Mülltrennung - Sinn oder Irrsinn?


Hallo und guten Abend an alle,

zunächst habe ich eine Bitte: Wenn das Thema hier vielleicht falsch sein sollte und/oder es dieses Thema woanders schon gibt - bitte einfach mal "richtig verschieben".

Und jetzt muss ich mal eine Mine lostreten...! Vielleicht gibt es unter uns vielen Vatis und Muttis mal einen kompetenten Müllwerker, der mir auf die Sprünge helfen kann.

Ich war gestern auf unserem gemeindlichen Wertstoffhof (vom gelben Sack hat man zwar 30 km weiter schon war gehört und gesehen - dort wird der auch eingesetzt - nur bei uns nicht... :wallbash: ). Dort habe ich von meinen kleinen Müllbeutelchen (Kunststofftütchen vom Gemüseeinkauf) die Henkel zusammengeknotet und in einen Container für Mischkunststoff geworfen. In dem Tütchen waren u. a. eine Spüliflasche und eine Flasche von Flüssigseife (über den Einsatz dieses oder jenes Produkts möchte ich gar nicht diskutieren!). Der "Hüter der Wertstoffcontainer" hielt mich daraufhin an, die Beutel aufzuknoten und auszuschütten, weil... die Spüliflasche + Flüssigseifenflasche in einen anderen Container gehören!!!

Meine Frage an Insider: Wie wird der "Grüne-Punkt-Müll" getrennt? Am Fließband (ich hatte mal Nachbarn, er hat Tonnen entleert und sie hat mit Maske und Handschuhen an so einem Band gestanden und sortiert) oder gibt es für Gemeinden wie unsere separate Müllentsorgungszentren, wo wirklich Folien größer 20 x 30 cm getrennt von denen aufgefangen werden, die eben kleiner sind. Joghurtbecher und Zahncremtuben kommen wonanders hin als z. B. Spüliflaschen, Tetrapacks kommen wieder woanders hin? Wird das tatsächlich so getrennt schon an der Müllverwertungsanlage angeliefert oder werden unsere fein getrennten Müllcontainer am Ende vor der Entsorgung wieder zusammengeschüttet??? :hilfe:

Es interessiert mich wirklich, weil, langsam nervt diese korinthenkackerische Mülltrennung!

Vielen Dank schon mal für eure (erfahrenen) Antworten.

Ciao


Ich habe vor ein paar Jahren so eine Sortieranlage besichtigt. Bei uns werden Kunststoffe, Verbundstoffe in einem Sack gesammelt. Die kommen dann in so einer großen Halle an. Müllauto für Müllauto laden ihre Säcke ab. Die werden dann aufgeschnitten und werden auf ein Förderband geworfen. Dann geht es durch ein Labyrinth von Bändern in der autom. vorsortiert wird. Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff muss also getrennt werden. Nach der Vorsortierung geht es tatsächlich an einigen Arbeitern vorbei, die alles was nicht hineingehört per Hand aussortieren. Zum Schluss werden die Chargen dann zu rechteckigen Würfeln gepresst.
Die gehen dann nach China- da werden diese recycelt und kommen als Pullis zurück :D

Einige wenige Reste werden auch als Restmüll entsorgt.

Übrigens Audio/Videocassetten sollten nicht mit in den Sack. Die Magnetbänder können sich aus den Cassetten lösen und können Antriebe der Bänder still legen.


Ich finde das nur so erschreckend, wenn ich sehe das in Mainz z.B. wöchentlich ohne das man was bezahlen muss immer Sperrmüll abgeholt wird, die noch zustäzlich einen Eimer extra für Glas haben... :blink:

Und wir hier haben gelber Sack, Bio, Papier und Restmüll. Gut, das ist auch schon viel. Ich weiß von Freunden das es noch vereinzelt sogar Orte gibt, die nur Restmüll haben.
Offen gesagt, ich denke Mülltrennung ist schon was gutes, aber ich bin mir da nicht immer so sicher ob es auch sinnvoll ist.
Ich hab ne zeitlang kein Biomüll wegwerfen können, ich habs, zugegebenermaßen, in den gelben Sack geworfen weil Restmüll dank Windeln auch schon full ist. Das ist nicht mal aufgefallen. Ich schäme mich zwar dafür, aber naja, ich dachte ich werd schon drauf angesprochen. Blieb aus.

Naja, schade nur eigentlich das ich weiß das viel unseres Mülls ins Ausland verschleppt wird. Die Schweiz bekommt auch große Mengen unseres Mülls. Wünschenswert wäre es das mehr Leute weniger Müll produzieren.
So haben wir jetzt nen Biokomposter im Garten. Könnte eigentlich jeder haben. Aber Bio muss man dann doch noch bezahlen. Auch das ist nicht so ganz fair und richtig. Restmüll fällt kaum bei uns an, da nur die Windlen derzeit rein wandern (die Säcke sind leider aufgebraucht). Papier müsste auch nicht soviel sein, die Werbeblättchen machen viel aus. Aber da ich gehört habe egal ob man "keine Werbung" drauf stehen hat oder nicht die gleiche Menge dennoch produziert wird hab ich das Schildchen weg getan und nehms für Bio einzuwickeln.
Und das z.B. sogar für die die Tabs extra noch mal eingepackt sind (hab ich erst neulich probiert) finde ich etwas erschreckend. Ich denke im Großen und Ganzen ists schon sinnig zu trennen, aber sinniger wäre es vermutlich erst sehr viel weniger zu produzieren an Müll.

Deutschland ist leider Wegwerfgesellschaft. Die Meisten eben. Leider.


Zitat (Brinarina @ 24.09.2010 22:46:48)
Deutschland ist leider Wegwerfgesellschaft. Die Meisten eben. Leider.

Das ist überall auf der Welt so.
Wir werden von anderen Ländern ja belächelt wie wir den Müll so trennen.

Am besten recyceln lässt sich Glas und Papier.

Pauschalwertungen a lá Brina helfen uns nicht weiter.

Ich trenne Kompost-Hausmüll- Papiertonne - Gelber Sack und das funzt wunderbar, zumindest, solange man sicher weiß, woher man Gelbe Säcke beziehen kann. In unserem Kaff weiß das inzwischen keiner mehr wo genau es diese gibt und man besorgt sich die auf fast mafiösen Besorgungswegen... :ph34r:
Das ist nicht gut.
Wo man den Plaste-Müll mit dem Grünen Punkt läßt, wüßte man schon gern auch langfristig.
Mülltrennen ist nicht schlimm: Wenn man weiß, wo was (genau) hin! :)

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 25.09.2010 00:58:44


Sparfuchs, ihr werdet nicht belächelt. Bei uns ist es ja auch so pingelig.

risiko


Mülltrennung und die Wiederverwertung sind schon sehr sinnvoll. Was ich aber hanebüchen finde sind die vielen verschiedenen Sorten Kunststoff bei den ganzen Verpackungen. Gäb es das nicht wär das Kunststoffrecycling auch einfacher.

