milchflasche abgewöhnen


ich bin gefragt worden wie man einem fast 5 jährigen kind die milchflasche abgewöhnen kann. habe gesagt milch mit wasser verdünnen erst ein bisschen und dann immer mehr biss zum schluss gar keine milch mehr in der flasche ist sondern nur noch wasser hat aber nicht funktioniert. habt ihr da einen besseren tipp für uns


Dem Kind sagen, dass es nun schon zu groß für die Milchflasche sei und ihm einfach eine unkaputtbare Tasse mit der Milch in die Handdrücken.


Ich bin kinderlos und pädagogisch ungebildet, daher kann ich nicht viel dazu sagen. Was mich aber interessieren würde - inwiefern hat das Milchverdünnungsprogramm nicht funktioniert?


Zitat (Eifelgold @ 31.08.2012 09:20:12)
Dem Kind sagen, dass es nun schon zu groß für die Milchflasche sei und ihm einfach eine unkaputtbare Tasse mit der Milch in die Handdrücken.

dem kann ich nur zustimmen :daumenhoch:

Zitat (Eifelgold @ 31.08.2012 09:20:12)
Dem Kind sagen, dass es nun schon zu groß für die Milchflasche sei und ihm einfach eine unkaputtbare Tasse mit der Milch in die Handdrücken.

So ähnlich sehe ich das auch. Aber es kann auch gerne ein Keramikbecher oder ein Glas sein, da schmeckt die Milch viel besser draus.
Die Achtung und Wertschätzung vor einem schönen Becher oder einem Glas kann gleich mit gelernt werden, um so weniger geht später kaputt.

Zitat (Rumpumpel @ 31.08.2012 10:40:33)
So ähnlich sehe ich das auch. Aber es kann auch gerne ein Keramikbecher oder ein Glas sein, da schmeckt die Milch viel besser draus.
Die Achtung und Wertschätzung vor einem schönen Becher oder einem Glas kann gleich mit gelernt werden, um so weniger geht später kaputt.

Super Idee @Rumpumpel :blumen:

Kleiner Ausbau der Idee: Das Kind zum Becher-Kaufen mitnehmen und selbst aussuchen lassen. Also ein kleines oder größeres Event daraus machen, um dem Kind zu vermitteln, dass dies ein ganz besonderes Trinkgefäß ist, auf das es auch besonders aufpassen muss. Wenn es gelingt, das Kind superstolz darauf zu machen, dass es nun seinen eigenen Becher / sein eigenes Glas nur für sich allein besitzt - den auch kein anderes Familienmitglied anfassen darf (außer zum spülen) - gelingt es vielleicht, dem Kind die Flasche zu entwöhnen. Der Inhalt der Nuckelflasche könnte ja auch vor den Augen des Kindes in den Becher / das Glas umgefüllt werden, so dass es weiß, dass im Becher/Glas das Gleiche drin ist wie in der Flasche. Außerdem könnte man so den Besitz des neuen eigenen Bechers/Glases zelebrieren.

Ich will darauf hinaus, dass Rituale unser aller Leben bestimmen ;)

Grüßle und viel Erfolg,

Egeria

Egeria, genau das ist es!
Bei meinen Kindern hat es jedenfalls super funktioniert. Und ihre ersten eigenen Becher haben und lieben sie immer noch (nach 17 und 19 Jahren).


;) @Rumpumpel: Genau diesen Gedanken habe ich versucht, in eine anwendbare Gebrauchsanweisung zu formulieren ;)

Bearbeitet von Egeria am 31.08.2012 11:34:40


Egeria, ich bin dir sehr dankbar für deine gute Ausformulierung und hoffe jetzt, dass wir auch unsere Leuchte davon überzeugt haben - bzw. ihr damit helfen konnten.


