Wer kennt sich mit Bauverordnung


Ich wollte mir einen Carport zu legen, bin ich verpflichtet nach einer Genehmigung zu fragen.

LG


Ja sicher bist Du dazu verpflichtet. Guck mal bitte hier rein: http://www.carport-selber-bauen.de/carport-baugenehmigung

Klar kannst Du bauen, was auch immer Du willst. Wenn Du es nicht genehmigen lässt, reißt man Dir die Hütte unter dem Hintern auch wieder ab und brummt Dir ein Bußgeld auf.


Dies differiert von Bundesland zu Bundesland -partiell sogar zwischen benachbarten Gemeinden.
Häufig ist die Notwendigkeit einer Baugenehmigung von der Grundfläche abhängig; in einigen Fällen sind Gemeinden so "schräg drauf", die Frage vom Dach abhängig zu machen (regendichte Dachdeckung = Baugenehmigung nötig, lediglich Dachsparren + "Rankgewächse" = keine Baugenehmigung nötig) oder von der Zahl der verkleideten Seiten oder von der "Beeinträchtigung des Ortsbildes" oder, oder, oder -jede Gemeinde läßt sich da anderen Schwachsinn einfallen.
Genaueres erfahren Sie nur bei Ihrer Gemeinde bzw. aus dem Gemeindeanzeigenblatt (nicht selten online verfügbar).


Danke, die Info war Hilfreich. Jetzt weis ich es wie es abläuft, um später nicht alles um sonst gemacht zu haben.


Jepp, das ist äußerst demotivierend. Darüber brauchen wir nicht diskutieren. Doch @Lurchi hat es gut auf den Punkt gebracht. Die Gemeinden haben ihre Bauvorschriften und sehen es auch gerne, wenn sie eingehalten werden. Zuwiderhandlungen werden gnadenlos geahndet. Das dauert wohl zuweilen jahrelang, doch entgehen kann man dem behördlichen Regelungswahnsinn eher selten.


@ Egeria: Thx. 4 the flowers! :blumen:

Ergänzend: imho haben derartige "schwarz gebaute" Teile meist nach 2 Jahren unangefochtenen "Herumstehens" volksmündlich genannten "Bestandsschutz". Solange sich in dieser Zeit ergo niemand beschwert u./od. die Gemeinde deshalb anklopft, wird es (gemeindeseits) schwer, einen Abriß durchzusetzen.


Nun ja, @Lurchi, Schwarzbauten haben eine lange Tradition. Nicht jeder wird entdeckt. Und bis er Dir unter dem Arsch abgerissen wird, können Jahre vergehen. Ich könnte Dir einige Schwarzbauten benennen. Das lasse ich aber lieber sein. Schließlich will ich mich nicht unbeliebt machen.

Fakt ist, dass es gesetzliche Vorgaben gibt, die von Bundesland zu Bundesland variieren. Natürlich kann man auf volles Risiko gehen und einfach bauen, was einem vorschwebt. Doch dann besteht immer noch das Risiko, dass man dabei erwischt wird. Das zieht Abriss und Bußgelder nach sich. Wenn es denn entdeckt wird.

Schau mal bitte hier: http://www.welt.de/vermischtes/article1064...er-Burg-ab.html


@ Egeria: den Link betreffend: das liest sich nach ´nem Politikum á la Waldschlößchenbrücke in DD, "Wolfszone Lausitz" und andere Schwachsinnsprojekte -da hat sich der "Baumeister" wohl bereits im Vorfeld bei der Gemeinde (bzw. einigen Gemeinderatsmitgliedern) "unbeliebt" gemacht.
Solche Fälle sind auch mir nicht unbekannt. Doch kenne ich ebenfalls Fälle, wo Bretterverschläge/-schuppen innen ausgemauert wurden. Anschließend ließ man das Holz außen einfach wegfaulen -é voila- plötzlich stand da eine massive Garage und keine Gemeinde oder Gericht konnte mehr was dagegen unternehmen.

Letztlich läuft´s darauf hinaus, daß man sich seine Nachbarn, Bekannten und Gemeinderatsmitglieder genau ansehen und abschätzen sollte. Denn wie heißt es so schön: wo kein Kläger, da kein Richter. ;)


Jepp @Lurchi, hast schon Recht: Wo kein Kläger, da kein Richter.

Die Bautätigkeit des Vettelheimer Baumeisters war jahrelang bekannt und wurde mehr oder weniger geduldet. Kleines pikantes Detail: Er baute im Naturschutzgebiet. Er wurde wohl immer wieder ermahnt, dass er da nicht bauen dürfe. Wohl hat er das ignoriert. Nun wird seine Hütte doch rückgebaut, also abgerissen. Weiteres pikantes Detail: Die Stadt bleibt auf den Abrisskosten sitzen. Bei dem Mann ist nix zu holen. Der verdient seine Brötchen auf dem Wochenmarkt mit Honig-Verkäufen. Der Abriss ist auch nicht ganz unproblematisch, da in Hanglage. Soviel zum Thema Lokalposse.

Grüßle,

Egeria


Da liegt Wohl der Hase im Pfeffer @ Egeria: "Er wurde immer wieder ermahnt, daß er da nicht bauen dürfe."


Kann schon sein ... die Rückbaukosten gehen in die Zehntausende ... ich möchte nicht wissen, über wieviele Gerichtsbeschlüsse er sich diesbezüglich hinweg gesetzt hat ...

Tante Edit ergänzt noch: Er erfuhr eine durchaus positive Rückmeldung durch die breite ortsansässige Bevölkerung ...

Bearbeitet von Egeria am 04.11.2013 14:41:23


@ Egeria: für uns als Unbeteiligte ist es müßig, weiter darüber zu spekulieren.
Die positive (oder negative) Resonanz des sog. "Souveräns" (der Bevölkerung) nutzt nunmal nicht das Geringste, wenn etwas politisch gewollt oder nicht gewollt ist (vgl. meine angeführten Bsp.).


Wo Du Recht hast, hast Du Recht @Lurchi ...


Ging/geht doch hier nicht um "Rechthaberei", @ Egeria -lediglich um Tipps an @ aidar.
Letztlich haben wir beide irgendwo "Recht" und der Fragende macht "das Richtige für sich" daraus. ;)


Genauso wollte ich das auch verstanden haben @Lurchi :blumen:



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