Nachbar will Praxis eröffnen: werden wir gefragt?


Hallo Leute,

die neue Freundin von unserem Nachbarn ist Physiotherapeutin und möchte im Sommer im Haus neben uns eine Praxis eröffnen. Bis jetzt war das Haus ein reines Einfamilien-Wohnhaus.

Wir wohnen im eigenen Einfamilien-Haus, Wohngebiet, 30er-Zone, gegenüber von uns ist der Hintereingang einer kleinen Fabrik. Was mir "Bauchweh" macht ist der Besucher-Betrieb im Nachbarhaus, der zunehmende Verkehr und die Blicke zu uns in den Garten.

Können wir uns gegen dieses Vorhaben irgendwie wehren?

Danke für Eure Antworten :wub:


Ich muss ganz ehrlich sagen: wenn ihr das wirklich verhindern könntet, fände ich das eine Sauerei sondersgleichen. Nur weil jemandem etwas "Bauchweh macht" kann man doch nicht die Lebenspläne anderer Leute mitentscheiden wollen. Ich mein, wenn deine Nachbarn da einen Puff aufmachen würde, ok! Dann würde ich deinen Einwand vielleicht verstehen. Aber nur wegen mehr Verkehr (wie viele Patienten kommen schon in eine vermutlich nicht ganz riesige Physiotherapiepraxis? Lass das Mo-Fr zwischen 8 und 18 Uhr pro Stunde 2 sein (was ich schon für viel halte, gibt ja auch Mittagspause) - und vermutlich arbeitet ihr ja auch zu normalen Tageszeiten bzw habt Erledigungen zu tun) - dann müsst ihr euren Garten halt besser vor Einsicht schützen. Und was geht dich "Besucherbetrieb" im Nachbarhaus an?? Wenn deine Nachbarn einfach superviele Freunde hätten, die täglich mehrfach zu Besuch kommen, könntest du auch nichts tun. Und die würden sich dann vermutlich noch lautstark unterhalten - das werden Arzt und Patient eher selten.
Also meine Antwort: stell dich nicht so an. Wenn du deinen Nachbarn das Leben schwer machst, werden sie dir das bei nächster Gelegenheit vermutlich heimzahlen. Willst du so ein Nachbarschaftsklima??


Da ihr offenbar nicht in einem reinen wohngebiet wohnt, sondern in einem mischgebiet - du hast was von einer kleinen fabrik geschrieben - wirst du wahrscheinlich nichts machen können.
Ansonsten sehe ich das wie werschaf. Gegen den unerwünschten einblick (den deine nachbarn ja jetzt schon haben) kannst du ne hecke pflanzen oder einen zaun aufstellen.


Also, ich finde zwar Werschafs Worte ziemlich zünisch und kontraproduktiv gewählt, aber ja...ausnahmsweise teile ich ihre Meinung.
Ich kann zwar nachvollziehen das euch das alles stören wird, ehrlich, gänge mir nicht anders, aber unternehmen kann man dagegen gar nichts.
Erst dann, wenn man so stark durch den zunehmenden Verkehr bzw. extreme Lautstärke oder Müll im Garten etc. gestört ist. Also mit andern Worten es gehört schon einiges dazu, das man was unternehmen könnte. Da muss erst mal was vorfallen was gesetzwiedrig ist, die Eröffnung einer Praxis ist es nicht.
Und wenn euch die Blicke in den Garten stören, habt ihr was zu verbergen oder warum konkret stört dich das dann? Also ich würde das zwar verstehen können, weil ich das jetzt auch nicht so angenehm fände, aber man kann sich auch bei diesem Punkt schnell verhaspeln und aus einer Mücke einen Elefanten machen.

Bsw. hatten unsere damaligen Nachbarn einen Swimmingpool im Garten. Als meine Eltern ihr Haus dort bauten konnten wir zwangsläufig über den Balkon hineinblicken. Das war doch nicht absichtlich so geplant! Nachbarn reagierten mit überdimensional großem Zaun, Nachbarn bekamen Strafgebühr, Zaun musste gekürzt werden, End vom Spiel: Wir konnten immer noch reinschauen.
Wer sich wohl fühlt und nix zu verbergen hat, den stört das auch nicht.
Mich würde es im Grunde nur dann stören, wenn ich wirklich mal meine Ruhe wollte und da liegen würde....da wird man eben nicht gern bei angesehen, z.B. wenn man draußen schläft.


