Wer will an Heiligabend arbeiten? Ich boykottiere Läden die nicht zu haben

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Ich musste früher oft an Heiligabend arbeiten, was mich total angekotzt hat. Eh schon Weihnachtsstress, dann zuhause viel zu spät zu den Familienfeiern gerast usw...
Jetzt haben Geschäfte auch noch an Heiligabend und Sonntag zugleich offen. Finde das eine Sauerei.
E gibt ja Leute die da gerne arbeiten weil sie mehr verdienen. Aber aussuchen kann sich das auch nicht jeder.
z.B. kommt eine Spedition auf die Idee doch ihre LKW Fahrer auch arbeiten zu lassen um die Läden zu beliefern.
Ich frage mich was die Leute am 25-26.12 machen? Verrecken die alle durch Hunger?
Wer macht mit Läden zu belohnen die an diesem Tag zu haben?
Ich kaufe jetzt nur noch bei ALDI. Man spart auch gleichzeitig dabei :)

ALDI hat am 24. zu, welche Läden noch?

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ich arbeite in einer Konditorei ... wir haben immer sonntags auf und immer an Heiligabend bis um 14 Uhr ... dieses Jahr also auch


an dem Tag ist auch fast das gesamte Team zum Dienst eingeteilt denn ihr könnt ich nicht vorstellen, was da los ist :ph34r:

ich kann also jeden Einzelhändler verstehen, wenn er sich dieses Geschäft nicht entgehen lassen möchte ... aber soll er sich doch dann bitte selbst an die Kasse stellen und seinen Angestellten frei geben ... das wäre fair :)


Bei einer Konditorei kann ich das vielleicht noch verstehen.
Aber wenn alle Supermärkte und Getränkemärkte geschlossen hätten, würden die Leute halt Tage davor oder danach mehr einkaufen.
Und die Märkte würden Energie sparen, und hätten sogar noch mehr Gewinn.


In Spanien haben die Geschäfte an den meisten Feiertagen geöffnet. Heiligabend und Sylvester aber auf jeden Fall, da ist es auch egal ob das dann auf einen Sonntag fällt.

In Madrid haben einige sogar jeden Sonntag auf, ich weiß das da meine Schwägerin dort in einem großen Kaufhaus arbeitet.
Das bedeutet aber nicht, dass die Verkäuferinnen jeden Sonntag auch noch arbeiten müssen.
Es gibt Leute die überwiegend an Sonn- und Feiertagen arbeiten und dann halt unter der Woche viel frei haben.

Meinetwegen bräuchte es diese extremen Öffnungszeiten nicht zu geben, aber Fakt ist, dass die Läden rappelvoll sind.


Zitat (Terence01 @ 19.11.2017 10:28:16)

Und die Märkte würden Energie sparen, und hätten sogar noch mehr Gewinn.

In unserer Zeitung stand eine Schlagzeile:
" Es lohnt sich nicht, für 3 Stunden ein Geschäft hochzufahren."

Von mir aus können Läden Mo-Sa am 24.12. bis 11 Uhr geöffnet haben. Dann müssen die Verkäufer nicht zu ihren Familien hetzen.
Das wiederum beisst sich mit obiger Aussage, es lohnt sich einfach nicht.

Aber für viele kommt eben Weihnachten jedes Jahr überraschend und sie müssen auf den letzten Drücker losstürzen.
Ne Frechheit finde ich auch die Kauflandöffnungszeiten an Silvester bis 18 Uhr.

Zitat
z.B. kommt eine Spedition auf die Idee doch ihre LKW Fahrer auch arbeiten zu lassen

aus diesem Grund muss ich am Buß- und Bettag arbeiten :labern:

Bearbeitet von Arjenjoris am 19.11.2017 12:25:56

Zitat (Terence01 @ 19.11.2017 10:28:16)
Bei einer Konditorei kann ich das vielleicht noch verstehen.
Aber wenn alle Supermärkte und Getränkemärkte geschlossen hätten, würden die Leute halt Tage davor oder danach mehr einkaufen.
Und die Märkte würden Energie sparen, und hätten sogar noch mehr Gewinn.

Wegen mir muss keiner aufmachen, ich fände es auch schön, wenn alle immer frei hätten. Dass der Einzelhandel aber die Möglichkeiten der umsatzstärksten Tage nutzt, ist auch verständlich. Wie vivaespanas Beispiel so schön zeigt, ist das in anderen Ländern ja auch üblich.

