aus der Kirche austreten!


Guten Morgen!
Ich habe mal eine Frage:
Kann man gleich nach der Taufe wieder aus der Kirche austreten oder muß man eine bestimmte Zeit drin bleiben??

LG Grüße von der Eule


Öhmmm,
wer wird denn getauft? Und wer will aus der Kirche austreten?


Ich will mich taufen lassen, aber nur meinem Arbeitgeber zu liebe!


Wieso machst du das deinem Arbeitgeber zu liebe :hmm: Versteh ich nicht. Und ich denk auch nicht, dass dich irgendjemand tauft, weil du es zuliebe von jemand anderem machst.


weil ich in einer kirchlichen Einrichtung arbeite und sie einen damit quasi "erpressen"!
Ich finde auch, das sie einem damit einen Glauen aufzwingen, aber ich möchte gern da weiter arbeiten!


oder muß ich dann in der Kirche bleiben, blos weil ich da arbeite? die können mich doch arber nicht zwingen, oder?


Aber die finden das dann bestimmt nicht gut, wenn du wieder austritts, sofort danach. Dann kannst du das doch auch lassen, hat doch keinen Sinn. Denn wenn du austrittst, heißt das ja, dass du mit denen nix zu tun haben willst. Aber arbeiten willst du da. Das passt ja irgendwo nicht zusammen.



Hallo Eule,
wenn Du in einer Christlichen / Kirchlichen Einrichtung arbeitest wird die Mitgliedschaft vorrausgesetzt. Bist Du dort schon festangestellt? Wenn ja kann es im nachhinein eigentlich nicht mehr verlangt werden.


ich weiß, das hört sich alles komisch an! hab ebend auch noch ein bißchen gegoogelt und einiges gefunden!
Ist alles nicht so einfach zu erklären, sorry
wollte ja auch nur wissen, ob es da eine bestimmte Zeit gibt!
Ich arbeite nicht da, weil es eine kirchliche Einrichtung ist, sondern weil mir der Beruf spaß macht! Die Einstellung unserer Chefetage hat auch nix mehr mit christlichem Glauben zu tun und mich wollen sie "zwingen"! Ich sag ja, nicht einfach zu erklären!
Ich werd erstmal weitergoogeln

Nein, bin noch nicht fest angestellt

Bearbeitet von Alte Eule am 10.03.2008 10:35:21


Ich glaub, dass das nicht einfach ist. Aber wenn du dich taufen lässt und gleich wieder austrittst, das ist ja so, als wärst du nie drin gewesen. Wird also dann nur wenig bringen.
Und wenn du es machen lässt und bleibst in der Kirche? Ist doch kein Beinbruch. Oder denkst du da ans Geld? Kirchensteuer?


Also Du wirst in einer kirchlichen Einrichtung arbeiten, die Kirchenmitglieder werden - so vermute ich mal - Deinen Lohn mind. zum Teil mit ihren Beiträgen und mit finanzieren und die Institution auch Mental unterstützen, aber selber dazubeitragen möchtest Du nicht.......

Aber zu Deiner Frage: Bei uns (ich bin reformiert und aus der Schweiz) kannst Du Dich, wenn Du jemanden findest der das tut, Dich taufen lassen ohne in die Kirchen einzutreten. Taufe und Kircheneintritt sind bei uns zwei verschiedene Sachen.


klar denke ich auch ans Geld, nur weniger an die Menge Geld, sondern eher wofür? Bei uns weden jetzt etliche Kirchen geschlossen! Aber ich bin auch bereit in der Kirche zu bleiben, dann hoffe ich aber auch auf einen Festvertrag!


Zitat (tabida @ 10.03.2008 10:57:14)
Also Du wirst in einer kirchlichen Einrichtung arbeiten, die Kirchenmitglieder werden - so vermute ich mal - Deinen Lohn mind. zum Teil mit ihren Beiträgen und mit finanzieren und die Institution auch Mental unterstützen, aber selber dazubeitragen möchtest Du nicht.......

Aber zu Deiner Frage: Bei uns (ich bin reformiert und aus der Schweiz) kannst Du Dich, wenn Du jemanden findest der das tut, Dich taufen lassen ohne in die Kirchen einzutreten. Taufe und Kircheneintritt sind bei uns zwei verschiedene Sachen.

also wenn sie denn so arbeiten würden, wie man es von einer kirchlichen Einrichtung denkt, würde ich sie mit allem unterstützen! Nur leider ist dem nicht so...

