Autist - sind sie alle grün ? Bernhard - danke


Hallo
Ich bitte euch um Beantwortung,
wie ihr Autisten seht -
lg Archi


Ich sehe Autisten als das, was sie sind. Menschen.
Unterschiedlich groß, unterschiedlich alt, unterschiedliche HAar- und Augenfarbe.
Nur eben etwas mehr in ihrer eigenen Welt. Aber grün? Synästhesie?


Der Sohn eines Freundes ist Autist, grün ist er nicht. Genaugenommen sieht er ganz normal aus, solange er sich in seiner gewohnten Umgebung aufhält.


Ich verstehe die Frage nicht... Wie meinst Du das? Grün? Und warum dankst Du in diesem Zusammenhang Bernhard? Er ist doch kein Autist.... :verwirrt:


Zitat (MissChaos @ 14.03.2011 17:13:48)
Ich verstehe die Frage nicht... Wie meinst Du das? Grün? Und warum dankst Du in diesem Zusammenhang Bernhard? Er ist doch kein Autist.... :verwirrt:

Nur um ein wenig Licht in die ANgelegenheit zu bringen, ohne zu viel zu sagen:

Es hat nichts mit Bernhards Person zu tun, die Unterzeile bezieht sich auf interne Vorgänge, hat aber sonst nichts mit dem Thema zu tun. Könnt ihr bei der Beantwortung der Frage ruhig ignorieren ohne das Thema zu verfehlen :)

ganz ehrlich verstehe ich deine Frage nicht ?? warum grün ? und was hat das mit Bernhard zu tun?


Zitat (GEMINI-22 @ 14.03.2011 17:18:33)
warum grün ? und was hat das mit Bernhard zu tun?

Deshalb Grün

Aus dem Profil von Archimeda1 ;)

Edit. Das Danke war wohl für,s einstellen dürfen des Links :pfeifen:

Bearbeitet von wurst am 14.03.2011 17:26:35

Auch leicht :verwirrt: - Wie jetzt, grün?

Ich sehe Autisten genauso wie Cambria - als Menschen eben. Wieso sollte ich sie grün sehen? Ich hab keine Farbsehstörungen... :blink:

Oder zielt das mehr hin die Richtung, ob wir Autisten kennen, welche uns mal erzählt/zu verstehen gegeben haben, daß sie uns grün sehen?

Oder umgibt diese Menschen eine Art "Aura" (die sowieso nicht jeder Normalsterbliche sehen kann) und du willst wissen, ob hier von uns jemand dabei ist, der diese Aura wahrnehmen kann?

Ekläre den Sinn dieser Frage doch bitte etwas näher, das wäre hilfreich.

Edit: Danke, wurst für den Link, aber daraus viel schlauer zu werden, muß ich mir noch mehr Zeit zum Lesen und Verstehen nehmen.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 14.03.2011 17:26:14


Autisten sind Menschen wie Du und ich. Mit den gleichen Gefühlen und Sensibilitäten. Beim einen mehr und beim anderen weniger ausgeprägt.

Zur Krankeit:
Diese Krankheit hat sehr viele Erscheinungsformen. Sie kann leichte Verhaltensprobleme bis hin zur -extremen Form- der geistigen Behinderung auftreten.

Je nachdem wie ein Mensch von dieser Krankheit betroffen ist, dementsprechend sollte man sich dem Betroffenen gegenüber verhalten.

Und ganz klar: Ein kranker Mensch, egal welche Krankheit er auch haben mag.... Er ist ein Mensch und ist bitte auch so zu behandeln. Ich finde diese Frage von Dir ein wenig befremdlich....


Einer meiner Cousins ist Autist. Durch die Krankheit hat er Schwierigkeiten, sich in andere hineinzudenken und stößt Leute (unabsichtlich) vor den KOpf, weil er einfach Sozialnormen nicht so erkennt, wie das Nicht-autisten automatisch tun.
Dafür hat er aber unglaubliche musikalische und imitatorische Talente. So gleicht sich alles irgendwie aus.


ich weiß nicht: :pfeifen:
ich glaube einfach nur das Autisten, Menschen sind, -die zum Herrn ganz oben- eine spezielle Leitung haben.
also was ganz besonderes sind. :wub: :wub: :wub:

Bearbeitet von gitti2810 am 14.03.2011 18:37:04


@ Gitti :bussi:


@Gitti: besser kann man es gar nicht ausdrücken :blumen:


Zitat (gitti2810 @ 14.03.2011 18:36:29)
ich glaube einfach nur das Autisten, Menschen sind, -die zum Herrn ganz oben- eine spezielle Leitung haben.
also was ganz besonderes sind.


so seh ich das auch ... trifft übrigens auch auf Menschen mit Down Syndrom (Trisodingens 21) zu

Ja, und sie sind uns immer einen Tacken voraus.