Aber dein Argument, alle würden einfach das, was sie an geschlossenen Tagen nicht eingekauft haben, vorher oder nachher kaufen, stimmt einfach nicht. Früher gabs viel kürzere Ladenzeiten und viel weniger Umsatz. Die Leute kaufen einfach mehr, wenn die Läden offen haben. Wäre ich der Besitzer eines Edeka Ladens, dann würde ich mir auch überlegen, zu öffnen. Das ist nun mal meine Existenz und wenn ich wegen Erfolglosigkeit schließen und alle Angestellten entlassen müsste, sagt hinterher auch keiner, wie sozial ich doch gewesen wäre.

Zitat (Arjenjoris @ 19.11.2017 12:25:01)
aus diesem Grund muss ich am Buß- und Bettag arbeiten :labern:

Für dich tut mir das natürlich leid. Aber da ja in ganz Deutschland, eben mit Ausnahme Sachsen, der Buß- und Bettag kein Feiertag ist, würde das vielleicht nicht ins Organisationskonzept passen. Es gibt ja auch an diesem Tag kein gesetzliches LKW Fahrverbot in gesamt Deutschland.

Bei uns bleiben REWE und Penny an Heiligabend geschlossen. Ich finde das gut und gönne den ohnehin gestressten Mitarbeitern, dass sie diese Feiertag in Ruhe verbringen können. Ich selbst werde schon längst vorher alles im Haus haben und einfrieren, was möglich ist. Nur die Lebensmittel, die ich ganz frisch brauche, hole ich am Samstag.

Zitat (Drachima @ 19.11.2017 14:11:46)
Ich selbst werde schon längst vorher alles im Haus haben und einfrieren, was möglich ist. Nur die Lebensmittel, die ich ganz frisch brauche, hole ich am Samstag.

Genauso mache ich das auch. Das fällt einem auch nicht schwer, hat man schließlich an den anderen 50 Wochenenden vorher nicht anders gemacht ;)

Bei uns haben Aldi, Kaufland, Rewe, Penny + Edeka geschlossen. Rewe - Ihr Kaufpark (welcher zur Dortmunder Michael Brücken GmbH & Co KG gehört) lässt noch alles offen: "Hinsichtlich der Öffnungszeiten an Heiligabend gibt es keine einheitliche Regelung für unsere Rewe-Supermärkte. Welche Märkte öffnen werden, wird den Kunden rechtzeitig vor den Feiertagen kommuniziert."

Ich muß Sonntag nicht mehr einkaufen. Was ich bis einschl. Samstag nicht besorgt habe, brauche ich auch nicht.

Bearbeitet von viertelvorsieben am 19.11.2017 14:29:52


Warum sollen die Läden nicht an Heiligabend und Silvester geöffnet haben? Diese Tage zählen nun mal nicht als Feiertag und darum wird eben auch halbtags gearbeitet. Klar, auch die Verkäuferinnen/Verkäufer möchten Weihnachten/Silvester haben, aber da sie im Einzelhandel tätig sind, wissen sie auch um diese Situation.
Was sollen denn Ärzte, Feuerwehrleute ..... sagen? Nein wir löschen keinen Brand, es ist Heiligabend und wir wollen feiern?
Alle Menschen, die sich für diese Berufe entschieden haben, bekommen an anderen Tagen frei und es ist für sie nicht so etwas ganz neues.
In diesem Jahr fällt es auf einen Sonntag und somit haben die wenigsten Läden auf. Cafés und ähnliches schließen doch auch früher ---also muss nichts boykottiert werden.


[QUOTE=Sternenleuchten,19.11.2017 Was sollen denn Ärzte, Feuerwehrleute ..... sagen? Nein wir löschen keinen Brand, es ist Heiligabend und wir wollen feiern?
Alle Menschen, die sich für diese Berufe entschieden haben, bekommen an anderen Tagen frei und es ist für sie nicht so etwas ganz neues.[/QUOTE]
Von entscheiden kann manchmal keine Rede sein.

Ich habe jahrelang in einem Casino gearbeitet. Da müssten wir am 24. und 31.12. bis um 16 Uhr arbeiten und irgendeine Schicht am 25. und 26.12.
Wenn ich da noch kleine Kinder gehabt hätte, wäre das ganz schön hart gewesen.
Den Job habe ich genommen, da ich zur damaligen Zeit nichts anderes bekommen habe. :(

Naja Ärzte Feuerwehrleute usw., dass sind ja auch sehr lebensnotwendige Dinge. Da war das schon immer so.
Aber Servicebereich...?


