Lehrlige auf 270,-€ vergüten: ... neueste Zeitungsmeldungen

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Zitat (Minikeks @ 09.08.2005 - 15:54:14)

Nein, zeigt er nicht. Hier wurde nix gesenkt, es war einfach schon immer so.


Aber eben das zeigt dass nur im Westen auch die Löhne zu senken, bzw. anderweitig die Lohnkosten, nicht wirklich die Situation verbessern würde.

Zitat

Das klingt gut. Solange sie mich nicht mehr kosten als meine Festangestellten, die sich ihre hohe Vergütung durch jahrelanges überdurchschnittliches Engagement verdient haben. Ich bin sicher, bei Mehrkosten ginge der Zugriff auf Zeitarbeiter zurück.


Wer sagt, dass die Festangestellten nicht letztes Jahr eingestellt wurden?

Zitat
Finde ich großartig. Das liegt aber an den Menschen und deren Initiative. Eine derartige Motivation lässt sich staatlich nicht erzwingen. 


Sie lässt sich aber fördern durch eine SINNVOLLE Bildungspolitik. Nur macht man eben momentan das genaue Gegenteil.

Zitat

Ich stimme dir zu: Vergütungen sind heute erstmal Kosten, keine Investition. Aber wem will man es verdenken? Es verhält sich nicht anders bei den Otto-Normal-Bürgern: In schlechten Zeiten hält man eben das Geld zurück, statt es auszugeben für Dinge, die man vielleicht irgendwann mal brauchen könnte - wenn man das "Irgendwann" überhaupt noch erlebt. ;)


A)ist ein Unternehmen nicht Otto-Normal-Bürger. Der ist nur für sich selbst verantwortlich.
B)ist bei den "schlechten Zeiten" eine Menge klappern, das zum Handwerk gehört, dabei. Auch die Unternehmen jammern auf hohem Niveau.

Zitat
B) Gibt es nicht einen Unterschied in der Höhe der Finanzierung durch den Steuerzahler? Meines Erachtens rechnet es sich für diesen eher, Zuschüsse zu finanzieren als die komplette Lebenshaltung.


Du übersiehst, dass im einen Fall (komplette Lebenshaltung) nur für die gezahlt wird, die keinen Platz haben, im anderen (Zuschüsse) sowohl für die, die nichts haben als auch für etliche, die einen Platz haben. Die Differenz müsste so groß sein, dass die erhöhte Anzahl nicht die Ersparnis wettmacht. Das ist in den Größenordnungen m.E. eher unwahrscheinlich.

Zitat
Aber eben das zeigt dass nur im Westen auch die Löhne zu senken, bzw. anderweitig die Lohnkosten, nicht wirklich die Situation verbessern würde.


Das verstehe ich nicht. Wenn ich etwas senke, habe ich mehr Geld zur Verfügung.
Wenn etwas schon immer auf niedrigem Niveau ist, nicht.

Zitat
Wer sagt, dass die Festangestellten nicht letztes Jahr eingestellt wurden?


*seufz* Haarspalterei. Dann haben sie eben zwei, drei Quartale bereits in das Unternehmen gesteckt.

Zitat
A)ist ein Unternehmen nicht Otto-Normal-Bürger. Der ist nur für sich selbst verantwortlich.
B)ist bei den "schlechten Zeiten" eine Menge klappern, das zum Handwerk gehört, dabei. Auch die Unternehmen jammern auf hohem Niveau.


Wir landen jetzt aber nicht wieder bei der "Eigentum-verpflichtet"-Geschichte, oder?
Mich interessiert nicht, was Unternehmen tun sollten/könnten (aus moralischer Sicht), sondern beschäftige mich lieber mit den tatsächlichen Gegebenheiten. Und die sehen nunmal so aus, dass sie wirtschaftlich nicht in die Verantwortung genommen werden (können). Ergo ist ein Vergleich Privatperson-Unternehmen gar nicht so abwegig, nicht nur im Blick auf die Jammerei.

Zitat
Du übersiehst, dass im einen Fall (komplette Lebenshaltung) nur für die gezahlt wird, die keinen Platz haben, im anderen (Zuschüsse) sowohl für die, die nichts haben als auch für etliche, die einen Platz haben. Die Differenz müsste so groß sein, dass die erhöhte Anzahl nicht die Ersparnis wettmacht. Das ist in den Größenordnungen m.E. eher unwahrscheinlich.


Die Frage nach der Wahrscheinlichkeit ist tatsächlich spannend. ;)

Bearbeitet von Minikeks am 09.08.2005 16:49:58

Zitat (Minikeks)

Das verstehe ich nicht. Wenn ich etwas senke, habe ich mehr Geld zur Verfügung.
Wenn etwas schon immer auf niedrigem Niveau ist, nicht.


Was zählt ist der absolute Preis. Wenn ich behaupte, dass ich mehr von etwas bezahlen würde, wenn es nur billiger wäre, z.B. Arbeitsplätze, aber dort, wo es billiger ist tatsächlich NICHT mehr investiere, dann ist die Glaubwürdigkeit nicht sonderlich hoch.

Zitat

*seufz* Haarspalterei. Dann haben sie eben zwei, drei Quartale bereits in das Unternehmen gesteckt.


Und der Zeitarbeiter hat dafür fünf Jahre Berufserfahrung....

Zitat
Wir landen jetzt aber nicht wieder bei der "Eigentum-verpflichtet"-Geschichte, oder?
Mich interessiert nicht, was Unternehmen tun sollten/könnten (aus moralischer Sicht), sondern beschäftige mich lieber mit den tatsächlichen Gegebenheiten. Und die sehen nunmal so aus, dass sie wirtschaftlich nicht in die Verantwortung genommen werden (können). Ergo ist ein Vergleich Privatperson-Unternehmen gar nicht so abwegig, nicht nur im Blick auf die Jammerei.


Die tatsächliche Gegebenheit ist, dass ein Unternehmen A) den Gesellschaftern/Aktionären/etc. verantwortlich ist. Damit ist es allein schon in einer vollkommen anderen Situation als ein Privatmensch.

Im Übrigen halte ich es für gewagt, dem Grundgesetz rein moralischen Charakter zuzuweisen. Da dürften ein paar Menschen in Karlsruhe anderer Meinung sein....

Bearbeitet von OliH. am 09.08.2005 17:10:49

Zitat (OliH. @ 09.08.2005 - 17:10:13)
Die tatsächliche Gegebenheit ist, dass ein Unternehmen A) den Gesellschaftern/Aktionären/etc. verantwortlich ist. Damit ist es allein schon in einer vollkommen anderen Situation als ein Privatmensch.


...meine Kinder(8 und 6) sind auch Aktionäre und sind aber an möglichst langfristigen Erfolgen interessiert...bitte nicht alle Aktionäre in einen

Zitat (OliH. @ 09.08.2005 - 16:10:36)
Zitat (pestcontroller @ 09.08.2005 - 15:34:23)

..du redest hier von einigen Aktiengesellschaften aus dem Dax und nicht vom Mittelstand, mit über 80% der Beschäftigten.....dieses Problem löst die Marktwirtschaft, wenn nicht wieder politisch und mit Subventionen eingegriffen wird, von selbst!!


