Endlich nen Job: und dann ...


hi muttis,

bin schon seid längerm auf der suche nach nem job. sei es auf 400 € basis oder teilzeit.
hab jetzt per zufall nen job als kassierin in ner tankstelle bekommen auf 400 €basis.
heute hat mir meine unmittelbare vorgesetzte gesagt, der chef zahlt keinen urlaub oder krankengeld. NUR die anwesenden stunden werden vergütet. soweit ich informiert bin, hat auch ne aushilfe recht auf bezahlten urlaub. auf meine frage dadrauf meine meine vorgesetzte, " tja, meint der chef, wem es nicht passt, kann ja wieder gehen ".
ich finde das ist ausbeutung. ich gehöre nicht zu der gruppe menschen, die andauerd krank sind oder " spielen ".
kann es mir aber nicht leisten, den job abzusagen, ich BRAUCHE die kohle!!!
habt ihr ähnliche erfahrungen gemacht?

LG lotte-franziska


also...
gesetzlich stehen dir drei wochen bezahlter urlaub im jahr zu....
aber gesetz und realität unterscheidet sich eben...
du sagst, du brauchst geld...
freu dich, dass du nen job hast...
vielleicht kannst du ja auch etwas mehr arbeiten, um dann mal am stück ein paar tage frei zu machen...
ich muss mich in 2 wochen operieren lassen und nehme dafür meinen urlaub, weil es personell gar nicht anders geht und sonst mein urlaub verfällt...
was macht man nicht alles für einen job, den man liebt...
smile

lg
anna


Hallo Lotte,


so blöde es ist, aber ich denke fast, damit musst du dich abfinden.

Bei der hohen Arbeitslosigkeit liegt bei dem Thema die Theorie (gesetzl. Urlaubsanspruch) und die Praxis weit, weit auseinander....

Vielleicht am besten ganz pragmatisch denken: Da erst bleiben, das Geld mitnehmen und nebenbei weitersuchen...

:peace:


Ne Lotte,

so einfach ist das nicht.

Für Dich musst Du entscheiden ob Du Nerven und Mut hast.
Dann:

schau mal unter Haushaltshilfe. Da habe ich irgendwo geschrieben, worauf man als Arbeitgeber achten muss. Das gilt dann selbst verständlich umgekehrt für den Arbeitnehmer.

Wirst Du dann hinausgeworfen, ohne schriftlichen Grund, und der Arbeitgeber stellt wieder eine / n Neue / n ein, dann kannst Du Klagen. Entweder auf Schadenersatz oder auf Wiedereinstellung.

Alle Angaben, die ich hier mache sind selbstverständlich ohne Gewähr und nur meine persönliche Meinung ;)


übrigens habe ich vor kurzem meinen Exarbeitgeber wegen meines Zeugnisses verklagt. Zuerst gibt es eine Güteverhandlung. In aller Regel wird sich dort dann schon gütlich geeinigt. Ist nur ein bürokratischer Akt. Geht alles sehr manierlich zu und kostet nichts. Der sog. Gütetermin dauert max. 15 Min. Da brauchst Du auch keinen Anwalt.
Klaro habe ich Recht gekriegt und der Arbeitgeber hat kleinbei gegeben. Es ist also nur sinnvoll vor Gericht zu gehen, wenn man im Recht ist - und es nicht nur glaubt.

Bearbeitet von Jaren am 11.02.2006 19:43:37



Der Beitrag von Jaren ist einer der Gründe, warum ich keine deutschen Angestellten mehr habe.
Als Arbeitgeber kann man sich den Gang vor das Arbeitsgericht eh sparen, da man in 99 % der Fälle verliert.
Ich hatte eine Angestellte, die einfach drei Wochen gar nicht erschien, mir dann Ihren Mutterschaftspaß hinschmiß und nebenher vorsorglich schon einmal Sozialhilfe kassierte um dann direkt für meinen Kunden in der telefonzentrale zu arbeiten, natürlich zu einem Dumpingpreis.

Der Prozeß war am selben Tag wie der gegen einen Mitarbeiter, der einem Mitbewerber Kundendaten weitergab, einen Firmenwagen zum Haschischkauf in den Niederlanden nutzte und nebenher noch einen Job bei einer Versicherung hatte.

Beide verloren, trotz Anwalt. Am selben Tag allen, bis auf wenige Ausnahmen, gekündigt und Russlanddeutsche, Engländer und Iren eingestellt. Klappt bestens.

Wir gestalten den Urlaub zB flexibel, dh wenn wenig zu tun ist ( Ostern und Herbst ) kann Urlaub gemacht werden, ansonsten arbeiten die Leute aber auch 70 Stunden die Woche wenn es sein muß.

Und eine AUSHILFE die Urlaub haben will schmeiss ich sicherlich auch raus. Wer soll das denn bezahlen? Und die Ersatzaushilfe, die ebenfalls Urlaubsanspruch hat, bezahle ich dann auch noch?

Kein Wunder, das Irland 17 % Wachstum bei 5 % Arbeitslosenquote hat. ( Und höheren Nettolöhnen!) Deutschland schläft immer noch den sozialverbrämten Gutmenschentraum der sozialen Hängematte bei vollem Lohnausgleich und 35 Stunden Woche. Und so Vögel wie Birske gehörten eingesperrt.


Eigentlich dachte ich, die Sklaverei wär schon lange abgeschafft :(


Zitat (proteus @ 12.02.2006 - 08:24:22)
Der Beitrag von Jaren ist einer der Gründe, warum ich keine deutschen Angestellten mehr habe.




Proteus, Du hast mir zu enormen Einsichten verholfen. Ich habe damals Bücherwurm und Chris im Benimmthread nicht folgen können. Nun kann ich es. Und ein dickes Dankeschön und Lob an euch beide Büchi und Chris.

