Benachteiligt?


HI!

Es gibt ein Theme in meinen Leben was mich wurmt oder bedingt stört. Ich habe LRS, ja genau eine Lese - Rechtschreibschwäche. ich komm damit klar und ich mache mich deswegen selber nicht fertig. Es ist wies nunmal ist. Ich besuche eine Selöbsthilfegruppe, wo wir an der Rechtschreibung und an der Grammatik arbeiten. Aber ganz weg gehen würd sie wohl nie werden.

Nun ist es so, dass ich seit 3 jahren als Springer in einen Wohnheim arbeite. Die Arbeit macht mir Spass und ich mag meine Bewohner. Nur ich werde, dass Gefühl nicht los auf der Stelle zu tretten. Ich hatte mich intern auf eine Stelle, als Gruppenbetreuer beworben. die wurde anderweilig besetzt obwohl die Kollegin nur halb solang da ist wie ich.

Naja ausprechen tut es keiner, aber ich denke ich habe die Stelle nicht bekommen, weil ich nunmal LRS habe. Verheimlichen kann man das ich auf Dauer nicht. irgendwann muss man es mal erzählen. alleine schon, weil ich auch Schriftkram machen muss.

Nun ich denke mir einfach mal, dass ich kum noch irgendeine Möglichkeit habe von dieser Position weg zukommen. Zumind. nicht bei diesen Träger. Mittlerweile fühle ich mich ich will nicht sagen unterfordert aber ich würd gern mal nach 3 jahren irgendeinen Fortschritt in meinen Berufsleben sehen. Wenigstens nur einen kleinen. ich will ja nicht big Boss werden, aber wenigestens gruppenbetreuer. Nur ich denke mal man traut es mir wegen der LRS nicht zu. Denn mit meiner Arbeit sind alle zufrieden.

Was meint ihr? Hat man mit LRs denn gar keine Chance irgendwie aufzusteigen?


Zitat (lalelu86 @ 02.12.2011 21:46:44)
Nur ich denke mal man traut es mir wegen der LRS nicht zu. Denn mit meiner Arbeit sind alle zufrieden.

hi lalelu,

ich denke der einzige Weg das rauszufinden, ist Deinen Chef bei passender Gelegenheit einfach mal direkt genau darauf anzusprechen :)

Hab einen Bekannten, der als Betreuer in einer Behindertenwerkstatt arbeitet... mensch, da zählen doch ganz andere Sachen... kann mir echt nicht vorstellen, dass LRS ein k.o.-Kriterium für so eine Stelle sein sollte

Also bitte nicht den Mut verlieren!!! :trösten: :blumen:

Mit den Chef hatte ich schomal darüber geredet. Er meinte ich mache meine Arbeit gut und alle sind zufrieden. das ist die Kurzversion dieses Gespräches. Er meinte ich könnte noch viel lernen, da ich erst 3 Jahre Berufserfahrung habe.

Meine WBL, dass weiß ich kontrolliert heimlich meinen Schriftkram, ob auch alles richtig ist. Offiziell sagen tut sich nichts dazu. Aber ich denke mal schon, dass es an der LRS liegt. Aus angst das einige meine Texte nicht lesen können.


Zitat (lalelu86 @ 02.12.2011 21:46:44)
Ich hatte mich intern auf eine Stelle, als Gruppenbetreuer beworben. die wurde anderweilig besetzt obwohl die Kollegin nur halb solang da ist wie ich.

Was habt ihr denn beide für eine Ausbildung?

wir haben beide die selbe ausbildung. Sie arbeitet etwas länger wie ich in den Beruf. Gut ich gebe zu ich bewerbe mich nebenbei für andere Stellen. da ich keine Lust habe der ewige Springer zu sein.

Ich denke mir nur das mich unserwe WBL irgendwie mit anderen Augen sieht, seit sie weiß was ich habe. Vorher hat sie meinen Schriftkram nie kontrolliert. Jetzt macht sie es und setzt mich damit dezent mehr unter Druck. naja sie wil halt, dass alles stimmig ist.