Dein Glaube in die Marktwirtschaft in Ehren, die Erfahrung zeigt etwas anderes.

Zitat

..nicht die Kosten im Osten sind zu hoch, sondern die Produktivität(nicht im Einzelnen, sondern auf ganz Ostdeutschland bezogen) ist zu niedrig.....


Wir produzieren WEIT über Bedarf, da kann es mit der Produktivität nicht wirklich schlecht aus sehen.

....die Erfahrung zeigt, dass je mehr die Politik in den Markt eingreift, desto mehr verzerrt sich der Wettbewerb....wir haben leider zur Zeit eigentlich keine Marktwirtschaft, sondern eher eine sozialistische Murkswirtschaft... :angry:

als nach der Wende der Umtausch 1:1 durchgeführt wurde entstand eine Kaufkraft ohne Gegenwert..bei Anpassung der Löhne und Preise in Richtung Westen konnte die Produktivität, einige Bereiche ausgenommen, bis heute nicht das westliche Niveau erreichen...kein Wunder mußte man doch bei Null anfangen...man denke nur an die gigantischen 1, 4 Billionen € die großteils an Subventionen geflossen sind......das ist jetzt kein Neid oder Missgunst, aber wirtschaftlich wurde und wird immer noch viel Murks verzapft.....(in Ost wie West)

Zitat (pestcontroller @ 09.08.2005 - 18:45:35)

....die Erfahrung zeigt, dass je mehr die Politik in den Markt eingreift, desto mehr verzerrt sich der Wettbewerb....wir haben leider zur Zeit eigentlich keine Marktwirtschaft, sondern eher eine sozialistische Murkswirtschaft... :angry:


Die Erfahrung zeigt, das Leute, die solche Parolen verbreiten a)wenig Ahnung davon haben, was "sozialistisch" bedeutet und b)naive Vorstellungen von der Marktwirtschaft haben.

Zitat
als nach der Wende der Umtausch 1:1 durchgeführt wurde entstand eine Kaufkraft ohne Gegenwert..bei Anpassung der Löhne und Preise in Richtung Westen konnte die Produktivität, einige Bereiche ausgenommen, bis heute nicht das westliche Niveau erreichen...kein Wunder mußte man doch bei Null anfangen...man denke nur an die gigantischen 1, 4 Billionen € die großteils an Subventionen geflossen sind......das ist jetzt kein Neid oder Missgunst, aber wirtschaftlich wurde und wird immer noch viel Murks verzapft.....(in Ost wie West)


Ja. Besonders von Leuten, die von Realpolitik wenig Ahnung haben. Du gehörst auch zu denen, die sich hinsetzen und sagen "Sie haben kein Brot? Dann sollen sie doch Kuchen essen" und sich dann wundern, wenn die Revolution ausgerufen wird.

Wäre es dir lieber, Ostberlin sähe aus wie South Central LA?

Bearbeitet von OliH. am 09.08.2005 20:32:58

Zitat (pestcontroller @ 09.08.2005 - 18:38:46)
...meine Kinder(8 und 6) sind auch Aktionäre und sind aber an möglichst langfristigen Erfolgen interessiert...bitte nicht alle Aktionäre in einen Topf..Aktien sind mit das demokratischste Unternehmermodell, wenn man es richtig anwendet.....

Dumm nur, dass es bei uns so nicht angewendet wird. Und das ist NICHT die Schuld der Politiker, sondern der ach so tollen Wirtschaftsbosse, denen Demokratie nichts bedeutet, wohl aber Macht.

Zitat
Was zählt ist der absolute Preis. Wenn ich behaupte, dass ich mehr von etwas bezahlen würde, wenn es nur billiger wäre, z.B. Arbeitsplätze, aber dort, wo es billiger ist tatsächlich NICHT mehr investiere, dann ist die Glaubwürdigkeit nicht sonderlich hoch.


Mit was untermauerst du denn diese Glaubwürdigkeit? Mit den Unternehmen, die nach der Wende in der ehemaligen DDR und heute beispielsweise in Osteuropa einen neuen Markt erschließen? Warum bitte taten und tun sie denn das, wenn nicht aus Kostengründen und Gewinnmöglichkeiten?

Zitat
Und der Zeitarbeiter hat dafür fünf Jahre Berufserfahrung....


Nach deinem Beispiel hat der Zeitarbeiter fünf Jahre Berufserfahrung und der Festangestellte ein halbes. Nach meinem Beispiel ist es umgekehrt.
Sehr aussagekräftig das ist. *mitdengrünenohrenwackel*

Zitat
Die tatsächliche Gegebenheit ist, dass ein Unternehmen A) den Gesellschaftern/Aktionären/etc. verantwortlich ist. Damit ist es allein schon in einer vollkommen anderen Situation als ein Privatmensch.


Und du meinst nicht, dass die Gesellschafter und Aktionäre etc. Privatmenschen sind und deshalb privatmenschlich agieren?

Zitat
Im Übrigen halte ich es für gewagt, dem Grundgesetz rein moralischen Charakter zuzuweisen. Da dürften ein paar Menschen in Karlsruhe anderer Meinung sein....


Dann bin ich jetzt mal ganz mutig ( :unsure: ) und wiederhole diese Aussage, mit dem Hinweis, dass sich diese nur auf Artikel 14 bezog. ;) In der letzten Diskussion hast du mir schon kein Beispiel dafür bringen können, dass Privateigentum (im Sinne von monetären Mitteln) der Allgemeinheit jemals zur Verfügung gestellt wurde.

Zitat
Und das ist NICHT die Schuld der Politiker, sondern der ach so tollen Wirtschaftsbosse, denen Demokratie nichts bedeutet, wohl aber Macht.


Oder vielleicht doch der Politiker? Schließlich könnten sie das GG Art. 14 im Sinne des Allgemeinwohls auslegen und vor allem danach handeln? Oder Unternehmen anderweitig gesetzlich dazu verpflichten, der Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen?*g* Doch halt, da war doch was... Eingreifen des Staates in das Marktgeschehen? Mhhhh....

Aufrichtige Solidarität war noch nie ein Qualitätsmerkmal der Menschen, von daher kann ich den Wirtschaftsbossen keinen wirklichen Vorwurf machen. Und wieviel Prozent von deinem Einkommen spendest du an Bedürftige? ;)

Bearbeitet von Minikeks am 09.08.2005 21:09:30

Zitat (OliH. @ 09.08.2005 - 20:32:37)
Zitat (pestcontroller @ 09.08.2005 - 18:45:35)

....die Erfahrung zeigt, dass je mehr die Politik in den Markt eingreift, desto mehr verzerrt sich der Wettbewerb....wir haben leider zur Zeit eigentlich keine Marktwirtschaft, sondern eher eine sozialistische Murkswirtschaft... :angry:


Die Erfahrung zeigt, das Leute, die solche Parolen verbreiten a)wenig Ahnung davon haben, was "sozialistisch" bedeutet und b)naive Vorstellungen von der Marktwirtschaft haben.