Ähm - wenn die auf "getauft" bestehen können zur Einstellung, können sie das dann nicht genauso für das weitere Arbeitsleben?
Dann wärst Du den Job schnell wieder los.

Und mal ehrlich: Taufen lassen sollte man sich aus dem Glauben heraus.

Setz Dich doch mal mit jemandem nettes zusammen, der Dir die ganzen Zusammenhänge erklärt.
Vielleicht ist es ja ganz anders, als Du bisher glaubst?


ich muß sowieso noch mal mit dem Chef reden, dann werd ich ihn gleich nochmal drauf ansprechen, denn er ist sehr nett, mit dem kann man reden!


Zitat (Alte Eule @ 10.03.2008 11:06:07)
also wenn sie denn so arbeiten würden, wie man es von einer kirchlichen Einrichtung denkt, würde ich sie mit allem unterstützen! Nur leider ist dem nicht so...

Also wer ist denn "man" und wie "denkt" man????

Ich möchte mich dazu jetzt nicht weiter äußern. möchte nicht , das sich jemand angegriffen fühlt, was auch nicht meine Absicht ist oder ich etwas sage, was falsch verstanden wird (kann mich manchmal nicht so genau ausrücken wie ich das meine <_< )! Ich versuche das mit dem Chef zu klären! Trotzdem danke für eure Antworten


Bilde dir nichts ein das du wegen der Taufe dien Job bekommst !
Wenn du nicht der festen Überzeugung bist das du Glauben wirst lass es sein .Wenn du Fachlich gut bist spielt der Glaube die 2 Rolle. Es ist nicht der Glaube nur mit der Taufe getan ,wen dann gehört fiel mehr dazu .


Außerdem: wenn die Dein Gehlat zahlen und es würde keine Kirchensteuer mehr abgeführt (weil Du dann ja ausgetreten wärest), würdne die dann doch sofort merken, daß Du nicht mehr in der Kirche bist...

Soweit ich weiß, legen diese kirchlichen Einrichtungen Wert darauf, daß man auch Mitglied bleibt!


Zitat (Antina @ 10.03.2008 11:17:52)
Ähm - wenn die auf "getauft" bestehen können zur Einstellung, können sie das dann nicht genauso für das weitere Arbeitsleben?
Dann wärst Du den Job schnell wieder los.

Einmal "getauft" ist und bleibt für immer "getauft", auch wenn du wieder austrittst. ;)

Austreten kannst du jederzeit, Wartefrist gibt es nicht. Ist eh nur eine personenstandsrechtliche Dokumentation, die Erklärung mußt du gegenüber einer staatlichen (nicht gegenüber der Kirche!) abgeben, je nach Wohnort ist Standesamt oder Amtsgericht dafür zuständig. Teils kostet der Vorgang Gebühren, andernorts ist alles kostenfrei.

Ähm, ich kenn diese Doppelmoral der Kirchen zu Genüge, hab daher auch keine Bedenken, wenn so eine Organisation mit gleicher Münze abgestraft wird.

das sie es merken kann ich mir denken! Finde es halt nicht gut, das man irgendwie gezwungen wird! und ich hoffe auch, das denen meine Arbeit auch ohne Taufschein gefällt!


Zitat (Naseweis03 @ 10.03.2008 12:23:10)
Soweit ich weiß, legen diese kirchlichen Einrichtungen Wert darauf, daß man auch Mitglied bleibt!

Genau so ist es - ich habe da auch meine Erfahrungen gemacht. Seit ich in einem Krankenhaus als Haustechniker gearbeitet habe, habe ich eine noch schlechtere Einstellung zur Kirche. Und auch mein Sohn, der jetzt konfirmiert wird, wäre früher so nicht konfirmiert worden, aber die Kirche will ja ihre zahlenden Schäfchen nicht vertreiben.

Wenn du nicht öffentlich schreiben willst, kannst mir auch gerne eine PM schreiben.

Bei bestimmten Einrichtungen isses so, dass die ne Vereinszugehörigkeit verlangen und das auch dürfen.
Wenns dir nicht passt, lass dich nicht taufen und such dir ne andere Stelle. Wenn dir was an der Stelle liegt und du da bleiben willst, bleibst du eben Mitglied, nach kirchlichen Gesetzen leben musst du ja nicht.

