Ist Nachtaktivität eine Schlafstörung die man: behandeln kann????


Hallo zusammen,

habe ein Problem: hört sich vielleicht doof an, aber ich denke ich bin "nachtaktiv".

Als Kind/Teenie hab ich mir nie was dabei gedacht, weil ich es für normal halte in diesem Alter spät ins Bett zu wollen und lang schlafen zu wollen. Ich war schon immer recht faul und auch sehr vergesslich und chaotisch.

Heute bin ich 23, bürotätig und bekomme unter der woche viel zu wenig schlaf.
mein problem ist: ich bin frühs wenn ich aufsehen muss so müde weil ich nachts fit bin und nicht schlafen kann, dass ich die erste stunde am tag richtig aggressiv bin, den ganzen tag über bin ich schlapp und müde (daunter leidet mein meine Konzentration auf Arbeit und auch mein Haushalt sehr. werde von freunden und familie als faul beschimpft, weil mein haushalt eine katastrophe ist) und abends, wenn ich schlafen sollte werde ich zu fit dafür. ich liege nachts im bett und bin topfit. ich habe dann sogar lust den haushalt zu machen aber das geht ja nicht weil ich schlafen muss denn um 6 klingelt der wecker wieder. dann geht das ganze wieder von vorne los.

dadurch entsteht über längeren zeitraum ein enormer schlafmangel!!!!
und ich habe probleme in meiner beziehung, weil ich den haushalt nicht gebacken bekomme!!!!

habe jetzt seit 23.12. urlaub. das erste mal seit 7 monaten.
ich war so fertig, dass ich am 22.12. um 22 uhr ins bett ging und am 23.12 bis 15 uhr schlief!
jetzt in meinem urlaub habe ich beschlossen, ins bett zu gehen, wenn ich müde bin und aufzustehen wenn ich wach werde. da hat sich jetzt dieser rythmus eingebürgert: aufsehen gegen 15 uhr, schlafen gehen gegen 5 uhr. meine fitteste tagesheit ist zwischen 20 uhr und 4 uhr.

das ist doch nicht normal!!!! gibt es denn wirklich sowas wie "meschliche Nachtaktivität"???
Ist meine Innere Uhr kaputt???

ab Freitag muss ich wieder arbeiten (von 7 bis 16 uhr) und an diesen schalrythmus von 22 - 6 uhr, den ich gerne hätte, kann ich mich wohl nie gewöhnen... perfekt wäre für mich Nachtschicht, aber das ist in meinem Büroberuf nicht möglich.

Ich bin es so leid, den ganzen tag immer müde und schlapp zu sein!!!

Kennt jemand dieses Problem???? Kann man das behandeln???

Lieben Gruß
marikitten

Hallo! Du schreibst, der Schlafrhythmus hat sich eingebürgert.... Ich denke, du solltest darauf achten, zu einer "normalen" Zeit zu Bett zu gehen und somit auch zu einer dir und deinem Beruf/Umfeld zuträglichen Zeit aufzustehen. Wahrscheinlich ist es am einfachsten, wenn du nicht so lange schläfst, denn dann wirst du automatisch abends früher müde. Schade, dass du den Urlaub nicht für die Umstellung nutzen konntest...
Wie man das behandeln kann, weiß ich nicht - aber ich denke, mit Medikamenten solltest du da nicht unbedingt rangehen, sondern eher durch Umgewöhnung :trösten:


in 10 Jahren Schulzeit und 6 Jahren Arbeitszeit bei denen ich immer um 22 uhr zu bett gehe und zwischen 6 und 7 aufstehen muss habe ich mich nicht daran gewöhnt.

mein problem ist, dass ich offenbar nur in meiner wach-phase fit bin, wenn diese in der nacht liegt.

wachphase = nacht -> fit, fleißig, konzentriert
wachphase = tag -> müde, faul, unkonzentriert
mehr oder weniger unabhängig von schlafdauer


Bearbeitet von marikitten am 05.01.2011 17:28:28

Warum machst du denn nicht deinen Haushalt, wenn du nicht schlafen kannst?

Wenn ich nicht mehr schlafen kann, stehe ich auf und bügel. Das ist ein stilles Ding, ich wecke niemanden.
Dann lege ich mich noch mal hin, und siehe da, ich schlafe noch mal ein. Zwar fehlt mir ne Stunde Schlaf, aber ich habe mich im Haushalt beschäftigt. Besser, wie sich hin und her zu wälzen.


