Ente: wie macht ihr sie?


Ich hab ja schon unter der Suchfunktion nachgeschaut und da kamen viele Treffer und ich hab mir das so durchgelesen.

So richtig hilfreich waren die Beiträge nicht.

Ich hab heut ne Ente gekauft - war im Angebot 2,1 Kilo für 6 Euro. Da konnte ich nicht nein sagen. Hab ja auch schon ne Idee, wie ich sie zubereite.

Ich dacht mir, sie zu würzen, und erst mal in den Backofen zu stellen. Ob ich sie füllen sollte - nee, ich denk mal nicht. Also erst mal in den Backofen für 15 Minuten, dann etwas roten Wein angiessen, Zwiebeln und Karotten mit rein, etwas Brühe und dann dachte ich, das ganze könne eben im Herd so vor sich hinbruzeln, ab und an übergossen und serviert mit Broccoli und Rotkohl - ach ja und dann dachte ich auch noch Kartoffeln so in der letzten Stunde in die Brühe zu geben. Und da genau ist der Knackpunkt. Würdet ihr die Kartoffeln kochen oder so ein Experiment wagen. Also Kartoffeln mit in den Bräter.


Gemüse und oder Kartoffel würde ich auf keinen Fall zur Ente in den Bräter geben, denn die würden das ganze Fett aufsaugen.


Schließe mich rossis Meinung an.

Allerdings würde es bei mir eh Knödel dazu geben :sabber:


Ich mache jedes Jahr an Weihnachten superleckere freiwatschelnde Bauernhofente: Voriges Jahr war es ein Riesenhubschrauber von Erpel, 5 kg hatte das gute Stück! :blink:
Er paßte gerade so in den großen Bräter (der ist so breit, daß er gerade genau in den Herd paßt).

Zuallererst spüle ich ihn gründlich ab und sehe die Ente gründlich nach noch verbliebenen "Pielern", also Federkielresten, nach: die werden mit einer Pinzette entfernt.
Dann operiere ich die Bürzeldrüse (Fettdrüse kurz über dem Schwanz) weiträumig und (ein guter Koch verfügt auch über chirurgische Grundkenntnisse :lol: ) gründlich heraus. Mein Mann hat es mir so gesagt: das Fleisch / Fett wird bitter, wenn man das nicht macht, also halte ich mich dran).

Backofen (E-Herd) auf 220°C vorheizen.

Dann salze ich den Vogel innen und außen gründlich ein, das Salz massiere ich außen in die Haut, dann pfeffere ich noch und gebe ordentlich Beifuß (gerebelt) darüber. Ist DAS Entengewürz!
Nun kann das alles erstmal einziehen und ein wenig marinieren, die Ente kommt beiseite gestellt.

Füllen tue ich mit Äpfeln, ich finde das unheimlich lecker: wenn ich dahabe, kommen noch ein paar Backpflaumen mit in den Vogel. Während das Fleisch die Gewürze einzieht, putze ich also die Äpfel, die kommen dann mit den Pflaumen in die Ente gesteckt, dann wird vorn und hinten alles mit Holzspickern (Zahnstochern) dichtgesteckt (man kann auch mit Küchengarn zunähen).

In den Bräter gebe ich je nach Größe der Ente ein bis 1 1/2 l Wasser, da gebe ich dann ein paar grobzerkleinerte Möhren und Zwiebeln mit dazu. (Keine Angst, daß deswegen etwa zuviel Fett draufgehen könnte: von einer Bauernhof-Ente kommt mehr als genug Fett ab, das reicht dicke! Außerdem schmeckt das Fett so noch besser, finde ich).

Nun ist der Ofen heiß, die Ente setze ich mit der Brust nach unten in den Bräter zwischen das Gemüse ins Wasser und packe obenüber Vogel und Bräter mit Alufolie ganz dicht zu. (Mein Bräter hat keinen Deckel, es ist so eine viereckige emaillierte Riesenpfanne mit 2 Henkeln links und rechts von anno dunnemals, ich wette, das Ding hat schon im Krieg geraubte Enten gesehen :lol: ).

Rein in den Ofen (auf den Rost auf den ersten Einschub unten).
Faustregel: Pro kg/ Tier etwa eine Stunde Garzeit. Das ist nur eine Faustregel! Beispiel: den 5 kg-Klopper habe ich gute 3 1/2 Stunden am Stück geschlossen garen lassen, das Fleisch war butterzart).
So, nun wird der Rotkohl noch vorbereitet und soweit fertiggemacht, dann abgewaschen, die Küche aufgeräumt und dann ist erstmal Feierabend (ich bereite die Enten und den Kohl immer am Abend vorher zu).

