Vogelbeobachtung: Ich find's spannend

Neues Thema Umfrage
Seiten: (20)Zurück2 / 20Weiter»|
Zitat (Daddel, 19.01.2008)
Ihr Lieben,
ich muss eine gewisse Schrulligkeit schon zugeben: Ich sitze gerne am Fenster und beobachte, gerade jetzt bei der Winterfütterung, die Piepmätze im Garten. Teilweise mit Fernglas. Über meine Beobachtungen könnte ich schon einige Fachbeiträge schreiben.
Gibt es noch welche von der Sorte wie ich? :blumen:
Viele Grüße, Daddel

In St. Mary Mead macht das ne alte Frau auch gerne, ist n cooler Vorwand um mit dem Fernglas auch was anderes zu beobachten und so seine Menschenkenntnis zu schärfen. :grinsen: :grinsen: :grinsen:
Zitat (Kalle mit der Kelle, 05.02.2008)
In St. Mary Mead macht das ne alte Frau auch gerne, ist n cooler Vorwand um mit dem Fernglas auch was anderes zu beobachten und so seine Menschenkenntnis zu schärfen. :grinsen: :grinsen: :grinsen:

:sojetzthastdus:

Neu-Highlander: Was kann ich dafür, wenn das Fenster vom Nachbarhaus mal in die Linse rutscht! ;)

In New York gehen übrigens Teleskope weg wie warme Semmeln. :grinsen: Als Kurzer hab ich das auch gerne gemacht, andere beobachtet mit dem Fernglas.
Und wenn ich heute eins in die Finger krieg, riskier ich auch gerne mal nen Blick. :pfeifen: :D :D :D

Jungspund Kalle! St. Mary Mead war übrigens gemein - ich bin erst verzisch! Es freut mich aber, dass Du Dich für die Natur interessierst.
Guck mal bei nabu.de - da erfährst Du vielleicht auch, warum Männchen ein hübscheres Federkleid als die Weibchen haben, lange Matte! ;) lg :D

Es gibt bei uns Eisvögel. Ich hatte das Glück, einen zu beobachten. Die werden in der "Licher-Werbung" gerne abgebildet. Aber die wenigsten bekommen einen zu sehen. Sie sehen aus wie schillernd bunte Kolibris - blau orange -.

Oje, mein Hobby! Liebe Grüße, Daddel :blumen:

Zitat (FrauElster, 04.02.2008)
Ich glaub, ich muss meinen Nick ändern :o . Als Piepmatzmörderin will ich nicht durchs Forum wandern! :heul: :heul: Ich schwöre hiermit feierlich, dass ich ganz bestimmt die Unschuld in Person bin, die keinem was zu Leide tut. Echt wahr :pfeifen:
Ich könnte heuelen, heulen, heulen! Jetzt bin ich am Verschwinden der Vögel ganz alleine schuld. Schrecklich :o

ach nö, es hat doch alles seine Daseinsberechtigung. Nicht traurig sein liebe Frau Elster :trösten:
Zitat (Daddel, 05.02.2008)


Rossi, wenn Du ein paar Meisenknödel an den Balkon hängst, kommen bestimmt auch Piepmätze zu Euch. Es kommt vor allen Dingen auf das Futterangebot an.



Meisenknödel hängen seit Monaten unberührt auf dem Balkon. Vorgestern sah ich mal wieder vier Amseln und das wars. Sogar Tauben sind kaum noch zu sehen.
Zitat (rossi, 05.02.2008)
ach nö, es hat doch alles seine Daseinsberechtigung. Nicht traurig sein liebe Frau Elster :trösten:

Nö, rossi, bin nicht mehr traurig :lol: , die Wolken haben sich verzogen und alles ist gut :D

Elstern haben wir nicht mehr in unserer unmittelbaren Gegend, seit es so furchtbar viele Krähen gibt <_< , aber bei unserem Nachbarn im Schornstein nisteten bis vor einem Jahr Dohlen. Die machten furchtbar viel Dreck, und ein halbwüchsiges Dohlen"küken" holte der Schornsteinfeger beim Kehren dort raus.
Das war witzig!

Der Nachbar rief über den Gartenzaun, ob ich vielleicht einen Käfig hätte, er hätte da einen Vogel rofl rofl :pfeifen:
Erst nahm ich das nicht ernst... aber er beharrte drauf. Ich hätte doch Kaninchen und so und das arme Viehch :huh: .
Also holte ich das "Tierarztshuttle" (einen kleinen Hasenkäfig) und machte es vogelgerecht fertig: 2 dickere Äste als Sitzstangen eingebaut, Streu unten rein, Wassernäpfchen hatte ich auch noch.
Im Schlepptau meine gerade von der Schule heimgekehrte Tochter zog ich mit dem Teil nach nebenan.

Ich wurde bereits erwartet: um den vollgeka..ten Küchentisch hopste zu meines Kindes großem Entzücken die Dohle, es sah dort aus wie auf dem Schlachtfeld und wider Erwarten war es nicht mal schwer, das verschüchterte Tier in den Käfig zu bringen. Sofort auf die Stange und sofort an den Wassernapf!
Nach einigem Beratschlagen einigten wir uns darauf, daß ich sie NICHT behalte (Zetermordblicke meiner Tochter!!!), sondern das Küken schnell zum Tierarzt kommt.

Der kümmerte sich gut (päppelte es auf).
Und der Nachbar hat endlich ein Drahtgeflecht in seinem Schornstein anbringen lassen... ;)

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 06.02.2008 02:59:58

Zitat
Nach einigem Beratschlagen einigten wir uns darauf, daß ich sie NICHT behalte (Zetermordblicke meiner Tochter!!!), sondern das Küken schnell zum Tierarzt kommt.



das kann ich mir vorstellen biene

aber ins gesamt eine sehr schöne geschichte, natürlich wie sie ausgegangen ist.

Hey Rossi,

ich vermute, dass Du in einem städtischen Gebiet wohnst. Amseln finden sich in gepflegten Anlagen noch gut zurecht. Die haben sich dem Menschen sehr angepasst.
Andere Singvögel finden da wohl wenig Nistmöglichkeiten und Futterangebot. Obstbäume (Insekten, Maden), Sonnenblumen und ähnliche "Dreckmacher", als Nahrungslieferer, sind in gepflegten Anlagen seltener anzutreffen.