Sie ließt mir jetzt auch alle Dienstanweisungen vor. Damit ich es auch verstehe. Hmm ich kann durchaus lesen. hab ich ihr auch gesagt. naja vielleicht denkt sie ja ich nichts verstehen geschriebens Wort???


also ich finde, dass man Deine Texte sehr gut lesen kann :daumenhoch:

dazu lernen kann man theoretisch auch noch nach 30 Jahren Berufserfahrung... ist also - wie so vieles im Leben - relativ ;)

nochmal... ich glaube wirklich nicht, dass es an der LRS lag, dass Du den Job nicht bekommen hast. Wenn es jetzt um eine Sekretärinnen-Stelle o. ä. gegangen wäre... ok, dann ja... aber so: nein :)

Du bist noch so jung... glaub an Dich und das, was Du kannst :daumenhoch: dann stehen Dir auch mit LRS alle Wege offen :blumen:


Kann sein und vielleicht steigere ich mich in die Sache auch zu sehr rein. Vielleicht sollte ich mit tatsächlich irgendwas neues suchen.
Ich will ja nicht big Boss werden, aber wenigstens Gruppenbetreuer. aber ob ich dort wo ich jetzt bin einen schritt weiter komme? ich glaube eher nicht.


Erst mal vorneweg, es tut mir sehr leid für dich, dass du die Stelle nicht bekommen hast. Und ich finds prima, dass du nicht den Kopf in den Sand steckst, dich weiterhin bewirbst und gleichzeitig an deiner LRS arbeitest. Nebenbei bemerkt, anhand deiner Schreibweise hier wäre mir nichts dergleichen aufgefallen.

Ich weiß nicht, in welcher Forum und welchem Umfang du in deiner jetzigen Stelle mit Dokumentationsaufgaben und eben dem ganzen "Papierkram" beschäftigt bist und wie sich deine Aufgaben diesbezüglich als Inhaber der ausgeschriebenen Stelle verändern und erweitern würden.
Ich kenne eure Konzeption und eure Stellenprofile nicht.

Zitat (compensare)
mensch, da zählen doch ganz andere Sachen...


Das stimmt.... auch.
Fakt ist leider, dass der sogenannte "Papierkram" einen wesentlichen Bestandteil der Arbeit ausmacht. Stichwort Qualitätssicherung - Dokumentation, Hilfe-, Förder-, Unterstützungsplanungen, ggfs. Schriftverkehr mit Behörden, dem Sozialhilfeträger, Wohlfahrtsverbänden, Erstellen von Konzepten - die Liste lässt sich beliebig fortsetzen...

Keine Frage, die Einstellung zur Arbeit, die eigene Haltung, Menschenbild, Wertvorstellungen, der respektvolle Umgang mit den Menschen ist unglaublich wichtig - aber leider doch nicht alles. Heutzutage musst du gegenüber sämtlichen Kostenträgern und nicht zuletzt auch deinen eigenen Vorgesetzten deine Arbeit "rechtfertigen", meist schriftlich, siehe Abschnitt oben drüber.

Ganz ehrlich? Und bitte nicht falsch verstehen: Ich bin heilfroh, wenn ich meinen Mitarbeitern bedenkenlos solche Aufgaben anver- und zutrauen kann. Es gehört zu deren Stellenprofil (auch zu meinem, selbstverständlich). Müsste ich jetzt noch all diese Aufgaben überarbeiten, so dass sie den konzeptionellen Vorgaben und Standards entsprechen (und ja, leider gehört hier auch die Rechtschreibung dazu), dann würde das vermutlich den Rahmen des Leistbaren sprengen.

Ich hoffe sehr, dass das Ganze nicht arrogant oder überheblich klingt, wie gesagt, ich kann nur von mir und unserer Arbeit sprechen. Ich kenne die Aufgaben deiner WBL nicht.
Und natürlich würde ich jederzeit einen Unterschied machen, ob jemand nur keinen Bock hat, Rechtschreibung und Grammatik zu lernen oder nachgewiesen an einer LRS leidet.
Ich versuche nur zu verdeutlichen, was solch eine Einschränkung auch für die andere Seite bedeuten kann.

So, und nun Kopf hoch - ich bin mir sicher, du findest die richtige Stelle!!! :blumen:

Wie wäre es, wenn du mal in die Offensive gehst und geschriebenen Text direkt vorlegst, mit der Bitte, da mal drüber zu schauen. Dann ist dieser schlechte Geschmack von heimlicher Überprüfung schon mal vom Tisch. Und so wie Du hier schreibst, können da eh nicht viele Fehler sein. Da gibt es ganz andere Texte im Netz, aber auch gerne mal im Videotext oder sogar in der Zeitung...
Ich habe einen Bekannten, der ist Architekt und hat LRS. Das hat ja nichts mit Intelligenz zu tun. Er schreibt manchmal verschwurbelt und dann wird das halt ins Reine gebracht. Ist doch kein Ding.
Vielleicht solltest Du bei Deinem Chef auch mal sagen, dass Du Dich leicht unterfordert fühlst und Dich nach was anderem umsiehst, wenn Du wie minderbemittelt behandelt wirst. Oder ist das Verhältnis nicht so, dass man mal offen reden kann?


ich kann mit ihr offen reden. Sie weiß auch, dass ich unzufrieden bin. Die Idee hatte ich auch schon ihr meine Texte einfach mal hin zu legen. Vielleicht mach ich das auch mal. da wird sie aber dann gucken.

