Familienfest in der Firma: Kuchen selbst mitbringen ein Problem?


Hallo zusammen,
ich habe da mal eine Frage an euch und wäre für eure Einschätzung sehr dankbar.
Wir planen in unserer Firma gerade ein Familienfest, bzw. etwas genauer ist morgens ein Kunden- und Lieferantentag geplant und Nachmittags sollen dann alle Kollegen/-innen die Möglichkeit haben einen netten Nachmittag mit ihren Familien zu verbringen. Für Essen und Trinken ist auch soweit gesorgt, wird natürlich auch alles von der Firma bezahlt.
Meie Kollegin hatte jetzt (bewusst nur bei den Angestellten; also wir sind ein Produktionsbetrieb) eine Rundemail verfasst, in der sie (ganz freundlich) fragt, ob jemand bereit wäre, für diesen Tag einen Kuchen mitzubringen. Ich finde das jetzt nicht weiter problematisch, da ich eh gerne backe stellt das kein größeres Problem dar. Jetzt gibt es aber einige Kollegen, die sich tierisch darüber aufregen und auf dem Standpunkt stehen, die Firma läd uns ein, also soll sie alles bezahlen, inkl. Kuchen. Finde ich persönlich ganz schön dreist. Man sollte doch auch mal was geben und nicht nur nehmen. Gut, klar kann es sein, dass sie sich den Ar*** aufreißen, aber das sollte man ja wohl (und das mein ich jetzt nicht böse) von jedem verlangen können, dass er/sie sich einsetzt etc....
Wie seht ihr das? ich vergleiche das ja gerne mit einem Schulfest, da war es auch nie ein Problem, einen Kuchen zu backen (diesen musste man sich sogar noch stückchenweise wieder zurückkaufen, wenn man den probieren wollte), aber dann wurde mir gesagt, ich solle erstmal 15 Jahre älter werden, dann würde ich das auch verstehen.
Naja, ich freu mich auf euer Feedback.

Liebe Grüße,
Dorie


Also, ich selbst hätte da absolut kein Problem einen Kuchen o. ä. mitzubringen. Allein schon weil ich sehr gerne backe. Ich denke mal daß dies jedem selbst überlassen sein sollte ob er etwas mitbringt oder nicht. Die Rundmail in der diese Bitte stand war ja, wie Du sagst, freundlich geschrieben. Da finde ich es nicht angebracht sich derart darüber aufzuregen. Es wäre etwas anders wenn das Mitbringen einer Kleinigkeit, verlangt worden wäre. Aber bei einer freundlichen Bitte...? Versteh ich nicht...


Was machen die so 'ne Welle... für die Energie, die sie in die Aufregung pumpen, hätten sie jeweils drei Kuchen backen können ;)

Im Ernst: es wurde gebeten, Kuchen mitzubringen. Es wird sicher nicht erwartet dass jeder einzelne einen Kuchen mitbringt- wenn nur ein Zehntel der Belegschaft einen backt und mitbringt, reicht's schon locker für alle, und wenn jeder einen mitbrächte wäre es viel zu viel. Wenn dir nach Kuchenbacken ist, dann back einen, und wer keinen backen und mitbringen will soll's halt lassen.


ich hätte mit dem Kuchen backen auch kein Problem, würde aber den maulenden Kolleginnen direktemang ins Gesicht sagen, dass sie diesen dann ja auch nicht zu essen hätten :P

Manche Leute sind aber auch was unentspannt...


@ Dorie,
bezieht sich das hier:
und Nachmittags sollen dann alle Kollegen/-innen die Möglichkeit haben einen netten Nachmittag mit ihren Familien zu verbringen. Für Essen und Trinken ist auch soweit gesorgt, wird natürlich auch alles von der Firma bezahlt.

nur auf den Vor- oder auch auf den Nachmittag?
So, wie es da steht, kann man davon ausgehen, dass auch am Nachmittag alles die Firma bezahlt.

Es gibt ja auch mal Menschen, und vielleicht ist besagte Kollegin so eine, die alles immer an sich reißen und organisieren müssen, wo gar nichts organisiert werden muss.

Ihr müsstet Euch aber doch bei einem Verantwortlichen für dieses Fest deshalb erkundigen können.
Das fände ich auf jeden Fall bei weitem sinnvoller, als wenn sich nachher die Tische unter viel zu viel Kuchen biegen, weil doppelt und dreifach vorhanden.


Zitat (Lumey @ 17.06.2010 14:58:48)
Es wäre etwas anders wenn das Mitbringen einer Kleinigkeit, verlangt worden wäre.

