Morbus Meniere


Muß mal was fragen. Am Donnerstag ist mir richtig Angst geworden. Hatte Schwindelanfälle,war kurz vor einer Bewußtlosigkeit.Hatte mich erbrochen. Rettungsdienst brachte mich ins Krankenhaus.Zahlreiche Untersuchungen ergaben schwere Meniere (chronisch). Hatte schon öfter Probleme diesbezüglich,war allerdings nie sooo schlimm. Wer hat damit Erfahrung?Kann ich irgendwie vorbeugen,damit mir so eine Ohnmacht nicht wieder passiert ?


Hm also ich würd das berücksic htigen, was im Wikipedia-Artikel zu steht. Aber den haste ja sicher schon gelesen.

Morbus Meniere

Also sportliche Betätigung, salzarme Diät, kein Lärm, Alkohol, Nikotin und Stress. Ich glaub nicht, dass es ansonsten irgendwelche "Hausmittelchen" zu gibt, is ja nun schon ne etwas speziellere Krankheit.


Wieso fragst du nicht den behandelnden Arzt? Der weiß es am besten.


HNO Arzt hat mir Notfalltabletten verschrieben.Und auch Bewegungsübungen um diese Flüssigkeit im Ohr zu lösen gezeigt.Aber,wie ich es verhindern kann,daß es garnicht erst so weit kommt,kann er mir nicht sagen.


Zitat (Dena @ 09.03.2008 17:21:34)
Wieso fragst du nicht den behandelnden Arzt? Der weiß es am besten.

Das ist eben das Problem!
Meine Mutter litt jahrelang an Morbus Meniere, ich werde nicht den langen Leidensweg aufzählen, den sie erlitt, durch verschieden ärztliche Institutionen. :ph34r:

Bis heute gibt es so gut wie keine Heilung, man wird medikamentös behandelt, z.B. Medikamente gegen Übelkeit.

Auch ich habe damit zu tun, zwar in leichterer Form, kann aber daher kein Fahrrad mehr fahren.
Wir zwei, hatten schon einmal mit diesem Thema einen leichten Disput,
wo ich Dir wünschte, auf Grund deines jungen Alters, dass Du nie den Gang durch ärztliche Institutionen antreten musst.
:blumen: Sailor

Irgendwie habe ich auch das Gefühl ,daß mir kein Arzt helfen will. Fahrad geht schon lange nicht mehr. Macht deine Mom auch diese Lagerungsübungen?


Zitat (verona @ 09.03.2008 18:31:38)
Irgendwie habe ich auch das Gefühl ,daß mir kein Arzt helfen will. Fahrad geht schon lange nicht mehr. Macht deine Mom auch diese Lagerungsübungen?

Wahrscheinlich nicht kann, weil zu wenig bekannt ist.

Meine Mutter lebt schon seit ein paar Jahren nicht mehr. :(
Sie bekam sogar Krankengymnastik, trotzdem überfielen sie Anfälle hin und wider.
Bei mir tauchen sie auch bei großem Stress, Überforderung und Kummer aber auch bei großer Freude auf, was man leider aber nicht verhindern kann.
Ich denke, man muss lernen damit zu leben und es gelassen hin zu nehmen Und die Tabletten gegen Schwindel und Übelkeit immer bei sich zu haben :hmm:
:blumen:

Zitat (Sailor @ 09.03.2008 17:58:25)
Das ist eben das Problem!
Meine Mutter litt jahrelang an Morbus Meniere, ich werde nicht den langen Leidensweg aufzählen, den sie erlitt, durch verschieden ärztliche Institutionen. :ph34r:

Bis heute gibt es so gut wie keine Heilung, man wird medikamentös behandelt, z.B. Medikamente gegen Übelkeit.

Auch ich habe damit zu tun, zwar in leichterer Form, kann aber daher kein Fahrrad mehr fahren.
Wir zwei, hatten schon einmal mit diesem Thema einen leichten Disput,
wo ich Dir wünschte, auf Grund deines jungen Alters, dass Du nie den Gang durch ärztliche Institutionen antreten musst.
:blumen: Sailor

Du, ich hab trotz jungem Alter genug Dinge mit denen ich Ärzte konsultieren muss... otthopädische Probleme, die mir jeden Tag Schmerzen bereiten, und eine chronische Krankheit, die den Alltag echt anstrengen macht. Aber Fachleute sind nunmal die beste Adresse. Sonst geh halt mal zu einem Heilpraktiker oder zu einem Physiotherapeuten, wenn dein Arzt nichts taugt.

Zitat (Dena @ 09.03.2008 19:00:15)
Du, ich hab trotz jungem Alter genug Dinge mit denen ich Ärzte konsultieren muss...

:trösten: :weissefahne: :freunde:
Tut mir leid, wenn ich Dir zu nahe getreten sein sollte.
Manschmal ist man zu schnell, mit seiner Meinung, ohne das Schicksal zu kenne , dass dahinter steckt.
Ich wünsche Dir, von ganzem Herzen, dass Du immer an die richtige Adresse kommst!
Auch für Dich, gute Besserung!
Sailor :blumen:

Bearbeitet von Sailor am 09.03.2008 19:11:55

Natürlich muß ich mich mit der Sache irgendwie arangieren. Dachte nur,das ich vielleicht irgendwie durch, meiden bestimmter Lebensmittel oder andere Verhaltensweisen ,diese sogenannten "Attacken" vermeiden kann. Oder nach den Motto: Gegen alles ist ein Kraut gewachsen. War meiner Oma ihre Deviese.


