Tagestätte die 24 Std geöffnet hat: Würdet ihr diesen Service nutzen wollen?


Hallo an alle Mamis und Papis!

Ich habe da eine Frage an euch.

Würdet Ihr eure Kinder in einer Tagesstätte unterbringen die 24 Std geöffnet hat?

Viele müßen außerhalb der Öffnungszeiten einer Kita oder Kindergarten arbeiten.

Manch einer hat das Problem die kleinen dann unterzubringen.

Oma und Opa wohnen zu weit weg.

Der Babysitter sagt kurzfristig ab oder die Tagesmutter ist krank :heul:

Oder viele müssen Samstags arbeiten(da hat die Kita natürlich geschlossen)
In der Gastro wird auch Sonntags gearbeitet....bis Spät in die Nacht.

Der Arbeitgeber verlangt Flexibilität(Ich kenn das selber,ständig die Frage ob ich länger bleiben kann).Und wohin dann mit meinem Kind wenn ich niemanden habe?

Wenn das Angebot und die Betreung wirklich super sind und die Leistung bezahlbar,würdet ihr diesen Service in Anspruch nehmen.

Ich würde........was ist mit euch?


Ich sag mal, wer Kinder hat, der sollte sich auch um diese kümmern. Wer aus beruflichen Gründen oder warum auch immer keine Zeit für Kinder hat, der sollte keine bekommen.


Zitat (tom-kuehn @ 30.10.2006 10:37:54)
Ich sag mal, wer Kinder hat, der sollte sich auch um diese kümmern. Wer aus beruflichen Gründen oder warum auch immer keine Zeit für Kinder hat, der sollte keine bekommen.

Das ist ein super Aussage-dann gibts nur noch Kinder von Hartz4 und Sozialhilfeempfänger. Es geht ja nicht darum die Kinder immer abzugeben, sondern zu flexibleren Zeiten.

Schwierige Frage,
also, wir haben 4 Kinder, es war keine Oma da! (hätte ich auch nicht gewollt)

Ich habe, nachdem unsere Jüngste ins Gymnasium ging, erst wieder gearbeitet.
(sie war da 10 jahre und kam erst um 14 Uhr heim)
Für mich war es sehr wichtig, wenn die Kinder kommen, dass da ein Ansprechpartner zu Hause ist. Was auch meine Kinder voll genossen haben.
Was ich da oft von Mitschülern gehört habe :(

(muss ich mal meine großen fragen, wie es die so machen wollen, mit ihren Zwergen)

Gruß
Schnute


Ich sag mal, wer Kinder hat, der sollte sich auch um diese kümmern. Wer aus beruflichen Gründen oder warum auch immer keine Zeit für Kinder hat, der sollte keine bekommen.

Wenn ich sowas lese . :angry: Es geht hier nicht ums Abschieben :wallbash:

Bsp.

Alleinerziehende Mutter bezieht Hartz-4......bekommt ein Jobangebot mit Arbeitszeit von 10 Uhr bis 20 Uhr.

Genau diese Mutter hebt die Arme und sagt:" das geht nicht,wer paßt auf mein Kind auf?

Und das Ende vom Lied.Sie empfägt weiter Hartz-4



Nur eins von vielen Beispielen.....


Zitat (Sparfuchs @ 30.10.2006 10:40:38)
Zitat (tom-kuehn @ 30.10.2006 10:37:54)
Ich sag mal, wer Kinder hat, der sollte sich auch um diese kümmern. Wer aus beruflichen Gründen oder warum auch immer keine Zeit für Kinder hat, der sollte keine bekommen.

Das ist ein super Aussage-dann gibts nur noch Kinder von Hartz4 und Sozialhilfeempfänger. Es geht ja nicht darum die Kinder immer abzugeben, sondern zu flexibleren Zeiten.

@ Sparfuchs

ich glaube, du hast tom-kuehn nicht richtig verstanden!

Zitat (Schnute @ 30.10.2006 11:02:05)
ich glaube, du hast tom-kuehn nicht richtig verstanden!

Ja, das passiert leider oft, daß ich nicht richtig verstanden werde :blink:

Zitat
Für mich war es sehr wichtig, wenn die Kinder kommen, dass da ein Ansprechpartner zu Hause ist.

Hätten mehr diese Einstellung, gäbe es eine ganze Menge Probleme in diesem Land nicht.

Zitat (tom-kuehn @ 30.10.2006 10:37:54)
Ich sag mal, wer Kinder hat, der sollte sich auch um diese kümmern. Wer aus beruflichen Gründen oder warum auch immer keine Zeit für Kinder hat, der sollte keine bekommen.