Das ist eine reine Gewohnheitssache, keine "Schlafstörung" im medzinischen Sinne.- Du hast Dich einfach nur falsch erzogen.- Und solltest nun daran arbeiten, Dich umzuprogrammieren!
Nicht denken:"Ich kann ja doch nicht schlafen!"- Wenn Du Deinen geregelten Arbeitstag hinter Dir hast, solltest Du an sich schon ein wenig müde sein.- Und Dich auch überwinden, um 22 Uhr zu Bett zu gehen.- Vielleicht abends noch Sport treiben, der Dich zusätzlich müde macht.- Nichts mehr im TV anschauen, was Dich aufkratzt,
auch gänzlich die Gedanken an "Nachtaktivitäten" aus dem Kopf zu verbannen suchen.
Leg' Dich hin, und zwing' Dich nicht zum Einschlafen, das klappt sowieso nicht.- Aber: loslassen...den Tag UND die Nacht ebenfalls.- Irgendwann schläfst Du schon ein.- Der Körper holt sich seinen Schlaf, den er ja tagsüber nicht bekommt, nachts wieder.- Du solltest Dir da klare Grenzen setzen, indem Du nachts NICHTS mehr tust, außer SCHLAFEN!
Ich halte nichts von Schlaftabletten oder Psycho-Dämmerschoppen in Tablettenform, oder aus der Flasche!
Beides zieht nur nach sich, daß Du OHNE garnicht mehr klarzukommen glaubst, und irgendwann auch auf dem Zeug hängenbleibst.
Empfehlen kann ich Dir guten Gewissens ein hochwertiges Lavendöl-Präparat, das Du in der Apotheke bekommst.- Das hilft beim Einschlafen und auch als Stimmungsausgleicher.- OHNE jedwede Suchtgefahr.

Versuch', Dich selbst umzukonditionieren, indem Du Dir eine Belohnung in Aussicht stellst, wenn Du morgens ausgeschlafen aufwachst...!- Es gibt sicher Irgend'was, das Du gerne hättest, und das Motivation genug ist, Deinen Lebensrhytmus zu ändern.- Du bist noch so jung, da dürfte dies kein Problem sein.- Ansonsten: geh' in eine Yoga-Gruppe, oder mach' autogenes Training.- Wird ja inzwischen auch von den Volkshochschulen angeboten.

Heiße Milch mit Honig ist auch ein gutes Einschlafmittel....viel Erfolg..lieben Gruß...Isi


marikitten du bist einfach ein Nacht Mensch! :wub: :trösten:

ich bin auch einer, :D ich könnte Nächte lang arbeiten. :pfeifen:
aber bei mir ist es weniger hinderlich, ich arbeite in Gaststätten.
vielleicht suchste dir einfach eine andere Arbeit, dann macht das leben auch wieder Spass. :P


Gitti, ich gebe dir voll und ganz recht, ich bin auch eine Eule. Ein wenig kann man schon die Zeiten verschieben aber auf Dauer werden Eulen nicht um 6 aus dem Bett hüpfen.Naja eine Nachtarbeit hilft auch nicht auf Dauer, zumindest nicht wenn man Kinder möchte oder hat. Ich habe mir mühsam angewöhnt bis Mitternacht ins Bett zu krabbeln um halb 7 raus zu kommen.Manachmal gehe ich auch eher ins Bett, aber deswegen bin ich nicht ausgeschlafener. Wenn Ferien sind und ich bis Nachts um 2 oder 3 rumwurschteln kann stehe ich um 8 fit auf. Es ist also die Schlafzeit, nicht unbedingt die Dauer die mich fit macht.


Hallo Gitti,

du machst die Nacht zum Tage und da dich das stört, musst du tags das Wachbleiben und nachts das Schlafen trainieren, solange bis es klappt. Medikamente sind da fehl am Platze.

Es sei denn, du willst Programmiererin für C++ werden, dann arbeitest du nur nachts oder Krankenschwester als Dauernachtwache, geht auch!


Früher, als die Kinder noch klein waren, habe ich mir auch diesen blöden Rhythmus angewöhnt.

War manchmal so k.o., dass ich nach dem Abendbrot eingeschlafen bin. Nach ein paar Stunden war ich hellwach und habe dann meine Hausarbeit gemacht.
Später hat sich das dann immer mehr verschoben, obwohl ich jetzt nicht mehr so gefordert werde.

Meine Nichte meint nur, ich soll mir einen anderen Tagesrhythmus schaffen.
Ich hatte sie gefragt, weil sie in einer psychiatrischen Klinik arbeitet und Ahnung von solchen Dingen hat.


Zitat (micheal @ 05.01.2011 18:28:20)
Hallo Gitti,

du machst die Nacht zum Tage und da dich das stört, musst du tags das Wachbleiben und nachts das Schlafen trainieren, solange bis es klappt. Medikamente sind da fehl am Platze.

