Probleme mit dem Heizungsinstallateur: Verlust der Gewährleistung


Hallo ihr Lieben,

wir haben im Sommer 2010 eine neue Heizung in unser 40 Jahre altes Haus einbauen lassen. Es handelt sich um eine Wolf COB 20. Wir haben vom Installateur einen Kostenvorschlag bekommen, indem auch der Anschluss an das Wassersystem aufgeführt würde.

Da wir mit diesem Installateur einige Probleme hatten, haben wir für die Wartung jetzt im Winter einen anderen bestellt. Dem neuen Installateur fiel auf, dass ein von Wolf vorgeschriebener Wasserfilter (DIN) nicht eingebaut wurde. Daraufhin verfällt „laut einem Wolf Kundendienstmitarbeiter“ die Garantie für den Schichtenspeicher. Auch in der Einbauanleitung von Wolf steht dies so drin. Dem alten Installateur fühlt sich nicht zuständig, da er der Meinung ist, dass wir nicht erwarten können, eine Heizung mit Garantie zu haben. Für mich ist dies selbstverständlich, deswegen lasse ich sowas ja von Handwerkern einbauen! Das Problem ist, dass man den Filter zwar nachrüsten kann, aber es ja trotzdem in den letzten anderthalb Jahren schon zu einem Schaden gekommen sein kann (Schwebteile aus den Rohren, die im Schichtenspeicher rosten und dann erst in ein paar Jahren zum Schaden führen).

Hat jemand von euch vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Was sollten wir tun?

Danke und allen einen schönen Tag! :blumen:
Lilly


Zitat (lilien-lilly @ 27.01.2012 09:58:37)
Dem alten Installateur fühlt sich nicht zuständig, da er der Meinung ist, dass wir nicht erwarten können, eine Heizung mit Garantie zu haben.

Das ist ja mal etwas ganz neues, natürlich hast du Garantie/Gewährleistung.
Wende dich doch einmal an eine Schiedsstelle der Innung.

Bearbeitet von Sparfuchs am 27.01.2012 10:12:24

Hallo lilien-lilly :blumen:

Ich würde trotzdem dem alten Installateur kräftig auf die Füße treten. Er hat den fehlenden Filter nachzurüsten und das kostenlos. Sollte schon ein Schaden dadurch entstanden sein, hat auch der alte Installateur dafür die Kosten zu tragen.

Ansonsten so verfahren, wie Sparfuchs oben schon erwähnt hat.

Bearbeitet von Kati am 27.01.2012 10:13:49


Hallo ihr Beiden,

danke für die Antworten! Bei der Handwerkskammer haben wir nachgefragt. Für eine Schlichtung bräuchten wir erstmal einen Gutachter, der aber ca. 300 € kostet und von uns getragen werden müssten. Ich finde das sehr seltsam, wir haben schließlich keinen Fehler gemacht.

Der Handwerker hat uns ein Angebot gemacht, diesen Filter nachzurüsten (auf unsere Kosten). Mal abgesehen davon, dass ich es nicht einsehe, dass zu bezahlen, haben wir dann immer noch das Risiko, dass bereits ein Schaden entstanden ist.

Unsere Rechtschutz trägt einen Anwalt leider nicht, da wir sie erst letztes Jahr abgeschlossen haben. Wir hatten ein Beratungsgespräch, in dem auch gesagt wurde, dass wir im Recht sind. Ein Brief des Anwalts wurde eher sinnlos beantwortet (Hinweis auf ein eingebautes Ventil, nicht auf einen Filter). Es kommt mir so vor, als ob er es einfach aussitzen möchte. Wir wollen jetzt aber nicht weiter mit dem Anwalt agieren, um die hohen Kosten zu vermeiden.

Hat vielleicht noch jemand eine Idee? Es kann doch nicht sein, dass jemand in Deutschland mit sowas durchkommt? :heul:
Lieben Dank und einen schönen Sonntag! :blumen:
Lilly


Ihr müsst den Sachverständigen zwar erstmal zahlen, aber wenn das Gutachten wirklich ergibt, dass der Installateur etwas falsch gemacht hat, muss dieser euch (eigentlich) auch die Kosten ersetzen, die euch für das Gutachten entstanden sind. Ein erneuter Anruf bei der Kammer gibt da sicher Aufschluss


Ich sehe es wie Zonnie.

Es wäre es mir wert, die 300€ vorzuschießen. Er müßte es dann eh zahlen und in der Innung spricht sich so etwas auch schnell rum. Die Häme der Kollegen muß er dann ebend aushalten. :pfeifen:


Hallo ihr Lieben,

bitte entschuldigt die späte Antwort, die letzte Woche war ziemlich chaotisch.

Wir haben zum Glück einigermaßen gute Neuigkeiten vom Anwalt. Dieser wird ja nicht von unserer Rechtschutz getragen. Wir müssen aber nur einmal 150 € bezahlen, egal wieviel Briefe er für uns schreibt. Teurer wird es dann nur, wenn es vor Gericht geht. Also versuchen wir es erstmal weiter so. Ansonsten wäre die Handwerkskammer doch noch eine Option. Unser Handwerker hat aber ja auch zugegeben, dass der Filter nicht eingebaut wurde.

Ich kann den Handwerker auch einfach nicht verstehen. Es gäbe die Möglichkeit, den Speicher mit einer Kamera zu untersuchen, um zu sehen ob er bereits Schäden hat. Das könnte er selbst mit relativ geringen Kosten machen. Keine Ahnung, warum er das nicht macht. Mein Mann hat neulich mit unserem Elektriker gesprochen, der ein bißchen was von dem Theme mitbekommen hatte und der meinte auch, dass das Verhalten absolut nicht nachvollziehbar ist. Bei Handwerkern geht es schließlich auch um Mund-zu-Mund-Werbung. Naja, mal schauen, was sich noch ergibt.

Der Hauptgrund, warum wir uns damals für diesen Handwerker entschieden haben, war übrigens, dass er bei uns um die Ecke wohnt und wir uns gedacht haben, dass er dann wohl Wert auf gute Arbeit legen wird. Tja, so kann man sich dann doch irren.
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag :wub:
Lilly



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