Was bei mir im Landkreis bekloppt ist, dass man wirklich nur Verpackungen in den Gelben Sack werfen darf. Sprich, wenn dir den Plastikschüssel aus der Küche oder ein Eimer oder so Plastikspielzeug kaputt geht, musst du das in die Restmülltonne werfen. Total krank. Ich werf so Sachen aber trotzdem in den Gelben Sack.
Im Heimatlandkreis, wo ich herstamme, darf man solche Sachen in den Gelben Sack geben.

Dieses Müllrecycling ist doch sehr unausgegoren.

Bearbeitet von Knuddelbärchen am 25.09.2010 03:22:10


Das Perverse an der Sache finde ich, dass man das Plastik (welches aus ÖL gewonnen wird) raussortiert und dafür in den Verbrennungsanlagen Brennstoff zusteuern muss weil sonst die Temperatur nicht heiß genug ist. Also Öl in Plastikform raus und Öl in Flüssig rein... Dabei erzeugt es doch genau die gleichen Schadstoffe die man inzwischen durch Filteranlagen weitestgehend im Griff hat.
So macht das Mülltrennen geich noch viel mehr Spaß, oder? :wallbash:


Zitat (Die Bi(e)ne @ 25.09.2010 00:52:49)
Pauschalwertungen a lá Brina helfen uns nicht weiter.

Ehrlich? Hilft nicht weiter? Wo war ich denn pauschal liebe Biene?

In meinem letzten Satz schrieb ich doch, die meisten wären Wegwerfer.
Außerdem, ich schrieb ja, das ich auch trenne und ich hab auch geschrieben was man ggf. ändern könnte. Also warum hilft mein Beitrag denn nicht weiter Biene?

Auch hier bei uns muß der Müll getrennt werden, und zwar in den Sorten Biomüll (braune Tonne), Restmüll (graue Tonne), Papier (blaue Tonne), und Plastik, Dosen, Tuben, sonstige Kunststoffe in den gelben Sack oder gelbe Tonne. Damit man weiß, was nun was ist und in welche Tonne es rein muß, gibt es von unserem Abfallwirtschaftsbetrieb ein schlaues Büchlein, in welchem genau aufgeführt ist, welcher Müll wo rein muß. Um die gelben Säcke zu bekommen, gibt es einmal im Jahr zusammen mit dem neuen Müll-Entsorgungskalender ein Faltblatt, auf dem man die im Haushalt lebende Personenanzahl bekanntgeben und mit Angabe von Straße und Hausnummer unterschreiben muß. Pro Person bekommt man dann z. B. beim Bürgerbüro, diversen Kiosken, Haushaltwarenläden oder Tankstellen je eine Rolle mit 12 gelben Säcken - in unserem Fall also 24 Stück. Im schlauen Müllsortierungsbüchlein sind meines Erachtens auch ein paar unverständliche Sortierungen ausgewiesen, aber wir haben uns daran gewöhnt und kommen gut damit zurecht.


Murmeltier

Bearbeitet von Murmeltier am 25.09.2010 16:57:14


Zitat (Murmeltier @ 25.09.2010 16:44:57)
Auch hier bei uns muß der Müll getrennt werden, und zwar in Plastik, Dosen, Tuben, sonstige Kunststoffe in den gelben Sack oder gelbe Tonne. Damit man weiß, was nun was ist und in welche Tonne es rein muß, gibt es von unserem Abfallwirtschaftsbetrieb ein schlaues Büchlein, in welchem genau aufgeführt ist, welcher Müll wo rein muß.

Murmeltier

Nun, genau das ist es; eine gelbe Tonne respektive einen gelben Sack würde ich auch gerne nehmen (wobei die Tonne sicher "schöner" aufzustellen wäre), aber es geht ja bei meinem Beitrag nicht um das Mülltrennen im allgemeinen (das sehe ich ein und mache es auch, dadurch ist unsere Mülltonne maximal einmal alle 3 Monate voll), aber irrsinnig finde ich diese m. E. extreme Vorschrift des "gelber-Sack-Müll" trennens (eben dieses große-von-kleinen-Folien-trennen und Joghurtbecher woanders rein als Spüliflaschen...).

Ich persönlich würde bei uns auch den gelben Sack/Tonne begrüßen - nur, mich fragt ja keiner :heul: .
Dann wäre es nicht so fürchterlich aufwändig für jeden; mit dem zum Wertstoffhof fahren und den Müll in 10 verschiedene Container sortieren...

Nun, das mit den Spüliflaschen, Joghurtbechern und Folien groß und/oder klein, wird bei uns nicht getrennt entsorgt. Das kommt alles in die gelbe Tonne/gelber Sack. Demnach ist die Trennerei bei uns ja noch im Rahmen des Erträglichen. Mir stellt sich aber bei der Papier-Abfuhr z. B. die Frage, warum Zeitungen, Zeitschriften, Pappe usw. in die Papiertonne müssen, geschreddertes Papier aus dem Aktenvernichter aber in die Restmülltonne muß. Diese Vorschrift unserer AWB erklärt sich mir nun überhaupt nicht. Aber was willst Du machen? Sie wollen es so haben, also kriegen sie es so!


Murmeltier

Bearbeitet von Murmeltier am 02.10.2010 13:04:55


So "kleinkariert" trennen kenne ich nur von Besuchen im Schwabenland (sogar harte und weiche Folien sollten da z.B. getrennt werden); meine Schwester hat in ihrer kleinen Küche mindestens 5 oder 6 verschiedene BEhälter für die unterschiedlichen Sachen! Das würde ich einfach nicht mitmachen. :angry:
In NRW gibt es unterschiedliche Vorgaben, je nachdem wie die Abfallverwertung ihre Trennmöglichkeiten hat. Irgendwo konnte man sogar Glas in den normalen Müll geben - jedenfalls vor ca. 10 Jahren noch -, weil die dort eine Sortiermaschine hatten, die das raussuchen konnte.
Bei mir kommt in den gelben Container (Mehrfamilienhaus) alles aus Plastik; das wird ja sowieso irgendwie sortiert. - Diese Arbeiter sollen ja nicht ihre Stelle verlieren. :P
Da ich auch gehört habe, dass oft Plastik, egal ob aussortiert wurde oder nicht, in den Verbrennungsofen MUSS, weil der sonst nicht auf Temperatur kommt, schmeiße ich wenn ich schlechte Laune habe einfach alles in den normalen Müll. Dann bin ich es Leid, mich umweltbewusst zu verhalten. Naja, kommt nicht sooo oft vor. :pfeifen:

Und dann der ganze Mülltourismus!! Ganze Lastwagenkolonnen überall hin quer durch die Kontinente, und FRachtschiffe voll rundum die Welt. Klar, nach China! Das ist wirklich klimafreundlich. Und das soll ich noch unterstützen?? :wallbash: Davon lebt ein ganzer Industriezweig, dass die mich für so naiv halten. :ph34r:


@murmeltier: Mir stellt sich aber bei der Papier-Abfuhr z. B. die Frage, warum Zeitungen, Zeitschriften, Pappe usw. in die Papiertonne müssen, geschreddertes Papier aus dem Aktenvernichter aber in die Restmülltonne muß.

