Hilfe im Haushalt: wieviel darf das kosten?


Ich brauche für eine ältere Person Hilfe sowohl beim Einkaufen als auch beim Putzen und Erledigen vom Schreibkram. Was denkt Ihr, was sowas kosten darf?
Und habt Ihr eine Idee wo man das finden kann? In den örtlichen Zeitungen findet man zwar jede Hilfe einzeln, aber niemand der alles machen würde.

Ich bin dankbar für jede Meinung (gerade wegen der Kosten)!

Bearbeitet von AnjaN am 01.04.2013 10:54:29


Ich würde mich mal beim Arbeitsamt erkundigen. Vielleicht muss man sich da erstmal durch einige unwillige Bewerber durch"wurschteln", bis man jemanden findet, der das wirklich machen möchte, aber eigentlich kenne ich nur Leute, die letztlich gute Erfahrungen mit vom Arbeitsamt vermittelten Kräften hatte. Beim Arbeitsamt dürfte man auch die größten ERfahrungen damit haben, was ein ortsüblicher Preis für diese Dienstleistung ist.

Ansonsten kann man wahrscheinlich keine pauschale Aussage machen - es kommt immer drauf an, wo man sucht. In der Großstadt sind die Preise anders als auf dem Land, weil man vielleicht auch längere Anfahrtszeiten auf dem platten Land einrechnen (und dann auch entsprechend einpreisen) muss.

Vielleicht holst du einfach mal ein paar Angebote von Unternehmen ein, die diese Dienstleistungen anbieten. Das hätte den Vorteil, dass du eine ganz normale Dienstleistung einkaufst, also für dich keine Sozialabgaben zusätzlich anfallen (das macht das Unternehmen).

Wenn du jemanden selbst beschäftigen möchtest, mach es bitte nur legal - also mit Anmeldung bei der Minijobzentrale (bei Minijob) oder Sozialversicherung (bei einem "normalen" Job). Das treibt den Preis zwar nach oben, sichert aber dich als Arbeitgeber und die andere Person als Arbeitnehmer deutlich besser ab. Hausarbeit ist gefährlicher als man denkt und im Falle eines Unfalls ist man in einem Schwarzarbeitsverhältnis ge...kniffen. Außerdem holt man sich mit sowas schneller die Zollkontrolle Schwarzarbeit ins Haus, als einem lieb ist. Dann steht man schon so gut wie mit einem Bein im Knast wegen Steuer- und Sozialabgabenhinterziehung. Eine Unannehmlichkeit, die man sich ganz einfach sparen kann durch angemeldete Arbeit.

Bearbeitet von Cambria am 01.04.2013 11:04:20


Hallo, @AnjaN,

Willkommen bei Frag-Mutti.

Hat die Person, die die Hilfe benötigt, eine Pflegestufe?- Falls nicht, sollte mit dem Hausarzt abgestimmt werden, ob eine solche beantragt werden kann/sollte.- Die Pflegedienste haben in der Regel Haushaltshilfen an der Hand, die entweder über Sachleistungen via Pflegeversicherung abgerechnet werden können, oder aber auf Basis der Eigenzahlung arbeiten; ist hier jedoch Mangelware.- Dort kann man Dir auch den Stundensatz nennen.- (Den natürlich die Hilfen nicht in voller Höhe erhalten.)- Der Satz lag, so wie ich mich erinnere, bei € 15,- bis 18,- die Stunde; die machen aber dann nicht Alles.
Über's Arbeitsamt habe ich schon mehrmals versucht, Haushaltshilfen vermittelt zu bekommen.- Die Ladies, die bei mir (meist mit reichlichst Verspätung) ankamen, quollen schier über vor Arbeitswut, oder sind nur erschienen, weil sie das mußten.- Und wollten von mir "nur die Bestätigung haben, daß sie da waren".- Was ich ihnen jedoch verweigert habe.- Zwei kamen hier auf eine Annonce an, die mir Beide direkt sagten, was sie NICHT machten, und eine der Damen hätte geholt und heimgefahren werden wollen, weil ihr das unzumutbar erschien, die paar Meter bis zu Haltestelle der Rurtalbahn zu laufen.
Hier bieten sich immer mehr "Haushaltshifen" via Käseblättchen an; versprechen das Blaue vom Himmel, checken dann ab, wieviel Arbeit anfiele, und was sie dafür haben wollen.- Die wollen auch nicht auf Steuerkarte arbeiten, sondern bar auf die Hand pro Einsatz bezahlt werden.- Was klar und deutlich Schwarzarbeit ist.- Wie @Cambria ja bereits schrieb.- Ich hatte letztendlich eine Hilfe über eine Gebäudereinigungs-Firma vermittelt bekommen, die € 10,-/Stunde haben wollte.- Versichert war sie über die Firma.- Die ist irgendwann dann nicht mehr erschienen, hatte auch bei der Firma abgesagt.- Die Gute war nicht schwindelfrei, konnte somit keine Fenster putzen.- Dafür hätte ich separat den Glasreiniger von der Firma ordern müssen.- Daraufhin bot man mir dann aus purer Menschenfreundlichkeit -da ich ja in einer Notlage sei- die Hilfe der jüngsten Tochter der Unternehmerin für €36,50/St. an.- Woraufhin ich dankend abgelehnt habe.
Das Arbeitsamt wollte mir damals auch nicht sagen, wie der Tarif für diese Hilfen gestaltet ist.
Ich hoffe, Du hast mehr Erfolg.- Liebe Grüße...IsiLangmut