Zitat (gitti2810 @ 14.03.2011 18:36:29)
ich weiß nicht: :pfeifen:
ich glaube einfach nur das Autisten, Menschen sind, -die zum Herrn ganz oben- eine spezielle Leitung haben.
also was ganz besonderes sind. :wub:  :wub:  :wub:

Genauso sehe ich das auch....


Das mit dem "grün sein" verstehe ich auch nicht....

Bearbeitet von Letrina am 14.03.2011 20:32:59

Ich habe mit geistig behinderten Autisten gearbeitet.
Sie sind "besonders". So wie ich "besonders" bin.

YO


Jetzt haben wir die tollste Behindertenfreunderunde umeinander, das ist ja auch eine schöne Sache :blumen: aber wir sind den eigentlichen Fragen keinen Schritt nähergekommen:

Sehen wir Autisten grün?
Sehen Autisten uns vielleicht grün?


Und Archimeda1 hat uns bis jetzt auch nicht wirklich weitergeholfen.

Zum Thema Autismus habe ich irgendwann im letzten Jahr mal diesen total tollen Film :wub: gesehen.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 14.03.2011 21:51:39


Ich kann hier nur einen begrenzten Erfahrungsbericht geben. Ich hatte bei meiner Arbeit in der Lebenshilfe mit Autisten zu tun, daher habe ich schon einige Einblicke erhalten. Hier im Ort gibt es einen 10 Jährigen Jungen, der Autist ist. Ich weiß das seit langem, bekomm aber immer wieder von Leuten zu hören: So eine Kröte, oder: den gehört mal der Arsch voll. Diese Menschen wissen nichts von der " Behinderung" des Buben. Auf sie wirkt er mit seinen Schreianfällen einfach nur frech und verzogen. Vielleicht gibt das einen kleinen Einblick wie Autisten wahrgenommen werden. Nicht immer kennt man ja die Person und weiß darum.
Der Junge besteht stoisch auf seinen Ritualen, als er kleiner war, ging der Papa mit ihm zum Spielplatz und der Junge lag in der Korbschauckel, schlief er ein, wartete der Vater bis er wieder wach wurde. Heimtragen hätte zur Katastrophe geführt, weil der Junge dann aus dem Ablauf gerissen wird. Aktuell stehen die beiden oft Stunden am Bahnhof, vor einiger Zeit fuhr ein auf dieser Strecke nicht üblicher Doppelstockzug, auf den wartet der Junge jetzt und kann nicht verstehen wieso da keiner mehr kommt. Erst nach Stunden und endlosem zureden lässt er sich wieder Richtung heim bewegen.


Mir fällt zu dem Thema der Film "Rain Man" mit Dustin Hoffmann und Tom Cruise ein..


Zitat (Pumukel77 @ 14.03.2011 22:13:46)
Hier im Ort gibt es einen 10 Jährigen Jungen, der Autist ist. Ich weiß das seit langem, bekomm aber immer wieder von Leuten zu hören: So eine Kröte, oder: den gehört mal der Arsch voll. Diese Menschen wissen nichts von der " Behinderung" des Buben. Auf sie wirkt er mit seinen Schreianfällen einfach nur frech und verzogen. Vielleicht gibt das einen kleinen Einblick wie Autisten wahrgenommen werden. Nicht immer kennt man ja die Person und weiß darum.

Für all diese Leute, die diesen armen Jungen (der sich sein Schicksal ebensowenig ausgesucht hat wie seine Familie) und/oder seine Eltern so vorverurteilen :wallbash: wäre genau dieser Film, den ich oben verlinkt habe, sehr sinnvoll anzusehen. Der beschönigt nichts, weckt aber Sympathie für die Protagonisten und vielleicht sogar Verständnis für diese Art der Behinderung.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 14.03.2011 22:22:12

Wie schon geschrieben, es sind Leute die es nicht wissen, bis jetzt ist noch keiner dem es erklärt wurde bei dieser Meinung geblieben. Nichts desto trotz kann ein solcher Film helfen aufzuklären, viele haben keine Vorstellung was Autismus oder auch andere "Behinderungen" bedeuten. Wir haben ein Down-Syndrom Kind in der Familie und auch da (obwohl es das ja recht häufig gibt) muß man immer wieder erklären. Ich sehen mein e Zeit in der Lebenshilfe als großes Glück an, denn da mußte ich mich mit vielen Arten von Behinderung auseinandersetzte und Wissen hilft zu akzeptieren. Und Akzeptanz ist das wichtigste für jeden Menschen, egal ob " Normal" oder "Besonders". Den " Normalen" Menschen gibt es ja eh nicht, denn Individuen können keiner Norm entsprechen.