Zitat
als nach der Wende der Umtausch 1:1 durchgeführt wurde entstand eine Kaufkraft ohne Gegenwert..bei Anpassung der Löhne und Preise in Richtung Westen konnte die Produktivität, einige Bereiche ausgenommen, bis heute nicht das westliche Niveau erreichen...kein Wunder mußte man doch bei Null anfangen...man denke nur an die gigantischen 1, 4 Billionen € die großteils an Subventionen geflossen sind......das ist jetzt kein Neid oder Missgunst, aber wirtschaftlich wurde und wird immer noch viel Murks verzapft.....(in Ost wie West)


Ja. Besonders von Leuten, die von Realpolitik wenig Ahnung haben. Du gehörst auch zu denen, die sich hinsetzen und sagen "Sie haben kein Brot? Dann sollen sie doch Kuchen essen" und sich dann wundern, wenn die Revolution ausgerufen wird.

Wäre es dir lieber, Ostberlin sähe aus wie South Central LA?

1. ist das keine Parole sondern Realität!

2. hatten wir die Diskusion so ähnlich schon mal!

3. mach deine Augen auf und sieh mal außerhalb Deutschlands..jede Medalie hat auch eine andere Seite!!!!

4.die meisten Aktionäre sind einfach zu "bequem" ihr Recht auszuüben und übergeben ihre Stimme der Bank!

5. auch mit den besten Argumenten kann man einen wie dich nicht überzeugen...und wegen solcher Verbohrtheit, macht mir das Unternehmertum derzeit besonders viel Spaß....weil ich mich mit solchen Betonköpfen herumschlagen muß!!! :angry: :angry:

6. am besten ich entlasse 80 Mann und arbeite für mich selbst, der Staat kann ja für alles aufkommen...nur wer ist eigentlich der Staat????? :huh:

Zitat (Minikeks @ 09.08.2005 - 21:08:16)

Mit was untermauerst du denn diese Glaubwürdigkeit? Mit den Unternehmen, die nach der Wende in der ehemaligen DDR und heute beispielsweise in Osteuropa einen neuen Markt erschließen? Warum bitte taten und tun sie denn das, wenn nicht aus Kostengründen und Gewinnmöglichkeiten?


Gab ja genügend, die genau das nicht gemacht haben. Eingekauft, ausgeschlachtet, dichtgemacht. Vor einiger Zeit kam im Fernsehen ein Bericht über einen Molekereibetrieb, der schwarze Zahlen geschrieben hat. Er wurde aufgekauft und nichtsdestrotrotz dichtgemacht, weil der Käufer nicht am Betrieb, sondern an den Milchrechten interessiert war.


Zitat

Nach deinem Beispiel hat der Zeitarbeiter fünf Jahre Berufserfahrung und der Festangestellte ein halbes. Nach meinem Beispiel ist es umgekehrt.
Sehr aussagekräftig das ist. *mitdengrünenohrenwackel*


:P Und genau das wollte ich demonstrieren: Deine Aussage, das der festangestellte Arbeiter diesen und jenen Grund für sich hat ist vollkommen willkürlich und kann, muss aber nicht zutreffen.

Zitat

Und du meinst nicht, dass die Gesellschafter und Aktionäre etc. Privatmenschen sind und deshalb privatmenschlich agieren?



Sie sind aber MEHRERE mit zum Teil widersprechenden Interessen. Ausserdem agieren die Aktionäre nicht direkt, sondern nur zu diskreten Zeitpunkten.

Zitat

Oder vielleicht doch der Politiker? Schließlich könnten sie das GG Art. 14 im Sinne des Allgemeinwohls auslegen und vor allem danach handeln? Oder Unternehmen anderweitig gesetzlich dazu verpflichten, der Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen?*g* Doch halt, da war doch was... Eingreifen des Staates in das Marktgeschehen? Mhhhh....


Die Franzosen haben das bei Sanofi recht großzügig ausgelegt, was mitnichten heisst, dass ich das befürworte. Aber Art. 14 greift hier gar nicht, denn die Banken machen Machtspielchen mit Aktien, die ihnen zum Teil gar nicht gehören, sondern nur treuhänderisch übergeben wurden.


Zitat
Und wieviel Prozent von deinem Einkommen spendest du an Bedürftige? ;)

Ich überschreieb jedem Bedürftigen liebend gerne mein Konto -nur besser wird seine Situation dadurch nicht ;) Im Übrigen bin ich Mitglied beim ASB, somit delegiere ich das teilweise.

Bearbeitet von OliH. am 10.08.2005 00:01:29

Zitat
Gab ja genügend, die genau das nicht gemacht haben. Eingekauft, ausgeschlachtet, dichtgemacht. Vor einiger Zeit kam im Fernsehen ein Bericht über einen Molekereibetrieb, der schwarze Zahlen geschrieben hat. Er wurde aufgekauft und nichtsdestrotrotz dichtgemacht, weil der Käufer nicht am Betrieb, sondern an den Milchrechten interessiert war.


Und das sagt uns was im Zusammenhang mit dieser Diskussion?

Zitat
Und genau das wollte ich demonstrieren: Deine Aussage, das der festangestellte Arbeiter diesen und jenen Grund für sich hat ist vollkommen willkürlich und kann, muss aber nicht zutreffen.


Mein Beispiel musste ich allerdings nicht an den Haaren in diesen Thread schleifen, sondern beruht auf der Begründung des Unternehmens, für das ich arbeite. ;)
Dass dich das nicht überzeugt, hast du mit deinem Gegenbeispiel ja demonstriert. Nur hoffe ich noch immer auf eine Begründung aus deiner Sicht, warum so wenig auf Zeitarbeiter zurückgegriffen wird. (Btw., "stockkonservativ" ist keine, die ich gelten lasse.)

Zitat
Sie sind aber MEHRERE mit zum Teil widersprechenden Interessen. Ausserdem agieren die Aktionäre nicht direkt, sondern nur zu diskreten Zeitpunkten.


Ich frage mich gerade, wo der Unterschied zwischen Profit und Profit ist. Ob sie direkt reagieren oder nicht, steht doch gar nicht zur Debatte. Die Reaktion ist in erster Linie trotzdem menschlich, unabhängig vom Zeitpunkt und unabhängig von Umwegen oder Zwischenstationen.

Zitat
Die Franzosen haben das bei Sanofi recht großzügig ausgelegt, was mitnichten heisst, dass ich das befürworte. Aber Art. 14 greift hier gar nicht, denn die Banken machen Machtspielchen mit Aktien, die ihnen zum Teil gar nicht gehören, sondern nur treuhänderisch übergeben wurden.


Ach, wir reden jetzt schon nur noch von Aktiengesellschaften? Ein paar Postings zuvor waren wir doch noch bei der generellen Aussage "Eigentum verpflichtet"...

Ich verliere den Faden. Worüber reden wir hier eigentlich generell und wo sind unsere Lehrlinge abgeblieben? :lol:


PS:
Deinem Konto drück ich übrigens die Daumen. Vermutlich würde es sich mit meinem blendend verstehen. *g*

Zitat (Minikeks @ 10.08.2005 - 09:25:35)

Und das sagt uns was im Zusammenhang mit dieser Diskussion?


