Der Vegetarier hat es schwer.


Schweineborsten im Brot und andere Tierbestandteile,von denen nichts oder nur ganz Klein was auf der Packung steht.

z.B. L-Cystein aus Schweineborsten oder Federn hergestellt verhindert dasTeig nicht so leicht verklebt. :pfeifen:

Und mehr :unsure:


Sehr interessanter Link. Werde ich an einige Bekannte weiterleiten.

Dankeschön! :)


Na ja, die meisten Vegetarier und Veganer, die ich kenne, kochen eh frisch und kein Convenience. Wobei Gelatine im Hüttenkäse schon....seltsam ist. Allerings muss die ausgezeichnet sein, soweit ich weiß. Und langjährige Veganer/Vegetarier sind gewohnt, die Packungen genau zu studieren. Das mache ja sogar ich als Möchtegern-Veggie, schon allein, weil ich auch bestimmte (vegetarische, weil synthetische *g*) "Hilfsstoffe" vermeiden will. Von daher bin ich jetzt nicht so richtig erschüttert ;)


:wacko: Danke für diesen Tipp, wurst. Manchmal (aber nur manchmal :P ) bist du echt der Größte!
Das ist schon der Hammer, Gelatine im Frischkäse und Milchzucker in der für Veganer beworbenen Schokolade...

Meine Freundin ist Veganerin, das hier wird sie sehr interessieren!


@mops
Veganer fressen den Tieren das Futter weg! :P


Und? Wo ist für Veganer dann das Problem? :P


Bei uns auf den Gemüse-Feldern kacken die Hunde ..... rofl


... kann mir nicht vorstellen das Veganer einen echten Genuß beim Essen empfinden - bei soooo viel Verzichten auf all das was richtig gut schmeckt!!!

Wollte neulich neue Bekannte zum Abendessen einladen und ehe die die Liste durchhatte was sie alles nicht essen darf war mir komplett die Lust vergangen. Sorry, ich brauche etwas mehr zum Leben als nur 3 nackte Salatblätter und etwas frische Luft!


Zitat (freespirit @ 03.08.2012 01:48:06)
... kann mir nicht vorstellen das Veganer einen echten Genuß beim Essen empfinden - bei soooo viel Verzichten auf all das was richtig gut schmeckt!!!

Wollte neulich neue Bekannte zum Abendessen einladen und ehe die die Liste durchhatte was sie alles nicht essen darf war mir komplett die Lust vergangen. Sorry, ich brauche etwas mehr zum Leben als nur 3 nackte Salatblätter und etwas frische Luft!

naja, dagibt es schon etwas mehr...
Ich bin zwar nicht vegan, hätte aber kein Problem damit, für eine gewisse Zeit auf tierische Produkte zu verzichten. Das ist wirklich nicht so schwer, wie es sich anhört.

@freespirit: Das ist bloß Übungssache - und am Anfang Arbeit, weil man sich kulinarisch umschauen muss, was es außer "Fleisch mit Gemüse und Beilage" oder "Pizza mit Thunfisch" eigentlich für Alternativen gibt. Ich wäre gern Veganerin oder wenigstens Vegetarierin, kriege aber die Kurve nicht ganz, weil ich immer noch rückfällig werde und mich dazu noch nicht damit auseinandersetzen wollte, welche Dinge ich essen muss, um die Stoffe zu bekommen, die vor allem in Fleisch erhalten sind. Der Ersatz durch pflanzliche Stoffe ist absolut möglich, aber man muss eben wissen, wie's geht.

Jedenfalls essen wir, wenn keine Einladung inkl. Steak o.ä. dazwischen kommt, nur noch einmal pro Woche Fleisch oder Fisch. Am Anfang fiel mir nur sowas ein wie "dann mache ich eben nur Gemüse mit Beilage". Das war natürlich ziemlich laaangweilig. Aber dann haben wir mal die Fühler ausgestreckt. Man darf nicht vergessen - eine halbe Milliarde Menschen auf der Welt (isb in Indien, China, Korea und Japan) sind Buddhisten und der überwiegende Teil von ihnen verzichtet seit Jahrhunderten auf Fleisch. Diese Leute haben eine sehr anständige Esskultur entwickelt, die man kaum mit "Kauen auf einem Salatblatt" bezeichnen kann :-) Dort kann man also hervorragend "klauen". Und dann langsam anfangen, die Fühler weiter auszustrecken und vielleicht sogar selbst zu experimentieren.

Es gibt heute eine Menge vegetarischer Gerichte, für die ich jedes Stück Fleisch stehen lasse. Findest einige in meinen Koch-Tipps. Vielleicht findest du da ja auch Anregungen, wenn du das nächste Mal deine Bekannte einlädst :-)


Morgen zusammen!!

Ich muss sagen, Wurst hat recht, was haben einige der ganzen "Zusatzstoffe" in den ganzen Lebensmitteln zu suchen? Das ist für mich nur noch ein Gepansche oder eher gesagt "Verpansche" der Lebensmittel.

Und ich denke, jeder mag und soll essen wie er möchte und soll auch damit glücklich sein. Da ist meine Meinung.
Mich nervt nur, dass andere darauf rumhacken.
Ich habe seit Januar keine Lust auf Fleisch, nur ganz selten landet mal was fleischiges auf meinen Teller, aber ansonsten füttere ich mich quer durch den Obst und Gemüsegarten und bin absolut glücklich und fühle mich gut.