Das hast Du wunderbar geschrieben, Pumukel :blumen:


Zitat (Pumukel77 @ 14.03.2011 22:35:14)
Wie schon geschrieben, es sind Leute die es nicht wissen, bis jetzt ist noch keiner dem es erklärt wurde bei dieser Meinung geblieben. Nichts desto trotz kann ein solcher Film helfen aufzuklären, viele haben keine Vorstellung was Autismus oder auch andere "Behinderungen" bedeuten.

Ja, vor allem, wenn ein solcher wichtiger, sensibler, nichtreißerischer Film mal zur Hauptsendezeit auf den "üblichen" Hauptsendern gezeigt wird, statt im Spätprogramm kleinerer Anstalten quasi für Cineasten und Eigenwillige/Anspruchsvolle...
Die Menschen hören heute ja viel weniger auf andere, sondern eher auf das, was sie in den Medien (vor allem im Fernsehen) vorgedudelt kriegen und da hilft "Rührselig" oder "Wunderschön" gar nichts.

De facto ersetzt ein Film (auch wenn noch so realitätsnah ausgearbeitet) die eigenen Erfahrungen / Auseinandersetzungen durch Beruf oder Fall in der eigenen Familie mit dem Thema geistige Behinderung nicht.
Das ist immer noch etwas ganz anderes.

Nicht durch Familie oder Beruf, aber durch Bekannte und Freunde kam ich mit dem Thema Geistige Behinderung (meist Trisomie21, aber auch noch andere Sachen) bei Kindern zusammen:
Manches solcherart glückselig lächelnde oder abrupt tobende Kind, "welches mit seinen Augen in andere Welten schauen kann als wir" (so sagte ich in diesem Fall immer wieder) habe ich auf diesem Wege selbst erlebt. :blumen:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 14.03.2011 23:05:42

Archimeda war schon mal als Chilli in diesem Forum.............


Zitat (gerri @ 14.03.2011 23:13:57)
Archimeda war schon mal als Chilli in diesem Forum.............

na und?

Zitat (gerri @ 14.03.2011 23:13:57)
Archimeda war schon mal als Chilli in diesem Forum.............

und du?
mein ja nur, so viele Beiträge hast du ja nicht.......... :P

Ooch eigentlich war das nur zum besseren Verständnis gedacht. :blumen:


Zitat (gerri @ 15.03.2011 01:02:25)
Ooch eigentlich war das nur zum besseren Verständnis gedacht. :blumen:

Gut gemeint, aber wenig bezweckt. :D Gut meinen ist eben nicht immer gut sein...
Ich hoffe, Frau oder Herr Troll sind gut satt geworden, Aufwärmen gibt es nämlich nicht. Ein Autist hat diesen Troll jedenfalls nicht geschaltet, denn dem wäre das I-Net herzlich egal. ;)

An Autisten ist es das Schöne, daß die sich wirklich nur um sich selbst kümmern. :) Das macht diese Menschen so liebenswert.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 15.03.2011 03:43:00

Zitat (Pumukel77 @ 14.03.2011 22:13:46)
Der Junge besteht stoisch auf seinen Ritualen,

btw:

Wichtig ist STURKTUR. Der ganze Tagesablauf muß strukturiert sein. Autisten müssen wissen (!) was als nächstes passiert. Veränderungen, selbst die kleinsten lassen die "kleine Welt" ins schwanken geraten. Das macht Angst. Jede Abweichung vom "üblichen" ist eine (oft unüberwindbare) Katastrophe.
Ein neuer Weg durch den Park - undenkbar. Pause auf einer anderen Parkbank - Verwirrung, statt Pfefferminztee - Kamillentee..... .
Es bedarf viel Geduld und Übung einem Autisten etwas "Neues" aktzeptieren zu lassen.

Autismus hat viele Gesichter (Asperger-Autist, Kanner-Autist) und von einigen bekannten Persönlichkeiten wird "beauptet" sie seien Autist gewesen. (Einstein, Newton)

YO

Für mich sind alle Menschen gleich. Dieses "Gelabber", diese Menschen wären was besonderes und hätten einen besonderen Draht zu irgendjemand, macht sie erst behindert. Das ist meine Erfahrung aus Gesprächen mit vielen körperlich und einige geistigen Behinderten.