Es kommt auf das gründliche und lange geschlossene Garen an, schwöre ich: sonst wird das Fleisch nur trocken und hart.
Kurz vor Ende der Garzeit packe ich die Ente nur ganz wenig aus und steche Brust und Schenkel probeweise mit einem hölzernen Schaschlyk-Spieß an: "zieht" das Fleisch noch, oder ist es schon weich?
Ist es weich: okay, Ofen aus, Alufolie wieder drüber und gut is': morgen ist auch noch ein Tag.

"Zieht" es noch: wieder dichtpacken und weitergaren.
Ein Braten ist kein Kuchen: der fällt beim zu frühen Rausnehmen nicht unrettbar zusammen. ;)

Am nächsten Tag das Finale: die Ente wird ausgepackt und herumgedreht, der Ofen wieder auf 200°C geheizt.
Das dicke Fleisch steche ich , wenn alles heiß ist, rundherum mit dem Schaschlyk-Spieß ein, damit überschüssiges Fett noch ablaufen kann.
Oberhitze (Grill) einschalten und nun wird die Ente ringsrum schön knusprig braun gebraten. Drehen des Vogels nicht vergessen! Dauert je nach Größe ungefähr eine Stunde.
Wer es nicht zu fett mag, nimmt die Ente aus der Pfanne und legt sie auf den Rost zum Braunbraten, die Pfanne darunter, damit das Fett dort reinläuft.

Währenddessen bereitet man die Klöße / Knödel nebenbei, der Rotkohl wird heiß und der bekommt zum Schluß noch gute 2 Eßlöffel vom Entenfett mit drangerührt. :sabber: :sabber: :sabber:

Nun kann auch der Herr des Hauses seines Amtes walten und die Ente "schlachten" bzw. zerlegen... traut man ihm nicht (Ißt er den halben Vogel etwa vorher auf?!!! :ph34r: ) tut man das selbst.

Das Obst der Füllung gebe ich extra in eine Schüssel, die "Entenbrühe" in die Sauciere.

Guten Appetit!

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 22.10.2008 02:52:23


:sabber: :sabber: :sabber:

Das hast Du aber schön geschrieben. Da tropft einem ja gleich der Zahn.
Ich habe mir fürs WE vorgenommen eine Ente zu machen.

Ich fülle sie auch mit Äpfeln und Beifuß darf nicht fehlen. Nehme den auch zur Gans. Wir haben uns im Urlaub frischen Beifuß gesammelt und dann getrocknet. Der reicht dann ein Weilchen.

@markaha,

Die Kartoffeln würde ich nicht mit der Ente garen. Bei mir gibts immer Kartoffelklöße (selbstgemachte) dazu.

@ Bi(e)ne,

ich koche immer einen ganz großen Topf Rotkraut und das wird dann portionsweise eingefrostet. Wenn das Kraut fertig ist kommt bei uns ein Glas Preiselbeeren dazu! :sabber:


Ha, Renate: genauso mache ich das mit dem Rotkohl auch: Wieso ein Töpfchen, wenns ein Topf sein kann? :D
Schön auf Vorrat und Einfrieren!!! :sabber: :sabber: :sabber:


Bei Bienes Rezept tropft mir auch der Schnaaaabel.

Da ich ja meist mein Festessen allein zu mir nehme, gibts garantiert keine 5-Kilo-Vogel. Ich nehm auch eher das "Küken" um die 2 Kilo.

die Vorbereitung ist ähnlich wie bei Biene. Also die Federliele rauszupfen, die Bürzeldrüse entfernen.

Würzen? Salz, Pfeffer, auch Beifuß gehören bei mir zum Standard. Aaaaaber die Füllung variiert von Mal zu Mal. Mal kommen Äpfel in den Bauch. Mal Madarinenstreifen. Mal Zwiebelstücke. Oder Esskastanien (übrigens die einzige Art, wie ich Kastanien esse).

Nur....... ich brate den Vogel bei etwas niedrigerer Temparatur, so 130 - 150 Grad, einige Stunden, also wesentlich länger als pro Kilo eine Stunde. Dabei übergieße ich den Vogel immer mit dem Sud, der sich in dem Bräter befindet - ohne Wein. Denn der sorgt m. E. für unterschiedlich gefärbte Haut. Und nie vergessen: Zwiebel muss in den Sud. Von Anfang an. Ich habe noch nie trockenes Entenfleisch gehabt - auch trotz offenen Bratens.