Diese Vorgabe kann ich ehrlich gesagt auch nicht verstehen... Papier ist doch Papier, oder nicht? Reißwolfpapier kommt bei uns auch in die blaue Tonne (Gott sei Dank ist noch keiner auf diese merkwürdige Forderung gekommen).

@dahlie: ...schmeiße ich wenn ich schlechte Laune habe einfach alles in den normalen Müll. Dann bin ich es Leid, mich umweltbewusst zu verhalten. Naja, kommt nicht sooo oft vor.

Diese Reaktion aus einer schlechten Laune heraus kenne ich auch (Nobody is perfect... ;) ), aber das liegt wirklich an der erbsenzählerischen Art des Mülltrennens. Nun gut, einer allein wird auch hier vermutlich wenig ausrichten und solange es nicht noch (viiiieeel) mehr Leute gibt, die sich daran stören, werde ich weiterhin mit meinem Auto, Luft verpestend - soviel zum Umweltschutz..., den Wertstoffmüll zur Sammelstelle fahren und gefühlte 10 Stunden damit zubringen, alles penibel zu trennen...


Zitat (Knuddelbärchen @ 25.09.2010 03:19:47)
Was bei mir im Landkreis bekloppt ist, dass man wirklich nur Verpackungen in den Gelben Sack werfen darf. Sprich, wenn dir den Plastikschüssel aus der Küche oder ein Eimer oder so Plastikspielzeug kaputt geht, musst du das in die Restmülltonne werfen.

Das hat damit zu tun, das meist nur auf dem Verpackungsmaterial der Grüne Punkt ist, auf Eimern etc. nicht.
Die Recyclingindustrie finanziert sich ja durch die Grünen Punkt-Abgabe.

Allerdings wurde mir im Sortierzentrum erklärt, werden auch andere Kunststoffeimer etc. ohne Grünen Punkt angenommen, da sich das Material gut verkaufen lässt.

Sag ich doch: Alles aus Plastik in die gelbe Tonne; wird sowieso noch sortiert - von Hand.

Und gescheddertes Papier kommt bei mir möglichst in einen Karton, denn stell Dir vor, es klaubt jemand die umherschwirrenden Streifen auf und klebt sie zusammen (obwohl es keine Stasi-akten sind) :heul: :pfeifen:
Nein, Spaß beiseite; diese Streifen würden ja beim Leeren des Containers rauswehen KÖNNEN, daher der Karton. Ist die beste Lösung, finde ich. Und zum Altpapier. Die Vorgabe mit Restmüll kommt evtl. daher, dass es Leute gibt, die das Geschredderte dann in einem Plastiksack wegwerfen.


Zitat (Sparfuchs @ 04.10.2010 11:31:33)
Das hat damit zu tun, das meist nur auf dem Verpackungsmaterial der Grüne Punkt ist, auf Eimern etc. nicht.
Die Recyclingindustrie finanziert sich ja durch die Grünen Punkt-Abgabe.

Allerdings wurde mir im Sortierzentrum erklärt, werden auch andere Kunststoffeimer etc. ohne Grünen Punkt angenommen, da sich das Material gut verkaufen lässt.

So schlau bin ich auch. :lol:
Trotzdem ist es ein Schwachsinn, dass man nur Verpackungen in den Gelben Sack geben darf in meinem Landkreis, wo ich grad wohne.

Ich schubse mal den Thread wieder hoch.
Es wird ja weiter fleisig getrennt und bald kommt dann noch eine Tonne für Elektroschrott.

NUR

eigenlich ist das gar nicht nötig. Es gibt die Möglichkeit, alles außer Papier in eine Tonne zu verfrachten und eine Anlage sortiert den Müll-sogar besser als der Verbraucher zu Hause.

Nur die Politik will davon nichts wissen, warum auch ist die Sortiererei doch ein lohnendes Geschäft.

Ein Bericht dazu


Aquarius wohnst du im Lk Passau?

Habe hier das Problem das ich alles zum Wertstoffhof fahren darf und mich mit x Container befassen. So kenne ich das nicht aus dem Ruhrgebiet.


Am wichtigsten erscheint mir die Problemstoff-Sammlung, diese Stoffe gehören nun mal nicht in den Hausmüll.
Putzmittelflaschen, Spraydosen, Terpentinbehälter, Farbeimer, Batterien und natürlich der Elektroschrott - dass diese Sachen in Extra-Container gehören, sollte selbstverständlich sein.

Dass mal Papier in den Normalmüll kommt, ist kein Problem, wenn nämlich nicht genug Papier drin ist, muss extra Papier für eine bessere Müllverbrennung besorgt werden.
Das Trennen sonst finde ich nicht schlimm, hab mich dran gewöhnt und ich finde auch, dass es zum größten Teil Sinn macht. Ein wenig Mitdenken beim Verpackungsmüll kann nicht verkehrt sein.


Zitat (Lebensmittelchemikerin @ 31.01.2013 10:58:26)
Aquarius wohnst du im Lk Passau?

Habe hier das Problem das ich alles zum Wertstoffhof fahren darf und mich mit x Container befassen. So kenne ich das nicht aus dem Ruhrgebiet.

Hallöchen, Lebensmittelchemikerin,

nein, ich wohne nicht im LK Passau, sondern im LK Haßberge. Du siehst also, die Erbsenzähler sind gleichmäßig übers Land verteilt... :D .

Von der "Elektroschrott-Tonne" habe ich bei uns noch nichts gehört. Das wird im Wertstoffhof (WSH) fein säuberlich kontrolliert, ob Kabel ab- bzw. durchgeschnitten sind usw.

Übrigens, mal etwas zum belächeln: Kürzlich habe ich wieder mal die Arbeitskräfte des gemeindlichen WSH und ihr unendliches Wissen beansprucht. Beim Styropor entsorgen wurde ich darauf hingewiesen, dass Zitat: "schmutziges Styropor in die Plastikcontainer kommt, während sauberes Styropor zerkleinert in einem riesigen Sack gesammelt werden muss". Noch Fragen :wallbash: ?