Bücherwurm schrieb am 15.11.2005 17.43 Uhr und im Benimmthread

Bücherwurm:

Mir kommt es in erster Linie auf die Menschen an, wie sie sind, welche "Herzensbildung" sie haben. Ich habe in meinem Leben schon Leute erlebt , die mit 100iger Sicherheit auf dem Benimmparkett dahingeglitten sind. Menschlich gesehen allerdings haben sie sich als Schweine herausgestellt.

Was jetzt nicht heißen soll, daß ich mit Vorliebe an Straßenrändern stehende Pinkler mir angucke



Chris schrieb am 15.11.2005 18.19 Uhr

Ich möchte mir nicht anmaßen, Bücherwurm zu interpretieren, aber ich glaube, Jaren, du hast sie da etwas mißverstanden.

Ich habe es so verstanden, daß es in unserer Gesellschaft durchaus Leute gibt, die zwar die Höflichkeitsregeln und Tischsitten meisterlich beherrschen, charakterlich aber Schweine sind.

Nehmen wir als Beispiel den Vermieter, der in Gesellschaft alle Höflichkeitsregeln einhält, richtig Hummer essen kann usw., aber die 80jährige Oma gnadenlos aus der Wohnung auf die Straße setzt.

Und spätestens hier frage ich mich dann auch, ob mir nicht derjenige, der beim Rausgehn sagt 'Ich geh mal pinkeln', aber 'n anständiger Kerl ist, hundertmal lieber ist als besagtes Charakterschwein, das alle Benimmregeln beherrscht.

Lieben Gruß
chris

Dies beides sind Auszüge aus dem Benimmthread und wurden nicht von Chris und Büche zu diesem hier eingestellten Theam gepostet!!!!!!!!!!!

Bearbeitet von Jaren am 12.02.2006 10:10:43

Was nie zusammen gehen wird, sind die Meinungen, die die verschiedenen Lager zueinander haben!
Arbeitgeber waren in den meisten Fällen auch mal Arbeitnehmer!
Umgekehrt in den meisten Fällen eher nicht!!

Wovon man aber sicherlich ausgehen kann, ist, dass Arbeitgeber sicherlich wissen, was Arbeitnehmern zusteht ( zustehen sollte...) und was für Pflichten er hat ( haben sollte...)!

Was Arbeitnehmer sicherlich nicht wissen, ist, was ein Arbeitgeber zusätzlich für Aufwendungen für einen Arbeitnehmer hat, wovon dieser niemals erfahren wird.
Ganz einfach, weil es ihn ( AN) nicht interessiert.

Sogar, wenn auftragsmäßig die totale Flaute herrscht!

Mein Tipp:
Erst mal den Job ANFANGEN!!! Dann zeigen, was man drauf hat!! Dann irgendwann mal nach Urlaub, der einem tatsächlich zusteht ( wie auch in diesem Fall...) fragen!!
Wenn ich nach JAHREN endlich wieder einen Job bekomme, freue ich mich erst mal darüber, dass ich wieder eine AUFGABE habe, dann erst über die "Kohle", die ja bei einem 400€-Job wahrlich nicht der Hauptgrund sein kann.

Klar sind Arbeitgeber nicht von Leuten begeistert, die mit der offenen Hand und der Frage wann sie Urlaub haben, auf einen zukommen!

Die Medaille hat immer 2 Seiten!!

Rechte und Pflichten!!!

Für beide!!!!

Allerdings wird sich bestimmt irgendwann herumsprechen, wie auch ein Arbeitgeber seine Geschäfte betreibt und ob er sich an Regeln hält.
Irgendwann bleiben die Leute übrig, die er dann auch verdient!

Letztendlich muss jeder selbst wissen, ob er den Job macht oder nicht!
Gezwungen wird Gott sei dank niemand!

Und noch was zum Schluss:
Wenn ich gerade soviel arbeite, wie ich meine, es sei genug für die Bezahlung, werde ich niemals weiterkommen!!

Ich habe es immer so gehalten, wenn "meine" Leute in Vorleistung gegangen sind, sind sie ganz schnell "die Leiter hochgefallen".
Auch und gerade beim Urlaub!

Leistung wird vergütet!!!

So einfach ist das!!

Und aus einem 400€-Job kann dann ganz schnell eine Teilzeitstelle werden und aus dieser eine....!

Viel Glück auf jeden Fall



:gestatten:


@zerrfix-bike

Ja, so ist es! :yes:


Völlig klar, wenn ich in einer neuen Firma anfange und gleich am ersten Tag nach Urlaub rufe, hab ich´s versch.....Zu Recht, wie ich meine. Ich, als Arbeitnehmer, muss sicherlich erst mal Leistung und Flexibilität zeigen.
Doch sollte diese Flexibilität nicht einseitig bleiben.
Und Arbeitgeber können nicht von vornherein sagen : „Von mir gibt´s kein Krankengeld und keinen Urlaub.“

Wie gesagt, die Sklaverei ist (offiziell) abgeschafft.

Ein Arbeitsverhältnis besteht immer aus Geben und Nehmen.

Ja, richtig, zefixx-bike,

aus Rechten und Pflichten!!!

Für beide!!!!

Wenn dann jemand seine deutschen Mitarbeiter entlässt, weil er einen Prozess in den Sand gesetzt hat......:verwirrt:
Da fällt mir nur noch der Begriff „Gutsherrenmentalität“ ein.


@ zefixx bike : Enthusiastisches Klatschen aus der Reihe der Sklaventreiber und Ausbeuter.

Genau darum geht es nämlich. Was hat es mit Sklaverei zu tun, wenn ich von jemandem der mich Unsummen kostet, erwarte, das er seinen Job macht? Dazu gehört auch Loyalität, Eifer und Arbeitswille.

( Eine Sekretärin, die 1500 € netto verdient,kostet mich im Monat 3900 € - auch wenn Sie krank, in Urlaub oder Mutterschaft ist. Was es für einen kleinen Unternehmer bedeutet, wenn man dann noch einen oder zwei Nassauer dabei hat, sollte selbst Jaren klar sein. Und Ersatz braucht man auch.)