Da fällt mir grade noch was ein:

Wenn du in einer Stadt mit Universität/Fachhochschule suchst, dann wende dich mal an die Studentenwerke. Ein bisschen Hausarbeit und Papierkramunterstützung 1 - 2 x pro Woche für einige Stunden klingt für mich nach einem idealen Studentenjob. Dabei gilt natürlich das zuvor gesagte zu Sozialversicherung/Anmeldung bei der Minijobzentrale...


PS: Und die Kosten für legale Haushaltshilfen kann man bei der Steuer geltend machen, sich also einen Teil der Kosten für die Lohnnebenkosten wieder reinholen... ;)

Bearbeitet von Cambria am 01.04.2013 11:52:04


Danke erstmal für Eure Mühe, mir zu antworten!
1. Bei mir kommen sowieso nur legale Arbeiten in Frage. Eine FH gibt es hier, aber dort sind fast
ausschließlich Männer, trotzdem vielleicht einen Versuch wert!
2. Wenn ich das so höre welche Schwierigkeiten die "Arbeitskräfte" machen, krieg ich Bauchschmerzen.
So jemanden möchte ich meiner Bekannten nicht zumuten.
3. Es handelt sich um kurzfristige Hilfe wegen Krankheit, aber eine Pflegestufe kommt nicht in Betracht.
Die Pflegedienste finde ich auch zu teuer. (ca. 30,- Euro pro Stunde, da habe ich schon nachgefragt)

Ich frage mich langsam, ob ich nicht selbständig sowas anbieten könnte. Vielleicht ist der Bedarf ja da.
Das werd ich mal checken, ob sich das in einer 60.000 Einwohner-Stadt auch wohl lohnt!?!?


Zitat (AnjaN @ 01.04.2013 12:44:12)
Danke erstmal für Eure Mühe, mir zu antworten!
1. Bei mir kommen sowieso nur legale Arbeiten in Frage. Eine FH gibt es hier, aber dort sind fast
    ausschließlich Männer, trotzdem vielleicht einen Versuch wert!
2. Wenn ich das so höre welche Schwierigkeiten die "Arbeitskräfte" machen, krieg ich Bauchschmerzen.
    So jemanden möchte ich meiner Bekannten nicht zumuten.
3. Es handelt sich um kurzfristige Hilfe wegen Krankheit, aber eine Pflegestufe kommt nicht in Betracht.
    Die Pflegedienste finde ich auch zu teuer. (ca. 30,- Euro pro Stunde, da habe ich schon nachgefragt)

Ich frage mich langsam, ob ich nicht selbständig sowas anbieten könnte. Vielleicht ist der Bedarf ja da.
Das werd ich mal checken, ob sich das in einer 60.000 Einwohner-Stadt auch wohl lohnt!?!?