Sonnige Grüße aus Franken

aquarius

Ich find Mülltrennung an sich super. Bei unserer Wohnung ist nur leider ein großer vor der Tür, wo irgendwie jeder alles rein wirft. Ich sammle schon Flaschen und Papier/Pappe extra und bringe die Sache separat weg, weil ichs besser für die Umwelt finde.


Zitat (Aquarius @ 31.01.2013 12:20:58)
... Von der "Elektroschrott-Tonne" habe ich bei uns noch nichts gehört. Das wird im Wertstoffhof (WSH) fein säuberlich kontrolliert, ob Kabel ab- bzw. durchgeschnitten sind usw. ...

Eine Elektroschrott-Tonne hab ich auch noch nicht gesehen, aber unser Recyclinghof hat einen Container dafür.
Da kommen alle Elektrogeräte rein, kaputte Föns, , Mikrowellen - bis zur Waschmaschine. Mit Kabel und allem Drum und Dran.

Zitat (PixiePost @ 31.01.2013 14:47:22)
Ich find Mülltrennung an sich super. Bei unserer Wohnung ist nur leider ein großer Mülleimer vor der Tür, wo irgendwie jeder alles rein wirft. Ich sammle schon Flaschen und Papier/Pappe extra und bringe die Sache separat weg, weil ichs besser für die Umwelt finde.

Mach ich ja auch und im Grunde ist ja nichts einzuwenden.
Nur - warum alles selbst trennen, wenn es die Maschine schneller, besser und günstiger machen kann?
Aber die Politik tut sich ja schwer, eine Entscheidung zu überdenken und etwas Neues einzuführen.

Wenn ich daran denke, wie es früher war, als man alles in eine Tonne geworfen hat, wird mir übel.
Das war ein ganz notwendige und wichtige Entscheidung, den Müll zu trennen.
Obwohl es leider noch immer welche verabscheuen und nicht daran denken,das zu machen.

Ich könnte es mir nicht mehr anders vorstellen, ist eine rein hygienische Angelegenheit, es gibt keine stinkenden Abfalleimer mehr!


Wie war das noch sauber und aufgeräumt in den
Straßen. Der Müll kam in große Behälter, der Sperrmüll
stand für alle zugänglich eine Nacht am Strassenrand,
so das sich jeder bedienen konnte.
Nirgendwo standen brennende Kunststofftonnen, und
verseuchten Luft und Erde. An den Strassenrändern
standen Bäume, statt Wertstoffinseln....
Ich könnte da noch weiterträumen. Heute ist Müll ein
hartes und umkämpftes Geschäft. :heul: Und diese
Trennung ist doch ein Witz. Denn der meiste Müll geht
eh in die Verbrennung. Oder wird einmal um den Erdball
gekarrt. Da sollte man sich noch mal etwas besseres
einfallen lassen. :wub:


n'Abend,

das ist ein wahnsinns Thema.
Und nach so vielen Jahren kann ich mich nur wundern, daß - und es sind absolut nicht nur unsere älteren Mitmenschen (wo fängt diese älter an ?) - nicht einmal in der Lage sind die 'Grundtrennungen' zu bewältigen.
Brauche ich nur gucken, wie das in unserem Haus (8 Parteien) so abläuft. :wallbash:

Hier in Hannover wird jährlich einen 'Müll-Planer' kostenlos in jeden Haushalt geliefert.
Dieser beinhaltet u.a. die Abholtermine je Stadteil, Wertstoffhofadressen und Trennungsvorlagen und und und.

Wer es ganz genau wissen will, kann natürlich auch das Internet bemühen (Adresse steht im Planer). Doch wer macht das, vorallem ganz gewissentlich ???
Auch ich begehe Sünden, logisch.

Aber wenn ich sehe, daß Autoreifen auf Felge, Sofas etc. in der Leine liegen, könnte ich schon :kotz:

Tja, life sucks

Gute Nacht dann :blumen:
Taline.


@taline, fahr mal nach Griechenland, da findet man immer noch Schluchten, in denen man alles findet, was der Schrottverwerter begehrt.

Ja, ich oute mich, ich trenne teils. :pfeifen:

Glas, Altpapier...dafür habe wir in erreichbarer Nähe Tonnen.
Alles andere => Restmüll. Begründung für mich: ich bräuchte ca. 6 Wochen, um einen gelben Sack zu befüllen. Ausgenommen, wenn ich Lieferungen mit viel Styropor bekomme.

Was ich toll fände und auch im Landkreis schon teilweise vorhanden ist: Tonnen oder andere Behältnisse für E-Schrott. Sowas landet bei uns auch im Restmüll.


Kleinere E-Schrott-Teile könnt ihr versandkostenfrei an ALBA schicken.
Die Versandmarke dafür gibt es hier:
Electroreturn


Ich krieg immer die Krise, wenn ich sehe, dass die Nachbarn meiner Schwägerin überhaupt nicht trennen. Da werden fröhlich ganze Plastiktüten voller Restmüll, garniert mit Raviolidosen und Alufolie in die Biotonne gestopft, Konservengläser kommen mit rein und das alles wird auch gemacht, wenn die Restmülltonne leer ist.

Oder die Leute gegenüber von meinem Bruder: leeren das Katzenklo in Einkauftüten aus Plastik (!!) und schmeißen das ganze ebenfalls in die Biotonne!

Kontrolliert das denn keiner?!

Wozu mache ich mir solche Mühe mit der Mülltrennung, wenn solche Leute alles durcheinander wegschmeißen? Ich habe in der Küche fünf verschiedene Müllsammelbehälter (Glas, Dosen, der Gelbe Sack, Biomüll und Restmüll) rumstehen, und im Keller sammle ich noch CDs und DVDs, Papier und Korken! Das ist doch dann alles für die Katz!


Das Unternehmen, das bei uns die gelben Säcke abfährt, ist schon ziemlich genau... hier im Dorf sind schon einige Säcke mit großem roten Warnaufkleber liegengeblieben, weil sie falsch befüllt wurden. Find ich absolut in Ordnung...

Wir trennen mittlerweile ziemlich genau, weil unsere Restmülltonne einfach ständig überquoll. Altpapier wandert entweder in unsere Tonne, oder wir entsorgen es gemeinsam mit Altglas, Batterien und Kleinmetallschrott ungefähr einmal im Monat bei den Stadtwerken.


Zitat (Cambria @ 01.02.2013 09:36:33)
hier im Dorf sind schon einige Säcke mit großem roten Warnaufkleber liegengeblieben,
weil sie falsch befüllt wurden. Find ich absolut in Ordnung...