SissyJo :blumen:

Ich glaube auch nicht, daß du dich dagegen "wehren" kannst, in Wohngebieten sind Arzt-Praxen u. ä. nicht verboten. Mich würde dann doch eher die kleine Fabrik von gegenüber stören, vor allem, wenn dort vllt. mit Lärm oder Maschinengeräuschen etwas produziert wird - nicht zu vergessen Lieferverkehr usw.

Welche Nachteile soll für dich denn so eine Praxis schon groß bringen - parkende Autos sind kein Argument, die wirst du hinnehmen müssen wie die von Privatbesuchern.
Und wenn ihr selbst mal eine Physiotherapie braucht, ist das doch ideal... :D

Bearbeitet von horizon am 12.01.2011 08:29:00


SissyJoe,

die definitive Antwort erhälst Du nicht von uns, sondern von Deiner Gemeinde. Dort kannst Du den Bebauungsplan für Eure Strasse einsehen und ggf. mit dem zuständigen Baudezernenten sprechen. Und dann weisst Du alles, was Du wissen musst.

Es kam die Sprache auf "Mischgebiet". Kann sein, aber es kann auch eine Änderung durchgeführt worden sein und die Fabrik geniesst Bestandsschutz. Oder die Fabrik liegt an der Grenze zwischen zwei Gebieten.

Alles Fragen, die nur ein Blick in den oben erwähnten AKTUELLEN Bebauungsplan klären kann.

Also ab zur Gemeinde.

Gruß

Highlander


Bei uns gegenüber macht demnächst ein Friseur auf. Wir wohnen in einer Spielstrasse unten im Wendehammer.
Der Friseur muss Parkplätze auf seinem Grundstück einrichten und so viele Leute kann eine Friseurin alleine nicht bedienen.
Ich habe da kein Problem mit. Wenn die Kunden der Anblick meines Vorgarten nicht gefällt, egal.

Sorry SissyJo, kann ich nicht verstehen wo da ein Problem ist.


Unser Nachbar hat auch eine Physiotherapiepraxis, die stört überhaupt nicht.

Mein Zahnarzt: Praxis in reiner Wohngegend (Einfamilienhäuser)

Eine Bekannte: Arztpraxis in reiner Wohngegend (Einfamilienhäuser)

Meine Meinung deckt sich mit der von Werschaft. :)


Hallo SissiYo,

kann dich auch nicht verstehen, ich würde mich freuen wenn ein bisschen Leben in die Strasse kommt, und was für Leute gehen wohl zur Physiotherapie, meistens welche die Probeleme mit den Knochen haben, oder?

Diese Leute sind wohl nicht daran interressiert, dir in den Garten zu schauen, sondern die wollen dass es Ihnen bald besser geht. Und wie bereits von meinen Vorgängern beschrieben, bei einer Physiotherapeutin können wohl maximal zwei Patienten pro Stunde kommen. Vielleicht macht Sie noch ne Rückenschule, dann sind es Abens maximal 5 - 6 Leute da sowas in kleinen Gruppen stattfindet. Und das dauert ja dann auch nur 1 Stunde, also spätestens um 7 sind alle Leute weg und man hat Ruhe.

Überleg doch mal, du brichst dir ein Bein oder hast plötztlich was am Rücken, und dann musst du 20 km zur nächsten Physiotherapie fahren, ist doch doof, so hast du das in der Nähe und Krach machen die nicht.

Bleib gelassen, sprich mit der Nachbarin doch mal, wie das Konzept aussieht, und sag ihr ganz offen deine Bedenken, denke Sie wird sich auch so dichte Vorhänge zulegen und schon ist das doch alles nur noch halb so schlimm.

Ganz ruhig also... verhindern wirst du es nicht können.


Wer zur Physiotherapeutin geht, hat einen Termin und sitzt nicht lange im Wartezimmer und wenn er dann an der Reihe ist hat er anderes zu tun, als in Euren Garten zu schauen. Ganz im Gegenteil, sie wird sich sogar darum bemühen, dass keiner in ihre Praxis gucken kann, da die Patienten sich ja unbeobachtet fühlen wollen.
Mach dir darüber keine Sorgen, sei froh, dass du sojemanden in der Nähe hast, schenk ihr zur Einweihung der Praxis einen Blumenstrauß und pflanz dir einen Baum als Sichtschutz in den Garten, wenn du immer noch Sorgen hast.
Lass sie in Ruhe im Hause arbeiten, denn wer gut Arbeit hat, der schaut auch nicht rüber zum Nachbarn ... ;)

Bearbeitet von Rumpumpel am 12.01.2011 09:49:54


weswegen sollte man sich dagegen wehren wollen? es wäre das gleiche, hätte diese nachbarin viele kinder, enkel und freunde, die recht oft zu besuch kommen.

nehme ich einen arzttermin wahr, freue ich mich, wenn ich rasch wieder gehen kann und nicht lange warten muss. die nachbarhäuser und -gärten sind mir gleich.

behandlungsräume kenne ich nur mehr oder weniger dezent, aber wirkungsvoll vor blicken von außerhalb abgeschirmt.