Das man mit der gleichen Sache auf unterschiedliche Weise Profit machen kann -und nicht jeder hat Interesse, dabei noch Arbeitnehmer zu involvieren.

Zitat
Nur hoffe ich noch immer auf eine Begründung aus deiner Sicht, warum so wenig auf Zeitarbeiter zurückgegriffen wird. (Btw., "stockkonservativ" ist keine, die ich gelten lasse.)


Dann solltest du gute Gründe dagegen aufführen, nicht Anekdoten. Psychologie ist in der Wirtschaft ein wichtiger Faktor und m.E. ein wichtiger in der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Situation.

Zitat
Ich frage mich gerade, wo der Unterschied zwischen Profit und Profit ist. Ob sie direkt reagieren oder nicht, steht doch gar nicht zur Debatte. Die Reaktion ist in erster Linie trotzdem menschlich, unabhängig vom Zeitpunkt und unabhängig von Umwegen oder Zwischenstationen.


Aber nicht individuell -das ist der große Unterschied. Und im Zweifelsfall können sie nicht verhindern, sondern nur hinterher auf die Finger hauen.

Zitat

Ach, wir reden jetzt schon nur noch von Aktiengesellschaften? Ein paar Postings zuvor waren wir doch noch bei der generellen Aussage "Eigentum verpflichtet"... 


Soweit mir bewusst ist, war Aventis eine Aktiengesellschaft.

Was die Lehrlinge angeht: Du selbst streichst immer wieder heraus, dass es den Unternehmen um Profit geht. Daher wäre es naiv anzunehmen, dass eine Herabsetzung der Vergütung zu mehr Lehrstellen führen würde. Zu allererst wird es dazu führen, dass das Unternehmen mehr Kohle macht. Ob das zu mehr Lehrstellen führt ist äusserst fragwürdig, angesichts von Unternehmen, die Rekordgewinne damit quittieren, dass sie Leute entlassen, um NOCH mehr Geld zu machen. Wenn überhaupt wäre es sinnvoller, tatsächlich existierende Stellen zu bezuschussen, aber dafür sehe ich in der Staatskasse keinen Spielraum. Auf Versprechungen der Arbeitgeberverbände zu vertrauen halte ich weder für sinnvoll noch für durch Erfahrung gerechtfertigt.

Bearbeitet von OliH. am 10.08.2005 10:04:15

Zitat (Minikeks @ 10.08.2005 - 09:25:35)

Ich verliere den Faden. Worüber reden wir hier eigentlich generell und wo sind unsere Lehrlinge abgeblieben? :lol:



...das frage ich mich auch.....zumindest im Dienstleistungs und Handwerksbereich ist die Bewerberquote katastrophal unbefriedigend...da will man jemanden Qualifizieren und gute Zukunftsaussichten ermöglichen und die Resonanz ist fast NULL...und das ist Fakt!!

...wie das in sogenannten strukturschwachen Gebieten aussieht sei mal dahingestellt...

Den Menschen in der BRD geht es trotz allem noch verdammt gut, viel zu gut..sie müßen sich wieder ein einfachere Zeiten gewöhnen...es kann nicht angehen, das wir schon das Geld unserer Kinder verpulvern, dass diese noch gar nicht verdient haben!!!

Die Globalisierung macht Schluß mit Insellösungen und hat durchaus sehr viele positive Seiten, die meistens nur nicht erwähnt werden.

zum Thema ist zu sagen: ich bin gegen irgendwelchen Einheitsbrei auch bei Azubilöhnen!!

Zitat (pestcontroller @ 10.08.2005 - 10:06:02)
Den Menschen in der BRD geht es trotz allem noch verdammt gut, viel zu gut..sie müßen sich wieder ein einfachere Zeiten gewöhnen...es kann nicht angehen, das wir schon das Geld unserer Kinder verpulvern, dass diese noch gar nicht verdient haben!!!

Dass erkennen leider die wenigen.
Nach mir die Sinnflut so ungefähr.
Oder vielleicht lebe ich bis dar nicht mehr u.s.w.

Zitat (OliH. @ 10.08.2005 - 10:03:53)
Zitat (Minikeks @ 10.08.2005 - 09:25:35)

Und das sagt uns was im Zusammenhang mit dieser Diskussion?


Das man mit der gleichen Sache auf unterschiedliche Weise Profit machen kann -und nicht jeder hat Interesse, dabei noch Arbeitnehmer zu involvieren.

Zitat
Nur hoffe ich noch immer auf eine Begründung aus deiner Sicht, warum so wenig auf Zeitarbeiter zurückgegriffen wird. (Btw., "stockkonservativ" ist keine, die ich gelten lasse.)


Dann solltest du gute Gründe dagegen aufführen, nicht Anekdoten. Psychologie ist in der Wirtschaft ein wichtiger Faktor und m.E. ein wichtiger in der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Situation.

Zitat
Ich frage mich gerade, wo der Unterschied zwischen Profit und Profit ist. Ob sie direkt reagieren oder nicht, steht doch gar nicht zur Debatte. Die Reaktion ist in erster Linie trotzdem menschlich, unabhängig vom Zeitpunkt und unabhängig von Umwegen oder Zwischenstationen.


Aber nicht individuell -das ist der große Unterschied. Und im Zweifelsfall können sie nicht verhindern, sondern nur hinterher auf die Finger hauen.

Zitat

Ach, wir reden jetzt schon nur noch von Aktiengesellschaften? Ein paar Postings zuvor waren wir doch noch bei der generellen Aussage "Eigentum verpflichtet"... 


Soweit mir bewusst ist, war Aventis eine Aktiengesellschaft.

Was die Lehrlinge angeht: Du selbst streichst immer wieder heraus, dass es den Unternehmen um Profit geht. Daher wäre es naiv anzunehmen, dass eine Herabsetzung der Vergütung zu mehr Lehrstellen führen würde. Zu allererst wird es dazu führen, dass das Unternehmen mehr Kohle macht. Ob das zu mehr Lehrstellen führt ist äusserst fragwürdig, angesichts von Unternehmen, die Rekordgewinne damit quittieren, dass sie Leute entlassen, um NOCH mehr Geld zu machen. Wenn überhaupt wäre es sinnvoller, tatsächlich existierende Stellen zu bezuschussen, aber dafür sehe ich in der Staatskasse keinen Spielraum. Auf Versprechungen der Arbeitgeberverbände zu vertrauen halte ich weder für sinnvoll noch für durch Erfahrung gerechtfertigt.

..erfolgreiche Unternehmen bauen auf ihr "Humankapital"..und das muß auch motiviert werden....

...man sollte generell weniger auf irgendwelche Lobbyshören, sondern die einzelnen Unternehmer mal ernst nehmen....

...die beste Psychologie hilft nichts, wenn die knallharten Fakten besagen, das die Kassen leer sind...sie hilft höchstens die Bevölkerung darüber hinweg zu täuschen!!!