Heiligabend und Silvester fallen in diesem Jahr jeweils auf einen Sonntag und da müssen die Geschäfte nicht geöffnet haben! Wie Viertelvorsieben schon schrieb, was ich bis zum 23.12. nicht eingekauft habe, brauche ich auch nicht mehr am 24.12. zu kaufen.
Wären es jetzt nicht gerade diese besonderen Tage, wären es ganz normale Sonntage und an denen ist nun mal kein Lebensmittelladen oder sonstiges Geschäft für den täglichen Bedarf geöffnet und niemand würde sich darüber aufhalten, daß er nix einkaufen kann. Ist ja schließlich Sonntag und geschlossen!

Die Geschäfte sind ohnehin in meinen Augen schon viel zu lange geöffnet und ich wundere mich immer wieder, wieviele Leute abends kurz vor 22.00 Uhr noch im hiesigen Supermarkt zum Einkaufen anfahren.
Ich selbst war noch nie um diese unmöglichen Uhrzeiten in einem Supermarkt und werde dies sicher auch in Zukunft nicht so handhaben mit dem Einkauf!
Schon sehr oft habe ich von befreundeten Supermarkt-Mitarbeitern gehört, daß Kunden um diese späte Uhrzeit auch noch ungehalten reagieren, wenn sie nicht mehr das gesamte Angebot z. B. in der Frischfleisch- und Wurstabteilung vorfinden. Ja, was denken sich diese Leute eigentlich? Sie selbst bekommen oft den Allerwertesten nicht hoch, um zu relativ normalen Zeiten ihren Einkauf zu erledigen und motzen dann, wenn die Supermarkt-Angestellten schon zu später Stunde vorarbeiten, damit sie nicht erst fast um Mitternacht aus dem Geschäft nach Hause kommen.

Sogar viele der Leute, die ganztägig einer Arbeit nachgehen, können es mit ein ganz klein wenig gutem Willen und einem Mindestmaß an Organisation ohne Probleme schaffen, zu relativ normalen Uhrzeiten ihre Einkäufe zu erledigen, auch solche, die vor den Feiertagen anfallen!

Als es die früheren Ladenschlußzeiten noch gab, 18.30 Uhr am Abend bzw. an Wochenenden bis 14.00 Uhr, ist auch niemand verhungert und verdurstet und auch die Berufstätigen haben es auf wundersame Weise geschafft, ihre Einkäufe während der entsprechenden Geschäftsöffnungszeiten zu erledigen.

Ich frage mich, warum das heute offensichtlich nicht mehr funktioniert?

Bearbeitet von Brandy am 19.11.2017 15:36:15


Hallo,
ich denke es gibt viele Gründe für 'spätes' Einkaufen. Da sind Geschäfte, die zwischen 18:00 und 20:00 Uhr schliessen, deren Mitarbeiter dann auf dem Heimweg noch einkaufen. Es gibt auch Termine nach der Arbeit, die einem dann erst später ermöglichen Einkäufe zu erledigen. Ich persönlich kaufe generell spät ein, weil ich das Gedränge am Vormittag hasse.
Davon abgesehen, habe ich über 8 Jahre Vollzeit an einer Tankstelle gearbeitet und da gibt es die 7-Tage-Woche.
Ausser Heiligabend und Silvester war die täglich von 5:00 bis 23:00 Uhr geöffnet.

Selbst mir tun die Mitarbeiter im Einzelhandel oft leid, wenn sie so lange arbeiten müssen. Nicht alle tun es gern. Im Gegensatz dazu gibt es aber viele, die solche Zeiten bevorzugen. Seit es die langen Öffnungszeiten gibt, arbeiten ja viele in Schichtdiensten. Ich persönlich fing nach Kind dann wieder an zu arbeiten, als die langen Donnerstage eingeführt wurden. Mein Mann war abends zuhause und so konnte ich dann noch ein paar Stunden etwas zum Familenbudget dazu verdienen. Da ich generell kein Morgenmensch bin, habe ich Spätdienst aber auch sonst immer bevorzugt.

Also man kann sich wohl nicht immer aussuchen wo und was man arbeitet, aber die Arbeitszeiten sind nicht zwingend für alle unangenehm.