Ich kenne auch viele Praxen die in reinen Wohngebieten sind. Und ich habe noch keinen erlebt den das stört.
Warum sollte das auch stören? Besser als wenn eine Disco gegenüber öffnet.
Ich fände es auch schlimm wenn jemand mit seinem eigenen Haus nicht machen darf was er will nur weil es den Nachbarn nicht gefällt.
Freu dich doch das du so eine Praxis in deiner Nähe hast denn zu Rückenschmerzen kommst du eher als du denkst...und dann bist du Dankbar wenn du nur eben über die Strasse mußt anstatt 20 Km fahren zu müssen.


Ich denke auch, dass es nicht großartig stören könnte, andererseits verstehe ich auch SissyJo. Der erste Gedanke, der an vielleicht störende, vielleicht glotzende Patientenschaft, Vertreter der Merdizinbranche und weiß der Geier wer noch, geht, der zweite Gedanke, dass man dies nicht möchte... Physiotherapie würde ich zwar als "ruhiges Gewerbe" einstufen, aber doch, ich kann gewisse Skrupel nachvollziehen.

So weit ich weiß, muss die Baubehörde zustimmen, einen Antrag genehmigen. Einfach so darf da keine Praxis eröffnet werden. Die Behörde muss die Räume für den Zweck nutzbar halten, sie muss der Nutzungsänderung eines Einfamilienhauses zustimmen.

Ruf doch mal beim Bauamt an! :blumen:


so eine Praxis gilt als "ruhiges Gewerbe" und ist auch in einem Wohngebiet gestattet.
Eine gute Bekannte hat sogar einen Puff nebenan......wurde auch in einem ruhigen EFH Gebiet genehmigt und sie sieht das Ganze mit Humor ;) - was bleibt ihr auch anderes übrig.


Ich wohnte mal in einem 45er Gebiet ( Mischgebiet) und mußte einen Jugendclub akzeptieren. Den hätte ich mit Kußhand gegen eine Physiopraxis getauscht. Aus eigener Erfahrung gebe ich dir den Rat:

Versuche dich nicht allzusehr darüber aufzuregen, gegen eine Sache gegen du absolut machtlos bist. Du schadest dir am meisten und dann mit dem Nachbarn im Unfrieden leben ist übel!


Ich kann mich eigentlich nur den Entgegnungen mit dem Trend: Was stört Dich denn daran? und den Beschwichtigungen ansschließen. Das einzige formale Hindernis dürfte sein, dass man nicht ohne Genehmigung Wohnraum in Geschäftsraum umwandeln darf (wenigstens ist das hier in Köln so).
Geh doch mal in Dich, Sissy, und frage dich, was vllt. der eigentliche Grund für Dein Aufbegehren ist, denn rational ist das nicht.


Mein Schwiegervater hat seine Praxis unten im Haus. Das ist ein ganz normales, ruhiges Wohngebiet, mir ist noch nie besonders viel Verkehr oder Lärm dadurch aufgefallen. Ich kann mich auch an keinen einzigen Nachbarsgarten von irgendeinem meiner Ärzte erinnern. Dafür interessiere ich mich bei Arztbesuchen einfach nicht.


naja, ich mal wieder :D

also im Grunde währe es ja kein Problem.
aber wer geht zu solch einer Psychologin?
nicht nur die überarbeitete Nachbarschaft.
nein kann ja auch ein Psycho sein! oder? :o
wer weiß ob der dann nicht durch dreht, bloß weil man ihm mal blöde angeschaut hat. :blink:


Gitti,
nicht PSYCHOloge...sondern PHYSIOloge....das ist die Frau die dir deine Knochen wieder ordnet und deinen Nacken wieder weich und geschmeidig macht.
Könnt ich auch mal wieder hingehen...meine Nackenmuskulatur spinnt schon seit einiger Zeit wieder und mein Rücken könnte auch mal wieder durchgeknetet werden.
Ist gerade bei dem Wetter angenehm.


