Antireflux-Operation: Betroffene hier??


Guten Morgen,

wegen andauerndem Sodbrennen trotz 80 mg Proonenpumpenhemmer,muss ich operiert werden.Nach jährlichen Magenspiegelungen,stellte man nun fest,dass der Magen in die Speiseröhre gerutscht ist.Mit dem Zwerchfellbruch lebe ich aber schon Jahre.Im Internet habe ich leider nur Negativberichte gelesen.Vertröste mich aber damit, dass die wenigsten sich schriftlich dazu äussern,wenn es geholfen hat...
Gibt es hier Betroffene oder aber jemand, der die OP hat machen lassen??Im Fachbereich nennt sich die OP Fundoplicatio.


Hi, Aida,

Richtig: Funduplicatio mit Pyloroplastik ("längs aufschneiden, quer vernähen") ist das Beste, was du machen lassen kannst, um z.B. charakteristische Spätschäden an der Speiseröhre zu verhindern.


Hi Aida!
Hatte vor ca. 20 Jahren eine Fundoplicatio. Nach ein paar Jahren hatte ich das gleiche Refluxproblem wieder!
Hab mich aber auch nicht daran gehalten auf Nikotin, Alkohol etc. zu verzichten!
Nehme jetzt seit über 10 Jahren täglich eine Rifun 40mg und hab seitdem Ruhe!
Ich weiss nicht wie heute operiert wird aber mir ist eine hübsche Narbe quer über den Bauch geblieben!
Ob ich es nochmal machen würde? Definitiv NEIN!


Ich danke euch schon einmal für die Antworten-eine Antwort ja und eine nein..
Ein Bauchschnitt wird mir hoffentlich erspart bleiben,soll eigentlich laparoskopisch durchgeführt werden.
Trotzdem habe ich Angst.Nicht vor der Operation, aber für die Zeit danach.Ich bin im Alltag schon körperlich gefordert,habe kein und bin auf das Fahrrad angewiesen.Ausserdem bin ich noch alleinerziehend und meine Familie als "Helferlein" wohnt weit entfernt.Auch habe ich im Internet sehr viele Negativbeiträge gelesen,angefangen von Schluckbeschwerden und aufhörend bei Nervenverletzungen.(Ich sollte nie nachlesen :heul: )
Zusätzlich habe ich noch Angst wegen Sepsis usw., kenne leider so einige Todesfälle im Umkreis.

Aber: Der Magen befindet sich ja zum Teil in der Speiseröhre,von alleine rutscht er da ja vermutlich nicht raus.Und die Zellen im unteren Bereich der Speiseröhre sind zylinderkopfartig (oder so ähnlich)eine Vorstufe zum Barett Syndrom.Und die Medikamente nehme ich ja schon lange und eigentlich helfen sie auch, aber auf Jahre hinaus gesehen,gibt es mir auch Bedenken, dass sie nicht irgendwelche Nebenwirkungen haben werden.

Oh je,blöde Situation...einen Termin habe ich vorsichtshalber ausgemacht.Voruntersuchungen ambulant und am Op Tag käme ich dann direkt nüchtern zur Aufnahme.


Tust mir aber Leid, Aida! :trösten:

An Deiner Stelle würde ich mindestens eine ärztliche Zweitmeinung einholen. Das müsste doch drin sein.


Und was die Rückmeldungen hier betrifft: Michael hat es SELBER sicher nicht mitgemacht; er liest immer fleißig Blätter und Zeitschriften.

Das Dumme bei allen gut gemeinten Ratschlägen und ärztlichen Vorschlägen ist immer noch: Du als Laie musst es letztendlich entscheiden! :wub: Aber es geht schließlich um Deinen Körper. :blumen:


Zitat (dahlie @ 07.03.2011 12:58:39)
An Deiner Stelle würde ich mindestens eine ärztliche Zweitmeinung einholen. Das müsste doch drin sein.

Michael hat es SELBER sicher nicht mitgemacht; er liest immer fleißig Blätter und Zeitschriften.


Hi, Dahli,
Zweitmeinung ist gut, an besten von einen niedergelassenen, nur Kleinchirurgie treibenden Chirurgen und/oder Gastroenterologen.

Um eine OP-methode zu beurteilen, muss ich diese nicht am eigenen Körper ausprobiert haben, was ja eh nicht representativ ist . Sondern da muss ich schon einschlägige Blätter und Zeitschriften (Dt.Ärzteblatt, Münch.Med.Wochenblatt oder gar den Lancet) lesen, um einen objektiven Überblick zu bekommen.

Na, Michael, da habe ich Dich doch richtig eingeschätzt. ;)


Danke euch schon einmal für die Antworten.Angst bestimmt zur Zeit meine Gedanken.Auf der einen Seite die Angst vor Speiseröhrenkrebs bei fehlender Operation.Und auf der anderen Seite die Angst vor den Konsequenzen nach der OP.Aber momentan merke ich schon,dass der Magen irgendwie gequetscht wird.So bleibt mir vielleicht gar keine andere Wahl :heul:
Die größte Angst habe ich vor einer Sepsis,kenne nun relativ viele Verstorbene.In der Relation natürlich geringfügig.Aber nach meiner letzten OP hatte ich auch einen derben Spritzenabzess und musste noch einmal operiert werden.So ganz sauber bzw.keimfrei scheinen die Krankenhäuser nicht mehr zu sein.Meine Tante wurde auch Opfer nach der letzten OP einer Sepsis,überlebte aber glücklicherweise.Und das war in einer ganz anderen Stadt.


Zitat (Aida @ 08.03.2011 19:50:04)
So ganz sauber bzw.keimfrei scheinen die Krankenhäuser nicht mehr zu sein.

Die sind heutzutage nicht schlimmer als früher - wenn ich daran denke, dass früher z. B. Skalpelle, Nadeln und Spritzen geputzt, sterilisiert und dann wiederverwendet wurden... damals ist nur nicht so viel an die Öffentlichkeit gedrungen wie heutzutage im Zeitalter von Internet und reißerischen (Privatsender-) Fernseh-Reportagen.


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