..oder ein Ersatz a´la: "Wir bitten um eine Kuchenspende. Sollten Sie keine Spende leisten wollen, so bitten wir um eine Spende in Höhe von 10€"

Ob sich eine Firmen/-Betriebsfeier mit einer Schul-oder Kindergartenfeier vergleichen läßt? Ich seh´die Bitte der Kollegin als kurze Anfrage, an die, die gerne Backen und kein Problem damit haben etwas für die "Allgemeinheit" zu geben - ohne direkt etwas dafür zu verlangen.

Wer sich darüber aufregt ist selber schuld! (und bekommt kein Stück Kuchen ((oder nur gegen Bezahlung - und der Kaffee kostet extra!!))

YO

Nee also die Firma übernimmt den ganzen Tag die Kosten für alles, war etwas missverständlich ausgedrückt.

Und es stand ausdrücklich in der mail, dass sich die melden sollen, die Lust haben was zu backen. Das schließt ja quasi mit ein, dass es auch die Möglichkeit gibt, sich da rauszuhalten...

Ja gut, die Argumentation die auch kam war, ja aber wenn der Konzern alle Geschäftsführer etc einlädt (über 30 Standorte, also auch mal eben geschmeidige 150-200 Personen) ist doch auch alles vom Feinsten und alles vom Konzern finanziert. - kann ja sein, aber da werden doch wieder Äpfel mit Birnen verglichen.
In meinen Augen sollen die froh sein, dass überhaupt irgendwas in dieser Richtung gemacht wird. Letztes Jahr zu dieser Zeit hatten wir gerade 20 Mitarbeiter entlassen und waren kurz vor der Insolvenz... von daher sollten die ihre Energie in andere Dinge stecken.


so wie ich das sehe, geht es den meisten ums Prinzip. Manche Leute sind nun mal eher vom Stamme Nimm und andere von der Seite Gib.
Für die Feiern in Grundschulen etc sind es auch immer dieselben, die ihren Kuchen spenden und sich nachher noch ein Stück zum Probieren davon zurückkaufen.
Bei der Feier in der Firma sehe ich das ähnlich. Klar, die Firma lädt ein und möchte ein großes Fest geben. In der Regel bezahlt dann auch derjenige, der einlädt. Aber es ist doch durchaus legitim zu fragen, ob nicht jemand Lust hat, einen selbstgebackenen Kuchen beizusteuern. Sehr viele Leute haben wirklich Lust zu sowas und stören sich auch nicht an den paar Euro und der Arbeit, die so ein Kuchen fordert. Außerdem habe ich schon oft gesehen, dass diese selbstgebackenen Kuchen auf Festen wesentlich besser ankommen als gekaufte Torte.
Bei uns in der Gegend gibt es häufig Veranstaltungen, wo ein Förderverein o. ä. eine Kaffeetafel mit organisiert, wo es selbst gebackenen Kuchen gibt. Da ist immer der Bär los und meist wird der Kuchen komplett verkauft. Der Erlös geht dann an den Förderverein für Schule, Schwimmbad etc.

Ich glaube kaum, dass die Firma es da nötig hat, am Kuchen zu sparen, wenn die übrigen Kosten alle von der Firma getragen werden, macht Kuchen da auch nicht mehr viel.
Selbstgebacken schmeckt einfach besser.
Kann auch sein, dass die Firma so auf Umwegen auch mal sehen will, wie man zu ihr steht ;)


Zitat (Hilla @ 17.06.2010 15:08:00)


Es gibt ja auch mal Menschen, und vielleicht ist besagte Kollegin so eine, die alles immer an sich reißen und organisieren müssen, wo gar nichts organisiert werden muss.

Ihr müsstet Euch aber doch bei einem Verantwortlichen für dieses Fest deshalb erkundigen können.
Das fände ich auf jeden Fall bei weitem sinnvoller, als wenn sich nachher die Tische unter viel zu viel Kuchen biegen, weil doppelt und dreifach vorhanden.

Ich sehe das auch so wie Hilla und würde mich auch erst mal erkundigen.

Grundsätzlich finde ich - rein Prinzipienmäßig argumentiert - , dass wer einläd, die Zeche zu zahlen hat.
Andererseits investiert man ja auch so ständig in sein Arbeitsverhältnis. Man kauft zB Büroklamotten (ich hab jedenfalls nicht so superviele Blusen im Schrank und müsste bei einem Bürojob mit "Dresscode" auch erstmal welche dazukaufen), oder was auch immer. Da wär' ich mit einer freiwilligen Kuchenspende nicht so pingelig :)
Zumal ja auch Leute eingeladen sind, die mit der Firma erstmal nix zu tun haben (Familienmitglieder).


Also ich muss erstmal meine Kollegin in Schutz nehmen. Sie sitzt mit mir zusammen im Büro, also bekomme ich relativ viel mit. Diese ganze Aktion ist auch nicht allein auf ihrem Mist gewachsen, sondern alles mit Absprache mit den "hohen Herren" geschehen. Also kein blinder und überflüssiger Aktionismus ihrerseits.