Dem Finanzamt und den Krankenkassen ist es gleich, wie die Auftragslage ist, ob die Kunden bezahlen ( Steuern werden kontokorrent fällig. also bei Rechnungsstellung, unabhängig davon, ob und wann der Kunde zahlt. Zahlt er gar nicht, zahlt man die Steuern trotzdem erst einmal. Und bekommt sie 20 Monate später wieder. Zusammen mit Gewerbe-Körperschafts-Vermögens-usw Steuer - 85 % der weltweiten Steuerliteratur ist in Deutsch verfasst )

Natürlich habe ich als Arbeitgeber auch soziale Verantwortung. In erster Linie muss ich aber wettbewerbsfähig und (firmenmässig) am Leben bleiben. Meine Mitarbeiter verdienen alle übertariflich und das auch zurecht, weil Sie Leistung bringen! Ich gönne es Ihnen von Herzen. Sie sind unmittelbar am Erfolg des Unternehmens beteiligt, so weiss zum Beispiel jeder,welcher Umsatz erwirtschaftet wird und wie sein Anteil daran ist. Wenn ich aber sage: Leute, das Projekt muss fertig werden, wer kann am Sonntag kommen? - es kommen fast alle ( Ja, ich weiss, Angst um den Job) Nein, Sie kommen freiwillig, bekommen das natürlich bezahlt und sicherlich auch einen Bonus obendrauf. Aber Sie kommen, wenn es nötig ist. Es hat noch nie um 18.00 Uhr einer die Luke dichtgemacht, weil Feierabend ist, obwohl die Hölle loswar. Ich habe dann aber auch kein Problem mit einem freien Tag, wenn wenig los ist.

Es geht um die Einstellung, die viele ( nicht alle, wie ich betone) Deutsche immer noch zur Arbeit haben. Die erste Frage sind die Rechte und der Verdienst. Auf die Rechte wird gepocht, die Pflichten werden vielfach mit "anwesend" abgehakt.

Konkret an dem og Beispiel ( ohne Unterstellung) Wer dringend einen Job braucht und auf das Geld angewiesen ist, sollte erst einmal anfangen. Wenn er Leistung bringt (und genau weiss, was er überhaupt machen soll) kann sicherlich auch nachher mit dem Chef verhandeln. Aber ich kann doch nicht erwarten mit der Argumentation "Urlaub steht mir zu , den mach ich dieses Jahr im Juni" zu kommen, bevor er überhaupt eine Stunde gearbeitet hat, geschweige denn mit dem Chef selber gesprochen.

Ich glaube nicht, daß sich einer meiner Mitarbeiter ausgebeutet fühlt, die Fluktuation in den lezten drei Jahren lag bei einem, und das wegen Wohnortwechsel und acht Neueinstellungen. Diese Leute kamen alle auf Empfehlung meiner Mitarbeiter, passen bestens zum Team und erfreuen sich bester Gesundheit. Alle haben zB eine Kündigungsfrist von 14 Tagen, weil Sie wissen, das im Krisenfall schnell gehandelt werden muss. Sie wissen aber auch, das Sie sofort wiederkommen können, wenn es besser läuft - was gottlob nicht nötig war, weil sich auch Produktivität und Elan gesteigert haben.

Vielleicht sollten viele, gerade in der heutigen Zeit, einfach aufhören, die Arbeit nur als lästige Pflicht zu betrachten und sich durch Einsatz profilieren ( das gilt sicherlich nicht für alle Branchen)

Sollte ich also jemandem mit meinem Beitrag auf sein soziales Gewissen getreten sein, bitte ich dies zu entschuldigen. Aber ich denke, es ist legitim, sich als Arbeitgber die Mitarbeiter auszusuchen, die Einsatzbereitschaft, Leistungswillen und Diszilin mitbringen. Und das sind vielfach (leider)keine Deutschen mehr - deutsche Staatsbürger dagegen umsomehr.


@obelix : Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Ich habe keinen entlassen, weil ich einen Prozeß in den Sand gesetzt habe. Das diente nur zur Verdeutlichung der Arbeitsmoral vieler Angestellter.
ich habe nach wie vor Deutsche beschäftigt, die sich ebenso einbringen. Ich habe mir nur damals die Freiheit genommen, mich von denjenigen zu trennen, die dieses Konzept nicht mittragen wollten. Weil es fünf vor zwölf war und mit dieser "nehmen" Menatlität ein kleines Unternehmen flugs konkurs ist. Als umstrukturiert, hin zu flexiberleren, angepassten zeiten und Gehältern.
Und bevor die Frage kommt " Was gibts an Weihnachtsgeld" erwarte ich die Frage "was kann ich tun?" ( Übrigens bekommen meine Mitarbeiter gar kein Weihnachtsgeld, sondern angepasste Boni, die oft ein vielfaches ausmachen. je nach Leistung - sei Ihnen von Herzen gegönnt)

Und ich denke, es ist nur fair, die Mitarbeiter unmittelbar am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen, genauso wie am Mißerfolg. Leider herrscht die Sitte vor "Nehmen wenn es gut läuft und versorge uns wenn es schlecht läuft ) Ich bin nun aber nicht Daimler oder die DB. Ich hafte mit meinem ganzen Vermögen, meinem ganzen Besitz und allem, was ich je haben werde. Wobei man in Deutschland nichts mehr haben wird nach einem Konkurs, egal ob verschuldet oder nicht.
Und bevor meine Mitarbeiter mich in den Ruin treiben, trenne ich mich.

Es sollte zum letzten durchgedrungen sein, die goldenen Zeiten sind vorbei.
Es ist doch ein Witz, das in Thüringen die Stahlindustrie streikt, weil 70 % der Gewerkschafter für einen Streik sind, aber nur 10 % aller Arbeitnehmer überhaupt in der Gewerkschaft sind.
Und streiken wollte da gar keiner. Was ist also gegen flexible Tarifverträge zu sagen? Bayern ist nicht NRW, Medien ist nicht Bank ( aber die selbe Gewerkschaft ) Und letztlich geht es um Beiträge und Gehälter der Herren Birske und Sommer, die das der Kanzlerin bei weitem übersteigen.


lach

Siehst Du Proteus, das hört sich ganz anders an, als das, was Du oben geschrieben hast. Oben klang es für mich einfach nur nach Heuern und Feuern, wehe einer macht das Maul auf.

