Aufschwung - bei Euch angekommen?


Überall in den Medien wird darüber gestritten, ob der Aufschwung beim Bürger angekommen ist oder nicht. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht. Könnt ihr Euch heute mehr leisten, als vor 3-4 Jahren. Oder müsst ihr sparen und wo spart ihr.

Selbst im öffentlichen Dienst, wird teilweise so schlecht bezahlt, das zusätzlich staatl. Zuschüsse zubezahlt werden müssen.


Ich glaube, der Aufschwung hat uns übersehen. :heul:
Eigentlich sparen wo man kann. Das ist zur Zeit an den Benzinpreisen indem das Auto so selten wie möglich benutzt wird und da ich dadurch als Wenigfahrer eingestuft wurde spare ich auch noch an der Autoversicherung. Öffentliche Verkehrsmittel sind angesagt und preiswerter. Bin auch schneller als mit dem Auto durch Stuttgart.
Beim Einkaufen echt die Preise vergleichen auch wenns manchmal lästig ist.
Wäsche wieder aufhängen statt Trockner - spart soviel an Energie, man glaubt es kaum.
Gasheizung so programmiert, dass sie abends ausschaltet und kurz bevor der Erste bei uns aufsteht (ich gegen 04:30 Uhr) wieder einschaltet. Außerdem schaltet sie automatisch ab, wenn bei uns im Flur 20° erreicht sind. Dann sind auch alle Zimmer kuschlig warm. Haben jetzt mal jeden Monat kontrolliert. Gaskosten für Heizung (3 Zimmer und Bad), warmes Wasser und kochen/backen belaufen sich auf ca. 17 € + Steuer. Da kann man nicht meckern. Schlafzimmer und Küche heizen wir fast nie. Ansonsten Energiesparlampen und alle Geräte ausschalten wenn sie nicht gebraucht werden.


Wir sparen auch überall.
Haben für unsere Ölheizung auch eine Nachtabsenkung und heizen
quasi nur Wohnzimmer,Büro und Bad.Wir versuchen aber vorwiegend
mit unserem Holzofen in der Diele zu heizen.
Beim Einkaufen wird mehr auf den Preis geschaut als früher.
Unnötige Fahrten mit dem Auto sparen wir auch,aber bei uns ist das
kaum möglich.Da wir eine sehr schlechte Verkehrsanbindung haben.
Dadurch das wir viele Medis brauchen,reißt das jeden Monat ein
ziemliches Loch in den Geldbeutel.
Dann die Schule : Wir müssen jetzt 3 neue Bücher kaufen ,obwohl das
Schuljahr bald zu ende ist.
Klamotten oder Friseur muß schon mal zurückstehen und mal weggehen
abends oder am Wochenende ist schon gar nicht drin.
Ich weiß nicht -den Aufschwung haben wir ganz bestimmt verpasst.
Allein meine Jahresabrechnung bei Strom und Nebenkosten sind um
ein vielfaches teurer geworden.
Einen Job habe ich auch schon verloren ,weil die mich schon 2 monate
nicht mehr bezahlen konnten.


Meinst du den Preisaufschwung??? :huh:

Heute in den Nachrichten:Preise im Februar um 2,8 Prozent gestiegen :o

Das Statistische Bundesamt hat für Februar eine Inflation von 2,8 Prozent errechnet. Besonders stark verteuern sich Nahrungsmittel und Energie. B)

Edit.Die Löhne aber nicht,und bei den Renten soll es 1/2 - 1% mehr geben! :lol:

Bearbeitet von wurst am 14.03.2008 10:07:23


Zitat (Renate54 @ 14.03.2008 09:36:15)
Öffentliche Verkehrsmittel sind angesagt und preiswerter. Bin auch schneller als mit dem Auto durch Stuttgart.
Beim Einkaufen echt die Preise vergleichen auch wenns manchmal lästig ist.
Wäsche wieder aufhängen statt Trockner - spart soviel an Energie, man glaubt es kaum.
Gasheizung so programmiert, dass sie abends ausschaltet und kurz bevor der Erste bei uns aufsteht (ich gegen 04:30 Uhr) wieder einschaltet. Außerdem schaltet sie automatisch ab, wenn bei uns im Flur 20° erreicht sind. Dann sind auch alle Zimmer kuschlig warm. Haben jetzt mal jeden Monat kontrolliert. Gaskosten für Heizung (3 Zimmer und Bad), warmes Wasser und kochen/backen belaufen sich auf ca. 17 € + Steuer. Da kann man nicht meckern. Schlafzimmer und Küche heizen wir fast nie. Ansonsten Energiesparlampen und alle Geräte ausschalten wenn sie nicht gebraucht werden.

Das hat für mich nichts mit Sparen, sondern mit Vernunft zu tun.

Zitat (tabida @ 14.03.2008 10:16:12)
Das hat für mich nichts mit Sparen, sondern mit Vernunft zu tun.

Und wo ist da der Unterschied? Das musst Du mir mal bitte näher erklären.

Wenn ich vernünftig wirtschafte (oder es versuche) dann kann ich auch dabei sparen. Und wieso spare ich nicht, wenn ich meine Kosten reduziere?

Bei uns ist der Aufschwung auch noch nicht angekommen. Ab 01.05. wechsel ich allerdings den Job und krieg ein klein bisschen mehr, geht allerdings dann fürs tägliche Pendeln drauf (Bus ist nunmal teurer als Rad), und ich werde trotzdem sehr viel mehr arbeiten müssen. Naja.