N Austritt von dir wird auf der Lohnsteuerkarte sichtbar. Und ich glaub so einfach kann man sich auch nicht taufen lassen. Bin selber konfessionslos und hab keinen Dunst, wies heute aussieht, aber muss man nicht, wenn man Katholik (gehts hier überhaupt um ne katholische Einrichtung?) werden will, vorher erstmal Unterricht nehmen, wenn man volljährig ist? Oder geht das erst los, wenn man sich auch kommunieren und firmen lassen will?


Hmm, also wenn man bei dieser Angelegenheit überhaupt von Mitgliedschaft sprechen kann. Ich finde das hört sich irgendwie komisch an.

Aber zur Sache. Ich würde mich nicht Erpressen lassen. Ich schreib das jetzt daher kursiv, weil es für mich eigentlich nix mit Erpressung zu tun hat.

Mag sein, dass diese "Mitgliedschaft" in einigen Bereichen gewünscht oder sogar verlangt wird. Wenn ich allerdings Probleme damit habe, aus welchen Gründen auch immer, dann würde ich die Sache lassen.

Aber ich glaube Du bist auf dem richtigen Weg. Rede einfach mit Deinem Chef darüber und schilder ihm Deine Gründe, weshalb Du Dich nicht taufen lassen möchtest. Entweder es geht dann auch ohne Taufe, oder eben nicht. Dann kannst Du aber immer noch überlegen, ob Du diesen Schritt tun möchtest.

Ich bin 1996 übrigens aus der Kirche ausgetreten. Habe trotzdem bis vor kurzen bei einer christlichen Einrichtung gearbeitet. Und zwar bei der evangelischen Gesellschaft (Diakonie). Bei mir war das kein Problem.
Weiß jetzt aber auch nicht, ob da zwischen evangelisch oder katholisch ein Unterschied gemacht wird. :keineahnung:


Hab bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass Katholiken am stursten sind, was das Akzeptieren anderer Religionen bzw. Konfessionsloser betrifft.


Ich sage hier jetzt mal meine Meinung zu diesem Thema, wohl wissend, daß ich damit so gut wie alleine dastehe:
Wenn ich in einer kirchlichen Einrichtung arbeite, muß mir von vornherein klar sein, daß ich Mitglied sein muß, denn es sollen ja auch gewisse Werte vermittelt werden und dazu werden halt Leute eingestellt, die dahinter stehen sollten. Wenn ich das aus welchen Gründen auch immer nicht kann, sollte ich mir eben woanders einen Job suchen.

Die Kirchensteuer geht ja nicht direkt an die Kirche, in der Du arbeitest, sondern wird für alle möglichen Dinge gebraucht: Gehälter der dort Angestellten, Erhaltung der Gebäude, soziale Projekte, und und und...
Zu sagen: Ich will diese Kirchensteuer nicht zahlen, weil mir einige Arbeitsweisen dort nicht passen, finde ich ein wenig eindimensional, denn es gibt auch viele Angestellte der Kirchengemeinden, die sich korrekt verhalten. Das wäre so, als wenn Du sagtest: Ich möchte meine Steuern nicht zahlen, weil Teile davon Gehälter des verhaßten Politikers XY finanzieren (ist nur ein Beispiel)

Ist zwar ein blöder Vergleich, aber wenn ich Funktionär in einem großen Fußballverein werden will, setzt das auch eine Mitgliedschaft in eben diesem Verein voraus.

Ganz schlimm finde ich die Leute, die in die Kirche eintreten, nur um zu heiraten, "weil das ja ach so romantisch ist" und dann gleich danach wieder austreten. Einfach nur peinlich!!!


also ich muß Heiabutzi zustimmen, obwohl ich konfessionslos bin und wahrscheinlich später dies unter Umständen auch merken werde.

Gerade im sozialen Bereich gibt es viele kirchliche Träger aber ich werde mich zum beispiel nie taufen lassen, auch wenn ich dadurch den Job nicht bekommen werde.

Klar, schön ist das nicht, aber wenn mein Arbeitgeber eben die Kirche ist, muß ich es hinnehmen, daß sie halt Arbeitnehmer wollen, die getauft sind.