Ich habe das Glück, im Naturdreck (obwohl relativ neues Haus) mit viel Gebüsch, Bäumen und einem Wassergraben zu wohnen.

Da zieht sich so einiges hin, was ich mit Inbrunst beobachte (wie gesagt, ich bin schon etwas schrullig). Elstern haben so manches Mal meine persönliche Natur-Idylle verstört.

Ich weiß nicht, welche Möglichkeiten Du hast, ein persönliches Biotop zu schaffen. Aber vielleicht kannst Du den Balkon im Frühjahr mit Grünzeug und Nahrungsangebot evtl. sogar Nistmöglichkeit so gestalten, dass der ein oder andere Piepmatz gerne bei Dir rastet.

Und an die Frau Elster: net schon wieder Gedanken machen - wir brauchen Dich auch!

Liebe Grüße, Daddel :blumen:

Bearbeitet von Daddel am 08.02.2008 15:44:14

Grüß Dich Daddel,
eigentlich wohne ich, na sagen wir mal, am Rande vom Zentrum, jedoch in einer sehr schönen, ruhigen Wohnanlage mit viel Park, Bäumen und Sträuchern. Das Nahrungsangebot für Vögel war und ist gut und, wie schon erwähnt, hatten wir jahrelang viele Vogelarten hier. Gerade heute habe ich ,mit verschiedenen Anwohnern, darüber gesprochen und sie fanden auch, daß kaum noch Vögel da sind. Ganz besonders vermissen wir die Buntspechte.

Gruß rossi :blumen:

Zitat (gitti2810, 06.02.2008)


das kann ich mir vorstellen biene

aber ins gesamt eine sehr schöne geschichte, natürlich wie sie ausgegangen ist.

Jo, gitti: danke :blumen: .
Niedlich war das Viehch schon irgendwie und sinnigerweise hatte ich vorher das Buch "Gute Nacht, Jakob" gelesen, eine wunderschöne Geschichte, wo es um eine zahme Dohle als Haustier geht :wub: .
Und als Kind hatte ich schon ein akutes Helfersyndrom, mit dem ich meine (verständnisvollen) Eltern drangsalierte: ausgesetzte, verletzte und hilflose teils halbtote Tiere anzuschleppen (so manchem war es die Rettung :) ).

Bloß ist es dann im Erwachsenendasein so, daß man vieles gelernt hat: ein Wildtier gehört notfalls in fachliche Hände und ansonsten in die Freiheit, Kinder (auch große) wollen immer gern alles behalten, was sie gerade sehen und toll finden und Muttern hat dann die Arbeit... :rolleyes: :wub: . Macht sie ja auch (gern), aber was nicht geht, geht nicht.

(Und ehrlich: so, wie nebenan die Küche aussah, stellete ich mir nicht gerade unser Haus in der Zukunft vor
:pfeifen:

Biene, Dein Helfersyndrom kenne ich auch.

Ich habe früher stundenlang am Gartenteich gehockt und halbertrunkene Käfer gerettet. Als ich mal eine Maus unserem Kater abgejagt hatte (die war so hübsch hellbraun mit scharzem Streif auf dem Rücken) wollte ich die auch behalten und pflegen. Nix. Mein Vater hat übrigens Wahnsinns-Angst vor Mäusen.

Hast Du einen Beruf, der Deinen Neigungen entgegen kommt?

Eben habe ich gefrühstückt - ich Toast, die Piepmätze draußen Körner. War richtig gemütlich. Rauhreif auf den Wiesen und Sonne, hach!

Und: ich habe heute das erste Mal Stieglitze beobachtet. Der Frühling kommt!!! :D

Liebe Grüße, Daddel

Bearbeitet von Daddel am 09.02.2008 11:41:39

Liebe Daddel :blumen: ,
beruflich habe ich durch meine Zeit im Zoofachhandel und als Aushilfe beim TA reichlich für mein Helfersyndrom und die Tiere tun können :wub: .
Gelernt habe ich jedoch mehr den Umgang mit Blumen und Pflanzen.
Ansonsten umgebe und umgab ich mich privat schon mein ganzes Leben damit und eben mit Tieren: seit den Kindersocken :) . Das schult gewaltig.
Pferde, Hunde, Katzen, Kaninchen... whatever.

Die Naturliebe ist mir wohl allerdings angeboren (mein Vater war Förster, da erklärt sich einiges): alles, was da draußen kreucht und fleucht und wächst bekam ich beizeiten fachgerecht erklärt- vor allem so, daß es nie langweilte, sondern man immer noch mehr wissen wollte ^_^ . Heimatkunde war neben Kunst in der Grundstufe mit Abstand mein leistungsstärkstes Fach :lol: .

Heute habe ich den Frühling draußen genossen... die Meisen sangen im Haselbusch (für mich DAS Frühlingsgeräusch überhaupt! :wub:) und das Rotkehlchen sah mir beim Terrassefegen zu, auf dem Friedhof stritten die Elstern herum ...hach, das ist wirklich zu schön! :)

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 09.02.2008 21:59:18

Da ich hier als zuverlässiges Nachtgetier bekannt bin, möchte ich Euch meine neueste akustische "Beobachtung" nicht vorenthalten.
Ich glaube nämlich, seit etwa 3 Wochen gibt es einen Uhu oder ähnlich Großes hier in der Nähe. Ja, haltet mich für verrückt, von mir aus... ein Uhu in der Stadt auf dem Kirchturm, ja ja ;) ...aber auf meine Ohren kann ich mich verlassen. Mann und Kind hören es ja auch.
Vom Einbruch der Dunkelheit und die ganze Nacht durch hört man vom Domplatz her ein klagendes "Buuho" in regelmäßigen Abständen. :blink: :yes: Mein Mann hat mal die Zeit gestoppt und kam auf etwa 13-Sekunden-Intervalle.

