Sparrezepte aus Notzeiten: Gelobt sei, was satt macht...

Hej ihr Lieben,

da habe ich auch noch was und ich habe es gerade eben gegessen.

Gestofftes Gemüse

zwei bis drei Gemüsesorten deiner Wahl putzen und in Würfel schneiden, diese gar kochen. Kartoffeln sollten immer dabei sein.

Eine Zwiebel fein würfeln und in Fett anbraten, dann Mehl drüber geben und mit halb Brühe und Milch (Pflanzenmilch) aufgießen bis die Sauce die Konsistenz hat die euch behagt, mit Pfeffer und Salz so ein paar Kräuter (falls vorhanden) abschmecken. Das gekochte Gemüse dazugeben und gut vermengen. Ca. 10 Minuten alles zusammen auf kleiner Hitze weiter köcheln lassen. An guten Tagen gab es gekochte Eier dazu.

Dieses Gericht habe ich gestern für meine Tochter vegan zubereitet und es schmeckt mir immer noch. Wir hatten Kartoffel, Karotten und Steckrübe.

Ich kenn das auch noch!
Aber bei uns hies das Erbesen und Nudeln. Das war so ne ekelige Erbsenwurst wo Mutter rausgetan hat, mit Wasser aufgegossen und gekocht , mit Nudeln die es heute, glaub ich nicht mehr gibt, das sind die Erinnerungen so um 5 o. 6 Lebensjahr und das gabs jede Woche 2-3 mal . Hatten halt nix. Sind aber auch gross geworden

Diese Erbswurst gibt es heute noch und manche mögen sie auch, kenne solche Leute. Für mich so eklig, mußten wir als Kind öfter mal essen.

Das schmeckt sicher sehr gut. Muss ich unbedingt mal für meine Familie kochen!
Danke!

Von meiner Mutter kenne ich noch, dass sie Haferflocken anstatt Fleisch für Kotelett benützt haben.

Zitat (JUKA, 18.11.2018)
Diese Erbswurst gibt es heute noch und manche mögen sie auch, kenne solche Leute. Für mich so eklig, mußten wir als Kind öfter mal essen.

Die kenne ich auch aus der Kindheit. Vor ein paar Jahren habe ich sie zufällig im Laden gesehen und gekauft.
Da ich keine negativen Erinnerungen daran hatte, wurde die Suppe auch zubereitet. Ich fand sie viel zu salzig. Und deshalb blieb es bei diesem einmaligen Experiment.
:D

Bei uns gab es zu jedem Eintopf Brot mit Marmelade, um die Mägen zu füllen in Ermangelung von Fleisch. Das gab es nur für unseren Vater. Bis heute brauche ich zu Erbsen- und Linsensuppe eine Scheibe Bauernbrot ohne Butter oder Margarine aber mit Erdbeermarmelade........bis heute finde ich es immer noch köstlich und es gehört einfach dazu.

Zitat (xldeluxe_reloaded, 26.02.2019)
Bei uns gab es zu jedem Eintopf Brot mit Marmelade, um die Mägen zu füllen in Ermangelung von Fleisch. Das gab es nur für unseren Vater. Bis heute brauche ich zu Erbsen- und Linsensuppe eine Scheibe Bauernbrot ohne Butter oder Margarine aber mit Erdbeermarmelade........bis heute finde ich es immer noch köstlich und es gehört einfach dazu.

Ich kenne da Kartoffelsuppe mit Marmeladebrot. Aber nicht aus Notzeiten sondern als Regionalküche aus dem Karlsruher Raum.
;)
Zitat (Gagra, 26.02.2019)
Von meiner Mutter kenne ich noch, dass sie Haferflocken anstatt Fleisch für Kotelett benützt haben.

Wie soll das denn bitte funktionieren? :pfeifen:
Zitat (DWL, 26.02.2019)
Ich kenne da Kartoffelsuppe mit Marmeladebrot. Aber nicht aus Notzeiten sondern als Regionalküche aus dem Karlsruher Raum.
;)

Mit Karlsruhe hatten wir nichts am Hut aber ich denke, es gab zu jeder Suppe und jedem Eintopf Marmeladenbrot - manches vergisst man ja auch. Nachmittags zumindest gab es für uns draußen spielende Kinder immer süßen Stuten mit Marmelade, das war unser Kuchen.

