Kranke Freundin? was kann man noch tun?

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Vielleicht weiß jemand noch einen Rat für mich.
Ich versuche es kurz zu machen: Ich habe seit über 20 Jahren eine Freundin, sehr gute Bekannte, die auch die Patentante meine Sohnes ist. Wir sehen uns nicht so oft, telefonieren aber sonst ungefähr 1 mal im Monat und erzählen uns dann eigentlich ziemlich viel. Seit über 4 Monaten haben wir nichts von ihr gehört. Weil ich sie gar nicht erreichen konnte, habe ich es über ihre Firma versucht, die sagen mir, sie ist seit Weihnachten krank. Sie hat keinen Anrufbeantworter mehr, sie reagiert nicht auf Post ( auch auf die Einladung zur Konfirmation meines Sohnes hat sie sich nicht gemeldet!). Ich habe Hausmitbewohner gebeten ihr einen Zettel in den Briefkasten zu werfen. Heute abend bin ich hingefahren, sind ca. 25 km, ihre Schelle ist abgestellt, weiß nicht, ob sie da war, hat nicht aufgemacht. Licht war nicht an. Habe einen Zettel, ein selbstgemaltes Bild, dass sie zu Weihnachten bekommen sollte und ein Stoffigelchen hinterlassen- geschrieben, sie soll sich nicht so ein-igeln.

Ich habe Angst um sie, sie lebt alleine, hat nicht viele Freunde. Hat einen stressigen Job, ich vermute fast so was, wie einen Nervenzusammenbruch.
Aber ich kenne niemanden mit Namen, den ich nach ihr fragen kann. Sie hat 2 Schwestern, mit einer hat sie keinen Kontakt mehr, bei beiden kenne ich den Nachnamen nicht.

Die eine Frau im Haus sagte, sie hätte ihr Auto gesehen, aber ich habe natürlich nichts erzählt, weil das geht Fremde ja nichts an.

Mache ich mir zu viele Gedanken? Sie macht ja deutlich genug, dass sie nicht gestört werden will. Aber ich muss dauernd an sie denken, kann auch nicht verstehen, dass sie sich nicht meldet.

Eine ratlose anitram.sunny.

Bearbeitet von anitram.sunny am 02.04.2005 01:23:25


Da würde ich mir auch Sorgen machen.

Sicher (hoffentlich) meldet sie sich wenn sie deine Nachricht findet.

Ansonsten würde ich ihr einen langen Brief von dir mit deinen Gefühlen und

Gedanken in den Briefkasten stecken und wenn sie sich dann immer noch nicht

meldet kannst du wohl nicht viel dran ändern.

Sicher geht es die Nachbarn nichts an, aber zur Not würde ich mich nochmal an

sie wenden. Schon alleine um zu erfahren wie es der Freundin geht.

Ist wirklich etwas merkwürdig das Ganze.

Tut mir leid das ich dir keine hilfreichen Tips geben kann.

-MitfühlendeAnnette-


Hallo Sunny,

ich finde, daß du dich sehr richtig verhältst und denke, daß du auch weiter "am Ball" bleiben solltest. Ohne Näheres zu wissen liest sich das, was du schreibst, so als habe deine Freundin psychische Probleme - entweder als Grunderkrankung oder als Begleiterscheinung irgendeiner körperlichen Erkrankung.

Ich habe viele Jahren unter sehr schweren Depressionen gelitten und in der Zeit über Monate auch sämtliche Jalousien geschlossen, bei jedem Klingeln ängstlich gewartet, bis der Betreffende wieder gegangen ist, vorgetäuscht, ich sei nicht zu Hause und Telefon ausgesteckt - vielleicht ist das bei deiner Freundin ja ähnlich? Wie auch immer: das Verhalten meines besten Freundes hat mir rückblickend das Leben gerettet. Ich war zwar über Wochen nicht in der Lage, auf irgend etwas von außen zu reagieren, aber er hat mir unentwegt kleine Zettelchen unter die Tür geschoben, auf denen stand, wie wichtig ich ihm sei und daß er immer für mich da sei, ganz egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Forderungen hat er nie gestellt, hätte auch wenig Sinn gemacht, in Extremsituationen ist man nicht mehr fähig, überhaupt die geringste zusätzliche Belastung zu ertragen.

Ich will dir nicht Angst machen - du kennst deine Freundin und wirst abschätzen müssen, wie berechtigt deine Sorgen sind. Versuche es weiter, ihr einfach zu signalisieren, daß du für sie da bist. Falls du dir Sorgen machst, sie könnte sich etwas antun, mußt du das zur Anzeige bringen! Vielleicht hilft es dir, dich bei einer psychosozialen Beratungsstelle in deiner Gegend zu erkundigen, wie du dich am besten verhalten kannst: frag bei der Auskunft nach Sozialpsychiatrischem Dienst.


