Hausstauballergie meines Enkels: Welcher Dampfbesen ist der Beste?


Hallo , ich grüsse alle lieben Leute hier in diesem Forum!

Hab mal wieder eine ganz eilige Frage. Gestern wurde bei meinem Enkel eine schwere Hausstauballergie festgestellt und muss nächste Woche schon an den Polypen operiert werden. Nun muss das Kinderzimmer total
neu eingerichtet werden und meine Tochter muss unbedingt einen Dampfbesen kaufen. Habe mich schon etwas schlau gemacht, aber finde zu wenig Testberichte.
Wer kann mir da einen guten Vorschlag machen? Wäre sehr dankbar dafür.

apfelröllchen


da gab es hier schonmal eine heiße Diskussion


Zitat (apfelroellchen @ 06.12.2008 11:38:51)
Nun muss das Kinderzimmer total
neu eingerichtet werden

Am besten erst mal 'ne zweite Meinung einholen... die gehen da nämlich auch unter Ärzten gewaltig auseinander. Die einen schimpfen ganz furchtbar auf die bösen staubigen Teppichböden und verlangen, dass die ganze Wohnung sofort gefliest oder mit Parkett ausgelegt wird, die anderen sind der Meinung dass auf glatten Böden der Staub viel toller herumwirbeln kann, der Teppich hält dagegen den Staub ein bisschen fest. Vom Arbeitsaufwand ist es kein großer Unterschied ob nun täglich der oder der Wischmopp geschwungen wird. Erstgenannter sollte allerdings einen speziellen Allergikerfilter haben, und solche Scherze à la "ich schneid den Staubbeutel unten auf, leere ihn, kleb ihn wieder zu und verwende ihn zwei- bis dreimal" sollten sich Allergiker bzw. die Mütter derselben lieber sparen. Und zum feucht Wischen besser irgendwas nehmen was man nach getaner Arbeit in die stecken kann- Microfasertücher zum Beispiel. Wenn man einen Putzlappen tage- oder gar wochenlang immer wieder benutzt, verteilt man irgendwann den Dreck nur noch, und bei Hausstauballergikern ist es wichtig dass der Milbenkot entfernt und nicht nur gleichmäßig verteilt wird.

Zitat
und meine Tochter muss unbedingt einen Dampfbesen kaufen.

Warum, wer sagt das? Vom hygienischen Standpunkt aus genügt es völlig, wenn sie mit einem normalen Wischmopp täglich feucht aufwischt, nach Belieben kann ein kleiner Schuss Allzweckreiniger ins Wasser gegeben werden und gut ist.

Vielfach wird behauptet dass durch den heißen Dampf alles schön keimfrei wird, aber das halte ich für ein Ammenmärchen. Denn um Bakterien wirksam abzutöten, muss schon gut erhitzt werden- das schafft ein haushaltsüblicher Dampfbesen gar nicht, es sei denn man hält ihn über jeden Punkt des Bodens wenigstens jeweils einige Minuten um den Bodenbelag auch auf die nötige Temperatur zu bringen. Bei Stein- oder Fliesenböden ist man damit dann gut lang beschäftigt, und Parkett/Laminat nimmt eine so andauernde Dampfbehandlung unter Umständen sogar richtig übel.

Na ja, und was glaubst du wie lang der Boden dann steril bleibt? Jedenfalls nicht allzu lang... ;)






Habe mich schon etwas schlau gemacht, aber finde zu wenig Testberichte.
Wer kann mir da einen guten Vorschlag machen? Wäre sehr dankbar dafür.

apfelröllchen

Ich kann Valentine nur zustimmen. Ich hab auch eine Hausstauballergie und regelmäßig saugen (mit einem ordentlichen Staubsauger) und wischen reicht völlig aus. Mein Vater hat auch eine schwere Hausstauballergie (plus alles mögliche) und meine Mutter putzt auch nicht jeden Tag.

Ein Dampfbesen ist meiner Ansicht nach auch überflüssig.

Was ich aber dringendst empfehlen würde, ist Allergiebettwäsche. Ist zwar sehr teuer, aber die hält die Milben im Inneren des Bettzeugs bzw. wenn das mal gewaschen ist, kommen gar keine neuen, weil sie keine Nahrung mehr finden.

