CT: irgendwie Angst


Hei Leutz.

So langsam macht mir der Korkenzieher, der sich Wirbelsäule nennt, in meinem Rücken echte Probleme. Morbus Scheuermann, Skoliose und kaputte Bandscheiben zwicken nun nicht mehr, sondern sind echt "Sch....". Morgen soll ich zur CT. Jetzt hab ich aber gelesen, dass bei der CT die Strahlenbelastung ungefähr hundert Mal so heftig sein soll wie bei ner normalen Röntgenaufnahme. Was hält Dr. Mutti davon? Würd gern mal eure Meinung lesen.......


Gruß

Abraxas


Ich denk nicht, dass die Strahlenbelastung so hoch ist wie du schreibst.
Aber es ist ja doch wichtig, dass man sich das ganze mal genauer ansieht und du kannst doch dort mal genau nachfragen, wegen der Strahlenbelastung.


Huhu!


Ich habe mich gerade mal Schlau gemacht ;)

Die Strahlenbelastung ist sogar 1000 mal so hoch, wie bei einem normalen Röntgenbild. :wacko:

Eine alternative wäre die Magnetresonanztomographie (MRT)??

Da wird keine Strahlung frei gesetzt.

Ich musste auch schon ein CT über mich ergehen lassen. Ist nichts schlimmes und tut auch nicht weh ;)

Das ist aber auch schon fast 5 Jahre her. Und ich lebe noch ;)


LG


Das mit der Strahlenbelastung lässt sich wohl nicht so pauschal sagen, kommt darauf an, was bestrahlt wird und wieviele "Bilder" gemacht werden. Also beim SchädelCT beispielsweise ist die Belastung wohl geringer als bei der ganzen Wirbelsäule...

Alles in allem ist die Strahlenbelastung aber schon höher als beim normalen Röntgen. Man muss aber auch sehen, dass man durch ein einziges CT vielleicht schneller zur Diagnose kommt als z.B. durch mehrere Röntgenaufnahmen, und so im Endeffekt dann in der Summe eine niedrigerere Strahlenbelastung hat.

Bearbeitet von aussie am 21.08.2007 11:23:25


Hallo Abraxas,

ich verstehe nicht, weshalb bei dir nur eine CT durchgeführt wird ?!
Gerade bei Skoliose oder Bandscheibenvorfall ist diese Untersuchung nicht
sehr aussagefähig.
Eine Kernspintomographie ( oder auch MRT )wäre doch bei dir viel angebrachter ??

Es grüßt dich eine Leidensgenossin,
Shivacat

Bearbeitet von Shivacat am 21.08.2007 13:33:26


So hat´s der Doc gesagt. Auf der Überweisung steht:

CT BWS und HWS; V.a. Prolaps; Alter Morb. Scheuermann

Der meinte auch, das können rheumatische Beschwerden sein, die ich habe. So schlau war ich auch schon. Und das weiß ich seit dreißig Jahren, dass ich anfällig für rheumatische Sachen bin...... liegt in der Familie. Nur...... dass es schon kein "Zipperlein" mehr ist. Ich fahre seit dreißig Jahren berufsmäßig , mein ganzer Körper hat sich dem Mercedes-Sitz angepasst. Es iss nur bissi schlimmer geworden.


Gruß

Abraxas


Hi, Ambraxas,
CT macht wirklich mehr Strahlenbelastung, aber ohne Konsequenzen. Aufpassen muss man nur bei Schwangeren, Kinder und Jugendliche "im generationsfähigen" Alter.
Die Idee, bei der Wirbelsäulenuntersuchung besser ein stahlungsfreies Kernspintomogramm anzufertigen, würde ich schon wegen der besseren Bildgebung bevorzugen!


Ich hatte mich damals damit beruhigt, dass ich wohl nicht allzuoft einen solchen Untersuch über mich ergehen lassen muss (bis jetzt wars wirklich auch nur ein CT, dann aber mal 3 MRIs innerhalb eines Jahres).
Was mich störte, war, dass es schwierig ist mit dem Arzt oder Personal darüber zu reden. Die waren sich solche Fragen gar nicht gewöhnt, konnten sie z.T. nicht beantworten oder machten gar Witze darüber (beim MRI: "Das Mittel das wir spritzen wird ja gleich wieder abgebaut", "Ja, ja, gleich bekommen sie rote Punkte - oder was meinen Sie?").


Guten Morgen!


Kernspin ist ein Synonym für die Magnetresonanztomographie :)


Bei einer MRT kann man auch die Weichteile (also bei dir z.b. die Bandscheiben) darstellen. Aber auch die Knochen sind gut erkennbar.

Und gerade bei deinem Leiden ist das wohl das beste?

Vielleicht fragst du mal deinen Arzt, was für ein Ergebnis da erwartet?


Ich musste mal wegen meinen Nebenhöhlen ins CT. Ich hatte Jahrelang Mittelohentzündung und der Arzt war in der Annahme, das ich veränderte Nebenhöhlen habe. War aber zum Glück alles ok.