Naja, 30 euro ist nicht zu viel... denn die Unternehmen müssen neben den direkten Lohnkosten, die Lohnnebenkosten und Lohnausfallkosten, Miete für Büro, Abschreibung für Betriebsmittel und ihre eigene Marge kalkulien.

Wir haben eine Treppenhausputzfee, die 2 Stunden pro Woche bei uns feudelt. Sie bekommt 20,- pro Stunde und wir müssen pro Monat nochmal ca. 36,- Lohnnebenkosten plus ihre Putzmittel bezahlen. Da kommt man schon ohne diese ganzen unternehmerischen Nebenkosten auf fast 30,- pro Stunde.
Wenn du dann auch noch jemanden willst, der bei Papierkram helfen kann, kannst du dafür auch nicht - sorry - den letzten Jupp hinterm Pferdestall vorziehen, sondern brauchst jemand, der in der Lage ist, den Papierkram zu verstehen und seriös abzuarbeiten. Solche Leute werden sich nicht mit 8,-/Stunde plus Lohnnebenkosten auftreiben lassen.

Bearbeitet von Cambria am 01.04.2013 12:50:31

@Cambria
"Wir haben eine Treppenhausputzfee, die 2 Stunden pro Woche bei uns feudelt. Sie bekommt 20,- pro Stunde und wir müssen pro Monat nochmal ca. 36,- Lohnnebenkosten plus ihre Putzmittel bezahlen. Da kommt man schon ohne diese ganzen unternehmerischen Nebenkosten auf fast 30,- pro Stunde."

Also bei Euch wäre ich gerne auch Putzfee. 20,- Euro pro Stunde für's Treppenhaus putzen würde hier in der ganzen Stadt niemand bezahlen. Aber ok, danke für diese Informationen, das hilft mir schonmal weiter.
:daumenhoch: :daumenhoch:


Gibt es denn Niemanden in deiner Nachbarschaft oder Bekanntenkreis den du fragen könntest ?
Oft bekommst du gerade durch Mundpropaganda an geeignete Leute.
Gerade im Hauswirtschaftlichen Bereich ,in dem ich tätig bin läuft das hauptsächlich darüber,
da findest du kaum was übers Arbeitsamt.


Danke für die Infos.
Sind für unsere Oma derzeit auch auf der Suche. Leider sperrt sie sich noch ein bisschen gegen die Hilfe.
"Das muss ich ja dann bezahlen" heißt es dann immer :huh:


Google mal nach "Dorfhelferin".

Vielleicht gibt es das auch bei Euch.

Gruß

Highlander


Ich arbeite beim Sozialamt in Mannheim (ca. 330.000 Einwohner).
Hier gibt es die sogenannte Nachbarschaftshilfe.
Das sind professionelle Dienste, die Hilfe im Haushalt anbieten.
Die Kosten pro Stunde betragen zwischen 15,-- und 20,-- €.
Teilweise sind diese Dienste auch Pflegediensten angegliedert.
Eine Alternative ist eine private Kraft, die bei der Minijobzentrale angemeldet werden muß, bis zu 450,-- € im Monat verdienen kann und 7,50 €/Stunde erhält.
Vielleicht gibt es ähnliche Dienste auch bei Euch in der Nähe.
Wie weit ist die nächste größere Stadt von Euch entfernt?

Gruß
jsigi


Zitat (jsigi @ 02.04.2013 23:21:29)
Eine Alternative ist eine private Kraft, die bei der Minijobzentrale angemeldet werden muß, bis zu 450,-- € im Monat verdienen kann und 7,50 €/Stunde erhält.

Meinst Du für 7,50 Euro/Std. würde man jemanden finden, der die Arbeit dann auch ordentlich erledigt?

Also bei uns bestimmt nicht, da wäre das Doppelte plus km-Geld absolutes Minimum.

Zitat (AnjaN @ 01.04.2013 12:44:12)
Ich frage mich langsam, ob ich nicht selbständig sowas anbieten könnte. Vielleicht ist der Bedarf ja da.
Das werd ich mal checken, ob sich das in einer 60.000 Einwohner-Stadt auch wohl lohnt!?!?