Für mich persönlich wäre es auch kein Problem zu Backen. Außerdem wird es nicht erwartet sondern es wurde um Hilfe GEBETEN. Kein Problem in meinen Augen. Wer Lust hat, einen Kuchen zu backen, der tut es eben und wer nicht will, der lässt es eben.
Andererseits bringe ich,wenn ich irgendwo eingeladen bin (egal ob privat oder zu einer großen Feier) meist eine kleine Aufmerksamkeit mit....also kann man die Blumen im Garten lassen und stattdessen einen Kuchen mitbringen.
Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß!! :blumen:


Ich kann schon beide Seiten verstehen. OK, für mich ist backen auch eine Strafe.Es ist schon doof, wenn man erst eingeladen wird und dann fragt ein Andere ob man auch nen Kuchen mitbringt. Das die ganze Sachen mit der Geschäftsleitung abgesprochen ist, wissen ja scheinbar die wenigsten.
Trotzdem bricht man sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man schnell mal ne Backmischung zusammen rührt.


Ich gehöre auch eindeutig zu der Fraktion, für die Kuchen-Backen nicht grade Höchststrafe, aber nahe daran ist :ph34r:


Wenn ich so eine nett formuliere Massenmail bekäme, wüsste ich von meinen Kolleginnen direkt 3, die sicher etwas mitbringen, also halte ich mich gepflegt daraus. Ob ich einen backen mag? Nein, mag ich nicht.

Was ich damit sagen will: Ich verstehe dies als eine Anfrage, keine Pflicht. Ich würde mich nicht angesprochen fühlen, aber auch nicht behelligt oder beleidigt.
Ich denke über die Frage nach, entscheide mich für "nein" , lösche die Mail und freue mich auf den Kuchen von Frau XY :sabber:

:blumen: Insi


Hallo, ich finde es normal, dass bei solchen Feiern gefragt wird, ob jemand einen Kuchen mitbringen kann. Erstens schmeckt selbstgebackener Kuchen besser und zweitens hat man auch mehr Geld für andere Sachen übrig. Bei uns gehen auch immer solche Emails rum. Mal melde ich mich und mal nicht und keiner nimmt es krumm. LG :)


Vielen Dank für eure Meinung. :blumen:
Ich hoffe einfach mal, dass es ein schönes Fest wird.

Viele liebe Grüße,
Dorie


Wann soll es denn stattfinden? Ich hoffe, Du berichtest dann davon. ;)


Am 02.07. findet das ganze statt.
Und klar berichte ich euch davon ;-)


Hallo zusammen.
so, das Fest haben wir nun hinter uns und ich habe ja versprochen, euch zu berichten wie es war.
Also vorab: die ganze Kuchendebatte hätte man sich schenken können, wir haben dann allen gesagt, die was gebacken hätten, sie sollten es lieber unterlassen, weil 32 Grad erwartet wurden... ich für meinen Teil hätte eine Donauwelle gemacht und ich glaube nicht, dass die Buttercreme diese Temperaturen so toll fänd... Mit anderen Worten: es wurde dann eben doch was bestellt. Is zwar nich ganz so lecker wie selbst gebacken, war aber trotzdem gut.
Das Wetter war wirklich bombig, eigentlich sogar zu heiß (meine männlichen Kollegen hatten Anzughose und Krawattenpflciht, auf die Jacke durfte gnädigerweise sogar verzichtet werden). unser chef war froh, als er die 10 minuten seiner Rede um hatte und wieder im Schatten verschwinden konnte.
Im Großen und Ganzen war es eine gelungene Veranstaltung mit viel Unterhaltung für die Kleinsten (Spiele, Rollenrutsche, Fallschirm basteln etc.) und auch für die Großen (Fußballübertragung, Segways fahren (so komische 2-rädrige Fahrzeuge), kickern und Schußkraft testen am Speed Kick). Doch, war sehr nett. und gerne genommen war auch das Gratis-Eis (schade, wollte eigentlich gestern Reste essen, aber da der Strom zwischendurch mal ausgefallen war [nach dem Fest] wurde uns geraten lieber die Finger davon zu lassen *menno*).
So, das wärs von mir zu dem Thema eigentlich erstmal.
Vielen Dank für euer Interesse und für eure Meinungen. :blumen:

Ich wünsche euch noch einen schönen, sonnigen Tag.
Viele Grüße,
Dorie


Danke für den Bericht, Dorie. Hauptsache, es hat allen gefallen. Mit diesem Wetter konnte natürlich niemand rechnen. Aber immer noch besser, als wenn das Fest "ins Wasser gefallen" wäre.



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