Hab Dir ne PM dazu geschrieben.

LG Bücherwurm


Hallo Sunny,
ich würde in dem Fall auch am Ball bleiben und hartnäckig aber freundlich versuchen, auf einem persönlichen Gespräch zu bestehen. Dann kannst Du dir selbst ein Bild machen und ihr helfen. Denn Hilfe braucht sie ganz bestimmt nur ist es fraglich ob sie in der Lage ist, das zu äußern.
Vielleicht hat sie eine schlimme Diagnose gestellt bekommen?

Hoffentlich kommst Du an sie ran...

Gutemine


du sagst sie igelt sich ein - was wiederum bedeutet, dass sie eine zeit hat in der sie alleine sein will. deine freundin ist krank, was sie hat weißt du nicht.
jedenfalls ist es eine zeit in der sie keinen sehen will - einfach alleine sein will. ich glaube deine freundin braucht die zeit bis sie mit dem - was sie hat oder beschäftigt - fertig geworden ist.
lass ihr diese zeit.


Du weißt nicht, was deine Freundin hat, du vermutest, sie könne Depressiv sein.
Sicher kommst du nicht ohne Grund zu dieser Annahme. Jetzt gibt es verschiedene Formen: eine depressive Verstimmung und eine Depression. Ersteres wird durch ein Ereignis o.a. ausgelöst, letzteres ist eine KRANKHEIT und muß mit Medikamenten behandlet werden. Ein depressiver Mensch braucht unbedingt Hilfe, die du ja auch geben willst. Ein depressiver Mensch kann dir selber gar nichts geben. Er muß an die Hand genommen werden, selbst das Spazierengehen oder Essen kochen sind unüberwindliche Schritte für ihn.
So, das wäre ein kleiner Einblick in dei Fachliche Seite, die natürlich noch viel umfangreicher ist.

Lange Briefe werden sie überfordern! Fahre so oft, wie es dir möglich ist zu ihr. Schiebe, wenn sie nicht öffnet, kleine positive Botschaften unter der Tür durch, in denen du ihr sagst, wie wichtig sie dir ist, und dass du ganz für sie dasein willst. Vielleicht erfährst du mehr über ihre Eltern oder eben doch über Kollegen.

Ich wünsche dir viel Kraft für diese Begleitung.

Paradiesvogel


Vielen Dank erst mal für eure Antworten, ich werde sehen, was ich machen kann und eure Ratschläge befolgen.

Vielleicht ist es auch was anderes, sie hatte vor Jahren an einer kleinen Stelle Hautkrebs, vielleicht ist da wieder was aufgetaucht. Habe heute erst mal noch eine Karte in den Kasten gesteckt und ihr auf die Mailbox geredet, weiß natürlich nicht ob sie die abhört.

Eltern gibt es nicht mehr und die Kollegen wissen nichts oder dürfen/wollen nichts sagen.

Die Nachbarn im Haus haben sie gesehen, aber keinen privaten Kontakt und da ich weiß, dass das so ist und sie das auch nicht will, habe ich auch da nicht viel erzählt.


Zitat (anitram.sunny @ 02.04.2005 - 13:30:33)
Vielen Dank erst mal für eure Antworten, ich werde sehen, was ich machen kann und eure Ratschläge befolgen.

Vielleicht ist es auch was anderes, sie hatte vor Jahren an einer kleinen Stelle Hautkrebs, vielleicht ist da wieder was aufgetaucht. Habe heute erst mal noch eine Karte in den Kasten gesteckt und ihr auf die Mailbox geredet, weiß natürlich nicht ob sie die abhört.

Eltern gibt es nicht mehr und die Kollegen wissen nichts oder dürfen/wollen nichts sagen.

Die Nachbarn im Haus haben sie gesehen, aber keinen privaten Kontakt und da ich weiß, dass das so ist und sie das auch nicht will, habe ich auch da nicht viel erzählt.

Toll, wie du dich um sie bemühst. Hoffentlich hast du noch den Kopf frei für die Konfirmation.

Paradiesvogel

Zitat (anitram.sunny @ 02.04.2005 - 00:21:40)
Vielleicht weiß jemand noch einen Rat für mich.