Gute Idee. Nu stell dir aber mal 'ne gelernte Krankenschwester vor. Sie verliebt sich, heiratet, bekommt Kinder, nach wenigen Jahren folgt die Scheidung und sie muss wieder arbeiten gehen. Krankenschwestern arbeiten im Schichtdienst, also mal die Vormittags-, mal die Nachmittagsschicht und mehr oder weniger regelmäßig auch die Nachtschicht. Was soll sie dann mit den Kindern machen, wenn keine Großeltern oder eine liebe Freundin einspringen können? Die Kinder zur Adoption freigeben oder ins Heim bringen?

heute müssen fast alle Mütter irgendwann dazuverdienen, weil das Geld sonst nicht reicht und es gibt nun mal nicht alle Jobs von 8-12 Uhr. Gerade durch die geänderten Ladenschlußzeiten, die noch erweitert werden, wird es solche Jobs geben. Gut 24 Stunden sollten es vielleicht nicht sein, aber bis 22 Uhr, warum nicht.


Ich hab zwar keine Kinder, aber ich würde es doch wichtig finden, das die Kitas von Morgens 6.Uhr bis Abends 20.30 Uhr und von Montag bis Samstag auf hätten, damit auch Frauen die im Verkauf sind ihre Kinder betreut wissen.
24 Stunden fänd ich dann doch übertrieben. denn die Kinder sollten zumindest Nachts in den eigenen Betten schlafen.


Als Politikerin muss ich mich häufig gerade mit diesem Thema auseinandersetzen. wir bauen gerade ein Tagesmütternetz auf, die eine lückenlose Betreuung garantieren.


Zitat (tom-kuehn @ 30.10.2006 11:07:06)
[
Ja, das passiert leider oft, daß ich nicht richtig verstanden werde  :blink:


Denk dir nix, geht mir auch oft so. :D

Das Angebot würde ich nutzen, ich sehe keinen Widerspruch darin, die Kinder vertrauensvoll und offen zu erziehen, und sie ab und zu woanders betreuen zu lassen. Da hat es andere Kinder, mit denen sie zusammen sind, das fördert doch auch die soziale Kompetenz.

Grüße
Murphy


Zitat (Paradiesvogel @ 30.10.2006 11:11:28)
Als Politikerin muss ich mich häufig gerade mit diesem Thema auseinandersetzen. wir bauen gerade ein Tagesmütternetz auf, die eine lückenlose Betreuung garantieren.

ist ja alles Super...Nur, wenn ich seh, was hier Kinder in der Mittagsbetreuung bzw.im Ki-ga ganztags angemeldet sind, und die Mutter nachmittags noch schnell zum Kaffeklatsch geht!
Ich habe jahrelang da gearbeitet! Mit 15 Kindern habe ich angefangen,bei 25 habe ich "Nein" gesagt! War alles mit der Gemeinde abgesprochen.
Es gibt immer Ausnahmen, will auch niemanden angreifen! :blumen:
Aber, es war wirklich so!!!

@Mandy
PM

Schnute, die Tagesmütter werden hier 1 Jahr lang ausgebildet und auch weiterhin von der FBS betreut. Die Stadt unterstützt die Auabildung und jeden Platz genau wie einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte. Da wir jährlich 1,6 Mio Euro für die Betreuung ausgeben, wird diese Lösung für eine individuelle Betreuung einfach günstiger.


Zitat (Schnute @ 30.10.2006 11:25:33)
ist ja alles Super...Nur, wenn ich seh, was hier Kinder in der Mittagsbetreuung bzw.im Ki-ga ganztags angemeldet sind, und die Mutter nachmittags noch schnell zum Kaffeklatsch geht!

Das ist aber nicht die Regel. Und wenn man will kann man das auch in den Griff bekommen.

wer soll das denn in den griff bekommen?? :(


Zitat (Schnute @ 30.10.2006 11:36:49)
wer soll das denn in den griff bekommen?? :(

...über Bestätigung vom Arbeitgeber

@Sparfuchs
jetzt redest du aber sehr leicht daher.

Bearbeitet von Schnute am 30.10.2006 11:54:58


Wenn ich das hier lese, solten unsere Nachbarinnen in Frankreich gar keine Kinder mehr bekommen. Da ist es ganz natürlich, daß eine Mutter arbeiten geht und die Kinder in einer Einrichtung sind. Die Französin hat dabei kein schlechtes Gewissen und es wird ihr auch keines gemacht. Die Jugendkriminalität liegt auch nicht höher als in Deutschland.

Jede Frau sollte für sich entscheiden ob sie berufstätig sein will oder oft auch sein muss. Die Familienfrau sollte sich nicht über die berufstätige Mutter erheben und umgekehrt auch nicht.