Obwohl ich nicht nachvollziehen kann, wieso man dich dann erst eingestellt hat und später die Taufe "einfordert"

Ich selbst würde nie einfach so mich taufen lassen oder in die Kirche eintreten. Erstens, weil Religionsfreiheit auch bedeutet, die Freiheit zu haben, keine Religion zu haben und zweitens fände ich das auch gegenüber Leuten, die daran glauben respektlos, so nach dem Motto: "Dann mach ich halt das Theater mal mit, bedeutend ja eh nichts"

Wenn ein Arbeitgeber, wohlgemerkt ein kirchlicher Arbeitgeber, die Taufe voraussetzt, dann finde ich das auch legitim, anders sieht es aus, wenn es ein nicht-kirchlicher Arbeitgeber ist, dann würde das meiner Meinung nach gegen das Gleichstellungsgesetz verstossen.


Zitat (Mellly @ 10.03.2008 19:45:47)


Wenn ein Arbeitgeber, wohlgemerkt ein kirchlicher Arbeitgeber, die Taufe voraussetzt, dann finde ich das auch legitim, anders sieht es aus, wenn es ein nicht-kirchlicher Arbeitgeber ist, dann würde das meiner Meinung nach gegen das Gleichstellungsgesetz verstossen.

nicht mehr so ganz...

das ArbG Hamburg hat erst kürzlich die Diakonie wegen Diskriminierung aufgrund der Religion verurteilt

Näheres hier und da

Sagt nicht auch der Artikel 3 des Grundgesetzes etwas über dieses Thema?

Zitat
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


Dass auch andere Gründe für die Ablehnung eines/r Stellenbewerbers/in vorgeschoben werden können, dürfte schon klar sein :rolleyes:

Zitat (obelix @ 11.03.2008 06:57:04)
Sagt nicht auch der Artikel 3 des Grundgesetzes etwas über dieses Thema?

Schon richtig, aber in diesem Falle sagt der Jurist: Der Artikel 3 des Grundgesetzes gebietet Gleiches gleich zubehandeln, aber nicht Ungleiches gleich! :P

Nochmal ein Beispiel: Der "Playboy" sucht ein Covermodel. Logisch, daß er dazu nur nackige Mädels nimmt. Ich glaube, kein Mann fühlte sich dadurch diskriminiert, oder? :)

(obwohl sich jetzt bestimmt einige zu Wort melden werden... :pfeifen: ... :lol: )

Zitat (Heiabutzi @ 10.03.2008 19:37:00)
Ich sage hier jetzt mal meine Meinung zu diesem Thema, wohl wissend, daß ich damit so gut wie alleine dastehe:
!!!

Du stehst nicht alleine da! :daumenhoch:

Zitat (Heiabutzi)
Wenn ich in einer kirchlichen Einrichtung arbeite, muß mir von vornherein klar sein, daß ich Mitglied sein muß, denn es sollen ja auch gewisse Werte vermittelt werden und dazu werden halt Leute eingestellt, die dahinter stehen sollten. Wenn ich das aus welchen Gründen auch immer nicht kann, sollte ich mir eben woanders einen Job suchen.....
....Ist zwar ein blöder Vergleich, aber wenn ich Funktionär in einem großen Fußballverein werden will, setzt das auch eine Mitgliedschaft in eben diesem Verein voraus.

Das sehe ich etwas anders.
Dazu müsste man mehr über Eule´s Job und ihre Aufgaben wissen....nämlich was sie jetzt macht und was sie vielleicht macht, wenn sie festangestellt ist.
Übernimmt sie eine grössere, verantwortungsvolle Tätigkeit, gebe ich dir recht. Dann sollte man sich mit der christlichen Kirche schon identifizieren können und auch Teil davon sein.
"Kleinere" Jobs wie z.B. im einen Büro muss man wirklich nicht gleich mit Funktionärsarbeit vergleichen, das hinkt wirklich. :D
Für solche Tätigkeiten sollte man immer und überall nach Qualifikation gehen und nicht nach einer Religionszugehörigkeit...das ist aber nur meine Meinung. ;)
Ausserdem wachsen gute Jobs nun mal nicht auf Bäumen und es ist ihr gutes Recht, Möglichkeiten auszuloten.
Vielleicht hilft das Gespräch ja wirklich.
Ich kapiere übrigens auch nicht so ganz, warum sie jetzt dort schon arbeitet und sich nachträglich taufen lassen soll.