Sparen versuchen wir auch. Die Heizung wird nur an gemacht, wenn wir zu Hause sind und nachts ganz aus, diesen Winter war das ja kein Problem, also morgens etwa eine Stunde und abends ca. 3-4 Stunden (unser altes Katerchen bekommt bei Kälte Wärmflaschen). Trotzdem zahlen wir jedes Jahr mehr Energiekosten :blink: Auto benutzen wir eh nur zum in den Stall fahren, also 3-4 x wöchentlich, auf diesen Fahrten machen wir auch die größeren Einkäufe, alles kleine und zur Arbeit mit dem Rad. Einkaufen fast nur noch beim Discounter, nur Gemüse/ Obst krieg ich vom Biohof, da mag ich auch nicht drauf verzichten. Klamotten kauf ich fast komplett Second Hand bei Ebay oder wenn mal neu, dann warte ich auf die Schlussverkäufe. Auch sonst kaufen wir ziemlich viel bei Ebay, da kommt man eigentlich immer günstiger bei weg, selbst bei Neuware, vor allem wenn man zu Kompromissen bereit ist.

Die blödesten Posten sind wirklich bei uns, weil man die so kaum beeinflussen kann, Energie und Benzin. Würde so gerne einen eigenen Kaminofen haben, aber erstens haben wir keinen Abzug dafür (im Schornsteig liegt leider unsere Gastherme) und zweitens sollen die Kosten dafür ja auch mächtig steigen demnächst, von wegen Schadstoffausstoß und so.... :unsure: Wegen Benzin wird das nächste Auto, was kommt (ich hoffe aber, unsere Uraltkiste hält noch etwas) was alternatives, Gas oder Hybrid oder so. Wie wir die bezahlen sollen, steht aber noch in den Sternen....


Zitat (Renate54 @ 14.03.2008 10:22:43)
Und wo ist da der Unterschied? Das musst Du mir mal bitte näher erklären.

Wenn ich vernünftig wirtschafte (oder es versuche) dann kann ich auch dabei sparen. Und wieso spare ich nicht, wenn ich meine Kosten reduziere?

Ich denke tabida meint die Beweggründe, warum du so handelst, sind andere.

Die einen machen es um die Umwelt zu entlasten und die anderen, weil sie sparen müssen oder auch beides.

@renate54

Also wenn Du mit dem öffentlichen Verkehr schneller bist, als mit dem Auto ist es nur Vernüftig wenn Du mit öffentlichen Verkehr gehst.

Eine Raumtemperatur über 20° Grad ist ungesund.

Die Wäsche wird eh trocken, auch ohne Trockner. Deshalb ist für mich der Trockner eine überflüssiges Teil.

Ausserdem möchte mindestens ich, dass auch unsere Kinder noch Leben können, also versuche ich möglichst wenig Ressourcen zu verbrauchen.
Wenn ich dabei noch sparen, kann ist das zwar ein positiver Nebenaspekt, aber ist für mich eben nicht der Grund für diese Massnahmen.


Der Aufschwung ist bei mir auch nicht angekommen.
Vor 5 Jahren, grad mit der Ausbildung fertig, hab ich weniger verdient als jetzt und am Ende des Monats trotzdem noch was über gehabt. Ich brauchte da nichtmal aufs Geld achten.
Ich esse 5 Tage die Woche auf der Arbeit, kostenfrei. Da spart man einiges. Jetzt bin ich schon seit 4 Wochen krank, bin also den ganzen Tag zu Hause. Montag war ich für 50EUR einkaufen und heute muss ich schon wieder los :labern:
Vor 5 Jahren noch bin ich mit 150EUR über den ganzen Monat gekommen und das obwohl ich mein Essen zur Arbeit oftmals mitgenommen hab.
Mein Auto steht meistens. Zur Arbeit fahre ich mit der Bahn. Ich hab schon überall Schaltleisten für TV usw., das mach ich dann immer ganz aus. Strom und Heizung also nur das nötigste. Ich weiss nicht, wo ich noch sparen soll.... :labern:

Wie soll das nur weiter gehen???


Zitat (Sparfuchs @ 14.03.2008 11:09:30)
Ich denke tabida meint die Beweggründe, warum du so handelst, sind andere.


Also gut. Besser ausgedrückt, ich spare für die Umwelt und für mich (oder uns). :)
Was ich vor den Preiserhöhungen aber auch schon getan habe.

Allerdings kann man es manchmal nicht allen Recht machen. In unserer "alten" Wohnung hatte ich zwar einen Balkon, aber da bei schlechtem Wetter Wäsche raushängen war ein Unding. Also musste der Trockner ran, da es keinen Trockenraum gab und in der Wohnung Wäsche trocknen auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Da hat man ganz schnell Schimmel in der Wohnung.

Zimmertemperatur von 20° finde ich auch ok, aber das sollte man nicht verallgemeinern. Meine Freundin friert bei 20° wie ein nasser Hund. Ist bei ihr Krankheitsbedingt. Und wer kleine Kinder hat, die auch mal über den Fußboden krabbeln, der braucht es wahrscheinlich auch etwas wärmer.

Wir sind selbständig mit einer Gärtnerei, von Aufschwung nix zu merken...
Die Billigpflanzen aus Holland werden den heimischen Produkten vorgezogen, weil die halt günstiger sind ( aber nicht wirklich sind, denn die Qualität ist oft unter aller S . u ) , Geiz ist geil ist ein neuer Sport geworden, gerade von Leuten, die nicht sparen müssen ....( mal sehen, ob wir die nicht im Preis schön drücken können, juhu !!! ), Aber alle Produktmaterialen sind ja auch teurer geworden, die Erde, die Töpfe u.s.w., nur wir können das nicht an den Verbraucher weitergeben, die wollen nicht mehr bezahlen !!!

Aber in Urlaub, Essengehn und einiges anderes, da wirds Geld oft rausgehauen...

Ich verstehs nicht...


