Oberschenkelhalsbruch: Heute morgen hab ich meine Mutter gefund


Als ich heute früh zur gewohnten Zeit zu meiner Mutter rüberging, sie ist ein Pflegefall und wir leben in einem Doppelhaus, fand ich sie im Badezimmer liegend vor. Sie war in der Nacht beim Gang zur Toilette gestürzt, und lag viele Stunden hilflos mit starken Schmerzen da. Ich konnte sie aus dieser Lage nicht befreien, weil sie vor Schmerzen schrie, ich konnte sie nur zudecken, denn sie war stark ausgekühlt. Zum Glück kam der Notarztwagen sehr schnell. Es war nicht leicht, sie auf die Trage zu legen. Sie ist im Krankenhaus sofort operiert worden. Der Gedanke, daß sie solange da lag, und ich nichts mitbekommen habe, obwohl wir so eng zusammenleben, macht mich ganz fertig. Ich weiß, sie hätte auch fallen können, wenn ich dabei gewesen wäre, aber dann hätte ich sofort helfen können. Eigentlich haben wir die Pflege gut durchorganisiert, aber dieser Fall war unvorhergesehen.


Ach mensch, das ist ja schrecklich ! :trösten: :trösten: :trösten:

Ich hoffe dein Mutter ist schnell wieder auf dem Damm.

Ich kann verstehen, dass du dir Vorwürfe machst, aber das
Vergiss mal ganz schnell wieder. Wer kann denn ahnen, dass sowas
in der Nacht passiert.

Ich wünsch Euch alles Gute !


Das ist ja blöd. Ich kann gut verstehen, dass du dir diese Gedanken machst. Es ist abe rnicht mehr rückgängig zu machen, deshalb hoffe ich, dass du nach vorne schauen kannst. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.

Mach Dir keine Vorwürfe :trösten: , denn sonst dürftest Du das Haus nie verlassen.

Ich wünsche Deiner Mutter alles, alles Liebe und eine erfolgreiche Genesung. Viel Kraft für Euch alle :blumen: :blumen: :blumen:


Liebe NaOmi,

mach Dir keine Vorwürfe. Vielleicht solltest Du mit Deiner Mama aber absprechen, dass sie gerade Morgens, wenn alles noch ziemlich steif ist und der Kreislauf auch noch nicht ganz oben, sie nicht alleine ins Bad geht. Vielleicht wäre hier ein Sitzstuhl für den Toilettengang sinnvoll?!

Weiterhin gibt es eine Art Unterhosen, die ganz dicke Pads auf Höhe der Oberschenkelknochen haben, die genau für diesen Fall da sind. Gute haben eine Absorbtionsrate von bis zu 80 % - nach Angaben der Händler.


Ich kann verstehen, dass Du Dir Gedanken machst.
Aber das passiert und du kannst nichts dafür. Mach Dich frei von Schuldgedanken.
Trotzdem ist es gut, dass sie so nahe bei Dir wohnen kann.
Die besten Wünsche für eine gute Genesung und mach Dir keine Vorwürfe.

Liebe Grüße
Elisabeth


Liebe NaOmi,

erstmals fühle Dich ganz fest :trösten: :trösten: :trösten: .

habe auch jahrelang meine Mutter gepflegt. Da treten Situationen auf, die man auch bei einer gut organisierten Pflege nicht verhindern kann............. Auf jeden Fall hast Du Dich richtig verhalten, als Du sie gefunden hast und nicht kopflos reagiert.

Wie alt ist denn Deine Mutter?

Ganz wichtig ist, daß der Patient so schnell wie möglich nach der OP mobilisiert wird. Also Krankengymnastik, usw. Auch über eine REHA sprechen. Die alten Leute sind von sowas nicht immer begeistert, aber das muß halt sein. Evtl. im Krankenhaus darauf drängen.

Gute Besserung für Deine Mutter, mit freundlichem Gruß

Sophie-Charlotte

Bearbeitet von sophie-charlotte am 09.12.2005 19:11:30


Zitat (sophie-charlotte @ 09.12.2005 - 18:59:43)
habe auch jahrelang meine Mutter gepflegt. Da treten Situationen auf, die man auch bei einer gut organisierten Pflege verhindern kann.............

Liebe Sophie-nicht-Charlotte :D

Ich nehme an, Du meintest: habe auch jahrelang meine Mutter gepflegt. Da treten Situationen auf, die man auch bei einer gut organisierten Pflege NICHT (???????)verhindern kann............. :lol:

Ansonsten gebe ich Dir recht. Die Leute müssen sich dann ganz schnell wieder bewegen - auch wenn es weh tut. Und das tut meist weh :(

Liebe Jaren,

puh,

danke,

daß Du mich auf diesen blöden Schreibfehler aufmerksam gemacht hast !!! (Man sollte nicht ans Telefon gehen.... und sich ablenken lassen.)
Entschuldigung!