Zitat (gitti2810 @ 12.01.2011 12:42:45)
naja, ich mal wieder :D

also im Grunde währe es ja kein Problem.
aber wer geht zu solch einer Psychologin?
nicht nur die überarbeitete Nachbarschaft.
nein kann ja auch ein Psycho sein! oder? :o
wer weiß ob der dann nicht durch dreht, bloß weil man ihm mal blöde angeschaut hat. :blink:

Gitti, ich muß da mal was richtig stellen: :wub:

Das ist eine Physiotherapeutin, keine Psychotherapeutin, die ihre Praxis dort eröffnet..

Edit: Ich sehe gerade, daß Unicorn und ich zeitgleich geschrieben haben..

Bearbeitet von schnuffelchen am 12.01.2011 12:53:21

uuubs dann na ja dann ist es ja absolut kein Problem :wub:


dürfte auch kein Problem sein ,hier 3Häuser weiter ,ist auch eine Praxis ,da siehste und hörste nx von und ich kann da schnell hin ,wenn ich Physio brauche! :blumen:


Zitat (Brinarina @ 12.01.2011 07:06:24)

Ich kann zwar nachvollziehen das euch das alles stören wird, ehrlich, gänge mir nicht anders, aber unternehmen kann man dagegen gar nichts.
Erst dann, wenn man so stark durch den zunehmenden Verkehr bzw. extreme Lautstärke oder Müll im Garten etc. gestört ist.

Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen.

Mein Mann hat sich vor zwei Jahren selbständig gemacht und hat anfangs auch von uns zu Hause aus gearbeitet, erst vor kurzem ist er in Geschäftsräume außer Haus gezogen. Zwar nicht als Physiotherapeut, aber wir hatten auch ab und zu Kundenverkehr hier im Haus.
Ich glaube nicht, dass davon irgendwelche Nachbarn irgendwie behindert wurden, und ich muss wirklich sagen: Ich wäre ziemlich angep*sst gewesen, wenn uns da jemand Steine in den Weg gelegt hätte. Hier in der Nachbarstraße gibt es eine Massagepraxis, stört keinen Menschen.

Zwei Straßen weiter wohnte übrigens eine Physiotherapeutin und arbeitete von zu Hause aus. Störte niemanden.
Und in einer anderen Nebenstraße wohnt eine Kosmetikerin, die ihre Praxisräume im Wohnhaus hat. Stört ebenfalls nicht.

Das schnöselige Nachbarssöhnchen, der, kaum 18 geworden, mit eigenem Auto rumfährt und fast täglich bei wummernder Stereoanlage an seiner getunten Karre rumschraubt... das stört eher. Aber auch da würde ich nix sagen, meine Güte. Der ist halt jung, waren wir ja alle mal, und solange er es nicht zu nachtschlafender Zeit macht... :)

Naja, und mit großer Lautstärke oder Müll im Garten ist wohl bei einer Physio-Praxis auch nicht zu rechnen. ;)

Selbst bei vermülltem Garten kann man nicht immer was machen. In der (weiteren) Nachbarschaft meiner Mutter ist wohl ein Garten sehr zugemüllt. So sehr, dass die Nachbarn die Polizei gerufen haben. Die sagte "es hat jeder ein Recht, zu vermüllen" - - :huh: ??

Ich weiß das jetzt nur aus 3. Hand und bin da etwas erstaunt drüber... aber ich kann mir vorstellen, dass man nur aus den Bedenken "Patienten könnten mir in den Garten schauen" oder "zuviel Verkehr in der Straße" kein Recht hat, Einwand gegen eine Praxis zu erheben.

Gefragt wird man eh nicht, denk ich mal (als Antwort auf die Überschrifts-Frage).
Erstmal abwarten. Deine Bedenken zerstreuen sich vielleicht ganz schnell, SissyJo.


Ich kann mich den Äußerungen meiner Vorredner nur anschließen.
Am einfachsten ist es wahrscheinlich wirklich, wenn du deine Nachbarn einfach mal drauf ansprichst. Erzähl ihr von deinen Befürchtungen. Vieleicht findet ihr auch eine gemeinsame Lösung. Erst wenn das nicht funktioniert würde ich bei der Stadt/Gemeinde vorstellig werden.
Lg :blumen:


Sooo.. eigtl hab ich mir vorgenommen mich rauszuhalten.. aaaaaber ich kann einfach nicht anders....