Tja und das mit den Teppichböden ist so eine Sache. Wenn man einen sehr guten Staubsauger (Vor...k) oder so hat, sind Teppichböden gar kein Problem, weil sie eben den Staub ein bisschen festhalten.
Glatte Böden kann man halt besser wischen.

Ich hab hier glatte Böden, waren schon drin. Ich muss zugeben, ich sauge und wische nicht jeden Tag, aber ich bin auch den ganzen Tag nicht da.
Bei einem kleinen Jungen ist das etwas anderes und da ist Vorbeugung am besten.

Ich wünsche alles Gute! :blumen:

Edit: Warum sollte eigentlich alles keimfrei gemacht werden? Die Hausstauballergie wird durch die Ausscheidungen der Hausstaubmilben verursacht. Die ernähren sich von Hautschuppen. Die müssen regelmäßig weggesaugt werden und alles ist gut.

Bearbeitet von Jinx Augusta am 06.12.2008 16:41:15


Ich bin selbst Hausstauballergiker,unter anderem <_<
Wie Jinx schon geschrieben hat Allergiebettwäsche ist zunächst das
wichtigste.Und das Bett ein Mal die Woche frisch beziehen.

Wichtig ist es auch "Staubfänger" abzuschaffen.Nippesfigürchen,
Setzkästen, und vorallem Teppichläufer raus.
Stofftiere sollen gut waschbar sein.
Und nicht zu warm im Zimmer.

Ansonsten reicht tägliches feuchtes Wischen völlig.


Diese Allergiebettwäsche bezahlt die Krankenkasse..Bzw hat sie mal bezahlt. Ob es heute noch ne Leisung der GKV ist, weiß ich gar nicht aber ich habe meine damals von meiner HNO Ärztin verschrieben bekommen und bis auf eine kleine Zuzahlung hat die GKV alles übernommen...

Allerdings habe ich Kissenüberzug und Deckenüberzug sehr schnell wieder runtergemacht...Hat sich nicht schon drin schlafen lassen...

Dampfbesen halte ich auch für übertrieben...

Plüschtiere vielleicht öfters mal in die Waschmaschine stecken, das sind auch wahre Staubfänger...Und wenn Junior dann damit kuschelt...


Hallo apfelröllchen,

ich durfte mich auch schon mal damit befassen.
Ich glaube, dass der Dampfbesen eine unnütze Ausgabe sein dürfte.
Besser das Geld, wie schon erwähnt, in Allergiebettwäsche investieren. Vorher aber die Krankenkasse befragen. Für Kinder wird noch viel mehr bezahlt als für Erwachsene!
Für sehr wichtig halte ich hierbei, dass der Matratzenbezug zweiteilig ist mit festem Reissverschluss. Dann kannst Du nämlich die eine Hälfte abnehmen und Waschen (mehr passt dann auch nicht in die Maschine rein) und auf der anderen Hälfte / Seite schläft dann das Kind solange.
Weiterhin glaube ich zu wissen, dass es speziellen Teppichboden für Allergiker gibt. Sollte das stimmen, besser darin investieren als in den Dampfbesen.
Ob das Inlett dann 60° oder 95° waschbar ist, ist Geschmackssache. Ich meine, 60° reichen völlig aus.
Als letztes: ich weiss nicht, wie alt Dein Enkel ist, aber ab einem gewissen Alter kann man über eine Hyposensibilisierung nachdenken. Gibt eine Zeitlang in definierten Abständen eine Spritze und dann soll man sowas wie "immun" gegen Hausstaub sein. Mal hierzu den Allergologen befragen.

Gruß

Highlander


Hatte als Kind auch tausend Allergien, die Hausstauballergie ist bis jetzt geblieben. Ich persönlich komme mit Laminat sehr viel besser zurecht. Was ganz furchtbar für mich ist sind uralte Zeitschriften und Bücher. Das sind ziemlich üble Staubfänger.

Wir saugen hier einmal in der Woche gründlich durch und wischen ordentlich Staub. Swiffer halte ich nach wie vor für eine der besten Erfindungen für stauballergiegeplagte Leute wie mich. Niesanfälle krieg ich nur wo Leute wirklich so gut wie niemals staubwischen.

