Wieviel Miete findet Ihr angemessen?


Hey!
Ich überlege umzuziehen. Ich wohne momentan in einer WG und das ist natürlich total günstig. Jetzt bin ich aber fertig mit dem Studium und möchte gerne alle wohnen. Habe auch shcon einen Job, also festes Einkommen. Jetzt habe ich gehört, dass man schon damit rechnen soll, so ca. ein viertel bis ein drittel des Nettoeinkommens für die Miete aufwendet. Ist das richtig? Was hat Ihr denn für Erfahrungen? Ich finde das schon ganz schön viel.
Grüße


Das hängt von mehreren Faktoren ab:

- Höhe des Nettoeinkommens
- Lage und Größe der Wohnung
- Wohnort


Moin KarlaSy,

erstmal herzlich willkommen bei den Muttis.

Nun ja, die Miete für die eigenen vier Wände ist schon teuer. Je nach dem, wo Du wohnen willst, ist der Mietspiegel schon unterschiedlich. Grundsätzlich gilt, je größer die Stadt, desto höher der Quadratmeter-Mietpreis. Ein Viertel bis ein Drittel des Netto-Einkommens ist für die Wohnungsmiete durchaus realistisch. Kommt halt drauf an, ob Du lieber Mittendrin (also teurer in der Grundmiete) oder lieber etwas außerhalb (günstiger in der Grundmiete, kommen aber noch Fahrtkosten in die City bzw. zum Arbeitsplatz dazu) wohnen willst.

Grüßle,

Ilwedritscheline


Zitat (ilwedritscheline @ 06.12.2010 11:23:10)
Grundsätzlich gilt, je größer die Stadt, desto höher der Quadratmeter-Mietpreis.

Nö, das stimmt nicht. Ich wohne in der größten Stadt von D, sogar in der Stadtmitte.
Die Miete ist verglichen mit dem, was ich zuvor quadratmetermäßig in einem ca. 150 000 Einwohner-Nest bezahlen mußte, spottbillig. Zudem ist die Wohnungsqualität jetzt auch noch viel besser. ;)

Also ich finde dass kann man nicht pauschal sagen...
Es kommt darauf an, wie wichtig dir Wohnlage, Größe...sind. Wie viel Geld brauchst du für deine Freizeit. Wo sind deine Prioritäten. Mir zum Beispiel ist es sehr wichtig, auch mal einen Kaffee trinken, ins Kino oder Essen zugehen ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben.
Man sollte auch immer mit unvorhergesehenen Kosten rechnen, also nicht zu knapp kalkulieren...
Überlege doch einfach mal, was dir am wichtigsten ist und schaue dir Wohnungen in verschiedenen Preislagen an
Ich würde mich freuen, wenn du bei Gelegenheit von deiner Wahl berichtest. :) Ich finde, dass Thema wohnen sehr "spannend"...


Praktisch jede Stadt hat einen Mieterverein oder Mieterschutzbund, auf dessen Homepage oder in dessen Büro man einen generellen Mietspiegel einsehen kann.
Darin werden dann Attribute der Wohnung abgefragt (Lage, Ausstattung, Standard, ect.) und daraus wird dann eine mittlere Vergleichsmiete erstellt, an der sich die meisten Mieten orientieren.

Dass man in München mehr bezahlen muss als in der Lausiz dürfte übrigens klar sein... Deswegen kann man auf die Frage "Ist 50% des Monatseinkommens zuviel für Miete" nur sagen: "Ja und Nein."


Geh doch einfach mal zu ein paar Wohnungsbesichtigungen, und fang an zu suchen, aber überstürze nichts. So bekommst du einen guten Überblick über das, was in deiner Stadt zu deinen Preisvorstellungen möglich ist.

Bearbeitet von Schelmin am 06.12.2010 14:14:00


mein Beispiel:

ich wohne im Main-Taunus-Kreis und zwar in einer sehr schönen kleinen Wohnung mitten in der Altstadt, entsprechend teuer ist die Miete (in Zahlen: 511 Euro kalt für 56qm, dazu - halt dich fest - gute 170 Euro NK)

für Wohnen sowie die unmittelbaren Zusatzkosten wie GEZ, Kabel-TV, Stellplatz usw. geht bei mir die Hälfte meines Nettoeinkommens drauf, das muss ich halt woanders einsparen


Wieviel du selbst für Miete ausgeben willst und kannst, ist die eine Sache. Mehr als ein Drittel solltest du nicht veranschlagen, das ist so die Faustregel.

Wieviel Miete normal in einem Ort ist, hängt stark von den Gegebenheiten an. Dort wo ich wohne - eine der teuersten Städte in Deutschland, leider - kann man mit etwa 10 € / m² rechnen. Dort, wo meine Eltern wohnen ist es halb so teuer.

Wenn das, was du dir leisten kannst, an deinem Wunschort nicht drin ist, heißt es daher - so wie wir das jetzt auch tun werden - raus in die Vororte.


wie hoch eine Miete sein kann oder darf, hängt ja auch davon ab, was die Wohnung vom Zustand hergibt.

Die Einzimmer-Wohnung in unserem Haus hat 40 m², ein Bad (Dusche und 2 Waschbecken) mit 8 m², eine Einbauküche. Überall und eingezogene Holzdecken mit eingelassenen Strahlern. Dazu einen . Laminatboden in jedem Raum außer das Bad.

Die Wohnung kostet ohne Nebenkosten 290 €, dazu 10 € Wassergeld, 5 € Müllgebühr und 5 € Haumeisterdienst für Schneeräumen, Treppenhaus putzen, Müll und Altpapaier, sowie Plastikmüll raus stellen. Heiz-/ Stromkosten werden über den eigenen Zähler abgerechnet.

Extranebenkosen für diverse Versicherungen fallen nicht an, außer das, was der Mieter selber versichern will, wie z.b. seine eigenen Möbel gegen Feuer usw. das ist aber dessen eigene Sache.

Ich finde den Preis human und erschwinglich, zumal es in einer Großstadt (125000) ist und die Bus- und Bahnanbindung keine 5 Minuten Fußweg sind.

Golf


Zitat (ContraBass @ 06.12.2010 11:34:49)
Nö, das stimmt nicht. Ich wohne in der größten Stadt von D, sogar in der Stadtmitte.
Die Miete ist verglichen mit dem, was ich zuvor quadratmetermäßig in einem ca. 150 000 Einwohner-Nest bezahlen mußte, spottbillig. Zudem ist die Wohnungsqualität jetzt auch noch viel besser. ;)

Das hat meine Schwester auch erfahren. In Berlin bekommt man in schönen Altbauten eine große Wohnung oft erstaunlich preisgünstig. Sie hatte eine in Kreuzberg (96?) in der Hornstraße mit großer Baum-/Grünfläche vor dem Fenster. Für etwa 100 qm hatte sie 400,- DM Kaltmiete bezahlen müssen (das war ca. 1987 - 1990). Die Wohnung war zum Wohlfühlen. Mit Abstrichen zwar (die Toilette war sehr schmal - dafür aber das Bad wieder größer und komfortabler und modernisiert). Die Wärmekosten waren durch die Höhe der Räume (über 3 m) ein empfindlicher Punkt.

Meine Wohnung beträgt einschl. Nebenkosten ca. ein Viertel vom Netto und bis ein Drittel wäre für mich noch vertretbar. :blumen:


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