...wie sollen eigentlich immer mehr Lehrstellen geschaffen werden, wenn die Zahl der Unternehmen ständig sinkt?????
sobald es einem Unternehmen gut geht, bildet es schon aus EIGENINTERESSE aus!!!!!

Bezuschussungen jeder Art sind Subventionen und daher abzulehnen!!!!

Zitat (internetkaas @ 10.08.2005 - 10:11:06)
Zitat (pestcontroller @ 10.08.2005 - 10:06:02)
Den Menschen in der BRD geht es trotz allem noch verdammt gut, viel zu gut..sie müßen sich wieder ein einfachere Zeiten gewöhnen...es kann nicht angehen, das wir schon das Geld unserer Kinder verpulvern, dass diese noch gar nicht verdient haben!!!

Dass erkennen leider die wenigen.
Nach mir die Sinnflut so ungefähr.
Oder vielleicht lebe ich bis dar nicht mehr u.s.w.

Danke ..endlich mal jemand der auch die Augen offen hat.... :D

Zitat (pestcontroller @ 09.08.2005 - 22:25:00)

1. ist das keine Parole sondern Realität!


Kaum, denn sonst hättest du kaum einen Betrieb.

Zitat
3. mach deine Augen auf und sieh mal außerhalb Deutschlands..jede Medalie hat auch eine andere Seite!!!!


Im Gegensatz zu dir bin ich mit den Verhältnissen ausserhalb Deutschlands bestens vertraut, anstatt sie mir nur auszumalen. Dreieinhalb Jahre im feuchten Traum aller noch-freiere-Marktwirtschaftsapostel kuriert recht gründlich von deinen Vorstellungen.

Heute morgen war ein ganz netter Beitrag im Frühstücksfernsehen. Es ging um Auswanderer, und solche, die wieder zurückgekommen sind. Zu Gast war eine Buchautorin, die selbst mehrere Jahre im Ausland gelebt hat. Eine Frage an sie war: "Ändert die Perspektive im Ausland auch etwas an der Sicht von Deutschland?" Antwort war sinngemäß: Ja, aber vieles erscheint in einem besseren Licht. Nachbars Kirschen sind immer besser, wenn man sie über den Zaun sieht, aber rückblickend waren die eigenen meistens gar nicht so schlecht.

Zitat

4.die meisten Aktionäre sind einfach zu "bequem" ihr Recht auszuüben und übergeben ihre Stimme der Bank!


und die meisten Banken suggerieren den Kunden, dass sie das müssten.

Zitat

5. auch mit den besten Argumenten kann man einen wie dich nicht überzeugen...und wegen solcher Verbohrtheit, macht mir das Unternehmertum derzeit besonders viel Spaß....weil ich mich mit solchen Betonköpfen herumschlagen muß!!! :angry:  :angry:


Verbohrtheit ist auf deiner Seite vorhanden. Bevor du von "besten Argumenten" redest, solltest du erstmal gute haben, anstatt zu glauben, dass du die Weisheit mit Löffeln gefressen hast und aus den Medien ein gutes Bild davon hast, wie toll es anderswo ist.

Bearbeitet von OliH. am 10.08.2005 10:20:27

Zitat (pestcontroller @ 10.08.2005 - 10:13:47)

..erfolgreiche Unternehmen bauen auf ihr "Humankapital"..und das muß auch motiviert werden....


So wie die Deutsche Bank, hm? Motivation durch Entlassung?

Zitat
...die beste Psychologie hilft nichts, wenn die knallharten Fakten besagen, das die Kassen leer sind...sie hilft höchstens die Bevölkerung darüber hinweg zu täuschen!!!


Wäre das der Fall würden die Leute ja Geld ausgeben. Tun sie aber nicht. (Und ja, Geld kann man auch mit leeren Kassen ausgeben. Was du wüsstest, wenn du mal "ausserhalb Deutschlands schauen" würdest. Den durchschnittlichen amerikanischen Haushalt interessiert es nicht die Bohne, wie leer die Kasse ist. Noch nichtmal, wieviel Zinsen sie auf Kreditkarte Nummer 25 zahlen müssen.

Zitat
...wie sollen eigentlich immer mehr Lehrstellen geschaffen werden, wenn die Zahl der Unternehmen ständig sinkt?????


Die Zahl der Unternehmen ist nicht wirklich relevant.

Zitat
sobald es einem Unternehmen gut geht, bildet es schon aus EIGENINTERESSE aus!!!!!


Träumer.

Zitat
Bezuschussungen jeder Art sind Subventionen und daher abzulehnen!!!!


Betriebsanierung auf Kosten des Steuerzahlers ist noch wesentlich mehr abzulehnen.

Bearbeitet von OliH. am 10.08.2005 10:26:13

ich bekam im ersten jahr 130 dm und das war ok

wenn es mehr betriebe gibt die dann azubis ausbilden ist ist doch 270 euro ok

uli


Zitat (pestcontroller @ 10.08.2005 - 10:17:13)


Danke ..endlich mal jemand der auch die Augen offen hat.... :D

Als ob du sie offen hättest. Deine Forderungen beziehen sich doch nur auf andere, du selbst willst von Eigenverantwortlichkeit nichts wissen. Es sind immer "die Politiker" schuld, wenn was nicht funktioniert.

Zitat
Das man mit der gleichen Sache auf unterschiedliche Weise Profit machen kann -und nicht jeder hat Interesse, dabei noch Arbeitnehmer zu involvieren.


Ja, das ist blöd. Was kann man dagegen tun?

Zitat
Dann solltest du gute Gründe dagegen aufführen, nicht Anekdoten. Psychologie ist in der Wirtschaft ein wichtiger Faktor und m.E. ein wichtiger in der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Situation.


Ja! Ich bitte deshalb um eine Analyse aus deiner Sicht! ;)

Zitat
Aber nicht individuell -das ist der große Unterschied. Und im Zweifelsfall können sie nicht verhindern, sondern nur hinterher auf die Finger hauen.


Wo in der Wirtschaft ist denn bitte Raum für Individualitäten?

Zitat
Soweit mir bewusst ist, war Aventis eine Aktiengesellschaft.


Äh, dann habe ich vermutlich übersehen, dass Aventis in unserer Diskussion eine Rolle zu spielen hat...

Zitat
Was die Lehrlinge angeht: Du selbst streichst immer wieder heraus, dass es den Unternehmen um Profit geht. Daher wäre es naiv anzunehmen, dass eine Herabsetzung der Vergütung zu mehr Lehrstellen führen würde. Zu allererst wird es dazu führen, dass das Unternehmen mehr Kohle macht. Ob das zu mehr Lehrstellen führt ist äusserst fragwürdig, angesichts von Unternehmen, die Rekordgewinne damit quittieren, dass sie Leute entlassen, um NOCH mehr Geld zu machen. Wenn überhaupt wäre es sinnvoller, tatsächlich existierende Stellen zu bezuschussen, aber dafür sehe ich in der Staatskasse keinen Spielraum. Auf Versprechungen der Arbeitgeberverbände zu vertrauen halte ich weder für sinnvoll noch für durch Erfahrung gerechtfertigt.