Ich hoffe für Dich, dass sich alles zum Guten wendet und
Deine Freundin wirklich nur mal eine "Auszeit" braucht. Es gibt Situationen, da
versucht man erstmal allein mit klar zu kommen. Ich kann mich sehr gut mit
Deinen Gefühlen auseinandersetzen. Habe mit meiner Suche nach meiner
Freundin seit fast 10 Jahren keinen Erfolg. Sie ist wie vom Erdboden verschluckt.
Bei unserem letzten Gespräch hat sie mir erzählt, dass sie einen netten Mann
kennengelernt hat. Dann habe ich nie wieder von ihr gehört.

Wünsche Dir und Deiner Familie trotzdem eine schöne Feier und alles Gute!!!



Hallo ,

ich habe gerade 1 1/2 Stunden mit meiner Freundin telefoniert.

Es war so wie befürchtet, sie hat starke Depressionen, hauptsächlich berufsbedingt, Chef von Hause A......loch, der sie nur noch fertig gemacht hat. Und wenn man dann schon Jahre lang alles geschluckt hat, ist irgendwann Schluß.

Sie hat mir viel erzählt. Über meine Postkarten aus den letzten Tagen und das selbstgemalte Bild, das ich ihr vor die Wohnungstüre gestellt hatte, hat sie sich sehr gefreut. Hat dann allerdings doch ein paar Tage gedauert, bis sie sich getraut hat, oder vielleicht besser es geschafft hat anzurufen.

Es geht ihr nicht gut, aber sie ist in Behandlung bei einem Psychologen, der ihr wohl sehr hilft und sie hat mir eine Handynummer gegeben, die sonst nur noch ihre Schwester und ein guter Freund hat, auf der ich sie erreichen kann. Das normale Telefon hat sie abgeklemmt, weil sie kein Telefonklingeln aushält, genauso die Haustüre.

Aber ich glaube, dass sie auf einem ganz guten Weg ist und ich habe ihr gesagt, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, dass sie sich gemeldet hat.
Sie meinte sogar, dass sie ja jetzt noch 3 1/2 Wochen Zeit hat, sich mit dem Gedanken an die Konfirmation anzufreunden und dass es doch nicht sein kann, dass ihr Patenkind ohne sie konfirmiert wird.

Ich war sehr erleichtert. Aber es ist sicher noch ein langer Weg, bis sie wieder im "normalen " Alltag laufen kann. Vielleicht muss sie auch noch versuchen, nicht wieder mit diesem A.......loch zusammen zu arbeiten. Aber so eine Veränderung kann sich ja in der heutigen Zeit keiner leisten und ob das Unternehmen das mitmacht, weiß man auch nicht.

Ich schlafe heute nacht auf jeden Fall etwas ruhiger. Nächste Woche fahre ich sie mal besuchen, sie sagt, sie würde sich freuen.


Das freut mich sehr für Dich, daß Du jetzt Bescheid weißt, und mit ihr sprechen konntest.

LG Bücherwurm


Na, das ist ja schön, daß ihr euch wieder gefunden habt!

Ich freue mich mit dir, daß du diese zermürbende Ungewißheit über den Zustand deiner Freundin los bist, und drücke fest die Daumen, daß deine Freundin wirklich an einen guten Therapeuten geraten ist, der ihr helfen kann!

Lieben mitfühlenden Gruß
chris


Ich freue mich auch sehr dass Du jetzt wieder mit Deiner Freundin Kontakt hast, das hilft ihr sicher auf ihrem Weg aus der Depression.

Vor 2 Jahren hat ein Arbeitskollege von mir sich immer mehr zurückgezogen, wir standen uns aber nicht so nahe und daher konnte ich nicht an ihn heran. Wir haben ihn oft gefragt ob er mitkommt was trinken abends aber er liess sich nicht rauslocken. Vor ein paar Monaten hat er mir dann erzählt, dass er an Depressionen leidet und deshalb in Behandlung ist. ich war froh als ich hörte, dass er etwas dagegen unternimmt, ich glaube der Schritt von schlecht fühlen zu Erkenntnis und dann zu Hilfe annehmen ist sehr schwer...

Viel Glück mit Deiner Freundin und gut, dass Du drangeblieben bist.

Grüße
Murphy


Würde mich trotz allem an deiner ab und zu melden damit sie das gefühl bekommt das du für sie da bist.....in so einer schweren zeit sind Freunde wichtig.....


Zitat (Lavinnia @ 15.04.2005 - 01:20:23)
Würde mich trotz allem an deiner ab und zu melden damit sie das gefühl bekommt das du für sie da bist.....in so einer schweren zeit sind Freunde wichtig.....

Habe immer wieder Grußkarten geschrieben und heute abend fahre ich mal hin, das war aber auch abgesproche, sonst macht sie wohl nicht auf.