Natürlich brauchen wir flexiblere Zeiten für Kinderkrippen und Kindergärten denn die Arbeitszeiten werden ja auch flexibler und ein Grossteil der Mütter arbeitet ja nicht um sich selbst zu verwirklichen sondern weil das Geld dringend benötigt wird.


wer soll das bezahlen - wer hat soviel Geld *sumsel* B)


In anderen Ländern geht es doch auch...Dänemark, Schweden, etc.

Ausserdem finde ich das unverschämt wenn hier Leute den Müttern die arbeiten unterstellen, sie wären schlechtere Mütter als nicht arbeitende :angry:

Und am besten noch ein schlechtes Gewissen einreden, das ist doch das letzte. Wieviele Mütter sind zuhause und trotzdem schlecht weil sie es nicht gebacken kriegen ?

Murphy

Bearbeitet von murphy am 30.10.2006 13:30:13


In der DDR gab es sogenannte Wochenkindergärten, da wurden die Kinder manchmal sogar die ganze Woche betreut, natürlich auch über Nacht....

Nicht zu verwechseln mit einem Heim,das Sorgerecht bleib einzig und allein bei den Eltern...

Ich persönlich glaube, ich würde mein Kind nicht in so eine Einrichtung bringen..obwohl ich eine Ganztagsbetreuung befürworten würde, das heißt die Kitas müßten schon um 6 aufmachen und vielleicht so gegen 7 oder 8 abends schließen...

Was jetzt nicht heißen soll, daß man sein Kind auch die volle Zeit im Kiga läßt....aber diese Zeiten würden doch einige Eltern enorm entlasten...

Manchmal hat man ja wirklich mal ne Situation, wo es absolut hilfreich wäre, daß es so eine Einrichtung gibt...(ich meine jetzt den oben erwähnten Wochenkindergarten oder24 Stunden Kiga..)

Zum Beispiel, wenn ein Elternteil zur Kur muß und das andere in drei Schichten arbeitet...

Also ich würde so eine Einrichtung nur im Notfall nutzen...


dieses Thema wurde in der DDR nicht nur diskutiert sonern auch zeitweise praktiziert, viele der großen Werke hatten eigene Kindertagesstätten und da in vielen dieser Werke auch 3 Schicht System gearbeitet wurde, hat man dies auch auf die Kitas ausgelagert, allerdings kam es zu massiven Problemen, weil die Kinder aus welchen Gründen auch immer, keine rechte Bindung zu ihrem Zuhause aufgebaut haben, es ging um banale Dinge wie das eigene Bett und das Kinder auch keinen richtigen Zeitplan hatten, ähnlich wie der Biorythmus bei Schichtarbeitern irgendwann aus den Fugen gerät. Tageseinrichtungen ja, aber nicht rund um die Uhr.


Es gibt ja heute auch schon sogenannte Kinderhotels...

Wenn man z.B. Nachtschicht hat und keine Betreuungsmöglichkeit findet, kann man sein Kind in ein solches Hotel bringen...Kostet allerdings...und das nicht gerade wenig...

Zu Silvester sind diese Hotels meist übervoll, weil die Eltern mal in Ruhe feiern wollen :pfeifen:

Ich finde die Idee von Werkskigas auch nicht schlecht...so kann man als Mutter oder Vater sein Kind gleich mit zur Arbeit nehmen und holt es nach Dienstschluß wieder ab, ausgenommen Nachtschichten..Finde die Idee der rund um die Uhr Betreuung auch nciht gerade optimal...(ausgenommen meine bereits erwähnten Ausnahmen..)..Das erspart schonmal nen zusätzlichen Weg zum Kiga..

Bearbeitet von Mellly am 30.10.2006 13:52:37


In der DDR war es ganz normal, dass Kids in den Kindergarten gingen und die Eltern zur Arbeit. Es hat keinem geschadet- im Gegenteil! Der Kontakt zu Gleichaltrigen ist für Kinder überaus wichtig.
Nach meiner Meinung ist es doch egal wie Eltern "die freie Zeit " ohne ihre Kinder dann nutzen. Eltern müssen sich nicht schämen, wenn sie sich mal ausruhen bzw was ohne ihre Kids unternehmen.


Ich denke schon das eine Rundumbetreuung sinnvoll wäre, denn wir müssen langsam umdenken. ^_^
Die Arbeitgeber wollen flexibilität und heute muss fast jede Frau mitarbeiten. :)


Zu DDR-Zeiten haben alle Muttis gearbeitet.
Die Kinder waren in Krippe oder Kindergarten und die Kinder von Schichtarbeitern in Wochnkindergärten.
Ich bin selbst in Krippe und Kindergarten gewesen, genau wie mein Mann und unser Sohn auch.
Unsere Mütter sind deshalb keine Rabenmütter und wir sind ordentliche Menschen geworden.
Auch unser Sohn steht mit beiden Beiden fest im Leben.