Eine Herabsetzung der Vergütung führt nicht zwangsläufig zu mehr Lehrstellen, das ist schon richtig. Dennoch halte ich sie für einen Anreiz. Und so aussichtslos wie es im Moment scheint, könnte Deutschland davon einige gebrauchen.

Anstatt allein "dafür" oder "dagegen" zu rufen, stelle ich mir die Frage nach (durchsetzbaren) Alternativen - von denen du mir bislang auch noch keine nennen konntest ;) - und versuche mögliche, sich mit meinem (sicher ausbaufähigen) Erfahrungsbereich deckende (von dir als Annekdoten betitelte) Ursachen für das IST-Verhalten zu finden. Das SOLL-Verhalten wird von mir ja gar nicht in Frage gestellt.

@Pestcontroller:
Du schreibst, dass keine Lehrstellen geschaffen werden können, wenn die Anzahl der Unternehmen sinkt, lehnst aber gleichzeitig eine Subventionierung von Unternehmen ab. Das verstehe ich nicht ganz.

Zitat (OliH. @ 10.08.2005 - 10:18:20)
Zitat (pestcontroller @ 09.08.2005 - 22:25:00)

1. ist das keine Parole sondern Realität!


Kaum, denn sonst hättest du kaum einen Betrieb.

Zitat
3. mach deine Augen auf und sieh mal außerhalb Deutschlands..jede Medalie hat auch eine andere Seite!!!!


Im Gegensatz zu dir bin ich mit den Verhältnissen ausserhalb Deutschlands bestens vertraut, anstatt sie mir nur auszumalen. Dreieinhalb Jahre im feuchten Traum aller noch-freiere-Marktwirtschaftsapostel kuriert recht gründlich von deinen Vorstellungen.

Heute morgen war ein ganz netter Beitrag im Frühstücksfernsehen. Es ging um Auswanderer, und solche, die wieder zurückgekommen sind. Zu Gast war eine Buchautorin, die selbst mehrere Jahre im Ausland gelebt hat. Eine Frage an sie war: "Ändert die Perspektive im Ausland auch etwas an der Sicht von Deutschland?" Antwort war sinngemäß: Ja, aber vieles erscheint in einem besseren Licht. Nachbars Kirschen sind immer besser, wenn man sie über den Zaun sieht, aber rückblickend waren die eigenen meistens gar nicht so schlecht.

Zitat

4.die meisten Aktionäre sind einfach zu "bequem" ihr Recht auszuüben und übergeben ihre Stimme der Bank!


und die meisten Banken suggerieren den Kunden, dass sie das müssten.

Zitat

5. auch mit den besten Argumenten kann man einen wie dich nicht überzeugen...und wegen solcher Verbohrtheit, macht mir das Unternehmertum derzeit besonders viel Spaß....weil ich mich mit solchen Betonköpfen herumschlagen muß!!! :angry:  :angry:


Verbohrtheit ist auf deiner Seite vorhanden. Bevor du von "besten Argumenten" redest, solltest du erstmal gute haben, anstatt zu glauben, dass du die Weisheit mit Löffeln gefressen hast und aus den Medien ein gutes Bild davon hast, wie toll es anderswo ist.

...den Betrieb gibt es schon seit 1927 ...und wird zur Zeit gegen die Versuche verteidigt ihn mit Papierfluten, Verordnungen, idiotischen Steuergesetzen, nicht auf das Berufsleben vorbereiteten Schülern, etc.,in die Knie zu zwingen...so wie hier in unternehmerische Entscheidungen hineinentschieden wird, kann man das sehr wohl schon (etwas überspitzt) sozialistisch (nach Art der DDR) bezeichnen!!!

Habe übrigens niemals Subventionen bekommen und will auch gar Keine!!!

Du maßt dir also an über meine Auslandserfahrung zu urteilen und führst gleich den extremen Gegenpol USA an?!? Bei genauerer Betrachtung ist das System der USA gar nicht so schlecht..dort wird noch EIGENVERANTWORTUNG groß geschrieben und nicht das Ausruhen inder sozialen Hängematte (das war jetzt bewußt brutal, da du auch so argumentierst)...natürlich hat das Ganze auch viele Nachteile, die nicht sein müßten...vor allem aber ist es eines: BEZAHLBAR!!!

..und wenn die Rente nicht reicht, wird halt noch mit 70 was dazuverdient!

...und es stimmt überhaupt nicht, das man in den USA 2-3 JObs barucht, um zu überleben..oder es relativiert sich, wenn man 2 x 4-5 Stunden arbeitet (also 2 Teilzeit-Jobs hat)....ich habe auch nie gesagt, das man komplette Systeme kopieren sollte, sondern sich funktionierende Komponenten zu eigen machen sollte...

in dem Zusammenhang vermute ich (da du immer auf die Unternehmer hackst und Politiker verteidigst...(haben die vielleicht keine Macht??)
das du ein hemmungsloser Sozialromantiker bist, der irgendwann mal hart auf den Boden der Realität aufschlagen wird.....


zu Banken und Aktien:...die meisten sagen Fallschirmspringen ist geil..machst du es deshalb????


..ich habe gewiß nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber durch meinen Beruf und durch ein riesiges Bekanntenfeld, vom Schuputzer bis zu Millionär sozusagen, einen sehr guten Einblick in das Leben und ich informiere mich aus vielen verschiedenen Medien um einen möglicht unabhängigen Einblick zu bekommen...dazu würde ich gerne mal wissen, was du so betreibst und wo diese Verbitterung herkommt.....
habe in diesem Zusammenhang mal ein Statement eines ehemaligen sogenannten 68ers gelesen..das sagte sinngemäß aus: diejenige Generation, die gegen den Staat und die Kapitalisten gekämpft hat sind die letzte Generation, die noch eine Rente von diesem erhält!!!!!

Bearbeitet von pestcontroller am 10.08.2005 11:04:14

Zitat (Minikeks @ 10.08.2005 - 10:37:51)
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@Pestcontroller:
Du schreibst, dass keine Lehrstellen geschaffen werden können, wenn die Anzahl der Unternehmen sinkt, lehnst aber gleichzeitig eine Subventionierung von Unternehmen ab. Das verstehe ich nicht ganz.

ein Unternehmen soll aufgrund seiner Qualität und dem Erfolg am Markt mit seinen Produkten und Dienstleistungen bestehen...durch Subventionen wird der Markt derartig verzerrt, das Unternehmen mit guten innovativen Ideen von Unternehmen, die mit Subeventionen kalkulieren können vom Markt verdrängt werden..sonst hätten wir zum Beispiel schon längst einen andere effektivere innovativere Energieversorgung und in diesem Bereich auch enorme Wachstumsraten...ich bin jetzt kein Befürworter von Ökostrom, habe aber auch nichts dagegen...es soll sich einfach das beste und rentabelste System durchsetzen!