Ach es sieht gar nicht gut aus, sie hat sich um nichts gekümmert, keine Rechnungen bezahlt, jetzt ist der Strom gesperrt , dass Krankengeld reicht hinten und vorne nicht. An der Konfi ging es ihr so gut. Wir haben ihr etwas finanziell unter die Arme gegriffen, die Bank hat sich das ganze Geld gekrallt. Jetzt ist wieder nichts mehr da.

Sie spricht davon sich umzubringen, die Katzen soll ihre Schwester dann vergiften, damit die nicht alleine bleiben oder woanders hinkommen......
Morgen fahre ich hin, will einen Schlüssel haben......
Ich werde mir ihren ganzen Schriftkram vornehmen......
Hoffentlich macht sie keinen Mist, es ist ja keiner da.....

:( :( :( :( :(


...

Bearbeitet von MEike am 22.11.2007 08:37:55


Und noch eine Sachstandsmeldung:

Es geht meiner Freundin wesentlich besser. Sie war in den
vergangenen Monaten sehr oft bei uns und hat sich,
wie sie sagt zu (unserem und) ihrem eigenen Wohl
in unserem Garten therapiert und wir haben lange
Gespräche geführt.

Sie sagt, sie fühle sich wohl im Grünen, hat selber nur
einen Balkon, würde so gerne in der Erde wühlen,
sich zwischen den Pflanzen zu bewegen.

Außerdem hat sie einen Antrag auf Wiedereingliederung gestellt.
Vorerst für 3 Stunden am Tag und dann erst mal sehen,
wie es wird. Sie regelt auch ihren ganzen Schriftkram
wieder mehr oder weniger alleine, nur ab und kommt
sie und wir reden über manche Sachen noch.

Also insgesamt bin ich sehr glücklich, dass es so gut aussieht.
Ob und wie das mit dem Arbeiten aussieht,
muss man dann halt mal sehen.


@ Sunny,
das klingt ja schomma vielversprechend :) *weiterdaumendrück*


Das zu hören freut mich für deine Freundin Anitram :)


Schön das es Menschen gibt die anderen zur Seite stehen. Auch schön die ersten Erfolge des Ganzen zu sehen (lesen). :blumen:


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 23.11.2007 18:01:55


Bleib am Ball und lass sie spüren, dass sie egal wann immer auf dich zählen kann...schau einfach mal hier rein, vielleicht findest du ein paar hilfreiche Tipps....



http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/schizo2.html





Gruss

KIWI


Zitat (MEike @ 20.05.2005 - 19:26:42)
Bitte überrede sie sofort wieder in die Klinik zu gehen.

Toll wie du ihr hilfst! Sicher ist es ihr eine große Hilfe wieder Ordnung in ihr Chaos zu bringen. Vielleicht hilft ihr das wieder Fuß zu fassen.

Doch sei Dir bitte darüber im klaren, daß du sie nicht aufhalten kannst, wenn sie wirklich gehen will.

Ich hatte einmal zwei Adressen von Foren gefunden wo man auch als Angehöriger von psychisch Kranken fragen stellen konnte. Leider finde ich sie nicht mehr. ich suche mal, ob ich sie wiederfinde.

Gruß,

MEike

Liebe Sunny,
ich kann Meike nur beipflichten und ziehe vor Dir und Deinem Engagement den Hut.
Wie Du das mit Konfirmation (meine Tochter hatte dieses Jahr auch und was das alleine für Streß ist, weiß ich) und diesem -wirklich harten- Problem bisher gemeistert hast, nötigt mir Bewunderung ab.

Deine weiteren Postings dazu sprechen eine zuversichtlichere Sprache, aber laß Dir nichts vormachen: Das schaut nach manischer Depression aus, welche jedoch gut therapierbar ist. Diese Krankheit verläuft in Schüben und die von kiwi angegebene Seite paßt schon dazu ins Bild. Mache Dich so schlau wie möglich darüber.

Wenn sich sonst niemand außer Dir um Deine Freundin kümmert: Unbedingt engen Kontakt halten und sowie sich das "Einigeln" und all die von Dir beschriebenen Negativzustände zeigen, muß die Frau sofort in ihre behandelnde Klinik auf Station!

Ich wünsche Dir von Herzen Kraft, Mut und Stärke für Deinen / Euren weiteren Weg!

