Unsere Katze soll nicht alleine bleiben: und daher brauche ich eure Erfahrungen


Hallo,

seid Mitte August haben wir eine ca. 5 Jahre alte Katze aus dem Tierheim geholt. Sie ist der Sonnenschein unserer Familie und wir haben viel Spaß mit ihr.
Nun ist bei und der Wunsch entstanden noch einer Katze/einem Kater aus dem Tierheim ein schönes Zuhause geben.
Aber damit kommen auch viele Fragen.
Sollen wir eine junge Kitten holen? Oder doch besser etwas in ihrem Alter? Katze oder Kater?
Wie sieht es mit der Zusammenführung der beiden Tiere aus?
Oder lieber von diesem Gedanken Abschied nehmen?
Was ist, wenn Rike keine anderen Artgenossen mag?
Klar, jedes Tier bekommt seinen eigenen Fressnapf, aber müssen auch 2 Katzen-WC sein?
Kratzbäume haben wir hier 2 Stück. Einem im Flur und einen im Wohnzimmer. Im Schlafzimmer steht noch eine Platte mit einem Sisalstamm drauf.
Und ganz wichtig, was müssen wir noch beachten?

Im Voraus schon mal vielen Dank für eure Erfahrungen, Ratschläge und Tipps!

Winke


Ist Deine Katze ein Freigänger? Wenn ja, dann hat sie draußen ausreichend Gesellschaft. Als reine Stubenkatze solltest Du sie nicht all zu lange allein lassen, sonst ist das Gejammer groß. Wenn ich mal ein paar Tage nicht zu Hause bin, bitte ich ein Nachbarsmädchen, mit der Katze zu spielen.

Eine zweite Katze ist kein Problem, sie fauchen sich erstmal an und dann wird die Rangordnung ausgeprügelt. Du kannst Dich da einmischen, muss es aber nicht. Wenn die alte Katze bereits sehr etabliert ist, kann es von Vorteil sein, wenn Du sie in Gegenwart der neuen Katze immer etwas hochhebst. Das fördert ihren Rang. Zurück gesetzen Katze reagieren manchmal mit Protestpinkeln und das geht in einer Wohnung gar nicht.


Hallo Nightingale,

Rike ist eine reine Wohnungskatze und vormittags, außer Mittwochs da habe ich immer frei, alleine. Wir sind dann alle aus dem Haus.

Winke


Ich denke mal Euer Kätzchen ist durch das Tierheim ja an
andere Stubentiger gewöhnt und kennt den Umgang.
Wie lange ist sie schon bei Euch?denn wenn sie schon lang der
Mittelpunkt der Familie ist kann es sein das kleine
Eifersüchteleien entstehen und Katzen reagieren dann wenn
ihnen was nicht gefällt meistens mit Urinieren.
Es bleibt nur der Weg es zu probieren blos was passiert wenns nicht geht????
Das andere Kätzchen bleibt auf der Strecke? ich hoffe nicht!


GLG Knollekater :blumen:


Zitat (hjemme @ 17.11.2010 13:03:42)
Rike ist eine reine Wohnungskatze und vormittags, außer Mittwochs da habe ich immer frei, alleine. Wir sind dann alle aus dem Haus.

Die Katze kommt damit klar. Katzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag und im Idealfall wird sie Deine Abweseheit nicht mal bemerken. Natürlich wäre ein Artgenosse besser für sie, Dir muss aber klar sein, dass sie dann auch weniger Kontakt zu ihren Dosenöffnern pflegt.

Zitat (Nightingale @ 17.11.2010 13:22:12)
Natürlich wäre ein Artgenosse besser für sie, Dir muss aber klar sein, dass sie dann auch weniger Kontakt zu ihren Dosenöffnern pflegt.

Das ist so eine Sache.
Es kann nämlich auch sein, daß die beiden sich um ihren Dosenöffner und dessen Aufmerksamkeit wie um ihr Refugium (Wohnung) andauernd prügeln und nie Ruhe reinkommt. Keine Spinne, sondern selbsterlebte Tatsache.

Nie wieder würde ich 2 Katzen zusammen haben wollen, eine reicht völlig aus. ;) Katzen sind nämlich nicht in jedem Fall Rudeltiere.
Aber weil es so viele von ihnen gibt, werden sie ja so gern "nur zu zweit" abgegeben, auch, wenn es nicht immer wirklich paßt. Aufpassen... ;)

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 18.11.2010 03:41:00

Ich hatte auch ein schlechtes Gewissen, weil mein Katerle alleine ist.
Dann sah ich im TV einen Beitrag, in dem einer Einzelkatze eine kleine Kamera am Halsband befestigt wurde, um zu sehen, was die so macht, wenn keiner da ist.
Also, die hat sich durchaus amüsiert. Hier mal mit der Plüschmaus gespielt, da mal was gefressen, dann geschlafen, anschließend aus dem Fenster gesehen, dann wieder gespielt - zwischendurch mal auf den Tisch gesprungen.
Ich bin inzwischen überzeugt, dass sich mein Kleener nicht mopst oder sich einsam fühlt, wenn ich nicht da bin.