Ganz zum Schluß wird natürlich Oberhitze eingestellt und der Pieper (oder Quaker) mehrmals gedreht. Wichtig ist mir, dass die Brusthaut schön kross ist und VIIIIEEEEL Fett übrig bleibt - ich daraus Entenschmalz.

Kartoffeln kommen auch bei mir niemals in den Bräter - es gibt auch immer Klöße dazu.

Als Gemüse einget sich nicht nur Rotkraut, mir persönlich schmecken dazu besser Rosenkohl oder Grünkohl.

Ihr habt mich mal wieder auf ne Idee gebracht....................



Gruß


Abraxas


Lieber Raaaaabe,

Kastaaaanien, das isses!!!! :sabber: Megalecker.
Hab ich vor 3 Jahren mal "auf doofen Dunst" probiert, weil ich das Rezept bei meinen Eltern in einem uralten Großmutterkochbuch (Mary Hahn) von 1920 fand und wir damals einen kapitalen Maronenbaum in der Nachbarschaft hatten.
Wurde genial und meine schmausende Familie veranlaßte das zu dem für meine Ohren ein wenig seltsam klingenden Lob, daß aus mir "doch eine sehr gute Gutsköchin" geworden wäre... naja, Hauptsache, es hat geschmeckt. :rolleyes: :lol:
(WEHE, EINER WAGT ES JETZT, MICH MIT "MAMSELL" ANZUREDEN!!!!)

Die Ente wie oben habe ich mit der klassischen Apfelfüllung so beschrieben, weil ich davon ausgehe, daß es auf Weihnachten zugeht und somit vielleicht auch der gänzliche Küchenneuling mal einen dollen Braten auf den Tisch stellen will :) (deshalb wurde auch das Posting so umfangreich :D ).

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 22.10.2008 22:18:36


biiiiiiene das haste ja auch ganz doll gemacht.

ich mache, allerdings wie rabe schreibt, apfel, apfelsiene( oder ihre verwanten) rosinen und auch gleich eine kleine zwiebel rein, in die ente.

natürlich thüringer klöße und rotkraut, rosenkohl oder grünkohl dazu ich habe sehr schönen wieder im garten.

ups da fällt mir ja ein ich muß bals mal eine machen, bin weihnachten gar nicht da.


Wir haben diese Ente jetzt erledigt - war ein Genuss.

Hab dann zu guter letzt doch Klösse dazu gemacht. Aber die Idee mit den Kartoffeln will mir nicht aus dem Kopf gehen. Klar ziehen sie die Sosse an - aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein, könnte doch schmackhaft sein. Die Idee dazu kam mir, als ich dies las: "Kartoffeln waschen,schälen, in dicke Scheiben schneiden und in eine Auflaufform , die mit Olivenöl ausgepinselt wurde,geben.
Salzen, pfeffern, mit Weißwein begießen." https://forum.frag-mutti.de/index.php?showtopic=26046

Was das Füllen angeht. Klar - ich füll die Gans. Aber ne kleine Ente - 2 Kilo - füll ich nicht. War ja auch nur ein fast ganz normales Abendessen.

Und dennoch ergab sich eine Frage für mich - vielleicht macht ihr mich schlau.

Die Ente war richtig knusprig, wie sie sein sollte, aber da war in der Sosse soviel Fett, ist ja auch klar - wie trenne ich nun das Fett von der Sosse?

Ist ne Frage für Anfänger. Ich bekenne mich, dass ich nie Fett von Sosse getrennt habe. Nen Tipp?


Stell das in den Kühlschrank oder wenn du einen Balkon hast auf den Balkon und dann hebe, wenn das Fett erkaltet ist, das Fett einfach ab.

Ich mach das Enten oder Gänsefett noch einmal warm und tue das dann in Marmeladengläser, die ich vorher in der Microwelle warmgemacht habe. Deckel drauf und zugeschraubt hält sich das auch ne Weile und du kannst z. B. das Fett für Rotkohl oder Kohlspeisen überhaupt verwenden.


Genau wie arkade schreibt, mache ich das auch. :) Fett kaltwerden lassen, abheben und in einen Schüttopf (mit "Schnute") tun, den dann wieder ein wenig erwärmen und das flüssige Fett in saubere Schraubgläser füllen.

