reine Philosophie


mal ein Diskussionsthema wert :

Wären Romeo und Julia noch zusammen, wenn sie nicht Selbsmord begonnen hätten ?


Ich glaube, sie hätten keine Chance. Die beiden Familien Montagues und Capulets waren schon ewig verfeindet. Durch den Kampf zwischen Romeo und Tybalt wurde die Fehde weiter angestachelt. Was wurde aus dem Grafen namens Paris ?


In Anbetracht der Tatsache, dass die beiden einige Jahrhunderte vor uns gelebt haben: sie wären nicht mehr zusammen. Julias Eltern hätten einer Eheschließung mit Romeo nicht zugestimmt- sie hätten das Mädel kurzerhand anderweitig verheiratet oder ins Kloster gesteckt.

Ähm- heute wären sie sowieso nicht mehr zusammen sondern lägen irgendwo "six feet under".


Wenn Julia Romeos schmutzige Unterwäsche waschen müßte und mit dem xten Kind schwanger wäre.. :o
Romeo mit seiner Julia schlafen möchte, sie aber Migräne hat.. :pfeifen:
Wäre es dann noch soo romantisch??
Sie wären sicher längst geschieden!! rofl


Es gibt ein sehr schoenes Lucky Luke Heft indem die Familien der O´Timmins und der O´Haras eine Generationen überdauernde Fede duch eine Liebesbeziehung beenden und ein Nachkomme (riesige Ohren UND riesige Nase) brachte es laut der Geschickte bis zum Senator.
Liebe ist staerker als der Tod und der Beweis, dass Gott Humor hat. :bäh:


Vielleicht wären sie zusammen weggelaufen und woanders glücklich gewesen....aber vielleicht sind sie im Tod vereint und da könnten sie tatsächlich noch zusammen sein.


Zitat (schneestern @ 18.08.2006 15:11:01)
Wenn Julia Romeos schmutzige Unterwäsche waschen müßte und mit dem xten Kind schwanger wäre.. :o
Romeo mit seiner Julia schlafen möchte, sie aber Migräne hat.. :pfeifen:
Wäre es dann noch soo romantisch??
Sie wären sicher längst geschieden!! rofl

Vor einigen Jahrhunderten gab's da keine Diskussion- Scheidung gab es nicht, auch nicht in diesen Kreisen. Die Frau hatte sich zu fügen und fertig. Allerdings nehme ich an, dass die Familien Montague und Capulet finanziell gut situiert waren und Personal hatten ;)

Zitat (murphy @ 18.08.2006 15:31:27)
Vielleicht wären sie zusammen weggelaufen und woanders glücklich gewesen....aber vielleicht sind sie im Tod vereint und da könnten sie tatsächlich noch zusammen sein.


Doch!

Die Chance wäre zwar gering, aber die Hoffnung - die stirbt zuletzt!

Was aber ist mit dem Grafen Paris ? Ihm wurde die Ehe schon versprochen - läßt er sich gefallen, wenn die Beiden wieder zueinander finden ? Wie schafft es Julia sich ihm zu entziehen ?


Zitat (Chilly @ 18.08.2006 20:41:36)
Was aber ist mit dem Grafen Paris ? Ihm wurde die Ehe schon versprochen - läßt er sich gefallen, wenn die Beiden wieder zueinander finden ? Wie schafft es Julia sich ihm zu entziehen ?

In meinem Traum setze ich auf Julia - und nicht auf Paris.

Und wie Julia es schaffen kann, sich ihm zu entziehen, muß ich dir
das als Frau wirklich verraten, wenn Julia es denn wirklich will? :pfeifen:

murphy, sie können im tode nicht vereint sein, denn jeder hat den tod gewählt, das leben eigenständig beendet, gott ist aber ein gott der lebenden auf erden sowie im himmel, also werden sie erstmal ruhen. helga


gesetz den Fall das die beiden weitergelebt hätten, ihre Liebe gelebt und wären miteinander voller Würde alt geworden, ich stelle sie mir gerade beide runzlig auf einer Bank sitzend vor, über ihnen ein Rosenbogen in voller Blüte, er schaut sie liebevoll an, seine Hände suchen ihre Hände und mit einem innigen Kuss mit den Händen fest umschlungen tun beide ihren letzten Atemzug, wären die beiden dann nicht viel mehr vereint weil sie ein ganzes Leben miteinander geteilt hätten als wenn sie sich so jung getötet haben,
für mich hat die Geschichte von Romeo und Julia immer etwas trauriges, ich habe es nie mit Liebe in Verbindung gebracht - weil wenn sie sich wirklich geliebt hätten dann hätten sie für ihre Liebe gelebt allen Widerständen zum Trotz.


Omi, ich sehe das anders.
Romeo und Julia sind ja nicht frei gewesen in ihren Entscheidungen.
Ich habe die beiden immer mit Liebe in Verbindung gebracht.
Mit der reinen Liebe, verstehst du?!
Romeo und Julia sind für mich die Inkarnation der ganz
großen Liebe - die unerfüllt bleibt .... .
.... und deshalb so unter die Haut geht. :wub:
und wie! :wub:


Auch wenn es "nur" reine Philosophie ist, wie kommt man auf so eine Fragestellung?


Aus reiner Philosophie, etwas Neugierde vielleicht dabei ?
Ich denke nicht, dass sich Julia der " Familiengewalt " entziehen könnte - sowas in der Art gibt es bis heute noch in anderen Kulturen. Kinder werden verheiratet, bzw. versprochen, ohne, dass sie Mitsprachrecht haben...