Ich bin selbst Physiotherapeutin (und ja Gitti, manchmal sind wir auch PSYCHOtherapeuten wenn uns alle ihr Leid klagen und sich hinterher besser fühlen :D) und arbeite in einer Praxis. Diese Praxis ist DIREKT im Haus meiner Chefin. Mitten im Wohngebiet. Links und Rechts stehen Wohnhäuser, gegenüber sogar auch welche :o :o Und soll ich euch was sagen: Es stört niemanden! Warum auch? Patienten kommen nur zu Ihren Terminen und gehen danach wieder und halten sich nicht vorm Haus auf. Es kommen pro Stunde maximal 3 Patienten und verschwinden dann wieder. Ich würde mich freuen eine Praxis gleich nebenan zu haben.. da kann man sich mal schnell nen Termin für ne Massage geben lassen.. (zum Beispiel...)
Und laut wird es auch nicht werden.. Schließlich wird ja gearbeitet und nicht gefeiert :pfeifen:

Ich denke du wirst wenig Chancen haben, deiner Nachbarin ihre Selbstständigkeit zu vermiesen.... Freu dich lieber, dass es sich heutzutage jemand leisten kann, sich mit einer Praxis (was seeeehr teuer ist) selbstständig zu machen. Ganz ehrlich... würden sich meine Nachbarn beschweren, weil ich meine Zukunft so plane wie ich es möchte (und dabei auch noch Menschen helfen will) würde ich denen einen Piepmatz zeigen... Schließlich müssen wir ja alle etwas für unser Geld tun... :pfeifen:


Zitat (schatzibobbes @ 12.01.2011 15:57:26)
(und ja Gitti, manchmal sind wir auch PSYCHOtherapeuten wenn uns alle ihr Leid klagen und sich hinterher besser fühlen :D)

jaha habs ja nun kapiert *schäm* *schäm* ich verwechsele die beiden berufe immer *schäm*

Zitat (gitti2810 @ 12.01.2011 16:29:14)
jaha habs ja nun kapiert *schäm*  *schäm*  ich verwechsele die beiden berufe immer  *schäm*

Gitti, :lol:

nimm' doch die Schämtüte wech. Es hat dadurch angeregte, konstruktive Beiträge gegeben. Ich habe auch immer mal an der Arbeit hier reingeklickt (dafür sollte ich mich schämen).

SissyJo, ich würde auch erst einmal überlegen, ob mehr Betrieb und Gegucke in meinen Privat-Bereich dadurch kommt. Bei einer solchen Praxis kann ich mir jetzt erst einmal keine größeren Beeinträchtigungen vorstellen. Scheint eine gute Gegend zu sein, wenn sich da so etwas etablieren würde.

Geklärt werden sollte die Parkangelegenheit vor der Tür. Nicht, dass der Bürgersteig, den Du räumen musst, evtl. von PKW beparkt wird. Aber solche Auflagen gibt es vom Bauamt eh'.

Hey, Kopf hoch. Ich glaube, es wird nicht so schlimm, wie Du befürchtest. Penn' einfach mal drüber ;) .

So mache ich das ständig.

LG Pitz :blumen:

Edit: Uneigennützig wie ich bin, habe ich da auch noch den Gedanken, evtl. durch gute Nachbarschaft zu profitieren. Ich habe leider HWS und bin Migräne-Patientin.

Bearbeitet von Pitz am 12.01.2011 18:47:08

erst mal in Ruhe abwarten, ich denke es gibt auch unter normalen Nachbarn welche die laut sind, zB. Musikmäßig . Du machst Dir vermutlich unnötig einen Kopf.

Ich habe ein kleines Haus im Ausland und eine Nachbarin informierte mich das das Nachbarhaus an einen Mann mit einem Kampfhund verkauft wäre. Ich war total entsetzt, habe Angst vor Hunden und dann auch noch ein solches Viech!! Beim nächsten Besuch entpuppte sich der Kampfhund als sehr gut erzogener Jagdhund, der nie alleine vom Grundstück lief, nicht bellte und sogar als zwei Hunde auf sein Grundstück liefen ganz ruhig blieb.