Hält sich im Kühlschrank ewig und ist für alle Gänseschmalzfans ein tolles Mitbringsel. :blumen:

Edit: wie war der schöne Berliner Spruch?
"Eene jute jebratene Janz is eene jute Jabe Jottes."
(Un' Schnattchen ooch - füje ich mal so janz locker-flockich mit ein) :lol:

@markaha: Die Ente war gut? Das freut mich (und ist das Wichtigste!) :blumen:
Das mit den Kartoffeln kenne ich so nicht und habe es auch nie ausprobiert.
Bei uns werden die "normal gekocht" dazugereicht, wenn einer keine Klöße oder Knödel will).

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 23.10.2008 01:04:56


Ich mache das so Ente Waschen und innen und außen kräftig mit Salz ein reiben Gewürze nur Pfeffer und Beifuß in die Ente mache ich nie eine Füllung nur in die Ganz. Die Brust der Ente wie der Ganz schneide ich die Haut mit scharfen Messer an,damit das Fett besser raus kann..
Da Ente wie Ganz fiel Fett hat setze ich sie in eine Pfanne mit Wasser ca 250ml an im geschlossenen Pfannen Deckel ca 30 min dann schaue ich nach und drehe sie einmal um . dann mit offenen Deckel fertig backen .Die Tierchen sind gut wen man mit der Gabel die Haut ganz leicht zerreisen kann.
Dazu gibt es bei mir Weinkraut Rot oder Weis oder eingelegtes saures Gemüse Klöse aus Rohen Kartoffeln :sabber: :sabber:


Mamsell :hihi: ich muß jetzt noch grinsen

Ich bin leider gegen Beifuß allergisch :wacko:
Was für ein Gewürz kann ich stattdessen nehmen?

Das mit den Kartoffeln zum Geflügel hab ich mal in einem Rezept gelesen.
Da kamen sie zu Hähnchen mit in den Bräter. Hähnchen sind m.E. aber auch nicht so fett.
Deshalb könnte ich es mir da besser vorstellen als bei ner Gans oder Ente.

Hallo,

das mit den Kartoffeln so in den Backofen legen kenne ich.
Ein Studienkollege hat das mal so gemacht. Zusammen mit Möhren.
Allerdings war es kein Watscheltier, sondern ein Gummiadler (Hühnchen).
Hat gut geschmeckt. :sabber: Allerdings ist so ein Huhn nicht ganz so fetthaltig wie eine Ente.
Ich denke aber, dass notfalls der Vogel in einem Bräter o.ä. in den Backofen geschoben werden kann und die Kartoffeln dann daneben gelegt werden.
So ist eine Trennung von Kartoffeln und Fett gewährleistet.

Ansonsten: Ihr habt mich auf eine Idee gebracht, was es Wochenende geben könnte. :daumenhoch: Muss mich nur noch auf die Jagd nach einem geeigneten Vogel machen :mussweg: (schwimmen bei uns genug in der Gegend herum). :engel:

Gruß

Highlander


Hallo Schatzi

Du kannst da auch Thymian , Rosmarin. Majoran .Knoblauch zu deinem Vogel nähmen :sabber:


Ich bin Rosmarinfan :wub:
Werd ihn mal auf Ente probieren.

Übrigens, Rosmarinkartoffeln mache ich wie folgt:

Junge Kartoffeln waschen und vierteln (kleine ganz lassen)
mit Rosmarin, groben Meersalz und Olivenöl in einen Gefrierbeutel und bis zur
Zubereitung darin marinieren lassen.
Dann alles (ohne den Beutel) in eine ofenfeste Form und für knapp ne Stunde in den Backofen. Als Soße nen Knoblauchdip dazu :sabber:


Schatzi, die marinierten Kartoffeln mit Knobi-Dip lesen sich oberlecker! :sabber:
Mamsell erwägt, ihrer Herrschaft damit eine kulinarische Überraschung zu bereiten. :pfeifen:


1. zum Fett

Klar, wenn ich alles kalt werden lasse, kann ich das Fett gut "aussortieren", aber gibt es denn keine Möglichkeit, es aus der noch warmen Sosse zu sondieren?

2. Kartoffeln dazu

Die Idee - ich hätte es einfach probieren sollen - , die Kartoffeln in die Sosse zu legen und sie darin zu garen (klar, sie ziehen Flüssigkeit), kam mir, als ich ein Rezept gelesen hatte für Ofenkartoffeln in Weisswein - und dann hab ich eben nicht probiert, sondern bin Standard gefahren mit Rotkohl und Klössen - war aber wie gesagt, echt gut.

