Petition Frauen in die Aufsichtsräte: Bitte zur Mitzeichnung

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Zitat (Nachi, 14.04.2011)
na toll die Stimme für's Quoten Frauchen...
wie wohl würde ich mich da als Frau fühlen, nur wegen einer Quote meinen Job zu haben...


:D Aber damit, dass sie einen Job NUR haben, weil sie Männer sind, kommen Männer bisher ja auch gut klar. Dann werden Frauen das schon lernen.
Zitat (bienenstich, 15.04.2011)
:D Aber damit, dass sie einen Job NUR haben, weil sie Männer sind, kommen Männer bisher ja auch gut klar. Dann werden Frauen das schon lernen.

Danke, das war der perfekte Start in den Tag :)
Zitat (Nachi, 14.04.2011)
na toll die Stimme für's Quoten Frauchen...
wie wohl würde ich mich da als Frau fühlen, nur wegen einer Quote meinen Job zu haben...
sorry diese Quote wären aus meiner Männer-Sicht mehrere Schritte zurück statt nach vorn für die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft...

Edit: die andere Quoten Arbeitnehmer nicht zu vergessen....
den Quoten: Ausländer
den Quoten: Behinderten
den Quoten: Rentner
den Quoten: Azubi
.....
den Quoten: usw

hoch lebe das freie Unternehmertum...

Nur um das mal klarzustellen: Es gibt KEIN Recht auf Diskriminierung.
Das Unternehmertum darf tun und lassen was es will, solang es das diskriminierungsfrei tut.

Sonst könnte man auch sagen: "Boah, Arbeitszeitgesetz? Ich will aber meine Mitarbeiter 13 Stunden am Tag knüppeln lassen. Das ist freies Unternehmertum!" - Ne, so geht das eben nicht. Dagegen gibt es Gesetze. Genau so wie es Gesetze dagegen gibt, Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihres Geschlechts (aha!) zu diskriminieren (vergleiche: AGG).
Das gilt zwar nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und nicht für Aufsichtsratsmitglieder, aber es zeigt in unserem Fall, dass dem Gesetzgeber die Gleichbehandlung so wichtig ist, dass er das freie Unternehmertum in manchen Bereichen etwas beschränkt, weil das freie Unternehmertum offenbar zu sehr kruden Auswüchsen geführt hat.

PS: Kleine Nickligkeit am Rande: Rentner können keine Quotenarbeitnehmer sein, denn sie sind - achtung - Rentner, also aus dem Arbeitsleben ausgeschieden. Wenn Rentner neben der Rente irgendwo arbeiten, dann zum Beispiel als Minijobber und für die gilt keine Quote.

Bearbeitet von Cambria am 15.04.2011 07:42:37
Zitat
Die Muslime fordern auch schon Quoten für den öffentlichen Dienst.

Für diese Behauptung hätte ich gerne einen Beleg. Denn ich hab davon wirklich noch nichts gehört.

ABer selbst wenn: Es ist ihr gutes Recht, ihre INteressen durchsetzen zu wollen. Ob ihnen das gelingt ist eine Frage, wie sich die Mehrheitsgesellschaft entscheidet. Das nennt sich Lobbyarbeit und ist Grundstein für Demokratie.
Zitat (Cambria, 15.04.2011)
Für diese Behauptung hätte ich gerne einen Beleg. Denn ich hab davon wirklich noch nichts gehört.

Ach, gibt es eine Realtät außerhalb Deiner Wahrnehmung? Die Musel-Quote würde übrigens auch gegen Grundgesetz Artikel 3.3 verstoßen, aber das weißt Du ja bereits. Und warum so wenig Muslime in deutschen Aufsichtsräten vorhanden sind, kann auch Dir auch nicht sagen. :blink:

http://www.welt.de/politik/deutschland/art...llen-Quote.html
Zitat (Cambria, 14.04.2011)
Meinetwegen male ich sofort Plakate, damit wir gemeinsam durch eine Großstadt deiner Wahl ziehen können, um für die 50/50-Quote bei der BW zu fordern...
Ich mach mich doch nicht zum Affen. :P

Zitat (Cambria, 14.04.2011)
Und was du mit "Ungleich" meinst, musst du noch kurz präsisieren, sonst könnte ich auf die Idee kommen, dass du damit dein schwaches BW-Beispiel meinst.
Nu, kräftemäßig z.B. Guck dir verschiedene Sportarten an, warum läßt man da nicht Männchen gegen Weibchen antreten?