Übrigens waren wir gestern Abend nach einem Essen noch bei Edeka einkaufen. Dort beschwerte sich die Verkäuferin an der Wurstheke bei mir lautstark darüber, dass sie am Tag vor Heiligabend noch bis 23:00 Uhr geöffnet hätten.
Dieser Markt hat seit ca. 10 Jahren so lange geöffnet und sicherlich wusste sie das auch schon bei der Bewerbung. Eigentlich hätte sie ja dieses Jahr nun den ganzen Heiligabend frei, da er auf einen Sonntag fällt und dann geschlossen ist. Warum also die Klage über die Arbeitszeit an einem ganz normalen Arbeitstag VOR Heiligabend???

LG Taita


Zitat (Brandy @ 19.11.2017 15:33:22)
Als es die früheren Ladenschlußzeiten noch gab, 18.30 Uhr am Abend bzw. an Wochenenden bis 14.00 Uhr, ist auch niemand verhungert und verdurstet und auch die Berufstätigen haben es auf wundersame Weise geschafft, ihre Einkäufe während der entsprechenden Geschäftsöffnungszeiten zu erledigen.

Ich frage mich, warum das heute offensichtlich nicht mehr funktioniert?

Hat ja früher auch nicht funktioniert, höchstens wenn man Hausfrau war oder Teilzeit arbeitete. Hat die Zeit erinnere ich mich mit Grausen. Was war das fürchterlich. Ich hab oft mindestens von 8-18 Uhr gearbeitet, oft noch länger, und dann immer diese Hetze, wenn man noch etwas einkaufen musste, grausam. Samstag schlossen die Läden um spätestens 14 Uhr. Wenn man da abends vorher beim Feiern war und mal richtig in Ruhe ausschlafen wollte, musste man wieder in die Läden hetzen. Jede Kasse war besetzt und trotzdem gab es lange Schlange und Wartezeiten. Das ist doch heute wesentlich entspannter.

Ich lebe in Bayern, hier dürfen die Geschäfte bis 20 Uhr aufhaben. Damit komme ich gut klar. Ich staune auch immer, wie viel in den umliegenden Kleinstädten los ist, wenn mal verkaufsoffener Marktsonntag ist, aber das scheint ein richtig gutes Geschäft zu sein. Und wie gesagt, andere Länder machen auch nicht so ein Theater um die Ladenöffnungszeiten, das handhabt da jeder so, wie er mag.

Gibt ja auch viele Studenten und ältere Schüler, die tagsüber gar nicht arbeiten könnten. Wie erwähnt, für mich muss niemand Sonntags öffnen, auch nicht Heiligabend, aber da gleich wieder zurück in die 80er Jahre zu wollen, halte ich dann auch für sehr übertrieben.

Bearbeitet von HörAufDeinHerz am 19.11.2017 17:19:46

Die Frage ist eigentlich: Wer will an Heiligabend noch einkaufen? ich nicht.

Egal, auf welchen Wochentag Heiligabend fällt, in den letzten Jahren war ich nie mehr in irgendwelchen Läden.
Den unverderblichen Großeinkauf erledige ich schon irgendwann früher. Die letzten frischen Sachen hole ich am 23.12.


Genau so halte ich es auch, Schelmin!

Und nein, HörAufDeinHerz, ich möchte nicht zurück in die 80er Jahre, aber heute geraten die Kunden ja schon in Panik, wenn nur ein einziger Feiertag ansteht. Da wird eingekauft, als gäbe es kein Morgen mehr oder der Einzelhandel würde nach dem Feiertag mindestens 4 Wochen Streik ausrufen!

Ich hab in den 80er Jahren auch ganztags gearbeitet, hatte Mann und Kind und Haushalt mit allem, was dazu gehört. Ich mußte mir auch alle Zeit für alles gut einteilen und so haben wir diese "schlimmen" Jahre doch ziemlich gut und ohne Hunger zu leiden überlebt.


Ich habe vielleicht ein oder zwei mal spät eingekauft, ich brauche es nicht, aber ich glaube nicht, das es sich verändern wird.
Die meisten Menschen kaufen zu den Festtagen ein, als wenn die Hungersnot ausbrechen wird, sind genervt und gestresst. Statt die benötigten Artikel rechtzeitig zu besorgen, hetzen sie im letzten Augenblick los.

Der Einzelhandel freut sich über diese Kunden, sie kaufen um einiges unkontrollierter ein, als die, die sich bewusst auf das Fest vorbereiten.
Es soll ja die Möglichkeit des einfrieren geben, dann habe ich alles zum richtigen Zeitpunkt und muss keine Panikeinkäufe tätigen.
Die Verkäufer wissen um diese Situationen und sie müssen auch nicht von morgens bis spät abends im Laden stehen.