Lasst es euch gut gehen!! :blumen:

Das Böhnchen


Hier gibt es eine große Rezeptdatenbank:

http://www.rezeptefuchs.de/Rezepte/Kategorien

und Chefkoch spuckt über 6000 Rezepte aus:

http://www.chefkoch.de/rs/s0o8/vegan/Rezepte.html


:blumen:


Vegetarier haben (meistens) kein Problem mit Lebensmitteln, die durch Tiere aber nicht aus Tieren produziert wurden.
Also: Honig - okay. Biene - nicht okay.
Milch - okay. Kuh - nicht okay.

Das heißt auch, dass Schweineborsten per se erstmal vegetarisch sind. Ob man sie trotzdem essen will, ist die andere Frage.

@freespirit: Ich sehe vegetarische oder vegane Ernährung nicht als Verzicht, sondern als Gewinn an Lebensqualität. Wenn man es für sich nicht verantworten kann, tote Tiere zu essen (oder eben als Veganer - Produkte zu nutzen, für die Tiere ausgebeutet wurden), dann ist der Verzicht auf totes Tier kein Verzicht sondern konsequent. Wenn man für sich zu dem Entschluss gelangt ist, dass ein Steak nicht ein Steak ist, sondern ein Stück totes Tier, dann schmeckt es nicht mehr ganz so gut... glaub mir. Ihc hab das durch.

Als "Allesesser" verzichtet man übrigens auch nicht darauf, sein Haustier zu essen. Es kommt aus moralischen Überlegungen einfach nicht in Frage, Bello zu grillen. Es ist einfach keine Option.
Genau so kommt es aus vielerlei Überlegungen heraus für Veganer und Vegetarier nicht in Frage Bello oder eine Weidekuh zu essen.
Verzicht ist letztlich immer dann gegeben, wenn man etwas nicht macht, was man theoretisch machen könnte. Ich könnte meine Katze Gary essen (es wäre physisch möglich...), tue es aber nicht, weil es für mich moralisch nicht in Frage kommt. Also verzichte ich nicht darauf.
Ich verzichte aber im Moment darauf, Schokolade zu essen. Denn theoretisch könnte ich jeder Zeit ne Tafel aus dem Kühlschrank holen.

@donawetta: Viel Erfolg bei der Suche nach leckerem vegetarischem Essen! Es lohnt sich :)

Bearbeitet von Cambria am 03.08.2012 11:07:27


Zitat (labens @ 02.08.2012 21:41:26)
@mops
Veganer fressen den Tieren das Futter weg!  :P

Veganer essen weder Gras noch Heu. Außerdem mögen sie auch keine Östrogene und Antibiotika vorgesetzt bekommen. Also keine Sorge.
Und mit der Einstellung solltest Du zugunsten Deines Schnitzels auf Beilagen (Kartoffeln, Salat, Gemüse) verzichten. :blumen: ;)

Bearbeitet von Pitz am 03.08.2012 15:54:06

Zitat (labens @ 02.08.2012 23:44:41)
Bei uns auf den Gemüse-Feldern kacken die Hunde ..... rofl

Dann willst Du ja auch nicht, dass Dein Essen das isst. Weißt ja - Nahrungskreislauf und so... Also gönn' es den Veggies. :rolleyes:

Mein Mann und ich sind schon stolz, dass wir den Fleischkonsum eindämmen.

Wir essen zweimal die Woche Fleisch und Wurst fast garnicht mehr.


Meine Freundin isst auch keine Tiere. Dafür hat sie meine Bewunderung. Sie weiß sehr gut über Nahrung bescheid.

Heute kam im TV, dass es schon 6 Millionen Vegetarier gibt. Hätte ich nicht gedacht.


... diese Zahl kenne ich in Bezug auf die Anzahl vegetarisch oder vegan lebender Menschen in Deutschland. Weltweit sind es erheblich mehr. In Asien gibt es weit mehr Menschen, die aus religiösen Gründen kein Fleisch essen (man rechnet wohl mit 30 - 40 % der indischen Bevölkerung) und in Afrika sind weite Landstriche so arm, dass sie kein Fleisch essen können. Guck mal hier.

Bearbeitet von Cambria am 03.08.2012 20:07:16


Ja, das hatte ich vergessen zu Schreiben. Sind ja schon 6 Millionen in Deutschland.


Aber mit der Kennzeichnung hapert es,wie man an den Beispielen sieht.

Das ist bestimmt nur die Spitze vom Eisberg :pfeifen:


@donnawetta, @cambria: ich gebe euch beiden recht. Vegetarisch zu essen ist eine Lebenseinstellung. Ich könnte morgens auch nichts "Totes" auf meinem Teller haben. Wir essen nur selten Fleisch, sagen wir 1x die Woche, und Wurst eigentlich gar nicht mehr. Ich habe innerlich quasi schon den Sprung gemacht möchte ich sagen, mir ist Fleisch mehr und mehr zuwider, Fisch aber leider auch. Mein Mann mag Fisch. Nunja, jedem das SEine. Aber auch ich weiß, daß es sehr viele wunderbare vegetarische Gerichte gibt, da ist nichts Einseitig und es fehlt einem auch nichts. Vor allem, wenn man sich der Vollwerternährung zuwendet, die ja viel Getreide usw. beinhaltet. DAS MUSS SEIN, schon wegen der B-Vitamine, Ballaststoffe usw. Könnt Euch gern im Internet drüber schlau machen. Oder mich fragen, wenn Ihr Fragen habt. Was das Einkaufen angeht: wenn man sich mal richtig schlau gemacht hat, wieviel von den Dingen im Supermarkt absolut unnötig sind, dann werdet Ihr sehn, daß Ihr ganz schnell Euren Einkauf erledigt habt...............und wenn man sich gut informiert hat, was man WIRKLICH so braucht, dann fehlt einem da auch nichts. Der Einkaufswagen wird immer weniger voll. Glaubt es mir. Ich mache sehr viel selbst, aus überzeugung, nicht nur, weil ich sparen möchte. Da brauch ich auch keine Zutatenliste mehr lesen. Zum Glück.