Zitat (verona @ 09.03.2008 17:10:01)
Muß mal was fragen.  Am Donnerstag ist mir richtig Angst geworden. Hatte Schwindelanfälle,war kurz vor einer Bewußtlosigkeit.Hatte mich erbrochen. Rettungsdienst brachte mich ins Krankenhaus.Zahlreiche Untersuchungen ergaben schwere Meniere (chronisch). Hatte schon öfter Probleme diesbezüglich,war allerdings nie sooo schlimm.  Wer hat damit Erfahrung?Kann ich irgendwie vorbeugen,damit mir so eine Ohnmacht nicht wieder passiert ?

@verona: :trösten::trösten: Du Arme, das ist übel.
In meiner Familie ist Menière das Erbübel schlechthin (mütterliche Linie), nachdem ich relativ glimpflich mit selteneren Attacken dieser Krankheit seit dem Jugendalter bis 30, Dauertinnitus und zunehmender Schwerhörigkeit davongekommen bin, hat es meine Tochter seit ihrem 7. Lebensjahr (sie wird in 2 Wochen 17) richtig schlimm erwischt.
Meine Mutter, 3 ihrer Geschwister und Teile derer Vorfahren litten bereits daran.

Die Krankheit verläuft in Schüben, den Schwindelattacken ist kaum vorzubeugen, wenn man mal von salzarmer Diät, viel Sport, Schlaf sowie Vermeidung aller Suchtmittel absieht. (Seit Jahren hadern wir mit unserem Schicksal, wieso ein so gesund lebender Mensch wie unsere Tochter so derartig damit gestraft ist... :( )
Zudem kann Streß ein Auslöser für diese Schübe sein. Die Streßtoleranz ist bei jedem Organismus individuell - der eine zeigt eher Überlastung als der andere.


Die Krankheit ist behandel-, jedoch nicht heilbar. Die Schwindelzustände können sich mit den Jahren verändern, auch ganz zum Stillstand kommen. Jedoch weiß man nicht genau vorherzusagen, wann und durch welche Umstände. Genauso ist nicht sicher, ob Menière unbedingt erblich erworben ist bzw. in welcher Folge es weitergegeben werden kann.
Wenn Du Glück hast, befindet sich vielleicht eine Menière- Selbsthilfegruppe in Deiner erreichbaren Nähe.

Vielleicht ist dieser LINK interessant für Dich. :)

Alles Gute und fühl Dich mal gedrückt: ich kann nachvollziehen, wie es Dir geht. :trösten:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 10.03.2008 02:11:16

Nachsatz: Du kannst Dich gern per PM an mich wenden, wenn Du reden möchtest, okay? :blumen:


Zitat (Die Bi(e)ne @ 10.03.2008 02:27:44)
Nachsatz: Du kannst Dich gern per PM an mich wenden, wenn Du reden möchtest, okay? :blumen:

Es ist genau so wie es Biene beschrieb.
Auf der Seite der Selbsthilfegruppe, wird ein Trampolin erwähnt,
für mich das beste Sportgerät überhaupt!

schau mal hier

Sailor, Du auch MM-gestraft? :trösten: Willkommen im Club :rolleyes: .
Das Trampolin ist was für "Fortgeschrittene" bei der Geschichte, die sich schon mehr trotz starken Schüben oder gar vorhandenem Dauerschwindel zutrauen. :)

MM ist echt eine Geschichte, mit der man zu leben lernen muß. Man hat keine andere Wahl. :trösten:
Die Schwerhörigkeit, die damit einhergeht, ist noch das Harmloseste daran, schlimmer ist die Dauerangst vor dem nächsten Schwindelschub (und die Panikattacken während eines solchen). :aengstlich:
Da lernt man als allererstes, alles zu vermeiden, was mit mehr als notwendiger Bewegerei und Action zu tun hat- muß erst wieder lernen, diese Angst zu überwinden. Selbst, wenn man vorher immer total aktiv und sportlich, wagemutig und all das war.

Im schlimmen Fall geht das ohne therapeutische Hilfe kaum.

Noch was: man liest zumeist, daß es für MM ein bestimmtes Eintrittsalter (um die 40 rum) gibt, Frauen prozentual mehr / eher betroffen sind als Männer.
Das ist so nicht ganz richtig: in den letzten Jahren ist MM auch immer häufiger bei Jüngeren zu finden, auch die Männerwelt wird davon nicht so oft verschont, wie die Allgemeinstatistik meint.
Man möchte fast meinen: da unsere Zeit und unser Leben, privat und beruflich, immer hektischer und streßgeprägter ist, greift diese Krankheit verstärkt um sich.

Das Wichtigste für den MM-Betroffenen sind das absolute Verständnis, der Rückhalt und die Geduld der Familie / des Lebenspartners. Diese Krankheit betrifft- je nach Schwere der Attacken- das gesamte Umfeld und erfordert von allen viel Kraft.
Die Nächststehenden sollten sich über das Krankheitsbild genau informieren, sich versuchen, in den Betroffenen hineinzuversetzen.

Mit: "Reiß dich zusammen, aber morgen mußte wieder los, ach, komm, so schlimm ist das doch nicht!" macht man wesentlich mehr kaputt als ganz. Niemand ist so verzweifelt, wie der MM-Leidende selbst.


Hallo B(i)ene.Hatte leider in letzten Tagen wenig Zeit gehabt. Würde gerne mal über PM mit Dir reden. Weiß nur nicht,wie das geht. Bin noch nicht so Profie. Kannst Du mir helfen?



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