47


Moin

habe mir die kostenvoranschläge nochmal erklären lassen, mein eigenanteil, hab dann die zahnzusatzversciherung angerufen und voila - 50 % bekomme ich erstattet.

insofern hört es sich schon nicht mehr so arg an.

wären dann noch knapp 2000 euro mein anteil

habe viel überlegt, schlaflose nächte, wie jetzt, denke, dsa implantat ist die beste llsung, zumal der zahn davor und dahinter eh geschwächt sind, da wäre brücke dann keine dauerhafte und nicht die beste lösung.

ich denke, ich werde das implanztat ausprobieren, wenn ich pech haben sollte, wegen einheilen usw. - dann kommt ne brücke drauf, sollten die zähne drum rum das nicht aushalten, dann isses so und ich bekomm ein gebiß an der stelle..

werde noch nen anderen zahndoc aufsuchen, den 3. dann.

noch ne frage..... sind die preise für implantate von arzt zu arzt auch noch unterschiedlich ? wenn ja, macht es sehr viel aus, also geht es in die hunderte , oder nur minimal ?

weil, die praxis, wo der zahn gezogen war, gefiel mir soweit gut und ich hab vertrauen da.

würde ich in eine andere praxis gehen, wäre ich als zahnarztschisser von vorne rein schon wieder total ängstlich, weil ich nicht weiß, wer und wie und wo und überhaupt auf mich zukommt, räume, personen usw.
in der bekannten praxis weiß ich das.

das war da das erste mal, daß ich keinerlei schmerzen nachm zahnziehen hatte.

wenn ihr noch ideen oder unterstzützung habt, bin ich euch dankbar.

ich muß meine baustellen peu a peu schließen, um letztendlich meine gesundheit und meinen schlaf zu retten.

vielen dank, lg


Du schreibst immer, wieviel das alles kostet.

Wie bist Du eigentlich versichert?

Für solche Fälle sollte man eigentlich zusätzlich versichert sein. Die Zusatzversicherungen kommen doch für Implantate auf.
Und die monatlichen Zusatzbeiträge sind wirklich nicht hoch.

Und nach 4 Jahren werden die Kosten meist voll bezahlt.

So ist es z.B. bei meiner Zahnzusatzversicherung.

Bei dieser Versicherung kann man sich sogar noch versichern, wenn der Leistungsfall schon eingetreten ist.


guten Morgen Suse :blumen:

durch die Angebote in 2.Zahnarztmeinung und in einem weiteren Portal (fällt mir gerade nicht ein) habe ich 3 gleich teure Angebote von spezialisierten Zahnarzt-Praxen! erhalten ...

:daumenhoch: 1400 € Ersparnis am Eigenanteil :daumenhoch:

Danach zwei Tage nur die Patienten-Bewertungen gelesen, da fiel mir die Entscheidung sehr schwer ... wäre gerne in jede der Praxen gegangen ....

Nun, meine Entscheidung war auch sehr gut .... :wub: habe mich von Anfang an wohl gefühlt ....

ich kann zur Behandlung bis heute das gleiche sagen wie Murmeltier ....
keine Schmerzen .... der restliche "Klacks" wird im November erledigt ..... freue mich darauf, nach so langer Vorbereitung ... B) muss aber schon überlegt sein ...

zu der Arzt-Praxis: sehr zuvorkommend, menschlich, einfühlsam und fachlich professionell .... meisterlich im Implantate setzen ... geht wie am Schnürchen .... :P

von deiner Versicherung bekommst du immer noch 50% vom restlichen Eigenanteil ersetzt ...

je nachdem wie hoch dein Kostenvoranschlag ist, wird sich der Preisvergleich zusätzlich lohnen ........

die Qualität ist mindestens gleich oder noch besser,
mein Zahnarzt übernimmt sogar eine Verbesserung des Zahnersatzes zum gleichen Preis vor ..... seine Worte: .. das kriegen wir schon hin ....

nur Mut .... mehr wie schief ... kann es nicht gehen :sarkastisch:

Gruß Lichtfeder

Bearbeitet von Lichtfeder am 27.09.2013 10:12:12


Nur zur Information, was die Kosten anbelangt, möchte ich noch folgendes hinzufügen:

Beim Einsetzen von Implantaten tritt die gesetzliche Krankenkasse mit keinerlei Eigenanteil zu den aufkommenden Kosten ein!! Implantate sind eine auschließlich private Zahnbehandlung! Nur eine zusätzliche private Zahnversicherung erstattet bei einer solchen Behandlung je nach Versicherungsvertrag Kostenanteile in unterschiedlicher Höhe!

