Der Vorgesetzte: hat folgendes gesagt......


.... merkst du denn nicht, dass dich hier niemand leiden kann?

Wie soll/kann/muss man auf solch eine Äußerung reagieren???

Dieser Satz kam gestern nicht urplötzlich, sondern hat auch eine Vorgeschichte:

- Mobbing
- "Burn Out"
- eine siebenwöchige REHA
- eine Wiedereingliederung im Betrieb
- in den vergangenen Wochen erneutes, ständiges Suchen nach Fehlern...

Erwähnen möchte ich noch, dass es nicht um mich, sondern um einen Familienangehörigen geht,
er ist seit 22 Jahren in dem Betrieb (gehobene Gastronomie) beschäftigt.

Mir fehlen einfach die Worte für das Verhalten des Chefs :( :wallbash:

und ich hoffe, dass sich hier bei den Muttis jemand findet :blumen:

der mich etwas bestärkt, damit ich diese/n "Kraft/Ratschlag" weitergeben kann :trösten:

unmöglich vom Vorgesetzten. Ich würd mich schnellstens nach nem neuen Job umschauen, bevors ihn noch mehr kaputt macht.


Zitat (missmocca @ 10.05.2008 10:35:12)
.... merkst du denn nicht, dass dich hier niemand leiden kann?


Hallo @Missmocca...

Sorry, aber als so einfach in den Raum gestellte Aussage ist mir (persönlich) das zuwenig...

Es kommt auf den "Gesamtzusammenhang" an, als und vor allen Dingen WIE der Satz gesagt worden ist...

Es könnte z. B. auch als "konstruktives Mitarbeitergespräch" einen "motivierenden" Hintergrund haben, es könnte eine "Info" für das Bestreben nach "Änderung" sein, es könnte natürlich auch eine Anfeindung oder der Versuch zu einer "Selbstaufgabe" sein... usw. usw. usw...

Vielleicht sind da die Hintergründe durch die "Erlebniswelt des Einzelnen", hier eben der betroffenen Person, anders "aufgenommen" worden, als es letztendlich sein sollte...

Wer weiß..., ich war nicht dabei...

Grisu..., sorry, ist bestimmt nicht das, was Du lesen wolltest... ... ...

ich würde mir auch den Chef schnappen und um ein Gespräch bitten...Dann soll er klartext reden...
Oder auf grund des Satzes eine Mitarbeiterversammlung..oder sowas.. Da sollen sie sagen was los ist...
Ich glaube, das es hart werden könnte, doch ich bin der Meinung, dann weisst du wodran du bist!!

Sille


@werschaf & Sille

danke :blumen:
Ich denke auch, dass diese Angelegenheit nicht so im Raum stehen bleibt.

@ Grisu 1900

... bin dankbar für jede Antwort :blumen:

Ich habe ja auch nicht nur den Satz gepostet, sondern auch etwas zu der "Vorgeschichte" geschrieben
Dies sollte deutlich machen, dass es sich keineswegs um ein "konstruktives Mitarbeitergespräch" handeln kann.
Und als Motivation oder Bestreben nach Änderung ist diese Aussage schon gar nicht zu sehen
- jedenfalls nicht in diesem Fall.
Diese von dir genannten Argumente sind nämlich für den Arbeitgeber Fremdwörterer
- tja, das gibt`s heutzutage tatsächlich auch noch.
Ein kleiner (Familien) Betrieb, der nach außen hin schick und nobel ist!
Und hinter den Kulissen wird niveaulos und primitiv ausgeteilt!



Hier wird ganz gezielt gegen einen Mitarbeiter vorgegangen
- in der Hoffnung, dass dieser von sich aus kündigt.


Hallo @Missmocca...

Ok, wenn sich das so klar rauskristallisiert, dann würde ich in die Offensive gehen:

Chef zum Gespräch bitten/ auffordern/ veranlassen...

Daraufhin drängen, das Klartext gesprochen wird...

Nötigenfalls "juristischen Rat" einholen...

...und dann die bzw. meine Ziele manifestieren und darauf hin arbeiten...

Zugegeben, klingt blöd, aber nach den gelesenen Zeilen, wäre das dann so in etwa meine Vorgehensweise...

ACH ja, eventuelle "Gesprächszeugen" mit dazu nehmen... ... ..., mir auf jeden Fall auch "Gesprächsnotizen" WÄHREND des Gespräches machen... ... ...

Grisu... ... ... :blumen:


JEP :applaus:

... danke Grisu :blumen: so hatte ich mir das auch gedacht!

juristischer Rat wurde schon vor zwei Jahren (wegen Mobbing) eingeholt

- hat den Arbeitgeber aber nicht interessiert.

Ich denke, dass die Angelegenheit (mit Druck des RA) erneut aufgegriffen wird....

Das könnte ein harter Weg werden, aber so geht`s auch nicht weiter!