Ich bin mit Kindern aufgewachsen, die ab und zu im Wochenkindergarten waren.
Aus denen sind ganz normale Jugendliche und jetzt Erwachsene geworden.
Als Kind fand ich es nur blöd, daß die Freunde eine lange Zeit nicht da waren.

Ich bin für Krippen und Kindergärten mit Öffnungszeiten von 6 Uhr bis 18 Uhr.
Auch diese Wochenkindergärten finden meine Zustimmung.
Die Kinder müssen ja nicht die ganze Woche dort bleiben, aber man ist flexibler in der Kinderbetreuung.

Warum sollen Kinder nicht in o.g. Tagesstätten betreut werden?
Ist es denn besser, daß sie sich selbst überlassen werden, wenn die Eltern arbeiten sind?

Ich denke auch, daß ein mächtiges Umdenken erforderlich ist.


chucko,

meine vollste zustimmung.
so wars bei uns auch. und wichtig ist auch der kontakt zu gleichaltrigen kindern.

:daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch:

unsere große sucht sich jetzt schon für ihre kleine einen geeigneten Krippenplatz, was sich als ganz schön schwierig heraus stellt. weil sie dann auch wieder schicht (verkäuferin) arbeitet.
und über die kosten wollen wir erst garnicht drüber reden :wallbash:

lg :wub:
bine


Ich denke auch, hier liegt ein großes Mißverständniss vor.
Es geht einzig und allein um die MÖGLICHKEIT sein Kind nach Bedarf
betreuen zu lassen.
Es geht um Flexibilität.
Wenn eine Tagesstätte von 6-22 Uhr auf hat,heißt das doch nicht,das die Mutter ihr Kind von 6-22 uhr betreuen läßt.
Es geht darum das sich Frauen ein passendes Zeitfenster aussuchen können.
Es sieht doch heute so aus, das ich meinen Job den Öffnungszeiten der KiTa unterordnen muß.
Mütter wissen wovon ich rede.
Zu den wirklich blöden Öffnungszeiten kommt auch noch die Ferienplanung,
Brückentage und sonstige Tage an denen KiTa´s zu machen.
Man braucht heute einen sehr toleranten Chef und verständnissvolle Arbeitskollegen ,die bereit sind sich diesem Irrsinn unter zu ordnen.
Und wenn ich einmal in der Woche ohne mein Kind zum Kaffeeklatsch gehe ist das doch bitte zu tolerieren.
Neben Mutter bin ich noch was anderes, nähmlich Mensch!
Mensch der auch mal was ganz für sich alleine machen möchte.
Und sei es nur mal eine Tasse Kaffee mit einer Freundin trinken und sich in Ruhe zu unterhalten.

LG
jippie


Genau das ist auch meine Meinung. Viele wollen zu jeder Zeit einkaufen, wie es aber im Privatleben einer Verkäuferin oder andere im Handel Tätigen aussieht,interessiert niemand.


Zitat (Sparfuchs @ 30.10.2006 15:26:25)
Genau das ist auch meine Meinung. Viele wollen zu jeder Zeit einkaufen, wie es aber im Privatleben einer Verkäuferin oder andere im Handel Tätigen aussieht,interessiert niemand.

Es gibt aber auch genug Leute, die zu diesen zeiten arbeiten würden...ich würde lieber abneds/Nachts im SUpermarkt arbeiten als einen job nachts an der Tanke.

Dann muss man eben Schichtbetrieb einführen mit Leuten, die die jeweilige Uhrzeit gerne arbeiten.

Man weiß doch ganz genau, was für ein anspruchsvoller "Job" es ist, Kinder zu erziehen, bevor man welche bekommt.
Die Medien berichten täglich, wie schwer es ist, Kinder und Beruf unter einen Hut zu kriegen. Die allein Erziehenden haben es noch schwerer als alle intakten Familien. Das weiß inzwischen jeder.
Deshalb sollte man sich nicht für Kinder entscheiden, um sich dann zu überlegen, wo man sie am besten unterkriegt.


Zitat (Justme @ 30.10.2006 17:33:00)
Man weiß doch ganz genau, was für ein anspruchsvoller "Job" es ist, Kinder zu erziehen, bevor man welche bekommt.
Die Medien berichten täglich, wie schwer es ist, Kinder und Beruf unter einen Hut zu kriegen. Die allein Erziehenden haben es noch schwerer als alle intakten Familien. Das weiß inzwischen jeder.
Deshalb sollte man sich nicht für Kinder entscheiden, um sich dann zu überlegen, wo man sie am besten unterkriegt.

nette Theorie aber was ist, wenn aus einer intakten Familie eine alleinerziehende Person wird, die vielleicht von heut auf morgen sehen muss, wie sie über die Runden kommt.