Jetzt redest Du von unternehmerischen Pflichten und Rechten und vom Überlebenskampf. Auch da gebe ich Dir recht. Aber:

1. bin ich persönlich noch nie an ein- oder zwei Mitarbeitern Bankrott gegangen.
2. verringern die Personalkosten enorm die Steuerlasten - schließlich sind sie ja ein Aufwand.
3. hat ein Arbeitnehmer ja erst nach einem halben Jahr Anspruch auf Urlaub. Und die ersten zwei Jahre kann man das Arbeitsverhältnis ja auch schließlich auf Zeitvertrag laufen lassen. Das heißt; zuerst wird für dreiviertel Jahr abgeschlossen, wobei die Probezeit ein halbes Jahr sein kann. und dann noch einmal für ein Jahr.

und

4. Wenn ich irgendwo anfange zu arbeiten, dann möchte ich vorher wissen, welche Leistungen ich vom Arbeitgeber bekomme. Und beim Einstellungsgespräch frage ich: gibt es ein dreizehntes. Welche Sozialleistungen gibt es, wie sieht das mit dem Urlaub aus. etc.

Der Arbeitgeber hat heute so viele Möglichkeiten - es liegt schlicht daran, dass die meisten das Arbeitsrecht nicht gut genug kennen und deshalb dauernd auflaufen.

Sogar bei der Post kannten die es nicht. Und dort gibt es in ganz Deutschland 480.000 Mitarbeiter.


@ Jaren: Schön, dass wir uns wieder verstehen.
Allerdings können ein oder zwei Mitarbeiter sehr wohl ein Unternehmen in den Konkrus treiben.

Zum einen, warum soll ich "unproduktive Leute" mitschleppen? Zum zweiten kalkuliert ein normales Unternehmen mit 4-6 % Prozent Nettorendite. Also zehrt ein Gehalt den Gewinn auf. Und den möchte ich als Unternehmer schon machen, ich muss ja auch leben.
(Bevor jetzt einer mit Rücklagen kommt, die muss man erst einmal schaffen können, es muss ja auch investiert werden)

und wenn meine Kunden erst nach einem halbe Jahr bezahlen ( Projektende) ist das schon gravierend, was ich vorfinanzieren muss. Oder der Kunde zahlt gar nicht? Gut, unternehmerisches Risiko. Aber auch das muss ich kalkulieren können, oder? Es ist der Sache sicherlich nicht dienlich, wenn alle Ihren Job verlieren.


Dake, ich weiß wovon Du redest. Ich war selbst Unternehmensberaterin und habe die Sache nach vier Jahren hingeschmissen, weil ich Außenstände von - heute noch - fast 40.000 DM hatte / habe.
Und ich habe dann und wann auch mal eine Sekretärin gehabt, die faul und / oder dumm war und weil ich nicht im Büro sein konnte, machte was sie wollte. Heute würde die wahrscheinlich den ganzen Tag surfen. So jemanden schmeiß ich auch raus.
Die Zahlungsmoral von Auftragsgebern ist eine Katastrophe. Aber heute wäre ich auch klüger und würde das Geld zu 70 % bekommen. Damals wußte ich es nicht.


Ich lese hier immer nur, was kostet ein Arbeitnehmer. :wallbash: Ich weiß, Arbeitgeber haben die Frage, was bringt ein Arbeitnehmer der Firma nicht so gern. Ich kann für mein Berufsleben größtenteils nur sagen, für einen Hungerlohn habe ich meinen Arbeitgebern "goldene" Umsätze verschafft, was auch immer nach meinem Ausscheiden nachweisbar war. Und warum war das so? Weil ich meinen Beruf sehr liebe, kompetent bin und immer gewollt habe, daß in erster Linie die Kunden, und nicht die Chefs zufrieden waren. Und da die Kunden sehr zufrieden waren, kamen sie wieder und wieder , was sich letztendlich in den Umsätzen niedergeschlagen hat. Und übrigens bin ich bei allen geschäftlichen "Notlagen" eingesprungen, ob ich Urlaub hatte, ob ich 15 Stunden gearbeitet habe, oder was auch immer. Gegangen bin ich allerdings immer dann, wenn für mich die Grenze des Zumutbaren (die allerdings meist im "Menschlich-Unmenschlichen" des Arbeitgebers lag) erreicht war, als in den Arbeitsbedingungen. Ach ja, und von Urlaubsgeld und meist auch Weihnachtsgeld, davon konnte ich nur träumen. :angry:

Bearbeitet von Bücherwurm am 12.02.2006 14:25:54


Zitat (Bücherwurm @ 12.02.2006 - 14:18:21)
Ich lese hier immer nur, was kostet ein Arbeitnehmer. :wallbash: Ich weiß, Arbeitgeber haben die Frage, was bringt ein Arbeitnehmer der Firma nicht so gern. Ich kann für mein Berufsleben größtenteils nur sagen, für einen Hungerlohn habe ich meinen Arbeitgebern "goldene" Umsätze verschafft, was auch immer nach meinem Ausscheiden nachweisbar war. Und warum war das so? Weil ich meinen Beruf sehr liebe, kompetent bin und immer gewollt habe, daß in erster Linie die Kunden, und nicht die Chefs zufrieden waren. Und da die Kunden sehr zufrieden waren, kamen sie wieder und wieder , was sich letztendlich in den Umsätzen niedergeschlagen hat. Und übrigens bin ich bei allen geschäftlichen "Notlagen" eingesprungen, ob ich Urlaub hatte, ob ich 15 Stunden gearbeitet habe, oder was auch immer. Gegangen bin ich allerdings immer dann, wenn für mich die Grenze des Zumutbaren (die allerdings meist im "Menschlich-Unmenschlichen" des Arbeitgebers lag) erreicht war, als in den Arbeitsbedingungen. Ach ja, und von Urlaubsgeld und meist auch Weihnachtsgeld, davon konnte ich nur träumen. :angry:

:daumenhoch: Genau so sehe ich das auch.

wenn ich keine Mitarbeiter bräuchte und Sie mir nichts bringen würden, hätte ich keine.
Sicherlich gibt es solche und solche, aber mittlerweile sind die meisten Arbeitgeber bestrebt, das ganze als Teamarbeit zu sehen. Dies scheitert in der Praxis leider häufiger an den Arbeitnehmern, die sich mit Händen und Füssen dagegen wehren. Motto : Lieber etwas weniger verdienen, aber um 17.00 Uhr zuhause. Auch hier gibt es Ausnahmen.