Zitat (wurst @ 03.08.2012 20:18:05)
Aber mit der Kennzeichnung hapert es,wie man an den Beispielen sieht.

Das ist bestimmt nur die Spitze vom Eisberg :pfeifen:

Kann schon sein, aber ich denke bei der Zielgruppe fliegt sowas schneller auf, als bei den Anderen.

Insider wissen genau, welchen drei Marken :engel: sie vertrauen können.

ich könnte mir gut vorstellen, dass nicht bloss Vegetarier ungern Schweineborsten oder Federn in ihrem Essen haben :wacko:


Weshalb gibt es auf den Festen, Hocketsen keine fleischlosen Gerichte, sondern Göckel, rote Wurst und Schnitzel?

Wenn es so viele Veganer geben würde, müssten die Betreiber bei den Festen fleischlose Gerichte anbieten, was sie nicht tun.

Bearbeitet von labens am 03.08.2012 23:37:15


Zitat (labens @ 03.08.2012 23:32:53)
Weshalb gibt es auf den Festen, Hocketsen keine fleischlosen Gerichte, sondern Göckel, rote Wurst und Schnitzel?

Wenn es so viele Veganer geben würde, müssten die Betreiber bei den Festen fleischlose Gerichte anbieten, was sie nicht tun.

Wo bitte liegt denn da jetzt die Logik?

Ist die Qualität von DSDS höher, weil weniger Leute Jazzsendungen schauen?
Hat der Diktator recht, weil er Opposition unterdrückt?
Hätte die Demokratie je Erfolg gehabt, wenn keine Minderheit je über eine andere Lösung als Monarchie nachgedacht hätte?

Okay, ist jetzt vielleicht mit dem dicken Pinsel gestrichen, aber wo kein Wille, da kein Weg.

Solange der Mensch die Möglichkeit zur freien Wahl hat, muss er sich persönlich eh für seinen Weg entscheiden.

Ich persönlich werde auch weiterhin Fleisch und Fisch essen, bin aber immer offen für leckere Ergänzungen und Alternativen.

Wenn sich andere anders entscheiden, und dann hintenrum zum Teil vorsätzlich abgelinkt werden, finde ich das schlicht und einfach völlig mies bis kriminell.

was bitte ist DSDS???

Bearbeitet von labens am 04.08.2012 06:24:08


Zitat (labens @ 04.08.2012 06:16:57)
was bitte ist DSDS???

Wenn das Dein einziger Kommentar dazu ist, erklärt das einiges...

Bearbeitet von fReady am 04.08.2012 06:42:01

Zitat (labens @ 03.08.2012 23:32:53)
Weshalb gibt es auf den Festen, Hocketsen keine fleischlosen Gerichte, sondern Göckel, rote Wurst und Schnitzel?

Wenn es so viele Veganer geben würde, müssten die Betreiber bei den Festen fleischlose Gerichte anbieten, was sie nicht tun.

Zum Glück ist es so, dass bei uns in der Gegend inzwischen auf allen Festen - auch Grillfesten - vegetarische Gerichte angeboten werden! Schliesslich möchte niemand auf die Einnahmen von Vegetariern verzichten :P
Es ist aber schon so, dass natürlich das was Wurst gepostet hat für viele Vegetarier natürlich nichts Neues ist. Deshalb ist es auch schwierig ganz vegetarisch zu Leben. Bei den "versteckten" tierischen Zutaten kann man zudem auch nicht entscheiden, wie die Tiere gehalten wurden.

Für Veganer wird es tatsächlich schwieriger. Aber auch die werden je länger je mehr als "Markt" entdeckt.

Zitat (labens @ 03.08.2012 23:32:53)
Weshalb gibt es auf den Festen, Hocketsen keine fleischlosen Gerichte, sondern Göckel, rote Wurst und Schnitzel?

Wenn es so viele Veganer geben würde, müssten die Betreiber bei den Festen fleischlose Gerichte anbieten, was sie nicht tun.

Falsch: Pommes mit Majo und Ketchup sind vegetarisch und auf jedem größeren Volksfest zu haben.

Zitat (tabida)
Es ist aber schon so, dass natürlich das was Wurst gepostet hat für viele Vegetarier natürlich nichts Neues ist. Deshalb ist es auch schwierig ganz vegetarisch zu Leben.

Nein, ist es nicht. Ich lebe seit umpf Jahren vegetarisch und habe keine Schwierigkeiten, mich beim Gang auf ein Volksfest, bei Einladungen von Freunden oder im Urlaub, auf Festivals, auf der Arbeit oder sonstwo zu ernähren. Es ist eine Frage des Wollens.

Bearbeitet von Cambria am 04.08.2012 10:00:22

@Cambria: ich meinte jetzt damit z.B.: Bist Du Dir dann sicher, dass Du nicht Brot mit Schweinborsten bekommst? oder bist Du sicher, dass Du Wein, Käse, Rahm ohne Gelatine bekommst? Dass nur Gewürze, ohne tierische Bestandteile (die ja nicht einmal deklariert sind) verwendet wurden? usw. usf.
Also eigentlich eben Lebensmittel (oder auch Zahnpasta, Salben, Shampoo etc.) wo man es eigentlich nicht vermutet.

Ich finde das wirklich nicht ganz so einfach.