Zitat (Josi-Julius @ 15.03.2011 08:27:47)
Für mich sind alle Menschen gleich. Dieses "Gelabber", diese Menschen wären was besonderes und hätten einen besonderen Draht zu irgendjemand, macht sie erst behindert. Das ist meine Erfahrung aus Gesprächen mit vielen körperlich und einige geistigen Behinderten.

Check!

Hallo,

auch ich habe einige Zeit mit besonderen Menschen zu tun gehabt und habe es auch heute zeitweise noch. Und was ich erlebt habe lässt mich fragen, wer hier "behindert" ist.

Es ist doch die "Andersartigkeit", die uns sagen lässt, der ist Behindert. Wenn wir nun aber einen solchen Menschen fragen, wie er uns sieht, wird er möglicherweise das Selbe von uns behaupten, also wir sind die Behinderten und er ist der normale Mensch.

Autisten benötigen (wie schon jemand geschrieben hat) Struktur im Ablauf.

Möglicherweise sieht ein Autist uns als Behindert an, weil wir (für ihn) ohne erkennbare Struktur leben. Wie kann man das nur durchhalten?

Es ist also eine Frage des Standpunktes, ob man sich bzw. jemand anderes als Behindert ansieht. Nur hat sich das noch nicht überall herumgesprochen.

Gruß

Highlander


Zitat (Josi-Julius @ 15.03.2011 08:27:47)
Für mich sind alle Menschen gleich. Dieses "Gelabber", diese Menschen wären was besonderes und hätten einen besonderen Draht zu irgendjemand, macht sie erst behindert. Das ist meine Erfahrung aus Gesprächen mit vielen körperlich und einige geistigen Behinderten.

Ganz ehrlich? Wenn wir unseren Großen als "behindert" behandeln würden so wie manche Menschen es tun, tüdel hier bedauern da....dann würde er mit Sicherheit heute noch nicht so laufen wie er es tut! Und er wäre auch lange nicht so selbstständig! (er hat 100% aber ich bekomme kein cent Pflegegeld, es wurde keine Pflegestufe anerkannt eben weil er so selbstständig ist und alles selber macht/machen will!) Mich stört sogar dass er trotzallem einen Rollstuhl hat (benutzen muß da es ja zuviel Arbeit wäre und länger dauern könnte bis er in den DRK-Bus eingestiegen wäre, in der Schule von einem Ort zum anderen kommt etc), bei uns steht das Ding in der Ecke!

"Man ist nicht behindert, man wird behindert"...

Und - entschuldigt, an dieser Stelle muss ich wahrscheinlich einige von Euch vor den Kopf stellen - dieses gut gemeinte "du bist was ganz besonderes" ist für mich positive Diskriminierung.
Die Meisten "behinderten" Menschen, die ich kenne, möchten einfach als Normal angesehen werden. Nicht als "Krüppel", nicht als "etwas gaaaanzgaaaanz besonderes", sondern einfach als Klaus, Britta, Ivonne, Jürgen. Denen man vielleicht mit einer Partie Scrabble keine Freude machen kann und gegen die man garantiert in einem 100m-Sprint gewinnt, aber das wars.
Diese goldenen Podeste, auf die insbesondere geistig "Behinderte" gehoben werden, schadet ihnen letztlich mehr, als dass sie nützen - es grenzt genau so aus wie negative Disktiminierung und verwehrt ihnen den Zugang zum "normalen" Teil der Gesellschaft. Dem gehören sie ja irgendwie nicht an, weil sie was besonderererereres sind.

Bearbeitet von Cambria am 15.03.2011 09:00:28


Richtig, Cambria. Das sehe ich genauso.


Zitat (BMWGirl1972 @ 15.03.2011 08:54:43)
... als "behindert" behandeln würden so wie manche Menschen es tun....

Es wird (wie ich lernen mußte) nach dem "gewertet" was eine Person nicht kann.
"Er kann nicht gut lesen"
"Sie kann nicht laufen"
"Sie trägt Höhrgeräte"
"ER geht auf eine Sonderschule/Förderschule" ...

Vielleicht kann ER unglaublich gut rechnen oder stricken und besitzt soziale Kompetenzen von denen anderen noch nie etwas gehört haben. SIE kann vielleicht besonders gut malen und ist eine fantastische Köchin.
Vielleicht sind beide sehr engagiert bei Hilsfprojekten.

