Ich sch%&$% drauf Deutscher zu sein...... ...Provokation,Wahrheit, Lüge-16jährige!


Meine Tochter - 16 1/2 malte heute abend auf ein altes weißes T-Shirt
den provokanten Spruch "Ich scheiss drauf Deutscher zu sein!"
und wunderte mich dann, dass ich gerne mit ihr darüber diskutieren
wollte.

Ich habe dann mal hinterfragt, wie sie das meinte, ob sie keine
Deutsche mehr sein wolle, ob sie auswandern möchte, die türkische
oder amerikanische Staatbürgerschaft annehmen wolle? Sie meinte
dann, das der Spruch für sie dasselbe aussagen würde wie : Ich bin
nicht stolz darauf ein Deutscher zu sein! - Verwies dann auf Greueltaten
der 30er und 40er Jahre.

Wie steht ihr dazu: findet ihr das eine reine Provokation? Fühlt ihr euch
auch noch für die Untaten des Dritten Reiches in irgendeiner Art und
Weise verantwortlich? Wie steht ihr zu eurer Staatbürgerschaft- so sie denn
deutsch ist?


Ich mit meiner Herkunft bzw. der meiner Eltern hab da ja sowieso n geteiltes Gefühl da mitbetroffen.
Aber ich sags so: Kein Mensch der so um 1930 und später geboren wurde kann was dafür, dass Deutschland in der Zeit ne Quelle des Hasses war. Ich kann nix für die Sachen, die vor meiner Zeit passiert sind. Aber jeder heute kann und muss was dazu beitragen dass sowas hier nicht wieder passiert. Und da ist auf ganzer Linie versagt worden. Leute gucken weg wenn n Typ mit dunkler Haut zusammengekloppt wird und son Kack.

Stolz ist n beschissenes Wort. Man kann auf was stolz sein wozu man selber was beigetragen hat. Ok Deutschland hat große Dichter und Denker hervorgebracht. Aber die haben alles ohne meine Hilfe verfasst. Da hab ich keinen Anteil dran. Stolz kann ich nur sein wenn mit meinen Steuern gute Sachen finanziert werden und ich n guter Bürger bin, hilfsbereit und ehrlich und all diese Tugenden.

Bin sowieso mehr mulikulturell erzogen worden und hab keine besondere Affinität zu Deutschland bloß weil ich nen deutschen Ausweis hab. Hier sind meine Familie, meine Freunde und sowas. Hätte auch woanders sein können.


Zitat (anitram.sunny @ 12.12.2005 - 23:32:50)
Meine Tochter - 16 1/2 malte heute abend auf ein altes weißes T-Shirt
den provokanten Spruch "Ich scheiss drauf Deutscher zu sein!"
und wunderte mich dann, dass ich gerne mit ihr darüber diskutieren
wollte.

Ich habe dann mal hinterfragt, wie sie das meinte, ob sie keine
Deutsche mehr sein wolle, ob sie auswandern möchte, die türkische
oder amerikanische Staatbürgerschaft annehmen wolle? Sie meinte
dann, das der Spruch für sie dasselbe aussagen würde wie : Ich bin
nicht stolz darauf ein Deutscher zu sein! - Verwies dann auf Greueltaten
der 30er und 40er Jahre.

Wie steht ihr dazu: findet ihr das eine reine Provokation? Fühlt ihr euch
auch noch für die Untaten des Dritten Reiches in irgendeiner Art und
Weise verantwortlich? Wie steht ihr zu eurer Staatbürgerschaft- so sie denn
deutsch ist?

Also, ich identifiziere mich nicht mit den Greueltaten der Weltkriege. Ich war damals noch nicht da, warum sollte ich mich schuldig fühlen? Ich bin dafür nicht verantwortlich. Deutschland hat draus gelernt und das ist gut so.
Schlimm genug, dass man nicht sagen darf, dass man stolz ist, Deutscher zu sein, weil das immer so einen Nachgeschmack hat, aber ich finde unser Land ok. Wir sollten froh sein, hier geboren zu sein, es gibt Länder, wo es die Menschen schwerer haben, sei es Gesundheitswesen, Bildung oder Soziales.

