Zeckenbiss juckt nach Monaten immer noch

Hey Leute...
Ich hatte letzten Sommer nach einer Wanderung im Wald einen Zeckenbiss. Er hat einige Tage gejuckt aber dann nicht mehr. Jetzt ein gutes halbes Jahr später hat der Stich denn man immernoch sieht wieder angefangen zu jucken und sehr leicht zu brennen ( Wahrscheinlich wegen dem Kratzer manchmal vergesse ich das da mein Zeckenbiss ist). Ich bin gegen Boriose oder wie man das schreibt (Sorry) geimpft.
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Lass' einen Arzt drauf gucken und vermeide kratzen.
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Lass' einen Arzt drauf gucken und vermeide kratzen.

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NalaLuana, Du hast Dich gegen eine Art von Borreliose impfen lassen - die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Gegen die andere, gibt es leider noch keine Impfung.
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Eine Untersuchung auf Antikörper bezüglich Borreliose könnte ein Weg sein.
Was gegen den Juckreits hilft, sollte der Arzt entscheiden. Nicht alle Ärzte sind bezüglich Borreliose auf dem neusten Stand.
Eventuell zum Hautarzt gehen und genau zuhören, was er vorschlägt. Es gibt in Süddeutschland eine Klinik, die auf Borreliose spezialisiert ist und unerkannte Infektionen aufgespürt hat. Du brauchst ja nicht gleich Hinfahren aber ggf gibt es dort einen Rat. Den Namen der Klinik müsste ich mal ausgraben.
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@ NalaLuana

Hat sich der Zeckenbiss beruhigt?
Falls nicht, ich könnte einen Vorschlag anbieten, ggf als Diskussionsgrundlage beim Arzt.

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@Ambrosius - du hast eine Klinik erwähnt - hast du inzwischen den Namen und Adresse gefunden? - wäre superlieb, weil bei mir zwar ein Verdacht im Raum steht aber schlichtweg keiner weiterweis, ob das doch zusammenhängen könnte

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Zitat (Tessa_, 14.02.2021)
NalaLuana, Du hast Dich gegen eine Art von Borreliose impfen lassen - die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Gegen die andere, gibt es leider noch keine Impfung.

Darf ich berichtigen:
FSME ist keine Art von Borreliose!
FSME wird von Viren ausgelöst, gegen sie kann man vorsorglich impfen.
Borreliose hingegen wird durch Bakterien ausgelöst, den Lyme-Borrelien, gegen die man nicht impfen kann, aber mit Antibiotika ankommt.
Beiden Erregern ist eigen, dass sie durch Zecken oder ihre Larven (den Nymphchen) übertragen werden. Das ist aber schon die einzige Gemeinsamkeit!
Leider wird die Impfung gegen FSME oft fälschlicherweise als "Zeckenimpfung" bezeichnet, dabei schützt sie weder vor Zeckenbefall noch vor der tückischen Borreliose-Infektion.
Da vielen Ärzten, meist in städtischen Gebieten, nicht in den Sinn kommt, dass man sich eine Infektion durch einen Zeckenstich zugezogen haben könnte, sollte man seinen Verdacht dem Arzt gegenüber äußern. Es gibt hervorragende Bluttests zum Nachweis von Borrelien, die Monate im Körper verweilen können, ohne deutliche Krankheitssymptome auszulösen. Auf solch einem Test sollte man ggf. bestehen, am besten noch einem zweiten im Abstand von zwei bis drei Wochen.
Nicht alle Ärzte sehen eine Borreliose als Krankheit an; wenn man sich mit seinen Bedenken nicht ernst genommen fühlt, dann sollte man eine zweite ärztliche Meinung/Diagnose einholen. Borrelien setzen sich in Nervengewebe fest, können Jahre nach einer unbeachteten Infektion noch Lähmungserscheinungen hervorrufen. Je länger man diese Bakterien im Körper unbekämpft lässt, desto schwieriger, d.h. mit sehr hohen und langfristig gegebenen Antibiotikadosen sind sie zu bekämpfen, Lähmungen meist nicht mehr rückgängig zu machen.
Ich hatte mir vor 30 Jahren, als die Lyme-Borreliose in Deutschland noch kaum bekannt war, von einer Canada-Reise eine Infektion mitgebracht. Bin damals mit meinen Symptomen (Müdigkeit, häufig leicht erhöhte Körpertemperatur) auf einen GsD informierten Arzt getroffen, der sofort einen Bluttest einschickte und eine Antibiose begann. 14 Tage später waren im zweiten Bluttest die Borrelien-Werte schon deutlich geringer, nach weiteren 2 Wochen Antibiose nicht mehr nachweisbar. Da sich Borrelien im Nervengewebe, also auch in Gehirnzellen, einer Antibiotikabehandlung entziehen können, gehört zu meinem Gesundheitscheck alle zwei Jahre auch ein Borrelien-Test. Ich möchte nicht eines Tages aufwachen mit einer halbseitigen Gesichtslähmung, wie es einem Nachbarn in Canada gegangen ist.
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Zitat (whirlwind, 18.06.2021)
.....Da sich Borrelien im Nervengewebe, also auch in Gehirnzellen, einer Antibiotikabehandlung entziehen können, gehört zu meinem Gesundheitscheck alle zwei Jahre auch ein Borrelien-Test.....

ganz lieben Dank für deine ausführlichen Infos - ganz besonders für den aus dem Zitat ausgewählten Teil
ich werde also doch noch weiter auf "informierte Ärzte" Suche gehen
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whirlwinds Beitrag ist vermutlich die beste Information zum Thema überhaupt. Nach meiner Erfahrung sind Ärzte da mitunter nicht halbwegs so gut informiert, und es gilt immer noch die Devise „Hast du keine Diagnose, ist es immer Borreliose“ 😂

Aber bei NalaLuanas Frage kommt mir am ehesten eine aufgekratzte und deshalb entzündete alte Bißwunde in den Sinn, ich schließe mich aber der allgemeinen Empfehlung eines Arztbesuches an. Kann ja auch was ganz anderes sein.

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