Äußerlichkeiten, kleine Handicaps die werden zum Mittelpunkt von denen gemacht, deren Horizont noch vor dem Suppentellerrand endet.


YO

Bearbeitet von yolanda am 15.03.2011 10:00:56

Ich kannte mal jemand, der war:
von vorne schön,
von hinten schön
nur von innen nicht.

(unbekannt)

(P.S: Hörgeräte nicht Höhrgeräte.)

Bearbeitet von yolanda am 15.03.2011 10:24:40


Zitat (yolanda @ 15.03.2011 09:59:46)
Es wird (wie ich lernen mußte) nach dem "gewertet" was eine Person nicht kann.
"Er kann nicht gut lesen"
"Sie kann nicht laufen"
"Sie trägt Höhrgeräte"
"ER geht auf eine Sonderschule/Förderschule" ...

Vielleicht kann ER unglaublich gut rechnen oder stricken und besitzt soziale Kompetenzen von denen anderen noch nie etwas gehört haben. SIE kann vielleicht besonders gut malen und ist eine fantastische Köchin.
Vielleicht sind beide sehr engagiert bei Hilsfprojekten.

Äußerlichkeiten, kleine Handicaps die werden zum Mittelpunkt von denen gemacht, deren Horizont noch vor dem Suppentellerrand endet.


YO

Ja, weil man meistens garnicht weiß, was der andere kann. Und warum weiß man's nicht?
- man interessiert sich nicht für den anderen
- man traut sich nicht, Kontakt aufzunehmen... aus Angst was falsch zu machen.

Ich glaube, letzteres kommt im Umgang mit "andersartigen" Menschen oft vor.

Jemand im Rollstuhl - ok, da weiß ich, der kann eben nicht laufen, aber ansonsten "kann" ich normal mit ihm umgehen. Jemand, der spastisch im Rollstuhl sitzt (kenne die genaue Bezeichnung nicht, aber eben eine geistige Behinderung noch hat) - da weiß ich schon nicht : versteht er mich, kann er antworten? Wenn ich ihn anspreche, ist es doof für ihn, weil ich dann seine Antwort nicht verstehe? :unsure:

Lauter so Unsicherheiten spielen da mit, finde ich. Also, bei mir jedenfalls. Unwissen und Unsicherheit. -_-

edit: ich lese grade, sowas ist weiter oben auch schon erwähnt worden. Na egal ;)

Bearbeitet von Ribbit am 15.03.2011 11:00:00

Hallo zusammen.

Ich danke euch für eure offene Meinung.

Als erstes möchte ich mich entschuldigen,
dass es mit den Zitaten bei mir noch nicht so richtig klappt.
Das mag daran liegen,
dass mein Rechner mit sämtlichen Funktionen ausgestattet ist,die Scripte und ähnliches unterbinden;
oder,
dass ich die neuen Funktionen von diesem Forum noch nicht völlig beherrsche.
Da es für mich wichtig ist meine Versprechungen einzuhalten,
wird es augenblicklich auch so gehen müssen.

Bernhard war der Meinug, dass ich mich revanchieren könnte,
weil ja mein Link zum Blog auch in meinem Profile ist -
und er hat vollkommen Recht.

Also habe ich in meinem Blog eine Verlinkung zu Frag-Mutti gebaut.

Wir waren der Meinung, dass es das Forum eventuell erweitern könnte,
wenn hier auch über Autisten diskutiert werden könnte.

Ich fand, dass es eine super Sache wäre,
darum dieser Thread.

Viele kennen mich schon, haben sich vielleicht gewundert, warum ich so einfach den Namen gewechselt habe, und danach eine ganze Weile weg war.
Die Leute, die mich via PN angeschrieben haben
wissen auch den Grund dazu.
Für andere war ich einfach da, oder auch nicht.
Das ist doch auch völlig OK.

Ich möchte euch bitten,
meine Sprache und darin beinhaltete Antworten nicht als arrogant oder feindselig zu fühlen.
Ich bin Aspie und rede nun mal anders.
Autisten haben eine andere Redensweise.

Wir sind sehr direkt, lesen auch nicht zwischen Zeilen -
d.h.
wie und was ihr sagt, wird genauso aufgenommen.

Smilies sind nur begrenzt erkennbar,
das ist bei jedem Autisten anders.

Aber, auch ihr NT seht ja Smilies irgendwie nicht in der gleichen Art und Weise.
Darin unterscheiden wir uns also nicht.