Was schreibt Aldi dieses Jahr so schön in der Zeitung: "„Für Aldi als traditionsbewusstes Familienunternehmen ist es eine Selbstverständlichkeit, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein stressfreies Weihnachtsfest im Kreis ihrer Familien und Freunde zu ermöglichen“ [I]

Wie verlogen ist das eigentlich??... darf man da die nächsten Jahre dran erinnern, wenn am 24.12. wieder bis 16 Uhr geöffnet ist???

Von mir aus darf alles, was nicht im Bereich Notfall, Feuerwehr, Polizei arbeitet (und für die tut es mir leid, dass sie Notbesetzung fahren müssen!), sehr gerne frei haben und ruhige und besinnliche Feiertage verbringen. Wegen mir muss kein Laden an Heiligabend öffnen, da würde ich mich eh nicht zum einkaufen bewegen. Denn an diesen Tagen ist dort nur grauslige Stimmung, die meisten Einkäufer sind agressiv, hektisch und nörgelig, weil sie die Flugerdbeeren, den frischen Peru-Spargel oder den Luxuslachs kurz vor Feierabend nicht mehr bekommen und nun umplanen müssen. (Achtung, leichte - aber nur leichte! - Ironie!) Langfristig planen? Fehlanzeige, kann heute keiner mehr, da es ja überall beinahe rund um die Uhr was zu kaufen gibt. Wie ging das eigentlich früher, da war um halb sieben Ladenschluss, samstags nur bis 13 oder 14 Uhr. Und nein, die Leute sind nicht verhungert...


Meine Rede, Binefant, Du sprichst mir aus der Seele!


Zitat (Binefant @ 19.11.2017 18:23:41)
Wegen mir muss kein Laden an Heiligabend öffnen, da würde ich mich eh nicht zum einkaufen bewegen. Denn an diesen Tagen ist dort nur grauslige Stimmung, die meisten Einkäufer sind agressiv, hektisch und nörgelig...

Woher weißt du das?

es gibt viele alleinstehende, die sich drängeln, an den feiertagen zu arbeiten, da gibts ordentlich zuschläge. ich kenne das von heimen, krankenhäusern usw. - ok, da ist es nötig !!

aber, geschäfte.... können gerne bitte zubleiben, damit die angestellten auch mal 3 tage daheim genießen dürfen.

ich werde nicht einkaufen gehen an den 3 tagen !

grüßle


Zitat (laluna* @ 19.11.2017 19:48:08)
es gibt viele alleinstehende, die sich drängeln, an den feiertagen zu arbeiten, da gibts ordentlich zuschläge. ich kenne das von heimen, krankenhäusern usw. - ok, da ist es nötig !!

in der Gastronomie gibt es an Sonn- und Feiertagen leider keine Zuschläge ... das sind ganz normale Arbeitstage :ph34r:

Zitat (Agnetha @ 20.11.2017 10:17:15)
in der Gastronomie gibt es an Sonn- und Feiertagen leider keine Zuschläge ... das sind ganz normale Arbeitstage :ph34r:

Ich denke auch, dass es nur noch wenige Branchen sind, die Zuschläge zahlen :ph34r:

Zitat (Kampfente @ 20.11.2017 11:25:09)
Ich denke auch, dass es nur noch wenige Branchen sind, die Zuschläge zahlen :ph34r:

ein guter Freund von mir ist Lokführer, die kriegen dann mehr

Bereitschaftsdienst im Sanitätsbereich (privates Unternehmen) hat den Zuschlag gestrichen und von einem Bekannten, der auf der Raffinerie arbeitet, weiss ich auch, dass die Zuschläge zumindest drastisch gekürzt wurden.


Ja, gesetzlich sind keine Zuschläge vorgesehen, höchstens tarifrechtlich. Kann mir nicht vorstellen, dass es im Einzelhandel dafür Zuschläge gibt. Insofern denke ich, gibts vielleicht doch nicht so viele Freiwillige.


Zitat (HörAufDeinHerz @ 19.11.2017 17:17:45)
Wie erwähnt, für mich muss niemand Sonntags öffnen, auch nicht Heiligabend, aber da gleich wieder zurück in die 80er Jahre zu wollen, halte ich dann auch für sehr übertrieben.