Bearbeitet von tabida am 04.08.2012 13:12:04


Ich bin letztens auch überrascht worden von einer Freundin-Bekannten(Veganerin) als sie sich vom Kellner das Essig zeigen ließ was für den Salat benutzt werden sollte und dann den Salat nicht nahm weil der Essig den die hatten wohl mit Gelatine von Trübstoffen befreit wird... :o sie hat dann ein anders vegetarisches Gericht genommen was wirklich für ihre Vegane Ernährung passte.
Dann erzählte sie das sie selbst bei Süßigkeiten aufpassen muss, das nicht Bienenwachs als Trennmittel genommen wird oder bei Teemischungen Honig dabei ist... bei Medizin soll es noch schwieriger sein da Vegan zu bleiben...

Gott sei Dank muss ich nicht überlegen wer wie was mit meinem Essen oder meiner Medizin macht... ich bin und bleibe ein Allesfresser

Ohne Bezug zum Thema, muss aber mal gesagt werden... was ich bei der Freundin-Bekannten gut finde ist das sie Veganerin ist, ihr Ding macht, mir gern Hintergründe dazu erklärt, aber mir nicht erklärt das ich nun auch Veganer werden muss. Bei anderen, die Vegetarier sind, muss ich mich erklären, wenn ich Bratkartoffeln mit Schinken und Ei esse und das nervt einfach nur.


Zitat (tabida @ 04.08.2012 13:11:15)
@Cambria: ich meinte jetzt damit z.B.: Bist Du Dir dann sicher, dass Du nicht Brot mit Schweinborsten bekommst? oder bist Du sicher, dass Du Wein, Käse, Rahm ohne Gelatine bekommst? Dass nur Gewürze, ohne tierische Bestandteile (die ja nicht einmal deklariert sind) verwendet wurden? usw. usf.
Also eigentlich eben Lebensmittel (oder auch Zahnpasta, Salben, Shampoo etc.) wo man es eigentlich nicht vermutet.

Ich finde das wirklich nicht ganz so einfach.

Nein, ich bin mir natürlich nie 100% sicher. Ich checke die Zutaten/Inhaltsstoffeliste, recherchiere gelegentlich E-Nummern, mache mich aber auch nicht verrückt darüber. Man muss aber auch nicht päpstlicher sein als der Papst ;)

Es geht (und ich spreche jetzt nur von) Veganern nicht um -Müssen- oder -Nichtdürfen-,
sondern um's -Nichtwollen- und zwar von vermeidbaren Dingen.

Mir ging es neulich auch so in der Apotheke - ich sollte Salbe kaufen,
da gab man mir welche, die Lebertran vom Dorsch enthielt. Die wollte ich
nicht und bekam dann eine, die "nur" Lanolin" enthielt.
Wobei man hier das Thema mit den Tierversuchen wieder nicht ausschließen
kann...

Also ganz schlicht zusammengefasst:

Ich kann vermeiden, dass für mein Essen oder z. B. meine Kleidung Tiere leiden
(wenn ich hauptsächlich aus ethischen Gründen so lebe),
aber ich kann beispielsweise nicht vermeiden, wenn ich operiert werden muss
und dazu ein Narkosemittel bekomme, das irgendwann an Tieren getestet wurde.


Beim Einkaufen ist das tatsächlich nicht immer einfach, denn es sind in so vielen
Sachen Tierprodukte drin, wo man sie nicht vermuten würde. Ein schlichtes Vivil
enthält z. B. ebenfalls Schweinegelatine (ist auch interessant für Menschen, die
aus religiösen Gründen Schwein meiden). Oder auch das Collagen, was sich in
Cremes oder Wimperntusche befindet, wird meist aus Schweinehaut extrahiert.

Daher finde ich die Sache mit der vollständigen Kennzeichnung echt wichtig und hoffe,
dass auch viele bei der E-Mail Aktion von foodwatch mitmachen.

:blumen:


zur Lebenseinstellung wollte ich doch noch etwas sagen: Stimmt, wenn man vegetarisch ißt, dann denkt man schon über all die anderen Dinge auch nach. Tierversuche usw. Ich hab mir sagen lassen, daß die Yves-Rocher-Serie ohne all das auskommen. Hoffe, das stimmt auch. Denn bei wieviel Kosmetik kann man das schon behaupten?
Der Sprung zu anderen Dingen ist dann auch nicht mehr weit. Thema: Biosprit: Muß ich denn nun Sprit aus LM in meinem Tank haben? All das.............- oder: Muß ich Bananen von sonstwoher essen, die dort für uns Europäer angebaut werden, dafür haben dort die Menschen keine Anbauflächen für ihren Eigenbedarf mehr? (und müssen noch dazu unter schlechten Bedingungen auf den Plantagen arbeiten?) Also, FÜR MICH ist das schon ein logischer Gedankensprung. Ich möchte nicht, daß ein Tier für mich leidet, egal in welcher Form. Wer einmal die Reportagen über die Massentierhaltung gesehn hat weiß was ich meine. Ist schon was dran, wenn man sagt, wer Fleisch essen will, der soll das Schwein selber schlachten. Ich glaube, dann blieben viele am Leben...................
Meine Tochter ist schon immer Vegetarierin gewesen. Als kleines Kind hat sie immer gesagt, das hat doch Augen, wenn man ihr ein STück Fleisch auf den Teller legen wollte. Stimmt. Und stimmt auch beim Fisch. Außerdem habe ich mehrfach schon gelesen/gesehn, daß wir eigentlich kaum noch Fisch in den Meeren haben. Angeblich ist alles überfischt. Da nützt auch das Siegel nichts. Wird wohl wirklich Zeit, daß wir uns nach was anderem umsehn.
Das waren jetzt so meine Gedanken zu dem Thema......................