Zitat (Justme @ 30.10.2006 17:33:00)
Deshalb sollte man sich nicht für Kinder entscheiden, um sich dann zu überlegen, wo man sie am besten unterkriegt.

Machen ja auch nur die wenigsten. Kann man in der heutigen Zeit 20 Jahre sicher planen? Die wenigsten kommen doch freiwillig in die Situation. Oder wussten die Alleinerziehenden, schon vor der Geburt eines Kindes , das die Partnerschaft/Ehe nicht hält? Oder weis die Mutter schon im vorraus, daß sie nach der Geburt eines Kindes nur nachmittags oder abends einen Job bekommt? Nein.

Heute, kannst noch nicht mal ins nächste Jahr planen, weil sich die Vorraussetzungen ständig ändern. Oder soll man von vornherein sich schon gegen Kinder entscheiden.

Kinderkriegen ist doch ein Privatvergnügen. Und wenn man sich in einer Zeit dafür entscheidet, in der man eben nichts mehr planen kann, darf man dann halt auch nicht jammern.

Bearbeitet von Justme am 30.10.2006 17:54:17


Zitat (Justme @ 30.10.2006 17:52:47)
Kinderkriegen ist doch ein Privatvergnügen. Und wenn man sich in einer Zeit dafür entscheidet, in der man eben nichts mehr planen kann, darf man dann halt auch nicht jammern.

Eigentlich hast du Recht, da die Bälger sowieso alle keine Ausbildung oder keinen Job bekommen und wenn, wandern sie aus, sind also alles potenielle Generationsvertragverweigerer. Somit schliessen wir alle Kitas, fahren die Schulen auf absolute Sparflamme und das gesparte Geld kommt ins Rentensystem für die, die noch eingezahlt haben.


Dieser Beitrag enhält teilweise Zynismus, warnt Frau Edith

Bearbeitet von Nobody am 30.10.2006 18:02:12

Zitat (Nobody @ 30.10.2006 17:59:47)

Eigentlich hast du Recht, da die Bälger sowieso alle keine Ausbildung oder keinen Job bekommen und wenn, wandern sie aus, sind also alles potenielle Generationsvertragverweigerer. Somit schliessen wir alle Kitas, fahren die Schulen auf absolute Sparflamme und das gesparte Geld kommt ins Rentensystem für die, die noch eingezahlt haben.


Wär ne Überlegung wert.... rofl rofl rofl

Aber wir wollen ja den Thread nicht verhunzen.... B)

Zitat (Justme @ 30.10.2006 18:08:16)
fahren die Schulen auf absolute Sparflamme

Mal im Ernst: ist schon längst geschehen!

Hallo,

ich bin selber Erziehrin in einer KITA in Berlin Reinickendorf.
Wir haben Mo-Do von 6-17:30 und Freitag 6-17:00 geöffnet.

Sicher wären für viele berufstätige Mütter / Väter erweiterte KITA - Zeiten besser.
Aber das Problem ist, das so ein KITA-Tag fürs Kind wie für uns nen Arbeitstag ist.
Das heißt nach 7-8 h sind auch die Kleinen fertig.
Und es gibt Eltern, die würden ihre Kinder dann solange wie möglich in der KITA lassen, obwohl sie zuhause sind.
Um die erweiterten Öffnungszeiten zu realisieren, müßte da erstmal aufgeräumt werden. Nicht so, das diese Kinder garnicht mehr kommen dürfen, sondern das die Eltern einfach weniger Stunden bekommen.
Dann müßte es bei einer Gruppenstärke von 18 Kindern ( 8 Monate - 4 1/2 Jahre)
auf 1 1/2 Erzieher ( 8 und 6 Stunden Kraft) mehr Erzieher geben, da man diesen langen Tag sonst nich abdecken kann.
Und da ist dann schonwieder das Problem,
weil es ja nur mehr Kinder werden...also immer mehr zur Aufbewahrung wird
und DARAN muss sich zuallererst GRUNDLEGEND etwas ÄNDERN!!!!!!!!!!!!!
Ich mein diese kleinen Menschen sind schließlich die Zukunft von uns und "Papa Staat".

Aber NEIN, da ist die Beller-Tabelle (3 1/2 Stunden pro Kind!) wichtiger, als sich mit dem Kind zu beschäftigen. Was zu basteln, malen, reden, Quatsch machen, Neugier zulassen und fördern undsoweiterundsofort.
Nene....wie ihr merkt, könnt ich mich da sehr aufregen.

Ansich ists ja von euch keine schlechte Idee...aber die Durchführung?!?! Ich weiß nicht, ob das ohne weitere und größere Abstriche möglich ist...

