Schlafprobleme oder was ist los?


Hallo ^_^

ich habe seit mehren Monaten einige Schlafauffälligkeiten. Vielleicht einige Allgemeinheiten:
*männlich, 20 Jahre
*Ich arbeite von Mo.-Fr.
*muss daher meistens halb 7 aufstehen, gehe 22 Uhr ins Bett und schlafe gegen 23 Uhr ein
*Alle 2 Monate habe muss ich für jeweils einen Monat erst 7 Uhr aufstehen, gehe dann auch erst 23 Uhr ins Bett und schlafe gegen 0 Uhr ein
*Am Wochenende gehe ich meisten zwischen 0 und 1 Uhr schlafen und stehe dann zwischen 8 und 10 Uhr auf

Das eigentliche Problem: Seit dem ich arbeite habe ich Schlafprobleme. Morgens fühle ich mich immer total mies und unausgeschlafen. Ich habe 0 Bock zur Arbeit zu gehen. In der Woche, als auch am Wochenende schlafe ich etwa 8 Stunden. Nur am Wochenende fühle ich mich viel besser, wenn ich erst ab 8 Uhr aufstehe. Selbst wenn ich 10 Stunden schlafe bin ich am Morgen nicht richtig fit, nur wenn ich bis mindestens 8 Uhr schlafen kann. :(

Dazu kommt noch, dass ich immer etwa eine Stunde brauche um einzuschlafen.

Das nervt mich tierisch und ich weiß nicht was ich dagegen machen kann. Kündigen und einen Job suchen der um 10 Uhr anfängt kommt wohl nicht in Frage. :D

Habt ihr auch dieses Problem und vielleicht eine Lösung parat oder meint ihr das ist nur eine (lange) Übergangsphase?

Bearbeitet von Nepton am 31.12.2011 00:01:11


Der Körper braucht immer einige Zeit, um sich auf neue regelmäßige Aufstehzeiten einzustellen. Du würdest ihm sicherlich einen Gefallen tun, auch am Wochenende die Einschlaf- und Aufstehzeiten von Montag bis Freitag einzuhalten, ebenso während er anderen Arbeitszeit. Das möchten die meisten zwar ungern, aber es hilft dem Körper wenn es jeden Tag die gleichen Zeiten sind, so kann sich die "innere Uhr" besser darauf einstellen.
Natürlich wäre es auch sehr wünschenswert, abends schneller einzuschlafen, klar. Mit was beschäftigst du dich gedanklich, wenn du nicht schlafen kannst? Nimm dir ein Notizbuch und schreibe es auf, am Besten vor dem Zubettgehen. Wenn du so alles ablegst, was dich beschäftigen könnte, schläfst du besser, denn Probleme usw. sollte man nicht mit ins Bett nehmen.

Wenn alle Tipps und Tricks, die es außer diesen so gibt, nicht wirken, ist der Arztbesuch eine Möglichkeit, vielleicht liegt eine körperliche Ursache vor und du musst entsprechend behandelt werden.


Das werde ich doch mal die nächsten 2 Wochenenden ausprobieren.
Ich versuche immer alles was mich belastet vor dem Schlafen zu klären, nur liege ich dann im Bett, drehe mich die ganze Zeit hin und her. Später kommen dann wieder irgendwelche Gedanken, was den oder die nächsten Tage ansteht oder wie ich eine Sache angehe.


Feste Gewohnheiten um Dich aufs Schlafen einzustimmen helfen auch, z. Bsp eine Tasse Tee trinken, bevor Du Dich hinlegst, irgend etwas um abzuschalten und Deinem Körper zu sagen, so, gleich gehts in die Heia, kann natürlich auch eine Tasse Kakao oder heiße Milch sein, oder Du liest noch ein paar Seiten in einem Buch. Aber es muss eben ein Ritual sein, jeden Abend vorm schlafen gehen.