So wie ich es in unserer ländlichen Gegend sehe, werden diese Dienste immer häufiger gebraucht.
Es gibt im Umland einer Stadt oft viele kleine Orte, wo ältere Menschen alleine leben. Die Hilfe, die man in Form von Einkaufen, zum Arzt fahren, Putzen, Schreibkraft (sogar womöglich alles gleichzeitig) zuverlässig bekommen kann, ist im Prinzip unbezahlbar.

Falls Du Dich berufsmäßig da engagieren willst, möchte ich Dich ermutigen.

Kirchgemeinde wäre vielleicht auch eine Anfrage wert.


Hallo!

Man kann auch mal bei der Verbraucherzentrale nachfragen.

Eine Bekannte hat das mal vor Jahren gemacht, weiß aber leider jetzt nicht mehr wie es ausging.


Zitat (tante ju @ 03.04.2013 15:13:35)
Meinst Du für 7,50 Euro/Std. würde man jemanden finden, der die Arbeit dann auch ordentlich erledigt?

Also bei uns bestimmt nicht, da wäre das Doppelte plus km-Geld absolutes Minimum.

In der Regel handelt es sich bei diesen Hilfen um Leute aus dem Bekanntenkreis oder Nachbarn.
Ich habe mehrere Leistungsempfänger, bei denen das der Fall ist.
Wenn man jemanden kennt, der bereit ist, sich etwas zu verdienen, eine gute Sache.
KM-Geld gibt es keines.

@jsigi: Ich bin jetzt nicht von Leistungsempfängern ausgegangen und wir wohnen recht ländlich.

Da werden eher Leute gesucht und von den 7,50/Std. kann man dann mit dem Bus schon eine Stunde mal umsonst arbeiten. Das dürfte dann für Leistungsempfänger auch nicht gerade motivierend sein.

Kämen eher nur Personen mit Auto in Frage.


Hier ist auch eher eine ländliche Gegend.
"Dorfhelfer" "Nachbarschaftshilfe" und sowas gibt es nicht.
Im Moment mache ich das für meine Bekannte, aber ich kann das nicht auf Dauer.
Es ist echt recht schwierig, eine zuverlässige Person zu finden, die in der Lage ist, sich
um alle Belange zu kümmern und trotzdem bereit ist, auch zu putzen. ;)

Also mein Fazit: Der Gedanke sowas beruflich selbst anzubieten muß noch reifen
und gründlich durchdacht werden. Danke für die Ermutigung dazu!
Bis dahin werde ich dann doch einen caritativen Dienst o.ä. einschalten.

Abschließend: Dies ist ein tolles Forum, ich bin froh, daß ich es durch diesen Anlaß entdeckt habe.
Ich werde sicher öfter hier sein und auch mal Tipps zu verschiedenen Themen meiner
Fachrichtung geben.

Vielen vielen Dank für Euer Interesse an meiner Frage und eure Anregungen.
:applaus: :augenzwinkern: :applaus:


Von der Kirchgemeinde soll es dann sicher "ehrenamtlich" gemacht werden?

Entschuldige bitte, wenn dem nicht so ist, aber das ist leider meine Erfahrung.


Mein Kommentar bezog sich auf den Rat von tabida: Kirchgemeinde wäre vielleicht auch eine Anfrage wert.

Bin neu hier im Forum und habe es nicht so richtig hinbekommen, wie ich gewollt habe.


Zitat (Dora @ 04.04.2013 17:37:24)
Von der Kirchgemeinde soll es dann sicher "ehrenamtlich" gemacht werden?

Entschuldige bitte, wenn dem nicht so ist, aber das ist leider meine Erfahrung.

und was spricht dagegen?

Ich kenne es so, dass Kirchgemeinden eigentlich eher den kontakt zwischen Hilfesuchendem udn Hilfswilligem vermitteln, die Konditionen dann aber zwischen den beiden ausgehandelt werden. Es gibt bestimmt einige, die sowas als "Dienst am Mitchristen" oder so gratis machen, wenn sich die eigenen Aufwendungen (Fahrtkosten/Zeit) in Grenzen halten. Aber ich würde es in keinem Fall erwarten...