Bei mir sieht das so aus: ich gebe ein Angebot ab und werde dann um 50%!!!! unterboten, weil die Konkurenz mit arbeitsmarktpolitisch geförderten Arbeitnehmern mit 50% weniger oder gar keinen Lohnkosten rechnen muß... :angry: :angry: :angry:

Bearbeitet von pestcontroller am 10.08.2005 11:15:05

Zitat (pestcontroller @ 10.08.2005 - 11:00:04)

...den Betrieb gibt es schon seit 1927 ...und wird zur Zeit gegen die Versuche verteidigt ihn mit Papierfluten, Verordnungen, idiotischen Steuergesetzen, nicht auf das Berufsleben vorbereiteten Schülern, etc.,in die Knie zu zwingen...so wie hier in unternehmerische Entscheidungen hineinentschieden wird, kann man das sehr wohl schon (etwas überspitzt) sozialistisch (nach Art der DDR) bezeichnen!!!


Ahja. Dann sind die USA wohl auch sozialistisch, hm? Ich glaube nicht, dass du wirklich willst, das man mal überprüft, ob dein Betrieb mit dem "Americans with disabilities act" konform geht.

Wer in einer Gesellschaft lebt, muss sich an Regeln halten. Im Übrigen sind es die mit den idiotischen Steuergesetzen eingenommenen Gelder, die die Ausbildung der Schüler finanzieren. Wenn du nicht zahlen willst, dann wundere dich nicht, wenn du keine Qualität bekommst.

Zitat
Du maßt dir also an über meine Auslandserfahrung zu urteilen und führst gleich den extremen Gegenpol USA an?!?  Bei genauerer Betrachtung ist das System der USA gar nicht so schlecht..dort wird noch EIGENVERANTWORTUNG groß geschrieben und nicht das Ausruhen inder sozialen Hängematte (das war jetzt bewußt brutal, da du auch so argumentierst)...natürlich hat das Ganze auch viele Nachteile, die nicht sein müßten...vor allem aber ist es eines:  BEZAHLBAR!!!


Du unterstreichst nur meinen Punkt: Du lebst in einer Traumwelt. Das System der USA ist mitnichten bezahlbar. Die haben dort in den Sozialsystemen auch eine Riesenlücke. Sie haben nochwas: Eine geringere Lebenserwartung als wir. Mittellose, die sich dort, wo sie geheilt werden sollten, mit neuen Krankheiten anstecken, und sich jede Zukunft nehmen, weil sie sich überschulden.

Zitat

...und es stimmt überhaupt nicht, das man in den USA 2-3 JObs barucht, um zu überleben..oder es relativiert sich, wenn man 2 x 4-5 Stunden arbeitet (also 2 Teilzeit-Jobs hat)....ich habe auch nie gesagt, das man komplette Systeme kopieren sollte, sondern sich funktionierende Komponenten zu eigen machen sollte...


Nur hast du Fantasievorstellungen davon, was funktioniert.

Übrigens ist alleine deine obige Behauptung Zeugnis deiner Realitätsverweigerung: Warum haben die Leute mehrere Teilzeitjobs, wenn sie Vollzeit arbeiten? Antwort: Es GIBT nicht genügend Vollzeitjobs. Dass es in den USA einen Mindestlohn gibt, dass der aber häufig unterschritten wird, und dass angesichts von Massen von Illegalen der Lohn künstlich vom Arbeitgeber niedrig gehalten wird, verschweigst du.

Zitat
in dem Zusammenhang vermute ich (da du immer auf die Unternehmer hackst und Politiker verteidigst...(haben die vielleicht keine Macht??)
das du ein hemmungsloser Sozialromantiker bist, der irgendwann mal hart auf den Boden der Realität aufschlagen wird.....


Der einzige Romantiker hier bist du. Mit Sozialromantik habe ich nichts am Hut. Im Gegensatz zu dir, der hier schon ein paarmal mit falschen Behauptungen erwischt wurde, recherchiere ich. Ich hacke nicht auf "die Unternehmer", ich kritisiere Verhaltensweisen. Und ich verteidige Politiker gegen Pauschaldiffamierungen wie du sie hier ausschliesslich vorbringst.

Zitat
zu Banken und Aktien:...die meisten sagen Fallschirmspringen ist geil..machst du es deshalb????


Wenn ich das Geld hätte, würde ich's probieren. Ist aber nett, dass du meinst, man sollte in allem und jedem einen potentiellen Betrüger sehen. So macht das Leben in Gesellschaft Spaß

Zitat

..ich habe gewiß nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber durch meinen Beruf und durch ein riesiges Bekanntenfeld, vom Schuputzer bis zu Millionär sozusagen, einen sehr guten Einblick in das Leben und ich informiere mich aus vielen verschiedenen Medien um einen möglicht unabhängigen Einblick zu bekommen.


Lies: Du glaubst, was dir erzählt wird

Ich habe mehrere Jahre in den USA gearbeitet, an einem Arbeitsplatz, an dem man nicht bloß die Bonzen in ihren Stretchlimousinen und Villen sieht, sondern auch das Elend, das die Kehrseite der Medaille ist. Überfüllte Krankenhaus-Notaufnahmen, weil dort auch der behandelt werden muss, der weder Versicherung noch Geld hat -Herde von Infektionskeimen, die reihum weitergereicht werden. Ich habe in der Presse dort die Berichte gesehen, wenn nicht nur in "Rekordsommern" sondern in jedem Sommer die Leute wie die Fliegen sterben, weil sie sich trotz Standardtemperaturen von 40° weder


Hier ist mal eine amerikanische Perspektive, um dich, der du ja so toll bescheid weisst über die große weite Welt, zu erleuchten:
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/conte...5080502015.html
Du kannst doch Englisch, oder? Oder sind etwa deine ach so vielen Medien, in denen du dich informierst, alle aus einem Sprachraum?

Bearbeitet von OliH. am 10.08.2005 13:30:25

Zitat
ein Unternehmen soll aufgrund seiner Qualität und dem Erfolg am Markt mit seinen Produkten und Dienstleistungen bestehen...durch Subventionen wird der Markt derartig verzerrt, das Unternehmen mit guten innovativen Ideen von Unternehmen, die mit Subeventionen kalkulieren können vom Markt verdrängt werden..sonst hätten wir zum Beispiel schon längst einen andere effektivere innovativere Energieversorgung und in diesem Bereich auch enorme Wachstumsraten...ich bin jetzt kein Befürworter von Ökostrom, habe aber auch nichts dagegen...es soll sich einfach das beste und rentabelste System durchsetzen!


Sprich: Der, der die Subventionen vor zehn Jahren bekommen hat und dadurch mit Forschung- und Entwicklung schon weiter ist.

Zitat

Bei mir sieht das so aus:  ich gebe ein Angebot ab und werde dann um 50%!!!! unterboten, weil die Konkurenz mit arbeitsmarktpolitisch geförderten Arbeitnehmern mit 50% weniger oder gar keinen Lohnkosten rechnen muß... :angry:  :angry:  :angry:


Daher ist dir lieber, wenn der Staat für diese Leute komplett aufkommen muss. Aber bitte nicht zuviel Steuern....