Kein Problem @Rumpumpel: Mein erstes eigenes Geschirr habe ich auch heute noch. Zwar nicht mehr im täglichen Gebrauch, aber zumindest als Platz-Wegnehmer im Küchenbüffet. Für mich war das etwas Besonderes, weil es etwas Eigenes war und ist. Und ich besitze das schon weitaus länger als nur profane siebzehn oder neunzehn Jahre ;)

Grüßle,

Egeria

Tante Edit fügt noch einen P.S. hinzu: Warum sollten sich Kinder seit meiner Kinderzeit insoweit verändert haben, dass sie nicht auch etwas Eigenes besitzen wollen, auf das sie besonders aufpassen? Stichwort: Schatzkiste.

Bearbeitet von Egeria am 31.08.2012 11:42:07


Wenn es bisher noch nie (??!) aus einer Tasse getrunken hat, könnte ein Strohhalm eine Übergangslösung sein, denn wenn das Kind wie gewohnt saugen würde aus der Tasse... :(


mir werfen sich da zwei fragen auf :

1. trinkt das kind 'nur' aus der milchflasche?

oder ist es

2. ein 'ritual', z.b. abends vor dem schlafen noch eine flasche milch trinken?

wenn 1. dann wie eifel schon sagt...tasse/becher/glas in die hand und gut ist.

wenn 2. wieso soll das abgewoehnt werden? ich hab mindestens bis 5, eher sogar noch laenger, oefters eine flasche griessbrei abends genuckelt und bin daran weder verhungert noch verbloedet.

ich kenne auch haufenweise kinder die auf diese milchflasche als ritual vor dem schlafengehen pochten. sind auch alle gesund gross geworden und heutzutage entwoehnt. irgendwann hoeren solche dinge von selber auf.

gruss :blumen:
shewolf


Das mit dem Ritual ist ein anderer Aspekt. Ich hatte rausgelesen, dass das Kind nur aus einer Flasche trinkt und hatte mich darüber gewundert.


Zitat (dahlie @ 31.08.2012 18:35:33)
Das mit dem Ritual ist ein anderer Aspekt. Ich hatte rausgelesen, dass das Kind nur aus einer Flasche trinkt und hatte mich darüber gewundert.

So habe ich das auch verstanden

Zitat (leuchte1 @ 31.08.2012 09:00:24)
Habt ihr da einen besseren tipp für uns

Hi,

Lass doch dem Kind die Flasche so lange , bis es die Lust daran verliert: Das Fläschentrinken macht keine Nebenwirkungen, es gibt kein Verschütten, ist bequem, keine Überernährung bei Zwischendurchgaben von Früchtetees, erinnert das Kind an "bessere" Zeiten, ist also rundum positiv besetzt, egal was die Leute sagen.

haben wir uns missverständlich ausgedrückt ist ganz normal was mama und papa kocht trinkt alles aus dem becher wasser und tee ab und zu saft braucht halt abends noch die milchflasche.
mit freundl.gruss leuchte1


Also ein Ritual wie vorlesen und so, zum Einschlafen. Und warum dann abgewöhnen?


Na dann: In diesem Fall ist doch die abendliche Milchflasche das Ritual. Das verwächst sich sicherlich, bis die Milchzähne den Zweiten Zähnen weichen müssen.

Grüßle,

Egeria


Zitat (dahlie @ 01.09.2012 21:49:06)
Also ein Ritual wie vorlesen und so, zum Einschlafen. Und warum dann abgewöhnen?