:blink: Und? Haben die Verursacher den Sack dann wieder
reingenommen, und schön brav auseinander gebröselt? :ach:

Zitat (mops @ 01.02.2013 09:12:52)

Oder die Leute gegenüber von meinem Bruder: leeren das Katzenklo in Einkauftüten aus Plastik (!!) und schmeißen das ganze ebenfalls in die Biotonne!

ich wurde auch irgendwann mal "angemacht" von meinen Vermietern, dass Plastik nicht in die Braune Tonne gehöre und sie jedesmal meine Tüte rausprokeln müßten. Ich habe ihnen dann erklärt, dass es sich um kompostierbaren Plastik handelt, der extra für die Biotonnen gedacht ist (was auch dick auf der Tüte aufgedruckt war, also eigentlich nicht zu übersehen...)

Vielleicht ist es bei den Nachbarn ja auch so?

btw: mir wurde zum Beispiel gesagt, dass die Kaninchentoilette (bzw. deren Inhalt) nicht in die Bioonne gehört, da es zu agressiv ist. Ich dachte mir, so ein blödsinn, die k.. ja auch in freier Natur überall hin. Aber es stimmt, Tierkot gehört nicht in die Biotonne...hätte ich nicht gedacht. Ab jetzt kommt der Kaninchenklomülll immer in die Restmülltonne.

was darf in die Biotonne und was nicht, veröffentlicht von BMU

erstaunlich finde ich, dass hier sogar gekochtes, Zitrusschalen und Fleisch in die Biotonne darf...das habe ich vorher auch anders gehört.

Biotonne und Kompost sind zweierlei...
Darum auch gekochtes in die Biotonne!

Was mich nervt, sind Windeln im gelben
Sack, der dann in unserer gelben Tonne
landet. Sagt man was, kriegt man auch
noch ne blöde Antwort, so nach Art -
isch weiss wo dein Auto steht! :blink: :ph34r: :heul:


Zitat (Binefant @ 02.02.2013 10:33:26)
ich wurde auch irgendwann mal "angemacht" von meinen Vermietern, dass Plastik nicht in die Braune Tonne gehöre und sie jedesmal meine Tüte rausprokeln müßten. Ich habe ihnen dann erklärt, dass es sich um kompostierbaren Plastik handelt, der extra für die Biotonnen gedacht ist (was auch dick auf der Tüte aufgedruckt war, also eigentlich nicht zu übersehen...)

Vielleicht ist es bei den Nachbarn ja auch so?

Nö, das ist eindeutig dickes, gelbes Plastik mit großem "Edeka"-Schriftzug drauf. Bio-Abfallbeutel nutze ich selber (weil die nicht immer so einen Schmodder im Bio-Sammeleimer zurücklassen); wie Bio-Müllbeutel aussehen weiß ich :P .

Ach ja: bei uns in der "Müllfibel" steht ausdrücklich, dass Kleintiermist (Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster) in die Biotonne gehört, aber kein Hundekot, Katzenstreu usw. Leuchtet mir schon irgendwie ein, denn Kleintierstreu sind Holzspäne und/oder Stroh und Heu, oder auch Baumwollstreu, Dinkelstreu oder Papiereinstreu, was ja alles biologisch abbaubar ist.

Die Müllberge werden immer größer, wir leben in einer Wegwerf-Zeit, nicht nur Lebensmittel werden weggeworfen, vor allem die elektronische Geräte sind es, die nicht mehr repariert werden, da ja ein neues Gerät nicht viel mehr kostet.

Habe gerade gestern gelesen in einer Konsumenten-Zeitschrift, wie heute die Industrie arbeitet, um den Gewinn weiter zu erhöhen. Also wenn da nicht die Haare zu Berge steigen beginnen, wann dann!

Es wird absichtlich billiges Material verwendet bei der Erzeugung, das soll ja nicht lange halten, damit bald wieder was Neues gekauft wird, um den Umsatz zu erhöhen.
Das alte Gerät wird entsorgt, ich frag mich nur wie und wo?
Löst sich das in Luft auf?
Waschmaschinen halten nicht mehr länger als 5-6 Jahre, wenn überhaupt, meine erste hatte ich 18 Jahre.

Ein Test der Konsumenteninformation hat auch ein erschütterndes Ergebnis gebracht:
Ein Elektrogerät wurde getestet, das hatte einen minimalen Fehler, der einer kleinen Reperatur bedarf. Doch bei dieser zuständigen Firma wurde bekannt gegeben, dass es nicht mehr rentabel wäre, dies zu reparieren, da dies zu teuer käme.
Also eben ein neues Gerät kaufen!
Da müßte man auf jeden Fall eines machen, von dieser Marke Abstand nehmen und eine andere wählen.
Ich halte auch von den großen Elektro-Diskontern gar nichts, keine guten Erfahrungen gemacht!

Jetzt ist mir etwas leichter zumute, da ich das von der Seele schreiben konnte!

Schönes Wochenende !

flamingo


Laut Müll-Plan unserer Gemeinde gehört Hundekot weder in die Bio-Tonne, noch in die Restmülltonne, und auch NICHT in's WC...weder in den Wald noch auf's Feld noch an den Wegrand oder gar auf die Straße...!- Ich versuche nun, unserem Hund eine Kot-Verwertungsanlage einbauen zu lassen...!- Grundsätzlich gehört jedoch laut Aussage des Leiters vom Ordnungsamt ALLES, was "weder... noch" zugeordnet werden kann, in die Restmülltonne...!
UND:es ist korrekt, daß, da die Müllverbrennungsanlage trotz Müllzuführung aus anderen "Gegenden" (näher möchte ich mich dazu nicht auslassen) von Anfang an unter der zu leistenden Kapazität arbeitet, wird ein großer Teil dessen, was unsereins so mühsam von einander trennt, einfach gemeinsam verbrannt...
Wenn ich dann sehe, daß im Zentralort nur 1 x die Woche die Abfallbehälter geleert werden, und zwar dienstags am Morgen, diese jedoch am selben Abend wieder zugemüllt sind mit Abfällen aus den umliegenden Büros und Haushaltungen (mit ALLEM, was sich so grad anbietet...), daher dann ab Mittwoch ALLE öffentlichen Papierkörbe und Abfalleimer überquellen, und Müll jedweder Art drumherum liegt, frage ich mich ein weiteres Mal, wozu der Einzelne den Müll trennen soll?!- Eine lakonische Aussage unseres Bürgermeisters zu meiner dahingehenden Frage lautete:"Wir sind ja schon froh, wenn die Leute das nicht in den Wald oder an/in die Rur kippen!"
Sich darüber aufzuregen, ist keine Generationenfrage!- Und nicht ausschießlich "die älteren Mitbürger" (also so ab 40 Jahren) fühlen sich mächtig verschaukelt bei diesem Thema.
Elektro-Geräte sind übrigens schon nicht mehr "neu", wenn wir die kaufen.- Meist haben diese zuvor geraume Zeit auf Lager gestanden, was dann auch erklärt, daß man so schlecht Ersatzteile bekommt.- Oder für einen sauteuren nach 2 Jahren keine passenden Staubsaugerbeutel...(dazu nur noch 'was: für Menschen mit Haustieren wie Hunden oder Katzen ist es NICHT ratsam, Staubsauger OHNE Beutel zu benutzen...das gibt nämlich erstmal schnell einen Mordsgestank, und fast genauso schnell brennt der Staubsauger evtl. durch).- Über diese EX und HOPP-Mentalität, die man uns als selbstverständlich verkaufen will, rege ich mich maßlos auf.- NUR: wenn ein Gerät "hinüber ist", ist mir irgendwie dann nur noch wichtig, WO ich das gleiche Gerät am günstigsten kaufen kann.- Die Penunsen zählen bei uns leider nicht zu den "erneuerbaren Energien"!