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 20.08.2005 23:27:14

Liebe Sunny.... Freundschaft scheint einen sehr hohen Stellenwert zu haben bei Dir !!!! ALLE ACHTUNG!!!! Ich hoffe, Du hast auch weiterhin die Kraft und Unterstützung Deiner Familie "DIESES PROBLEM" anzugehen....
Schön, daß es Menschen wie DICH gibt .... !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Also ich finde, wenn man so lange befreundet ist, kann man
doch einen Menschen nicht hängen lassen.
Ich stelle mir immer vor, was ich empfinden würde, wenn ich in der
Situation wäre. Und es ist keine Familie, keine Kinder, kein Ehemann da
( nur eine 68-jährige Schwester, die 100 km weg wohnt und
selber gerade eine Krebskrankheit hinter sich hat) .

Manchmal ist es schon anstrengend, aber ich denke,
wenn sie uns nicht als Anlaufstelle gehabt hätte, mein
Mann hat sich auch um Einiges gekümmert, dann....
ach darüber will ich lieber nicht nachdenken.

Sicherlich muss man auch irgendwo einen Helferkomplex haben.

Es ist manchmal auch schwer sich in vorsichtiger Weise
abzugrenzen und selber nicht ganz vereinnahmen zu lassen.
Ich habe es auch schon erlebt, dass bei einer anderen Bekannten,
die sich immer nur "ausgekotzt" hat und der es nervlich auch
sehr schlecht ging, ich sagen musste, "tut mir leid, es geht nicht!".
Aber da wußte ich auch, dass es noch andere Menschen gibt,
die sich kümmern. Die Dame raubte mir meinen eigenen
Lebensmut, ich habe mich ausgesaugt gefühlt, als wenn
sie mir die Energie genommen hätte und es ihr erst dann
besser ging, wenn es den anderen schlecht ging.

Aber das ist jetzt nicht der Fall und abgesehen davon,
dass man natürlich helfen möchte, gibt es einem persönlich
ja auch eine gewisse Befriedigung, wenn man merkt, dass
man Hilfestellung leisten kann.


:trösten:
Sunny,
ich drück dir auch ganz feste die Daumen.
Du machst dir ja sehr viele Gedanke, das finde ich schon klasse.
Alle Freunde sind nicht so wie du.

Hier etwas zum Nachdenken und schmunzeln !

Das Märchen von der Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter.
Sie konnte nicht viel erkennen.
Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte:" Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf.
"Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, das sie kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit Mißtrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, " warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich dir davon laufen, meine Liebe? Du weißt doch selber nur zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich, ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr.
" Traurig bist du also", sagte sie und nickte Verständnissvoll mit dem Kopf.
"Erzähl mir doch, was dich so bedrückt".
Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
"Ach weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest".
Die Traurigkeit schluckte schwer.
" Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen.
Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot.
Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen.
Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken.
Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe.
Oder sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen".
"Oh ja", bestätigte die alte Frau, " solche Menschen sind mir schon oft begegnet".

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
"Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin,
können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh.

Aber nur wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden heilen.
Doch die Menschen wollen gar nicht, das ich ihnen helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu".
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt".
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. "Aber, aber wer bist du eigentlich?" "Ich?" sagt die kleine, alte Frau schmunzelnd und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.

"Ich bin die Hoffnung!" :rolleyes:


Und noch so eine alte Geschichte, auch hier bin ich ziemlich ratlos
inzwischen. Seit ungefähr 2 Monaten hat sich meine Freundin bei mir
weder gemeldet, noch hat sie sich hier blicken lassen. Der Garten
ist leider kein Therapieplatz mehr. Mitte August war sie noch intensiv
bei uns, wir haben ihr in jeder Hinsicht unter die Arme gegriffen.
Jetzt hat sie wieder angefangen 3 Stunden am Tag zu arbeiten, das fällt
ihr wohl sehr schwer, benötigt die gesamte Energie, aber alles andere
lässt sie schleifen. Ich komme wieder gar nicht mehr an sie ran und
mittlerweile geht mir nach einem guten halben Jahr auch langsam die Puste aus.

Ich rufe an ( geht nur auf Handy), sie geht nicht ran, sie ruft aber auch
nicht zurück, sie kann ja sehen, wer anruft. Das ist wie wenn Leute
immer den AB anhaben und nie direkt drangehen, ich finde das fast
demütigend: bin ich jetzt gut und wichtig genug, dass man für mich
ans Telefon geht? Oder lassen ich und mein Anliegen sich nicht auch
noch bis morgen oder übermorgen oder in 4 Wochen wegschieben?
Ich habe einen Brief und 2 Karten geschrieben und ich habe auf die
Mailbox gesprochen! Mein Mann und ich wir machen uns wieder
viele Sorgen, weil wir wissen, dass sie immer noch den Kopf in
den Sand steckt und viele Dinge einfach ignoriert.