Bearbeitet von xldeluxe_reloaded am 27.02.2019 21:45:07
Zitat (tante ju, 27.02.2019)
Wie soll das denn bitte funktionieren? :pfeifen:

Das hab ich mich auch gefragt :unsure:
Zitat (Gagra, 26.02.2019)
Von meiner Mutter kenne ich noch, dass sie Haferflocken anstatt Fleisch für Kotelett benützt haben.

Zitat (tante ju, 27.02.2019)
Wie soll das denn bitte funktionieren? :pfeifen:

So vielleicht? ;)

Danke Jeannie :blumen:

Dann verzichte ich lieber auf "Fleisch".

Zitat (tante ju, 28.02.2019)
Danke Jeannie :blumen:

Dann verzichte ich lieber auf "Fleisch".

Sehe ich auch so. :)
Zitat (Jeannie, 28.02.2019)
Sehe ich auch so. :)

Sehe ich absolut nicht so.

Ich finde, das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun. Wahrscheinlich mag ich beides. Ich esse gern Fleisch, aber auch gerne vegetarische Bratlinge.

Zitat (xldeluxe_reloaded, 27.02.2019)
Nachmittags zumindest gab es für uns draußen spielende Kinder immer süßen Stuten mit Marmelade, das war unser Kuchen.

Das war Torte - Aprikosen - Erdbeeren - Himbeer- was gerade an Marmelade da war. :lol:
Zitat (Isamama, 01.03.2019)
Ich finde, das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun. Wahrscheinlich mag ich beides. Ich esse gern Fleisch, aber auch gerne vegetarische Bratlinge.

Dito

Sehr zu empfehlen: Haferflocken-Käse-Bratlinge :)

Oh, DIE klingen aber lecker! Danke fürs Rezept! Werde ich ausprobieren.

Jaaaa, die kenn ich noch aus den 50ger Jahren die war noch nicht mal schlecht. Fadennudel angeröstet und mit Milch zur Suppe gekocht hatte man damals auch !

Hört sich irgendwie beides lecker an.

bei uns gab es viel Pfannkuchen mit Apfelscheiben, Freitags Fisch und gerne auch Kartoffelpuffer mit Apfelkompott. Waren Selbstversorger da ein grosse Gemüsegarten vorhanden war und einen Fischteich .....Karpfen hasse ich bis heute :rolleyes: .


Fleisch nur Sonntags oder wenn Besuch kam, Vater bekam 5 Gulaschstücke, Mutter 3 und wir Kinder 2 ........


Schön war es wenn Onkel und Tante meiner Mutter zu Besuch waren, ein paar Tage, da gab es gutes Essen und vor allem jeden Tag ein Pippei.....für die Gäste..... ich stierte das Ei so begehrlich an dass die Grosstante mir grosszügig das Eigelb überliess.

Wir waren zu sechst und nur ein Verdiener. Strecken konnte meine Mutter wie eine Eins. Bei uns gabs regelmaessig Brotsuppe und die hasse ich bis heute :kotz:

Wow super. danke für Die Rezepte. Da können wir ja heutzutage nur dankbar sein, dass wir die Sparrezepte nur freiwillig und nichts zwangsweise nutzen können:-) Werde sie ausprobieren.

Lecker Pfannkuchen und Fisch, mmh...Nur der Karpfen ja, den mochte ich auch nie so.

Meine viel älteren drei Geschwister (Jahrgang ab 1943) haben folgendes erlebt:
Sie spielten mit einem Spielzeugpferd mit einem Körper aus Pappe und auf einmal war es verschwunden.

Auf dem Kohleherd kochte eine Erbsensuppe vor sich hin...……..

Als dem Hauptverdiener, meinem Vater, als erstes der Teller aufgefüllt wurde, lagen dort große Teile in der Suppe und er freute sich über eine "großzügige" Fleischeinlage. ….