Waldohreulen klingen heller, Schleiereulen "schnarchen" und die Kleinen von denen fiepen manchmal (neben einer alten Kirche aufgewachsen und von meinem Vater "gecoacht", weiß ich zumindest was diese angeht, Bescheid) und Käuzchen rufen auch völlig anders. :huh:

Neulich abend sind wir mal um die Häuser gewesen, unser Nachhauseweg führte am Domplatz entlang. Es gibt dort ne Menge alte Bäume, alte Häuser und eben halt den Dom mit seinem Turm.
In dem Moment, als ich noch so dachte: 'na, meldet sich die Heuleeule denn mal?' ging es ganz laut: "Buuho.... buuho" über uns vom Turm her.
Wir fuhren regelrecht zusammen. Der Heilige Geist war DAS nicht, nee! :lol: .
Stehen wir abends rauchend auf der Terrasse, kommt der Eulengesang zuverlässig je nach Windrichtung lauter oder leiser, aber immer deutlich hörbar vom Domplatz her. Es ist immer dasselbe Tier.

So toll das ist... aber was tut der Uhu in der Stadt? Ich dachte immer, der bevorzugt die reine Natur und lebt dort in hohlen Bäumen oder so, aber doch nicht auf dem Kirchturm... oder doch? :verwirrt:

Waldohreulen im Stadtgebiet habe ich schon öfter mal sehen (und hören) können (daher kenne ich die Rufe). In einem uralten Baum hat mir mein Vater mal 20 Stück gezeigt: das sah aus! :lol: Der ganze Baum voller Eulen!

Biene, eine liebe Kollegin von mir ist auch Försters-Tochter.
Sie erzählt mir ganz sachgerecht Dinge der Natur, die mich auch manchmal zusammenzucken lassen. Sie hat einen hübschen trockenen Humor, und es macht Spaß, sich mit ihr zu unterhalten.

Und ich habe das Glück, heute Urlaub zu haben. Natürlich glotze ich jetzt beim Kaffeetrinken wieder nach draußen, wo es sehr lebhaft zugeht. Meine Körnermischung ist deluxe: Sonnenblumenkerne, Fettfutter, Mandelblättchen und Rosinen. Da kommt alles zu mir.

So ungewöhnlich sind Eulen und Uhus in der Stadt nicht. Die ziehen sich gerne in alte Gemäuer. In unserer Gegend gibt es eine Aktion, Kirchen und alte Bauten mit Nistmöglichkeiten für Eulen, Käuzchen, Falken und Fledermäuse auszustatten. Das wird sogar mit Landesmitteln gefördert.

Wenn ich abends meine letzte Fluppe vor der Tür rauche und der Nebel aus den Wiesen steigt höre ich oftmals ein schauriges "Schuuiii" aus der nahe gelegenen Böschung. Da komme ich mir vor wie in einem Edgar-Wallace-Krimi.

Allerdings - trotz Naturliebe: Die Fledermäuse sind mir net so ganz lieb. Für meine Begriffe kommen die mir bei der Mückenjagd so manches Mal zu nahe ans Haupthaar. Das ist sogar meinen Eltern aufgefallen, als ich abends mal bei Ihnen im Garten gesessen habe. Die Viecher sind ständig um mich rumgeflattert. Ziehe ich Mücken an? Stinke ich? :heul:

Na ja, ich komm' auch wieder runter ;) Und eine schöne Eulengeschichte kann ich auch erzählen, wenn es jemanden interessiert.

Viele Grüße, Daddel

Schreib sie bitte auf, die Eulengeschichte, Daddel :)

Deine und Bi(e)nes Geschichten sind so toll :applaus:

Danke Euch dafür :blumen:

Ach, Elsterchen und Daddel :freunde: ... es ist immer wieder toll zu sehen, wie eigentlich fremde Leute so viele Gemeinsamkeiten haben können, und wenn's Freud an der Natur und allem was um uns rum so lebt... und eben Geschichten sind. :wub:

Daddel, will auch Eulengeschichte hören... büdddeee!!! :blumen:
Du hast mir mächtig weitergeholfen: Uhus also auch nicht so selten in der Stadt? Aha... ich update mein Weltbild. :) Eben war ich draußen schmöken :smoke: ... "buuuho...buuho" scholl es stereotyp vom Dom.
Gestern abend hat es ihn gar in unsere direkte Nachbarschaft verschlagen: es heuleeulte ganz laut aus der Nähe! Aber gesehen habe ich ihn nicht. Mögen ihm die Mäuse im Kompost frommen. :sabber:

Der Arme hat noch immer keine Braut gefunden, wie's aussieht. :(

Am Futterhaus liefern sich die Buchfinken mit den Grünfinken Bandenkriege, in die sich die Meisen jedoch nicht einmischen, sondern auf dem Fliederbaum klug abwarten. Einmal verflog sich ein großer Eichelhäher auf die Terrassenmauer und schon war Ruhe!
Richtig bunt bestückt war winters unser Futterhaus, als wir vor 8 Jahren direkt am Waldrand wohnten. Das war eine Schau direkt vor der Küchentür zur Terrasse: Buntspechte, Häher, Kleiber, die Finken... sogar Dompfaffen leuchteten knallrot ab und an mal dazwischen. Kommt besser als Fernsehen ^_^ .

Meine Tochter (damals 9) jubelte, als ihre Bemühungen Früchte trugen: sie hatte die eigentlich zum Backen bestimmten Haselnüsse mit ins Futterhaus gestreut und richtig: 2 Eichhörnchen kamen zu Gast. "Mama, guck mal... die Hörner sind da!" (ich suchte die Nüsse wie blöd)..."och, wie süß- tatsächlich!" guckte ich raus... fragte mich... und die Erkenntnis dämmerte auf. :lol: rofl

Die Eulengeschichte (die sehr menschlich ist).

Seit langer Zeit nistet jährlich ein Schleiereulenpärchen in der Scheune nebenan vom meinem Elternhaus. Mehrmals im Jahr kommt ein Naturfreund, ein Ehrenamtlicher vom Vogelschutzverein, um nach den Eulchens zu schauen. Der freut sich über jedes auf dem Boden liegende Gewölle halb tot. Mein Vater leiht ihm zum Gucken seine ausziehbare Alu-Leiter.

