ist eine senioren- wg ratsam ? im september werde ich 70


[I]langsam kommen die kleinen zipperleins und ich bekomme schwierigkeiten mein leben noch alleine auf die reihe zu bekommen.
es ist nicht nur die wachsende isolierung, auch die wohnung überfordent mich langsam. ich kann nicht mehr lange laufen, putzen fällt immer schwerer, einkaufen geht gar nicht mehr alleine.
jetzt habe ich mir gedacht, vielleicht wäre es ratsam, wenn ich mich in eine senioren-wg einbringe, wo diese probleme zusammen bewältigt werden.
meine kinder wollen mich näher zu sich holen, (hamm+delbrück) haben aber keine möglichkeit sich tägl. um mich zu kümmern (fernfahrer). ich selber lebe in lahnstein bei koblenz.
und jetzt meine frage : wo finde ich eine solche - wg ?
kann mir jemand einen guten rat diesbezüglich geben?


Hallo kleinedickmadame,

Schön, dass du deine Zukunft aktiv gestalten möchtest! Gib doch einfach mal bei Google die Begriffe Senioren WG und Hamm, bzw Delbrück ein. Oft bieten städtische Einrichtungen Infos über Senioren WGs, auch Caritas, Diakonie oder die AWO könnten dir bestimmt Informationen liefern, vielleicht bieten sie selbst ja sogar solche Einrichtungen an?
Viel Erfolg bei der Suche!


Hallo,
habe Dir zu dem Thema eine PM geschickt.
L.G. Aschenbrödel


Das allerwichtigste in einer WG - egal, jung oder alt - die Chemie untereinander muss stimmen.
Kannst dich hier mal durchlesen: klick über ein paar Frauen, die diesen Schritt gewagt haben.
Schön, wenn es für dich klappt kleinedickmadame.... LG Backoefele :blumen:


Zitat (Backoefele @ 03.05.2015 16:08:16)
Das allerwichtigste in einer WG - egal, jung oder alt - die Chemie untereinander muss stimmen.

Denke ich auch. Aber wie will man/frau das vorher feststellen? :unsure:

Es gibt Kennenlerntage.


Zitat (viertelvorsieben @ 03.05.2015 16:11:09)
Denke ich auch. Aber wie will man/frau das vorher feststellen?  :unsure:
Ich persönlich würde diesen Schritt nur machen mit guten Bekannten, die man schon länger kennt. An ein paar Kennenlerntage bekommt man nicht auf Anhieb mit, mit welchen "Macken" - die nun mal jeder hat - man sich auseinandersetzen müsste.

Zitat (Backoefele @ 03.05.2015 16:56:11)
Ich persönlich würde diesen Schritt nur machen mit guten Bekannten, die man schon länger kennt. An ein paar Kennenlerntage bekommt man nicht auf Anhieb mit, mit welchen "Macken" - die nun mal jeder hat - man sich auseinandersetzen müsste.

Ja, an den Kennenlerntagen zeigt jeder nur seine Schokoladenseite - wie im Urlaub. :pfeifen:

Zitat (viertelvorsieben @ 03.05.2015 17:05:24)
Ja, an den Kennenlerntagen zeigt jeder nur seine Schokoladenseite - wie im Urlaub. :pfeifen:

Möglichst eine kleine Biografie schreiben. Vorlieben und Abneigungen sollten dabei auch unbedingt erwähnt sein. Das persönliche " in die Augen schauen" ist auch wichtig. Nicht vorschnell entscheiden. Evtl. erst einige Male vorher treffen, ganz unverbindlich.
Die optimale WG (egal in welchem Alter) ist zum Teil auch Glückssache.
Ich wünsche dir viel Glück!!, Gesundheit und liebe Mitbewohner, @ kleinedickmadame :blumen:

Ich weiß nicht, ob ich im Alter noch das Wagnis einer WG eingehen könnte / möchte :hmm:

Was ich mir da eher vorstellen könnte, wäre eine Wohnung in einem Mehrgenerationen-Haus.
Da wohnen Alte und Junge zusammen und sind sich gegenseitig behilflich in den Alltagsdingen. Die Jungen kaufen für die nicht mehr so mobilen Alten mit ein, dafür betüdeln die deren Kinder nach der Schule, nur um mal ein Beispiel zu nennen.
Aber da ist es meist auch schon schwierig, dort eine Wohnung zu bekommen, die Wartelisten sind teils immens lang :(