Ich habe versucht,
dass mir Wichtige herauszuzitieren.

Trotzdem möchte ich noch eines kurz anbringen.

Bi(e)ne und ich ->
das ist ein alter Streit.
Ich war in irgendeinem Blumen-Pflegethread neu,
das war nicht in ihrem Sinne,
und es ist fast 4 Jahre her

Laßt uns neu anfangen.

Nun :

Wurst

Deshalb Grün

Aus dem Profil von Archimeda1 ;)

Edit. Das Danke war wohl für,s einstellen dürfen des Links :pfeifen:

Hallo Wurst,

Wir hatten eine Abmachung.

---------

Cambria

Autisten sind Menschen wie Du und ich. Mit den gleichen Gefühlen und Sensibilitäten. Beim einen mehr und beim anderen weniger ausgeprägt.

Zur Krankeit:
Diese Krankheit hat sehr viele Erscheinungsformen. Sie kann leichte Verhaltensprobleme bis hin zur -extremen Form- der geistigen Behinderung auftreten.

Je nachdem wie ein Mensch von dieser Krankheit betroffen ist, dementsprechend sollte man sich dem Betroffenen gegenüber verhalten.

Und ganz klar: Ein kranker Mensch, egal welche Krankheit er auch haben mag.... Er ist ein Mensch und ist bitte auch so zu behandeln. Ich finde diese Frage von Dir ein wenig befremdlich....

Man ist als Autist nicht krank und nicht betroffen.
Betroffen ist nur der Mensch uns gegenüber,
weil er nicht versteht,
dass wir nicht betroffen sind.

Trotzdem Danke für deine Ansicht.

--------

Bi(e)ne
Jetzt haben wir die tollste Behindertenfreunderunde umeinander, das ist ja auch eine schöne Sache :blumen: aber wir sind den eigentlichen Fragen keinen Schritt nähergekommen:

Sehen wir Autisten grün?
Sehen Autisten uns vielleicht grün?


Und Archimeda1 hat uns bis jetzt auch nicht wirklich weitergeholfen.

Zum Thema Autismus habe ich irgendwann im letzten Jahr mal diesen total tollen Film :wub: gesehen.

Nun, wir "kennen" uns ja schon ein wenig.
Ich kann auch nicht ununterbrochen am Rechner sitzen und sofort antworten.
Ich arbeite, habe eine Hamsterzucht und eine Sommer-,sowie Winterwohnung in Ordnung zu halten.

Es kann also ein bißchen dauern, bis ich schreibe.
Der Film über Autisten ist das gleiche Klischee,
wie,
dass man Juden und Türken etc " versteht ".


Für all diese Leute, die diesen armen Jungen (der sich sein Schicksal ebensowenig ausgesucht hat wie seine Familie) und/oder seine Eltern so vorverurteilen :wallbash: wäre genau dieser Film, den ich oben verlinkt habe, sehr sinnvoll anzusehen. Der beschönigt nichts, weckt aber Sympathie für die Protagonisten und vielleicht sogar Verständnis für diese Art der Behinderung.

Sind wir > Auti oder Aspie, von euch so genannt < behinderter,
als NT ( Neuro-Typisch, von uns betitelt ) ?
Da gibt es auch eine Steigerung NT oder eNTe

Wir sehen mehr, hören mehr, denken anders.
Sind darum Autisten krank ?
Was macht dein Smilie eigentlich ? Er stößt mit dem Kopf doch irgendwo hin.
Warum tut er das ? Was ärgert dich jetzt ?

Ich danke für deine Ansicht.

---------

gerri
Archimeda war schon mal als Chilli in diesem Forum.............

Ja, war ich tatsächlich.

Was möchtest du damit sagen ?

Das bessere Verständnis kann ich gerne vermitteln -wenn ich alles gelesen habe

---------
Cambria

"Man ist nicht behindert, man wird behindert"...

Und - entschuldigt, an dieser Stelle muss ich wahrscheinlich einige von Euch vor den Kopf stellen - dieses gut gemeinte "du bist was ganz besonderes" ist für mich positive Diskriminierung.
Die Meisten "behinderten" Menschen, die ich kenne, möchten einfach als Normal angesehen werden. Nicht als "Krüppel", nicht als "etwas gaaaanzgaaaanz besonderes", sondern einfach als Klaus, Britta, Ivonne, Jürgen. Denen man vielleicht mit einer Partie Scrabble keine Freude machen kann und gegen die man garantiert in einem 100m-Sprint gewinnt, aber das wars.
Diese goldenen Podeste, auf die insbesondere geistig "Behinderte" gehoben werden, schadet ihnen letztlich mehr, als dass sie nützen - es grenzt genau so aus wie negative Disktiminierung und verwehrt ihnen den Zugang zum "normalen" Teil der Gesellschaft. Dem gehören sie ja irgendwie nicht an, weil sie was besonderererereres sind.