Freilich, hier ist es nicht so warm, wie im Süden, unsere Sprache ist so melodisch, wie die Geräusche, die ein Traktor verursacht, die Bilder vom Ballermann unserer Mitmenschen jeden Sommer sind beschämend, Vorfahren haben Weltkriege angezettelt und die Deutschen sind von Haus aus pessimistisch.....aber hey, wenn man die andere Seite sieht, kann man dankbar sein, hier zu leben.

Ich finde den Werbespot "Du bist Deutschland" super-gut getroffen. Davon sollte sich jeder was rausnehmen.

Aber alles in allem sollte man sich doch eher als Europäer mit deutschen Wurzeln betrachten. :)

Was zur damaligen Zeit in Deutschland passiert ist, ist durch nichts zu entschuldigen. Wir - auch die dritte Generation nach dem Hollocaust - muss dafür sorgen, das sowas nicht wieder passiert.

Trotzdem bin ich stolz darauf deutscher zu sein und in Deutschland zu leben! Die Bürger deutschlands haben viel erreicht. Wir haben eine Menge aus dem Land gemacht. Auferstanden aus Ruinen ... ach ne, das war die andere Baustelle :rolleyes: ^_^

Provokation? Eher Hilferuf oder Äußerung über den Unmut mit dem derzeitigem System und/oder Regierung? Mit 16 Jahren wird man durch Dinge belastet, die ehe unüblich sind ... Stichwort mangel an Ausbildungsstellen! Da hätte ich auch schnell die Schnauze voll und würde mir Gründe suchen um das kaputt zu machen, was mich kaputt macht.


"Ich bin stolz ein Deutscher zu sein" ist genauso beknackt wie stolz weiß, schwarz, italienisch, türkisch, Mann, Frau, groß, klein, blauäugig, zweibeinig oder sonstwas zu sein. Das ist ne Sache auf die man keinen Einfluss hat. Sowas stört mich bei jedem der sowas sagt. Gibt ne Menge auf die jeder für sich stolz sein kann glaub ich wenn man n anständiges Leben geführt hat.
Wenn man z. B. seine Kinder liebt und gut erzieht, denen Werte vermittelt. Ist ne Sache die packt nicht jeder und darum kann man da stolz drauf sein. Eigene Leistung ist n Grund für Stolz, Wissen und Können. Mehr nicht. Auf Besitz scheiß ich, der kann von heute auf morgen weg sein, geklaut, gewonnen, geschenkt.


Aneckenwollen ist in dem Alter normal und vergeht auch wieder. Ob das ein provokanter T-Shirt-Spruch ist oder Anti-Style, bestimmte Musik oder whatever.


Ich glaube aus dem provokanten Spruch spricht in erster Linie Angst. Angst vor der Zukunft, Angst vor dem was noch an Verzicht auf uns Alle, aber mit Sicherheit auf die jungen Leute zukommt. Mit 16 ist man sich noch nicht darüber im Klaren das man es selbst in der Hand hat selbst unter bescheidensten Lebensumständen glücklich und zufrieden zu sein. Die heute 16jährigen sind von uns als Eltern und Großelterngeneration ja noch gnadenlos verwöhnt worden. Sie kennen nichts anderes als das alles immer da war, wie das teilweise finanziert wurde und welchen Spagat und welchen Verzicht die Eltern oft auf sich nehmen mußten um die Wünsche der Kinder zu erfüllen wissen die Jugendlichen in dem Alter noch nicht so genau. Man fängt langsam an sie mit dem sogenannten Ernst des Lebens zu konfrontieren, sie merken das sie gar nicht so einmalig sind in ihrer Schlaraffenlandmentalität - das sehr viele so denken, aber das Schlaraffenland gibt es nicht mehr und die Eltern die heute noch beide ihre Arbeit haben sind auch rar geworden. Es ist ganz natürlich das die Kinder dies auf den Staat schieben da sie ob zu Hause oder aus den Medien immer vorgekaut bekommen wie schlimm und ungerecht alles geworden ist in Deutschland. Ich kann diese Angst verstehen.