Ich hatte mich völlig unnütz aufgeregt :unsure:


Wir hatten lange Zeit unser eigenes Büro hier im Haus; einer Einfamilien-Doppelhaus-Hälfte.- Und unsere Arbeit bestand aus quasi 24 Stunden am Tag telefonieren.- Teils auch schon mal lauter, da wir mit den Lkw-Fahrern unterwegs telefonieren mußten, oder mit Versandleitern mit Büros in den Werkhallen.- Oder mit ausländischen Korrespondenten.- Da kamen auch schon mal Lkw in unser abgelegenes Strässchen.- Denke, daß das Telefonieren auch nicht immer zu überhören war für unsere Nachbarn im Nebenhaus.- Wir haben dann nachher die Trennmauer schallgedämpft.-Nicht etwa, weil die Nachbarn sich beschwert haben, sondern aus Rücksicht.- Den Lkw-Fahrern erteilten wir Weisung, hier nicht mehr vorzufahren.- Geht Alles!
Und bei einer Physiotherapie-Praxis sehe ich an sich nicht, daß da wesentliche Belästigungen auftreten.- Das Problem mit den Parkplätzen gibt es auch ohne eine Praxis im Wohngebiet!- Hier hat jedes Haus mindestens eine Doppelgarage, die jedoch zugepackt ist mit Gerümpel.- Die Autos stehen also draußen.- Meist kann man hier auch auf einen Haushalt mindestens 2 Pkw rechnen.- Teils auch 3 oder 4!- Und dann evtl. noch ein Wohnmobil.- Sagt auch kein Mensch 'was!- Hier werden auch zig Neubauten hochgezogen, mit Büro- und Geschäfträumen, und es ist kein eigener Parkplatz vorhanden.- Die Gemeinde reagiert da einfach nicht.

Leben lassen, gönnen können...und: wenn uns stört, daß uns Jemand in den Garten schaut, kommt 'ne Sichtblende hin.- Oder: ich gehe hin, und verteile Feldstecher!- Ist besser für die Augen B) .

Liebe Grüße...Isi


Zitat (Kaari @ 12.01.2011 11:37:33)
Versuche dich nicht allzusehr darüber aufzuregen, gegen eine Sache gegen du absolut machtlos bist. Du schadest dir am meisten und dann mit dem Nachbarn im Unfrieden leben ist übel!

Soooooooooooo viele Antworten :o Vielen Dank dafür.

Mit den Nachbarn in Unfrieden leben möchte ich wirklich nicht.

Eigentlich wohnen in dem Haus nebenan seit 15 Jahren Mieter, die viel Zeit und Geld in das Haus investiert haben, mit Wissen und Billigung des Vermieters. Die Mieter haben die Kündigung wegen Eigenbedarfs bekommen und der Vermieter möchte alles der Mieter rausreißen und umbauen. Beim letzten Umbau vor 16 Jahren brauchte er keine Baugenehmigung, weil nichts grundlegendes verändert wurde.

Schätzungsweise ist die Freundin um die 60 Jahre alt und übt ihren Beruf etwa 1 Stunde von uns entfernt aus, in einer sehr bevorzugten Wohnlage. Ich frage mich, warum sie da alles hinschmeißen will und zu uns ins Dorf ziehen will.

Was uns und die Nachbarn aber sehr ärgert: sie trägt die Nase sehr hoch, kennt uns, grüßt aber nicht.

Aber ich habs kapiert: Ich kann nichts gegen die Praxis machen.

@SissyJo: na , dann kann ich nur ein Zitat von Konrad Adenauer präsentieren:

Nehmen Se de Menschen, wie se sind!
Es jibt keine anderen...

Weißt Du, wer mich 2 Mal nicht zurückgegrüßt hat (oder als Mann nicht zuerst!), den seh ich doch garnicht mehr.- Manche Menschen sind für mich so durchsichtig, als existieren sie garnicht.

Liebe Grüße...Isi


Also, die Nummer mit dem Grüßen... wer mich konstant nicht zurückgrüßt, wird eben auch nicht mehr gegrüßt. (Männer kann ich auch zuerst grüßen, oder Jüngere - wer den anderen zuerst sieht / bemerkt, sagt halt einfach zuerst Grüß Gott).

Und wer mir gegenüber die Nase so hoch trägt bis zur Genickstarre, der muss halt auch mal damit rechnen, dass ich ihm/ihr gegenüber irgendwas nicht kann- Päckchen annehmen zum Beispiel, oder mit 'ner Tasse Zucker aushelfen oder auch vor deren Tür rasch Schnee räumen, wenn ich eh schon mal draußen bin...

Gegen die Praxis werdet ihr nichts ausrichten können, und dass der Eigentümer dem Mieter wegen Eigenbedarf gekündigt hat und nun alle Ein- und Umbauten rausreißt und die Bude nach den eigenen Vorstellungen gestaltet, ist zwar doof für den Mieter, aber es ist rechtmäßig.


