Wohnungsaccessoires 1967


Hallo,

es geht um Folgendes:

Wir sind eine Gruppe von Studenten und wollen einen Kurzfilm drehen, der Ende 60 so 1967 spielt.

Dafür brauchen Wir Wohnungsaccessoires aus dieser Zeit.

Eingerichtet werden müssen eine Küche und ein Kinderzuimmer.

Hat jemand Ideen, was man da reintun könnte?

Und vllt weiß auch jemand wo man Accessoires bestellen / kaufen kann.

Grüße

Kingda


Hallo Kingda :blumen:

"Herzlich Willkommen bei den Muttis"

Hier kannst Du Dich mal durchklicken

guckstdu...............

Vielleicht wirst Du fündig.

Viel Spaß


Hallo ihr Lieben,

erst mal hatte da kaum einer eine super trooper Einbau-Küche oder gar ein Ikea Jugendzimmer.
Von dem Gedanken löst euch mal.

Eine Küche war meist eine Würfelküche. Herd, Spüle - kein Spülelement - sondern mehr eine alte Waschspüle, mit Glück einen alten Kühlschrank AEG, einen Küchenschrank oben vielleicht vier Schranktüren, in der Mitte eine Art Arbeitsfläche mit Eieruhr an der Rückwand, eine zusätzlich Ausziehbare Tischfläche und so drei Unterschränke. Ähnlich 80er Wohnwand, und einen klapper Holztisch mit Schublade und vier Stühle rum.
Auf dem Herd, egal ob Kohle oder Elektro, der Deckel war klappbar, wenn Deckel aufgeklappt, hingen am Deckel Suppenkehle, Schaumlöffel o. ä.
Der Flöttekessel stand mitten auf dem Herd oder auf der hinteren Platte rechts.

Dann verbarg man Geschirrtücher - genäht aus alten Bettlaken - hinter dem selben Stoff der Übergardine vom Fenster.
Auf dem Tisch stand eine schmale aber bauchige Vase mit Mageritten. Kann auch als Deko die Kaffeekanne mit zwei Tassen sein.
Auf der Fensterbank stand die Beamtenpflanze schlechthin, die Grünlilie oder gar ne Buntnessel.

An einer freien Wand hing eine Kaffemühle mit Schwengel. Das Depot war aus Porzelan, der Deckel auch. Darunter das Mahlwerk und dann das Auffangbehältnis aus Holz.
Ganz spektakulär war die el. Kaffeemühle in mintgrün von Onko / Krupps. Habe das Originalgerät noch hier. Kriegste aber nicht.

Das Porzellan war - das war der Renner - von Villeroy und Bosch. Burgenland in Blau/rot/grün.
Das Küchengeschirr auch meist gewürfelt.

Das Kinderzimmer bestand zum größten Teil aus Schrank, Bett, Nachttisch und Regal mit ein paar Karl-May-Büchern drauf
Bettwäsche weiß gestreift, heute würde man Krankenhausgebleicht sagen. An der Kinderzimmertüre nur einen Haken, an dem man - wenn vorhanden - einen Bademantel hängen konnte.

Je nach Mädchen oder Jungenzimmer würde ich ein paar weiße spitze Pumps oder ein paar schwarze Winkelpicker hinstellen.


Super, Eifelgold :lol: das hört sich total echt an. Ist natürlich laang vor meiner Zeit :P


Meine elektrische Mühle ist von Stube,aber auch im schönen Mint :P , bekommt auch keiner.
Die Küchenwage in hellgelb, die mit der silbernen Schale und den verstellbaren Gewichten sei auch noch erwähnt. :wub:


Accessoires für die Küche

- Handkurbelbrotmaschine
- Häkeltopflappen
- Keramikkuchenbackform als Wandbehang
- Hängeküchenwaage
- pastellfarbenes Geschirr
- Küchenbuffetschrank
- Dr. Oetker Kochbücher

Kinderzimmer Accessoires

- Tapeten bunt, blumig...
- Puzzles
- Steiff Tiere
- Dampfmaschine
- Blechspielzeug


Um die Spüle war oft ein Vorhang - passend zu dem vor den Geschirrtüchern - und darunter stand der Mülleimer.
Oft gab es auch noch eine Kohlenkoste oder -eimer.
m Kinderzimmer könnte ein Poster von Freddy Quinn oder Conny und Peter (Cornelia Froboes und Peter krauss) hängen.


Was diese altertümliche Küchenmöbel betrifft: Da könnte ein Emmausladen oder eine Firma die Wohnungsräumungen durchführt vllt. was haben, denn das betrifft wohl Menschen, die heute 70+ und 80+ sind und damals mit solchen Möbeln lebten. Was Kinderzimmer betrifft, da gab es z.B. Stapelbetten, so 2 übereinander, aus Metall, mit einer Art Hühnerleiter zum ERklimmen des oberen Bettes.
Da kommt es auch darauf an, welches Alter der Kinder /des Kindes Euch vorschwebt.

