Autogenes Training: kennt sich jemand damit aus?


Kennt sich jemand von euch mit autogenem Training aus? Gibt es einfache Übungen, oder muss man erst dicke Lektüre wälzen? Kann man es sich überhaupt selbst beibringen? Bringt es überhaupt etwas? Bin gespannt, was ihr dazu sagt...


bei allem was man sich selbst beibringt, können sich sehr schnell Fehler einschleichen, meine Mutter hatte mal vor vielen Jahren autogenes Training geacht, musste aber abbrechen, weil ihr immer der Blutdruck zusammensackte und sie ohnmächtig wurde.


habe autogenes training schonmal gemacht, allerdings als tenee (?) vor ca 12 jahren. die haben uns immer so leise plätschermusik (wasserrauschen, vogelgezwitscher etc) vorgespielt und dann eine geschichte dazu vorgelesen die einen dann in so eine art "traumwelten" geführt hat. ich fand das damals schon sehr entspannend und habe das damals auch ziemlich lange durchgehalten auch alleine zu hause zu machen, von der trainerin gab es die plätschermusik mit geschichten auf kassette. Sowas gibt es aber auch in jedem Buchladen zu kaufen. CD rein, Position suchen in der man bequem liegt, augen zu und der CD lauschen und abschalten. einschlafen ist keine Schande.

Zum abschalten prima, könnte ich auch nochmal machen!!!

Danke für die Idee......


Zitat (Nobody @ 01.06.2007 12:56:10)
bei allem was man sich selbst beibringt, können sich sehr schnell Fehler einschleichen, meine Mutter hatte mal vor vielen Jahren autogenes Training geacht, musste aber abbrechen, weil ihr immer der Blutdruck zusammensackte und sie ohnmächtig wurde.

:o Das ist ja krass! Kam das wirklich vom autogenen Training? Ich dachte, das wäre ne sanfte Methode...

Ich habe das AT Anfang der 1990er Jahre in einer Therapie kennengelernt, für mich damals eine ganz neue, und positive Erfahrung.

Das "Atmen" war wohl meine wichtigste Erfahrung, auch die "Wärme", die durch den eigenen Körper fliesst, es ist schwierig, all das zu beschreiben, aber mir hat das AT damals sehr gut getan...

Unter der "Käseglocke" einer langen Therapie ließ ich mich gerne darauf ein, muß aber leider schreiben, daß mir nach der Therapie für das AT erstens die Zeit, und was wichtiger war, die Ruhe fehlte.

Geld verdienen war mir wichtiger, leider.

Für mich war das AT eine wunderschöne Erfahrung, ich konnte mich damals darauf einlassen, ich hatte die Zeit dafür.

Liebe Grüsse :rolleyes:

Otis


OT, nicht Autogenes Training...

Was ich für mich selbst in der damaligen Therapie als sehr gut empfand, das waren die sog. "Schweigenden Nachtmärsche".

Eine Gruppe von Menschen läuft in einem recht schnellen Schritt, kein langsames Wandertempo, ca. 15-30 Kilometer als Nachtmarsch, so wurde das genannt.

Mensch lief sehr schnell, so schnell, das für eine Unterhaltung kaum Luft blieb, wir wurden gezwungen zu laufen, nicht zu reden...

Ich hatte mich gegen diese "Nachtmärsche" zuerst gewehrt, nahm aber später an jedem teil, ich bekam gar nicht genug davon, diese stundenlange nächtliche "Auslauferei", und dann steinmüde in das Bett fallen, das tat mir gut.

1992 war das es für mich eine Psychotherapie, jahrelange Schlaflosigkeit, mir wurde damals aber sehr klar, daß mein jahrzehntelanger Alkoholkonsum all das auslöste.

Das wurde mir damals auch knallhart attestiert, tja, Theorie...

Wünsche Glück!

Otis (Michel)


Ich habe mit AT gute Erfahrungen gemacht und gelernt total zu entspannen, den Kopf ganz leer zu bekommen und mich so wohl zu fühlen, daß ich meine Schlaflosigkeit damit überwinden konnte. Leider habe ich irgenwann aufgehört es zu praktizieren und bekomme es jetzt nicht mehr so gut hin. Ich werde es aber bald unter Anleitung wieder aufnehmen denn mir hat es sehr geholfen.
Ich glaube nicht, daß man es alleine lernen kann, zumindest ich könnte es nicht.


Interessant war der Beischlaf mit diesen "ausgelaufenen" Frauen, das stundenlange Marschieren, die Nähe, die Dunkelheit, das Ziel...

Atemlos, ohne Luft, nach vielen Kilometern, kamen wir uns sehr nahe.

Das war sicher situationsbedingt, mitten im Leben. :rolleyes:


CU Otis


Autogenes Training ist etwas, dass wenn man es gelernt hat, einem immer wieder hilft. Ich habe es damals professionell in Einzeltherapie gelernt. Ich musste vor vielen Menschen Reden halten und mich nach Streßsituationen wieder runterholen - dabei hilft autogenes Training enorm. Wenn ich beim Zahnarzt im Stuhl sitze mache ich autogenes Training, auch wenn ich mal nicht Einschlafen kann.
Wenn dir eine Einzel-/Gruppentherapie zu teuer ist, dann versuch es doch mal mit einer CD!
Ich kenne niemanden, der dabei ohnmächtig geworden ist und habe nur positive Erfahrungen gemacht!


Moin, yuki!

Magst Du bitte etwas über das "Einschlafen" berichten, schreiben, die wenigen Wege, ich schlafe nicht, es ist sehr schlimm...

Otis (Michel)


Häufig ist es so, dass dich Sorgen und schlechte Gedanken plagen, die dich am Einschlafen hindern.
AT: Erst die Formel "ich bin volllkommen ruhig und gelassen", dann werden die Arme schwer, danach die Beine ect. Falls ich überhaupt bis zur Stirnkühle komme (meistens bin ich dann schon in den schönsten Träumen) kommt dann zum Schluss die Formel z.B. "ich schlaf tief und fest ein" .... (ganz so wie du willst). Bisher hat das immer geholfen. Wenn nicht, dann greif zu einem guten Buch und les so lange, bis dir die Augen zufallen ;)


Ich mache AT mit Anleitung . Das bezahlt meine KK. Erkundige dich da einmal wo bei euch solche Kurse stattfinden . Es ist besser wenn man AT beigebracht bekommt damit sich keine Fehler einschleichen . Bei vielen Menschen kann der Kreislauf runtergehen .
Viel Spass dabei :)



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