34-jährige "Rentnerin"? Hat die Zeitung sich da vertippt?


Liebe Muttis und MuttiFrager,

lest Euch doch mal das hier durch. Kann es sein, dass die sich da in der Jahreszahl vertippt haben oder war das vielleicht eine Frührentnerin? Mit 34 geht man doch normalerweise noch nicht in Rente.

Danke im Voraus sagt Ricardo


Es gibt mehr als nur eine Art der Rente. Die "klassische" Altersrente, die man ab 65, bzw 65+X bekommt ist da nicht die einzige. Es gibt auch noch die Rente wegen (vollständiger oder teilweise) Erwerbsminderung und die hängt von der Erwerbsminderung, nich vom Erreichen einer Altersgrenze ab.


Aha! Erwerbslosenrente beantragen, aber dann klauen wie ein Rabe! Da bleibt mir glatt die Spucke weg! :whaaaaaat:

Bearbeitet von Riki1979 am 17.10.2012 21:31:25


ErwerbsMINDERUNGSrente...

... und gleich wird auf dem großen Emotionsklavier der Vorurteilswalzer gegeigt ...


Zitat
... und gleich wird auf dem großen Emotionsklavier der Vorurteilswalzer gegeigt ...


Na is doch wahr: Müssen Menschen denn überhaupt klauen? MUSS das nun sein?

Ricki,

es gibt Leute, die haben einen Zwang dazu. Sie gehören in eine Therapie. Aber nicht jeder Betroffene sieht das ein.

Gruß

Highlander


Ne, es muss wahrscheinlich kaum jemand klauen. Aber es muss auch niemand Steuern hinterziehen, seine Schwiegermutter im Ententeich versenken, sein Auto im Suff um einen Baum wickeln, seinen Chef mit nem Küchenmesser bedrohen, die Mietwohnung kaputtfeiern oder seinen Fernseher aus dem Fenster schmeißen.

Diebstahlt ist ne kriminelle Handlung und Kriminalität kommt bei Menschen in allen Lebenssituationen vor und ist selten irgendwie "sinnvoll". Die wenigsten stehlen, weil sie es aus existenzieller Not heraus müssten, sondern weil bei manchen die Kriminelle Energie etwas höher ist als die Selbstbeherrschung. Das hat NICHTS mit dem Bezug von Erwerbsminderungsrenten oder staatlichen Leistungen oder Arbeitsentgelt zu tun.


Es war wohl eine Regionalzeitung? Schreib denen doch mal eine nette Anfrage, wenn du es wirklich wissen willst, Ricki, ob sie sich vertan haben. Und wenn nicht, wieso. Denn im Artikel wird das Alter ja noch wiederholt.

Cambria: Toll formuliert; kann ich unterschreiben. :blumen:
Auch Highlander hat Recht. Seufz.


Warum sollte sich die Zeitung im Alter vertan haben?

Wieso und weshalb diese Frau Rentnerin ist, dürfte unter die ärztliche Schweigepflicht fallen. Sie ist es eben und Punkt.

Cambria hat es ja recht ausführlich erklärt. Ich bewundere dabei ihre Geduld. :blumen:


Hm :hmm: @Riki, warum regst Du Dich über den Zeitungsartikel auf?

Auch Rentner, die noch keine vierzig Jahre alt sind, sind Teil unserer Gesellschaft. Glaube nicht, dass die Frau es einfach hatte, sich den Rentnerstatus zuerkennen zu lassen. Bis man in unserer Gesellschaft vorzeitig verrentet wird, muss man schon wirklich schwer krank sein, um den Amtsarzt zu überzeugen. Und viel Rente dürfte die Frau auch nicht bekommen. In gewisser Weise habe ich Verständnis.

Dennoch stimme ich @Cambria vollumfänglich zu: Das ist keine Entschuldigung für lange Finger. @Cambria hat es sehr schön auf den Punkt gebracht.

Grüßle,

Egeria


Mich hat ein Wort misstrauisch gemacht (und nun kommen wir zu den vorurteilen) In dem Artikel stand das die Streife auch Rauschgiftutensilien gefunden hat, Mein Vorurteil,eine Frau mit 34 jahren,die am Rauschgift hängt und sich durch Beschaffungskriminalität ihr Geld für den Stoff besorgt. Und Rentnerin deshalb,weil sie gar nciht mehr fähig ist ein geregeltes Leben zu führen und zu Arbeiten.( Nicht alle Drogenabhängigen sehen aus wie aus der Mülltonne) .