Leider war es aber nur das ungenießbare Pferd rofl

Wo ich hier von der Hefe als Geschmacksgeber lese:
In einem Roman, der direkt nach dem Krieg spielt, hat die Protagonistin aus Hefe mit Kräutern vom Wegrand Leberwurstersatz gekocht - da denke ich jetzt an die heute sehr überteuert verkauften veganen Aufstriche, die wie Leberwurst schmecken und eigentlich neben etwas Chemie für die Haltbarkeit und Aromastoffen kaum andere Zutaten haben.

Bierhefeflocken verwende ich auch zum Würzen, v.a. wegen des Vit-B-Komplexes.

Sparrezept, das schmeckt: Zwiebel anschwitzen, mit Wasser aufgießen, Salz rein und als sättigende Einlage Haferflocken.
Je nachdem, was man zur Verfügung hat, kann man natürlich Brühe nehmen (das Brühpulver kostet ja nicht so viel), gibt mehr Geschmack, und auch saisonales Gemüse und Kräuter bereichern die Suppe.

Zitat (xldeluxe_reloaded, 05.07.2019)
Meine viel älteren drei Geschwister (Jahrgang ab 1943) haben folgendes erlebt:
Sie spielten mit einem Spielzeugpferd mit einem Körper aus Pappe und auf einmal war es verschwunden.

Auf dem Kohleherd kochte eine Erbsensuppe vor sich hin...……..

Als dem Hauptverdiener, meinem Vater, als erstes der Teller aufgefüllt wurde, lagen dort große Teile in der Suppe und er freute sich über eine "großzügige" Fleischeinlage. ….

Leider war es aber nur das ungenießbare Pferd rofl

?????????????

habe mehrere kriegskochbücher und alte sparrezeptbücher aus zeiten wo es noch nicht alles gab viele ersatztips sind gut einige gewöhnungsbedürftig einige erinnern mich im geschmack an vegetarische fertigangebote die teuer verkauft werden rezepte sollte man eventuell mal ausprobieren und überer satzstoffe wie hefeflocken usw selbstenscheiden habe schon viele ausprobiert ist geschmackssache rezepte kann man auch auf die heutige zeit angleichen einiges ist auch schrott einfach mal probieren :rolleyes:

Zitat (enno-olaf, 24.09.2019)
habe mehrere kriegskochbücher und alte sparrezeptbücher aus zeiten wo es noch nicht alles gab  viele ersatztips sind gut einige gewöhnungsbedürftig  einige erinnern mich im geschmack an vegetarische fertigangebote die teuer verkauft werden  rezepte sollte man eventuell mal ausprobieren  und    überer  satzstoffe wie hefeflocken  usw  selbstenscheiden  habe schon viele ausprobiert  ist geschmackssache  rezepte kann man auch auf die heutige zeit angleichen einiges ist auch schrott einfach mal probieren :rolleyes:

Hi??
Steht da in Deinen alten Kochbüchern eventuell auch ein Rezept von
Quarkknödeln(herzhaft) drin?
Die hatte mir meine Omi immer gemacht,sagte auch Käseknödel dazu,weil sie dann schmeckten,wie Käse,wenn sie fertig gekocht waren.
Ich suche das Rezept,war damals leider noch ein Kind und meine Omi ist schon 30 Jahre nicht mehr da und meine Mama kennt es leider nicht.
Das wäre ja super.
Die Rezepte von heute sind leider nicht das Rezept,dass ich suche

Bearbeitet von Suni am 24.09.2019 15:08:18
Zitat (enno-olaf, 24.09.2019)
habe mehrere kriegskochbücher und alte sparrezeptbücher aus zeiten wo es noch nicht alles gab viele ersatztips sind gut einige gewöhnungsbedürftig einige erinnern mich im geschmack an vegetarische fertigangebote die teuer verkauft werden rezepte sollte man eventuell mal ausprobieren und überer satzstoffe wie hefeflocken usw selbstenscheiden habe schon viele ausprobiert ist geschmackssache rezepte kann man auch auf die heutige zeit angleichen einiges ist auch schrott einfach mal probieren :rolleyes:

Hallo und willkommen hier!