Auch die Risikobereitschaft ist bei Männern höher, so daß auch in technisierten Disziplinen (Segelfliegen als Beispiel) wo die körperlichen Voraussetzungen von Männchen und Weibchen gleichgesetzt werden könnten, Frauen benachteiligt sind.
Das dürfte auch mitverantwortlich sein, daß die 50/50 nicht von sich aus erfüllt sind, wo du sie dir wünscht.
Zitat
Wenn wir es also derzeit schaffen, 97% der Aufsichtsratsposten mit Männern zu füllen (denen ich jetzt der Einfachheit halber unterstelle, dass sie ihre Arbeit wenigstens ausreichend gut machen), dann sollte es möglich sein, 50% Frauen zu finden, die es ebensogut können.


Wurde hier ja auch schon erwähnt - es muss erstmal genug Frauen geben, die das auch WOLLEN. Wenn ich mich im Bekanntenkreis umgucke gibt es einige Männer, die total geil drauf sind, die Karriereleiter hochzurasen, aber wirklich keine einzige Frau!! Keine! Z. B. eine davon ist Lehrerin und kürzlich wurde ihr angeboten die Leitung der Schule zu übernehmen. Wollte sie nicht, weil sie dann zu wenig Zeit für die wirklich pädagoische Arbeit hätte. Und solche Beispiele kenne ich viel.
Quote, nein danke, das hat nichts mit Gleichberechtigung sondern mit Zwang zu tun. ;)

Jaa ich weiß die letzte Antwort in diesem Thema ist ewig lange her. Aber da es wieder sehr aktuell ist, grab ich es mal wieder aus. Hier sind schon einige Meinungen geschrieben worden, die lesenswert sind, wäre also unsinnig einen neuen Thread zu diesem Thema zu eröffnen.

Die Frauen-Quote ist abgelehnt. Meiner Meinung nach, glücklicherweise. Welche Frau die ihren Fähigkeiten zufolge eine Führungsposition erreicht hat, will sich sagen lassen, dass sie diese ja nur der Quote wegen bekommen hat ?
Niemand glaubt dann noch an wirkliche Leistung, wenn eine Frau einen solchen Posten bekommt. Sie wird mit Sicherheit hinter vor gehaltener Hand belächelt.

Eine Frau die Führungsqualitäten hat und einen solchen Posten anstrebt, wird es ohne Quote schaffen und zwar durch entsprechende Leistung.

Zitat (Fidelio, 19.04.2013)
Eine Frau die Führungsqualitäten hat und einen solchen Posten anstrebt, wird es ohne Quote schaffen und zwar durch entsprechende Leistung.


Aha, also sind die Frauen selber schuld?Sie bringen nicht genug Leistung.

Wenn ich so an die Männer in den Aufsichträten denke, die nicken doch nur ab. Die haben oft Null Ahnung, siehe Flughafen Berlin und, und.

Ohne Quote wird es statistisch gesehen noch 100 Jahre dauern. Das erleben wir dann nicht mehr.

Außerdem ist es erwiesen, dass die Firmen wirtschaftlich besser da stehen, wenn Frauen mitreden dürfen.
Wir können es uns also schon aus ökonomischen Gründen nicht leisten, die Frauenquote abzulehnen.

Bearbeitet von Rumburak am 19.04.2013 13:03:36
Zitat (Rumburak, 19.04.2013)
Wenn ich so an die Männer in den Aufsichträten denke, die nicken doch nur ab. Die haben oft Null Ahnung, siehe Flughafen Berlin und, und.