So spare ich:

Ich lege mein Festgeld immer dort an, wo ich 20 bis 50 € Begrüssungsgeld bekomme. So wie es früher mal in Ex-DDR Zeiten war. Nachdem ich schon mindestens 4 mal gewechselt hatte, lohnt sich das. Von Vorteil ist, dass meine Frau einen anderen Namen hat, wie ich.
Ausserdem beziehe ich TV-Zeitschrift, Computerzeitschrift quasi umsonst, da die Jahresgebühr als Werbeprämie an die Frau gezahlt wird. Und nach 1 Jahr wird gekündigt. Und der Ehepartner wird dann wieder als neuer Abonnent gewonnen.

Kreditkarten habe ich alle gekündigt. Bei Karstadt gibt es die umsonst.

Die beste Währung ist immer noch Flaschenpfand.

Hätten die Telekom-Aktionäre statt Aktien, Bier gekauft, hätten sie nach den Kursverlusten riesige Gewinne mit dem Pfandgut gehabt.

Aufschwung? Nichts angekommen.....

Labens
mit dem Besenheftle hier vom VVS bekommt man nach dem 2. Besuch in der Besenwirtschaft in der 3. Wirtschaft ein Viertele umsonst....das ist Aufschwung!
Info hier

:prost:


neulich haben sie im TV gesagt, die reale Teuerungsrate liegt um einiges niedriger als die gefühlte
das liegt daran, dass z.B. Laptops und TV-Geräte um bis zu 30 % billiger geworden sind

da kann ich nur sagen, klasse, ab sofort kaufe ich mir regelmäßig neue Lappis und Guckis
auf Brot und Butter kann ich doch gut verzichten :pfeifen:


Aufschwung? Nee, bei mir ist der nicht angekommen. Wo soll der sein? B)

Ich komme zwar mit meinem Gehalt nach wie vor aus, würde aber von mir behaupten, dass ich schon immer einigermaßen sparsam und vernünftig lebe und stets zumindest einen groben Überblick über meine Einnahmen und Ausgaben behalte.
Ich denke, ich spare seit jeher sehr viel dadurch ein, dass ich z.B. kein Fleisch und nur wenig Milchprodukte esse und mich bemühe, möglichst viel saisonale und regionale Produkte zu kaufen. Trotzdem kaufe ich übrigens immer noch sehr viel im Naturkostladen ein und finde witzigerweise, dass ich dort sehr viel bewusster einkaufe, vielleicht weniger Schnickschnack als sonst im Supermarkt in meinen Einkaufskorb wandern würde - ist also für mich nicht unbedingt teurer als im Discounter einzukaufen. Kochen habe ich früher so ganz nebenbei zu Hause bei Muttern bzw. Oma gelernt, und dann noch während eines Praktikums in einer sozialen Einrichtung, wo wirklich auf jeden Pfennig geschaut wurde. Daher bin ich ganz gut im Kalkulieren und Reste verwerten. Stromsparen ist in unserem 2-Personen-Haushalt eigentlich auch schon seit Jahren angesagt. Und das Auto wird wirklich nur dann benützt, wenn es absolut notwendig ist (ab und zu mal ein Großeinkauf), ansonsten geht es sehr bequem zu Fuß, per Fahrrad oder auch mal mit den Öffis. All diese "Sparmaßnahmen" habe ich aber bisher hauptsächlich aus Umweltschutzgründen betrieben, und nicht etwa weil mein Geld sonst nicht gereicht hätte.

Der "Nachteil" ist natürlich, dass ich in o.g. Bereichen eigentlich gar nicht mehr so viel einsparen könnte, wenn ich jetzt müsste.
Was sich bei mir allerdings auch positiv ausgewirkt hat: Vor zwei Jahren habe ich aufgehört zu rauchen und lege nach wie vor jeden Tag brav das Geld beiseite, was ich früher fürs Rauchen ausgegeben hätte. Das ist jetzt meine Urlaubskasse, und für besondere Wünsche, die ich mir sonst verkneifen müsste.
Also bisher bin ich immer hingekommen mit meinem Geld, aber viel Luft ist da eigentlich nie. Ich bin jetzt mal gespannt, wie das wird wenn unser Kind auf die Welt kommt, mein Gehalt teilweise wegfällt und so... da werden wir bestimmt viel genauer rechnen müssen als bisher.

Edit: Da ich das gerade bei tabida gelesen habe: Essen nehme ich grundsätzlich auch von zu Hause aus zur Arbeit mit. Ich denke, da lässt sich tatsächlich eine ganze Menge einsparen (v.a. weil ich gar nicht die Möglichkeit hätte, günstig in einer Kantine zu essen). Und vor allem weiß ich auf diese Weise ganz genau, was drin ist :)

Bearbeitet von madreselva am 14.03.2008 14:33:45


Wir trinken nur noch selbstgemachten Tee und Wasser aus dem Wasserhahn je nachdem mit selbstgemachtem Sirup. Habe schon lange kein Mineralwasser oder Limo mehr gekauft.

Vor einem Jahr konnten wir endlich einen Garten pachten. Nun wird Gemüse, Gewürze und Beeren selbst gezogen... *freu*.

Ins Restaurant wird höchstens noch 2 Mal im Monat gegangen. Mittagessen wird von zu Hause zur Arbeit mitgenommen.

Aber ich habe dieses Jahr tatsächlich einen Teuerungausgleich und sogar noch eine kleine Lohnerhöhung bekommen. Dafür leist ich mir hin und wieder einen Kinobesuch.

NICHT gespart wird bei Nahrungsmitteln. Da achten wir darauf, dass sie aus der Gegend kommen und möglichst natur- und tiergerecht hergestellt wurden.
Und auf meinen heiss geliebten Musikunterricht will ich auch nicht verzichten.