Oder die Gemeinde vermittelt den Kontakt zu den jeweiligen caritativen/diakonischen Werken, bei denen dann Hilfe zu deren Preisen angefragt werden kann.


Genau - Cambria - so kenn ich das auch und so meinte ich meinen Hinweis auch.
Manchmal macht es auch jemand wirklich "ehrenamtlich" und ich meine, dagegen spricht doch wirklich nichts.


Ein Student von der FH wäre doch schon mal was zum Einkaufen und für Papierkram.
Und vielleicht kann (und will) er auch mal was im Haushalt erledigen.
Ein Teenager wäre für manches auch geeignet.
( Ich empfehle Aushang im Laden oder in der FH.)
Du kannst das doch delegieren. Anscheinend wirst Du sowieso die Aufsicht führen.


[QUOTE=Cambria,04.04.2013 18:29:56]...Es gibt bestimmt einige, die sowas als "Dienst am Mitchristen" oder so gratis machen, wenn sich die eigenen Aufwendungen (Fahrtkosten/Zeit) in Grenzen halten. Aber ich würde es in keinem Fall erwarten... [QUOTE]

Ich auch nicht, denn es ist auf alle Fälle Lebenszeit, die aufgebracht wird.

Und wo gibt es etwas umsonst?

Als die Nichte meines Mannes einmal arbeitslos wurde, meinte ich auch:"Kannst Du Dir vielleicht etwas durch Hilfe im Haushalt dazuverdienen, damit Du etwas Geld hast, wenn die Waschmaschine oder ähnliches kaputt geht?"

Sie meinte nur:"Bei uns im Dorf wollen sie alles umsonst haben, damit sie den Kinder oder Enkel, die sich oft nicht kümmern, um so mehr zustecken können."

Also, wir haben es schon jetzt beschlossen, daß wir einmal eine gewisse Summe für Reinigungsarbeiten, Besorgungen usw. ausgeben werden. Mitnehmen kann niemand was.


Hallo,
ich bin seit 2 Jahren im Vorruhestand und darf zu meiner verminderten Rente die 400 € bzw. 450 € dazu verdienen.
Die Leute müssen mich auch nicht anmelden, können es aber um sich abzusichern.
Derzeit habe ich 3 verschiedene Jobs, immer zeitlich unterschiedlich - so wie ich gebraucht werde und nach Absprache.
Einmal ist es auch ein ehrenamtlicher Job, dort musste ich natürlich angemeldet werden da alles eine sopziale Einrichtung ist.
Die anderen gehen mehr in Richtung putzen, Fenster putzen, bügeln, saugen, was eben so im Haushalt anfällt.
Außerdem könnte ich auch Büroarbeiten erledigen, da ich Zeit meines Lebens dort gearbeitet habe - in den verschiedensten Branchen.
Vorher wird abgesprochen, was dem jeweiligen Auftraggeber als nächstes wichtig ist.
In diesen beiden Fällen würden 10 €/Std. vereinbart - also trödeln oder zu spät kommen kann ich mir nicht leisten, da ja 1. gesehen wird was ich erledigt habe und ich auch sonst mit der Arbeit nicht fertig würde.
Auch von mir aus hätte ich ein schlechtes Gewissen.
Wenn man gut arbeitet, wird man auch gerne weiterempfohlen.
----
Ich weiß nicht um welche Gegend es sich bei dem Anfragenden handelt - Zeit hätte ich trotzdem noch zur Verfügung :-)

Da sich der Vorruhestand durch das Wegziehen der Firma ergab fühle ich mich trotzdem zu jung und fit um den ganzen Tag zu Hause zu sitzen!

Liebe Grüße


P.S. Habe Dir eben geantwortet, aber evtl. einen falschen Button für´s absenden gedrückt !?
Sorry !
Falls es Dich trotzdem interessiert - einfah melden :-)

LG
chrima2


Hallo,

auch ich ziehe in Erwägung jemanden als Haushaltshilfe für ca. 2 Stunden / Woche (Staubwischen, saugen, putzen, Fenster putzen) einzustellen.
Ich habe an 10€/Stunde gedacht. Ist das realistisch?

Was mich nur stutzig macht, ist, dass man bei einem Minijob auch Urlaubsanspruch hat.
Wieviele Tage würde das pro Jahr bei einem 2Stunden/Woche-Job ausmachen?

Bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall weiß ich ja auch nicht. Ich kann dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen, oder? Und ich muss nichts zahlen, wenn die nicht da ist, oder? Ich könnte ja an jemanden geraten, der nicht zuverlässig ist und da möchte ich nicht zahlen müssen, obwohl er/sie nicht da war.

Hat jemand von Euch Erfahrungen, was auf mich als "Arbeitgeber" (wie sich das anhört!) sonst noch zukommen würde?

Viele Grüße!

Celia


Hallo Celia, guck mal hier: http://www.minijob-zentrale.de

Da wird alles erklärt. Urlaubsanspruch gibt's anteilig. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erstattet die Knappschaft. Probleme hatte ich noch nie, allerdings war meine Reinigungskraft auch bisher noch nicht krank. Wenn sie wegen anderer Dinge nicht kommen kann, verschieben wir es einfach auf einen anderen Tag.


Hallo Donnawetta,
aber bezogen auf meinen Fall: Als wieviele Tage gelten 2 Stunden/Woche?
Wenn ich von einem Arbeitstag von 8 Stunden ausgehe, hätte die Person dann einen Tag Urlaubsanspruch im Jahr?

individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 (Urlaubsanspruch in Werktagen)
_______________________________________________________________________ = Urlaubstage
6 (übliche Arbeitstage, Montag bis Samstag)


0,25 x 24
________ = 1 Urlaubstag
6


Kann man das so rechnen? Oder wird das nicht so gehandhabt???


Ich arbeite in diesem Bereich auf Mini-Job-Basis. Es ist verständlich, dass man sich Sorgen macht, ob die Haushaltshilfe ein Problem werden könnte.

Man sollte sich aber doch mal überlegen: diesen Job macht niemand aus Leidenschaft oder Berufung. Und für 7,50 Euro würde ich den Job garantiert nicht machen.

Ein fremder Mensch bewegt sich in der eigenen Wohnung oder dem Haus, man muss ihm vertrauen können. Wenn man mies mit diesem Menschen umgeht und ihn schlecht bezahlt, ist es kein Wunder, wenn Probleme vorprogrammiert sind.

Und bitte nicht vergessen: es ist körperliche Arbeit.
Wer in zwei Stunden Wunder erwartet, sollte mal auf die Uhr sehen, wie lange man selbst dafür braucht.

Es ist nicht so schwer, jemanden zu finden. Im Internet oder der Zeitung findet man immer Anzeigen. Das A-Amt ist wohl dafür weniger geeignet.

Wir sind doch alle Menschen. Einfach schauen, ob die Chemie stimmt, freundlich und respektvoll sein und auch seine Freude oder Dankbarkeit bei guter Arbeit mitteilen!

Und nicht von Anfang an nur an Betrug und Diebstahl denken.
Wenn ihr euch bei einem Bürojob bewerbt, mögt ihr auch nicht von Anfang an generell so eingestuft werden.


:)


Zitat (Dackel @ 05.03.2014 18:33:34)
Und nicht von Anfang an nur an Betrug und Diebstahl denken.
Wenn ihr euch bei einem Bürojob bewerbt, mögt ihr auch nicht von Anfang an generell so eingestuft werden.

Das unterstelle ich ja nicht [Bitte unterstelle auch Du mir nichts.], aber will mir nur sicher sein, dass ich jemanden Unzuverlässiges nicht "ans Bein binde" und dass ich mir nichts aufhalse, dessen Folgen ich juristisch nicht überblicke. Ich hoffe darauf, jemaden zu finden, bei dem die Chemie stimmt!
Ich will mich informieren, was ich rechtlich zu beachten habe. Sonst nix, Dackel.

Dann informiere dich auf den Internetseiten für Mini-Jobs, da ist alles erklärt.
Ich unterstelle dir nichts.


Zitat (Celia @ 05.03.2014 17:47:10)
Hallo,

auch ich ziehe in Erwägung jemanden als Haushaltshilfe für ca. 2 Stunden / Woche (Staubwischen, saugen, putzen, Fenster putzen) einzustellen.
Ich habe an 10€/Stunde gedacht. Ist das realistisch?