Tante Edit sagt Tippfehler

Bearbeitet von Hippo am 31.12.2011 10:33:14


Hallo Nepton,

aus meiner Sicht muss ich Dir ein großes Kompliment aussprechen. Und das meine ich nicht ironisch. Dass Du so diszipliniert Deine Schlafrythmen einhältst. Im Prinzip dürfte da eigentlich nichts schiefgehen. Ich habe auch immer wieder gelesen, dass täglich wiederkehrende Rituale, wie feste Bettzeiten verschiedene Tätigkeiten am Abend (Lesen, Fernsehen, Tee-Trinken) den Wohlfühlschlaf fördern.

Du hast selbst schon angedeutet, dass Dir Dein Job nicht wirklich gefällt. Könnte der Gedanke davor bei Dir zu so einer Anspannung führen, dass es tatsächlich den Schlaf behindert? Dann könnte es wirklich so sein, dass der Gedankenstress ein Loslassen für einen guten Schlaf erschwert.

Du bist noch recht jung - evtl. noch in Ausbildung? Möglicherweise gibt es andere Berufszweige, die Dir innerlich mehr gefallen. Falls Dir also Deine Berufssituation Missbefindlichkeiten bereitet, könntest Du Dir abends im Bett vielleicht vorstellen, wie es wäre, da eine andere Richtung einzuschlagen. Konkret vorstellen, was Dir Spaß machen würde, Dich bereits in einer entsprechenden Berufssituation sehen, Gedanken zur Umsetzung angehen lassen. Mit einem Lächeln einschlafen ...

Im Ernst. Lächelübungen (kein esoterischer Kram). Wenn man merkt, dass man vor dem Einschlafen ist, Mundwinkel nach oben ziehen. Das ist so ein psychologischer Trick. Die Mimik vermittelt den biochemischen Prozessen im Körper ein Signal. Was mir persönlich auch hilft, ist eine Wärmflasche (nicht zu heiß) an den Solarplexus gekuschelt. So wird das vegetative Nervensystem beruhigt.

Relax, Grüßle Pitz :blumen:

Edit: ... und vielleicht könnte ein Spieleforum helfen - z. B.
https://forum.frag-mutti.de/index.php?showtopic=35870
;) (Du siehst, ich kenn' mich aus)

Bearbeitet von Pitz am 31.12.2011 11:03:59


Da wird es wohl keinen allgemein gültigen Tipp geben. So wie die Vorposter es schon richtig geschrieben haben, sollte man versuchen sich den Rythmen anzupassen.

Es gibt nun mal Menschen, die sind morgens fit, die anderen erst abends. Im Laufe der Zeit gewöhnt man sich früh oder später an die Schlaf- und Aufwachzeiten.

Mir reicht z. B. ein Schlafbedarf von ca. 4 Stunden, dann bin ich ausgeruht und fit. Meine Frau braucht dagegen 10-12 Stunden.

Wobei mir auch ab- und zu passiert, dass ich am Wochenende mal 24 Stunden am Stück durchschlafe.

Sag das aber keinem Facharzt. Der legt auf den Schlaf grössten Wert, sondern schreibt er Dich krank und verordnet Dir heftige Medikamente. Und von den Tabletten erholst Dich im Schlaf nicht.

Edit:
versuchs mal, wie die Frauen es machen:
nach dem Sex pennen die immer sofort ein.

Bearbeitet von labens am 31.12.2011 11:35:02


@Hippo: Abends mache ich immer das Selbe. Entweder sitze ich vor dem PC und schaue eine halbe Stunde vor dem Schlafen gehen noch etwas TV oder ich gucke nur TV und gehe dann ins Bett.

@Pitz: Also Spaß macht mir die Ausbildung schon, auch wenn ich fast fertig bin und seit einigen Monaten schon wie meine fest eingestellten Kollegen arbeite. Körperlich werde ich kaum belastet, fast alles nur Kopfsache. :D Was mich nur nervt ist das frühe Aufstehen und daher kommt diese 0 Bock Stimmung. Sobald ich geduscht habe, etwas im Magen habe und los gehe oder fahre ist alles fast wieder in Ordnung.