Zitat (Heiabutzi @ 10.03.2008 19:37:00)
Wenn ich in einer kirchlichen Einrichtung arbeite, muß mir von vornherein klar sein, daß ich Mitglied sein muß, denn es sollen ja auch gewisse Werte vermittelt werden und dazu werden halt Leute eingestellt, die dahinter stehen sollten.

Meine Tochter ist auch in einer kirchlichen Einrichtung als Krankenschwester angestellt und gehört nicht der Kirche an.

Ihr wurde gesagt, dass es einen gewissen Prozentsatz an Mitarbeitern geben kann, der kein Kirchenmitglied ist. Und sie gehört zu dem kleinen Prozentsatz. Ihr sind daraus bisher keinerlei Nachteile entstanden. Im Gegenteil, sie hat jetzt ihren Vertrag verlängert bekommen und das unbefristet.

Sie steht nicht hinter der Kirche, aber hinter ihrem Beruf und der ist ihr Berufung auch in einer kirchlichen Einrichtung.

Bearbeitet von Renate54 am 11.03.2008 17:49:17

Zitat (Undie @ 11.03.2008 17:41:09)
Ich kapiere übrigens auch nicht so ganz, warum sie jetzt dort schon arbeitet und sich nachträglich taufen lassen soll.

Das ist einfach zu erklären:
Die Kirchen finden für ihre Einrichtungen nicht mehr genügend qualifiziertes Personal, das ihren religiösen Vorstellung entspricht. Deshalb werden gezwungenermaßen auch "Andere" angestellt, die man dann entsprechend den Vorstellungen zu "formen" versucht.

Zitat (Undie @ 11.03.2008 17:41:09)
Das sehe ich etwas anders.
Dazu müsste man mehr über Eule´s Job und ihre Aufgaben wissen....nämlich was sie jetzt macht und was sie vielleicht macht, wenn sie festangestellt ist.
Übernimmt sie eine grössere, verantwortungsvolle Tätigkeit, gebe ich dir recht. Dann sollte man sich mit der christlichen Kirche schon identifizieren können und auch Teil davon sein.
"Kleinere" Jobs wie z.B. im einen Büro muss man wirklich nicht gleich mit Funktionärsarbeit vergleichen, das hinkt wirklich. :D
Für solche Tätigkeiten sollte man immer und überall nach Qualifikation gehen und nicht nach einer Religionszugehörigkeit...das ist aber nur meine Meinung. ;)
Ausserdem wachsen gute Jobs nun mal nicht auf Bäumen und es ist ihr gutes Recht, Möglichkeiten auszuloten.
Vielleicht hilft das Gespräch ja wirklich.
Ich kapiere übrigens auch nicht so ganz, warum sie jetzt dort schon arbeitet und sich nachträglich taufen lassen soll.

Ich arbeite in einem Altenheim als Altenpflegehelferin! Meine Arbeiten würden sich mit einer Festanstellung nicht ändern!

Ok, wir haben mehrere freds zum Thema Kirche aber ich nehme den hier jetzt, hier wurde als letzes gepostet.

http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/regi.../art5879,551770

Ich finds krass, inwieweit die Kirche ins öffentliche Leben (auch von nicht gläubigen) eingreifen darf.

Ok, die Geschäftsräume gehören der Kirche aber bitteschön, darf sie deswegen das Sortiment einer Drogerie bestimmen, die keinen kirchlichen Hintergrund hat.

Es mag sein, daß die Kirche ihren Mitgliedern Kondome verbietet aber durch dieses Verbot sind auch Menschen betroffen, die nicht in der Kirche sind. Denn diese müssen sich ihre Kondome nun woanders kaufen.

Und mal ganz ehrlich, der Mensch ist ein faules Tier. Möchte nicht wissen, wieviele junge Menschen jetzt ungeschützt Verkehr haben, weil sie den evtl längeren Weg zu einer anderen Drogerie nicht gehen möchten. Ok, im Verhältnis gesehen...

Ich finde, damit geht die Kirche eindeutig zu weit. Die Stadt Fulda sollte echt eingreifen.

Ich lebe in einem demokratischen Land, zwar mit christlich geprägten Werten aber immerhin noch nicht in einem Gottesstaat. Und ganz ehrlich, dieses Verhalten der Kirche erinnert mich im Kleinen fast daran.



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