Weil das (grundsätzlich durchaus sinnvolle) abendliche Ritual nach dem Zähneputzen stattfinden dürfte.
Daher: Abendfläschchen ja - aber bitte nicht mit Milch.
Insofern schließe icjh mich den Vorposterinnen an, die für die schrittweise Umstellung auf Wasser plädieren. Der Nuckeleffekt bleibt, aber die Zähne haben Ruhe. ;)

Meine Kinder hatten zwar keine Milchflasche im Bett, benötigten aber einen Schnuller zum schlafen (ich übrigens auch). Als mein Sohn ca 4 1/2 war habe ich mit ihm hingesetzt und ein Gespräch mit ihm geführt.
Ich: Sag mal, meinst Du nicht das Du langsam zu groß bist für deinen Nucki.
Er: Hmmmm, meinst Du?
Ich: Wie wäre es, wenn Du es schaffst ohne Nucki zu schlafen dann kauf ich dir den Traubenvollernter Siku. Du musst natürlich eine Woche durchhalten, eine Nacht gillt nicht.
Er: Ok!
Ich: Wenn Du magst versuchen wir es ab heute Abend, sollte es nicht klappen ist auch nicht schlimm, dann versuchen wir es später noch mal.
Wir haben dann alle Nuckis eingesammelt und in eine Dose getan die in den Schrank kam. Er hat nie mehr danach gefragt.
Meine Tochter brachte mir irgendwann von selbst ihre Schnuller und wollte sie gegen eine Puppe eintauschen. hat auch geklappt.

Ich denke mal, wenn das Kind nicht einsieht das es ja nu zu groß für eine Nuckelflasche ist und es keine alternativ Einschlafrituale gibt, dann bringt das alles nichts. Wie wäre eine Tasse Milch, zähneputzen und ab ins Bett mit einer Geschichte zum vorlesen?


Bei meinem großen Sohn war das genauso. Er brauchte bis vor ein paar Monaten die Kakaoflasche morgens zum wachwerden und hat mit seinem Lieblingsknuddeltier geschmust. Ich fand das immer süß, hab aber mehrmals versucht ihm das abzugewöhnen auch wegen der Zähne. Hat nie geklappt. Ein paar Monate bevor er in die Schule kam hab ich es etwas radikaler gemacht. Ich hab ihm erklärt das bald die neuen Zähne kommen und das er jetzt wirklich zu groß ist und dann das Fläschchen entsorgt. Tat mir in der Seele weh. Es hat auch ein paar Wochen gedauert, aber jetzt ist er "clean"!


Nein kind trinkt nur morgens und abends milch aus der flasche alles andere trinkt sie aus dem glas oder becher


Mein großes Kind (nächste Woche 5) hat einen Trink-Lern-Becher,aus dem sie morgens im Bett ihren Kakao schlürft, aus dem einfachen Grund, weil sie das gern noch im Liegen macht (zum Wachwerden). Sie kommt über Tag nie und nimmer auf die Idee, aus diesem Plastikding etwas zu trinken- aber der morgendliche gemütliche Kakao muss sein.
Also, mein Vorschlag: ein Trinklernbecher (mit Schnabel und zwei Henkeln), für schmales Geld im Drogeriemarkt erhältlich. Und abends natürlich vor dem Zähneputzen.


Tja, jetzt stehe ich wieder vor diesem "Problem". Hab oben schon vom Großen berichtet. Jetzt ist es der Kleine (bald 2) der sein geliebtes Fläschchen auf keinem Fall abgeben will. Er hat einen Trinklernbecher, da trinkt er tagsüber draus. Aber er verlangt ausdrücklich morgens, mittags (vorm Mittagsschlaf) und abends seine "Nana" die Milchflasche. Na gut, er ist ja auch noch klein, aber ich befürchte das er auch so hartnäckig wird wie der Grüße.


Warum muss das arme Kind denn mit knapp 2 Jahren die Flasche schon abgeben? Wenn Du aber schon mal darauf hinarbeiten möchtest ,dann würde ich auf Dauer andere "zu Bett geh Rituale" einführen. Z.B. vor dem Mittagsschlaf gibt es eine Tasse mit Milch am Tisch und gut ist.
Ich für meinen Teil bin aber auch kein Fan dieser "Bett-trink-Rituale". Ok, abends vor dem Einschlafen, aber sonst? Ich serviere meinen Kids (15 u. 12) ja auch nicht das Frühstück ans Bett. Mir serviert es übrigens auch keiner.



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