In einem Jahr kam er so oft zum Eulenbeobachten, dass mein Vater schließlich gebrummt hat: "Jetzt schickt's aber langsam. Du machst die Vögel ja ganz nervös"

Es kam raus, dass er nicht nur die Eulen, sondern auch meine große Schwester gerne beobachtet hat. Sie ist auf ihn eigentlich nicht so abgefahren. Trotzdem hat er sie an einem Abend überredet, sich auf die Gartenbank zu setzen, um die Eulen beim Ausschwärmen zu beobachten. Die zwei haben dann auf der Bank gesessen und erst mal ein zwei Bierchen gezischt.

Meine Schwester hat, um dann die schöne gelockerte Stimmung zu erhalten, heimlich eine Flasche "Schlitzer Burgenkümmel" aus dem Vorratsschrank stibitzt. Ich kenne das Zeug: geht runter wie nix, ist schön süß und sämig - und gefährlich.

Um halb eins wollten meine Eltern ins Bett, und mein Vater ist noch mal raus und hat die beiden angezählt: "Jetzt aber Schluss, es ist spät genug"!

Die beiden sind aufgestanden. Meine Schwester ist gleich umgefallen. Der Naturfreund hat sich an meinem Vater festgeklammert. Mein Vater hat ihn dann nach Hause gefahren (musste unterwegs zweimal anhalten). Meine Schwester schlief über der Klobrille ein.

Am nächsten Tag war Bombenstimmung im Haus. Meine Mutter hat einen Graus vor sämtlichem Nachtgetier, und die Eulen waren ihr schon immer ein Dorn im Auge. Sie hat den ganzen Tag geschimpft und die Eulen dafür verantwortlich gemacht, dass ihre Tochter jetzt ja wohl zur Alkoholikerin geworden ist. Der Naturfreund hat sich eine ganze Weile nicht mehr blicken lassen.

Mittlerweile aber kommt er wieder mehrmals zu seinen Lieblingen. Meine Schwester hat einen anderen geheiratet (sein Lieblingshobby: Drachenfliegen). Und die Eulen sind auch noch da (die x-te Generation).

Übrigens: es war wirklich MEINE SCHWESTER, nicht ich, wenn der Verdacht aufkommt. Ich war damals erst dreizehn.

Viele liebe Grüße, Daddel :blumen:

rofl rofl rofl
Das ist die beste Geschichte (und großartig erzählt!), die ich seit langem gelesen habe!!!!!
Danke, Daddel: das hab ich jetzt nach total stressigem Tag und nervigem Gemahl echt gebraucht. :wub:

(Und was mir noch so einfällt: da sei dem Kümmel Dank, daß nicht mehr passiert ist als 2 Volltrunkene und ein tobendes Elternpaar :lol: ... :pfeifen: Und auch die Eulen in der Nachbarscheune blieben.
Euer Bogenkümmel muß ja genau so ein gefährliches Giftchen sein wie unser "Bullenschluck" hier :D )

Liebe Biene,

freut mich, dass Dir meine Erzählung gefällt. Die besten Geschichten schreibt eben das Leben. Ich höre sehr gerne den Erzählungen anderer zu, und ich erzähle auch selbst sehr gerne.

Meine Mam hat dafür auch ein großes Talent. Sie erzählt immer noch viele Geschichten aus ihrem Heimatdorf. Eines hätte sie allerdings nicht tun dürfen: mir im Alter von ca. 10 Jahren abends als Gute-Nacht-Geschichte die Begebenheit von der "weißen Frau" zu berichten, die nachweislich in ihrem Dorf rumgespuckt hatte. Mann, hatte ich Alpträume.

Heute war ich auch wieder bei Ihr. Eine Nachbarin war gerade da, und die haben den neuesten Klatsch durchgehechelt. Ich habe mich zurückgelehnt und genüsslich zugehört, gerade weil sie auch noch im besten heimischen Platt reden, was absolut am Aussterben ist.

Jetzt bin ich doch ein bisschen ins :offtopic: geraten. Und ich überlege mir, ob ein Thema "Eigene Geschichten" für viele vielleicht recht interessant sein könnte.

Ich denke, ich werde mal ein bisschen rumsuchen, ob es solche Foren gibt.

Ich hoffe, Dein Gemahl hat mit dem Nerven aufgehört. Erfahrungsgemäß beruhigen die sich nach einem guten Essen vor'm Fernseher wieder. Und der Uhu scheint wirklich ein Männchen zu sein. In der Vogelwelt schreien meistens nur die Männchen rum - Balzgehabe eben. Ich hoffe, dass er bald 'ne Frau kriegt.

;) Grüßle, Daddel

Tolle Geschichte, herrlich erzählt rofl
Danke, Daddel :blumen:

Zitat (Daddel, 13.02.2008)
Ich hoffe, Dein Gemahl hat mit dem Nerven aufgehört. Erfahrungsgemäß beruhigen die sich nach einem guten Essen vor'm Fernseher wieder.
Und der Uhu scheint wirklich ein Männchen zu sein. In der Vogelwelt schreien meistens nur die Männchen rum

Du paßt in die Welt :lol: aber echt! :blumen:

Er hat aufgehört, und zwar genauso, wie es Deinem (und meinem) Erfahrungsstand entspricht: fütttert man ihn schnellstens und reichlich und redet ihm freundlich zu, sich doch erstmal ein Weilchen auf die Couch zu legen :pfeifen: bis das Werderspiel losgeht ("Ja, Dicker, ich wecke dich auch") entschärft dies das Balzgeschrei effizient.
Jetzt ist er selig über ein tolles 3:0 (nach erheblichem Stubengeschrei 90 Minuten lang- aber das galt dem Fernseher :D ).
Klein getippt wg. :offtopic:


Nicht nur in der Vogelwelt schreit das Männchen am lautesten und meisten... :pfeifen: rofl

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 13.02.2008 22:31:55

Ich kann das :offtopic: doch nicht so ganz lassen. :D

Leider (?) habe ich derzeit keinen Balzhahn auf dem Sofa. Vielleicht flattert ja mal wieder was durchs offene Fenster. Der wird dann erst mal durch Nüsschen zahm gemacht und dann für die Küchenarbeit abgerichtet.

So, jetzt geh' ich ins Bett.