Aber das ist doch kein Argument für die Frauenquote. Alleine das Wort finde ich schon diskriminierend. Wir brauchen keine Frauenquote, sondern bessere Berufschancen - und vielleicht bessere Aufsichtsräte: deren Qualität könnte ja gesetzlich geregelt werden ;)
Wenn ich kurz abschweifen darf, das ist so ähnlich wie mit dem Mindestlohn: in manchen Branchen gehts vielleicht nicht ohne, aber grundsätzlich brauchen wir einfach so viele gute Jobangebote, daß Ausbeuter keine Chance mehr haben, Mitarbeiter zu finden. Alles andere ist nur kurieren an den Symptomen.
Zitat (Rumburak, 19.04.2013)
Wenn ich so an die Männer in den Aufsichträten denke, die nicken doch nur ab. Die haben oft Null Ahnung, siehe Flughafen Berlin und, und.


Aha ? und das ist dann besser, wenn eine Frau die vielleicht auch null Ahnung hat, einen solchen Posten bekleidet, weil sie ihn durch die Quote bekommen hat ? :blink:

Um Gleichheit zu schaffen, wäre es unter Umständen keine schlechte Idee, wenn bei Bewerbungen weder das Geschlecht noch ein Passbild verlangt würden. Dann kämen lediglich Fakten auf den Tisch, die eine Qualifikation bescheinigten und die Auswahl zu Vorstellungsgesprächen verändern würde. Dann würden im Vorfeld Männer, sowie Frauen aussortiert, die nicht in frage kommen.
Wo man dann beim persönlichen Gespräch halt wieder damit konfrontiert ist, dass Männer gegen Frauen antreten. ;)

Dass Frauen nicht schlecht sind für ein Unternehmen ist inzwischen bekannt, dennoch sollte sie etwas können und einen Posten nicht der Quote wegen bekommen.

Die Frauenquote in Aufsichtsräten ist ja wohl der hinterletzte Ladenhüter. Anstatt mal etwas für Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu tun, sitzen bald in den Spitzenpositionen die immergleichen kinderlosen Karrierequotenfrauen, die bereits heute, siehe Merkel und Co., sehr ähnliche Chancen wie Männer haben. Eine Frauenquote, egal wo, fördert selten diejenigen Frauen, die tatsächlich benachteiligt sind. Mit der Quote wollen sich letztlich nur Uschi vdL und Konsorten ihre Pöstchen nach dem Ausscheiden aus der Politkarriere sichern. Und die alleinerziehenden Mütter die von Hartz 4 leben, können sich auf diese Gleichberechtigung ein Ei pellen.

Darüber hinaus ist die Frauenquote doch komplett der Heteronormativität verhaftet. Ich fordere, dass auch für schwullesben und transgender Quoten in Führungspositionen eingeführt werden. Gerade Transen sind doch komplett unterrepräsentiert in den Führungsetagen der DAX-Konzerne.

da fällt mir nur eins dazu ein....

Kinder an die Macht!

Zitat (Nachi, 20.04.2013)
Kinder an die Macht!

- ein Spruch, den ich hasse: es sind schon genügend Kindsköpfe an der Macht - sie spielen mit Milliarden, mit Menschen und Waffen.
Aber so wars wohl nicht gemeint ;)

Bearbeitet von chris35 am 20.04.2013 17:58:07
Zitat (Koenich, 20.04.2013)
....... Anstatt mal etwas für Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu tun, sitzen bald in den Spitzenpositionen die immergleichen kinderlosen Karrierequotenfrauen, die bereits heute ........... Chancen wie Männer haben. Eine Frauenquote, egal wo, fördert selten diejenigen Frauen, die tatsächlich benachteiligt sind.  ...................  alleinerziehenden Mütter die von Hartz 4 leben, können sich auf diese Gleichberechtigung ein Ei pellen. 


wie wahr, wie wahr, kann man da nur sagen da ist was dran. besonders schön war das mit dem Ei pellen :P
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