Die gesetzliche Krankenkasse gibt Zuzahlungen lediglich zum "normalen" Zahnersatz wie Brücken, Kronen, Prothesen. Die früher übliche Zuzahlung zum Eigenanteil, deren Prozentsatz bis zu 80 % erreichen konnte, aber abhängig davon war, wie sorgfältig man seine Zähne hat ärztlich versorgen lassen - jährliche Vorsorgeuntersuchung, die im Bonusheft dokumentiert wird -, gibt es zwar auch heute noch, aber generell nur noch bis maximal zur Höhe der sogenannten Grundversorgung! Das Bonusheft muß bei der der Vorlage des Heil- und Kostenplanes beigefügt werden. Man erhält es nach der Begutachtung durch die Kasse wieder zurück!

Meine Zusatzversicherung zahlte mir bei meinen Implantaten einen Anteil in Höhe von 65 % meiner Kosten zurück. Bei 7000,-- € waren das also 4550,-- €, so daß für mich ein Restkostenbetrag in Höhe von 2450,-- € verblieben war.


hi

nun war ich beim anderen zahnarzt, wegen zweitmeinung

es meinte, titan würde rosten

wenn, wäre zirkon das bessere material

und schickt mich vorab zu einer ( ihm bekannten ) heikpraktikerin, um mit elektroakupunktur nach voll auszutesten, welches material verträglich ist. weil, ich hab titan, gold, amalgam und kunsttoff im mund.............
ich bin allergikerin.

frag 3 ärzte und es kommen 4 meinungen raus

habt ihr mit zirkon erfahrungen ? oder mit rostendem titan ?

wonach habt ihr den implantat setzenden zahnarzt ausgesucht ?

lg


Titan rostet nicht und wird gerade deshalb in der Medizin sehr häufig eingesetzt. Außerdem kommen Titanallergien nur höchst selten vor.


Suse, gegen was bist du denn allergisch ?

bei soviel verschiedenen Materialien im Mund könnte eines davon die Ursache für deine Allergien sein.

Die Heilpraktikerin wird austesten, wogegen du allergisch bist, das solltest du auf jeden Fall klären.

Bei einer Zahnbehandlung vor Jahren habe ich selbst beim Zahnarzt die Materialien für mich ausgetestet.
Ich war damals in einer entsprechenden Ausbildung.

Bearbeitet von Lichtfeder am 27.10.2013 12:17:16


Das Austesten beim Heilpraktiker ist natürlich eine Streitfrage: "Schul"wissenschaftler werden das rundweg ablehnen. Einen Allergietest solltest Du auf alle Fälle machen; guck mal hier. Also wenn ein Zahnarzt bei Deinen vielen Metallen im Mund und Allergie überhaupt keinen Test vorgeschlagen hat, wäre der für mich draussen..
Ich habe eine Amalgam-Ausleitung bei einem Mediziner machen lassen, der zusätzlich auch Naturheilkunde macht: zumindest nach seiner Meinung gibt es kaum eine schulmedizinisch feststellbare Allergie gegen Amalgam - das Quecksilber setzt sich aber an den Nervenzellen ab, lässt sich damit kaum nachweisen und belastet schleichend den Körper. Bei verschiedenen Metallen im Mund können dann kleine Ströme wie bei einer Batterie fliessen und das unedlere Metall angreifen; besonders Nickel ist als Allergen kritisch, das hatte ich als Beimischung in einer Krone. Eine Woche nach Austausch der Krone war die Zahnfleischentzündung weg - bis heute.
Ich hab schon ewig eine Lücke im Backenzahnbereich: die Seitenzähne sind etwas reingekippt, kein Problem bei vernünftiger Reinigung mit Zahnseide.



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