Trotzdem muß ich aus meiner Sicht sagen ich bin stolz auf das was ich unter schwierigsten Bedingungen als zu 90% trotz Ehemann Alleinverdiener auf die Beine gestellt habe. Ich habe meine Kinder trotz vollschichtiger Berufstätigkeit im Wechselschichtdienst zu anständigen, hilfsbereiten, fröhlichen optimistischen und bescheidenen und fleissigen Menschen gemacht, ich habe mir billig ein altes Haus gekauft und es in fast 30 Jahren zu einem Schmuckkästchen gemacht. Ich bin trotz alledem mindestens 1 x im Jahr in den Urlaub gefahren, ich war mit Zeit, Liebe, Einfühlungsvermögen für viele Leute da wann immer sie meinen Beistand gebraucht haben und heute bin ich für meine Enkelkinder da. Ich war immer optimistisch, auch wenn mir das Wasser sehr oft bis weit über der Unterlippe stand. Ich bin stolz darauf das ich in ein Land geboren wurde welches mir den Rahmen geschaffen hat all dies zu erreichen. Und ich werde diesem Land die Achtung gewähren die es verdient.


Zitat (omi @ 13.12.2005 - 00:22:06)
Ich bin stolz darauf das ich in ein Land geboren wurde welches mir den Rahmen geschaffen hat all dies zu erreichen.

Bei allem anderen stimm ich dir zu. Aber Stolz hat nix mit Zufall zu tun. Ist nicht dein Verdienst, dass du nen deutschen Pass hast und hier geboren wurdest. Also gibts keinen Grund stolz zu sein.

Zitat (Kalle mit der Kelle @ 13.12.2005 - 00:29:13)
Zitat (omi @ 13.12.2005 - 00:22:06)
Ich bin stolz darauf das ich in ein Land geboren wurde welches mir den Rahmen geschaffen hat all dies zu erreichen.

Bei allem anderen stimm ich dir zu. Aber Stolz hat nix mit Zufall zu tun. Ist nicht dein Verdienst, dass du nen deutschen Pass hast und hier geboren wurdest. Also gibts keinen Grund stolz zu sein.

Lieber Kalle, ich wäre auch in jedem anderen Land das mir die Möglichkeit geboten hätte mein Leben so zu leben wie ich es gelebt habe und was ich erreicht habe stolz, denn

- ich habe aus dem gegebenen Rahmen das optimale gemacht -

für mich hat das nichts mit einem deutschen Pass zu tun. Denn ich habe russische und französische Vorfahren allerdings schon vor etlichen Generationen

Ist ne komplett andere Aussage als vorher. Da hat du dich drauf bezogen dass du stolz drauf bist in nem Land geboren zu sein das dir sowas ermöglicht hat. Stolz auf das sein, was man aus sich gemacht hat, klaro, und wenn man sich was aufgebaut hat. Aber genau das hast du in deinem ersten Beitrag eben nicht gesagt. Lies nach.


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 13.12.2005 - 00:41:37)
Ist ne komplett andere Aussage als vorher. Da hat du dich drauf bezogen dass du stolz drauf bist in nem Land geboren zu sein das dir sowas ermöglicht hat. Stolz auf das sein, was man aus sich gemacht hat, klaro, und wenn man sich was aufgebaut hat. Aber genau das hast du in deinem ersten Beitrag eben nicht gesagt. Lies nach.

Schon spät heute Abend, habe mich nicht klar genug ausgedrückt, danke das Du mir die Möglichkeit gegeben hast das zu berichtigen

Mach ich doch gerne Omi! :blumen: :blumen: :blumen: :blumen: :blumen:


Stolz drauf... einer bestimmten Nationalität anzugehören? :blink:

"Wo Gott dich hinsät, da sollst du blühen", fällt mir da irgendwie ein.
Stolz bin ich eher auf eine gute Leistung oder etwas Dolles geschafft zu mhaben. Oder darauf, mal was Schwieriges gemeistert zu haben. Also eher auf ganz normale menschlich-erstrebenswerte Dinge.

Darauf, daß ich deutsch bin, hatte ich bei meiner Geburt keinen Einfluß. Ebensogut hätte ich im Slum in Hinterindien das Licht der Welt erblicken können.
Also könnte ich genausogut auch sagen: sch(&%$$ drauf, Deutscher zu sein.
Mach ich aber auch nicht. Weil ich mein Land, trotz mancher Schwierigkeiten mag, und mich dem verbunden fühle. Kommt daher, daß ich nun mal hier geboren bin. Könnte sonst auch ein stolzer Inder oder Eskimo sein.
Wo man hingestellt wird, ist egal- wie man dasteht (und was man aus seinem Leben macht) ist alles.