Danke, das trifft es wirklich.
Wir sind alle Jeder Autie oder NT etwas ganz besonderes.
Jeder von uns.
Im Inneren sieht man es, wenn man in sich hineinhört.


------------



Zum Thema nochmal :

Wie Wurst schon geschrieben hat,
ist das Thema > Grün < bei mir im Blog schon bekannt.

Das liegt daran, dass ich grün nicht sehe,
sondern nur aus Erfahrungen weiß,
dass manches > grün < ist, weil man es sagt.

Grün ist also für mich immer die Frage :
> Wie ist denn was ? <


Darum die Frage : Sind Autisten grün ?

Im übrigen reicht Archi,

das Archimeda1
steht nur für meinem Modistatus im anderen Forum.

lg Archi

wer neugierig ist


Zitat
Ich finde diese Frage von Dir ein wenig befremdlich....

Lass mich das erklären:
Ich habe einen Bekannten, der ist Symästhetiker. Er hat mal erzählt, dass er Musik schmeckt und beim Schmecken Musik hört wenn er kocht, dann ist das, als würde er ein Orchester dirigieren, wenn er Würzt.

Deshalb dachte ich bei der Frage, ob alle Autisten grün seien, an Synästhesie.

Also: Ich habe nihts abschätzig oder so gemeint :blumen:

Hallo Cambria
Synästhesie ist nicht für Autisten ausgedacht.
Es gibt auch sehr viele Neuro Typische, die damit echt überlastet sind.

Stell dir mal eine Zahl vor -
welche Farbe siehst du ?

lg Archi


Liebe Archi,
vielen Dank für deine Erklärungen, deinen Blog zu lesen hatte ich noch keine Zeit....und da ich mich auch mit Autismus oÄ nicht auskenne kann ich hier dazu nicht weiter schreiben ohne eventuell zu verwirren.
glg
Carmen


Hallo Carmen,
danke
das freut mich wirklich.
Nicht mein Blog ist wichtig,
sondern die Verständigung hier.

Ich wollte immer zwischen Autisten und NT vermitteln.
Leider ist es im Autisten-Forum nicht mehr möglich,
weil alle nur noch dahin kommen, um zu erfahren,
wie man sein muß um einen Schwerbehindertenausweiß zu bekommen.
Ich muß nun ins Bett.

Es dauert immer etwas, bis ich schreiben kann,
aber ich werde wieder kommen, wenn es erwünscht ist.

Es könnten auch andere Autisten kommen. Bitte wundert euch nicht um die Wortwahl.
Lieb sind wir im allgemeinen nicht in unserer Ausdrucksweise,
sondern im Herzen.


Schlaft gut
lg Archi


Na dann schlaf auch gut!

Ich glaube schon, dass es erwünscht ist, dass du wiederkommst. Ich finde das Thema sehr interessant und weiß noch nicht viel darüber.


Zitat (Archimeda1 @ 15.03.2011 20:08:18)
Hallo Cambria
Synästhesie ist nicht für Autisten ausgedacht.
Es gibt auch sehr viele Neuro Typische, die damit echt überlastet sind.

Stell dir mal eine Zahl vor -
welche Farbe siehst du ?

lg Archi

Ob Autismus und Synästhesie zusammen auftreten können, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Das war halt meine Assotiation :)

Zahlen sind für mich alle schwarz oder grau... langweilig :)

Ich persönlich habs ja eher mit den Zahlen als mit Farben.
Also, ich asoziiere immer etwas mit einzelnen Zahlen. 36 ist zum Beispiel "rot" oder auch "Blut", alles mit ner 5 am Anfang sind Blautöne oder damit Zusammenhängendes, 9 ist Wasser und gerade Zahlen sind weiblich.
Farben sehe ich höchstens insofern "anders", dass ich manchmal etwas Rotes blau sehe oder etwas Schwarzes weiß. Kommt aber nur noch selten vor, seit ich aus der Pubertät raus bin. Ach ja, und ich sehe grundsätzlich alles, besonders aber dunkle Sachen (also Schwarz- und Grautöne), hinter einer Art "Vorhang" aus gipsgrünen und magentafarbenen Pixeln. Weiß aber nicht, woher das kommt. Bei mir besteht zwar Verdacht auf die eine oder andere psychische Abweichung, aber bestätigt ist noch nichts.