Das Thema ist mir aber auch sehr an die Nieren gegangen, wegen meiner Mutter.

:blumen:


Danke erstmal. Mutter ist 81 Jahre und schon lange psychisch krank. Das erschwert einiges, weil die Einsicht völlig abhanden gekommen ist. Es wird schwer sein, sie zu mobilisieren. Sie ist jahrelang nicht mehr aus ihrem Haus gegangen und lehnt alle Kontakte ab, außer zu mir natürlich. Eigentlich bin ich jetzt ihre Mama, und deshalb tut es mir so wahnsinnig leid, daß sie solange da liegen mußte. Es könnten leider an die 9 Std. gewesen sein. Ich habe alles so gut im Auge gehabt, aber die getrennten Wohnungsbereiche ware aufgrund der psychischen Zustände nötig, sonst hätten wir es nicht immer ertragen können. Es ist aber nur ein Schritt zur nächsten Tür. Ihre Wohnug ist behindertengerecht mit allem, was sein muß. Sie morgens nicht allein aufstehen zu lassen, ging wegen der starken Unruhezustände nie, sie lief überwiegend auf und ab, auch nachts. Ob sie nochmal auf die Beine kommt ist fraglich, aber die OP hat sie recht gut überstanden und war gut ansprechbar. Das größte Problem für sie ist, ohne mich im Krankenhaus sein zu müssen.


Gruß NaOmi

















nochmal vielen Dank für Eure Anteilnahme


Mach Dir keine Vorwürfe denn so was kann immer vorkommen. Ich wohne auch mit meiner 85 jährigen Mutter in einem Doppelhaus, auch wenn ich abends immer nochmal nach ihr sehe, sie muß aber zum Schlafen immer in den 1. Stock und da könnte auch täglich was passieren. Meine Erfahrung von über 40 Jahren im Krankenhaus sagt aber das es oft erstaunlich ist wie fit die alten Leute heute nach einem Schenkelhalsbruch wieder werden vor allem wenn sie hinterher gleich eine Reha machen. Für andere ist es aber auch der Anfang vom Ende. Ich wünsche Dir auf jedenfall das Du egal wie es ausgeht nicht mit ständig schlechtem Gewissen durch die Gegend rennst. Du kannst nichts dafür :trösten: :trösten: :trösten: :trösten:


Zitat (omi @ 09.12.2005 - 23:43:51)
Mach Dir keine Vorwürfe denn so was kann immer vorkommen. Ich wohne auch mit meiner 85 jährigen Mutter in einem Doppelhaus, auch wenn ich abends immer nochmal nach ihr sehe, sie muß aber zum Schlafen immer in den 1. Stock und da könnte auch täglich was passieren. Meine Erfahrung von über 40 Jahren im Krankenhaus sagt aber das es oft erstaunlich ist wie fit die alten Leute heute nach einem Schenkelhalsbruch wieder werden vor allem wenn sie hinterher gleich eine Reha machen. Für andere ist es aber auch der Anfang vom Ende. Ich wünsche Dir auf jedenfall das Du egal wie es ausgeht nicht mit ständig schlechtem Gewissen durch die Gegend rennst. Du kannst nichts dafür :trösten: :trösten: :trösten: :trösten:

Danke für Deine lieben Zeilen. Das mit dem Schlechten Gewissen ist nicht so arg , das Mitgefühl für diese Zeit der Hilflosigkeit ist schon stärker. Ich bin ja auch jeden Abend immer rüber, wenn sie ins Bett ging, tagsüber habe ich sie zu den Mahlzeiten und zur Plauderstunde hergeholt, nur eins ist mir jetzt auch klar, ein Notruf am Handgelenk, über den ich auch wohl schon nachgedacht habe, hätte ihr diese leidvollen Stunden vielleicht erspart. Aber leider macht man das oft erst nach so einer Erfahrung. Meine Empfehlung an ALLE, die wie ich, sich um ihre alten Eltern kümmern. Lieber früh genug dafür sorgen, ich wollte ich hätte es auch gemacht, man schiebt sowas immer wieder auf, wenn alles gut geht.

LG NaOmi

Liebe NaOmi,
mach dir bitte keine Vorwürfe, du brauchst deine Kraft gerade jetzt und vor allem dann, wenn deine Mutter wieder nachhause kommt.