Zitat (madreselva @ 14.03.2008 14:27:04)
Aufschwung? Nee, bei mir ist der nicht angekommen. Wo soll der sein? B)


hier :hihi:

^_^

Ich sehe keinen "privaten" Aufschwung, weil die Rechnung ganz einfach ist.
Seit Jahren geringe oder keine Lohnanpassungen bei erhöhten Preisen wie Öl und Lebensmittel.
Ich freue mich aber für alle, bei denen der Aufschwung angekommen ist. Getroffen habe ich noch keinen. ;)
Im Endeffekt hat die Onkel GmbH weniger zur Verfügung, aber ich werde sicherlich nicht meckern, denn es gibt genug Menschen, denen es dreckiger geht.
Sparsam war ich schon immer, mein Verhalten hat sich kaum verändert.
Auf einige Sachen kann und will ich nicht verzichten, damit ich weiss, wofür ich arbeite.
Und solange ich das noch kann, gehts mir auch so gut, das ich nicht herumjammern werde.


Ich habe auch einen Garten den ich dieses Jahr noch erweitern werde.
Dann hab ich noch mehr Obst und Gemüse zur Verfügung .
Spritzmittel benutze ich fast nie ,Komposthaufen steht im Garten ,sowie
eine Regentonne.
Mit den Nachbarn wird dann auch schon mal was getauscht.


AUFSCHWUNG?!? Bei dem Wort lach ich. Ich frage mich schon seit langem wo die Politiker den Aufschwung sehen. Man hört und sieht es doch jeden Tag: Entlassungen, Streik....ich sehe alles andere, aber keinen Aufschwung. Wir sparen wo wir können und schaffen es noch nicht mal, etwas für schlechte Zeiten anzulegen. Ich muss allerdings auch sagen, dass wir es mittlerweile gewohnt sind, keine großen Sprünge machen zu können. Ein Auto werde ich mir auch nicht anschaffen. Essen gehen, Kino - na gut, darauf kann ich verzichten. Das tut mir nicht so weh. Aber wenn die Lebensmittelpreise weiter so ansteigen....aber was red ich, ihr wisst alle selbst wie es grade ist.
Also von Aufschwung können wir echt nicht reden.

Ich bin letztes Jahr mit meiner Familie in einer kleinere Wohnung gezogen und Zeitung haben wir auch abbestellt. Ich hole sie mir nur Mittwoch und Samstag der Stellenanzeigen wegen.


Zitat (Die Außerirdische @ 14.03.2008 14:23:52)
neulich haben sie im TV gesagt, die reale Teuerungsrate liegt um einiges niedriger als die gefühlte
das liegt daran, dass z.B. Laptops und TV-Geräte um bis zu 30 % billiger geworden sind

da kann ich nur sagen, klasse, ab sofort kaufe ich mir regelmäßig neue Lappis und Guckis
auf Brot und Butter kann ich doch gut verzichten  :pfeifen:

Tja, da kratze ich mich wirklich immer am Kopf - vor allem wenn uns dann diverse Politiker immer mal wieder einreden wollen, dass wir doch, bitte schön, mehr konsumieren sollen, damit der Aufschwung auch schön weitergeht. Also bitte, welcher Normalverdiener kauft sich denn alle paar Jahre einen neuen Schläppie? Selbst wenn solche Geräte angeblich um mehrere Prozent billiger geworden sind, dann kosten die eben trotzdem noch mehrere hundert Euro. Und so eine Anschaffung tätige ich eben nur dann,
(a.) wenn es nötig ist, weil z.B. das alte Gerät kaputt ist, und
(b. ) wenn ich es mir gleichzeitig auch noch leisten kann - aber bestimmt nicht
(c. ) um voller Idealismus die Wirtschaft anzukurbeln :P
Und dann darf man ja auch nicht vergessen: Gleichzeitig sollen wir ja auch noch alle schön privat fürs Alter und für alle möglichen anderen Eventualitäten vorsorgen (z.B. für die Zähne, weil da die GKV immer weniger für zahlt), und wenn man das alles brav macht, dann frag ich mich, wie das alles mit meinem Gehaltszettel zusammen gehen soll.

:nene: Nee, da hat Undie schon recht:
Zitat (Undie)
Ich sehe keinen "privaten" Aufschwung, weil die Rechnung ganz einfach ist.
Seit Jahren geringe oder keine Lohnanpassungen bei erhöhten Preisen wie Öl und Lebensmittel.
Bei mir ist trotz angeblich billiger Schläppies noch kein Aufschwung angekommen. ;)

Vielleicht können manche Politiker auch nicht rechnen :pfeifen:

Herr Beck hat ja auch erst seine mittlere Reife an der Abendschule gemacht. :lol:

Es ist ja auch sehr komisch - die Politik merkt als letztes, das der Aufschwung beim Bürger nicht angekommen ist.

Wie bei der Euroumstellung auch - ... nene der Euro ist kein Teuro

oder früher Herr Blüm - die Renten sind sicher. :kotz:

Bearbeitet von Sparfuchs am 14.03.2008 19:20:59


Zitat (Staubhase @ 14.03.2008 18:13:03)
AUFSCHWUNG?!? Bei dem Wort lach ich. Ich frage mich schon seit langem wo die Politiker den Aufschwung sehen.

Hier auf jeden Fall. :pfeifen:
Aber bei FM gibt es wohl keine solchen Exemplare. ;)
Die Reallöhne der Arbeitnehmer sind dagegen im Durchschnitt der letzten vier Jahre sogar gesunken.
Ich habe letztens was von einem Mittelstand gelesen, der allmählich wegbröckelt.
Anscheinend kommen so einige Arbeitnehmer auf eine rote Liste....die, wo eine gefährdete Art dargestellt wird. <_<

Der Aufschwung ist doch da, einmal 0,5% in den letzten 3 Jahren, nun nochmal
vielleicht 1,1% , wenn das nix ist. :labern:


Na, bei Blüm und Co. ist die Rente doch sicher und schön hoch auch noch,
sei es ihnen gegönnt. :huh:

Mir gehts ähnlich wie Undie, ich muß nicht hungern, schön warmen Hintern hab ich auch, nächsten Monat hab ich mir nen neuen Monitor zusammen gespart,
wenn ich an meine Großeltern denke, geht es mir gut. :pfeifen:

Gruß

Sebring.