Bearbeitet von IsiLangmut am 02.02.2013 17:46:17


Hallo,

in unserer Gemeinde hat der Wertstoffhof Ausmasse, ungeheuerlich!

In meiner Küche hab ich 4 Tonnen stehen, sotiere die dann nochmal in Pappkartons, die in der Garage ihren Platz haben und fahre die wenigstens zweimal im Monat zum Wertstoffhof.
Aludosen vom Katzenfutter machen - bei 5 Katzen - den grössten Posten aus und Alu wird angeblich auch problemlos wiederverwertet.
Elektroschrott - den hat man ja nicht alle Tage.
Glas, Tetrapak und Blechdosen kann ich in die Container im Dorf werfen.

Aber das Plastik ist mir absolut unklar.
Was passiert damit?
Weiter oben schreibt jemand, dass es nach China verbracht wird und dort zur Weiterverwendung aufgedröselt wird.

Weshalb wird Plastik nicht einfach mit dem Restmüll verbrannt?
Ich mein jetzt diese vielen Folien, denen man sich einfach nicht entziehen kann.

Dass Plastikflaschen, die ja dickwandiger sind, vielleicht eher weiterverwendet werden können, leuchtet ein. Aber dieses kleine Folienzeugs?

Ausserdem gibt es in einer anderen Gemeinde, in der Kunststoff, Alu und Blech in einen Container geworfen werden können - wie passt denn das?

Oder die Trennung vom farbigen Glas - weshalb denn das?

Wo kann man sich denn wirklich informieren? Nicht bos das blablabla auf den allgemeinen Zetteln zur Mülltrennung.

Vielleicht weiss ja wer was.

Servus
Maxl


Es gibt doch genügend Infos im Netz, z.B. bei Wikipedia zum Glas-Recyceln.
Die Farbe im Glas kommt von winzigen, gezielten Beigaben, um z.B. den Flascheninhalt vor Licht zu schützen. Diese Stoffe praktisch nicht mehr aus dem Glas rauszubekommen; es gibt sogar Konzepte, radioaktive Abfälle in Glas einzuschließen. Deshalb ist farbloses Glas am "wertvollsten" zum Recyceln, dann kommt Braunglas und am "billigsten" Grünglas: da darf auch mal eine blaue Flasche dazu.
Plastik läßt sich ebenfalls gut recyceln, es gibt allerdings viele verschiedene Sorten. Die Pfandflaschen werden ja schon im Rücknahmeautomaten sortenrein erfaßt; auf ein Joghurtbecher aus der gelben Tonne wird sich noch ganz gut recyceln lassen - bei einem Fetzen Plastikfolie aus dem Restmüll lohnt es sicher nicht, der kann aber immer noch in der Verbrennung Energie liefern.


Solange das Konzept der Restmüllverwertung aus Verbrennung besteht, aber die Menge des Restmülls nicht ausreicht und mit recyclefähigen Material zugefüttert werden muß, macht diese Mülltrennung keinen Sinn.

Und solange ein LKW die Sammelcontainer für Braun, Grün und Weißglas auf die selbe Ladefläche entleert, sehe ich auch nicht ein, warum ich vorher mein Glas sauber trennen soll.
Ich konnte mehrfach von oben beobachten, wie das sauber getrennte Glas wieder vereinigt wurde. Das die Entsorgungs LKWs mehrere Kammern zur Lagerung der verschiedenen Glassorten haben, ist ein Märchen.


Also:

-Papier kann gut recycelt werden

-Glas kann sehr gut recycelt werden
ich hatte einmal ein Vorstellungsgespräch in einer Sortierfirma.

Zitat
Und solange ein LKW die Sammelcontainer für Braun, Grün und Weißglas auf die selbe Ladefläche entleert, sehe ich auch nicht ein, warum ich vorher mein Glas sauber trennen soll.

Wahrscheinlich kam das noch von früher.
Heute wird das Glas über eine Sortieranlage getrennt.
Bei uns gibt es 3 Wertstoffsäcke mit Glas/Metall - Papier - Kunststoff
Das wird so abtransportiert und dann in Sortieranlagen getrennt.
Glas kann mehrmals recycelt werden. Natürlich kann man aus braunem Glas kein weißes machen, aber Glas wird fast vollständig recycelt.

-Kunststoffrecycling ist ein schwieriges Thema, das es sehr viele unterschiedliche Kunststoffe gibt und dann noch mehrere Verbundstoffe verschiedener Materialien. Zum Teil geht es nach China, ein nicht verwertbarer Teil könnte auch verbrannt werden. Wenn alles verbrannt würde, warum wird es dann vorher in der Anlage sortiert?


-jetzt kommt bald noch Elektroschrott-da hier wertvolle und seltene Materialien wiederverwendet werden können.

Sparlampen und Röhren gehören in den Sondermüll
Batterien zur Batterierückgabe
Kunststoffflaschen in die Rückgabe


Was mich an der ganzen Sache stört, dass man auch mit 2 Tonnen auskommen könnte um maschinell alles zu trennen. Noch wichtiger wäre es weniger Müll zu produzieren, der hat aber seit Grünem Punkt zugenommen.
Die Verbraucher zahlen und sind durchs sortieren beruhigt, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. :)

Die bessere Mehrwegflasche ist fast ausgestorben, liegt jetzt häufiger in der Umwelt, da nur wenig Pfand drauf ist.

Hier noch ein Film über eine moderne Anlage und zum Schluß , was damit letztendlich passiert.