Leute, wie hießen noch mal jene Kinderbettchen mit Stäben, die man in der Höhe der Matratze verstellen konnte und die auch schon mal eine Art "Ausstieg" hatten, weil einer der Stäbe weggelassen werden konnte? Es gab auch welche, an denen man eine Art Himmel befestigen konnte. - Nicht "Heidi"? Oder jedenfalls so ähnlich. Die waren dann in "elfenbein" gestrichen, so ein schwaches hellgelb-creme.


Paidi hießen die, oder?


Zitat (123stpo456 @ 02.04.2011 22:48:53)
Paidi hießen die, oder?

genau so hießen diese Betten. :D

Eigentlich braucht Ihr Euch nur die Serien "Ein Herz und eine Seele" mit Ekel Alfred anschauen.
Die Wohnungseinrichtung spricht für sich.


Ich kann nur sagen, daß 1967 ein Kinderzimmer (da war ich immerhin schon 10 Jahre alt) noch überhaupt kein Standard wie heutzutage war. Ich schlief im Elternschlafzimmer, wo ich in frostfreien Monaten an einem Resopaltischchen auch mein Schulaufgaben gemacht habe; im Winter im Wohnzimmer, das über den Kohleherd in der angrenzenden Kochnische beheizt wurde . Gespielt haben wir so gut wie immer draußen.

Ja, so war das damals bei uns.


1967......... da war ich 15 , in der Lehre und musste noch um 8 Uhr ins Bett. Zimmer war ein uralter Kleiderschrank, ein Koffer oberdrauf, ein Stuhl, eine alte Kommode mit Spiegel. Raum voll. Küche war ein alter Kohleofen, ein alter Küchenschrank aus Holz mit Aufsatz, eine alte Spüle, Durchlauferhitzer, Gasherd, und unter dem Fenster ein eingebauter Schrank. War ein Erkerfenster, wir wohnten Mansarde. Kleiner Kühlschrank und dann doch schon, eine elektrische Kaffeemühle. Auch einen 3Mix hatten wir schon. Da wir eine Wohnküche hatten, gabs kein Wohnzimmer, und in der Ecke stattdessen stand eine Couch. Küchentisch, 3 Stühle. Zusammengewürfelt. Linoleumfussboden. Nix mit Kacheln oder Parkett. Wurde alle paar Jahre ausgetauscht. -_- :blumengesicht:


Zitat (Goodale @ 02.04.2011 22:03:33)
Ha-- Dr. Oetker Kochbücher


Habe noch eins von +- 1930 rum. Von meiner Oma geerbt. Das ist mein Schatz. Das kriegste aber auch nicht.

Ich bin verwundert, wie viele das gute alte Kaffeemühlchen noch haben.

Was mir noch einfällt:
Die Küchenuhr war in Eiform und hatte auch noch zusätzlich eine Eieruhr als Interieur. Chick ne. Schwie-Mu hat auch noch so ein Teil in der Küche rumhängen.

Und noch was: wenn euer Projekt ländlich gespielt wird, dann muss auf jeden Fall ein großer Topf auf dem Kohleherd stehen.
Das hat meine Großtante aus der Eifel bis zuletzt gemacht. Das Feuer prasselte ja immer in der Küche und so hat man gleich Wasser erwärmt. Sei es zum Spülen, baden oder gar Ablöschen von Bratgut.

Sollte in der Geschichte ein Säugling mitspielen, die Wiege war ein Weidenkorb geflochten und stand auf einem Holzgerüst mit Rädern. Wenn dann Geld für die Räder da waren. Ja, so war das damals.

DAnke für die Antworten! :blumen: Ja, Paidi hießen die Bettchen. LAg ich doch nicht so gaaanz daneben.. :wub:

Ich denke, die Studenten sind noch beim "Trichter": da werden alle gesammelten Ideen reingeworfen, es werden immer weniger als sinnvoll oder fruchtbar benannt - und am Ende steht ein bestimmter Fokus. Hier sind schon einige Kriterien als Hinweise genannt: Landlich? kleinbehaust? ohne viel beheizte Räume? usw. Nicht zu vergessen der finanzielle und gesellschaftliche Kontext! Wohnküche war damals, jedenfalls städtisch bzw. in Neubauten, etwas abhanden gekommen; viele Küchen waren so klein, dass nur eine Person auf einmal (in 99% der Fälle natürlich die Hausfrau) darin werkeln konnte. Das sah auf dem Land anders aus. Da war (und ist vllt. noch) die Wohnküche der räumliche Mittelpunkt der Familie.


@ Kingda: da hat die Dahlie nicht ganz Unrecht.
Das muss auf euch reinprasseln wie ein Feuerwerk.

gerne würden wir den Film auch mal sehen. Utube per Link, das wär schon nett.

wir machen nämlich nicht so gerne eure Hausaufgeben und kriegen nix dafür.


auf trödelmärkten wird euch altes zeug hinterhergeworfen. :blumen:


1967....da war ich gerade in Planung und wurde im Sommer gezeugt:D.
Also kann ich da nicht groß mitreden...ich kann mich nur noch an die 70er erinnern.


Zu der Zeit war WINNETOU ganz gross !!!!



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