Ich hatte Glück, dass ich früh gefördert wurden bin. Lesen tut ich auch sehr gern, von daher ist meine LRS auch ganz gut eingedämmt sag ich mal. aber man merkt es eben schon an manchen Stellen. Für mich wird die Grammatik immer ein Buch mit sieben Siegeln sein. UIch finde es für mich wichtige in die Selbsthilfegruppe zu gehen. damit ich meine angst vor den Schreiben verliere und damit die LRS nicht schlimmer wird.


Zitat (lalelu86 @ 02.12.2011 23:00:36)
ich kann mit ihr offen reden. Sie weiß auch, dass ich unzufrieden bin. Die Idee hatte ich auch schon ihr meine Texte einfach mal hin zu legen. Vielleicht mach ich das auch mal. da wird sie aber dann gucken.


Die Idee find ich prima! :daumenhoch:

lalelu schön das nun hier bist! :wub:

ich habe auch LRS, aber sie ist nie bezeugt worden.
ich musste mich selber durchkämpfen und erst seit ich hier im Forum bin und dauernd schreibe, finde ich selber schon das ich mich stark verbessert habe. :D

nur durch das viele lesen und schreiben komme ich allmählich klar und habe auch keine angst mehr.

ich glaube bei mir ist es für immer das Komma und der Punkt.
wo sie immer absolut richtig sind ............................................... was weiß ich. :pfeifen:


Zitat (gitti2810 @ 02.12.2011 23:47:19)

ich habe auch LRS, aber sie ist nie bezeugt worden.
ich musste mich selber durchkämpfen und erst seit ich hier im Forum bin und dauernd schreibe, finde ich selber schon das ich mich stark verbessert habe. :D


Also, Gitti. Das kann ich nur bestätigen. Am Anfang hab ich mich oft über Deine Texte gewundert, bis Du das mit der LRS erzählt hast. Inzwischen hatte ich schon mal den Verdacht, dass jemand anders unter Deinem Namen schreibt, weil es so super geworden ist. Aber ich hab Dich an Deinen :wub: :wub: :wub:
erkannt. :D Echt Klasse! Und Lalelu schreibt doch auch wunderbar. Die Sache mit den Punkten und Kommas ist ja auch vertrackt. Ein Kollege von mir verteilt sie immer nach dem "Lufthol-Prinzip".Immer wenn er im Satz Luft holen würde,setzt er ein Komma. Er hat keine LRS und liegt fast immer richtig. Vielleicht ein Tip? Allerdings nicht für Kurzatmige. :rolleyes:

Zitat (lalelu86 @ 02.12.2011 23:00:36)
ich kann mit ihr offen reden. Sie weiß auch, dass ich unzufrieden bin. Die Idee hatte ich auch schon ihr meine Texte einfach mal hin zu legen. Vielleicht mach ich das auch mal. da wird sie aber dann gucken.


Na, dann mal los. Da zeigst Du totale Größe. Die braucht gar nicht überheblich oder misstrauisch sein. Es gibt bestimmt Dinge, die sie nicht so gut kann und die ihr auch nicht dauernd zum Nachteil gereichen. Wer ohne Macke ist, werfe den ersten Stein (leicht abgewandeltes Bibel-Zitat, hihi).

Moin @LaLeLu,

also, ich kann so mal keine gravierenden Schwächen in Sachen Rechtschreibung bei Deiner Schreibe feststellen. Wie Du sicher schon mitgeschnitten hast, verdiene ich meine Brötchen mit professioneller Tipperei. Insofern möchte ich Dir ein Kompliment aussprechen. Du hast es doch drauf. Du kannst es.