Ich habe die Produktivität ( und damit den Umsatz) durch diese Einbindung gesteigert, zu beiderseitigem Vorteil. Und in der Dienstleistung machen nun einmal die Gehälter 90 % der Kosten aus.


Zitat (Bücherwurm @ 12.02.2006 - 14:18:21)
... Weil ich meinen Beruf sehr liebe, kompetent bin und immer gewollt habe, daß in erster Linie die Kunden, und nicht die Chefs zufrieden waren. Und da die Kunden sehr zufrieden waren, kamen sie wieder und wieder , was sich letztendlich in den Umsätzen niedergeschlagen hat. ................

  Ach ja, und von Urlaubsgeld und  meist auch Weihnachtsgeld, davon konnte ich nur träumen.  :angry:

So jemanden hatte ich auch!
Deine Einstellung in Ehren,...so wie du es siehst ( und bestimmt auch viele andere...) ist es für Dich sicherlich in Ordnung.

Wenn ich aber aus Deinem Kommentar lese " ...was sich auch im Umsatz niedergeschlagen hat" oder aber es "war dir wichtiger, dass die Kunden zufrieden waren und nicht der Chef...", dann ist auch bestimmt ( auch wieder für einige...) nachvollziehbar, dass es kein Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld gab.

Ein Beispiel: Ein Geschäftsführer bei mir meinte, er müsse alles, wirklich alles dafür tun, dass die "Kunden" zufrieden sein müssten. Das ging so weit, dass er UMSATZ mit GEWINN verwechselte ( so wie viele andere eben auch...)!
Das ist aber ein Riesenunterschied!
Viele Kunden kamen deshalb, weil sie so dermaßen gebauchpinselt wurden, obwohl sie eigentlich gar nichts kaufen wollten ( taten sie ja dann meistens auch nicht ...), Geschenke erhalten hatten, usw. und so fort...!

Wenn der Umsatz hoch ist, aber für den Geschäftsinhaber nix übrig bleibt, dann hat sich die ganze Plackerei nicht rentiert!!!
Dann ist es obersonnenklar, dass es weder W-Geld noch U-Geld gibt!!

WOVON denn??

Ich finde, es muss ein gutes Gleichgewicht gefunden werden!!!

Es kann nicht sein, dass Kunden, Gäste, Geschäftspartner usw. AUSSCHLIESSLICH kommen, weil sie etwas "geschenkt" bekommen, was das auch immer sein mag
( Zeit kann man übrigens auch an Kunden oder Gäste verschenken...):

Ein Geschäftsinhaber betreibt sein Geschäft , damit er etwas verdient!! Damit auch er seine Familie ernähren kann, in Urlaub fahren KANN( har, har..., wann denn?) , sich eine Wohnung einrichten, ein Haus bauen, usw. u.so fort!!
Erst wenn ER zufrieden ist, geht es anderen auch gut!
Das ist wirklich so, es ist schließlich sein Geschäft!
Wenn sich Menschen, die für ihn arbeiten, die er aber auch dringend benötigt, nicht an diese Regeln halten, dann kann es so passieren, wie es vielen auch - gerade jetzt in diesen schwierigen Zeiten - geht.

Bestimmt meinen es viele Angestellte "nur" gut, wenn sie sich zu 110% um Kunden, Gäste, sonstiges kümmern, ... es ist aber oft ein Trugschluß.

Denn, so wie dieser Thread anfing, ich hoffe, ich erinnere mich richtig ;) , dann ging es ja ums Geld, oder?
Auch wenn es vordergründig um "Urlaub" ging, geht es immer um das Gleiche...!
Denn,.. bei einem 400€-Job ist das Gehalt ja gesetzlich vorgegeben, genauso wie die Arbeitszeit ( traurig genug, dass man dafür ein Gesetz braucht...), also was macht man dann, damit man "meckern" kann...? Schiebt man halt den Urlaub vor!

Ich glaube, es geht oft nicht um das Essentielle, sondern um viele kleine "Nicklichkeiten", die sich dann irgendwann zu einem großen und ganzen zusammenballen...!

Nicht umsonst gibt es in Deutschland einen Spruch der da sagt:
DA KANN MAN NICHT MECKERN...!

Warum heißt der nicht: DA BIN ICH JETZT ABER ZUFRIEDEN...!

Viele werden sich jetzt auf den Zeh getreten fühlen, ...macht nixx!!!

Wenn alle bereit sind, sich ein kleines bißchen zu ändern, .. hier wie dort, dann kann es bestimmt irgendwann funktionieren!!

Man sollte nicht alle über einen Kamm scheren!

So oder so!!

Ach ja, ...bevor ich es vergesse, mein Stundenlohn war über Monate hinweg so um die 4-5 €..! Davon musste ich aber auch noch Krankenversicherung zahlen...!
Überleben konnte ich nur, weil ich nachts 5 Stunden geschlafen habe, den Rest hab ich gebuckelt! Klar, war ja mein Geschäft!
Entlassen hab ich zu der Zeit niemanden und die Löhne wurden auf "Heller und Pfennig" ausbezahlt!