Was mich nur stutzig macht, ist, dass man bei einem Minijob auch Urlaubsanspruch hat.
Wieviele Tage würde das pro Jahr bei einem 2Stunden/Woche-Job ausmachen?

Bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall weiß ich ja auch nicht. Ich kann dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen, oder? Und ich muss nichts zahlen, wenn die nicht da ist, oder? Ich könnte ja an jemanden geraten, der nicht zuverlässig ist und da möchte ich nicht zahlen müssen, obwohl er/sie nicht da war.

Hat jemand von Euch Erfahrungen, was auf mich als "Arbeitgeber" (wie sich das anhört!) sonst noch zukommen würde?

Viele Grüße!

Celia

Vielleicht kann doch jemand meine Fragen (konkret für meinen Fall und nicht allgemein) beantworten ohne mich auf den o.g. Link zu verweisen. Den habe ich bereits gelesen. Ich möchte von Euren Erfahrungen profitieren, bitte.

@Celia: ICH würde mich an die Angaben in dem Link halten!- Die sind verbindlich, und ohne "persönliches Engagement".- Ganz sicher wird Dir Niemand eine Auskunft geben, mit der Du sie/ihn irgendwann festnageln kannst.
Kannst auch beim Steuerberater nachfragen, dann hast Du' s auch korrekt.
Für € 20,-/Woche solch einen Aufwand zu betreiben, halte ich für übertrieben.- Wenn diese Hilfe nicht erscheint, mußt Du sie sicher nicht bezahlen.


Celia, was den Urlaubsanspruch betrifft, musst du schon die Tage rechnen, soweit ich weiß. Wenn die Putzfrau einmal in der Woche kommt, ist das ein Arbeitstag, sie darf also 4 Wochen Urlaub machen - oder mehr, wenn du großzügiger sein willst und das als eine Art Urlaubsgeld betrachtest. Kann ja sein, dass sie mal länger Urlaub braucht, weil sie Familie im fernen Ausland hat und daher einen langen Urlaub im Jahr macht.

10 Euro Stundenlohn sind bei uns in der Gegend guter Schnitt. Unsere Perle kommt einmal in der Woche für 2 bis 3 Stunden und kriegt dafür 30 Euro, auch wenn sie keine drei Stunden braucht. Kontrollieren können wir das nicht, weil wir in 90% der Fälle auffe Schicht sind. Wir haben aber ein winziges, sehr sparsam möbliertes und ziemlich undekoriertes Haus (53m²) und sie muss bestimmte Dinge nicht putzen (wie die Kloschüssel, Fenster, Schränke innen usw.). Außerdem machen wir die Küche nach jedem Kochen selbst sauber und wischen auch mal über den Waschtisch, das hält ja keine ganze Woche :-) Wenn sie Zeit übrig hat, erledigt sie manchmal unvereinbarte Extras, bezieht die Betten frisch oder wischt doch einen Schrank aus. Und manchmal schreibe ich ihr Sachen auf, die sie schon mal übersieht und die sie dann beim nächsten Mal noch miterledigt.

Ich bin schon sehr oft umgezogen, hatte meine erste Haushalthilfe mit 28 (ich hasse Hausarbeit so sehr, dass ich mir lieber eine Urlaubsreise klemme als die Hilfe) und hatte daher schon ich viele unterschiedliche Putzfrauen. Sie haben alle unbeaufsichtigt gearbeitet und hatten daher alle einen Schlüssel. Es waren gewissenhafte und weniger gründliche dabei, aber keine hat je etwas gestohlen oder Unsinn gemacht. Ich würde mich daher überhaupt nicht bange machen vor dem Schritt. Die Kündigungsfristen sind völlig moderat (siehe Webpage), falls du eine Fehlentscheidung triffst. Wichtig ist, dass die Aufgaben klar benannt werden und du bei Nichterledigung darauf hinweist, damit es keine Missverständnisse gibt. Das kann man auch vertraglich festhalten.


Hallo, meine Schwester hat sowas mal gemacht, also bei allen täglichen Aufgaben betreut und dafür 10 Euro die Stunde bekommen, falls dir das hilft :)



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