Bearbeitet von OliH. am 10.08.2005 13:33:54

..ich glaube du hast keinen Ahnung, was ich schrieb...nur weil ich nicht alles haarklein niederschrieb, heißt das nicht , das ich es verschweige..ich weise durchaus auch auf Nachteile hin..und wenn du schreibst es wäre nachweislich was du von dir gibst, wer kann das überprüfen?

....ich habe nie behauptet zuviel Steuern zu zahlen, sondern Unsinnige... und Produkte setzten sich durch Innovationskraft und Anschubförderung aus der Wirtschaft durch, nicht durch staatliche Subventionen( die werden nur nach politischem Gutdünken verteilt um Lobbies zu bedienen und an der Macht zu bleiben)...ich frage mich wo du das ganze Geld hernehmen willst? meiner Meinung nach müßtest du bei den 200 Mrd. jährlichen Subventionsirrsinn anfangen!!!! damit wird so einiges bezahlbar....

ich habe auch nicht gesagt, dass das amerikanische System das Beste ist, sondern das dort wesentlich mehr möglich ist und die Leute für sich selbst denken müssen!!!..natürlich gibt es auch dort bescheuerte Gesetze......das ließe sich noch weiter fortführen, aber ich würde gerne mal deine Lösungsvorschläge hören!!!


Wir können das Spielchen ewig weitertreiben..ich könnte dir für jedes "Extrem"-Beispiel deinerseits ein Gegenteiliges aufzeigen...auch ich habe Kontakte in die USA: muß ein Vollzeitjob alleine glücklich machen, wenn mit 2 Teilzeitjobs genauso gut verdient werden kann und man womöglich etwas flexibler ist???...was ist mit dem Polizisten in den USA, der mehr Pension aus seinem Fonds bezieht, als er in seiner aktiven Zeit verdiente???, etc.....

..ich schrieb schon einmal: unser Wohlstand ist auf der Ausbeutung der 3. Welt und der Verschuldung unserer Kinder begründet...nun kann jeder seine Schlüsse daraus ziehen...es ergeben sich aber nur wenige eindeutige Handlungsmöglichkeiten!!!!!

der Kapitalismus ist nicht perfekt aber das am wenigsten "schlechte" Modell...wohin uns der Kommunismus geführt hat, konnte man ja sehen...er ist nicht für die menschliche Natur geschaffen..schneller, weiter, höher ist die Triebfeder der Menschen und der Natur!!!! ...wichtig ist nur, das extreme Ausprägungen jeder Art vermieden werden müssen!!!!

Bearbeitet von pestcontroller am 10.08.2005 16:49:18


Zitat
....ich habe nie behauptet zuviel Steuern zu zahlen, sondern Unsinnige... und Produkte setzten sich durch Innovationskraft und Anschubförderung aus der Wirtschaft durch, nicht durch staatliche Subventionen


So wie Windoof, ja. Du weisst im übrigen, dass F&E-Kosten in beträchtlichem Maß von der Steuer abgesetzt werden? Dass der amerikanische Steuerzahler es ist, der die Erschliessung z.B. neuer Ölfördergebiete bezahlt?

Zitat
..ich frage mich wo du das ganze Geld hernehmen willst?  meiner Meinung nach müßtest du bei den 200 Mrd. jährlichen Subventionsirrsinn anfangen!!!! damit wird so einiges bezahlbar....


Ich frage mich, ob du überhaupt gelesen hast, was ich geschrieben habe.

Zitat
ich habe auch nicht gesagt, dass das amerikanische System das Beste ist, sondern das dort wesentlich mehr möglich ist und die Leute für sich selbst denken müssen!!!..


Und sie denken sich "Kein Geld? Macht nix. Nehm ich noch ne Kreditkarte."

Zitat
.auch ich habe Kontakte in die USA


Nochmal: Ich habe dort GELEBT und GEARBEITET. Erfahrung aus erster Hand. Selber gesehen, nicht weitererzählt, was mir Leute erzählen, die sowieso meiner Meinung sind.

Zitat
muß ein Vollzeitjob alleine glücklich machen, wenn mit 2 Teilzeitjobs genauso gut verdient werden kann und man womöglich etwas flexibler ist???


Du tust so, als ob diese Leute freiwillig mehrere Jobs machen würden. Tatsächlich machen sie mehrere Jobs weil sie irgendwie über die Runden kommen müssen. Ein Freund von mir hat über ein Jahr gesucht, das obwohl es ja angeblich so wenig Langzeitarbeitslose dort gibt. Er hätte sogar Regale im Supermarkt aufgefüllt aber da wollte man ihn nicht, weil er überqualifiziert war.

Zitat
...was ist mit dem Polizisten in den USA, der mehr Pension aus seinem Fonds bezieht, als er in seiner aktiven Zeit verdiente???, etc.....


Was ist mit den Enron-Mitarbeitern, die zusehen mussten, wie ach so arme Leute wie Kenneth Lay das Geld für ihre Altersvorsorge mit vollen Händen verprasst haben?

Angesichts der Risiken, denen sich amerikanische Polizisten aussetzen, gönne ich ihnen, sofern sie sich verantwortungsbewusst verhalten haben, jeden Cent, den sie kriegen.

Bearbeitet von OliH. am 11.08.2005 12:43:30

...da haben wir es wieder für jedes Beispiel ein Gegenbeispiel..


...warum arbeiten die Menschen wohl auch hier in der BRD?... um sich über Wasser zu halten...SUPER, wenn der Staat alles übernimmt, brauchen wir ja nicht zu arbeiten..manche wollen hier auch nur 4 Std. arbeiten..es soll sogar welche geben, die gerne Nachts arbeiten!!!

..ja und der deutsche Steuerzahler finanziert Hollywoodfilme..SUBVENTIONSWAHNSINN!!!

..Windoof?..staatlich gefördert?...da sieht man was für ein Scheiß dabei rauskommt....andere Betriebssysteme sind bekanntlich besser und stabiler und häten sich bei unverzerrtem Wettbewerb sicher durchgesetzt...

...meinet wegen können alle Steuervergünstigungen für Unternehmer sowie Privatleute abgeschafft werden, und nur noch ein Steuersatz für alle Einnahmequellen erhoben werden!!!... schon mal was von FLAT-Tax gehört.....?

...wenn die Leute kein Geld haben und trotzdem Kaufen, will ich nicht verantwortlich sein, genauso wenig wie für Menschen, die zu rauchen anfangen....das ist ihr Problem... der Staat, also wir alle können den Menschen das Denken nicht abnehmen.....


....ich habe schon Dipl. Ing. gesehen, die als Dachdecker arbeiteten!


...die Altersvorsorge sollte auf mehreren Beinen stehen und der staatliche Teil, sollte nur das absolute Existenzminimum abdecken..SONST heißt das Motto: wieso sparen fürs Alter, wenn ich alles auf den Kopf hau bekomme ich doch trotzdem vom Staat meine Patte fürs Leben!!!!..schon mal eine Sozialhilfedynastie kennengelernt????...sind nette Leute..die bekommen vom DGB und der PDS sogar Tipps, wie sie den Staat bei Hartz IV bescheißen können!!!!! ..echt TOLL!!!

Bearbeitet von pestcontroller am 11.08.2005 13:25:11


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