Einen schönen Sonntag noch :gestatten:

@ zerfixx-bike, nicht, daß ich Deinem Posting widersprechen möchte :) , bedarf es aber zur Erklärung meiner Aussage noch einen "Nachschlag". Was ich meinte mit der "Zufriedenheit" der Kunden, hieß vielmehr, ich habe dem Laden neue Kunden gebracht; ich habe nichts verschenkt (was auch, die Waren waren ja schließlich nicht mein Eigentum), sondern ich habe stets versucht, das richtige Buch an den richtigen Kunden zu verkaufen. Das schaffte bei dem Kunden das Gefühl, optimal beraten worden zu sein, das schaffte Vertrauen, das brachte ihn wieder in das Geschäft, und -so nach meiner Erfahrung- das erzählte er auch im Freundes-/Bekanntenkreis weiter, und schon hatte der Laden wieder neue Kunden gewonnen. Also liefs letztendlich doch im Sinne des Inhabers :rolleyes: :lol:


@Bucherwurm es gibt aber leider auch die sich soviel Mühe machen wie du es beschrieben hast und am ende vom Lied ein tritt im Hinter bekommen.


Zitat (internetkaas @ 12.02.2006 - 15:20:34)
@Bucherwurm es gibt aber leider auch die sich soviel Mühe machen wie du es beschrieben hast und am ende vom Lied ein tritt im Hinter bekommen.

Das stimmt, Kaasi.

Eigentlich wäre ich schon hochzufrieden, wenn beide Seiten - Arbeitgeber und Arbeitnehmer- ihre Rechte und Pflichten wahren würden. Das allerdings habe ich nur erlebt, als ich 2einhalb Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet habe. Für mich, die ich aus einem Arbeitsumfeld kam, in dem Pflichten des Arbeitgebers ganz klein geschrieben wurden, wars fast ein "Wunderland". :)

Bearbeitet von Bücherwurm am 12.02.2006 15:36:43

Ich wollte nur damit sagen das es tollen "Arbeitnehmer" gibt und tollen "Arbeitgeber" ;)


Zitat (zefixx-bike @ 12.02.2006 - 14:58:15)
Zitat (Bücherwurm @ 12.02.2006 - 14:18:21)
... Weil ich meinen Beruf sehr liebe, kompetent bin und immer gewollt habe, daß in erster Linie die Kunden, und nicht die Chefs zufrieden waren. Und da die Kunden sehr zufrieden waren, kamen sie wieder und wieder , was sich letztendlich in den Umsätzen niedergeschlagen hat. ................

  Ach ja, und von Urlaubsgeld und  meist auch Weihnachtsgeld, davon konnte ich nur träumen.  :angry:

So jemanden hatte ich auch!
Deine Einstellung in Ehren,...so wie du es siehst ( und bestimmt auch viele andere...) ist es für Dich sicherlich in Ordnung.

Wenn ich aber aus Deinem Kommentar lese " ...was sich auch im Umsatz niedergeschlagen hat" oder aber es "war dir wichtiger, dass die Kunden zufrieden waren und nicht der Chef...", dann ist auch bestimmt ( auch wieder für einige...) nachvollziehbar, dass es kein Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld gab.

Ein Beispiel: Ein Geschäftsführer bei mir meinte, er müsse alles, wirklich alles dafür tun, dass die "Kunden" zufrieden sein müssten. Das ging so weit, dass er UMSATZ mit GEWINN verwechselte ( so wie viele andere eben auch...)!
Das ist aber ein Riesenunterschied!
Viele Kunden kamen deshalb, weil sie so dermaßen gebauchpinselt wurden, obwohl sie eigentlich gar nichts kaufen wollten ( taten sie ja dann meistens auch nicht ...), Geschenke erhalten hatten, usw. und so fort...!

Wenn der Umsatz hoch ist, aber für den Geschäftsinhaber nix übrig bleibt, dann hat sich die ganze Plackerei nicht rentiert!!!
Dann ist es obersonnenklar, dass es weder W-Geld noch U-Geld gibt!!

WOVON denn??

Ich finde, es muss ein gutes Gleichgewicht gefunden werden!!!

Es kann nicht sein, dass Kunden, Gäste, Geschäftspartner usw. AUSSCHLIESSLICH kommen, weil sie etwas "geschenkt" bekommen, was das auch immer sein mag
( Zeit kann man übrigens auch an Kunden oder Gäste verschenken...):

Ein Geschäftsinhaber betreibt sein Geschäft , damit er etwas verdient!! Damit auch er seine Familie ernähren kann, in Urlaub fahren KANN( har, har..., wann denn?) , sich eine Wohnung einrichten, ein Haus bauen, usw. u.so fort!!
Erst wenn ER zufrieden ist, geht es anderen auch gut!
Das ist wirklich so, es ist schließlich sein Geschäft!
Wenn sich Menschen, die für ihn arbeiten, die er aber auch dringend benötigt, nicht an diese Regeln halten, dann kann es so passieren, wie es vielen auch - gerade jetzt in diesen schwierigen Zeiten - geht.

Bestimmt meinen es viele Angestellte "nur" gut, wenn sie sich zu 110% um Kunden, Gäste, sonstiges kümmern, ... es ist aber oft ein Trugschluß.

Denn, so wie dieser Thread anfing, ich hoffe, ich erinnere mich richtig ;) , dann ging es ja ums Geld, oder?
Auch wenn es vordergründig um "Urlaub" ging, geht es immer um das Gleiche...!
Denn,.. bei einem 400€-Job ist das Gehalt ja gesetzlich vorgegeben, genauso wie die Arbeitszeit ( traurig genug, dass man dafür ein Gesetz braucht...), also was macht man dann, damit man "meckern" kann...? Schiebt man halt den Urlaub vor!

Ich glaube, es geht oft nicht um das Essentielle, sondern um viele kleine "Nicklichkeiten", die sich dann irgendwann zu einem großen und ganzen zusammenballen...!

Nicht umsonst gibt es in Deutschland einen Spruch der da sagt:
DA KANN MAN NICHT MECKERN...!