Dein Problem scheint eher zu sein, dass Du Dich unterfordert sowie übergangen fühlst. Mein Rat wäre: Atme erstmal tief durch. Und sieh es so herum: Wenn Du nicht voll gefordert bist, hast Du Kapazitäten frei zur Weiterbildung. Das Thema Fort- und Weiterbildung sollte sowieso für jeden Arbeitnehmer stets aktuell sein. Also, was spricht dagegen, eine Weiterbildung anzufangen? Mit höherer Qualifikation hast Du auch einen ganz anderen Standpunkt, wenn es um Lohnverhandlungen oder Neubesetzung von Stellen geht. Das, was Dir bei Deinem aktuellen Arbeitgeber passiert ist, wird Dir auch bei anderen Arbeitgebern passieren. Weglaufen hilft Dir nicht weiter. Also mache das Beste daraus: Suche Dir eine Weiterbildung in Deinem Bereich und ziehe sie durch. Die Kosten dafür kannst Du sogar steuerlich absetzen.

Grüßle,

Egeria


Zitat (Bazillus09 @ 03.12.2011 00:39:31)
Ein Kollege von mir verteilt sie immer nach dem "Lufthol-Prinzip".Immer wenn er im Satz Luft holen würde,setzt er ein Komma.

Genauso halte ich das auch, @Bazillus. Und zu 99% liege ich damit richtig. Nach der - wievielten eigentlich? - Rechtschreibreform kommt man selbst dann aus dem Tritt, wenn man sich einbildet, rechtschreibsicher zu sein. Es ist also keine Schande, hier und da mal ein kleines Fehlerchen drin zu haben.

Im Übrigen finde ich es ebenfalls einen Fall von Größe, dass @LaLeLu von sich aus anbietet, der Kollegin ihren Schriftkram zur Kontrolle vorzulegen. Noch ein kleiner Trick, mit dem ich ebenfalls gerne arbeite: Sicherlich wird der Schreibkram mit dem Computer erledigt. IMMER das Rechtschreibprogramm im Hintergrund mitlaufen lassen! Denn auch mir passiert es zuweilen, dass ich mich vertippe. So kann ich anschließend nochmals drüber schauen und Tippies korrigieren.

Ein weiterer Trick, wenn frau sich nicht sicher ist, ob etwas mit "ss" oder "ß" geschrieben wird: Sich selbst das Wort laut vorsagen. Wenn es lang ausgesprochen wird, wie z.B. "Straße", dann isses ein "ß". Wird es schnell bzw. scharf ausgesprochen, wie z.B. "müssen" dann isses ein "ss". ;)

Grüßle,

Egeria

Zitat (Egeria @ 03.12.2011 15:03:40)

Ein weiterer Trick, wenn frau sich nicht sicher ist, ob etwas mit "ss" oder "ß" geschrieben wird: Sich selbst das Wort laut vorsagen. Wenn es lang ausgesprochen wird, wie z.B. "Straße", dann isses ein "ß". Wird es schnell bzw. scharf ausgesprochen, wie z.B. "müssen" dann isses ein "ss". ;)

Grüßle,

Egeria

Ich hab mir eine Eselsbrücke gebaut: Der Kuss ist nicht scharf. :rolleyes: Alles, was wie Kuss gesprochen wird (muss, Fluss, Nuss u. ä.) bekommt so zwei s. Der Fuß hingegen ist scharf. Also auch der Gruß u. ä. Dumm darf man sein, aber zu helfen muss man sich wissen (hat meine Mutter immer gesagt).

Bingo @Bazillus. Jeder hat so seine eigenen Eselsbrücken, mit denen er/sie arbeitet ;)

Hauptsache ist doch, dass sie funktionieren :)

Meine Ausbilderin sagte schon vor dreißig Jahren, dass man nicht alles wissen müsse, jedoch eine Idee haben sollte, wo man es nachschlagen kann :D

Grüßle,

Egeria


Zitat (Egeria @ 03.12.2011 15:19:36)
Meine Ausbilderin sagte schon vor dreißig Jahren, dass man nicht alles wissen müsse, jedoch eine Idee haben sollte, wo man es nachschlagen kann.

Genau, so halte ich es auch.
Sogar mein Hausarzt hat ab und zu schon mal in einem Buch nachgeschaut. Wichtig ist immer das Ergebnis. :D

Röschtisch @Rumburak :)

Entscheidend ist, was hinten raus kommt. Es ist keine Schande zuzugeben, dass man nicht alles wissen kann. Die Zeiten von Michelangelo - also die Zeiten der Universal-Gelehrten - sind lange vorbei. Das gesamte Wissen der Menschheit hat sich seit dem Mittelalter mannigfach vervielfältigt. Das kann ein Mensch alleine gar nicht mehr im Gedächtnis unterbringen.

