Pflanzen einer Hecke: welche Pflanzen nehme ich?


Hallo Gartenfreunde,

ich plane, ca. 20m Maschendrahtzaun gegen was lebendiges auszutauschen.

Da stellt sich mir natürlich die Frage, was für Pflanzen nehme ich da.

Eine mögliche Pflanze wäre Kirschlorbeer.
Welche Alternativen gäbe es?
Die Pflanze sollte nicht zu teuer sein, relativ blickdicht und auch relativ schnell wachsend, dabei gutmütig bzgl. Giessmuffel (in späteren Zeiten).

Schonmal Danke für die Antworten.

Gruß

Highlander


Kommt auch ein bischen auf den Boden an, Highlander. Ich habe an einer Seite eine Kirschlorbeerhecke, die erstens in diesem Winter arg gelitten hat und aktuell von Breitmaulrüssler heimgesucht wurd. Da ist es mit "blickdicht" in diesem Jahr nicht sooo weit her. Kommt aber wieder. Und: Kirschlorbeer darf nicht zu trocken werden, also ist gießen angesagt. In einem Winter war mir mal eins vertrocknet. Kann man aber ersetzen.

Auf der anderen Seite ist eine Koniferenhecke, die nun wirklich blickdicht ist. Da kommt es schon mal vor, dass aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf einmal ein Stämmchen abstirbt und braun wird. Da kann man aber Zweige der daneben stehenden rüberbiegen und nach 2 Jahren ist das zugewachsen.
Hainbuchenhecken sind auch blickdicht; damit habe ich aber keine Erfahrugnen.

Für alle gilt: irgendwann müssen sie geschnitten werden, mal eher, mal später. :pfeifen:


Wie wäre es mit Liguster ? Anspruchlos,geeignet für alle Böde.Sowohl für Sonne als auch im Schatten
geeignet.Wintergrün.

Mir persönlich gefällt ja Eibe sehr gut.Meine Mutter hat an einer Grundstücksseite Eiben,die lassen sich
sehr gut schneiden,sind schön blickdicht und wintergrün .Leider wachsen sie sehr langsam.
Der Rest des Grundstücks ist von Thuja,Wacholder und Hainbuche umgeben.
Die Buche verliert natürlich ihre Blätter,sie wird auch sehr wuchtig und bedarf eines exakten Schnitts.
Tuja und Wacholder sind Geschmackssache.Die waren ja mal sehr "in".Meine Facoriten sind es nicht gerade.
Es gibt aber auch sogenannte "blühende Hecken".Schau mal in den diversen Pflanzkatalogen nach.
Ich habe z.B. eine Hecke aus Felsenbirne,Rhododendron,Ranukelstrauch und Gartenhibiskus.


Hallo Highlander, wenn du nicht allein etwas für's Auge, sondern auch für die Fauna (speziell boden- und heckenbrütende Vögel, Igel usw.) tun willst, bieten sich die bereits vorgeschlagene Hainbuche und die Felsenbirne an. Die Hainbuche wird nicht wuchtig, wenn man sie richtig schneidet. ihr Vorteil: im Winter verliert sie die Blätter nicht. Die sind dann zwar braun, bilden aber weiterhin einen guten Sichtschutz. Auch geeignet sind Feldahorn, Weide, Weißdorn oder Holunder. Wildrosen können auch schön hoch wachsen. Und gegen eine Mischung aus mehreren dieser Pflanzen ist überhaupt nichts zu sagen - im Gegenteil. Je mehr Vielfalt, desto besser.

Nicht empfehlen würde ich Wachholder, wenn Birnbäume in der Nähe und in umliegenden Gärten stehen, er überträgt Birnengitterrost.

Was auch geht (wenn der Zaun nicht wegmuss), sind Kletterpflanzen. Ich habe meine hässliche Gartenumrandung komplett mit Efeu, Blauregen und Clematis zuwachsen lassen. Durch das Efeu ist es immergrün und im Sommer wechseln sich Blauregen und Clematis mit ihrer Blütenpracht ab. Die drei Pflanzen schaffen sich auch gegenseitig sehr gute Standortbedingungen, d.h., du musst dich eigentlich übernhaupt nicht um sie kümmern (außer nachschneiden).

Bearbeitet von donnawetta am 27.07.2012 09:13:45


Mein Vorschlag wäre auch Liguster, wie @Clochard schon rät.- Der wird sehr blickdicht, wenn man ihn richtig schneidet, und zwar trapezförmig, damit das Licht richtig "einfallen" kann.- Kirschlorbeer hat schnell Einen weg, bei starken Frösten oder großer Trockenheit. Den kann man zwar durch starken Rückschnitt meist noch retten, aber das dauert.- Eibe würde ich nicht empfehlen, da Du kleinere Kinder hast, @Highlander.- Die roten Beeren sind stark giftig, locken aber ein Kind schon mal zum Probieren.- Hainbuche hat mich bereits im vorherigen Garten fast zum Wahnsinn getrieben, da die trockenen Blätter sehr hartnäckig an der Pflanze bleiben, und nicht so einfach abfallen, wie sich das gehört.
Und Koniferen sind seit geraumer Zeit arg gefährdet durch einen Schädling, der die Bäumchen von innen zum absterben bringt.- Wenn man sich dafür entscheidet, sollte man auch auf eine schnellwachsende Art zugehen, die natürlich regelmäßig beschnitten werden muß.
Einen hässlichen Zaun kann man gut mit Schnellrankern verdecken.- Da bietet sich so Eiiges an, was dann im Herbst dem Winter weicht.