Es sei denn, du willst Programmiererin für C++ werden, dann arbeitest du nur nachts oder Krankenschwester als Dauernachtwache, geht auch!

hallo michael, ich habe keine Probleme. :wub:

Ich denke auch, es gibt Lerchen und Nachteulen. Ich gehöre zu den Nachteulen und hatte schon IMMER Probleme, morgens in die Puschen zu kommen. Lange Jahre dachte ich, da stimmt was nicht, Andere können das doch auch, dass sie mit den Hühnern schlafen gehen und mit dem ersten Hahnenschrei topfit aus dem Nest springen. Seit ich ausschließlich nachts arbeite, morgens nicht vor 8:00 h aufstehe, das Telefon nicht vor 9:00 h abnehme und mir kein schlechtes Gewissen mehr deswegen einrede, gehts mir prima.

Übrigens Marikitten: Es gibt auch für Büroberufe die Möglichkeit der Nachtschicht. Beispielsweise unterhalten große internationale Anwaltskanzleien fast alle ein Abendsekretariat. Allerdings ist das in Deinem Alter hinderlich für die eventuell angestrebte Karriere. Die Nachtarbeit in der Kanzlei ermöglicht zum Beispiel, ein Studium nebenher zu absolvieren und trotzdem nicht von BaFög leben zu müssen. Aber es wäre in Deinem Fall nur eine Übergangslösung.

Grüßle,

Ilwedritscheline


Zitat (ilwedritscheline @ 05.01.2011 22:58:35)
es gibt Lerchen und Nachteulen.

ja, das stimmt wohl wirklich... glaube dazu stand neulich was im SPIEGELwissen ...schau nochmal nach und meld mich dann ggf. hier noch mal... bis dahin, erstmal ein guts Nächtle :blumen:

Ich bin auch so eine Nachteule und hab mich in Abschluss- und Prüfungsjahren mühsam auf einen halbwegs alltagstauglichen Zyklus umgewöhnt. Wenn ich könnte, würde ich am liebsten um neun aufstehen und um zwei ins Bett gehen.

Marikitten, wenn das durch Gewöhnung einfach nicht zu beseitigen ist, hast du schonmal daran gedacht, dich in einem Schlaflabor untersuchen zu lassen?


Zitat (gitti2810 @ 05.01.2011 17:45:35)
marikitten du bist einfach ein Nacht Mensch! :wub: :trösten:

ich bin auch einer, :D ich könnte Nächte lang arbeiten. :pfeifen:
aber bei mir ist es weniger hinderlich, ich arbeite in Gaststätten.
vielleicht suchste dir einfach eine andere Arbeit, dann macht das leben auch wieder Spass. :P

Hallo Gitti, ich bin auch so ein Nachtmensch. Aber du, das ist unser Beruf,
welcher uns ja zwingt, nachts auch wach zu sein. Es würden sich ja alle bedanken,wenn
wir um 20.00 dicht machen würden und die Gäste hungrig und durstig stehen lassen würden.

Hallo Gitte,
huch, pardon !


Gott sei Dank, ich bin nicht alleine :D....


Ich oute mich dann auch mal als Spätakive^^

Ich KANN um 7.00 Uhr aufstehen, was ich bislang auch musste. Gott-sei-Dank kamen die Kunden (=Leute mit denen ich Konservation betreiben muss) erst ab 9.00 Uhr in die Filiale rein und meine Kollegen haben sich daran gewöhnt, dass sie vorher nicht viele Worte von mir hören. Nur soviel, dass die Stimme nicht beim ersten Kunden quietscht.

Meine beste Zeit wäre so gegen 9 Uhr aufzustehen, daher habe ich mit der künstlichen Umgewöhnung auf 7 wohl nicht so starke Probleme, von "normal" 15 Uhr auf Zwang umzugewöhnen, stelle ich mir wirklich schwer vor.

Wenn Du jobtechnisch nichts ändern willst, dann bleibt Dir nur übrig, Dich ganz hart an die Aufsteh- und Bettgehzeiten umzugewöhnen, d.h auch am Wochenende und im Urlaub den stellen - so hart es klingt. Aber nur so hast Du über lange Sicht (sehr lange Sicht) eine Chance :trösten:

:blumen: Insi


Ich hab mal irgendwo gelesen, es sei leichter, die innere Uhr "vor" als "zurück" zu stellen. Du könntest ja im Urlaub mal probieren, täglich eine Stunde später ins Bett zu gehen und später aufzustehen, bis Du bei der richtigen Zeit angelangt bist ;)



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