Heute abend haben wir die Reste gegessen.

Übrigens ne Ente von 5 Kilo hab ich noch nie gesehen - wars nicht vielleicht ne Gans? ;)

Bearbeitet von markaha am 23.10.2008 23:24:59


Wegen dem Fett...es gibt sone Kanne die den Ausgießer gaaanz unten angesetzt hat.
Dann gießt man so lange aus bis das Fett kommt, weil, das Fett schwimmt ja oben und wenn der Ausgießer ganz unten ist kommt das Fett zuletzt.

O.K. ? :wacko: Tschuldigung, komm grad nach einem Bier zuviel von den Nachbarn zurück.

Bild kann ich leider nicht einfügen obwohl ich ein schönes hatte, aber das ist wohl nicht erlaubt, sorry.

Bearbeitet von Schatzi am 23.10.2008 23:37:25


Schatzi, Du meinst einen Fetttrenner. :blumen::blumen:


Schon mal jemand Ente mit Orangensauce und Reis probiert. Ein bisschen exotisch aber lecker!!!!!

Die Ente wird dabei eigentlich ganz normal (wie bereits schon oft beschrieben) zubereitet. Allerdings wird Sie mit etwas Orangensaft eingerieben und filetierte Orangenstücke in den Bräter dazugegeben (also keine Zwiebel und Möhren).

Die Sauce wird dann ebenfalls mit dem Bratenfett, Orangensaft, Suacenbinder und weiteren Orangenfilets gemacht. :sabber:

Dazu gibt es dann auch Basmatireis!!!!

Schmeckt auch wirklich super!


Ente mit Orangensoße hab ich mal beim Asiaten gegessen. Oberlecker, sach ich euch.

Aber heute hab ich es mal wieder vollbracht. Die Heizung ausgefallen, also muss der Backofen die Küche wärmen.

Das hat er getan. Mit ner ganz einfach zubereiteten Ente.

Den Erpel waschen, trockentupfen, die evtl. verbliebenen Federkiele raus, die Fettdrüse am Bürzel chirurgisch entfernen. Den Quaker würzen mit Salz, Pfeffer und Majoran. Außen wie innen.

In einen passenden Bräter etwas Wasser geben. Eine Zwiebel kleinschneiden und ab ins Wasserbad. Dann den Piepmatz rein. Auf den Rücken (so liegt sichs bequemer... rofl ).

Ein paar Margarineflocken als Sonnencreme auf den Bauch.

Ab in den Ofen bei 160-170 Grad. Erst mal n Stündchen (mein Vogel wog 2,2 Kilo).

Inzwischen das Entenklein vorbereiten. Also die Flügelspitzen, den Hals, Magen, Herz und Leber waschen. Hals und Flügelspitzen kleinhacken.

In einer Kasserolle sehr heiß anbraten. Dann geputztes und kleingehacktes Suppengemüse dazu (also ne Möhre, Stück Sellerie, halbe Porreestange, n Zwiebelchen) und auch nochmal scharf anbraten. Schluck Rotwein dazu. Brühe (je nach Soßenmenge) dazu. Oder Wasser und gekörnte Brühe. Pfeffer, wenn nötig Salz. Majoran (das Gewürz, was auf dem Vogel ist, kann variieren). Für ne mit Orangen gefüllte Ente würd ich n Schluck O-Saft zugeben. Ich hab den Quaker aber net gefüllt.

Kochen lassen, das Ganze. Zwar schade um das Gemüse, aber das gibt den Geschmack. Zwischendurch ruhig mal Wasser oder Brühe auffüllen, damit die Menge stimmt.

Stunde, oder zwei köcheln lassen. Dann durchsieben. Einreduzieren lassen (also offen köcheln).

Inzwischen den Vogel auch mal wenden, so nach ner Stunde. Der Rücken soll ja net weiß bleiben. So lange drin lassen, bis bei einem Stich mit der Fleischgabel IN DEN SCHENKEL (nicht woanders hin, wär schade um den Fleischsaft) die Gabel leicht wieder heraus kommt. Es darf auch nur KLARER Saft austreten. Dann das tote Tier nochmal umdrehen, damit die Brusthaut wirklich richtig knusprig wird.

Sollte die Soße nicht sämig genug sein, aufkochen, und ein paar Flocken GEEISTE Butter reinhauen und mit nem Schneebesen einschlagen. Dann NICHT mehr kochen, sonst bindet die Butter nicht mehr und macht das Ganze nur noch fett.