(Ps.- besser könnte es immer sein.)


Es schwingt so, daß uns gleich die Ohren sausen.
Für meinen Göga ist es 10 Euro mehr Rente und davon gehen gleich wieder 2,50 Euro weg für die Pflegeversicherung. Da können wir noch mit den 7,50 Euro so richtig schwingen und uns sooooo viel leisten. Na toll !
Da können wir doch glatt zum Millionär werden, wenn wir uns Mühe geben. rofl rofl rofl


Zitat (Paulchen @ 14.03.2008 21:07:11)
Es schwingt so, daß uns gleich die Ohren sausen.
Für meinen Göga ist es 10 Euro mehr Rente und davon gehen gleich wieder 2,50 Euro weg für die Pflegeversicherung. Da können wir noch mit den 7,50 Euro so richtig schwingen und uns sooooo viel leisten. Na toll !
Da können wir doch glatt zum Millionär werden, wenn wir uns Mühe geben. rofl rofl rofl

Paulchen gib Dir nicht zuviel Mühe, sonst klappts am Ende noch. :pfeifen:

Gruß

Sebring.

Hm, wir achten eigentlich schon immer aufs Geld und ein Zimmer mit 20 Grad gilt bei uns schon fast als überheizt. Auch kleine Kinder brauchen nicht soviel Wärme, wie m an oft annimmt, gabs ja früher auch nicht, da war normalerweise EIN Raum, in dem es warm war.

Mein erstes Kind wuchs in einem uralten Haus mit Ofenheizung auf. Die gab es im Bad und im Wohnzimmer. Mein Baby war ein Winterkiind und im Schlafzimmer schafften wir gerade mal 12 Grad. Wärmflasche mit ins Körbchen und gut zugedeckt und fertig. Dieses Kind war übrigens so gut wie nie erkältet. Unser zweites Kind, aufgewachsen in einer Wohnung mit Zentralheizung dagegen fast ständig.

Natürlich vergleiche ich auch die Lebensmittelpreise, achte hier aber auch auf Qualität und darauf, dass nichts weggeworfen werden muß. Wasch- und Spülmaschine werden nur angeschaltet, wenn sie auch tatsächlich voll sind ich benutze z. B. alte T-Shirts zum Putzen. Mir würde es nicht im Traum einfallen, für einen Putz- oder Spüllappen Geld austzgeben. Sparsamkeit ist auch mit ein Grund, weshalb bei mir fast ausnahmslos mit flüssiger Schmierseife geputzt wird.

Das habe ich aber alles schon immer so gemacht.

Von einem Aufschwung habe ich persönlich tatsächlich auch noch nichts gemerkt. Aber solange wir uns z. B. zwei Autos und eine Putzfrau fürs Grobe leisten können, weigere ich mich, zu jammern.


Jammern darf ich eigentlich auch nicht, aber...
Ich hab immer gedacht das, wenn ich mal alt bin, so wie ich jetzt bin, ich mir das "leisten" kann was ich möchte.
Ich hab keine großen Ansprüche, aber anscheinend sind sie doch zu groß.
Mein Mann ist mit 47 Jahren wegen Schlaganfall Pensionär geworden und bekommt 65 Prozent seines Gehalts. Gut, fürs Nichtstun ist das viel, aber mit Familie, Haus, Autos, Hund, ... bleibt nix übrig. Ich weiß nicht wo wir uns noch einschränken sollten.
Allein die Versicherungen verschlingen Unmengen an Geld. Aber sollte man die kündigen?
Aufschwung? Ich frag mich wann der bei uns kommen wird. So ohne Weiteres bestimmt nicht. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer.


Ich denke ,dass man durch den Euro manchmal Dinge kauft, die man vorher nicht gekauft hätte. Zum Beispiel ging es mir neulich bei Coctailtomaten so, da kostete eine kleine Packung 2,99 Euro-für 6 DM hätte ich die bestimmt nicht gekauft. Ob es jetzt alles teurer geworden ist, dafür weiß man die alten Preise nicht mehr alle. Auf jeden Fall ist es in der Gaststätte viel teurer geworden. Da hat man früher für 15 DM ein tolles Essen bekommen. Heuteistes schon fast normal 15 Euro für ein Essen zu bezahlen.
Wenn die Arbeitslosenquote geringer geworden ist, heisst es nicht, dass die Leute mehr Geld haben.
Uns selber geht es nicht so schlecht, denken aber auch, dass das Geld schneller ausgegeben ist.
Carolin


Weit und breit kein Aufschwung in Sicht - eher das Gegenteil :trösten:


Carolin112 hat vollkommen recht !
Das kann man auch in anderen Bereichen feststellen.
Neulich hatte ich ein Gespräch mit einem Gebrauchtwagenhändler,meinte
z.B. bekam er früher alte Karren für 500 DM angeboten und heute werden
ihm solche Autos für 500 Euro angeboten.
Und viele Vermieter sind auf dem gleichen Trip.Hallo - 600 Euro sind ca.
1200 DM !!
Und denkt nur mal an die sogen. 99 cent Angebote !


Mein mann und ich , wir sind beide Rentner, haben noch nie drauflos
wirtschaften können, aber jetzt ist es unmöglich. Es ist alles aber auch alles
teurer geworden , sogar das Brotbackmehl . Wir sitzen im Wohnzimmer bei
19 ° , mir ist ar...kalt. wir trauen uns gar nicht die Heizung höher zu drehen , denn wir haben unsere Heizungs/Nebenkostenabrechnung bekommen , da haben wir trotzdem 600,-€ nachzubezahlen und wir haben nicht gewüsstet.
Ich weiss nicht , bei wem der Aufschwung angekommen ist, bei uns jedenfalls
nicht, im gegenteil , es geht immer mehr bergab.