Warum heißt der nicht: DA BIN ICH JETZT ABER ZUFRIEDEN...!

Viele werden sich jetzt auf den Zeh getreten fühlen, ...macht nixx!!!

Wenn alle bereit sind, sich ein kleines bißchen zu ändern, .. hier wie dort, dann kann es bestimmt irgendwann funktionieren!!

Man sollte nicht alle über einen Kamm scheren!

So oder so!!

Ach ja, ...bevor ich es vergesse, mein Stundenlohn war über Monate hinweg so um die 4-5 €..! Davon musste ich aber auch noch Krankenversicherung zahlen...!
Überleben konnte ich nur, weil ich nachts 5 Stunden geschlafen habe, den Rest hab ich gebuckelt! Klar, war ja mein Geschäft!
Entlassen hab ich zu der Zeit niemanden und die Löhne wurden auf "Heller und Pfennig" ausbezahlt!

Einen schönen Sonntag noch :gestatten:

Ich kann dir da nur recht geben, auch mein Schwiegersohn ist selbstständig und macht auch sehr gute Umsätze trotzdem kann er sich so manchen Monat kein Gehalt zahlen weil die Kunden nicht zahlen, meistens Brauereien oder Tankstellenketten,

aber die Arbeitnehmer stellen oft Forderungen die nicht angemessen sind,
einer zum Beispiel dem wir den Job bei meinem Schwiegersohn besorgt haben weil er schon vor vielen Jahren den Führerschein verloren hat und damit auch seine Arbeit wird von meinem Schwiegersohn jeden Tag mit nach Lübeck genommen kostenlos weil er ja keinen Führerschein hat, er braucht um zur Montage zu fahren immer einen Fahrer, wenn er dann mit dem Fahrer von der Montage zurück ist setzt er sich im Betrieb so lange hin bis mein Schwiegersohn Feierabend machen kann damit er kostenlos wieder nach Hause gebracht wird und was macht er nun zusätzlich, er schreibt die Zeit die er wartet damit sein Chef ihn nach Hause fährt, er schreibt die Zeit als Überstunden auf - für mich unfaßbar - zusätzlich passiert es in letzter Zeit immer häufiger das er während der Arbeitszeit trinkt mein Schwiegersohn hat ihn schon 2 mal abgemahnt, er schwört Besserung aber am nächsten Tag gehts wieder zur Tanke zum Bier kaufen. Mir ist sowas schleierhaft vor Allem wenn man überlegt dieser Mann ist zwar Elektromeister aber schon Mitte 40 und wenn mein Schwiegersohn ihn rauswirft kriegt er gar keinen Job mehr. :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash:

Zitat (omi @ 13.02.2006 - 00:24:53)
wenn er dann mit dem Fahrer von der Montage zurück ist setzt er sich im Betrieb so lange hin bis mein Schwiegersohn Feierabend machen kann damit er kostenlos wieder nach Hause gebracht wird und was macht er nun zusätzlich, er schreibt die Zeit die er wartet damit sein Chef ihn nach Hause fährt, er schreibt die Zeit als Überstunden auf -

Wenn der Chef die Wartezeit bezahlt ist er selber schuld.
Ich gehe aber mal davon aus, dass er diese Zeit nicht vergütet :hmm:

Zitat (obelix @ 13.02.2006 - 08:36:57)

Wenn der Chef die Wartezeit bezahlt ist er selber schuld.
          Ich gehe aber mal davon aus, dass er diese Zeit nicht vergütet :hmm:

Da täuschst du Dich wahrscheinlich und Diese Aussage klingt alles andere als das, was Du auf der 1. Seite "abgelassen" hast!
Du solltest Dich selbstständig machen und dich dann beschimpfen lassen !


Für mich kann ich nur sagen, dass ich so jemanden mal monatelang mitgezogen habe!
Einfach, weil ich es nicht glauben konnte, dass derjenige nicht wieder hochkommen soll...!
Es gibt nämlich durchaus Arbeitgeber, die für sich eine Verantwortung sehen und diese - mag es aussehen wie es will - fast bis zur Selbstaufgabe durchziehen.
Manchmal kommt es vor, dass einem auch gewisse Arbeitnehmer am Herzen liegen und mit denen versuchst du so ziemlich alles!!

Außerdem könnte es sein, dass "man" vielleicht gerade einen "Lauf" hat und da kommst du zu gar nichts!!!!!!!

Bist erst mal froh, dass Du - vielleicht gerade nach einer "Dürrezeit" - wieder "buckeln" kannst! Die Bank sitzt dir im Nacken, die "Kunden" zahlen nicht, weil sie die "paar Mark fuffzig" auf dem Konto noch ein bißchen "arbeiten" lassen wollen, die Krankenkasse will "endlich" und sofort wissen, ob Deine Sekretärin jetzt endlich beim Vertrauensarzt war oder nicht, sonst stellen sie auch die Zahlungen ein, das Finanzamt will jetzt endlich die Steuererklärung, sonst fallen Verzugszinsen an und 3 Kunden wollen gleichzeitig bedient werden, weil sie im TV gesehen haben, dass gerade jetzt eine gute Zeit dafür ist, bessere Preise rauszuhandeln, weil eine Mehrwertsteuererhöhung ( irgendwann ) ansteht!

Da ist dir so ziemlich alles recht! Sogar ein Blödmann ohne Führerschein, den Du immer wieder in deiner nicht vorhandenen Freizeit auch noch "hochziehen" darfst, weil er mal wieder weinerlich mit einer Pulle Bier darüber resümiert, warum seine Frau abgehauen ist...!

Und die Scheiß-Überstunden zahlst Du ihm auch noch, weil er andauernd rumjammert, was er für Nachzahlungen und Unterhaltszahlungen hat!!!

Und hoffst, dass es auf einem anderen Weg irgendwann wieder reinkommt....!!
Doch da kommt nix....................................................................................!