... kann vegetarier noch verstehen die Fleischprodukte aus Liebe zu Tieren meiden. Kann kranke Menschen verstehen die gewisse Dinge aus medizinischen Gründen nicht essen können oder sie nicht vertragen, und ich kann Menschen verstehen die keine Fleischprodukte essen weil sie ihnen nicht schmecken.

Was Veganer jedoch betrifft verstehe ich sie nicht, denn mir kann Keiner weis machen das die über-
haupt noch ein Genußgefühl empfinden. Tierliebe hin und her, letztlich lebt man nur einmal und Essen ist nun 'mal etwas was das Leben um einiges schöner macht. Jedem das Seine, aber ich hätte große Schwierigkeiten damit einen Veganer bei mir zum Abendessen einzuladen da ich nun 'mal nicht besonders auf drei abgekochte Möhren und zwei nackte Salatblätter stehe.

Ich finde die Tierzucht zum Schlachten auch nicht gerade ok, aber dennoch gehöhren sie zur menschlichen Ernährungskette. Immerhin ging schon der Neandertaler mit seiner Keule los um das Futter für die Familie zu jagen, und damals gab es bestimmt keine bewußten Veganer der ein frisch gelegtes Vogelei verabscheut hätte sobald der Heißhunger geplagt hat.

Eher denke ich das all dieses Herumgegrübel über die Richtigkeit der Ernährungskette das Problem einer Wohlstandsgesellschaft ist. Meines Erachtens hinterfragt kein Mensch sein Essen wenn er so hungrig ist das er vor Magenkrämpfen nicht mehr grade stehen kann.


Zitat (freespirit @ 06.09.2012 00:30:28)
Was Veganer jedoch betrifft verstehe ich sie nicht, denn mir kann Keiner weis machen das die über-
haupt noch ein Genußgefühl empfinden. Tierliebe hin und her, letztlich lebt man nur einmal und Essen ist nun 'mal etwas was das Leben um einiges schöner macht. Jedem das Seine, aber ich hätte große Schwierigkeiten damit einen Veganer bei mir zum Abendessen einzuladen da ich nun 'mal nicht besonders auf drei abgekochte Möhren und zwei nackte Salatblätter stehe.

deinen beitrag finde ich so dumm, dass es kracht, weil er nur so vor vorurteilen strotzt. und ich glaube auch nicht, dass du wirkliches interesse daran hast, dich darüber näher zu informieren.

veganer müssen dir nichts weismachen wollen, weil es nicht allein an der ernährungform liegt, ob es schmeckt oder nicht. vegane ernährung kann fürchterlich langweilig, aber auch köstlich und spannend sein. es ist letztlich nur eine frage der produkte und der kunst des kochs. wer nicht versteht, mit fleisch richtig umzugehen, bringt auch mit totem tier keine wohlschmeckende mahlzeit auf den tisch. es ist sogar viel schwieriger, gut vegan zu kochen, weil die starken geschmacksträger der tierischen fette fehlen.

dass du dich mit guter veganer ernährung nicht auskennst und lieber über die altbekannten klischeevorstellungen über langweiliges veganes essen schwadronierst, erkennt man aus jeder zeile. sie ist bei weitem mehr als salatblätter und möhren, aber ich glaube nicht, dass dich das interessiert. ein veganer freut sich mit sicherheit über taboulé, das man leicht vegan zubereiten kann, und über reibekuchen mit rübenkraut, frische pommes und deftige bratkartoffeln mit röstzwiebeln, reisfrikadellen und nudeln mit fruchtig-scharfer chili-tomatensauce. die liste ist unendlich, und besonders die regionalen küchen in indien und china zaubern mit leichtigkeit vegane köstlichkeiten auf den tisch.

genuss kennen auch veganer sehr wohl, und ich glaube langsam immer mehr, dass sie tatsächlich oft einen sehr viel feineren gaumen haben als die meisten fleischesser, die ohne probleme überall fertiggerichte kaufen können. sie sind gezwungen, viel mehr selbst frisch zuzubereiten.

würde man deiner logik folgen, wären auch hamburger aus dem restaurant mit dem gelben m köstlich, da sie fleisch enthalten. inzwischen höre ich es nicht mehr so selten, dass menschen, die wenig oder keine fertigprodukte verspeisen, als wählerisch oder zu penibel beim essen gelten und als verwöhnt bezeichnet werden. wenn man nicht dauernd minderwertige kost verspeist, werden gaumen und geschmacksnerven auch nicht gelähmt oder immunisiert.

und das ist nur die küche mit beinahe ausschließlich naturbelassenen produkten. ich selbst habe noch kein tofu oder andere "fleischersatzprodukte" verarbeitet, jedoch kann man mit ihnen auch vieles zubereiten, was optisch und geschmacklich fleisch sehr ähnelt. manche produkte sind so gut, dass auch beinharte carnivoren oft nicht glauben, dass sie gerade ein fleischloses chili oder schnitzel verspeisen.

man kann es natürlich lernen, gut vegan zu kochen. aber das macht mühe, und dazu haben viele menschen einfach keine lust. viel lieber glauben sie auch weiterhin, veganes essen müsse fade schmecken und krank machen. jedoch kann man auch sagen, dass ich kein genussgefühl kenne, finde ich doch die labbrigen brötchen von hamburgern widerlich. etwas, was mir vielleicht kein mensch glaubt, der sich freudig teilweise mit den produkten des schotten und seiner mitbewerber ernährt und die milkshakes von dort für den gipfel der genüsse hält.

Och Locke, wieder auf Krawall gebürstet?


Zitat (labens @ 03.08.2012 23:32:53)
Weshalb gibt es auf den Festen, Hocketsen keine fleischlosen Gerichte, sondern Göckel, rote Wurst und Schnitzel?


