Müde, aber fröhlich...
Schade, das schöne Wochenende am Bodensee ist vorbei...
Dieses Wochenende waren wir auf einem Väter-Kinder Seminar im Don-Bosco-Haus am Bodensee. Einmal im Jahr gönn ich mir nur mit meinen Kindern eine Auszeit am Wochenende. Diese Aktion machen wir nun schon seit über 5 Jahren mit einer Auszeit (2006!).
Das diesjährige Thema war "Come out..." aus sich herausgehen...
Wir Väter (hier sieben Stück an der Zahl) haben dieses Wochenende mehr als genossen. Es gibt nicht schöneres als mit anderen Männern und ihren Kindern in einem tollen Haus am Bodensee eine Wochenende zu genießen.
Es gab zwischen den Vätern und Kindern kein böses Wort, zwischen den Vätern sowieso nicht und was mich an diesem Seminar immer wieder erstaunt auch keine Rangeleien, Hänseleien oder "Grüppchenbildung" !
Kommt vielleicht auch daher, dass es seit 4 Jahren heißt "Väter-Kinder Seminar" und nicht mehr "Väter-Jungen Seminar".
In diesem Seminar wird jeder für voll genommen und irgendwelche "Konkurrenz-Kämpfe" von gleichaltrigen gibt es nicht. O.K dieses Jahr wurde zusätzlich dieses Seminar aufgetrennt in Kindern von 6 - 12 Jahren und von 10 - 12 Jahren. Macht auch noch viel aus.
Kurz zum Ablauf:
Am Freitag war Anreise, Abendessen und Kennen lernen. Da wir uns aber zum größten Teil seit 5 Jahren treffen kein Problem, schnell konnte man an den Gesprächen vom letzten Jahr anbinden und es gab auch wieder ein paar neue/alte Väter (-;
Auf der Wiese vor dem Haus wurde herumgetollt, Fußball gespielt und kurzfristig spielten alle auf einmal einfach nur Volleyball. Und es war egal ob da Profis dabei waren oder die jüngsten den Ball nicht übers Netz bekamen. Hier zählte nur der Spaß und sonst nichts. Irgendwann so um kurz vor 23.00 Uhr war dann Schluß. Fix und Fertig, durch geschwitzt, weil es doch noch ziemlich warm war, aber glücklich. Die Väter saßen dann gemütlich in ihrer Runde und die Kinder tollten auf der großzügigen Wiese und im Haus herum. O.K. Jugendliche keine Kinder mehr. So zwischen 24 - und 2 Uhr nachts war dann auch für die Väter und Jugendliche ruhe. Es wurde keiner gezwungen ins Bett zugehen. Daß hat schon Tradition bei uns Väter, die gehen schon irgendwann ins Bett.
Samstag morgen, 8:00 Uhr
Frühstück. Erstaunlicher weise waren alle schon auf und fröhlich beim Frühstücken. Lunchpakete für den Mittag wurden gefertigt und die Gespräche der Väter weitergeführt. Die Jugendlichen waren schon auf den Füßen und tollten wieder auf der Wiese vor dem Haus herum, bis man zum Kletterwald kurz vor dem Mittag aufbrach. Im Kletterwald waren wir für ca. 3 Stunden. Ein Parkour jagte den anderen, aber ein paar Andere an die Mentale. Denn so ab 3 - 18 Meter über dem Boden kommt man dann doch ins Grübeln. Zur Kaffeezeit waren wieder am Haus und dann wurde beschlossen bis zum Abendessen in Strandbad am See zu gehen. Der See hatte tatsächlich 20 Grad Wassertemperatur und jeder wollte mal im Bodensee schwimmen gehen.
Der Abend wurde mit einem Sonnenuntergang und einem Grillen irgendwann in der Nacht beendet. Komischer weise waren die Jugendlichen alle so um 23 Uhr bereits im Bett und wir Väter hatten Zeit uns am Feuer mit einer Flasche Bier gut zu unterhalten.
Sonntag morgen 8:00 Uhr Frühstück. Hier herrscht Disziplin. Wieder alle fröhlich beim Frühstücken. anschließend gab es eine Agave-Feier, damit der religiöse Teil nicht zu kurz kommt. Es sind keine Laienpriester vorhanden und wir haben auch evangelische Gäste. Dort wurden dann die Wünsche an uns Väter von den Jugendlichen präsentiert.
"Wir sollen so bleiben wie wir Väter sind" im Großen und Ganzen. Vielleicht ein bißchen faierer zu den Geschwistern und ein paar Regeln mehr, sprich ein bißchen strenger...
Na prima gelaufen für uns Väter. Nach dem Mittagessen hieß es dann Abschied nehmen bis zum nächsten Jahr. Einige gingen noch einmal ans Strandbad andere fuhren noch ein bißchen am Bodensee entlang.
Mich faszinierte eines wieder. Maximilian wurde trotz seines Übergewichtes, seines Gebrechen und seiner Ungelenkigkeit voll akzeptiert. Es gab keine böse Worte über sein noch leicht aufgedunsenen Körper (wegen dem Kortison ist noch viel Wasser im Gewebe) oder über seine Ungeschicklichkeit. Hier in dieser Gruppe gibt es bei den Jugendlichen einige "Außenseiter", aber es gab definitiv keine Alphatiere und keine Hänseleien. Im Gegenteil Maxi´s Stärken im Kletterwald war seine Routine durch einige Besuche von Hochseilgärten. Dort konnte er selbst manchen älteren Jugendlichen weiterhelfen. Aber die Akzeptanz gab es schon vorher !
Liegt es an den Vätern die solche Seminare suchen ?
In der Familien ReHa im letzten Jahr geb es einige böse Worte und Taten unter den Jungendlichen, Was ich nicht verstehen konnte, denn alle Familien dort hatten das gleiche Problem, das gleiche Trauma, den gleichen Leidensweg ???
Auf jeden Fall bei diesem Seminar zählte wieder nur das "Miteinander" und sonst nichts.
Klar habe ich die Männergespräche genossen, aber auch, es gibt nichts schöneres als mit Männern um ein Feuer zu sitzen, die Sterne zu betrachten, sein Bierchen zu genießen und sich anzuschweigen ;)