Dazu gibts morgen Rosenkohl und n Klößchen.

Kurz vor Weihnachten iss das wohl das richtige Rezept.


Gruß

Abraxas


Raaaabe, das hast Du fast so schön einfach nachzubraten beschrieben, wie ich. ^_^
Ich hab übrigens für dieses Fest einen 4,5-kg-Hubschrauber bei mir im Hangar... äh, in der Gefriertruhe liegen.

Den brate ich heißer und länger und steche den rundrum an: keine Angst: das Fleisch wird sowas von saftig :sabber: haaach, wird das ne Weihnachtsmampfe...

Du tust noch Butter (geeist oder peng: es ist Butter!) an den Entensaft, um den soßig zu kriegen?
Boah... :huh: schmeckt sicher, aber das ist derbe. (Finde ich so - von dem Vögelchen kommt eigntlich genug Fett ab. Kann aber immer sein, daß polnisches Supermarktentchen mit kurzem und hartem Lebensdasein post mortem ein wenig mehr Fett zugesetzt braucht. Nix geht über "reelle" freilatschende Bauernerpel vom Hof... :) )

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 10.12.2008 04:14:06


Bin seit heute neu dabei :) Habe euch gestern ueber Google gefunden :rolleyes: Moechte morgen "meine" Ente braten.......

Wer kennt ein einfaches, leckeres Rezept? Die Ente ist klein, ca. 1 1/2 Kilo schaetze ich.
Mein erster und bis zu, letzter Versuch, ist trocken ausgefallen..... Aber ich moechte es nochmals versuchen.

Wer hilft mir??


@Chancu
Ich habe deine Rezeptfrage an einen schon bestehenden Thread angefügt. Dort findest du schon einige Rezepte.
Wenn du in der Suche Ente* eingibst findest du noch mehr zu dem Thema.
(Das Sternchen hinter "Ente" dient dazu, auch Begriffe wie "Entenbraten" und ähnliches zu finden)

Ach ja, Willkommen bei FM ;)


N'abend und herzlich willkommen!
Hier hast du ja sicher schon eine ganze Menge Ideen gefunden, und eine mehr hätte ich auch noch im Angebot, geht allerdings nur, wenn du einen gut schliessenden Bräter und ganz viel Zeit hast, dann kann aber nichts schief gehen.
Du brauchst:
1 Ente
2-3 Äpfel
Wenn du magst Sellerie (ich bin dagegen allergisch, aber viele mögen es, ich nehme statt dessen lieber Petersilienwurzel)
Gewürze (Beifuß gehört irgendwie zu Ente, aber ansonsten Majoran, Thymian, was dein Schrank so her gibt, wobei ich zu den Leuten gehöre, die nicht alles miteinander mischen, sondern lieber einzelnen Gewürzen den Vortritt lassen, aber das ist Geschmackssache)
4 EL Honig
4 EL Essig
Salz Pfeffer

Die Ente waschen, gut abtrocknen, innen Salzen und Pfeffern.
Die Äpfel Entkernen und in relativ kleine Stücke Schneiden, das gewählte Gemüse auch. (ich mache sowas mit der Küchenmaschine, und bekomme da Stifte raus, die so groß sind wie 4 Streichhölzer).
Das Gemüse mischen und mit Salz, Pfeffer und den gewählten Kräutern kräftig würzen.

Alles, was geht in die Ente geben, was über ist, in den Bräter legen.

Die Ente in einer Pfanne rundrum anbraten, dann 'Falschrum' auf das Gemüse setzen.

Den Honig erwärmen (Mikrowelle) und mit dem Essig mischen.

Pfeffer und Kräuter dazu, und ca 1/2 der Mischung auf dem Vogel verteilen.

Dann das ganze gut verschlossen für mindestens 3 (!) Stunden in den Ofen bei 100° geben, nach der hälfte der Garzeit die Ente wenden und nochmal mit der Marinade einschmieren.

Die letzten 5-10 Minuten bei offenem Deckel unter den Grill geben, damit die Haut auch schön aussieht und knuspert.

Nach belieben, beim Wenden noch Möhren oder anderes Wurzelwerk dazugeben.

So wird sicher nichts trocken!

Wenn die Vorspeise länger dauert, den Ofen etwas runterdrehen, dann ist es auch nicht schlimm, wenn der Braten 1/2 Stunde länger drin bleibt, er trocknet nicht aus.

Viel Spaß!

ZweiterVersuch



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