Was ist bitte ein Hocketsen? Nie gehört

Lebst du in Bayern, Labens? Hört sich so an.

Gockel wirst du im Rheinland auf keiner Kirmes finden. Zumindest nicht auf die Kleineren.
Was aber immer da ist für den Vegetarier u/o Veganer Pommes Spezial, Reibekuchen mit Kraut oder Apfelmus, gebratene Champions mit Kräutersoße, Pizzabuden, Crepesbuden. Wer suchet der Findet.
Bei uns ist es sogar üblich, Backfisch anzubieten. Allerdings schmeckt der erst ab September so richtig gut.

Ich selbst bin flexitarisch eingestellt. Mal esse ich Fleisch, dann wieder Wochenlang nicht.
In der Zeit koche ich aber nicht vegetarische Kochbücher rauf und runter für mich, sondern ich koche ganz normal und lasse nur das Fleisch weg.
Es wird mir auch nicht langweilig "nur Gemüse und Beilage" zu mir zu nehmen.

Wir Rheinländer haben sehr viele regionale Gerichte, die ohne Fleisch gut schmecken.
Ein Möhrendurcheinander schmeckt statt mit Leberkäse oder Bratwurst mit gebackenen Apfelringen viel besser.
Ich brauche während meinen Vegetarischen Wochen auch kein Tofu. Die rheinische Küche ist perfekt geeignet, fleischlos zu kochen.

Ich habe aufgehört, darüber nachzudenken, ob sich ein Veganer gut oder schlecht ernährt. Jeder muss selber wissen, was für ihn das Beste ist.

so sehe ich das auch eifel- es soll jeder nach seiner facon seelig werden - tolleranz kommt immer gut an..

Ich denke jeder weiss, dass sein Fleisch zum größten teil aus Massentierhaltung kommt und das nicht gerade artgerecht ist, man muss nicht ständig mit mahnendem zeigefinger daran erinnert werden.

Ich esse auch sehr wenig Fleisch aber manchmal überkommt es einen einfach.

Bearbeitet von silke am 06.09.2012 08:32:26


Zitat (Denza @ 06.09.2012 07:48:39)
Och Locke, wieder auf Krawall gebürstet?

Was soll das denn? :o

seidenlöckchen hat doch völlig recht. :daumenhoch:

Wenn wir irgendwo Urlaub machen, wo die Leute nicht mit Fleisch umgehen können, weil sie es selbst nicht essen, bleiben wir eben zumindest bei vegetarischem Essen (ob jetzt vegan oder nicht haben wir uns gar keine Gedanken gemacht, Hauptsache es schmeckte). Bis jetzt haben wir da noch keine Mangelerscheinungen bei uns festgestellt, lediglich, dass wir jetzt auch weniger Fleisch zu Hause essen. :)

Zitat (fReady @ 04.08.2012 06:40:22)
Wenn das Dein einziger Kommentar dazu ist, erklärt das einiges...

Kannst du mich einweihen? Mir erklären sich labern's Aussagen nicht wirklich... B)

Die Diskussion "Fleisch oder nicht" lässt sich ewig fortführen und wird keinerlei Ende finden.
Jede Seite wähnt sich im Recht, wichtig ist jedoch, dass jeder mit seiner Lebensart glücklich (und satt!) wird.
Unsere Familie ist z.B. von der Sorte "fleischfressende Pflanze". Ich esse gern Fleisch, mein Mann auch und momentan auch noch unsere Kinder.
Für mich ist ein qualitativ hochwertiges und fachgerecht zubereitetes Steak, das auch gern blutig sein darf, einer meiner liebsten Genüsse. Auch ein Italien- oder Spanienurlaub ohne die dortigen leckeren Schinken- oder Wurstspezialitäten sind für mich undenkbar.
Trotzdem gibt es Wochen, in denen es bei uns kein Fleisch zu essen gibt, einfach, weil es so viele wunderbare Rezepte auf der Welt gibt, die nicht einfach "Fleisch/Kartoffeln/Gemüse" sind, sondern viel phantasievoller.
Das ist für mich eigentlich das wichtigste: abwechslungsreich kochen, den Kindern auch Gewürze und Kräuter nahebringen und Salat nicht nur aus grünen Blättern machen, sondern auch mal Gänseblümchen drüberstreuen.
Wir sind alle gesund, unser Fleisch- und Wurstkonsum hat uns bisher nicht geschadet, für mich also kein Grund, nichts mehr davon zu essen.
Hauptsache,es kommt von einem vernünftigen Metzger und nicht aus der Styroporschale im Supermarkt.

Bearbeitet von Charlatan am 06.09.2012 19:52:31


Ich kann seidenloeckchen nur beipflichten.

Was sich freespirit mit ihrem Beitrag gedacht hat, ist für mich ein großes Rätsel.

Oder wollte sie absichtlich provozieren?