Zitat (Die Bi(e)ne @ 18.11.2010 03:36:34)
Das ist so eine Sache.
Es kann nämlich auch sein, daß die beiden sich um ihren Dosenöffner und dessen Aufmerksamkeit wie um ihr Refugium (Wohnung) andauernd prügeln und nie Ruhe reinkommt. Keine Spinne, sondern selbsterlebte Tatsache.

Dass Tiere ihre Rangordnug ausbalgen ist normal. Das passiert immer dann, wenn die soziale Stellung nicht klar ist, die domonante Katze schwächelt oder abgängig ist.

Dass Katzen um die Gunst des Dosenöfnners buhlen, etwa gar durch unteerwürfiges Verhalten wie bei einem Hunde, das habe ich noch nicht erlebt. Sie fordern ihre Zuwendung ein, selbstbewust und unnachgiebig, aber nie würde sich eine Katze vor einem Menschen erniedrigen. (außer sie ist rollig :ph34r: )

ich würde euch lieber zu einem jungen Hund dazu empfehlen.
ich habe es erlebt, es klappt wunderbar, denn so hat jeder der beiden sein Liebling´s Mensch und auch Territorium.
und damit ist kein böses raufen, sicher gestellt.
muß aber wirklich sich um ein junges Tier handeln, am besten wenn es nur bis zur Größe des Kätzchen wird. :wub:


Zitat (Nightingale @ 18.11.2010 10:45:06)
Dass Tiere ihre Rangordnug ausbalgen ist normal. Das passiert immer dann, wenn die soziale Stellung nicht klar ist, die domonante Katze schwächelt oder abgängig ist.

Dass Katzen um die Gunst des Dosenöfnners buhlen, etwa gar durch unteerwürfiges Verhalten wie bei einem Hunde, das habe ich noch nicht erlebt. Sie fordern ihre Zuwendung ein, selbstbewust und unnachgiebig, aber nie würde sich eine Katze vor einem Menschen erniedrigen. (außer sie ist rollig  :ph34r: )

In dem Fall waren es beides kastrierte Tiere, die schon jahrelang früher bei der Vorbesitzerin zusammen lebten, wir übernahmen die beiden lediglich aus Hilfe in einer Notsituation.

Der eine konnte also fortpflanzungs- und hormontechnisch sowieso nicht, was der anderen desgleichen versagt war ;) Trotzdem ständig Unfrieden.

Keiner der beteiligten Parteien wäre es in den Sinn gekommen, um Nähe und Vorrang beim Futtergeber zu buhlen, Herrgott - es sind Katzen, die buhlen nie! Stolzere Tiere als Katzen gibt es kaum, sie sind eben Stubenlöwen, -luchse, -pumas und -geparde. ;)
Sie bekriegten sich eben ständig, da beide charakterlich gleichstarke Tiere unterschiedlicher Rassen waren. Sie eine ruheliebende Kartäuserin und er ein riesiger waldvermissender Maine-Coon-Mix. Und das in einer Stadtwohnung ohne Balkon...

Das tat auf die Dauer weder dem Familienfrieden noch der Wohnung gut. :mellow:

Deine wunderschöne Wattedame (Norweger?) hat Dich und auch die Wohnung für sich, kann das sein? Unumschräkte Alleinherrschaft über Dosenöffner und Königreich macht Frieden und Gemütlichkeit erreichbar wie leicht. :pfeifen: ^_^

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 19.11.2010 00:22:47

Zitat (Die Bi(e)ne @ 19.11.2010 00:15:15)
Deine wunderschöne Wattedame (Norweger?) hat Dich und auch die Wohnung für sich, kann das sein?

Die Watte ist einer Perserdame, zumindest die Eltern waren Perser. Ursprünglich hatte ich noch einen Kater dazu, ein wunderschönes Tier, fast doppelt so groß und sehr gutmütig. Er war ein Jahr älter als die Watte. Allerdings änderte sich nach zwei Jahren die Rangordnung, die Kleine wurde immer dominanter, hat das "Erstfreßrecht" am Napf durchgesetzt.

Zu dieser Zeit begann der Kater mit Protestpinkeln. Er hat vor das Kästchen gepinkelt, teilweise sogar vor meinen Augen auf die Lautsprecherfüße. Ich habe ihn dann fort gegeben, er lebt heute auf dem Lande, ist Freigänger und fängt sogar Mäuse.

Bearbeitet von Nightingale am 19.11.2010 10:59:42

Juhuu,

sorry, ich hatte mal wieder sooo viel um die Ohren, dass ich erst heute dazu komme, mich mal wieder zu melden.
Erst einmal DANKE für eure Ratschläge/ Tipps.

@ Gitti2810,
nein, ein Hund kommt für uns gar nicht in Frage. Wir sind keine Hundefans,nee nee ist nicht so das Tier war wir um uns haben möchten.