Aber ich denke, ich habe jetzt genug getan, wer sich nicht helfen
lassen will, der soll es lassen! Ich kann sie nicht zwingen!

Sie weiß, dass wir für sie da sind, wenn sie es so schafft, auch gut so.
Das klingt jetzt irgendwie beleidigt: Sie schafft es ohne uns, wie geht das nur!

Das soll es nicht sein, ich wäre glücklich, wenn sie soweit wieder wäre
und würde ihr das gönnen, aber ich weiß, dass dem nicht so ist und
habe Angst davor, dass demnächst so viele Probleme auftauchen, dass
eine Hilfe fast unmöglich ist.

So dass reicht für heute Nacht............ :( :( :(


Ich meine, daß Du das ned so persönlich nehmen darfst, Sunnylein. Es wird so sein, wie Du schreibst, daß sie ihre ganze Energie dafür aufwenden muß, ihren 3 Stunden Job geregelt zu kriegen, und ihren Tagesablauf. Wer unter schwersten Depression leidet, ist nicht sehr belastbar, und kleinste, alltägliche Dinge zu erledigen erscheinen dem Depressiven wie 3000er Berge, die bestiegen werden müssen.


Gleichwohl bin ich auch der Meinung, eine winzigkleine Geste Dir/Euch gegenüber wäre durchaus angemessen, und wenn es nur ein kurzer Anruf ist, daß es ihr soweit einigermaßen geht, sie aber ein längeres Gespräch ein andermal führen möchte.

Hab Geduld mit ihr und Dir :blumen:

Bearbeitet von Bücherwurm am 28.10.2005 01:12:02


Ich fühle mich irgendwie ausgenutzt, ( warum weiß ich auch nicht,
ich tue doch nichts ) Aber verstandesmäßig sehe ich das sicher
genauso , wie du geschrieben hast.

Sie könnte doch wenigstens ein Zeichen geben, wie es ihr geht.


Sunny,

ich glaube, es gibt manchmal Situationen, wo ich einem lieben Menschen in seinem Leiden gern helfen würde, es aber nicht kann - aus unterschiedlichen Gründen.

Das einzusehen und zu akzeptieren, kann sehr schwer sein. Ich weiß, wovon ich rede.

Ich glaube, mehr, als Du getan hast, kannst Du nicht tun.

Lieben Gruß :trösten:
chris


Tja, da hast du recht, ich kann ja sowieso im Moment nix machen
also muss ich wohl einfach warten ob und was sich tut und dann wieder
löschen, wenns brennt. :traurig:


Zitat
Ich fühle mich irgendwie ausgenutzt, ( warum weiß ich auch nicht,
ich tue doch nichts ) Aber verstandesmäßig sehe ich das sicher
genauso , wie du geschrieben hast.


huhu..
hab gerade alles gelesen und ich muss sagen.
nach soviel bemühungen würde ich mich auch ausgenutzt vor kommen,
ich versteh dich da total gut.
ich würde auch alles für meien freunde und familie machen,
in dieser Hinsicht wünsche ich Dir jetzt einfach mal viel Kraft und hoffe das sie sich mal von alleine meldet und Du ihr nicht die ganze Zeit hinterher renne musst !

Liebe Grüsse sendet lanie

Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 24.11.2007 12:18:18


Hallo Sunny,

Du kannst manchmal einfach gar nichts machen, das Problem kenne ich auch nur zu gut. Manchmal kann derjenige/diejenige sich anderen gegenüber öffnen, manchmal eben nicht. Als Außenstehende® ist es sehr schwer, sich nicht persönlich davon angegriffen zu fühlen, leider ist dieses "Problem" vom Betroffenen selbst nicht steuerbar. Sie weiß wahrscheinlich, das es nicht richtig ist, z.B. nicht zurückzurufen, kann sich aber nicht dazu durchringen, den Hörer in die Hand zu nehmen und selbst anzurufen. Ich kenne diese Probleme mit Depressionen aus der Familie, es ist mit "normalem" Menschenverstand leider nicht zu begreifen. Manchmal verzweifle ich auch, wenn ich mitbekomme, man hilft und setzt sich ein, nimmt man sich mal ab und zu Zeit für sich selbst, geht alles "den Bach runter" und gar nichts passiert mehr! Und da soll man kein schlechtes Gewissen bekommen!
Aber alle, mit denen ich darüber geredet habe, haben mir das gleiche gesagt: das ist eine Krankheit, die mit normalem Verstand nicht zu greifen ist, man darf es nicht persönlich nehmen, es ist selten wirklich persönlich gemeint.

