5 Web Sites und 10 Meinungen: Wer hat denn nun recht?


Hallo,

ich bin verwirrt.
Ich habe folgendes gemacht:
Es gibt ja WebSites, auf denen man sein Netto-Gehalt berechnen lassen kann.
Jetzt habe ich mal ein fiktives Bruttogehalt mit exakt den selben Freibeträgen (Kinder u.ä.), Kirchensteuerangaben usw. auf fünf verschiedenen WebSites eingegeben.
Es kam, wie es kommen musste: es gab auch fünf verschiedene Nettolohnangaben.

Da ich davon ausgehe, dass die Berechnung des Nettolohnes auf Basis der selben Formel(n) geschieht, verwundert mich dieses Ergebnis schon.

Jetzt denke ich aber weiter: mein Arbeitgeber und das Finanzamt sind ja auch unterschiedliche Parteien. Was ist denn nun, wenn beide auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen?
Oder würde sowas dann bei Jahresausgleich auffallen? Nicht dass mir zuwenig ausbezahlt wird und das Finanzamt zusätzlich dann noch die Rückzahlung zu gering berechnet.

Wie seht Ihr das?
Habt Ihr da schonmal Probleme gehabt?

Achja, ich habe beim Gockel das Suchwort "Gehaltsrechner" eingegeben und die ersten fünf Seiten aufgesucht.

Gruß

Highlander

Bearbeitet von Highlander am 19.01.2012 10:59:38


wie wurde dann das ganze ermittelt? Gehalt eingeben und Fertig? oder musstest du Sachen wie Krankenversicherungsbeitragssatz, Rentenversicherung, Geburtsdatum, Kinderfreibeträge, Bundesland etc. pp angeben? denn je nach den genauen Angaben oder ob es ein Durchschnitt ist wird es berechnet...


Nachi,

genauso. Alle abgefragten Daten, sofern ich sie als zutreffend annahm, habe ich bei allen Seiten eingeben. Es kann also keine "Durchschnittsberechnung" gewesen sein. Übrigens, wenn Du gesetzlich versichert bist, ist der Beitrag konstant. Allerdings wurde abgefragt, ob die KK den Zusatzbeitrag verlangt. In diesem fiktiven Beispiel habe ich "nein" gesagt".

Gruß

Highlander


ja du hast recht... ich haben jetzt einfach mal ein paar dieser Rechner ausprobiert mit Originaldaten von mir... so und keiner kam annähernd an den Wert auf dem Lohnstreifen... ich habe festgestellt das es viel zu wenige Auswahlmöglichkeiten da gibt...


Zu wenig angezeigt oder zu viel?

Gruß

Highlander


bei mir kam immer mehr Geld raus als das was der Lohnstreifen anzeigt weil viele Dinge nicht berücksichtigt wurden...


Hm, das ist in der Tat ominös :unsure:

Denn die Lohnsteuertabelle gilt für alle Arbeitnehmer gleichermaßen, der Sozialversicherungsbeitrag ist ebenfalls einheitlich bis hin zum Krankenversicherungsbeitrag, finanzamtseitig eingetragene Freibeträge müssen berücksichtigt werden. Bei der Kirchensteuer bin ich mir nicht sicher, ob die ebenfalls bundesweit einheitlich ist ... müsste sie aber eigentlich.

Was Du tun könntest @Highlander, um etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen, wäre beispielsweise Folgendes: Nämlich die Fragestellung noch breiter streuen, als "nur" bei den Muttis. In der Online-Ausgabe eines deutschen Magazins gibt es eine Rubrik "gewagt gefragt" ...

Grüßle,

Egeria


Zitat (Highlander @ 19.01.2012 10:58:50)
Jetzt denke ich aber weiter: mein Arbeitgeber und das Finanzamt sind ja auch unterschiedliche Parteien. Was ist denn nun, wenn beide auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen?
Oder würde sowas dann bei Jahresausgleich auffallen? Nicht dass mir zuwenig ausbezahlt wird und das Finanzamt zusätzlich dann noch die Rückzahlung zu gering berechnet.



Dazu passt doch dieses Filmchen

Zitat (Egeria @ 19.01.2012 12:24:33)
...
Bei der Kirchensteuer bin ich mir nicht sicher, ob die ebenfalls bundesweit einheitlich ist ... müsste sie aber eigentlich.

...

Egeria,

die Kirchensteuer ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Dafür wird das Bundesland abgefragt.

Gruß

Highlander

was da wohl bei allen fehlt ist der Soli?


Da habe ich 30 Jahre lang mit Lohnsteuertabelle und Beitragstabelle der Sozialversicherungsträger mit dem Taschenrechner die Nettolöhne errechnet.

Bei mir hat das Netto immer gestimmt.Ohne Internet und ohne Computer. :pfeifen:

Und hin- und wieder haben wir von Netto das Brutto hochgerechnet. <_<


Ursache liegt daran, daß die einzelnen Positionen in unterschiedlicher Reihenfolge berücksichtigt werden.
Da nicht mit stetig ableitbaren Funktionen sondern in gestuften Abhängigkeiten gerechnet wird, kann sich die Tabellenstufe bei unterschiedlicher Reihenfolge verschieben.

Überprüft habe ich das nicht. So hat es mir mal jemand, der sich sehr gut in Steuerrecht auskennt erklärt. Der arbeitete für eine Firma die fast nur Software in Sachen Steuer programmierte.



Hallo,

vielleicht schaust du mal unter den Nutzungsbestimmungen, die Du akzeptiert hast, nach, was dort bzgl. Werbung steht
Der hat bei mir immer gestimmt.

Falls du übrigens eine geringfügige Tätigkeit ausübst kann es bei einigen Rechnern andere Ergebnisse geben. Vielleicht lag es ja daran...

Halte Dich bitte an die Regeln.

PS: keine geringfügige Tätigkeit.

Gruß

Highlander

LG
Ilias

Bearbeitet von Highlander am 15.03.2012 21:03:04



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