@seidenloeckchen: auch ich muß Dir in weiten Teilen rechtgeben. Es geht ja nicht wirklich nur um die Frage, ob mit oder ohne Fleisch usw., ob vegetarisch/vegan oder was immer. Es geht um die Frage, ob man sich Gedanken um sein Essen macht oder nicht. Ob man einfach konsumiert oder ob man sich überlegt, wo das Essen herkommt, wie es produziert wurde usw. - okay, mag sein, das ist ein zeichen unserer Wohlstandsgesellschaft, denn wer einfach nur Hunger hat ißt vermutlich ohne lang zu überlegen. Aber dennoch muß ich zustimmen: Man wird einfach blöde angekuckt, wenn man sagt, daß man dies oder jenes nicht ißt, daß man dies oder jenes nicht einkauft, daß dies und jenes im Supermarkt oder wo auch immer nicht taugt..............das ist meine Erfahrung.
Ob man nun selber als Besucher irgendwo eingeladen ist oder Besuch da hat - die Essensfrage kommt unwillkürlich auf. Ach, Ihr eßt selbstgemachtes Müsli zum Frühstück.........ähm, was ist denn da drin, kann man das essen?
Hm, ich hab leider nichts Vegetarisches da, was soll ich Dir denn anbieten, was auch immer..............alles schon selbst erlebt. Meist wird man sehr schräg angekuckt, man wird nicht für voll genommen, alles sowas.
Diskutieren, nur drüber reden will auch keiner. Von daher unterhalte ich mich nur noch selten darüber, denn ich hab keine Lust mich rechtfertigen zu müssen für meine Überzeugung.
Ich versuche mich gesund zu ernähren, dabei mit wenig Geld auszukommen und ich kaufe ganz viele Dinge im Supermarkt einfach gar nicht mehr ein, weil sie ernährungstechnisch nichts wert sind und ich sie nicht auf meinem Teller haben will. Basta. Sehr oft ist das ohne Fleisch, natürlich ohne Wurst, nur gelegentlich mal Fisch - Tofu kann mal sein, muß aber nicht - und ganz vieles brauche ich auch ganz einfach nicht. Mir gehts sehr gut dabei!!!!!!!!!!!!


Ich habe nichts gegen die Einstellung mancher Leuten,wenn sie meinen,sie müssten vegan leben,dann sollen sie es tun,aber ich finde es einfach übertrieben.Selbst wenn ich nur daran denke, in ein Restaurant zu gehen, da würde es mir schon vorher vergehen,wenn ich die Bedienung von A bis Z ausfragen musste,was wo drin ist und was nicht.Ich war selbst 7 Jahre lang Vegetarier, mit meinen 2 Geschwistern habe ich von einen auf den anderen Tag angefangen fleischlos zu leben,Fisch war allerdings noch auf unserem Speiseplan.Bis heute ist meine jüngere Schwester auch noch dabei, nur mir war es irgendwann zu einseitig.Obwohl ich vorher auch nicht die große Fleischesserin war,hatte ich dann nach dieser Zeit immer öfter mal Lust auf ein Stück Fleisch oder gute Wurst.Ich muss sagen, es hat mir auch kaum etwas ausgemacht,jedesmal auf Packungen zu schauen,ob tierische Fette oder andere tierische Zusätze enthalten sind,da ich schon immer viel Wert darauf lege, was in einem Produkt enthalten ist, bzw.was da überhaupt nichts verloren hat.Ich habe auch genügend Soja Produkte gegessen,von Bratwurst bis Aufstrich usw.,die waren auch lecker, Tofu fand ich im Gegenteil furchtbar und habe ich mit Autoreifen verglichen.Meine Oma kocht bis heut noch an Festen ein extra Essen vegetarisch, dass meine Schwester etwas Auswahl hat,ich habe es geliebt!! Heute komme ich trotzdem noch gut ohne Fleisch aus, hätte ich kein Freund,der wie fast alle Männer kaum ein Tag ohne etwas Fleischiges auskommt,würde ich für mich maximal einmal die Woche kochen und auch weniger Wurst zu Hause haben.Für mich reicht oft ein kleines Stück Fleisch und dann bediene ich mich lieber an den Beilagen oder koche mir lecker Fischgerichte.Gerade die ältere Generation ist irgendwie immer der Meinung,dass man ohne Fleisch nichts wird...ich habe diese Zeit tatsächlich überlebt und bin groß geworden :-)


es geht mir nicht darum, fleisch zu verteufeln. sondern nur um die darstellung, als veganer könne man nicht genießen, was nicht wahr ist. ich wünschte, ich könnte so köstlich würzen wie einige frauen aus indien, die ich durch bekannte ein wenig näher kenne. und sie kochen recht selten mit fleisch und nur manchmal mit milchprodukten. der mangel an eigenen ideen oder mangelnde kenntnis darüber, wie man die lebensmittel zubereitet, setzen grenzen. allein schon die meisten gewürze, die sie verwenden, kenne ich nicht. und ich lerne sehr gern etwas neues dazu.

ich glaube, mir würden rohe tomaten, karotten, paprika und fenchel auch nicht schmecken, wenn ich beinahe nur von butterbroten, fertigpizza und arg fleischhaltigen gerichten leben würde. es sind neue geschmackserlebnisse für den gaumen, und was fremd ist, ist recht oft erst einmal nicht angenehm. veganer, die sich von nackten salatblättern und gekochten möhren ernähren, sind entweder zu faul zum dazulernen oder nur das schmeckt ihnen. wer sich unfreiwillig so ernährt, ist selbst schuld.

wie charlatan bemühen mein mann und ich uns sehr, unseren kindern möglichst viele verschiedene nahrungsmittel nahezubringen. wenn sie älter sind, werden sie selbst entscheiden, was sie einkaufen und zubereiten möchten. sie werden gewiss später nicht alles essen, manche dinge essen und servieren wir auch nicht.

ein gericht wird nicht gut, nur weil es fleisch enthält, und ein gericht wird nicht schlecht, nur weil es kein fleisch enthält. man kann auch das beste biofleisch von zu tode getreichelten rindern fürchterlich ruinieren und daraus einen widerlichen schlangenfraß produzieren. aber eine heiße gute kartoffel mit ein wenig butter oder, wenn man es vegan will, margarine, und salz und vielleicht noch ein wenig frischer gehackter petersilie darüber gestreut ist der himmel. :wub:

lieber würde ich für immer vegetarisch leben, bevor ich schlecht zubereitetes fleisch verspeise und mich irgendwann so sehr daran gewöhne, dass es mir nicht einmal mehr auffällt.