Vielleicht solltest du deinem Töchterchen mal erklären, wie es in andern Ländern aussieht mit sozialer Absicherung oder dem Schulsystem. Dann ist sie bestimmt wieder froh, in Deutschland zu sein.
Bin ja noch recht nah an ihrem Alter dran. Da gings eigentlich erstmal nur darum sich abzugrenzen um Individualität zu zeigen. Das geht eben bei jedem in eine andere Richtung ;)


@ anitram..

Deine Tochter hat einfach mal Recht !! (stell ich jetzt mal so in den Raum)

Aus eigener Erfahrung mit "Glatzen" und Jugendlichen die "Stolz" drauf sind täutsche zu sein,kann ich nur sagen.....

DIES ist ein KLEINER Planet,KEINER kann was dafür WANN oder WO er geboren wurde.

Der Spruch :"Ich bin (b.z.w. kann) FROH (s)ein deutscher zu sein" trifft wohl eher zu.

Was mich persönlich angeht; so behaupte ich; nochnichtmal froh sein zu können überhaupt auf diesem Planeten zu verweilen.

DER PLANET IST WUNDERSCHÖN :wub: :wub: :wub: :wub: :blumen: :blumen: :headbang: :headbang: :headbang: :blumenstrauss: :blumenstrauss: :blumenstrauss:...
Doch das was die "Krönung der Schöpfung" rofl rofl rofl daraus macht ist unter aller Sau :( :( :(

Und nüüü...
Um das Füllhorn meiner unendlichen Güte etwas zu erleichtern,fülle ich "Kalles" Kelle, mit Zustimmung und Hochachtung, für die Beiträge, die er zu DIESEM Thema hier geschrieben hat. :gestatten: :gestatten:


Zitat (Gordon Shumway @ 13.12.2005 - 09:50:54)
DIES ist ein KLEINER Planet,KEINER kann was dafür WANN oder WO er geboren wurde.


:blink: Viele Kinder verwünschen Ihre Eltern weil sie der Grund dafür sind auf diese Welt gebracht worden zu sein. :blink:

Zitat
DER PLANET IST WUNDERSCHÖN            ...
Doch das was die "Krönung der Schöpfung"    daraus macht ist unter aller Sau   

Da hast du leider Recht :heul:

Zitat (anitram.sunny @ 12.12.2005 - 23:32:50)
Meine Tochter - 16 1/2 malte heute abend auf ein altes weißes T-Shirt
den provokanten Spruch "Ich scheiss drauf Deutscher zu sein!"
und wunderte mich dann, dass ich gerne mit ihr darüber diskutieren
wollte.

Hi Sunny,

daß deine Tochter mit ihrer T-Shirt-Parole, die zunächst mal nur der Abgrenzung von den Glatzenparolen und damit der eigenen Identitätsfindung dient, sich eindeutig von den Rechtsradikalen distanziert, wäre für mich zunächst mal ein Anlaß, stolz auf meine Tochter zu sein und ihr das auch zu zeigen! :blumen:

Daß Parolen immer auch grobe Verallgemeinerungen sind, die bei einer guten Gelegenheit in Gesprächen dann differenziert betrachtet werden sollten, ist sicher auch richtig.

Lieben Gruß
chris

Zitat (Osnadrücker @ 12.12.2005 - 23:49:41)
Was zur damaligen Zeit in Deutschland passiert ist, ist durch nichts zu entschuldigen. Wir - auch die dritte Generation nach dem Hollocaust - muss dafür sorgen, das sowas nicht wieder passiert.


du sagst es, wir müssen dafür sorgen, dass sowas nicht wieder passiert.

die grauen von damals dürfen nicht in vergessenheit geraten, aber noch wichtiger finde ich die gegenwart.

es gibt immer noch vorurteile und ausländerhass in deutschland, intoleranz gegen alles was anders ist. ich würde sogar mal behaupten heute viel mehr als vor 20-25 jahren und das finde ich sehr traurig.