Zitat (Ribbit @ 12.01.2011 15:50:48)
Selbst bei vermülltem Garten kann man nicht immer was machen. In der (weiteren) Nachbarschaft meiner Mutter ist wohl ein Garten sehr zugemüllt. So sehr, dass die Nachbarn die Polizei gerufen haben. Die sagte "es hat jeder ein Recht, zu vermüllen" - -  :huh:  ??

Uns wurde mal der Grund gesagt, wann jemand mit einer vermüllten Garten Ärger mit dem Ordungsamt bekommt, nämlich dann, wenn dort die Ratten Party machen - und NUR erst dann. Ansonsten hat jede/r das Recht sich sein Garten so zu gestalten, wie er/sie es für angenehm hält, und wenn es für die Nachbarn wie eine Müllhalde aussieht.

Wir haben in der Wohnanlage auch eine Familie wohnen, denen der Garten eher als riesige Ablagestelle für eine große Anzahl Spielsachen der Kinder dient, Hasenstall steht in der Ecke, Blumenkästen liegen quer verteilt im Gras, oft liegt da ein Fahrrad rum, die Rasenmähmaschine gesellt sich dazu, eine Biotonne liegt eher da, als das er an der Mauer steht, der Zaun ist auf ca. 1 Mtr. umgelegt - so kommt man schneller auf den Weg, der dahinter ist (!) und dazwischen ist dann noch der Sandkasten - halbherzig abgedeckt mit einer verrissenen Plane.

Leider, ist aber so. Für die Nachbar, die direkt auf das Grundstück schauen ist es schon eine Zumutung. Wir sehen es GsD nur aus der seitlichen Perspektive - da schaut man halt (oft) nicht hin.

Hier in der Wohnanlage gibt es auch eine Praxis, aber stimme meinen Vorrednern zu ... da dürften normalerweise keine Probleme hinsichtlich Lärm, mehr Autoverkehr u.ä. entstehen.

Bearbeitet von Backoefele am 13.01.2011 00:33:30

Zitat (SissyJo @ 12.01.2011 00:50:22)
Hallo Leute,

die neue Freundin von unserem Nachbarn ist Physiotherapeutin und möchte im Sommer im Haus neben uns eine Praxis eröffnen. B

Können wir uns gegen dieses Vorhaben irgendwie wehren?

Danke für Eure Antworten :wub:

Also ganz ehrlich: Wieso solltet Ihr Euch gegen so ein bissel rücken- oder sonstwie gelenkgeschädigte arme Patienten "wehren" wollen?! Haben die Euch was getan?!
Physiotherapie ist Turngymnastik... Die tun Dir doch nix!

Und wennn Du ja so ein Problem mit Deinem Vorgarten und Deiner Hecke hast: Bring das doch in Ordnung, wenn Du meinst, das tun zu müssen.
Pflanz eine hohe Thuja-Hecke, setze dazu einen ganz dichten Spangen-Zaun, bring auch noch Außenrolläden an - und sei heilfroh, selbst nicht die Hilfe der Nachbarin zu brauchen, weil Dein Rücken kaputt ist oder Du Gelenkrheuma hast.
;)
Echt mal: Ich wäre froh, wäre meine Nachbarin Physiotante...

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 13.01.2011 05:06:37

Aha, da liegt also der Hase begraben.. Hatte ich wohl nicht ganz Unrecht damit, dass es kaum einen rationalen Grund gibt, Sissy.
Könnte aber auch sein, dass die Gute den Gegenwind spürt und verunsichert ist - das sieht auch schon mal aus wie eine hochgetragene Nase.

Und Ihr, Du und andere Nachbarn, nehmt wohl auch Übel, dass die bestimmt netten und in die Nachbarschaft integrierten Vormieter rausgeschmissen wurden und alles über 15 Jahre Investierte also für die Katz war? Solidarität. Kann ich verstehen, und dann SUCHT man halt was. :trösten:
Aber eigentlich ist doch der Eigentümer das Ziel für Euren Unmut; sie, die Physiotherapeutin, wird ihn kaum dazu gezwungen haben. Egal.


Hallo,
ich denke auch, dass due da nichts machen kannst. Eure Nachbarin wird einen Antrag auf Nutzungsänderung gestellt haben und so wie es aussieht ist der ja auch nach Prüfung genehmigt worden.
Meine Vorredner haben das ja teilweise auch schon erwähnt.