Ich muss etwas los werden.

Ich wusste, dass dieser Thread eröffnet werden sollte, habe mich bisher aber nicht dafür interessiert.
Eben habe ich den Titel gelesen und war erst mal vor den Kopf gestoßen.
"sind sie alle grün"
da habe ich im ersten Moment gedacht "werden hier Autisten diskriminiert, als 'kleine grüne Männchen' abqualifizhiert?
Nachdem ich gelesen habe weiß ich, wie und warum das entstanden ist.
Aber ich finde es irgendwie nicht passend, das im Titel so aufs Auge gehauen zu bekommen.

Ist nur meine ganz persönliche Meinung, kann sein, dass es albern ist und ich damit ganz alleine bin, aber ich musste das einfach sagen.

Tante Edit hat ein vergessenes n nachgeliefert

Bearbeitet von Die Außerirdische am 15.03.2011 23:18:31


Zitat (MissChaos @ 14.03.2011 17:24:41)
Ich finde diese Frage von Dir ein wenig befremdlich....

Hallo Archi und Cambria,

irgendwie scheint hier gerade etwas durcheinander zu kommen....

Cambria, der Satz ist doch gar nicht von Dir. Du hast auf etwas geantwortet und erklärt, das Du gar nicht geschrieben hast. Diesen Satz habe ich geschrieben. Archi hat nur den Namen beim Zitieren meines Postings verwechselt.

Aber wenn wir schon mal dabei sind, dann will ich mal sagen wie dieser Satz von mir gemeint war.
Ich fand die Frage deshalb etwas befremdlich, weil ich mir keinen Reim darauf machen konnte, was mit dieser Frage bezweckt werden sollte. Für mich war es einfach nur so eine dahingeworfene Frage mit Zusätzen ("grün" "Bernhard" etc.) Die Frage ergab für mich keinen Sinn.

Archi, das Wort "Krankheit" habe ich aus Gewohnheit verwendet. Ich hätte auch "anders als die anderen" oder "besonders" oder sonst ein Wort nehmen können.

Es ist schwierig die Definition Krankheit anzusetzen. Wo beginnt Krankheit? Was ist "krank"?
Medizinisch gesehen bin ich "krank". Weil ich anders bin als die anderen. Auch meine "Krankheit" hat einen Namen. (Möchte ich jetzt hier aber nicht unbedingt breittreten, und nein, ich bin nicht Autist) Und obwohl ich mich nicht als "krank" ansehe, bin ich trotzdem davon "betroffen". Weil mein Verhalten, Handeln und Denken, zeitweise nicht der Norm entspricht. Also, ICH bin davon betroffen, nicht die anderen.
Jeder der anders ist, als die gesellschaftlich festgelegte Norm (von wem eigentlich?) ist betroffen. Ob nun im Denken, Fühlen, Handeln oder im körperlich eingeschränktem Sinne. Weil er eben anders ist, als die Mehrheit.

Ich hoffe daß ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt habe. Ich wollte mit dem Wort "Krankheit" niemanden diskriminieren.

Hallo Miss Chaoes,
das tut mir leid, mit der Verwechslung.
Ich werde demnächst besser aufpassen.

Ich fühle mich auch nicht diskriminiert.
Ich finde, dass es wichtig ist, dass andere sich nicht "krank" fühlen, auch wenn sie anders sind.

Das Wort > betroffen < ist auch unter Auties ein heikles Thema.
Manche sehen es eher negativ, manche fühlen sich betroffen, weil sie sich behindert fühlen (?)

Ich bin über keine Aussage böse, es muß sich keiner entschuldigen.
Ich finde diese Diskussion sehr wichtig für alle,
gleich ob NT oder Autie.

Dir eine gute Besserung.
Ich glaube nämlich, dass man wirklich betroffen ist, wenn man krank ist. Das macht mich dann auch betroffen.

Hallo Außerirdische,
ich hatte den Titel so gewählt, weil ich die Frage tatsächlich so sehe.
Ich schrieb schon weiter oben,
dass > grün < für mich nicht erklärbar ist.
Und-
Bernhard hat meinen Dank verdient, warum sollte es dann nicht dabei stehen ?

Wenn es ihn stört, kann man den Titel ja ändern, ls

Wer Interesse an Synästhesie hat,
kann hier einiges testen.

lg Archi



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