Gut's Nächte, Daddel
:blumenstrauss:

:lol: :lol: Setz Dich ins Küchenfenster und heule klagend in die Nacht...
Aber ehrlich, ich sag Dir: ohne Balzer am Platze ist das Leben so schön ruhig, keiner kräht Dir rein und weiß alles "besser", kein Streß, keine sinnlose Rederei... Ob abgerichtet oder nicht: irgendwann werden sie alle so. :rolleyes:
Da ist man selig, abends den Hühnerstall abschließen zu können.

Nach den letzten Schilderungen weiß ich nicht, ob ich noch klagen soll ;) .

Vor ein paar Jahren legte ein neu hinzugezogener Nachbar zum Entsetzen meiner Mam einen riesigen Naturteich im angrenzenden Garten an. Natürlich zogen sich nach kurzer Zeit jede Menge Frösche und Kröten dahin. Meine Mam mit Amphibien-Phobie würde beim Anblick von jedem Frosch am liebsten die Feuerwehr rufen. Und die Viecher machen gerade nachts, wenn sie eh' unruhig schläft, einen Heidenlärm. Ihre Herzbeschwerden schiebt sie zum Teil auf sie.

Seit letztem Jahr hat meine Mam einen neuen Freund. Ein Graureiher. Diese Vögel sind ewig hungrig und wurden in unserer Gegend in den letzten Jahren immer mehr. Der hatte dann innerhalb kürzerer Zeit den Teich "leergefischt" so dass letztes Jahr zur besten Froschplärrzeit nur noch ein einzelner verschüchteter Überbleibling ab und zu mal ein "wooooook" hören ließ.

Meine Mam meinte wohlwollend "Den müssen wir uns halten" (den Graureiher).

Mittlerweile habe ich meine Gartenfreunde wohl sehr verwöhnt, sie zänken schon rum in der Dämmerung, wenn ich im Bett liege, und noch kein neues Futter gestreut habe.

Bald sollte ich denen wohl nix mehr geben, der Frühling ist stark im Kommen. Mann, schon überall Krokusse und Schneeglöckchen. Ich freue mich auf die Schwalben (mein Vermieter nicht).

Grüßle, Daddel :D

Bearbeitet von Daddel am 14.02.2008 23:09:50

ICH SCHMEISS MICH WECH rofl
Du schreibst zuuu herrlich! Ich verspreche Dir: wenn Du je Deine Memoiren herausbringst: ich nehme die Exemplare des Buches im großen Stil ab , denn das ist auch was für meine Familie zu lesen. :blumen:

Ich glaube, ich werde beim nächsten Anblick eines Graureihers (die es hier bei uns zuhauf gibt: sehr zum Mißvergnügen sämtlicher Outdoor-Zierfischliebhaber von Kois und Goldfischen und zum Ärger der Angler :ph34r: ) oder Frosches ungehemmt loskichern müssen :lol: .

Dein Terrassengeflatter verwöhne mal nicht zu sehr, weder friert es Stein und Bein, noch liegt Schnee. ;) Jaja, ich weiß, Du liebst sie... aber bedenke das Drama und wie es sich bildlich macht, wenn die Vögelchen zu fett zum Würmer- und Käferfang werden!
Ganz zu schweigen von anderen Dingen... :huh:

rofl rofl
LG, Biene

so da hab ich doch was für euch gefunden

leider kann ich nicht füttern, denn mein kater bekommt einfach genug zufressen.

aber es ist schön euch zulesen.

Freu!

Liebe Gitti, da hast Dur mir ja eine richtig schöne website empfohlen. Ich habe lange darin geschmökert und viele interessante Beiträge gefunden. Vielen Dank!!! :blumen:

Mit meiner Fütterung habe ich es wohl ganz richtig gemacht. Bei der Rubrik "Nistkästen" fiel mir NOCH eine Geschichte ein.

Die ist jetzt wirklich meine letzte, nicht dass ich in den Ruf einer Erzählsüchtigen komme, bei derem Mitteilungsbedürfnis man irgendwann anfängt, zu gähnen.

Meinem Vater, ein kantiger Landwirt mit realister Einstellung zur Natur, wird das Herz beim Federvieh butterweich. Wenn er mal Zeit hat, zimmert er Futterhäuschen und Nistkästen für seine Lieblinge. Er hat sich genau über entsprechende Bauanleitungen (Bauweisen, Standorte usw.) informiert. In einem Jahr hatte er mal mehr Zeit dafür und ca. 10 Nistkästen gebaut und in seinem Wald aufgehängt. Er war sehr erfreut, dass alle Nistkästen im Frühjahr gut angenommen wurden und viele Meisenpärchen ein Zuhause fanden. Im Spätherbst wollte er die Kästen dann grundsäubern und für das nächste Frühjahr fit machen.

Er fiel fast von der Leiter, als er den ersten Kasten öffnete und dort schlafende Siebenschläfer vorfand (er hat einen unheimlichen Graus vor Mäusen). Er hat das Ding gleich wieder zugeklappt. Er ist dann vorsichtig zu den nächsten Kästen und hat im weiteren festgestellt, dass ungefähr die Hälfte "seiner Häuser" von Siebenschläfern und Haselmäusen für den Winterschlaf genutzt wurden. Das hat ihm einen ziemlichen Dämpfer verpasst und er hat die Aktion dann leider aufgegeben. Ich habe ihm erklärt, dass diese Tiere eigentlich keine Mäuse, sondern Bilche sind. Das hat ihm aber auch nicht geholfen.

Seine Aktivität beschränkte er dann auf Haus und Hof. Er hat bei seinen Bauten, nach einem Fachblatt, millimetergenau das Einflugloch geschnitten, damit nur Meisen oder kleinere Singvögel darin brüten.

Ein Dorn im Auge waren ihm immer Spatzen. Die waren sehr zahlreich und sind in Scharen über die Getreidefelder hergefallen. Deshalb die Piefigkeit mit dem Einflugloch. Trotz exakter Größe hatte ein Spatz es mal versucht, sich einen seiner Kästen zum Zuhause zu machen. Der Spatz kam zwar rein, aber nicht mehr raus. Mein Vater fand den armen Kerl ein paar Tage später verhungert im Einflugloch steckend.