@ Knollekater, Rike war im Tierheim in einer Einzelbox. Auch die Leiterin des Tierheims kann nicht sagen, ob Rike andere Katzen mag oder nicht.
Die andere Katze soll ja nicht auf der Strecke bleiben, daher informieren wir und ja vorher fleißig. Mein Mann und ich wollen ja nicht eine Katze aus dem Tierheim holen um sie wieder zurück zugegen, wenn es nicht klappen sollte. Nee, nee, wenn man ein Tier zu sich holt, dann sollte es schon für immer sein. Gerade die Tiere aus Tierheimen oder Notstellen sind schon oft durch viele Hände gegangen.

Winke


Ich habe inzwischen seit über 30 Jahren immer wieder Katzen und ich kann nur sagen: "es gibt kein Patentrezept"!
Ich habe 5 Stück, unterschiedlich alt und keiner von ihnen wäre gerne eine Einzelkatze.
Sie spielen, schmusen und fressen gemeinsam, immer wieder klingt sich der ein oder andere aus, aber alleine sein?
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass es recht schwierig ist eine junge Katze zu einer älteren zu tun. dann lieber 2 junge. Die können sich miteinander beschäftigen und der Ältere kann sie sich erziehen.
Dennoch gibt es wirklich richtige Einzelgänger.
Darf man hier Buchtipps geben? Die Katzenflüsterin von Vicky Hall ist ein guter Ratgeber für alle, die ihre Stubentiger gerne besser verstehen würden.
Da stehen auch gute Tipps bezüglich Unsauberkeit.
Viel, viel Glück bei der Vergesellschafftung!!!!
Ich würde es probieren! Für mich ist es täglich ein Geschenk ihnen beim Leben zuzusehen!
Gruß
Thosi :)


Wer nicht mehr oder weniger dauernd daheim ist sollte keine Katze alleine halten. Wenn, dann auch nur eine, die nachgewiesenermaßen nichts von anderen Katzen hält.
Katzen sind definitiv keine Rudeltiere, sie sind aber auch absolut keine Einzelgänger.
Auch wenn Katzen viel schlafen sollten sie die Möglichkeit erhalten ein Sozialleben zu haben. Und das können sie einfach nicht mit einem Menschen, da gibts Sprachprobleme ;)
Da ich als Studi viel daheim war und meine Katze, so dachte ich, nicht viel von ihren Artgenossen hielt (die Katzen meiner Mutter traf sie ja in den Semesterferien) blieb das so, bis ich Anfing zu arbeiten.
Ich habe eine sehr soziale Katze dazu genommen, es dauerte eine Weile aber die beiden haben sich zusammengerauft. Sie putzen sich, sie spielen miteinander, sie kommunizieren. Ich komme heim und habe zwei ausgeglichene Katzen statt einer jammerden ;)
Immer wieder!
Und junge Katzen grundsätzlich nur zu zweit. Hund dazu klar, aber nicht, wenn man so oft außer Haus ist.

Edit: Dazu nehmen würde ich eine Katze oder einen ruhigen!!! Kater im gleichen Alter. Klos sollten immer soviele wie Katzen plus eins extra da sein. Wenn eins dann gar nicht benutzt wird kann man es wegnehmen, aber lieber vorbeugen, als eine unsaubere Katze haben ;)

Bearbeitet von Gift am 21.11.2010 21:19:05


Also wir haben ja momentan wieder 3 katzen und ich denke, dass die eingewöhnung am besten geht, wenn man sich eine kleine katze ins haus holt.Der Konkurrenzkampf ist dann noch nicht ganz so groß.Unser älterer kater, nun ja, sein verhalten ist nicht normal, er hat bis jetzt alle neuankömmlinge adoptiert und Mutti gespielt, molly nuckelt ja immer noch bei ihm. Nicki war vorher der Prinz und es hat echt lange gedauert, bis er Molly akzeptiert hat aber mittlerweile toben die beiden wie bescheuert durch die gegend - er hat also erkannt, dass es auch vorteile hat, ein wenig frisches Blut ins haus zu bekommen, weil Percy so dick ist, dass er schnell ausser atem ist.
Nicki und Molly haben ihre rangordnung auch ausgefochten - nicht wirklich brutal, was natürlich auch daran lag, dass molly ein kitten war und nicki unterlegen ist. Sie haben jetzt ihren Standpunkt - Nicki frisst zuerst, dann molly und Percy kümmert sich um die reste...
Molly hat auch instinktiv gewusst, wie sie sich nicki gegenüber zu verhalten hat, sie ist ihm aus den weg gegangen und wenn er an ihr vorbei ging, hat sie sich geduckt und unterworfen.
Ich persönlich empfinde eine gemischte runde (also kater und katze) als stressfreier oder nur kater, wenn sie kastriert sind sind ja alle revierstreitigkeiten erledigt. Nur mädels ist kompliziert. Meine schwägerin züchtet sibirer und norwegische waldkatzen und da gibt es öfters kloppereien.
Zwei katzenklos braucht man, meiner meinung nach, nicht.


silke,
vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Bericht. Unsere TÄ (musste gestern mit einem kranken Meerschweinchen hin) meinte auch, dass es in unserem Fall sinnvoller sei eine Kitten aufzunehmen, da die sich schneller unterordnen als eine Katze/ Kater im gleichen Alter.
Aber noch ist eine endgültige Entscheidung bei uns nicht gefallen.

Winke



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