und leider habe ich auch recht oft mitbekommen, wenn einige unverbesserliche carnivoren, die in gemüsen ihre todfeinde sehen, veganern immer wieder schadenfroh unter die nase reiben wollen, wo denn überall tierische produkte versteckt seien und dass sie das nicht merken. ob sie das nicht ekle, da sie es nun wüssten. wie schade für sie, denn die meisten veganer sind darüber sehr gut informiert. über fehlende angaben auf verpackungen, weswegen sie recht oft erst gar keine fertiggerichte verspeisen. über tierische produkte in fotofilmen, in medikamenten, musikinstrumenten, farben, möbeln und vielem anderen.

jedoch sind selbst diese strengen regeln nichts gegen die der sehr strengen orthodoxen juden. sogar von rabbis zertifizierte lebensmittel oder zutaten in verpackungen verspeisen sie recht oft nicht, wenn sie diesem rabbi nicht vertrauen. das ist beinahe eine glaubensfrage in sich.

manchmal isst bei uns ein rohköstler. er ist kein vegetarier, sondern verspeist alles roh. ausnahmen macht er nur bei reis, kartoffeln und getreide. dafür darf er sich recht oft höhnische kommentare anhören. nur weil er sich ein wenig anders als die menschen in seiner umgebung ernährt. :angry:

Bearbeitet von seidenloeckchen am 06.09.2012 21:41:25


Zitat (WeihnachtsEngel @ 06.09.2012 21:24:40)
Ich habe nichts gegen die Einstellung mancher Leuten,wenn sie meinen,sie müssten vegan leben,dann sollen sie es tun,aber ich finde es einfach übertrieben.Selbst wenn ich nur daran denke, in ein Restaurant zu gehen, da würde es mir schon vorher vergehen,wenn ich die Bedienung von A bis Z ausfragen musste,was wo drin ist und was nicht.

eine gute servicekraft erkennt man daran, dass sie gern auf die fragen ihrer gäste eingeht und kompetent auskunft geben kann. was du übertrieben findest, ist für diese menschen wichtig. ich kenne menschen, denen sogar vegetarier suspekt sind und die es übertrieben finden, wenn diese nicht einmal speck im rührei wollen und keine suppe essen, in der rindfleisch enthalten ist. sie hätten so über dich geurteilt, wie du über veganer urteilst.

und weder dich noch sie geht es etwas an, worauf andere menschen verzichten wollen. ich bin keine vegetarierin und frage bei essen im restaurant auch viel.

Zitat (seidenloeckchen @ 06.09.2012 21:40:43)
eine gute servicekraft erkennt man daran, dass sie gern auf die fragen ihrer gäste eingeht und kompetent auskunft geben kann.

:yes: wir haben Gäste, die uns Löcher in den Bauch fragen, bis sie sich endlich für ein Stück Torte entschieden haben ... aber ich mag das und berate gerne :)

(es sei denn, es ist Sonntagnachmittag und die Schlange hinter diesem Kunden wird länger und länger ... :pfeifen: )

@Susanne da sprichst du mir wirklich aus der Seele.Ich könnte auch jedesmal platzen vor Wut,wenn ich mir solche dumme Kommentare anhören oder schräge Gesichter sehen muss.Und dazu ist zu sagen,ich achte NUR darauf,was ich so zu mir nehme..Möglichst keine Fertigprodukte,keine Geschmacksverstärker,wenig Produkte mit Weißmehl und ich habe auch schon öfters längere Zeit mal auf Zucker verzichtet,um mich wieder fitter zu fühlen.Dann backe ich auch öfters mal mein Brot oder Brötchen selbst und esse viel aus Dinkel,Vollkorn usw.Und dann muss ich mir anhören " Bist du ein bisschen Öko?" " Na du bist ja eh komisch,du backst ja auch dein Brot selbst" " Du hast ja an vieles was auszusetzen" oder wird sich darüber lustig gemacht,wenn man eine bestimmte Meinung zu manchen Produkten hat,oder einfach auf etwas verzichtet.Es kann doch jeder essen,was er möchte und ich kann nicht verstehen,wenn man grundlos abgestempelt wird.


ich war recht lange selbst eine eifrige konsumentin von fertigprodukten. das war, bevor ich meinen mann kennen gelernt hatte. süßes habe ich immer gern gegessen, und auch vieles, was ich heute nicht mehr hinunter bekommen würde. zwar habe ich gern gekocht, aber für wen, wenn beinahe jeder, den man zum essen zu sich einladen mag, an diese kost mit fertiggerichten, tütensaucen und alles aus konserven gewöhnt ist? ich war ein pummelchen und widmete meine freizeit am liebsten dem lesen, begleitet von tütenweise keksen und schokolade.

bei mir hat sich der schalter umgelegt, als ich abnehmen wollte. das macht man nicht mit keksen, sondern mit gemüse und frischen lebensmitteln, wo man den fettgehalt selbst bestimmen konnte. und da erst entdeckte ich für mich selbst, wie alles zusammenhängt. die gesundheit, das wohlbefinden, das aussehen der haut, der nägel und des haars. und mein gaumen erwachte langsam wieder zum leben. hinterfragt habe ich damals auch recht wenig, was mir heute nicht mehr passieren würde.


@seidenloeckchen Habe ich was gegen die Servicekräfte gesagt?? Ich habe von mir geredet.Dass es MICH nerven würde bzw mir vergehen würde.



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