Zitat
Klementine geschrieben am: 14.03.2008 18:57:15
  Ich bin heute an der Wurstbude vorbei gekommen, wo wir in der Lehre freitags immer Currywurst geholt haben.
D. h. ich bin nicht an der Wurstbude vorbei gekommen...

Immer noch so gut wie damals - und noch genauso teuer.  Kostete damals schon ca. 2,10 (DM)


So isses :wallbash:

Bei meinen Chef ist der Aufschwung angekommen <_< Neues Auto, hat nur 75.000EUR gekostet.
Wir hatten 2007 den höchsten Umsatz seit Jahren!!!!
Aber bloß keinen Euro mehr Weihnachtsgeld zahlen, schließlich sind wir ja auch nur diejenigen, die den Laden voll machen :labern: :labern: :labern:


Zitat (Sailor @ 15.03.2008 10:52:51)

So isses :wallbash:

Das ist aber inzwischen fast 20 Jahre her. Als Ausbildungsvergütung gab es DM 600.

Sogar an der Eisdiele sieht man den Aufschwung. Die haben alle von 60Cent/Kugel auf 70 Cent aufgeschlagen. Ich möchte auch mal 15% mehr Lohn haben.

Rechnet blos nicht in alte DM-Zeiten nach :labern:

und beim Benzin erst :wallbash:


Zitat (Sparfuchs @ 15.03.2008 17:10:23)


Rechnet blos nicht in alte DM-Zeiten nach :labern:

und beim Benzin erst :wallbash:





(IMG:http://www.smilieportal.de/midi-smileys/musik_party/0002.gif) und kost's Benzin auch drei Mark zehn.... scheissegal, es wird schon gehen ...


bei drei Mark zehn sind wir ja bald :(

Zitat (Sparfuchs @ 15.03.2008 17:10:23)
Sogar an der Eisdiele sieht man den Aufschwung. Die haben alle von 60Cent/Kugel auf 70 Cent aufgeschlagen. Ich möchte auch mal 15% mehr Lohn haben.


Bei uns in der Kleinstadt nehmen alle Eisdielen 80 Cent !!! :heul:

Habe mir heute Mittag mal die Frühjahrsmode angesehen,
Die Preise 1 zu 1 umgerechnet, für eine einfache Bluse 49,95 im Kaufhof.
Fast 90,oo DM :blink:

:weissefahne:

Ich wollte mich hier überhaupt nicht beteiligen. Das Zitat von mir ist aus dem Kochforum - Was kommt heute bei euch auf den Tisch!!! Eigentlich wollte ich nur ausdrücken, in welcher Nostalgie ich geschwelgt habe... Der Würstchebrater/verkäufer noch der gleiche, die Currywurst gut wie immer und sogar der Preis der gleiche, na ja fast eben.


Ich hab gerade mal gegoogelt - die Ausbildungvergütung hat sich auch verdoppelt. Ich habe damals im ersten Lehrjahr DM 610,00 bekommen, Tarif heute ist € 671,00. Das passt.


Zitat (Klementine @ 15.03.2008 19:55:01)
Ich hab gerade mal gegoogelt - die Ausbildungvergütung hat sich auch verdoppelt. Ich habe damals im ersten Lehrjahr DM 610,00 bekommen, Tarif heute ist € 671,00. Das passt.

Ich habe 50,00 Dm bekommen :pfeifen:

Auch wenn die Ausbildungvergütung angepasst wurde, obwohl mir das etwas viel vorkommt.
[QUOTE]damals im ersten Lehrjahr DM 610,00 bekommen, Tarif heute ist € 671,00. Das passt.[QUOTE]
Das bekommt ja kein Billiglohnarbeiter!! :labern:

Die Gehälter und die Renten wurden halbiert.
So dass es gedanklich schon hinkommt,
Currywurst gestern 4,7o DM heute 4,70 € :blink:

Bearbeitet von Sailor am 15.03.2008 20:08:10

Aufschwung?

... ich sehe es eher als Abstieg!

Bin grad vor `ner Stunde vom Einkaufen gekommen - hatte meinen Einkaufskorb dabei
und dort passt heute nicht mehr rein, als sonst!
Wenn ich vor 1 1/2 Jahren den Laden mit dem gefüllten Korb verlassen habe,
reichten mir 30 Euro
- heute ist`s mir zum vierten Mal passiert, schon wieder knapp 50 Euro!!!
Für ein bisschen frische Wurst, Käse, Aufbackbrötchen, Tomaten, Sahne, Joghurt...
ok, ich hab einmal Graved Lachs für`s Frühstück morgen mitgenommen,
aber dafür auch reduzierte Bratwurst, die bis Montag in die Truhe kommt.
Ich esse für mein Leben gerne Käse - am liebsten den herzhaften
- aber selbst den kaufe ich nicht mehr, weil der Preis von 7,90€/kg auf 12,90€/kg gestiegen ist.

Ich bin ehrlich, mittlerweile spare ich am meisten bei Lebensmitteln und Hygieneartikel
weil man m. E. dort noch am meisten sparen kann.

Bis vor einigen Wochen war z. B. Ananas und Bananen billiger, als Äpfel
- wie schwachsinnig ist das denn?