Hallo anitram.sunny, wir (Männe, 14jährige Tochter und ich) haben das grad mal diskutiert. Auf der Schule unserer Tochter sind Sprüche oder Abzeichen, die eine Gruppe oder eine Nationalität verunglimpfen absolut verboten. Ich verstehe schon, dass deine Tochter sich abgrenzen will und Teenies in diesem Alter stehen auf drastische Mittel, mit denen sie andere schocken können. Aber auch wenn sie es gut gemeint hat, stößt sie doch Menschen damit vor den Kopf. Dass man in ein Land geboren wurde, ist purer Zufall (sofern man nicht an eine göttliche Vorsehung glaubt). Stolz sein kann ich persönlich nur auf dass, was ich selbst erreicht habe. Die Familie meines Mannes kommt aus den Niederlanden, lebt aber schon seit mehreren Generationen in Deutschland. Außer dem Nachnamen ist nichts von der holländischen Vergangenheit geblieben. Trotzdem werden wir oft auf die Herkunft des Namens angesprochen. Die Wurzeln sind da und dessen sollte man sich auch bewußt sein.
Leider ist den Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg jeder Patriotismus ausgetrieben worden. Länder wie Amerika (o.k. ist vielleicht nicht das beste Beispiel) oder Frankreich haben da weitaus weniger Probleme. Ich denke, Deutschland hat in den letzten Jahren sich als lernfähig, weltoffen und hilfsbereit erwiesen. Das sollte man auch anerkennen.

Sorry,wenn ich mich jetzt ein bißchen verrannt habe, habe einfach so geschrieben, wies mir in den Sinn kam.


Ich frage mich nur, ob 12 Jahre Sch$§I§ in Deutschland alles andere, was Deutsche hervorgebracht haben, kaputtmachen kann.

NEIN!

Man kann ruhig auf Deutschland stolz sein, auch wenn es momentan den Bach hinuntergeht.


Zitat (VIVAESPAÑA @ 13.12.2005 - 10:31:35)
es gibt immer noch vorurteile und ausländerhass in deutschland, intoleranz gegen alles was anders ist. ich würde sogar mal behaupten heute viel mehr als vor 20-25 jahren und das finde ich sehr traurig.

Joooooo seh ich auch so. Von Antisemitismus will ich mal gar nicht reden. Es wird immer schlimmer und das wundert mich nicht. Mit Internet kann man super Kontakte in alle Welt knüpfen und sich austauschen, das gilt auch für irgendwelche Ärsche die nicht bloß Gutes im Sinn haben. Von Kinderfickern bis Glatzen, diese Dreckstypen sind super organisiert und das mit viel weniger Aufwand als früher und einfacher und billiger.

12 Jahre Scheiße sind als Zahl nicht viel aber trotzdem war diese Zeit so gewaltig und intensiv, dass das noch sehr lange nachwirken wird. Einerseits gut damits nicht vergessen wird und die Opfer auch nicht, andererseits schlecht weils immer mehr Anhänger von diesem Kack gibt die finden dass der Scheitel damals alles richtig gemacht hat. Ich brauch mich bloß umzuhören was so mancher ohne Job von sich gibt. Ja es gab ne Zeit in Deutschland da hatten alle Deutschen Arbeit und es herrschte Ordnung und Disziplin. :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash: :labern: :labern: :labern: :labern: :labern: :labern: :labern: :labern: :labern: :labern:

"Ja es gab ne Zeit in Deutschland da hatten alle Deutschen Arbeit und es herrschte Ordnung und Disziplin." Klar. Es hat in Deutschland noch nie soviele ungesühnte Verbrechen gegeben wie zur Zeit des Dritten Reiches, weil "man war ja in der Partei und da wusch eine Hand die andre."(O-Ton eines ehemaligen SS-Offiziers der bei uns in der Nähe wohnte und mit dem ich einige sehr interessante Gespräche über "damals bei Adolf" geführt habe)."Ordnung und Disziplin" sahen oft so aus das man begangene Straftaten oft als Vorwand benutzt hat um unliebsame "Regimegegner" aus dem Weg zu räumen(Verhaftung,scharfes Verhör mit anschließender Hinrichtung oder Deportation in ein KZ).Daß die Betroffenen meist gar nichts mit den Straftaten die man ihnen anhängte zu tun hatten,spielte dabei kaum eine Rolle.Natürlich wurden auch Verbrechen wirklich aufgeklärt und die Schuldigen gefaßt, aber es gab eben auch diese zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit und Behördenwillkür -flächendeckend und im großen Stil.