Wenn ich mich an das Lächeln kurz vor dem Einschlafen erinnern kann, dann werde ich es auf jeden Fall mal ausprobieren, Danke. :)

@labens: Länger als 8 Stunden halte ich gar nicht im Bett aus. Und Nachmittags oder allgemein wenn es hell ist zu schlafen kann ich gar nicht.
Zum letzten Tipp: Daran werde ich mal arbeiten obwohl ich danach eher hell wach bin. :D


Zitat (Nepton @ 31.12.2011 13:46:06)
Also Spaß macht mir die Ausbildung schon, auch wenn ich fast fertig bin und seit einigen Monaten schon wie meine fest eingestellten Kollegen arbeite.

Aha, @Nepton, da könnte der Hase im Pfeffer liegen. Nämlich bei der Festanstellung. Klar, wenn Du noch in der Ausbildung bist, Dich alsbald auf die Abschlussprüfung vorbereitest und nicht weißt, ob Du anschließend vom Betrieb übernommen wirst, beschäftigt Dich das selbstverständlich. Denn Deine Existenz hängt davon ab. Da wundert es nicht wirklich, dass Du keinen erholsamen Schlaf hast.

Lösungsvorschlag: Frage doch bei passender Gelegenheit mal Deinen Chefe, wie er über eine Übernahme denkt. Eine passende Gelegenheit könnte das monatlich stattfindende Beurteilungs-Gespräch zwischen Ausbilder und Azubi sein. Wenn Ihr ein gutes Verhältnis habt, müsste das doch zu bewerkstelligen sein. Sicher, das kostet Überwindung. Denn die Antwort kann JA oder NEIN lauten. Das kann motivieren und genauso demotivieren. Aber dann hättest Du wenigstens Klarheit und wüsstest, woran Du bist. Selbst wenn der Chef Dich negativ bescheidet, solltest Du nicht vergessen, dass Du die Abschlussprüfung für DICH machst, nicht für den Chef. Dein Lehrabschlusszeugnis sowie die Beurteilung vom Ausbilder sind Deine Eintrittskarte für den nächsten Job. Da ist voller Einsatz gefragt.

Eine andere Möglichkeit könnte noch sein, dass Du eben keine Lerche, sondern eine Nachteule bist. Ich weiß, wovon ich rede. Zu Ausbildungszeiten musste ich schon um SIEBEN Uhr auf der Matte stehen. Die nächsten zwanzig Jahre hatte ich zum Teil gleitende Arbeitszeit und habe das immer weidlich ausgereizt. Seit nunmehr rund zehn Jahren arbeite ich ausschließlich nachts und bin glücklich damit. Denn ich hatte schon immer Probleme damit, morgens um neun frisch gebügelt die Bürotür aufzuschließen ;)

Grüßle und Kopf hoch, das wird schon werden.

Egeria

Nein ehrlich, an der Ausbildung liegt es nicht. Damit meine ich, dass ich zwar noch Auszubildender bin aber schon alleine arbeite und auch solange wie meine ferneingestellten Kollegen. Nur mache ich noch nicht die schweren Sachen und kann immer jemanden fragen. Und übernommen werde ich auch für, wenn ich Interesse habe, die nächsten 3 Jahre.