Als ich vor über 20 Jahren nach Spanien ausgewandert bin, fand ich die langen Öffnungszeiten (bis 22 Uhr) sehr entspannend und mehr Arbeitsplätze schafft das auch.
Ich möchte nicht mehr darauf verzichten

die leut kaufen aber doch nicht mehr ein, nur weil länger offen ist ?

früher war bis halb 7 auf und samstag bis halb 1 , ging auch alles gut.


@höraufdeinherz: doch, gibt es.
@laluna: "früher" hatte aber auch fast jeder Haushalt ne zuhausebleibende Muddi, die die Einkäufe tagsüber erledigen konnte. Doppelverdiener, Alleinerziehende, Singles, Schichtarbeiter müssten sich bei diesen Öffnungszeiten nen Tag Urlaub nehmen, um den

Bearbeitet von Cambria am 21.11.2017 06:16:44


Zitat (laluna* @ 20.11.2017 23:52:20)
früher war bis halb 7 auf und samstag bis halb 1 , ging auch alles gut.

Naja, früher gab's auch keine

Die Zeiten andern sich und das ist auch gut so☺

Bearbeitet von VIVAESPAÑA am 21.11.2017 07:16:40

Also aus Sicht des Einzelhandel verstehe ich, dass offen ist.
Solche umsatzstarke Tage lässt sich doch kein Kaufmann entgehen.

Noch dazu - zumindest bei uns in Österreich - ist der 24. Dezember kein Feiertag sondern ein halber Werktag.
Also ein normaler halber Arbeitstag.

Für die Mitarbeiter ist es natürlich nicht toll, am 24. zu arbeiten. Vor allem wenn man Familie hat und selbst für Weihnachten alles vorbereiten muss.

Da verstehe ich den Frust der Mitarbeiter schon.


Wenn ich ganz ehrlich bin verstehe ich die Diskussion gar nicht. Sonntag ist Sonntag, ob der nun Heilig Abend heißt oder nicht ist doch egal.Und warum wegen einem Feiertag immer gleich Panik ausbricht, geschweige denn 2 (denn wie schon vorher jemand schrieb kann man ja eh sonntags nicht einkaufen), ist mir eh ein Rätsel. Selbstorganisation ist jetzt nicht so schwierig...
Ich boykottiere sowieso jeden Verkaufsoffenen Sonntag, weil unser Papa früher auch oft am WE arbeiten musste, das ist als Angehöriger (zumal als Kind) echt blöd. So zeige ich meine Solidarität mit den Angehörigen der Erwerbstätigen im Einzelhandel. Ich weiß, dass es nichts ändert, aber mir gibt es ein subjektives gutes Gefühl.

Nur weil die Geschäfte länger geöffnet haben, haben die Leute nicht mehr Geld.


Zitat (VIVAESPAÑA @ 20.11.2017 22:39:27)
Als ich vor über 20 Jahren nach Spanien ausgewandert bin, fand ich die langen Öffnungszeiten (bis 22 Uhr) sehr entspannend und mehr Arbeitsplätze schafft das auch.
Ich möchte nicht mehr darauf verzichten

Nun ja, zunächst einmal haben die Läden einen höheren Energieverbrauch bei längeren Öffnungszeiten...

Und meistens ist es so, daß die Mitarbeiter mehr Stunden kloppen müssen und kaum mehr Arbeitsplätze geschaffen werden...

Und immer ist es so, daß die meisten Menschen kein Problem mit diesen ungünstigen Arbeitszeiten haben, solange sie sie nicht selber haben....

Das ist nur meine Meinung und nicht persönlich gemeint...

P.S. Und höherer Energieverbrauch und längere Arbeitszeiten, schlagen sich natürlich auf die Preise nieder...

Die Läden können gern Mittags schließen, sodass auch die Mitarbeiter zu ihrem wohlverdienten Feierabend kommen und bspw. für die Weihnachtsfeiertage ihre Ruhe finden. Ich denke, dass der Handel auch mit früheren Schließungszeiten noch genügend Umsatz macht.