Vielleicht kannst Du mal in Deinen Kriegskochbüchern nachschauen, ob dort vielleicht auch eine Anleitung für den Gebrauch von Satzzeichen sowie Groß- und Kleinschreibung bei Deinen Kommentaren drinsteht?! :hmm: :hmm:

Dann wäre es weitaus einfacher, Deinen jetztigen und ggfs. auch Deine zukünftigen Texte besser und flüssiger zu lesen. :rolleyes:

Sorry, war nicht böse gemeint, aber der mußte jetzt einfach sein! :pfeifen:

werde einmal nachsehen melde mich die tage kenne eine abwandlung lg ;)

danke für den rat werde in einem rechtschreibebuch nachsehen rofl wenn ich 80 werde in 20 jahren ;) alt :Liebe Grüsse, oh ich kann es ja welch ein Wunder :rolleyes: PS ich weiss das ist eine schlechte angewohnheit von mir

Zitat (enno-olaf, 24.09.2019)
danke für den rat werde in einem rechtschreibebuch nachsehen rofl wenn ich 80 werde in 20 jahren ;) alt :Liebe Grüsse, oh ich kann es ja welch ein Wunder :rolleyes: PS ich weiss das ist eine schlechte angewohnheit von mir

??????????

Eichelkaffee.........nun juckt es mich in den Fingern den auszuprobieren.......morgen Eicheln sammeln gehn....... :pfeifen:

Ich liebe diesen Thread!

Tolle Rezepte une Erinnerungen habt Ihr da!

Ich gebe auch mein Senf hinzu. Ich bin in Rumänien aufgewachsen, nach dem Krieg war auch hier die Not groß.
Omi hat gerne Kümmelsuppe gekocht. Ganz einfach und uns hat das immer sehr gut geschmeckt. Einfach eine Handvoll Kümmel und Zwiebel in ein wenig Öl rösten, darüber eine Mehlschwitze, bis es bräunlich wird. Dann Wasser drüber, wer noch will, kann auch Möhrchen hinein tun. Serviert wurde das mit Corutons aus Brot von gestern.
Diese Suppe bekamen wir auch wenn unser Magen randallierte, ist gut bei Durchfall. Ich mach sie immer wieder wenn ich Comfort Food brauche,

man wird den Begriff Notzeiten neu definieren müssen wenn man Mehl und Kartoffeln nicht mehr kaufen kann wohl aber Rinderfiletsteak und Prosecco :ph34r:

Da hast Du sowas von Recht, liebe Agnetha ..
So verrückte Zeiten hätte ich mir nie vorstellen können.

WIe recht du hast, liebe Agnetha :(

Bei uns gab es vor der Schule schon mal ab und zu Eingebrocktes.
D.h. Carokaffee und altes Brot.
Man musste unter ständigen rühren das kochende Wasser in die Tasse gießen um das Pulver aufzulösen.
Wenn man das nicht machte bildeten sich dunkelbraune Augen und schmeckten dann besch... also nicht so gut.
Omma hat dann immer noch mehr Zucker reingetan und das alte Brot eingebrockt bis es sich mit dem süssen
Kaffee vollgesogen hat.
Konnte man aber essen oder trinken je nach dem und war bis mittag satt.
Denn Schulspeisung gab es noch nicht.

Diese Brotssuppe kenne ich auch noch, nur mit Malzkaffee. Ich hab sie gern gegessen.
In Thüringen bei Oma aufgewachsen in den Nachkriegsjahren, mit Lebensmittelkarten und nächtlichem Kohle und Kartoffelklau.
Sehr oft gabs bei Oma Kartoffel und Öl. Da wurde Zwiebel und saure Milch mit etwas Leinöl gemischt. Dazu gab es Pellkartoffeln. Ganz selten hat meine Oma Fischstückchen reingeschnippelt, aber mit oder ohne Hering, ich hab das so geliebt.

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