(Sieht übrigends sehr lustig aus, wennn man mal "Scheibchenweise" durch den eigenen Kopf gucken kann) :D


LG


Aaaalso........ in der Röntgenpraxis des Eisenacher St. Georg-Klinikums, wo ich das heute hab machen lassen, haben die auch gesagt, MRT wäre angebrachter gewesen. Ich bin nich verstrahlt, alle elf Finger sind noch dran. Aber, nachdem ich die CD bei mir in den Rechner gesteckt hab und mir die hundertfuffzig Bilder angekuckt hab, waren die Rückenschmerzen gleich doppelt und dreifach da. Die Knochen sehen aus, wie n verwitterter Stuck aus dem 15. Jahrhundert. Und die Bandscheiben sind gequetscht wie olle Zitronenscheiben nach dem Fischessen. Ich bin mal gespannt, was mir Onkel Doktor dazu sacht...........


Gruß

Abraxas


Zitat (tabida @ 21.08.2007 05:53:01)
Was mich störte, war, dass es schwierig ist mit dem Arzt oder Personal darüber zu reden. Die waren sich solche Fragen gar nicht gewöhnt, konnten sie z.T. nicht beantworten oder machten gar Witze darüber (beim MRI: "Das Mittel das wir spritzen wird ja gleich wieder abgebaut", "Ja, ja, gleich bekommen sie rote Punkte - oder was meinen Sie?").

Hi, Tabida,
Radiologen sind es nicht gewohnt, sich mit Patienten dialoggerecht zu unterhalten, weil sie die meiste Zeit mit ihrer Arbeit im Dämmerlicht zubringen, um düstere und farblose Bilder zu betrachten.

Wichtig ist, offene Fragen zu stellen, die sie nicht mit Ja oder Nein, sondern mit ganzen Sätzen beantworten müssen: Nicht ..gibt es Nebenwirkungen, sondern ,... wie sind die Nebenwirkungen. Nicht... sieht man etwas Krankes auf den Bildern, sondern,... was sieht man Krankes auf den Bildern. Dann müssen sie nachdenken und haben keine Zeit , sich lustig unnötig zu machen.

war heute beim magenröntgen , mit kontrastmittel trinken, hat mich gewundert, daß ich das nicht sofort ausgewürgt habe.
es wurden viele bilder gemacht, hab auch gefragt wegen strahlen,.. er sagte, daß bei 0,00001 ( vielleicht hab ich jetzt auch ne null vergessen,.. ) patienten zu krebs führen könnte,...


Zitat (Trulli @ 21.08.2007 21:16:57)
er sagte, daß bei 0,00001 ( vielleicht hab ich jetzt auch ne null vergessen,.. ) patienten zu krebs führen könnte,...

Hi,
diagnostische Röntgenstrahlen führen praktisch nie zu Krebs, es gibt darüber keine sichere Statistik. Aber man muss mit ihnen, wie mit einem Medikament immer wohldosiert und damit behutsam umgehen.

Möchte auch mal mein Senf dazu geben.
Die eventuellen Strahlenschäden treten erst nach ungefähr 10 Jahren auf, aber auch erst bei sehr hoher Belastung, sprich viele CTs.
Ob MRT oder CT ist auch eine Kostenfrage, MRT ist doppelt so teuer wie ein CT:
Liebe Grüße Froschli, die mittlerweile schon strahlt :blink:


Wegen meiner kaputten Bandscheiben wurde damals ein MRT gemacht, CT wurde gar nicht in Erwägung gezogen. MRT ist die schonendste Art der Nukleardiagnostik, soviel ich weiß. :)


Zitat (Froschli @ 04.09.2007 00:08:17)
Möchte auch mal mein Senf dazu geben.
Die eventuellen Strahlenschäden treten erst nach ungefähr 10 Jahren auf, aber auch erst bei sehr hoher Belastung, sprich viele CTs.

Die eventuellen Strahlenschäden treten, wenn "ordinäre Röntgenuntersuchungen" wie CT, konventionelles Röntgen maßvoll durchgeführt werden, erst in der nächsten Generation auf- weil sie sich wenn, dann hauptsächlich auf Eizellen bzw. Spermien auswirken.

Zitat
MRT ist die schonendste Art der Nukleardiagnostik

Die MRT verwendet zwar keine ionisierenden Strahlen, es wird dem Körper aber doch in Form von elektromagnetischer Strahlung Energie zugeführt. Ob dieses Schäden setzt, ist noch nicht so genau erforscht, die MRT gibt's noch nicht ganz so lang wie Röntgenstrahlen und CT... Grenzwerte gibt's auch hier, und mir ist auch mindestens ein Fall bekannt, in dem einem Patienten während der Kernspintomografie kleine Verbrennungen zugeführt wurden.

Es gibt Patienten, für die eine Kernspintomografie nicht die geeignete Untersuchungsmethode ist- z. B. Träger von Herzschrittmachern, oder wenn Metall im Körper ist...

übrigens gehört die MRT nicht in die Nukleardiagnostik, bei der dem Patienten radioaktive Nuklide zugeführt werden, aber das nur am Rande.

MRT ist zum Ausschluss von einem Prolaps (bzw dessen Diagnose..) wirklich sinnvoller. Die Untersuchung ist nur viel teurer, deshalb scheuen sich viele Ärtze vor ner Überweisung zum MRT. Setz dich durch!!



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