Ich wünsche Dir viel Kraft, diese Situationen durchzustehen!


Manchmal kann man auch einfach nicht helfen.
Denn der Kranke muss sich erstmal selbst mit der Situation auseinandersetzen und sie begreifen.
Meistens geht's danach wieder aufwärts und auch die Freunde werden wieder
"zugelassen".
Aber jeder verarbeitet eine Krankheit oder einen Schicksalsschlag auf seine Weise.
Das zeichnet doch uns Menschen aus, wir sind alle unterschiedlich
und das nicht nur im Aussehen.
Viel Glück bei der Weiterführung der Freundschaft.


Hallo Anitram,

dass sie nicht reagiert, heißt nicht, dass es ihr nicht hilft. Ganz im Gegenteil. Sie kann nicht antworten. Aber sie nimmt sehr wohl Deine Anteilnahme war.
Wenn Du ihr helfen willst, dann mach Dir keine Sorgen, sondern hol Dir ein paar nette Postkarten und schicke sie in Abständen an sie ab. Tu so, als ob sie geantwortet hätte und erzähle in ein zwei drei Sätzen, was sich seit der letzten Postkarte getan hat. Und wenn es nur das Wäschewaschen oder das Essen machen für den Mann ist.

Statt einer Postkarte kannst Du auch abwechselnd eine SMS schicken. Irgend etwas, was sie an draußen erinnert.

Du darfst versichert sein, die ist Dir dankbar, kriegt das mit und nutzt Dich nicht aus. Die kann nur nicht. (Ich gehe mal davon aus, dass sie keine Show abzieht und wirklich krank ist)

Du kannst gern auch abwechselnd ein Bild wieder hinschicken. Alles, von dem sie mitbekommt, dass jemand an sie denkt.


Zitat (anitram.sunny @ 28.10.2005 - 00:58:30)
bin ich jetzt gut und wichtig genug, dass man für mich
ans Telefon geht?

Aber ich denke, ich habe jetzt genug getan, wer sich nicht helfen
lassen will, der soll es lassen! Ich kann sie nicht zwingen!

Liebe Sunny,
du hast vieles getan und das ist gut so! Jetzt lass sie mal machen, sie weiß schon, an wen sie sich wenden kann, wenn es ihr nicht gut geht, denn sie hat ja schon einmal eure Hilfe angenommen.

Am Dienstag hat sie Geburtstag, da schick ich ihr noch ne Karte und ein kleines Buch - so in der Art wie Jaren es mir geraten hat.

Mein Mann hält mich schon für verrückt, der sagt immer nur: Jetzt reichts, mehr kannst du nun wirklich nicht tun. Wenn sie was will, wird sie schon kommen!


Hi Sunny,

Dein Mann hat irgendwie recht, mehr kannst Du nicht tun, aber dann hat er leider unrecht. Deine Freundin wird nicht kommen, jedenfalls nicht, wenn die Deprission gerade wieder stark ausgeprägt ist.
Jaren hat recht, melde Dich einfach nur zwischendurch bei ihr. Du musst es nicht zur Lebensaufgabe machen, aber melde Dich ab und zu. Eine kleine Karte, ein kurzer Brief, ein Anruf und wenn's nur ne nette Nachricht auf'm AB ist etc. Das alleine wird Deiner Freundin gut tun. Du dringst damit in ihre Welt ein und zeigst ihr den Kontakt zu einer Welt, in die sie mom. einfach nicht kann. So gibt es da auch gute und schlechte Tage, an guten Tagen schafft sie es an schlechten ist sie einsam wie unter einer Käseglocke und kann nicht in die "andere" Welt, in der "normale" d.h. gesunde, nicht Depressive leben. Sie wird sich bestimmt selber schon genug Vorwürfe machen. Ignorier einfach, wenn von ihr nichts zurück kommt, sie kann einfach nicht, wird sich aber garantiert über Nachrichten von Dir freuen. Allein so ein kleines Zeichen, dass jemand anderes noch an einen denkt tut unglaublich gut.

LG


hallo sunny,
deine schilderungen und nöte haben mich sehr berührt. mir ist das thema nicht unbekannt. nur weiss ich, das depression medikamentös und mit therapie heilbar ist. deshalb würde ich unbedingt jaren zustimmen, ihre sicht der dinge ist richtig. sei da, zeig es ihr und verbrauche dich dabei nicht. versuche eine balance für dich zu finden. depression ist und bleibt eine krankheit, deswegen ist eure beziehung nicht vergleichbar mit anderen freundschaften. deine freundin braucht ganz ganz dringend professionelle hilfe.
alles liebe und viel kraft für euch! !

p.s. und ich finde du hast einen tollen mann, was er getan hat ist nicht selbstverständlich.