Bei uns nebenan hat ein Bizarr-Studio eröffnet.
Anfangs kam sogar die Polizei um uns zu betreuen. Nachfrage beim Amt ergab, alles erlaubt solange nichts auf der Strasse odr im Garten "passiert" ;)
Als die dann eröfnnet haben, haben wir uns einmal zusammen gestzt und unsere Bedenken besprochen.
Alles läuft ruhig und niveauvoll ab.
Hin und wieder stört mal was, dann redet man in Ruhe darüber, alles gut.

Mein Tipp, wartet erst einmal ab wie alles so läuft, wenn euch was stört sprecht eure Nachbarin an und sucht eine Lösung.
GLG


Zitat
Schätzungsweise ist die Freundin um die 60 Jahre alt und übt ihren Beruf etwa 1 Stunde von uns entfernt aus, in einer sehr bevorzugten Wohnlage. Ich frage mich, warum sie da alles hinschmeißen will und zu uns ins Dorf ziehen will.

Das ist doch echt nicht eure Sache, oder? Selbst wenn das die dämlichste Entscheidung ihres Lebens wäre, ist sie für sich selbst verantwortlich und Euch keine Rechenschaft schuldig und - wie schon gesagt, geht es Euch nichts an.

Zitat
Was uns und die Nachbarn aber sehr ärgert: sie trägt die Nase sehr hoch, kennt uns, grüßt aber nicht.

Aaaaha, da liegt, m.E. der Grund. Auch hier wieder: Es gibt kein "Gegrüßtwerdenrecht" der Nachbarn und die Frage, ob die Dame ne Praxis in einem Wohn-, Misch- oder was auch immer-Gebiet einrichten darf, ist eine Frage des Baurechts und nicht des "Grüßens der Nachbarn" oder gar des "manierlichen" Umgangs miteinander.
Würdest Du die Sache anders sehen, wenn sie jedes Mal ein freundliches "Guten Morgen" über die Straße werfen würde, wenn ihr euch zufällig begegnet?

Ich wohn hier auch aufm Kaff, aber ich grüße nicht jede Pappnase, die mir aufm Gehsteig entgegen kommt. Erstens wäre ich dann mehr mit Grüßen als mit Laufen beschäftigt und zweitens finde ich, dass man Leute, die man nur vom Sehen kennt, nicht zwangsläufig grüßen muss. Vielleicht gehts der Physiotherapeutin auch so?

Zitat (SissyJo @ 12.01.2011 20:20:03)


Schätzungsweise ist die Freundin um die 60 Jahre alt und übt ihren Beruf etwa 1 Stunde von uns entfernt aus, in einer sehr bevorzugten Wohnlage. Ich frage mich, warum sie da alles hinschmeißen will und zu uns ins Dorf ziehen will.


Vllt geht ihr einfach nur die Fahrerei zu doof und zu teuer geworden.

Lass doch mal in Ruhe alles auf dich zukommen. Wenn sie eröffnet bring ein Topfpflänzchen rüber und wünsche alles gute. Vllt ist die Liebe Gute nur schüchtern, oder auf dem Trip das die jüngere zuerst grüßt.
Ich hab auch so ne "neue" Nachbarin. Ich grüßte sie so penetrand freundlich das sie irgendwann nicht mehr anders konnte als zurück zu grüßen. Hab festgestellt das sie nur schüchtern ist.

Zitat (Ela1971 @ 13.01.2011 17:00:10)

Ich hab auch so ne "neue" Nachbarin. Ich grüßte sie so penetrand freundlich das sie irgendwann nicht mehr anders konnte als zurück zu grüßen. Hab festgestellt das sie nur schüchtern ist.

Penetrant freundlich, das find ich gut :lol:

Zitat (Ribbit @ 13.01.2011 17:12:32)
Penetrant freundlich, das find ich gut  :lol:

Da denke ich immer, mit was sind die bloß geölt. :P
Grüßen ist unnötiger Firlefranz. Kurzer Blickkontakt tief in die Augen ist viel besser, energetisch sparsamer, lärmpegelreduziert usw. Außerdem nicht so von vor-vor-gestern. :D

Nun ja, kurz anschauen und nicken oder lächeln ist auch eine Art zu grüßen. Dazu braucht es keinen Hut zu ziehen, und/oder ein lautes "Guuuten Tag, Herr/Frau XXX!" Und die Frage, wer zuerst grüßt ist wohl auch unerheblich bei so informellem Grüßen. Hier umzu reicht das völlig; wenn man sich unterhalten will, ist es was anderes.



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