Wenn bei mir mal irgendwann der Alltag auch immer schwieriger wird, habe ich zum Glück schon etwas vorgesorgt: vor 21 Jahren hatte ich mich bei einer Wohnungsbaugesellschaft angemeldet für deren Altenwohnungen.
Da nun schon eine lange Zeit verstrichen ist, stehe ich inzwischen ganz oben auf der Warteliste. Habe mich vorerst noch zurückstellen lassen, wird es jetzt ganz schnell akut, bekäme ich die nächste frei werdende Wohnung. Ist irgenwie ein beruhigendes Gefühl, so muss meine Tochter im Notfall nicht lange suchen und ich weiß jetzt schon, wo ich mal landen könnte :D


Zitat (kleinedickmadame @ 03.05.2015 10:46:44)
[I]langsam kommen die kleinen zipperleins und ich bekomme schwierigkeiten mein leben noch alleine auf die reihe zu bekommen.
es ist nicht nur die wachsende isolierung, auch die wohnung überfordent mich langsam. ich kann nicht mehr lange laufen, putzen fällt immer schwerer, einkaufen geht gar nicht mehr alleine.
jetzt habe ich mir gedacht, vielleicht wäre es ratsam, wenn ich mich in eine senioren-wg einbringe, wo diese probleme zusammen bewältigt werden.

Hallo, kleinedickmadame,

erst einmal ein herzliches Willkomme im Mutti - Forum.

Ich habe das Gefühl, dass unter den von Dir geschilderten Umständen eine Senioren WG vielleicht nicht die beste Wahl für die Lösung Deiner Probleme wäre.

Auf eine geringe gegenseitige Hilfe, die auch mal für kurze Zeit intensiver sein könnte, z.B. nach einer Krankheit oder gar Entlassung aus der Klinik, wäre in einer Seniore- WG sicher denkbar. Die Mitbewohner werden dir auf Dauer aber nicht alle Alltagsaufgaben abnehmen können und wollen.

Eine solche WG bewohnen lauter ältere Herrschaften, die alle langsam ihre Zipperlein und Krankheiten haben. Kleine Hilfen sind dann selbstverstänlich. Wenn Du aber schreibst, dass Du fast gar nichts mehr machen kannst, dann wäre ein Pflegeheim wahrscheinlich die bessere Lösung - dort werden dir alle Arbeiten abgenommen.

Eine andere Möglichkeit wäre das "Betreute Wohnen". Ein Haus, in dem jeder eine eigene Mietwohnung hat und in der er macht, was er will. Im Haus gibt es aber Tag und Nacht Hilfe,
wenn Du sie wünschst, auch eine Krankenschwester. Es gibt in solchen Häusern die Möglichkeit ein Mittagessen gegen Bezahlung zu bekommen, für Unterhalung wird gesorgt u.ä.

Deine Wohnung putzen wird im Rahmen der Miete aber auch da niemand, da wirst Du schon einen bezahlten Dienst in Anspruch nehmen müssen.

Informationen zu den Wohnformen für Senioren gibt es im Internet, am besten ist es aber, sich vorher die in Frage kommenden Häuse persönlich anzusehen und vor allem mal mit den Bewohnern, die man ich Garten oder im Cafe des Hauses trifft, zu sprechen. Das habe ich mal gemacht und das war auch gut so.

Ich wünsche dir eine richtige Enscheidungsfindung :)

es tut gut, wenn man mal von anderen einen gut gemeinten rat bekommt.
möchte mich bei allen bedanken, die mir geschrieben haben,
und kann klarer drüber nachdenken, was ich tun kann.


,liebe kleinedickmadame, erkundige dich doch mal bei einem pflegedienst in deiner stadt oder bei der krankenkasse. da gibt es auch noch andere möglichkeiten, zum beispiel das betreute wohnen.
ich bin im moment auch auf der suche für meine mutter nach so einem platz, sie ist allerdings fast 90.
was ich von dem betreuten wohnen so gehört habe, finde ich prima. es sind den ganzen tag schwestern da, die dir im notfall helfen können. essen wird auch fertig angeboten. ich denke, es würde sich lohnen, sich wenigstens mal zu erkundigen. und die "regeln" dort sind nicht so starr wie im heim.


ich wünsche dir alles gute und viel glück bei der suche



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