Da fällt mir auf: Wo ist denn @LaLeLu abgeblieben?

Grüßle,

Egeria


Zitat (Rumburak @ 03.12.2011 15:28:04)
Genau, so halte ich es auch.
Sogar mein Hausarzt hat ab und zu schon mal in einem Buch nachgeschaut. Wichtig ist immer das Ergebnis. :D

Mein früherer Chef hat immer gesagt: "Ich muss gar nichts wissen. Es reicht, wenn ich einen kenne, der weiß, wo es steht". rofl

Ich habe immer Probleme mit der Zeichensetzung gehabt, da das im Niederländischen eher locker als nach starren Regeln gehandhabt wird, so à la: Beim Luftholen kommt ein Komma, vielleicht, oder wenn die Stimmlage beim Sprechen in die Höhe geht. Oder wenn es sonst Missverständnisse gibt.
An der Uni hier habe ich daher bei einem etwas pingeligen, aber sehr gutem (in jeder Hinsicht!) Professor ein Referat abgegeben, bei dem ich zum Schluss ein halbes dutzend: ,,,,,, reingetiptt habe mit der Bemerkung: "bei Bedarf einzusetzen." :pfeifen: Hat ihn sehr amüsiert. -_-

Bearbeitet von dahlie am 03.12.2011 19:13:52


@dahlie
So ähnlich hat es mein Mann mal in einem Diktat in der Grundschule gemacht. In diesem Diktat wurde vorrangig die Zeichensetzung benotet. Entsprechend hat er im Text die Kommata missachtet und sie statt dessen unter den fertigen Text in eine Reihe gelistet. Darunter schrieb er "husch husch auf eure Plätze!"

Das entsprechende Diktatheft hat er neulich unserem Sohn gezeigt. rofl

Mein Mann war aber insgesamt ein Schlingel in der Schule, hat einige Klopper gebracht. Vor allem konnte er Aufsätze schreiben ... echt Sahne.


@lalelu,

ich glaube nicht dass es vorranging um deine LRS geht. Sowas wird gern nur vorgeschoben. Wenn man zwei gleichwertige Kollegen hat, wird oft nicht nach der Leistung entschieden sondern wen der Vorgesetzte vielleicht einen Ticken besser leiden kann. Das muss nicht mal viel sein. Aber locker bleiben, bleib beim offenen Gespräch, hat mir im Job immer weiter geholfen.

Hatte letztes Jahr das Problem, dass es keine Aufstiegsmöglichkeiten in meinem Bereich gab. Und der depperte Personalfutzie meinte ob ich nicht in einer Spezialabteilung arbeiten will - ich arbeitete zu dem Zeitpunkt bereits in einer Spezialabteilung wo wir Deutschlandweit nur 15 Leute sind - die ganze Firma hat mehrere 1000 MA. Ich hab dann mal blöd gefragt, wie speziell es den noch werden soll???

Habe dann das Gespräch mit dem Personaler abgehakt und bin dann zu meinem direkten Boss gegangen, und wir haben für mich einen ca. 10 Jahresplan für die Zukunft ausgearbeitet. Erster Schritt war ein Accessment - Center zu besuchen um meine Staerken un Schwächen noch besser beurteilen zu können. Das hat viel gebracht.

Dann haben wir halt das Problem - ich bin noch recht jung (naja zumindest sagt man das so), aber gut alle anderen in Führungspositionen sind locker 10 Jahre älter.

Resultat des AC war dann, dass mir noch ein bisschen was an Erfahrung fehlt. Gewisse Dinge hatte ich bereits gemacht, aber das Ausland und ein Verhandlungssicheres Englisch hat mir gefehlt. Ich konnte mir immer weiterhelfen, und kam zurecht auch Emails schreiben war nicht das Problem, aber um es Vertragssicher zu gestalten fehlte mir einfach ein bisschen was. Also haben wir dann beschlossen Erfahrung in einem Land wo die Muttersprache Englisch ist, müsste das richtige sein. Und knapp 10 Monate später war ich hier.

Nimm dir die Zeit die du brauchst, um deine Erfahrungen zu sammeln, und wenn es nicht bei dem gleichen Träger ist, dann wechsel den Arbeitsplatz. Aber mach das nicht überstürzt! Denke gründlich nach und lass dir Zeit die richtige Stelle für dich zu finden.



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