Gestern habe ich einen Brief bekommen, nach 3 Monaten des Schweigens,
in dem sie mir ihre Lage schildert. Sie arbeitet wieder 5 Stunden am Tag, ist
danach vollkommen fertig und hat einfach keine Kraft übrig.

Außerdem meint sie sie hätte jetzt ein Problem, mit den Leuten, die ihr in
ihrer schwersten Zeit am meisten zu Seite gestanden haben, zu kommunizieren.
Sie glaubt, sie hätte unsere Achtung verloren und sei jetzt ein "offenes ausgelesenes Buch" , vollkommen uninteressant.

Aber wir haben jetzt Emailadressen ausgetauscht und sie will sich
jetzt öfter per Email melden.

Bearbeitet von anitram.sunny am 20.11.2005 01:43:52


hallo sunny,
danke dass du uns über die weitere entwicklung informiert hast.
bei mir erweckt sich immer mehr der eindruck, dass deine freundin ganz dringend in eine gute psychotherapie gehen sollte.
sie hat neben ihrer depression mächtig viel probleme mit ihrem selbstwertgefühl. das kann auf jedenfall eine gesprächstherapie heilen. die krankenkassen zahlen ja sowas!


Sie macht schon eine Therapie und das seit Monaten, eigentlich
hätte sie für ein paar Wochen in eine Klinik gehen sollen, aber das hat
sie abgelehnt, obwohl sie hätte am WE nach Hause gehen können.
Sie wollte ihre Katzen nicht so lange alleine lassen. Außerdem ist
sie, wie gesagt, sehr eigen und wollte sich nicht für so lange Zeit
anpassen und in ihren Freiheiten beschneiden lassen. :(


@anitram sunny

Mir ist dieses Thema auch nicht unbekannt!!

Hätte mich mal Interessiert ob Deine Freundin ihre Therapie mit Medikamenten unterstützt. ( Wie Anti-Depressiva oder ähnliches)

Habe selber eine sehr gute Freundinn die eine Therapie jetzt im Dezember beginnt. Ich werde sie begleiten und unterstützen so lange wie sie es benötigt.


Sie nimmt auch Medikament, aber was das weiß ich nicht.

Bin mal gespannt , ob sie sich wirklich jetzt gelegentlich per
Email meldet.


Eine Therapie dauert sehr sehr lange!!!!

Wenn sie mit Medikamenten unterstützt wird, dann ist sie aber in ein sehr tiefes Loch gefallen.

Auch wenn sie sich noch nicht meldet darfst Du es nicht persönlich nehmen.

Ihre Welt ist momentan grau und Trostlos.

Jeder Schritt eine Qual.

Der Kopf ist völlig leer.

Laß sie wissen das Du da bist auch wenn von ihr nix rüber kommt.

Wenn ihre Sonne wieder scheint werdet Euch viel mehr verbinden als Du glaubst.


Nicht aufgeben, sunny!
Ich drück dir die Daumen, dass sie sich bald meldet.


Jetzt sitz ich noch mal hier mitten in der Nacht und denke
an meine Freundin, die sich immer noch nicht meldet, melden
kann, melden will. Na so ganz stimmt das nicht, vor Weihnachten hat
sie gemailt, dass sie jetzt 3 Wochen frei hat, das erste Mal in Ihrem
Leben die ganze Weihnachtszeit frei, ohne Verpflichtungen.......

Kein Wort über etwas Persönliches sonst, ich weiss nicht, ob sie
mit ihrem Therapeuten darüber spricht, was sie jetzt für Probleme mit
uns hat.

Meint ihr, das wird irgendwann noch einmal eine
normale Beziehung oder muss sie sich jetzt für den Rest ihres
Lebens vor uns "schämen", weil wir sie in ihren schwachen Momenten
erlebt haben? Ich weiss es nicht, wirklich nicht, es tut mir leid, dass
sie aus meinem Leben so verschwindet.........

Mein Mann ist mittlerweile stinksauer, meint, wenn sie wieder
den ganzen Tag arbeiten könnte, müsste sie auch in der Lage sein,
sich bei uns zu melden.

Ich schreib so alle paar Wochen eine Karte oder eine Mail, ganz
unverfänglich, ohne Druck, aber auch darauf gibt es keine Resonanz.

Die unendliche Geschicht.......... :( :(


schreib ihr weiter . ich hab das gefühl das dieser zuspruch gebraucht wird . meine beste freundin war auch mal in so einer klinik. es hat ihr geholfen, das man an sie denkt