Zitat (omi @ 01.09.2006 00:22:37)
gesetz den Fall das die beiden weitergelebt hätten, ihre Liebe gelebt und wären miteinander voller Würde alt geworden, ich stelle sie mir gerade beide runzlig auf einer Bank sitzend vor, über ihnen ein Rosenbogen in voller Blüte, er schaut sie liebevoll an, seine Hände suchen ihre Hände und mit einem innigen Kuss mit den Händen fest umschlungen tun beide ihren letzten Atemzug, wären die beiden dann nicht viel mehr vereint weil sie ein ganzes Leben miteinander geteilt hätten als wenn sie sich so jung getötet haben,
für mich hat die Geschichte von Romeo und Julia immer etwas trauriges, ich habe es nie mit Liebe in Verbindung gebracht - weil wenn sie sich wirklich geliebt hätten dann hätten sie für ihre Liebe gelebt allen Widerständen zum Trotz.

Ansich war es ja ein Selbstmordunglück, Julia wollte ja leben, nur Romeo dachte, sie wäre schon tot - darum dieses Drama

Warum können sich so wenig Menschen noch wirklich miteinander unterhalten ?


Ich hab in den letzten Jahren festgestellt das sogar Familien immer mehr verstummen

was meint Ihr dazu, woran kann es liegen, wie kann man es verändern ?


Omi..

das frage ich mich auch manchmal...


Ich glaube, dass wir einfach oberflächlicher geworden sind... sage doch mal jemanden, der dich fragt: "Wie geht es Dir?" - "Och - gestern hat mich ein Hund gebissen, das Haus ist eingestürzt und ich muss morgen ins Krankenhaus." Was wird er dir antworten? Vielleicht... na ist doch toll? Oder wird er dich fragen: "Was um Gottes Willen - ist los bei euch...?"

Jeder kümmert sich nur noch um sich und um den, der für ihn am wichtigsten ist - der Rest... ist weit weg....

An manchen Tagen erwische ich mich dabei, dass meine Familie anruft (ist leider sehr groß) und ich einfach keinen Bock habe, zu erzählen wie es uns geht bzw. zu hören wie es denen geht. Ich gehe dann einfach nicht ran. Früher konnte ich die Nummern nicht sehen und bin aus Neugier ans Telefon gegangen. Heute wähle ich zwischen... ja gern - ach ne - bloss nicht....

Die Technik macht es nicht leichter... sie hilft uns, uns besser abzuschotten.. und den Rest tun wir dazu.... weil wir gelernt haben zu wählen..




Das kenne ich auch nur zu gut Sly, aber ich meine mehr das die Leute die täglich zusammen sind, die innerhalb eines Hauses leben, einer Wohnung kaum noch miteinander kommunizieren. Ich weiß wenn ich mit meiner Mutter, meiner Schwester, meiner Tochter zusammen bin dann reden wir pausenlos, haben Spaß, lachen viel, hinterfragen viel, aber im Freundeskreis habe ich einige Familien - die eigentlich ganz glücklich miteinander sind - da beschränkt sich die Gesprächsbereitschaft, auf guten Morgen, was gibt es zu essen, was habt ihr für Schularbeiten auf, was gibts im Fernsehen und gute Nacht. Das kann ich nicht verstehen und dazu hätte ich gern Eure Meinung gehört


Wer nicht redet-wird nicht hören-wer nicht hört-wird nicht verstehen


Zitat (töggelie @ 09.09.2006 03:05:59)
Wer nicht redet-wird nicht hören-wer nicht hört-wird nicht verstehen

wer nicht versteht ist nicht nur taub, sondern auch blind...

Zitat (omi @ 07.09.2006 01:06:31)
im Freundeskreis habe ich einige Familien - die eigentlich ganz glücklich miteinander sind - da beschränkt sich die Gesprächsbereitschaft, auf guten Morgen, was gibt es zu essen, was habt ihr für Schularbeiten auf, was gibts im Fernsehen und gute Nacht. Das kann ich nicht verstehen und dazu hätte ich gern Eure Meinung gehört

Was die Mitscherlichs damals auf das trauern bezogen, könnte heute wohl auch auf das mit-einander-sprechen gemünzt werden.
die Unfähigkeit.
Im Grunde ist es ja schon in deiner Formulierung als "Gesprächsbereitschaft" ange-
legt (Auch innerhalb vieler Familien): Es fehlt die Bereitschaft, sich mit dem anderen wirklich auseinander setzen zu wollen (Bis auf den Umstand, dass eben die von dir ja schon erwähnten Belanglosigkeiten kommuniziert werden). Und es fehlt die Bereitschaft, überhaupt zuhören zu wollen oder gar zuhören zu können (Jeder zweite in der Praxis hat nichts definitiv organisches: Er kommt, damit ihm jemand zuhört - und ist außerordentlich dankbar und anhänglich, wenn ihm das widerfährt).

Sei jedem Wesen ein Geschenk, das in dein Leben eintritt, und einem jeden, in dessen Leben du eintrittst.

Achte darauf, dass du nicht in das Leben eines anderen eintrittst, wenn du kein Geschenk sein kannst. (Du kannst immer ein Geschenk sein, weil du immer das Geschenk bist - doch manchmal lässt du dich das selbst nicht wissen).

Tritt jemand unerwartet in dein Leben, dann halte Ausschau nach dem Geschenk, das von dir zu erhalten diese Person gekommen ist.

Warum sonst, glaubst du, ist eine Person zu dir gekommen?

Ich sage dir dies: Jede Person, die je zu dir gekommen ist, kam, um von dir ein Geschenk zu erhalten. Und dabei gibt sie dir ein Geschenk - das Geschenk, dass du erfährst und erfüllst, wer-du-bist.

Wenn du diese einfache Wahrheit erkennst, wenn du sie verstehst, erkennst du auch die allergrößte Wahrheit:

Ich habe euch nur Engel gesandt.

(Neale Donald Walsch)



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