Minikraftwerke für Privathäuser: Lichtblick in die Zukunft?


Gestern einen Bericht im Fernsehen gesehen:

Der Hamburger Ökostrom-Anbieter will zusammen mit dem Autobauer VW Mini-Kraftwerke für Einfamilienhäuser herstellen. Die kleine Anlagen sollen in den Kellern normaler Wohnhäuser stehen. Dort sollen sie Strom produzieren, der eingespeist wird, zum Heizen und für Warmwasser zur Verfügung stehen(Abwärme).

Na das ist doch mal was ;) zwei Atomkraftwerke sollten durch die Mini-Kraftwerke ersetzt werden.

Die Anschaffungskosten für ein Einfamilienhaus sollen bei 5000€ liegen.

Edit.die Motoren laufen mit Gas.

Bearbeitet von wurst am 07.09.2009 07:31:03


Im Prinzip gut, da diese Blockkraftwerke einen sehr hohen Wirkungsgrad haben und so gut wie keinen Schadstoffausstoß. Gibt es übrigens teilweise in Krankenhäusern, Schwimmbädern, öffentliche Wohnanlagen etc.
Nachteil ist die weiterhin große Abhängigkeit von den Förderländern und was machen mit der Abwärme im Sommer :hmm:

Bearbeitet von Sparfuchs am 07.09.2009 07:55:32


Mini BHKW ist nichts Neues, so eines arbeitet bei uns im Haus schon seit 2004. Entwickelt wurde es schon einige Jahre früher von der Firma Sa..s und noch einer anderen Firma. In der Zwischenzeit gibt es auch noch andere Firmen die so ein BHKW vertreiben. Zur Zeit gibt es auch richtig gut Fördergelder bei einer Neuanschaffung (in welchen Bundesländern das so ist??) und auch einen Zuschuß für eingespeisten Strom. Ob so ein Gerät wirklich rentabel ist für das Haus in dem es betrieben wird muss vorher gut abgeklärt werden. Wenn sich die Gesetzeslage noch ein bisschen anpasst kann es auch zwischen benachbarten Häusern eine Energiegemeinschaft geben.
Es gibt auch eine gute Seite zu dem Thema, einfach mal goo...n unter BHKW.

LG Moni


Diese Kraftwerke sind für Keller normaler Wohnhäuser ausgelegt ;)

Info


Klingt erstmal nach einer guten Idee. Allerdings ist auch Gas ein endlicher Rohstoff und wird über kurz oder lang genau so knapp werden wie Erdöl. Somit ist das in meinen Augen nur eine Übergangslösung bis erneuerbare Energien so weit entwickelt sind, dass sich alle kostengünstig darüber mit Strom ect versorgen können. Der "Übergang" dürfte aber lang genug sein, um die Kosten der Minikraftwerke zu amortisieren.

Sollte ich irgendwann mal ein Haus bauen, wird das Dach mit Solarzellen zugepflastert. Sonne scheint immer und wenn die Speichermedien erstmal gut entwickelt sind, kann man sich sogar von der öffentlichen Stromversorgung unabhängig machen.


Zitat (Cambria @ 07.09.2009 16:26:42)
Klingt erstmal nach einer guten Idee. Allerdings ist auch Gas ein endlicher Rohstoff und wird über kurz oder lang genau so knapp werden wie Erdöl.

Ich schätze mal das Gas nur eine Übergangslösung ist,und das ganze in nicht so ferner Zukunft mit Wasserstoff läuft ;)

@wurst Klar sind diese Kraftwerke für Keller normaler Wohnhäuser ausgelegt oder meinst du ich hätte einen extra Raum anbauen lassen? Schornsteinfeger ist auch nicht begeistert über so eine Anlage, die macht ihn arbeitslos :D .
Im Sommer habe ich aber das Problem zu viel Wärme zu produzieren die ich nicht loswerde, da wäre es nett wenn ich davon meinem Nachbarn was abgeben könnte oder einem Mieter das ist aber extrem schwierig und wenn der Mieter/Nachbar sich quer stellt bleibst du auf deinen Kosten sitzen und er zahlt dir noch nicht mal die verbrauchte Energie. Er bekommt dabei auch noch Recht, das habe ich aus leidvoller Erfahrung selbst erlebt.
LG Moni

@Cambria Ein BHKW produziert erheblich mehr Strom als eine Photovoltaikanlage und wenn Schatten auf das Dach fällt sieht es noch düsterer aus.


Zitat (mokraft @ 07.09.2009 20:54:02)
Im Sommer habe ich aber das Problem zu viel Wärme zu produzieren die ich nicht loswerde, da wäre es nett wenn ich davon meinem Nachbarn was abgeben könnte oder einem Mieter das ist aber extrem schwierig und wenn der Mieter/Nachbar sich quer stellt bleibst du auf deinen Kosten sitzen und er zahlt dir noch nicht mal die verbrauchte Energie.

Deshalb verwendet man bei größeren Anlagen die Abwärme auch zum kühlen von Gebäuden - lacht nicht das funktioniert. Z.B. für Krankenhäuser. Für Schulen wäre es auch o.k. Als wir vor 6 Jahren in einer größeren Wohnanlage gewohnt haben, gab es dort auch ein BKW, im Sommer war es außer Betrieb und ein normalerer Heizkessel war für die WW-Versorgung zuständig. Auch fürs Schwimmbad und unser Krankenhaus hat man BKW installiert. Eigentlich wäre es auch schon früher sinnvoll gewesen Kraftwerke nicht auf die grüne Wiese zu stellen, dann hätte man auch damals zumindest ein Teil der Abwärme zum Heizen nutzen können.

@ sparfuchs Du sagst es ja, bei größeren Anlagen, wir reden hier aber von Mini-BHKW´s. Gesetzlich wäre da schon noch einiges machbar um diese Technik weiter voranzutreiben da wehren sich nur die Stromkonzerne noch mit Erfolg dagegen.


Zitat (mokraft @ 07.09.2009 21:27:43)
Gesetzlich wäre da schon noch einiges machbar um diese Technik weiter voranzutreiben da wehren sich nur die Stromkonzerne noch mit Erfolg dagegen.

Genau das ist es doch, theoretisch wäre es möglich Häuser zu bauen, die gar keine Energie von außen brauchen-das ist aber nicht gewollt. :D

Denn wovon sollen die armen Vorstände der großen Energieunternehmen leben?

Warten wir es mal ab. Ich habe Bücher aus den '50ern und '60ern daheim, in denen über die Zukunft fabuliert wird. Dort steht zB, daß bis zum Jahr 2000 jeder Haushalt einen eigenen kleinen Atomreaktor im Keller stehen haben wird. rofl


Zitat (Wyvern @ 08.09.2009 08:22:51)
Dort steht zB, daß bis zum Jahr 2000 jeder Haushalt einen eigenen kleinen Atomreaktor im Keller stehen haben wird. rofl

Ich glaube das war sogar für Autos geplant. :pfeifen:


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