Im Garten, am Zwetchgenbaum, hat er schließlich einen Nistkasten angebracht und mit dickem schwarzen Filzschreiber in großer Schrift, so dass man es aus 20 Meter Entfernung lesen konnte, geschrieben "No Spatz".
Der Kasten war von der Wohnküche aus dem Fenster raus gut zu erkennen. So manche Besucher haben verwirrt nach draußen geschaut und sich über die Erklärung hierfür sehr amüsiert.

Es hört sich schon ein bisschen skurril an. Ich hoffe, dass das von niemandem als Seemanns- oder "Vogelgarn" empfunden wird. Es war eben so.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele nette Antworten in meinem Thread kriege.

Vielen Dank Ihr Lieben


:blumenstrauss: :D , Daddel

Zitat (Daddel, 13.02.2008)
Und der Uhu scheint wirklich ein Männchen zu sein. In der Vogelwelt schreien meistens nur die Männchen rum - Balzgehabe eben. Ich hoffe, dass er bald 'ne Frau kriegt.

;) Grüßle, Daddel

Der Uhu führt übrigens eine monogame Dauerehe. ;)
Der Ruf des männlichen Uhus ist tiefer, der des Weibchens höher....also wirds richtig lustig, wenn die beiden anfangen, sich über eine grössere Entfernung zu unterhalten und dein Häuschen dazwischen liegt.....quasi Stereo. :D
Daddel Geschrieben am: 15.02.2008 16:16:04
Zitat
Die ist jetzt wirklich meine letzte, nicht dass ich in den Ruf einer Erzählsüchtigen komme, bei derem Mitteilungsbedürfnis man irgendwann anfängt, zu gähnen.

daddel nein! nicht aufhören ist doch schön.

aber das mit dem drauf schreiben, sowas kenne ich auch. :lol:
meine eltern hatten mal 100 hüner, weiße leghorn, und die können sehr gut fliegen (jeden fals unsere).
und im garten neben unseren hünerhof, war ein dorfbewohner der uns nicht mochte. den garten allerdings unsere hüner.
so stellte er mal schilder auf in genau 20 cm über den boden ja das war im dorf rumm wie nix. alle, aber wirklich alle, fragten meine mutter ,, na renate, haste auch schon nen lehrer angeheuert, um deinen hünern das lesen beibringen zu lassen? ´´
er hatte die schilder c.a. 2 wochen aber nicht länger stehen lassen.( wurde wohl zu sehr gepisackt) (IMG:https://www.cosgan.de/images/midi/froehlich/d040.gif)(IMG:https://www.cosgan.de/images/midi/boese/a050.gif)
Zitat (Undie, 15.02.2008)
Der Uhu führt übrigens eine monogame Dauerehe. ;)
Der Ruf des männlichen Uhus ist tiefer, der des Weibchens höher....also wirds richtig lustig, wenn die beiden anfangen, sich über eine grössere Entfernung zu unterhalten und dein Häuschen dazwischen liegt.....quasi Stereo. :D

Hör bloß auf, Undie - ich bin eh' manchmal schlaflos, wegen ohne Schallschutzfenster.
Gitti, ich glaube, dass Vögel lesen können, und sich über Warnschilder heimlich kaputtlachen.

OK, ist die allerletzte Geschichte; es ist Freitag, ich kann morgen ausschlafen und hab' Entspannung.

Meine älteste Schwester studierte in den 80igern in Göttingen und kam am Wochenende immer heim. Ihren grünen Käfer parkte sie auf dem Hof.
Zu der Zeit brütete ein Bachstelzenpärchen in der Nähe. Ein Vogel (wohl ein männliches Exemplar) hatte im Seitenspiegel ihres Autos seinen Gegenspieler erspäht und ständig mit ihm gekämpft. Endeffekt war, dass nach dem Wochenende Außenspiegel und Autotür völlig b.sch.ss.en ausgesehen haben.

Mein Vater hat dann einen alten Badezimmer-

Es kam aber der (etwas nervige) Nachbar vom gegenüber liegendem Haus und fragte meinen Vater, was denn der Spiegel an der Scheunenwand soll.

Mein Vater hat ihm dann ganz ruhig erklärt, dass er den Spiegel im Winkel so angebracht hätte, dass er vom vom Wohnzimmer aus jetzt seine Küche beobachten kann und jeden Tag weiß, was seine Frau und er so essen tun. Der Nachbar hat nichts mehr gesagt und ist heim.

Viele Grüße, Daddel :)

Habe gestern aus meinem Küchenfenster beobachtet wie eine Elster sich mit einer Katze auf dem Garten Hausdach angelegt hat ,kann ich dir sagen die Katze zog ganz schnell ab.Habe ich noch nie, so was gesehen. Elstern sind bei uns im Garten eine Plage die ganzen Singvögel haben sie vertrieben :pfeifen: :deppenalarm:

Bei uns sind Elstern sehr auf der Hut. Sobald man ein Geräusch macht, flattern sie davon. Anders als die Singvögel, die gemütlich sitzen bleiben und sich anscheinend dadurch beschützt fühlen.

Mittlerweile gibt es schon nicht mehr so viel Winterstreufutter zu kaufen. Aber ich möchte meine Lieblinge so ungern enttäuschen (auch wenn Die Bi(e)ne mich jetzt ein bisschen zuppeln würde).
Ich merke die Mordblicke der Vögel durch das Fenster, wenn ich bei Kaffee und fettem Quark-Marmeladen-Brötchen sitze und die draußen nix finden.

Wenn ich im Supermarkt kein Futter mehr kriege, kann ich auch auf Backzutaten zurückgreifen: Mandeln, Mohn, Rosinen oder in der Knabberabteilung Nüsschen (natürlich vorher waschen, wegen dem Salz).

Einen "Katzenkampf" habe ich mal etwas anders erlebt. Unsere Katze, eine hübsche graugetigerte, hatte sich zum Schläfchen in eine sonnige Erdbeerreihe gelegt. Aus dem Küchenfenster beim Mittagstisch haben wir beobachtet, wie plötzlich ein Bussard auf das Erdbeerbeet runterstieß. Unsere Katze sprang mit ausgestreckten Krallen hoch, der Bussard gab Fersengeld. Der hatte sie wohl mit einem Karnickel verwechselt.