Bearbeitet von Sparfuchs am 08.02.2013 11:06:52

Zitat (Sparfuchs @ 08.02.2013 10:49:12)
Natürlich kann man aus braunem Glas kein weißes machen

Doch, geht.
Da kommen Zuschläge zur Glasmasse, die die gefärbten Verbindungen in farblose verwandeln, z.B. Pyrolusit.

Gut gesagt, Sparfuchs. Im Grunde ist das Geschäft mit dem Müll, die ungeheuerlichen Ausmaße von Wertstoffhöfen und die Ansammlungen von Tonnen, Containern usw. unser Verdienst.

Die wenigstens Leute lassen heute noch Sachen reparieren. So werden z.B. Socken mit Löchern nicht mehr gestopft, sondern weggeschmissen, Kleider nach wenigen Monaten aussortiert, weil sie billig waren und nicht mehr "in" sind, Elektroreparaturen ausgeschlossen, weil der Neukauf kaum mehr kostet und man mit einem neuen Gerät wieder "up to date" ist und so weiter.

Dazu kommt, dass bei Lebensmitteln als praktisch und hygienisch empfunden wird, was maximal verpackt ist. So wird z.B. geschnittener Käse gekauft, bei dem zwischen jeder Scheibe ein Plastikblättchen liegt, das ganze eingeschweißt in Kunststoff, weils praktisch und hygienisch ist und schneller geht, als ein Stück Käse an der Theke zu kaufen. Weichmacher und andere Gift in der Verpackung interessieren nur marginal, die sieht man ja nicht.

Dann werden lieber Milchprodukte in Plastiktöpfchen und Tetrapacks gekauft als solche in Mehrweggläsern - weils besser zu dosieren (ist auch echt eine Herausforderung, ein paar Löffel Joghurt aus einem Glas zu entnehmen), umständlich und womöglich teurer ist.

Man braucht für jede Oberfläche im Haus ein spezielles Reinigungsmittel, das man am besten aus der Entfernung aufspühen und mit einem Einwegtuch wegwischen kann - ganz doll hygienisch und so praktisch. Egal, was in dem Zeug drin ist, hauptsache, es macht ohne Schrubben keimfrei sauber. Waschmittel müssen vordosiert und extra eingeschweißt sein, weil das so supergummiprimapraktisch ist (siehe Joghurt).

Getränke werden nicht in Glasfalschen gekauft, weil die ja viel zu schwer und umständlich sind. Außerdem liest man j allenthalben, dass die Plastikflaschen ökologisch viel sinnvoller sind. Mag sein, dass das für ihre Lebensdauer gilt -aber was dann? Glas kann immer wieder recycelt werden, Plastik nicht. Es endet als Giftmüll. Oder als giftiger Ruß in den Filtern von Müllverbrennungsanlagen, die so gern vergessen werden, wenn es um Recycling geht.

Wer gedankenlos Waren und Lebensmittel in (Plastik-)verpackungen kauft, wo es Alternativen gibt (wie z.B. Papierumhüllungen oder gar keine Verpackung, wie z.B. bei Obst und Gemüse), hilft eifrig mit, dass der Müllberg immer weiter anwächst. Dabei ist es echt nicht schwer, beim Einkaufen zu überlegen, was man in den Wagen wirft - die Schokolade in Papier oder die Xfach verpackten Mini-Schoko-Riegel im Hartplastikcontainer. Die eingeschweißten Äpfel oder die losen (selbstverständlich ohne Plastiktüte). Das lose Waschpulver im Pappkarton oder das Flüssigwaschmittel in der Plastikflasche. Die Butter in der Plastikdose oder die im Wachspapier. Und so weiter...

Dass das Recyclingsystem nicht richtig funktioniert und vor allem Kunststoffe in deutlich geringeren Mengen wiederverwendet werden, als man uns weißmachen will, glaube ich auch. Dennoch halte ich es für wichtig, mitzumachen. Denn der Grundgedanke ist meiner Meinung nach richtig und wichtig.

Bearbeitet von donnawetta am 09.02.2013 08:17:55


Ja, wir sind alle große Sünder. In manchen Dingen hast Du ja recht, andere sind schlicht falsch oder für den Normalbürger kaum zu beurteilen.
Viele Elektrogeräte lassen sich nun einmal nicht mit vertretbarem Aufwand reparieren: natürlich gewollt von der Industrie - aber oft sind neue Geräte auch einfach weiter entwickelt und eben so automatisiert hergestellt, daß eine Reparatur (auch von der Umweltbelastung durch das Vorhalten der ganzen Ersatzteile) nicht lohnt.
"Weichmacher und anderes Gift in der Verpackung": da gibt es bei manchen Verpackungen eine gewisse Belastung, bei den meisten aber nicht - es gibt viele verschiedene Kunststoffe. Nicht jeder kann sich immer die persönliche Bedienung an der Theke leisten.
Bist Du sicher, daß Mehrweg-Joghurtgläser umweltfreundlicher sind als Plastikdosen? Sie müssen schließlich hin- und hergekarrt und sauber gespült werden.
Plastik "endet als Giftmüll" - einfach Quatsch! Hast Du nicht die vorherigen Beiträge gelesen? Woraus soll der "giftige Ruß" bestehen, wenn PE oder PP verbrannt wird? Hast Du da irgendeine Quelle oder hast Du das frei erfunden?
Papierumhüllungen sind also gut? Hast Du mal daran gedacht, daß die Papiere oft beschichtet oder imprägniert sind? Was ist mit giftigen Farbstoffen aus den Druckfarben?


Hej Chris, ich habe keinesfalls erfunden, dass Plastik nicht endlos recycelbar ist. Er wird, einfach ausgedrückt, mit jedem Einschmelzen und Neuformen schlechter. Aus einem Stuhl wird eine Tüte, aus der Tüte Verpackungschips, aus den Verpackungschips wird - Müll. Wenn der Stuhl nicht direkt auf der Kippe landet, weil er kein Verpackungsmaterial ist ;) Dieser Müll, wird entweder verbrannt (was, wie ich mir ebenfalls nicht ausgedacht habe, keinesfalls ohne Schadstoffausstoß vonstatten geht) oder "deponiert". Es ist keine Neuigkeit, dass sich Kunststoffe nicht zersetzen, sondern in winzige Teile zerfallen oder durch Erosion/Wasser in winzige Teile zerrieben werden. Diese Teile sind bis an das Ende aller Tage Fremdkörper in der Natur, gefährlich für Tiere und Menschen, weil sie im Grundwasser landen, in den Meeren herumtreiben oder auf der Erdoberfläche liegen und so in die Nahrungskette gelangen.