Ich hatte die letzten Nächte mal den Lächel Tipp von Pitz auprobiert aber das bringt absolut gar nichts. :D


wenn dich in der Einschlafphase wirklich soviel beschäftigt, was wird wie sein usw. versuche bitte wirklich einmal alles aufzuschreiben, was dich beschäftigt, zur Not auch noch im Bett liegend. Damit signalisierst du deinem Gehirn, dass es die Dinge ruhen lassen kann bis zum nächsten Tag, denn durch das Aufschreiben bist du es erst mal los an das Notizbuch. Außerdem kannst du dadurch eher versuchen, dich erst am nächsten Tag mit diesen ungewissen Dingen der Zukunft zu beschäftigen. Das sollte dir helfen, beim Enschlafen weniger zu grübeln.


nicht daran denken, dass du jetzt unbedingt einschlafen mußt. dann bist du garantiert wach.
ich bin auch eine schlechte einschläferin und probiere alles mögliche aus. nun habe ich das glück, dass ich morgens aufstehen, wann ich möchte (meistens jedenfalls). manchmal liege ich von 22 - 5 uhr wach. dann lese ich zwischendurch und versuche dann zu schlafen. neulich habe ich 180 buchseiten geschafft und war immer noch wach.
bei mir legt sich ein schalter um sowie ich das licht ausmache. dann beginnt es im hirn zu arbeiten und alles spukt mir im kopf herum. das ärgert mich aber ich kann es leider nicht ausschalten.

es gibt aber auch bei mir schöne schlafnächte. ich brauche allerdings auch nicht so viel schlaf. mir reichen auch 5 std. man wird ja genügsam!! allerdings lese ich immer vor dem einschlafen. wenn ich es nicht tue, komme ich noch weniger zur ruhe. meistens, bis auf obige ausnahmen, hilft es gut.

eine freundin von mir nimmt sich immer bücher, die ihr so langweilig sind, dass sie davon ermüdet. ist auch eine idee.

trinkst du nachmittags kaffee oder grünen/schwarzen tee? dann könnte es auch sein, dass du abends nicht einschlafen kannst.

du siehst es gibt alles und nichts was hilft. du mußt einfach ein wenig probieren und dir vor allen dingen keinen stress machen, denn der führt wieder zu vielen gedanken und damit zur schlaflosigkeit.
gehe nicht ins bett und denke wieder daran, dass du wachliegen wirst. sage dir einfach "schlafen, schlafen, schlafen". muß nicht laut sein sondern nur gedanklich, dann haben andere sachen keine möglichkeit in deinem kopf herumzuspuken. bei mir hat es schon häufig geholfen.


Ich weiß ja nicht was du arbeitest,aber wenn du dich Körperlich nicht so sehr betätigst hilft meistens wenn man abends noch eine Runde spazieren geht oder Rad fährt.
Nicht richtig auspowern,sondern ganz in Ruhe.
Danach noch eine Tasse Tee...10 Minuten fernsehen oder an den Pc und dann ins Bett.
und vor allem: Nicht mit vollem Magen ins Bett....dann ist man am nächsten morgen nämlich total K.O.


Zitat (Nepton @ 02.01.2012 20:21:35)
Ich hatte die letzten Nächte mal den Lächel Tipp von Pitz auprobiert aber das bringt absolut gar nichts.  :D

Im Prinzip muss es auch nicht unbedingt funktionieren. Ich hatte das mal gelesen - dass die gewollte Mimik (wissenschaftlich veröffentlichte Studien) Endorphine im Körper freisetzt. Seufz.

Auf die Wärmflasche im Bett setze ich gerne - und denke auch erfolgreich.

Aber um noch mal auf das Grinsen beim Einschlafen zurück zu kommen.
Sich angenehme Situationen vorstellen. Z. B. wie toll die bestellte sich in der Küche macht, wie schön die Haare werden nach dem nächsten Friseurbesuch mit neuen Strähnchen, wie das Gesicht der Kollegin (die sich immer über Kollegen lustig macht, die auch mal was in preisgünstigeren Kleidungsgeschäften kaufen) nach der längst verdienten harten Ohrfeige aussieht. Letzteres kann man durch Schlaf auch gut kompensieren. Haderne Gefühle sind am nächsten Morgen traumtechnisch und tiefenpsychologisch schon etwas abgearbeitet.

Hold on :blumen:


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