:blumen: Daddel

Bearbeitet von Daddel am 21.02.2008 20:14:39

Im Reform Haus oder bei DM Drogeriemarkt kannst du auch was für die Piepser finden.

Daddelchen MUSS Gutes tun! :wub: :lol:
1.Dem Supermarkt, der froh ist, seine zentnerweise am Lager befindliche Marge an Winterfutter DOCH noch zuverlässig abzusetzen (wenn Du bei Euch nichts mehr findest, komm zu mir an den Allerstrand: unser E-Center küßt Dir die Füße und Du wirst Ehrenkundin! :blumen: ),
2.den Herstellern, die sich über die absatzorientierte Kundin freuen und den erpresserischen Flattertieren vorm Fenster, ^_^ :lol:
last not least den Fensterscheiben... denn wer weiß, was Deine gefiederten Freunde anstellen werden, wenn Du sie auf Diät setzt :o .

Aber laß man: mein Vater war genauso, zumindest später im Alter: Kohlmeisen, Spatzen und Co trampelten schon morgens im Futterhaus vor dem Schlafzimmer rum und pickten an die Fensterscheiben: "Klaus-komm raus-Hunger ist ein Graus", das ganze Jahr über, sommers wie winters :rolleyes: .
Bloß die Rotschwänzchen, Schwarz- und Singdrosseln benahmen sich erzogen und gartennützlich würmer- und käfersuchend in den Blumenbeeten. :blumen:

Was bei uns hier sehr niedlich ist: ab Spätfrühjahr haben wir immer Zaunkönige in unserem Haselbusch: die schwirren überaus putzig bis in den Hof, zu den angeklappten Kellerfenstern und holen sich dort die Spinnen. :)

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 22.02.2008 00:00:01

...gibt es bei Euch keinen"Fressnapf"dort gibt es Futter in allen Varianten...auch für Vögel. Ich kaufe dort lose Erdnüsse und Sonnenblumenkerne. Die Vögel kommen in Scharren..........
Carolin :rolleyes:

Liebe HannaS, danke für den Tipp! DM-Märkte gibt es bei uns nicht, aber ein Reformhaus. Oje, das wird dann wohl teuer :(

Carolin 112, so etwas wie einen "Fressnapf" haben wir nicht. Ist das eine Tierhandlung? Wir haben bei uns einen sogenannten "Landhandel", ein Markt mit allerlei Produkten für Garten, Haus und Tierversorgung. Da werde ich mal schauen.

Auf die Idee mit der Fütterung kam ich vor ein paar Jahren, als ich, wieder mal am Frühstückstisch sitzend, beobachtete, wie Meisen und Rotschwänzchen Insekten von meiner Terrasse (Spinnen und Asseln gibt es da viele) pickten. Spinnen und Asseln lieben anscheinend auch mich und meine Wohnung. Die Gegenliebe von mir hält sich in Grenzen. Für mich ist es, neben der Freude am Beobachten, auch eine natürliche Insektenbekämpfung.

Im Frühjahr/Sommer muss (oder sollte) ich eh' nicht mehr füttern. Die Meisen, die im Winter fleißig Körnchen spachteln, spezialisieren sich dann eher auf Maden und Würmchen, mit denen sie ihre Brut füttern. Das ist für mich auch ein Vorteil: Baumschädlinge (wir haben viele Obstbäume) werden natürlich reduziert.

Bi(e)ne, Du hast einen Haselbaum vor der Tür? Ich bin so einer - vom Baumhoroskop her. Du bist ja oft auch ein Nachthörnchen, und je kleiner ein Piepmatz, desto lauter sein Geschrei in der Morgendämmerung, da wo Du vielleicht erst ins Bett kriechst. ;) Hast Du Schallschutzfenster, ein dickes Fell oder Ohrenstöpsel?

Danke Ihr Lieben!!! :blumen:

:lol: Der Haselbaum steht bei uns hinten im Garten, so ca. 40m vom Haus weg. Zudem sind die Zaunkönige nette, leise Gesellen, wie ich finde.
Und ja, wir haben hier Schallschutzfenster. "Hier" bezüglich auf meine "neue" Heimat Niedersachsen).
Mit Oropax schlafe ich sowieso, was seinen Grund nicht im Gezwitscher draußen (das ist ja schön) sondern im Geschnarche drinnen neben mir findet <_< . Da hilft auch meine Schwerhörigkeit nix :rolleyes: .

Die trampelde morgendliche Kostgängerinvasion meines Vaters fand in meiner alten Heimat in Sachsen-Anhalt statt.
Dort gab es keine Schallschutz-, sondern Doppelfenster (zum Putzen mußte man die beiden Hälften auseinanderschrauben :rolleyes: ), die weder Lärm abhielten noch nennenswert isolierten.
Von der Futterhaus-Stampede wachte man wirklich auf, schließlich wurde nachhaltig auch noch ans Fenster geklopft! :ph34r:

bei "Fressnapf" gibt es Futter für alle Tiere und Zubehör-gibt es eigentlich in allen großen Städten........ :rolleyes:
-2kg Erdnüsse und ca. 2 kg Sonnenblumenkerne fressen die Vögel , würden wohl noch mehr fressen.........

Also ins Reformhaus würde ich dafür nun nicht extra gehen... Der Landhandel müßte Vogelfutter auch haben (und vor allem preiswerter).
Freßnapf, ein Discounter rund ums Haustier ist in größeren Städten fast überall vertreten (Klickst Du hier, da findest Du vielleicht auch ne Filiale in Deiner Nähe). :)

Huhu, Ihr lieben Vogelfreunde! :blumen:
Soeben auf ARTE gesehen:

Elstern gehören zu den wenigen tierischen Lebewesen, die eine Ich-Identität haben!!!

Im Gegensatz zu beispielsweise Schimpansen sind sie in der Lage, sich selbst in einem Spiegel wahrzunehmen. In dem Test wurde verschieden Tieren ein gelber Punkt ins Gesicht, bzw an den Hals geklebt. Die Elstern gehörten zu denen, die diese Markierung als fremd empfanden und versuchten, sie zu entfernen. Diese kognitive Leistung kriegen nur wenige Tiere hin, unter anderem fielen auch die Raben durch (sorry, Abraxas :blumen: )
Zum Vergleich: Kinder sind ab circa anderthalb Jahren in der Lage, sich selbst im Spiegelbild zu identifizieren!