LG mietzekaetzchen


Vielleicht spinn ich ein bischen rum, aber man könnte den Kindergartenbeitrag auf Stunden umlegen. Klar wird da auch mehr Personal gebraucht. Auch eine Stundenbegrenzung könnte man machen. Wollen wir in Deutschland überleben, müssen wir auch neue Wege gehen.


Zitat (Jippie @ 30.10.2006 15:11:56)
Ich denke auch, hier liegt ein großes Mißverständniss vor.
Es geht einzig und allein um die MÖGLICHKEIT sein Kind nach Bedarf
betreuen zu lassen.
Es geht um Flexibilität.
Wenn eine Tagesstätte von 6-22 Uhr auf hat,heißt das doch nicht,das die Mutter ihr Kind von 6-22 uhr betreuen läßt.
Es geht darum das sich Frauen ein passendes Zeitfenster aussuchen können.
Es sieht doch heute so aus, das ich meinen Job den Öffnungszeiten der KiTa unterordnen muß.
Mütter wissen wovon ich rede.
Zu den wirklich blöden Öffnungszeiten kommt auch noch die Ferienplanung,
Brückentage und sonstige Tage an denen KiTa´s zu machen.
Man braucht heute einen sehr toleranten Chef und verständnissvolle Arbeitskollegen ,die bereit sind sich diesem Irrsinn unter zu ordnen.
Und wenn ich einmal in der Woche ohne mein Kind zum Kaffeeklatsch gehe ist das doch bitte zu tolerieren.
Neben Mutter bin ich noch was anderes, nähmlich Mensch!
Mensch der auch mal was ganz für sich alleine machen möchte.
Und sei es nur mal eine Tasse Kaffee mit einer Freundin trinken und sich in Ruhe zu unterhalten.

LG
jippie

Genau das wollte ich auch grad schreiben, ich schließe mich deinen Worten einfach mal an. :yes:

Moin, bin in Hamburg Krippenerzieherin.

Hamburg hat ein Gutscheinsystem, wonach jedes Kind genau für die Arbeitszeit plus Wegzeiten betreut wird. Über diese Zeit bekommt es vom Amt einen Gutschein und kann sich dann eine Kita suchen. Wenn die Eltern mehr Zeit brauchen ( z.b. weil sie im Stau stehen oder mal Überstunden machen müssen,etc ) dann müssen sie extra Betreuungs-Stunden dazukaufen.

Zum Personal: das wird so berechnet :
-jedes Kind hat eine Betreungsstundenzahl . Krippe ( 8 Wochen - 3 Jahre ) ,
Elementarbereich ( 3 - 6 Jahre ) und Hortbereich ( 6 - 14 Jahre ).

Und genau diese Stundenzahl hat in jedem Bereich eine bestimmte Persoanlstundenzahl, die wird mulipliziert mit einer bestimmten Zahl an Erzieherstunden und Kinderpflegerstunden.

Also z.b. 10 stunden Kind Krippe hat Anspruch auf xx Erzieherstunden und xx Kinderpflegerstunden

usw.

Dadurch ergibt sich dann pro Gruppe die Personalstundenzahl.

etwas umständlich. und es gibt einen Springer, für alle Gruppen.

Urlaub, Fortbildung, Überstunden, Teamsitzngen, Elterrngespräche, Krankheit,Gruppenübergreifende Früh- und Spätdienste,.... all das ist da mit in der Zeit drin.
Es kommen , wie meine Vorgängerin sagte, ca. eine 8 Stundenkraft und eine 6 Stundekraft heraus. Praktikanten sind Mangelware.
und so wenig personal betreut dann 14 kinder im alter von 8 wochen bis 3 jahre.
und es gibt keine regeln, daß nur ein baby oder so in der gruppe sein darf. momentan habe ich : baby 3 MOnate, baby 6 Monate, baby 9 Monate, Kleinkind 1 jahr, 4 kinder 15 - 20 monate, 2 kinder ca. 2 jahre, 4 kinder zwischen 2-3 jahren.

und das auch oft ALLEINE !!!

jeder, der kinder hat, kann sich bitte vorstellen, was das bedeutet.

Frühstücken, füttern, umgekippte tasse, putzen, kinder umziehen, programm machen, alle wickeln, essen, füttern, putzen, 14 betten und zudekcen und schnullis etc. aufbauen. alle ausziehen, alle wickel, bzw. an die toilette heranführen,.. schöafen,alle anziehen, wickeln, betten usw. wegtragen. obstessen , füttern, nasse kinder umziehen, alle anziehen , für den garten, putzen, abholen,...

usw.

Muß bemerken, daß beim frühstück und beim obstessen eine kollegin allein ist, da die 6 stunden kollegin von 9 - 15 uhr da ist. Die Kita ist geöffnet von 6 - 18 Uhr, freitags bis 17 Uhr.