... oh man, ich könnte mich jetzt hier mal grad so in Rage scheiben..... :wallbash: :wallbash: :wallbash:


[QUOTE=Sailor,15.03.2008 20:03:51]Ich habe 50,00 Dm bekommen :pfeifen:

Auch wenn die Ausbildungvergütung angepasst wurde, obwohl mir das etwas viel vorkommt.
[QUOTE]damals im ersten Lehrjahr DM 610,00 bekommen, Tarif heute ist € 671,00. Das passt.[QUOTE]
Das bekommt ja kein Billiglohnarbeiter!! :labern:

Die Gehälter und die Renten wurden halbiert.
So dass es gedanklich schon hinkommt,
Currywurst gestern 4,7o DM heute 4,70 € :blink:[/QUOTE]


DM 50. Wann denn? Ich hab gerade mal in dein Profil geguckt, du wirst wohl kaum um 1990 rum die Lehre gemacht haben und die Currywurst hat bestimmt noch keine 2 Mark gekostet. ;)

Irgendwie fangen wir hier an, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Dem Rest kann ich gedanklich überhaupt nicht folgen.


von labens:

Ich lege mein Festgeld immer dort an, wo ich 20 bis 50 € Begrüssungsgeld bekomme. So wie es früher mal in Ex-DDR Zeiten war. Nachdem ich schon mindestens 4 mal gewechselt hatte, lohnt sich das. Von Vorteil ist, dass meine Frau einen anderen Namen hat, wie ich.
Ausserdem beziehe ich TV-Zeitschrift, Computerzeitschrift quasi umsonst, da die Jahresgebühr als Werbeprämie an die Frau gezahlt wird. Und nach 1 Jahr wird gekündigt. Und der Ehepartner wird dann wieder als neuer Abonnent gewonnen.

Ganz ehrlich - solange es Menschen mit einer solchen Einstellung gibt (da wurden ja nur einige Beispiele genannt, da wird mit Sicherheit noch mehr zur Einsparung getan, als hier genannt wurde) - auf die Art wird der Aufschwung nie bei uns ankommen.
So wird nur eine ganze Menge kaputt gemacht.


Mal umgerechnet:

1 Liter Benzin: 1,44 € = 2,88 DM

2-pfünder Brot: 2,80 € = 5,60 DM

1 Pfund Nudeln: 1,29 € = 2,59 DM (die besseren Sorten)

1 Liter Milch: 0,73 € = 1,46 DM

2000.- Mark Lohn = 1000.- Euro Und die sind geblieben.

Man sollte wirklich mal die Preise NUR der Waren vergleichen, die dem täglichen Bedarf dienen. Dann hats ein Ende mit dem Unwort "Aufschwung".

Auch die Statistik bezüglich der "enorm gesunkenen Arbeitslosigkeit" ist doch glatt gelogen. Was für Arbeitsplätze sind denn überwiegend geschaffen worden? 1-Euro-Jobs. 400-Euro-Jobs. "Jobs" bei Zeitarbeitsfirmen, also moderne Sklaverei. Ich habe mal im Fernsehen gesehen, dass sogar Umschüler, Leute in sogenannten "Maßnahmen" und Hartz-IV-Empfänger nicht in der Stitistik stehen. Wenn ich mir die Mühe mache, und alle seriösen Quellen nach Zahlen durchforste, komme ich auf insgesamt 6 - 7 Millionen Menschen, die reell bezahlte Arbeit suchen.

Da frage ich ganz öffentlich und sehr laut:

WO BITTE, FRAU MERKEL, BLEIBT DENN DER AUFSCHWUNG????????

Wenn Aktionäre und Kapitalgesellschaften auf Teufel komm raus verdienen, brauchen die sich nicht wundern, wenn der schläfrige Deutsche Michel irgendwann aufwacht und in diesem Land Gewalt herrschen wird - solange, bis die Verantwortlichen abgestraft werden. Wir schauen uns die Geschichte an: Kaiserreich, Weimarer Republik, dann Addi. Muss es wirklich soweit kommen?

Gruß

Abraxas


Ganz toller Beitrag, Abraxas!

Alles dürfen wir wohl aber nicht unseren Politikern zuschreiben, auch wenn deren Taschen wohl gefüllt sind und sie sich keine Sorgen um die Renten machen müssen.

Wie man an meinem vorherigen Beitrag gut sehen kann, gibt es leider sehr viele Menschen, die sich diese "Geiz-ist-geil-Mentalität" zugelegt haben und denen dann auch egal ist, ob sie anderen damit schaden.
Wäre das nicht so, müsste nicht im Ausland billig produziert werden.

Dass es mit dem "Geiz-ist-geil" absolut nicht hinhaut, sehen und spüren wir doch.
Alles wird immer teurer, die Einkommen aber sinken. Das scheint wohl noch geiler zu sein. :labern:


Zitat (Hilla @ 16.03.2008 17:08:51)
Wie man an meinem vorherigen Beitrag gut sehen kann, gibt es leider sehr viele Menschen, die sich diese "Geiz-ist-geil-Mentalität" zugelegt haben und denen dann auch egal ist, ob sie anderen damit schaden.
Wäre das nicht so, müsste nicht im Ausland billig produziert werden.

Dass es mit dem "Geiz-ist-geil" absolut nicht hinhaut, sehen und spüren wir doch.
Alles wird immer teurer, die Einkommen aber sinken. Das scheint wohl noch geiler zu sein. :labern:

Geiz ist Geil - naja, das ist doch ein Teufelskreis - habe ich weniger Geld, muss ich schauen wo ich am meisten dafür bekomme. Das wiederum kostet Arbeitsplätze.
Die Lohnnebenkosten steigen dadurch und noch mehr Menschen müssen sparen.
Ich kaufe trotzdem viele Dinge lieber aus Deutschland, da die Qualität noch viel höher ist. Auch einheimisches Obst und Gemüse kann es in der Saison mit ausländischem aufnehmen.

Natürlich sind die Politiker schuld, Sie sind unsere gewählten Vertreter und schaffen die Rahmenbedingungen. Leider haben Sie unser Land in den Ruin gewirtschaftet. Die hohen Schulden sind das Problem. Wir schaffen es ja noch nicht mal in guten Zeiten, Schulden zu tilgen.

Zitat
Geiz ist Geil - naja, das ist doch ein Teufelskreis - habe ich weniger Geld, muss ich schauen wo ich am meisten dafür bekomme.