Und Sonntags einkaufen... Ich muss gestehen, dass ich dies bisher einmal in Anspruch genommen habe. Ist schon einige Jahre her, als ich noch in Berlin gelebt habe (dort haben viele Supermärkte Sonntags geöffnet). Allerdings habe ich mich schon damals sehr gewundert, wie viele Menschen an dem Tag im Supermarkt waren, um ihren Einkauf zu erledigen. Der Laden war bis zum Anschlag voll; unglaublich! Läden gehören Sonntags geschlossen und verkaufsoffene Sonntage brauche ich persönlich nicht. Meine kleine Meinung dazu. :)


bei uns gibt es vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr und dann herrscht hier Ausnahmezustand


Zitat (Geierchen @ 21.11.2017 09:22:26)
Und immer ist es so, daß die meisten Menschen kein Problem mit diesen ungünstigen Arbeitszeiten haben, solange sie sie nicht selber haben....

Das wird des Pudels Kern sein.

Komischer Weise sind die Öffnungszeiten der Stadtverwaltung, wie Bibliothek, Ordnungsamt usw. an den Werktagen nicht bis 22 Uhr geöffnet, obwohl hier oft Bedarf besteht.

An was das wohl liegt? :hmm:

Zitat (laluna* @ 20.11.2017 23:52:20)
die leut kaufen aber doch nicht mehr ein, nur weil länger offen ist ?

Genau. Das Geld kann nur einmal ausgegeben werden.

Zitat (viertelvorsieben @ 21.11.2017 13:13:56)
Genau. Das Geld kann nur einmal ausgegeben werden.

wenn man durch die Öffnungs- bzw. Schließzeiten gezwungen ist, eher einkaufen zu gehen, wird das auch gemacht,
ansonsten sagen sich die Leute: ach naja, morgen ist doch auch noch Zeit

typische Aufschieberitis

den Stress machen sich sowieso alle selbst, weil sie nicht rechtzeitig anfangen

und jeder hat Zeit zum einkaufen, mein Mann hat meistens Spätdienst, er kann wunderbar morgens einkaufen
eine Verkäuferin hat mindestens 1 Wochentag frei, falls sie samstags arbeitet

Zitat (Geierchen @ 21.11.2017 09:22:26)
Und meistens ist es so, daß die Mitarbeiter mehr Stunden kloppen müssen und kaum mehr Arbeitsplätze geschaffen werden...

Da könnten ja vielleicht die Gewerkschaften was dran ändern.

Die Verkäuferinnen die ich kenne, arbeiten im Schichtdienst und nicht mehr als 8 Stunden am Tag, manche sogar nur Teilzeit.

Ich habe selbst viele Jahre im Schichtdienst gearbeitet und fand das fast immer besser als "normale" Arbeitszeiten.

Aber jeder kann natürlich seine persönliche Meinung haben☺

Heute werde ich bis 20.00 Uhr arbeiten und dann ganz entspannt einkaufen gehen😇

Ich persönlich fände es auch schöner, wenn die Läden da alle zu hätten, und möglichst viele Leute frei haben. Aber neulich hat mir jemand erzählt, dass er gerne an solchen Feiertagen arbeitet, Familie zu der er fahren könnte hat er keine mehr, und so sitzt er schon nicht alleine zu Hause. Das hat mich doch etwas traurig gemacht.


Eigentlich ist es ja gar nicht notwendig, hier diese Für- und Wider-Diskussion zu führen. Heiligabend fällt in diesem Jahr - übrigens ebenso wie Silvester - auf einen Sonntag und sonntags sind die Geschäfte in D üblicherweise geschlossen und feddisch!

Jeder weiß das und muß dementsprechend sein feiertägliches Einkaufsverhalten eben darauf einrichten!

Wo ist eigentlich das Problem?

Bearbeitet von Brandy am 21.11.2017 16:24:00


Eben nicht feddisch. Und zwar deshalb, weil in den Städten ernsthaft diskutiert wird, die Geschäfte zu öffnen.


Zitat (Cambria @ 21.11.2017 06:10:14)
We Doppelverdiener, Alleinerziehende, Singles, Schichtarbeiter müssten sich bei diesen Öffnungszeiten nen Tag Urlaub nehmen, um den Kühlschrank voll zu machen oder Samstags Platzen die Läden aus allen Nähten.

Wenn dann noch beide Partner im Einzelhandel arbeiteten, war Einkaufen grundsätzlich ein Problem.

Wegen mir muss jetzt auch kein Laden mehr an Heiligabend geöffnet haben.

Bei unserer Tochter sieht es wieder ganz anders aus: Sie hat Montag vor Weihnachten ihren freien Tag und muss bis einschließlich 23.12. bis 21.00 Uhr arbeiten.

Bearbeitet von tante ju am 21.11.2017 17:25:38

wenn leute bis 21 uhr arbeiten.... dann haben sie aber morgens frei und können da einkaufen !!