Dadurch, daß wir oft alleine arbeiten müssen, können wir gar keinem kind einzeln gerecht werden, bzw. nur immer kurz.

Wir kommen uns alle vor wie Brummkreisel, die immer nur reagieren und agieren. und den ganzen Tag auch die Geräuschkulise ertragen, da die Babys auch eifersüchtig sind, wenn wir ein anderes bekuscheln oder füttern.

Gut, wir haben den Beruf gelernt, aber deswegen habe ich immer nur noch 2 Arme und Beine, und keine 8 krankenarme, um alle kinder mal zu kuscheln,. oder eben mit jedem etwas zu spielen - füttern, etc.
Abends, muß ich gestehen, bin ich reif für die Couch !!!!!

So - und jetzt denkt Ihr über längere Öffnungszeiten nach ?????

Der Spätdienstkollege hat bereits für 1,5 Stunden 22 Kinder im Alter von 8 Wochen bis 14 Jahre zu betreuen - ALLEINE. und muß jdem gerecht werden, und den abholenden Eltern auch noch Rede und Antwort stehen.

Es ist kein Personal mehr da , für längere Öffnungszeiten, bzw. es ist nur noch eine Aufbewahrung.

Habe früher in einer Kita, dem Krankenhaus angeschlossen, gearbeitet.
da war auch Frühdienst ab 5:45 Uhr. und dannSpätdienst bis 21:15 Uhr.
Den haben etwa 1 - 5 Kinder benutzt, je nach Schicht der Eltern. habe z.B. mal ein Baby mit 4 Monaten im Spätdienst alleine betreut, von 17 - 21 Uhr war es alleine mit mir. War dan spazieren mit dem Baby, traf unterwegs einen Mann, der interessiert guckte,.. konnte mich nicht unterhalten, da er ausländisch sprach. Am Abend dann kam er und seine Frau, um das BAby abzuholen, er war der Vater, den ich noch nicht kannte . Will damit sagen, daß es Elterngibt, die solchen Spätdienst auch ausnutzen, und es sich alleine gemütlich machen . Ok. sei jedem zugestanden. Aber, bitte, so ein kleines Baby , bis 21 Uhr inder Kita,.. das kommt ja völlig ausm Rhythmus,..

Und auch alle anderen Kinder kommen ausm Rhythmus,.. die möchten lieber ins eigene Bett, um 7 , und nicht in der kita müde quengeln, und dann noch durch die Optik nach Hause fahren bei Nacht und Nebel !!

Es gibt in Hamburg Kitas, die das testen, bis abends zu öffnen. Aber auf einmal haben die Eltern doch eine Betreuung für ihre Kinder gefunden.

Wenn ich Mutter wäre, wäre es mir sehr wichtig, für mein Kind zuhause zu sein - ok- wer es sich leisten kann.

Ansonsten würde ich versuchen, das Kind so wenig wie möglich in die Kita zu geben,.. aus oben genannten Sparmaßnahmen. Die auf dem Rücken unserer Zukunft - der Kinder - ausgetragen werden.
Im Elementarbereich gibt es bereits Gruppen mit 55 !! Kindern. Da möchte ich werde Kind noch Erzieherin sein !!

Denn wenn die Kitas länger auf haben, dann wird die Betreuungszeit am Tag noch weniger für die Kinder, da der Abend auchnoch abgedeckt werden muß. und wir müssen auch putzen in der Zeit, war früher auch anders. Und Wäsche legen, Küchendienst, Reparaturen, Gartenarbeit, .. all das müssen wir auch erledigen.

Und dann höre ich ne Mutter mit 2 Kindern stöhnen, sie sei überfordert. Qas sag ich als Erzieherin ?

Ich bin eh auf der Suche nach einer Alternative. Vielleicht weiß ja jemand eine Idee, die nicht so streßbeladen ist wie mei jetziger Job.

Ich habe Kinder sehr gerne - nicht daß das falsch rüberkommt, aber ich kann Ihnen unter den oben genanten Umständen nicht das an Zeit,.... geben, was sie benötigen.

Vielleicht sollten spezielle Kinderhotels diese Aufgabe der Spätbetreuung übernehmen.

Mir platzt gleich die Hutschnur - schönen Abend noch, Grüße Trulli :wallbash:


Fakt ist,immer weniger Familien können sich den Luxus erlauben daheim bei den Kindern zu bleiben.
Fakt ist,wenn Mütter es trotzdem tun bekommen sie später den Wiedereinstieg immer schwieriger gebacken.
Fakt ist wir tun in Deutschland zu wenig für Kinderbetreuung.
Zuwenig Geld,zuwenig Zeit,zuwenig Personal.

Das Kinder als Privatvergnügen angesehen werden, macht unsere Gesellschaft zu dem was sie gerade ist.
Kinderunfreundlich!