Gruß,
Alf

Bearbeitet von Alf am 13.12.2005 23:43:10


Zitat (Alf @ 13.12.2005 - 23:38:03)
"Ja es gab ne Zeit in Deutschland da hatten alle Deutschen Arbeit und es herrschte Ordnung und Disziplin." Klar. Es hat in Deutschland noch nie soviele ungesühnte Verbrechen gegeben wie zur Zeit des Dritten Reiches, weil "man war ja in der Partei und da wusch eine Hand die andre."(O-Ton eines ehemaligen SS-Offiziers der bei uns in der Nähe wohnte und mit dem ich einige sehr interessante Gespräche über "damals bei Adolf" geführt habe)."Ordnung und Disziplin" sahen oft so aus das man begangene Straftaten oft als Vorwand benutzt hat um unliebsame "Regimegegner" aus dem Weg zu räumen(Verhaftung,scharfes Verhör mit anschließender Hinrichtung oder Deportation in ein KZ).

Gruß,
Alf

und alles legitimiert durch die damaligen Gesetze :wallbash: (und wieder fehlt ein Kotzsmilie :angry: )

Bearbeitet von Bücherwurm am 13.12.2005 23:46:13

Das weiß jeder Dorftrottel, auch die die so nen Kack von sich geben aber über die Hintergründe nachdenken wollen die dann auch nicht oder wollen mit allen Mitteln provozieren. :nene: :nene: :nene: :nene: :nene:


Zitat
und alles legitimiert durch die damaligen Gesetze  (und wieder fehlt ein Kotzsmilie)


Klar. Rein äußerlich mag das nicht so sehr aufgefallen sein wenn man sich die veröffentlichten Gesetzestexte aus der Zeit ansieht. Aber es gab eben auch die GeStaPo,deren Handlungsbefugnis war beinahe uneingeschränkt und die für das Vorgehen dieser Foltermördertruppe verfassten Regelwerke waren der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Oh je - das sind viele Fragen und jede einzelne bedarf einer überlegten Antwort.

Ich denke ähnlich wie Chris: Die Parole ist eine klare Abgrenzung gegen die Glatzenparolen. Deine Tocher bezieht also einen Standpunkt, den ich nicht verwerflich finden kann. Die Wortwahl ist zugegebener Weise deftig:

"Ich scheiss drauf, Deutscher zu sein". Leider haben das Sprüche so an sich, dass sie verkürzen und auch provozieren wollen.

Du hast ja mit deiner Tocher gesprochen und sie verwies auf das Dritte Reich und da hat sie Recht. Es gibt keinen Grund, darauf stolz zu sein, und dass die Erinnerung wach gehalten werden muss, keine Frage! Das sollte sie auch wissen.
Und es kann sich auch keiner herausreden mit der Gnade der späten Geburt - es sei denn er ist geschichtsvergessen.

Aber es sind zwei Seiten, sich zu seiner geschichtlichen Verantwortung zu stellen und um sie zu wissen und dann Folgerungen für die Zukunft zu ziehen.

Und die machen sich eben nicht an Nationalitäten fest, sondern im Handeln und an dem, was gerade passiert.

Aber ich denke, sie hat gerade begonnen, die Vergangenheit zu begreifen, so wie die Älteren unter uns es auch schmerzlich begreifen mussten (mein Opa war grosser Nazi). Meine Reaktion, als ich es begriff, was da geschehen ist, war ähnlich wie die deiner Tocher und meine Mutter musste mir bei Familienfeiern mehr als einmal ans Bein treten.

Bleibt im Gespräch, diskutiert die Schuldfrage (kollektive Schuld vs. individuelle Schuld) und sie wird reifen.

Es geht hier nicht um Staatsangehörigkeiten, es geht um junge Menschen, die eine Idendität finden wollen, egal ob in Zaire oder hier bei uns in Deutschland. Und das geht nur in einem Prozess der Ablehnung und der gleichzeitigen Integration.

Wenn du mich fragst, ob ich stolz bin ein Deutscher zu sein. Ich sage dir glatt nein.
Wenn du mich fragst, ob ich stolz auf Deutschland bin, sage ich glatt ja.

Verstanden?