So etwas ist unvorhersehbar. Auc ich habe in jungen Jahren meinen Schwiegervater gepflegt, er hat im Nachbarhaus gewohnt und am Morgen bin ich auch immer mit gemischten Gefühlen hingegangen.

Vielleicht gelingt es dir für die Zeit nach dem KH-Aufenthalt doch eine Pflege für die Nacht zu organisieren. Bei uns gibt es so etwas, die bleiben in der Wohnung, wenn nötig Tag und Nacht. Aber wenn deine Mutter alle Kontakte ablehnt wird es schwierig sein. Versuche es trotzdem.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit, liebe Grüße

Flodo2002


Zitat (NaOmi @ 10.12.2005 - 08:05:46)
nur eins ist mir jetzt auch klar, ein Notruf am Handgelenk, über den ich auch wohl schon nachgedacht habe, hätte ihr diese leidvollen Stunden vielleicht erspart. Aber leider macht man das oft erst nach so einer Erfahrung. Meine Empfehlung an ALLE, die wie ich, sich um ihre alten Eltern kümmern. Lieber früh genug dafür sorgen, ich wollte ich hätte es auch gemacht, man schiebt sowas immer wieder auf, wenn alles gut geht.

LG NaOmi

Tschuldigung NaOmi,

aber da muss ich Dir widersprechen.
Mein Vater hatte einen Notrufknopf und hat ihn nicht benutzt, weil er keine Hilfe wollte. Freitag irgendwann ist er gestürzt und Montag morgens fand ihn die Pflegehilfe. Er war bei vollem Bewußtsein und konnte sich nur nicht bewegen. Dann kam er ins Krankenhaus, aber da war es schon zu spät. Zwei Wochen später war er tot. Denn bei drei Tagen hat er eine Unterkühlung, der Bruch hatte sich wohl entzündet ect. pp.

NaOmi, Du kannst nur tun, was in Deinen Kräften steht - mehr nicht.

Zitat (Jaren @ 10.12.2005 - 13:22:51)
Zitat (NaOmi @ 10.12.2005 - 08:05:46)
nur eins ist mir jetzt auch klar, ein Notruf am Handgelenk, über den ich auch wohl schon nachgedacht habe, hätte ihr diese leidvollen Stunden vielleicht erspart. Aber leider macht man das oft erst nach so einer Erfahrung. Meine Empfehlung an ALLE, die wie ich, sich um ihre alten Eltern kümmern. Lieber früh genug dafür sorgen, ich wollte ich hätte es auch gemacht, man schiebt sowas immer wieder auf, wenn alles gut geht.

LG NaOmi

Tschuldigung NaOmi,

aber da muss ich Dir widersprechen.
Mein Vater hatte einen Notrufknopf und hat ihn nicht benutzt, weil er keine Hilfe wollte. Freitag irgendwann ist er gestürzt und Montag morgens fand ihn die Pflegehilfe. Er war bei vollem Bewußtsein und konnte sich nur nicht bewegen. Dann kam er ins Krankenhaus, aber da war es schon zu spät. Zwei Wochen später war er tot. Denn bei drei Tagen hat er eine Unterkühlung, der Bruch hatte sich wohl entzündet ect. pp.

NaOmi, Du kannst nur tun, was in Deinen Kräften steht - mehr nicht.

Danke Jaren, ich weiß. Das ist ja sehr tragisch, wie es mit Deinem Vater gelaufen ist. Ich habe auch immer getan, was in meinen Kräften steht, aber ich habe mir auch helfen lassen, denn man muß nicht alles selbst machen. Es ist ja nicht einfach wenn alte Eltern Hilfe brauchen, aber ich habe zum Glück auch ein Beispiel in meiner Familie, daß das Alter nicht unbedingt nur mit Krankheit und Hilflosigkeit zusammenhängt. Ich habe eine Patentante, die ist 92 Jahre alt und ein absolutes Musterbeispiel an geistiger und körperlicher Fitheit. darüber kann man froh sei, aber es ist nicht selbstverständlich, aber schön, daß es sowas auch gibt.

LG NaOmi :blumen:

Genau NaOmi keine Vorwürfe sowas kann jeder passieren.
Selbst wenn der Partner oder Partnerin neben dir liegt kann so was unangenehmes passieren.
Wie vielen schlafen und der Parnter möchte keine stören und inzwischen ist was schlimmes passiert und hinter her macht man sich Vorwürfen.

Bearbeitet von internetkaas am 10.12.2005 14:55:49



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