Zitat (missmocca @ 10.05.2008 10:35:12)

er ist seit 22 Jahren in dem Betrieb (gehobene Gastronomie) beschäftigt


.........und nebenher noch woanders bewerben. In der Gastronomie werden immer
wieder Leute gesucht. Viel Erfolg :blumen:

Ohje, Missmocca,
ganz harter Tobak.. besonders wenn - so wie ich das rauslese - nicht der erste Vorfall der Klasse "Mobbing" ist.
Wenn den Arbeitgeber damals "der RA nicht interessiert hat", dann wird es deinem Familienmitglied sicher dieses Mal nicht anders gehen.

Ich in diesem Fall würde dann lieber weggehen, und eine neue Arbeit suchen. Ich weiß, dass dann der AG gewonnen hat...aber was nützt einem "Gewinnen", wenn es dabei die Gesundheit gefährdet :heul:

Ich wünsche euch ganz viel Kraft, das zu überstehen!!


[QUOTE]- Mobbing
- "Burn Out"
- eine siebenwöchige REHA
- eine Wiedereingliederung im Betrieb
- in den vergangenen Wochen erneutes, ständiges Suchen nach Fehlern...
[QUOTE]


Wäre es nicht schon längst Zeit für eine Veränderung gewesen?

Oder stehen ggf. in dem Betrieb selbst Veränderungen an, die evtl. Entlassungen nach sich ziehen könnten und auf diese Weise soll ein Betriebsangehöriger mit sehr langer Betriebszugehörigkeit "rausgeeckelt" werden (um vielleicht eine hohe Abfindung einzusparen)?

Ich finde das firmentinterne Zusammenhänge meistens sehr komplex sind und von betroffenen Personen oft (verständlicherweise) einseitig dargestellt werden. Nichtsdestotrotz, bei den obigen Sympomen wäre ich persönlich schon längst weg gewesen. Zumal im Gastronomiebereich durchaus ein gewisses Angebot für Arbeitssuchende besteht.

Happy Hippo


Bei den ganzen Tips, die in Richtung "kündigen und was neues suchen" gehen, muss aber auch ganz klar beachtet werden, dass bei einer Eigenkündigung (genau so wie bei der Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages) eine Sperre des Arbeitslosengeldes droht. Wenn sich dann nicht direkt ein neuer Job findet oder man nicht direkt in einen anderen nahtlos übergehen kann, bedeutet das finanzielle Turbulenzen.
"Geschickter" in puncto Finanzen wäre es sicher, das Arbeitsverhältnis mit einer Kündigung aus betrieblichen Gründen des arbeitgebers zu beenden. Hat den Vorteil, dass es ne Abfindung geben könnte (jedenfalls, wenn es zu einem Kündigungsschutzprozess kommt) und keine ALG-Sperre gibt, da die Arbeitslosigkeit nicht selbstverschuldet wurde.
Fragt sich halt nur, ob dein Verwandter das psychisch aushält, dort noch länger zu bleiben.


Ich kenne die Probleme aus der Gastronomie in- und auswendig. Habe selbst nach 15 Jahren das Handtuch geworfen, nachdem auch ich in einem Familienbetrieb Kopf gestanden habe, um es meinem Chef recht zu machen....aber ohne denselben Nachnamen war es nicht möglich, dass er zufrieden war. Meine Vorgängerin dort hat das Unternehmen auch verlassen. Sie hat selber gekündigt, und auf Grund ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes (den sie sich vom Amtsarzt hat bestätigen lassen), hat sie trotzdem Geld vom Arbeitsamt bekommen. Sollte es deinem Verwandten also tatsächlich so schlecht gehen, hat er da eine Möglichkeit (in der Gastronomie nichts Ungewöhnliches!)
Ansonsten bleibt ja wirklich noch, sich etwas Neues zu suchen (schlimmer kanns ja wohl kaum werden, oder?)
Nur Mut. Das ist ne ganz harte Branche, aber man kann auch Glück haben, und oft ist der Dienstweg bei den Gastronomen viel kürzer, und man kann ganz schnell irgendwo einen Super-Job finden.Gerade mit 22 Jahren Erfahrung!


@Hippo

... der Chef hat vor einigen Wochen tatsächlich etwas von "Umstrukturierung" geredet
- du könntest also durchaus Recht haben :hmm:

@all
Na klar werden in der Gastronomie Leute gesucht, aber nach mehr als 30 Jahren in dem Job
und den "Schwierigkeiten" im jetzigen Betrieb ist ein Wechsel in einen anderen Betrieb nicht vorstellbar.

Aufgrund des REHA Berichts würde auch ALG gezahlt....

Tja, und dann wäre da ja auch noch eine Abfindung..... aber die wird`s wohl nicht geben
- und was nutz in diesem Falle auch das "viele Geld" - wenn jemand psychisch am Boden liegt....

... erstmal ist er bis Mitte Juni arbeitsunfähig - also Zeit zum Luft holen - und sich erkundigen, wie es weitergehen könnte.

Danke euch :blumen:


Vielleicht hilft dir bzw. deinem Familienangehörigen "Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" (AGG) weiter.

Wenn ein Arbeitswechsel nicht so ohne weiteres in Frage kommt, würde ich mir einen guten Fachanwalt für Arbeitsrecht nehmen.

Ich wünsche euch langes Durchhaltevermögen und viel Erfolg :blumen:



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