Was die Weichmacher im Kunststoff angeht - je härter ein Kunststoff ist, desto geringer ist logischerweise die Gefahr, dass Weichmacher ins Essen übergehen. Aber welche Nahrungsmittel sind schon in hartem Plastik verpackt? Und nicht nur Kunststoffverpackungen, auch Mischverpackungen wie z.B. Konservendosen und Tetrapacks sind innen mit weichem Kunststoff beschichtet. Wer will, mag gern glauben, dass das lebensmiitelchemisch alles pro Verbraucher geregelt ist. Es liegt allerdings auf der Hand, dass speziell die Verpackungen aus gemischten Materialien schwerer zu recyceln sind als sortenreine Ware.

Was die Paierumhüllungen angeht, habe ich mich nicht klar ausgedrückt: Ich rede von Papiertüten aus unbeschichtetem Papier. Die Druckfarben und Veredlungen wie z.B. Gummierungen sind in der Tat schädlich und eine Gefahr für Erde und Grundwasser - und zum Teil auch ganz direkt für unsere Gesundheit, da schon Druckerfarbe in Tetrapack-Getränken nachgewisen wurde. Und die "wunderbare" Ökobilanz der Tetrapacks ist damit auch sofort im Eimer, wenn sie nicht recycelt werden. Und selbst wenn, geschieht das nicht so problem- und giftlos, wie man uns gern glauben machen will.

Bearbeitet von donnawetta am 09.02.2013 11:07:34


Also ich finde den Anspruch Müll zu trennen um ihn dann zu recyceln total gut. leider ist die Umsetzung vielerorts (noch) nicht so gut bis katastrophenhaft. Was mir aber ganz wichtig ist: ich finde man sollte den Müll trotzdem weiter ordentlich trennen. Denn die Verfahren werden immer besser und wenn wir gesamtgesellschaftlich das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Recycelns verlernen ist es insgesamt viel schlimmer als jetzt noch vielleicht ein zwei Jahre sinnlos zu trennen und dann umwelttechnisch einen richtigen Benefit zu haben! Also, nicht aufhören zu trennen!


Allen, die das Thema interessiert, kann ich die Lektüre des -Buches "Ökofimmel" ans Herz legen. Gab's bei uns in der Stadtbibliothek und ich habe viel gelernt und wurde gleichzeitig gut unterhalten.

Info: Alexander Neubacher (der Autor) ist guten Willens: Seine Familie und er machen mit beim Umweltschutz, halten sich brav an alle Öko-Vorschriften, scheuen keine Kosten für Bioprodukte. Doch inzwischen haben sie ernsthafte Zweifel, ob sie der Umwelt damit wirklich helfen, denn die Energiesparbirne endet als gefährlicher Sondermüll, die ausgespülten Joghurtbecher werden nicht recycelt, sondern verfeuert, für die Herstellung des Biobenzins im Autotank wird der Regenwald gerodet, und aus den Gullys in ihrer Straße dringt entsetzlicher Gestank, weil alle Wasser sparen. Am Beispiel des eigenen (Familien-) Lebens zeigt Neubacher, wie hysterisch die deutsche Umweltpolitik geworden ist. Er untersucht, wie sich Dosenpfand, E10 und Atomwende auf den Alltag der Bürger auswirken, und fragt, ob wir mit unserem Ökofimmel tatsächlich die Umwelt retten.

http://www.amazon.de/Ökofimmel-versuchen-r...60411151&sr=1-1

Und nein, ich bin weder der Autor noch kenne ich ihn. Einfach eine Empfehlung von mir, da hier doch schon sehr viele falsche Annahmen und Informationen kursieren.


Während wir jedes Plastikteilchen in diverse Tonnen sortieren, werden 3 KM von hier in der Deponie diese wieder dem Restmüll zugeführt, weil kein Punkt drauf ist.

Im Restmüll wühlen sie wie die Schweine auch drin rum, um Eisen und sonstige Rohstoffe auszusortieren.

In Stuttgart werden die aussortierten Plastikteile mit dem Restmüll verfeuert (Stuttgart-Münster).

Die Altkleidercontainer werden von den Sammelstellen sortiert und in den Second-Handläden wird er an uns wieder verkauft.
Was sonst nicht im Land verkauft werden kann, wird ins Ausland gebracht. In Haiti und Kenia können wir Touristen diese Klamotten wieder kaufen. So schliesst sich der Kreislauf..... rofl Und wir kriegen unseren gespendeten Krempel wieder verkauft.

Ich mache dieses Spielchen nicht mehr mit. Glas kommt bei mir in die Glascontainer. Da ich eine Rot/Grün-Sehschwäche habe, sehe ich meist keine roten/braunen und grüne Flaschen. So werfe ich alle einfach in die Grünen. Blechdosen kommen noch in den gelben Sack. Alles andere, ob Joghurtbecher oder Kartons in den Müll.

In ganz Amerika wird nur in Kalifornien gesammelt. In Afrika und Asien wird der ganze Müll nicht getrennt., sondern verbrannt.

Nur wir Deutschen retten die Welt ....

Jetzt wisst ihr,warum die Amis zum Mars fliegen wolllen. Falls die in Amerika bald überall zugemüllt sind, brauchen sie einen neuen Planeten.

In Hawaii und in den Malediven wird übrigens der gesamte Müll der Insel an einer Ecke direkt ins Meer gekippt.
In Maledivien nennt man das "Landgewinnung".

Dort auf den Inseln lebt ein Deutscher, der jeden Tag beim tauchen mit der Zahnbürste die Korallen säubert (kein Witz).

Labens

Bearbeitet von labens am 09.02.2013 15:30:16


Zitat (labens @ 09.02.2013 15:28:02)
Im Restmüll wühlen sie wie die Schweine auch drin rum, um Eisen und sonstige Rohstoffe auszusortieren.

Respekt - ich möchte diese Arbeit nicht machen!
Wir recyceln hier wirklich schon viel - und "meine" Plastikfolien landen per gelbe Tonne wohl nicht im Meer. Im Ausland ist man da längst nicht so weit - auch die deutschen Touris sorgen sicher für allerhand Umweltsünden.
Natürlich sollten wir auf die Umwelt achten - aber auch die Kirche im Dorf lassen und nicht auf jede Pressemeldung hereinfallen: nicht alles "umweltfreundliche" ist es auch wirklich - und umgekehrt.
Bei Lebensmittel-"Plastik" und Tüten würde ich etwas auf die dreieckigen Logos PP und PE achten: da ist KEIN Weichmacher drin und das Zeugs benimmt sich friedlich in der Müllverbrennung.

Zitat (labens @ 09.02.2013 15:28:02)
In ganz Amerika wird nur in Kalifornien gesammelt.

als ich vor etwas über 20 Jahren in den Staaten war (Maryland), wurde dort schon Plastik und Dosen vom restlichen Müll getrennt. Und ich weiß, daß es dort heute ebenfalls noch getrennt wird...


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