Zitat
Das weiß jeder Dorftrottel, auch die die so nen Kack von sich geben aber über die Hintergründe nachdenken wollen die dann auch nicht

Weil sie es nicht können.Über etwas nachzudenken und sich (selbst)kritisch damit zu befassen setzt voraus daß man 1.)kritisches Denken gelernt hat, es beherrscht und 2.) in der Lage ist die Sache mit der man sich gedankenmäßig auseinandersetzt überhaupt vorab erst einmal begriffen zu haben.
Und diese Fähigkeiten scheinen in unserer heutigen Zeit in der man überall nur noch denken läßt statt sich die Dinge selbst zu erarbeiten :angry: immer mehr dahinzuschwinden :( .

ich werde sicher nicht auf dich und deine braune scheiße eingehen und bitte die morderatoren, dieses posting umgehend zu löschen und "christian.wilhelm" zu blocken.

mir kommt´s hoch bei deinem beitrag! :labern: :labern: :kotz: :kotz: :kotz: :kotz:


edit: beitrag hat sich erledigt, das besagte posting wurde gelöscht und der verfasser verbannt.danke dafür! :blumen:

Bearbeitet von chilli-lilli am 29.12.2005 14:02:04


Ich stimme dir voll zu, Chilli-lilli

Beitrag wurde gelöscht und der Admin gebeten den User zu bannen.

EKELHAFT!


Zitat (Rausg'schmeckte @ 29.12.2005 - 13:51:50)
Beitrag wurde gelöscht und der Admin gebeten den User zu bannen.


:daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch:

Danke, du bist ein Schatz! :daumenhoch:

DANKE rausg'schmeckte!!!!


schimpft sich Deutscher, beherrscht aber nicht mal die deutsche Rechtschreibung.

schon im ersten Satz gleich Fehler:

Zitat
Das Problem ist das ihr nicht Deutsch seit.


muss heißen:
Das Problem ist, dass ihr nicht deutsch seid.

Das sind ganze vier Fehler in einem Satz. Respekt.

User ist verbannt.

danke bernhard,
ich finde es gut und richtig, dass hier über politik und gesellschaftspolitische themen diskutiert wird - aber auf sowas kann man echt verzichten!!!


Was will man von solchen "Intelligenzbolzen" denn erwarten, Bernhard?
Ordentliche Rechtschreibung?

:pfeifen:

Bearbeitet von Syntronica am 31.12.2005 17:51:35


Ihr seid super, danke für die schnelle Zusammenarbeit.

Ich denke, daß es sehr wichtig ist, daß solche Beiträge hier keine 5 Minuten stehen bleiben, damit sich in den entsprechenden Kreisen ganz schnell herumspricht, daß es in diesem Forum keinen Sinn hat, sone SCHEISSE! zu posten.


Ohne Wort :daumenhoch: .........Doch ! DANKE fuer die Loeschung von soner Schei...

Fledi :rolleyes:


DANKE! So einen Dreck wollen wir hier nicht haben.


Habe zwar nix mitgekriegt, bin aber auch nicht böse drum. :pfeifen:


Zitat (anitram.sunny @ 29.12.2005 - 15:20:22)
Habe zwar nix mitgekriegt, bin aber auch nicht böse drum. :pfeifen:

Sowas muss mann nich gelesen haben, Sunny. Sei froh drum :blumen:

Fledi :rolleyes:

Son Kack, ich habs auch nicht gelesen bin aber neugierig. Kann mir einer sagen worums überhaupt ging?


Tach,

also stolz bin ich nicht ein Deutscher zu sein.
Jedoch leb ich in diesem Land wirklich gerne. Ich mag
die Landschaft, das Klima, die Leute.
Ich hab als Jugendlicher 12 Jahre in Griechenland
gelebt und fand es immer toll wenn ich im Sommer nach Deutschland
gekommen bin um Verwandte zu besuchen.
Obwohl die Jahre in Griechenland echt super waren gab es mir immer
ein Gefühl von Heimat wenn ich hier war. Deine Schrift. deine Sprache
etc.

Also ich finde meine Generation und die Generation davor kann nun
wirklich nichts dafür was im 3. Reich passiert ist. Es darf nicht vergessen
werden was damals passiert ist aber irgendwann find ich muß mal Schluß
sein mit: "ihr Deutschen habt damals etc. usw.". Ich mein du kannst doch
ewig darauf rumhacken. Das Wort "Nationalstolz" ist bei uns eh vergiftet.
Wir brauchen es ja nicht so zu übertreiben wie die Amis aber ein bißchen
davon würde uns nicht schaden.
Ausser so ein plötzlicher Hurrapatriotismus wie z.B die "Du bist Deutschland"
Werbung.

mfG xylokopos




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