Bearbeitet von Jippie am 30.10.2006 19:41:29


Das beste und günstigste wäre, wieder die Großfamilie-da hat das alles funtktioniert von der Kinderbetreuung über Haushalt, bis zur Pflege der Eltern/Großeltern und das für einen unschlagbaren Preis.


Zitat (Jippie @ 30.10.2006 19:40:55)
Fakt ist,immer weniger Familien können sich den Luxus erlauben daheim bei den Kindern zu bleiben.
Fakt ist,wenn Mütter es trotzdem tun bekommen sie später den Wiedereinstieg immer schwieriger gebacken.
Fakt ist wir tun in Deutschland zu wenig für Kinderbetreuung.
Zuwenig Geld,zuwenig Zeit,zuwenig Personal.

Das Kinder als Privatvergnügen angesehen werden, macht unsere Gesellschaft zu dem was sie gerade ist.
Kinderunfreundlich!

Und aus all den richtig erkannten Gründen muss man es sich halt wirklich gut überlegen, mehr wollte ich ja gar nicht sagen......

Zitat (Justme @ 30.10.2006 19:45:52)
Zitat (Jippie @ 30.10.2006 19:40:55)
Fakt ist,immer weniger Familien können sich den Luxus erlauben daheim bei den Kindern zu bleiben.
Fakt ist,wenn Mütter es trotzdem tun bekommen sie später den Wiedereinstieg immer schwieriger gebacken.
Fakt ist wir tun in Deutschland zu wenig für Kinderbetreuung.
Zuwenig Geld,zuwenig Zeit,zuwenig Personal.

Das Kinder als Privatvergnügen angesehen werden, macht unsere Gesellschaft zu dem was sie gerade ist.
Kinderunfreundlich!

Und aus all den richtig erkannten Gründen muss man es sich halt wirklich gut überlegen, mehr wollte ich ja gar nicht sagen......

Eigentlich muß es den früheren Generationen tausend mal besser gegangen sein, wenn ich die Argumente hier so höre. Hätten die früheren Generationen so gedacht, gäbe es auch gar nicht :lol:

Heute muß man wegen dem Job flexibel sein.
Viele Familien leben weit von einander getrennt.
Meist stehen Großeltern, wenn in der Nähe, selbst noch mitten im Job.

Diese Idylle Großfamilie und alle auf einem Hof.....sorry....die gibt es schon lang nicht mehr!


Sparfuchs, du lebst in ner Fantasiewelt. 1. haben die Großeltern auch noch n Wörtchen mitzureden, die haben auch noch andere Interessen und Pflichten als ständig die Enkel unter sich zu haben, z. B. selber arbeiten gehen (müssen), Freizeitgestaltung und und und? Und bei Familien, wo sich Elternteile und Großelternteile nicht grün sind ist das sowieso keine Lösung.
Ich geh davon aus dass meine Kids von meiner Lady geboren werden, und nicht mal für ne Sekunde würd ich die mit den Eltern von ihr alleine lassen, erst recht nicht von denen erziehen lassen!

2. haben die Leute früher meistens einfach keine Wahl gehabt, wegen Gesellschaftsdruck und Geldmangel. Wenn die so gekonnt hätten wie die wollten, häts diese Großfamilien so nicht gegeben, mit n bisschen Pech und nem Schwiegerdrachen waren da die Frauen von den Söhnen ne bessere Magd und Putzfrau, mehr nicht.


...also,durch meine Scheidung war ich froh,das es damals eine Schichteinrichtung für meine Tochter gab.Ich Arbeitete damals im 3-Schichtsysthem...meine Tochter war dort gut aufgehoben und ich fand,das ich mehr Zeit für sie hatte,als andere im Tagdienst...zB waren wir im Sommer,wenn ich Nachtdienst hatte,schon Mittags im Schwimmbad...im Winter auf der Rodelbahn...Spielplatz..ec...Spätdienst haben wir ausgiebig Gefrühstückt...und waren auf Spielplätzen oder am Kanal...aber oft wollte sie auch nicht mit,da ja Morgens im Kindergarten gebastelt wurde,da wollte sie nicht fehlen...
...wenn es nötig ist...ist das eine feine Sache und Mütter sollten da kein schlechtes Gewissen haben!!!Es schadet den Kidis nicht und bei Muttis,die IMMER zuhause sind,gibt es auch Probleme ab und an...und die Kinder sind selbständiger(meine Erfahrung)bei Sohni war ich 5 Jahre zu Hause...oh man...ichMutti,war nur am laufen...und tun...das mochten meine Kinder nicht,sie fühlten sich ständig Kontrolliert...wir waren alle froh,als ich dann wieder Arbeiten gehen durfte!



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