Stofftiere kann man, wenn man sie nicht so oft waschen mag, oder der Kleine sehr daran hängt und sie nicht für länger hergeben mag, so wie das bei mir als Kind war, auch einfach mal für einige Zeit ins Gefrierfach tun. Das killt die Hausmilben. ^_^


Mein Sohn hat auch eine Hausstauballergie. Wir haben hier auch Teppichboden. Er hat extra und macht eine Hyposensibilisierung. Lieider hat die frühere Kinderärztin einen Fehler gemacht und die Behandlung zu früh abgesetzt. Es wurde wieder schlimmer. Jetzt muss er jeden Tag Tropfen nehmen. Im großen ganzen geht es ihm wesentlich besser.

Also, ganz wichtig ist die Behandlung - sonst kann es zu schweren Astmaleiden ausarten.


Also meine Cousine hatte auch Theater mit der sog. Hausstauballergie. Sie hat alle Teppichböden rausgeschmissen und statt dessen Laminat und Fliesen gelegt. Zudem hat sie auf eine spezielle Matratze und mit Kunstfaserfüllungen umgestellt.
Im Teppichboden und in der Matratze leben nämlich die Hausstaubmilben und deren Ausscheidungen sind die Allergieverursacher. Der eigentlich Staub der so in der Bude rumliegt und rumflieg, macht nämlich keine Allergien. Das ist ja zum größten Teil nur Abrieb von Textilien.

Seit sie diese Brutstätten der Hausstaubmilben aus der Wohnung verbannt hat, hat sie ruhe davor.

So ein Dampfbesen ist schlicht und ergreifend Käse. Mit dem kriegt man weder den Boden desinfiziert, was eh Blödsinn ist, noch kriegt man damit die Milben in den Griff.


Mein Sohnemann hat auch seit ein paar Jahren eine Hausstauballergie, allerdings nicht ganz so schlimm.

Das wichtigste war bisher ein milbendichter Bezug für die Matratze. Ansonsten werden das Kopfkissen und die ca. alle viertel Jahr gewaschen, 90 Grad. Saugen, wischen usw. 1x pro Woche. Damit kommt er prima zurecht.

Übrigens hat er noch einen milbendichten Kissenbezug für Reisen. Alles (Bezüge)hat die Kasse ohne Rückfrage bezahlt.

Ich würde es stufenweise ausprobieren was eurem Enkel hilft und nicht gleich von null auf hundert gehen.


Möchte mich bei allen bedanken, die mir einen Beitrag zu meiner Frage geschrieben haben.

Es waren wirklich sehr gute Tipps dabei.

Danke!!! :)


hallo,
mein sohn und ich haben auch eine starke hausstaubmilbenallergie,.... wir haben nur die teppiche im kinderzimmer rausgenommen, und die bettbezüge besorgt (krankenkasse hat die kosten übernommen)... mittlerweile sauge ich nicht mal jeden tag, feucht wischen auch nur 2-3 x die woche, nicht täglich....
was ich für aber jeden tag mache ich die bettwäsche besonders jetzt im winter, morgens auf das fenster oder balkon stellen, damit es richtig "durchfriert"...
es hört sich immer schlimmer an, als es eigentlich ist, diese allergie.....



(IMG:http://www.ifenster.de/images/am_allergie.gif)

Bearbeitet von valerie1303 am 02.01.2009 21:18:04


Hallo liebe Leser,

ich selbst leide ebenfalls an einer Hausstauballergie und habe bisher wenig Informationen darüber im Internet gefunden. Jetzt möchte ich euch allerdings www.hausstaub.org ans Herz legen. Das ist die erste Seite, die viele Informationen, Tipps und Tricks rund um das Thema Hausstauballergie an einem Ort vereint. Schaut da mal vorbei, wenn ihr euren Informationshunger stillen wollt. Die unter "5 Wundermittel" vorgestellten Produkte sind in der Tat garnicht mal so schlecht.

Beste Grüße von und an Mutti


Man kann auch bei gewissen Firmen eine Matratzenreinigung mieten die haben dann teureres Equipment mit - auch das geht, wichtig ists aber wirklich auch dementsprechende Bettdecken und Polster zu kaufen um dem entgegen zu wirken.



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