Dann darfst Du dich irgendwann beschimpfen lassen, weil du ihn nach 2 Jahren ENDLICH ( sogar DU hast es nun gemerkt, dass er dich bescheisst...) rausgeschmissen hast!
Ihm aber - der alten Zeiten willen - einen 400€ - Job angeboten hast!
Und für die Unverschämtheiten, die er sich damals geleistet hat, sagst Du ihm, dass es bei diesem Job "keinen Urlaub" gibt..., er es als letzte Chance ansehen soll...!

Den Rest kennt jeder, der auf dieses Thema aufmerksam geworden ist!!

Und wenn der - eigentlich sehr interessante Thread - irgendwann nicht zuende geht, wird es so sein, wie mal jemand gesagt hat:

Wohin gehst Du...? Ins Kino! Was läuft denn? Quo Vadis!!!
...ins Kino! Was läuft denn Quo Vadis!...ins Kino!...................... ;)

Zitat (obelix @ 12.02.2006 - 09:22:08)
Eigentlich dachte ich, die Sklaverei wär schon lange abgeschafft :(

*trauriggrins*, Obelix.
Schau dich in größeren privaten Ladengeschäften/Märkten um.
Das fällt treffend unter Begriffe wie "Sklaverei","Latifundium", "Frühkapitalismus".
Was man in Geschichtsbüchern lesen kann.

Je höher die Arbeitslosenquote, um so weiter offen das Tor für alle die Arbeitbietenden, die hinter den Kulissen mit ihren Leuten zu machen, was sie wollen. Interessieren tut das keinen, da heute wirklich jeder an sein eigenes Hemd denken muß- und an das seiner Familie.
Sicher ist nicht jeder so- jedoch die meisten.
Da das Geld in jedem Falle nötig ist, macht keiner der Getretenen so schnell den Mund auf.

Wie Büchi schon sagt: dagegen ist Öffentlicher Dienst ein Wunderland (in welchem oft noch Leistung und eigene Ideen anerkannt werden).

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 16.02.2006 01:16:59

@Die Bi(e)ne wirklich gut beschrieben.
Aber so ist es leider.
Je mehr die merken du bist auf das Geld angewiesen oder hören Parter(in) ist arbeitslos je mehr pressen die ein aus.


Bearbeitet von internetkaas am 16.02.2006 08:02:12

Wie wahr, Kaasi, habs am eigenen Leib erlebt. :(
Irgendwann ist man davon nervlich so im Eimer, daß man sich nix mehr traut, vor allem Angst hat und für ein normales Arbeitsleben völlig versaut ist. :wacko:


also ich kann dazu nur sagen,
das nicht nur manche kleinunternehmer echt seltsame einstellungen haben
bzw erfahrungen machen.

bin z.Z. mit einer leihfirma in einem unternehmen das aus amerika kommt.

und ich muss sagen ; da habe ich den verdacht , das die nur deshalb leihfirma haben weil das deutsche arbeitsrecht irgend kompliziert zu sein scheint.
und wenn die leiharbeiter "ned spuren" die wären ja ratzfatz wieder wech :wacko:

andersrum , irgendwie muss man ja als arbeitnehmer geschützt sein. wenigstens ein bischen.

na gut ... gleich in der ersten woche mitm urlaub in die türe zu fallen is schon hart
*find* :wacko:

und wie ich es auch erlebe ... zwar sehr wenige .. aber kaum da und vorschuss wird geholt . was auch krass is , zumindest da wo ich bin , das es auch einige gibt,
die zwar die möglichkeit hätten , aber nicht einsehen wollen , von der arbeitszeit
her flexibler sein .

hmsel ... also ... man sollte echt alles in ruhe und von beiden seiten betrachten .

LG claudi

Bearbeitet von Just am 18.02.2006 21:05:25


..habe zur zeit stundenlohen von 3.50 euro bestreiceh von 24 uhr bis 5 uhr morgens brötschen für flugzeugcatering..ohne zulagen ohne pausen..bin fertig! 7 tage woche


bei meinem aushilfsjob (klamottenladen) gabs auch keinen bezahlten urlaub; nur für die fest angestellten. shit happens


Zitat (wayfinder @ 18.02.2006 - 21:18:51)
..habe zur zeit stundenlohen von 3.50 euro bestreiceh von 24 uhr bis 5 uhr morgens brötschen für flugzeugcatering..ohne zulagen ohne pausen..bin fertig! 7 tage woche

5 Std geht doch am Lohn solltest du noch arbeiten!!! :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:

Zitat (Rausg'schmeckte @ 11.02.2006 - 19:46:33)
Arbeitsrecht bei 400 Euro Jobs und Teilzeit.

Danke für den Link, ich kann ihn gut brauchen. :blumen:

nur schade, dass es in der Praxis nix bringt

wer seine Minijobberrechte einfordert, hat dann keinen Minijob mehr


Zitat (Ingeborg @ 09.06.2006 - 20:44:27)
nur schade, dass es in der Praxis nix bringt

wer seine Minijobberrechte einfordert, hat dann keinen Minijob mehr

Das kommt auf die Firma an.
Ich hab sowohl bei Privateigentümern als auch bei großen Ketten auf geringfügiger Basis gearbeitet und bekam bei dem Privatier nix und bei den Ketten sämtliche Rechte.
Ich fange nächste Woche auch bei einer großen Lebensmittelkette an. Ein Gespräch mit allen Details steht noch an und ich bin gespannt, wie das wird. Aber es ist gut, seine Rechte zu kennen. Und da hat mir der Link sehr geholfen. Und dieser Job soll ja auch kein Dauerzustand sein, sondern nur solange, wie es aus familiären Gründen nicht anders möglich ist.

@Karen:
bei großen Ketten hast wirklich mehr Chancen auf Urlaub etc.
Man muss dabei beim Vertrag darauf achten, dass man als gerinfügig beschäftigt gilt und NICHT als AUSHILFE, weil man als Aushilfe diese Rechte nicht hat.

Mein Sohn bekam auch als Schüler seine Lohnfortzahlung, als er wegen eines Sportunfalles nicht arbeiten konnte (Gasronomiekette) :)


tante ju



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