Zitat (laluna* @ 21.11.2017 20:06:25)
wenn leute bis 21 uhr arbeiten.... dann haben sie aber morgens frei und können da einkaufen !!

Sie fängt dann um 10.00 Uhr an,hat 2 Stunden Anfahrt mit Bus und Bahn und ist um 23.00 Uhr zu Hause.
In der Mittagspause einkaufen ginge nur in Feinkostgeschäften, da sie in der Innenstadt arbeitet.

Würdest DU bei diesen Arbeitszeiten (ist ja nur vor Weihnachten so bei unserer Tochter) auf Schlaf verzichten nur damit andere evtl. nicht arbeiten müssen?

Da ihr Partner etwas andere Arbeitszeiten hat, übernimmt er eben während dieser Zeit meist Einkauf und Kochen. Allein wäre es etwas ungünstig,

Heiligabend muss wegen uns auch kein Laden geöffnet haben. :)

Heiligabend und Silvester sind keine gesetzlichen Feiertage und
es muss gearbeitet werden, falls sie nicht wie dieses Jahr auf einen Sonntag fallen.

Muss ich arbeiten?


Ich denke aber, dass eine Menge Leute froh sind, wenn es endlich mal auf einen Sonntag fällt, damit sie den Tag auch mal ganz frei haben. Die meisten haben doch die Wahl und können sich frei nehmen, Verkäufer etc haben an solchen Tagen aber erst recht Urlaubssperre.

Dass es sonst kein Feiertag ist, ist schon klar, wobei ich auch da sagen würde, dass es wenig Sinn macht, die Läden länger als bis 12.00 Uhr, max 14.00 Uhr aufzulassen, weil hinterher doch kaum mehr jemand kommt. Das gibt einem z.B. die Chance, vorbestelltes Fleisch oder Brot beim Bäcker/Metzger abzuholen. Aber man kann auch das anders planen, wenn es nun mal so sein muss, wie dieses Jahr.

Warum man dieses Jahr aber auf die Idee kam, zu öffnen, obwohl es ein Sonntag ist, verstehe ich nicht. Da geht es nicht darum ob Feiertag oder nicht. Sonntags haben die Läden halt nicht auf.

Bearbeitet von Schelmin am 22.11.2017 09:45:20


Zitat (tante ju @ 21.11.2017 20:39:13)
Sie fängt dann um 10.00 Uhr an,hat 2 Stunden Anfahrt mit Bus und Bahn und ist um 23.00 Uhr zu Hause.
In der Mittagspause einkaufen ginge nur in Feinkostgeschäften, da sie in der Innenstadt arbeitet.

Würdest DU bei diesen Arbeitszeiten (ist ja nur vor Weihnachten so bei unserer Tochter) auf Schlaf verzichten nur damit andere evtl. nicht arbeiten müssen?

Wenn deine Tochter bis 21:00 Uhr in der Innenstadt arbeitet und 2 Stunden An- und Heimfahrt hat, wo geht sie dann einkaufen, wenn sie erst um 23:00 Uhr nach Hause kommt ? :hmm:

Umgekehrt könnte man auch fragen, weshalb sollten Menschen arbeiten, nur weil deine Tochter schlafen möchte ?

Es dreht sich ja nur um diesen einen Tag...

Sonntags sind die Läden nun einmal geschlossen und warum sollte man am Samstag nicht das einkaufen können, was man jetzt Sonntags einkaufen möchte ? :hmm:

Zitat (VIVAESPAÑA @ 21.11.2017 15:16:34)
Aber jeder kann natürlich seine persönliche Meinung haben☺

Eben... -_-

Zitat (Geierchen @ 21.11.2017 09:22:26)
Und meistens ist es so, daß die Mitarbeiter mehr Stunden kloppen müssen und kaum mehr Arbeitsplätze geschaffen werden...

und wenn dann werden diese mit schlecht bezahlten Teilzeitkräften oder Minijobbern besetzt


bestes Beispiel, die Konditorei in der ich arbeite:

2 (zwei!!) fest Angestellte, die nach Tarif bezahlt werden (müssen), der Rest sind Aushilfen auf Minijobbasis, die nur den Mindestlohn kriegen

jeder Unternehmer sieht zu, dass er wirtschaftlich arbeitet und am Personal kann man nunmal leichter sparen als z.B. an den Energie- oder Rohstoffkosten :ph34r:

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