Laßt Euch am besten in einem Gartenfachbettrieb in Eurer Gegend beraten, die kennen die Bodenverhältnisse vorort ja zur Genüge.

Liebe Grüße...IsiLangmut :blumen:


Zitat (donnawetta @ 27.07.2012 09:01:17)

Ich habe meine hässliche Gartenumrandung komplett mit Efeu, Blauregen und Clematis zuwachsen lassen. Durch das Efeu ist es immergrün und im Sommer wechseln sich Blauregen und Clematis mit ihrer Blütenpracht ab.

Wow, das muss toll aussehen, wenn die Clematis auf dem Efeu blüht... *neid*...

Aber "erstickt" das Efeu nicht die Blühpflanzen? das wuchert und schlingt ja wie verrückt. Ich muss ständig den Begrenzungs-Mauer-Efeu aus meinem Fairy-Rosenbeet rausrupfen <_<

Hallo Highlander :blumen:

Zwanzig Meter sind ja schon ne Menge Holz...

Koniferen, auch Eiben, wären schon pflegeleicht, persönlich finde ich sie aber zu trist. Kirschlorbeer-Arten, die Sorte mit den kleineren Blättern dann schon eher.
Liguster ist vom Anblick her halt ein wenig wie Buchs, den ich eher als Solo-Pflanze mag.

Ich würde auch den Zaun, auch wenn er schon recht wackelig sein sollte, als Gerüst für Rankpflanzen stehen lassen.
Evtl. nochmal neu spannen, damit nichts durchhängt. Weißes und grünes Efeu - gemischt gepflanzt - hat schnell die nötige Höhe und Dichte und schneiden muß man ja eh. Auch wenn Efeu sich stark ausbreitet (Boden, Rasen), kann man ihn doch gut zurechtstutzen, Tiebe wegziehen und diese durch den Maschendraht (der bald nicht mehr zu sehen sein wird) in die gewünschte Richtung zwingen.

Bin mal gespannt, wofür Du Dich entscheidest ! :rolleyes:


wir haben auch eibenhecken, sowie kirschlorbeer,letztere hat aber in diesem winter etwas gelitten, hat sich aber wieder gut erholt.
sind beider tolle gewächse für hecken.


Zitat (Ribbit @ 27.07.2012 09:45:45)
Wow, das muss toll aussehen, wenn die Clematis auf dem Efeu blüht... *neid*...

Aber "erstickt" das Efeu nicht die Blühpflanzen? das wuchert und schlingt ja wie verrückt. Ich muss ständig den Begrenzungs-Mauer-Efeu aus meinem Fairy-Rosenbeet rausrupfen <_<

Nein, mein Efeu (einfarbiges) würgt irgendwie nicht :-) Da ist der Blauregen deutlich wuchsfreudiger. Im Sommer kann es schonmal nötig sein, ihn einmal pro Monat zu schneiden, wenn man nicht möchte, dass er auch noch das Haus erobert.

Angefangen habe ich vor 12 Jahren mit dem Efeu, dann kam die Clematis dazu. Beide Pflanzen benutzen den Blauregen aber mittlerweile als Rankhilfe, setzen ihm aber überhaupt nicht zu. Und in den Garten hinein kann das Efeu nicht wuchern, weil ich die Triebe, die über den Boden weiterkommen wollen, im Frühjahr und vor dem Winter jeweils einmal radikal abschneide. Am Anfang habe ich sie einfach in den Zaun "geflochten", damit der zuwächst. Das war nach drei, vier Jahren dann ncht mehr nötig.

Allerdings ist der Blauregen in allen Teilen giftig (das Efeu natürlich auch). Ich glaube aber nicht, dass kleine Kinder die beiden Pflanzen so appetitlich finden, da wachsen ja keine bunten Beeren dran.

Also, es sind ca. 20m.

So 10 - 15 m Strassenfront und der Rest so um die Ecke rum, parallel zum Parkplatz meines Streitwagens. Genau ausgemessen habe ich es noch nicht.

Der Boden ist seeeeeehr feucht. Jeder Keller, der nicht als "weisse Wanne" ausgebildet wird, verwandelt sich ziemlich schnell in einen Swimming Pool. So hoch steht das Wasser.
In einem anderen Fred hatte ich ja schon von meinem Kampf gegen Löwenzahn und Moos geschrieben.

Hainbuche wurde mir auch schon genannt.

Mit Habitat für Tiere wird es, so fürchte ich, nichts, ausser für Vögel.

Danke für die bisherigen Antworten.

Gruß

Highlander



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