Die nächste Fressnapf-Filiale gibt's nach meinen Recherchen in weiter Ferne (Fritzlar, Chemnitz).

Ich wohne im windigen Nord-Ost-Hessen.
Ich werde den örtlichen Landhandel mal aufsuchen. Mein Vater kennt den Geschäftsführer, und er weiß ein bisschen was über seine Vergangenheit. Vielleicht kommt ein guter Handel zustande.
Bitte nicht erschrecken! Vielen Dank für Eure Anregungen. :blumen:

Liebe Grüße, Daddel

Na das ist ja interessant! :blumen:
Danke, Heiabutzi! :blumen: Elstern sind wirklich intelligent, aber das mit der Ich-Wahrnehmungsfähigkeit ist mir neu.

(Wegen der Raben will ich nix sagen ^_^ , aber daß Schimpansen gar nicht sooo dolle sind, hab ich ja schon immer geahnt. Allerdings mag das eine subjektive Ansicht meiner Wenigkeit sein: ich mag Vögel lieber als Affen :D )

@ Daddel: wieso erschrecken? Du wirst doch bestimmt keine mafiösen Vogelfutterdeals abziehen? :lol: :lol:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 22.02.2008 21:36:52

Zitat (Daddel, 22.02.2008)
Die nächste Fressnapf-Filiale gibt's nach meinen Recherchen in weiter Ferne (Fritzlar, Chemnitz).

Ich wohne im windigen Nord-Ost-Hessen.
Ich werde den örtlichen Landhandel mal aufsuchen. Mein Vater kennt den Geschäftsführer, und er weiß ein bisschen was über seine Vergangenheit. Vielleicht kommt ein guter Handel zustande.
Bitte nicht erschrecken! Vielen Dank für Eure Anregungen. :blumen:

Liebe Grüße, Daddel

Also, da ich deine genaue Adresse nicht weiß, habe ich nur mal so Kassel in die Maske bei Fressnapf eingegeben, da kamen allein in dieser Stadt 2 Filialen, in der Umgebung nochmals 2.

Hier ist der Link, vielleicht gibts doch noch 'ne verfressene Nahlösung? ;) Chemnitz ist zugegebenermaßen bissel weit... rofl

http://www.fressnapf.de/marktfinder/

Oh-2 Seelen-ein Gedanke! :lol:
Genau den Marktfinder hatte ich auch verlinkt . Na, wenn es nun kein Vogelfutter zu finden gibt, weiß ich auch nicht. :)

Hey Schnauf, Bi(e)ne - genial!!!

In Fulda gibt es so etwas, und meine Schwester wohnt da! Na, dann klappts ja auch mit dem Futter, danke Ihr Süßen :blumenstrauss:

Wie immer sitze ich jetzt beim Käffchen und glotz' raus. Und mir kommt der Verdacht, dass ich einiges zuviel tue. In meine Mischung mache ich auch Mandelblättchen. Die sind innerhalb kurzer Zeit von den Meisen verspachtelt. Die haben nicht mehr die Mühe, sich in ehrlicher Arbeit einen Sonnenblumenkern aufzuhacken - sie liegen quasi auf einer Chaiselonge und lassen sich die Trauben in den Hals fallen (wie die dekadenten alten Römer).

Es ist mein Erbgut! Meine Mam ist auch so. Die backt Torten zum Umfallen. Ein Bekannter kam mal zu ihrem Geburtstag zum Gratulieren. Der wollte eigentlich auch gleich wieder weg. Meine Mam hat ihn bewegt, zu bleiben.

Er wurde an den Kaffeetisch gezwungen. Meine Mam: "Was soll ich Dir denn auftun?". Der Arme: "Ach nichts, weißt' ja, habe Diabetis und mache auch jetzt ein bisschen Diät". Mam: "aber ein halbes Stückchen geht doch!" (Kampfblick).
Er: "Ja, ein halbes nehm' ich".

Halb zog sie ihn, halb sank er hin. Er hatte dann schließlich 3 Tortenstücke gegessen und war dann 3 Tage krank.

Ich möchte ja nicht, dass meine Außen-Haustiere ein ähnliches Schicksal erleiden, aber ein bisschen Fütterung werde ich weiterhin machen (natürlich nicht mit Torte).

Liebe Grüße, Daddel :blumen:

ich kann mir das gut vorstellen. wie du da sitzt.

(IMG:https://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_73.gif)
und zum weiter schauen

Bearbeitet von gitti2810 am 23.02.2008 12:29:45

Zitat (Daddel, 21.02.2008)
Einen "Katzenkampf" habe ich mal etwas anders erlebt. Unsere Katze, eine hübsche graugetigerte, hatte sich zum Schläfchen in eine sonnige Erdbeerreihe gelegt. Aus dem Küchenfenster beim Mittagstisch haben wir beobachtet, wie plötzlich ein Bussard auf das Erdbeerbeet runterstieß. Unsere Katze sprang mit ausgestreckten Krallen hoch, der Bussard gab Fersengeld. Der hatte sie wohl mit einem Karnickel verwechselt.

Ich habe auch schon öfter erlebt, das der Stubentiger Reissaus nehmen musste.
Besonders wenn eine sehr mutige Katze meint, das sie es mit einer Möwe aufnehmen könnte. :D

Lach mich schief!!!! rofl
Sowas habe ich mit einem ausgewachsenen, an sich sehr wehrhaften Schäferhund erlebt: Mit meiner Aysha zum ersten Mal am Meer, und sie meint, das trockene Brötchen könne sie einfach einsammeln :pfeifen: :pfeifen: .
Da hatte sie die Rechnung ohne 2 kapitale Seemöven gemacht... fiepend schoß sie mir hinterrücks, verfolgt vom wütenden Jagdgeschwader, zwischen die Beine... ich fiel und krallte mich im Schreck an meinen Mann...
Alles rollte im Sand, meine Tochter erlag fast einem Lachkrampf, Mann schimpfte und das Geschwader verschwand mit dem Brötchen. ^_^

Seiten: (20)Zurück2 / 20Weiter»|
Neues Thema Umfrage