So sehe ich das auch, Sparfuchs. Wenn ich wenig Geld habe, dann schaue ich natürlich auch nach Ware, die weniger kostet. Das ist halt nur natürlich. Und je mehr Personen zu versorgen sind, umso schwieriger wird das und man schaut noch mehr gezielt auf günstige Artikel. Geizig ist für mich nur derjenige, der es sich finanziell erlauben könnte, aber dem billig immer noch zu teuer ist.

Obwohl man natürlich wieder unterscheiden muss, ob teuer gleich gute Qualität bedeutet oder billig gleich schlecht. Aber du hast schon recht: Wenn Ware ständig billig produziert wird, kann man keine vernünftigen Löhne erwarten. Übrigens finde ich es mittlerweile ganz schön schwer, Waren zu finden, die nicht im Ausland produziert worden sind. Auf Lebensmittel versuche ich zu achten, aber bei Textil und Haushaltswaren ist es schon sehr schwierig. Habe letztens durch Zufall einen Bericht gesehen, wo zwei Frauen in Kaufhäuser gegangen sind und nach Kleidung gesucht haben, die in Deutschland produziert worden sind...naja...da findet man eher die Nadel im Heuhaufen.

Eigentlich lebt doch die Wirtschaft von Import und Export. Aber wenn solche Unterschiede im Preis und Qualität herrschen, dann haut das einfach nicht hin.

Zitat (missmocca @ 15.03.2008 20:20:25)

Bis vor einigen Wochen war z. B. Ananas und Bananen billiger, als Äpfel
- wie schwachsinnig ist das denn?


*offtopic-Modus-an*
Das wiederum liegt an unserem tollen Weltwirtschaftssystem (Globalisierung) - ich vermute mal, die Bananen- und Ananasbauern arbeiten eben zu noch viel niedrigeren Löhnen als die Erzeuger von Äpfeln es oft tun. Und der Transport um den halben Globus ist leider immer noch schweinebillig (und wird auch sehr stark subventioniert). Letztes Jahr habe ich zu diesem Thema einen brillianten Vortrag vom Autor dieses Buches gehört: So ist es z.B. billiger, die Walnüsse für das M****pick-Walnuss-Eis in China zu produzieren und zu verarbeiten, sie dann zum Karamelisieren irgendwo anders hin zu schippern (hab vergessen wohin? Italien? Ist auch egal) und dann die karamelisierten Walnüsse wieder um die halbe Welt in die M****pick-Eis-Fabrik zu schippern - während hierzulande die heimischen Walnüsse verrotten.
Gibt noch viele so hirnissige Beispiele. Da kann einem wirklich schlecht werden.
*offtopic-Modus-wieder-aus*

Bearbeitet von madreselva am 16.03.2008 18:14:36

Zitat (Staubhase @ 16.03.2008 18:03:47)
Übrigens finde ich es mittlerweile ganz schön schwer, Waren zu finden, die nicht im Ausland produziert worden sind. Auf Lebensmittel versuche ich zu achten, aber bei Textil und Haushaltswaren ist es schon sehr schwierig. Habe letztens durch Zufall einen Bericht gesehen, wo zwei Frauen in Kaufhäuser gegangen sind und nach Kleidung gesucht haben, die in Deutschland produziert worden sind...naja...da findet man eher die Nadel im Heuhaufen.


Das liegt aber nicht immer daran, dass man diese Dinge nicht in Deutschland herstellen liese - sondern das die Gewinne eben höher sind, wenn im Ausland produziert wird.

A......s Sportschuhe kosten in der Herstellung keine 10 Euro - verkauft werden Sie ......

Das ist es ja die einen verdienen immer mehr und die anderen immer weniger.

Auch das Nokia- Werk in D arbeitete mit Gewinnen. Ich kaufe von solchen Firmen nichts mehr, ebenso wie Elektrolux, die AEG erst aufgekauft (des Namens wegen) und dann ins Ausland. Leider sind aber die wenigsten so konsequent.

Zitat (madreselva @ 16.03.2008 18:06:46)
*offtopic-Modus-an*
Das wiederum liegt an unserem tollen Weltwirtschaftssystem (Globalisierung) - ich vermute mal, die Bananen- und Ananasbauern arbeiten eben zu noch viel niedrigeren Löhnen als die Erzeuger von Äpfeln es oft tun. Und der Transport um den halben Globus ist leider immer noch schweinebillig (und wird auch sehr stark subventioniert). Letztes Jahr habe ich zu diesem Thema einen brillianten Vortrag vom Autor dieses Buches gehört: So ist es z.B. billiger, die Walnüsse für das Mövenpick-Walnuss-Eis in China zu produzieren und zu verarbeiten, sie dann zum Karamelisieren irgendwo anders hin zu schippern (hab vergessen wohin? Italien? Ist auch egal) und dann die karamelisierten Walnüsse wieder um die halbe Welt in die Mövenpick-Eis-Fabrik zu schippern - während hierzulande die heimischen Walnüsse verrotten.
Gibt noch viele so hirnissige Beispiele.  Da kann einem wirklich schlecht werden.
*offtopic-Modus-wieder-aus*

Ja, stimmt.

Es liegt aber vielleicht auch einfach nur daran, dass es "frische" Äpfel Mitte März( = ein halbes Jahr nach der heimischen Ernte!) nur gibt, weil sie entweder um die halbe Welt geschifft wurden, genauso wie die Ananas oder weil sie seit einem halben Jahr in einem heimischen Kühlhaus liegen.

Der Energiebedarf ist übrigens fast der gleiche.

*Super-off-topic-an*
Was mir echt fehlt, ist der jährliche Jammer-Thread, dass Gemüse, insbesondere so jahreszeitlich passende wie Tomaten, Gurken oder Kopfsalat wieder sooo teuer geworden sind.


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