Unter dem Aspekt der Vorurteile könnte man so denken. Da gebe ich Dir Recht @Dasbinich.

Doch da wir nicht wissen, warum die Frau Frührentnerin ist, bin ich mit solchen Aussagen vorsichtig. Es könnte genausogut sein, dass sie so starke Schmerzen hat, die nur mit Morphium oder Ähnlichem erträglich sind.

Grüßle,

Egeria


Zitat (Riki1979 @ 17.10.2012 21:20:19)
. Kann es sein, dass die sich da in der Jahreszahl vertippt haben oder war das vielleicht eine Frührentnerin? Mit 34 geht man doch normalerweise noch nicht in Rente.

Danke im Voraus sagt Ricardo

Eine Bekannte von mir musste mit Anfang 30 aufgrund einer schweren Krankheit in Rente gehen...

Hallo @Egeria,

stimme dir zu, deshalb hab ich ja auch geschrieben dies ist ein Vorurteil. Nur sollte es sich um eine Schmerzpatientin handeln,die Morphium braucht,find ich den Satz mit den Rauschgiftuntensilien doch sehr fehl am Platz oder es hätte ein Hinweis auf die Behandlung damit bedurft. Danke für deine Meinung , den unter dem Aspekt den du ansprichst, sehe ich es aus der anderen Sicht.

Und so ist es eher nachvollziehbar warum sie mit 34 Rentnerin ist.(Auch wird dann die Rente nicht so üppig ausfallen) Wobei es nicht rechtfertigt,das sie sich das Eigentum anderer aneignet auf nicht ganz schönen Wegen .



Aus solch einem Grund bin ich gerne hier bei FM,da auch die eigene Sichtweise mal überlegt wird und gemerkt wird, die eigene Meinung ist nicht immer die richtige oder die unumstössliche.


Schmerzpatienten werden in aller Regel mit Morphium in Tabletten- oder Pflasterform vom Arzt versorgt.

Mir ist in den ca. 20 Jahren, wo ich in einer öffentlichen Apotheke gearbeitet habe, ein einziger Fall bekannt, wo der Patient Ampullen verordnet bekam und sich diese selbst (war Mediziner) direkt in seinen Subclaviakatheter spritzte. Ob es Abhängigkeit war, kann ich nicht beurteilen, aber ein Subclaviakatheter wird üblicherweise nicht aus Schir-Schang-Dudel gelegt.

Der verordnende Arzt, war selbstverständlich ein anderer.


Okay, fassen wir es mal sachlich zusammen.

Hier gibt es einen User, der sich über einen Zeitungsartikel aus Regensburg - bayerische Provinz - echauffiert. Warum die Frau, die beschrieben wird, so gehandelt hat, wissen wir nicht. Also gilt erstmal die Unschuldsvermutung. Warum die Person frühverrentet ist, wissen wir ebenfalls nicht.

Wieso sollen wir uns deswegen jetzt die Köpfe heißreden? Darin sehe ich keinen Sinn.

Grüßle,

Egeria


Im Prinzip hat er ja die gewünschte Antwort längst bekommen:

Es ist durchaus möglich, dass jemand mit 34 Jahren bereits Rentnerin ist.


Meine Töchter sind noch minderjährig und bekommen Rente.
Ich bin 42 und auch "Renterin".
Ich bekomme Wittwenrente und meine Töchter Halbwaisenrente.

Noch Fragen, Riki1979 ??

Bearbeitet von MissChaos am 18.10.2012 23:51:07


Zitat (tante ju @ 18.10.2012 20:46:12)
.. . . Subclaviakatheter wird üblicherweise nicht  aus Schir-Schang-Dudel gelegt.


Richtig. Im Gegensatz zu anderen Zugängen (Vena jugularis interna) bietet sich diese Möglichkeit bei Patienten, denen über einen längeren Zeitraum Medikamente intravenös zugeführt werden, an, da der Katheter meist länger belassen werden kann, bevor das Risiko einer Katheterseptikämie wächst.
Kann man sich auch selber legen, notfalls auch mal fehlpunktieren, nur in die Lungenspitze zu stechen sollte man vermeiden.

Passt schon, @Dasbinich :blumen:

Die beschriebene Frau kennen wir nicht näher und @Riki hat offensichtlich auch keine näheren Infos in Erfahrung bringen können. Sonst hätte er sie schon längst gepostet, um seiner Entrüstung Nachdruck zu verleihen.

Fakt ist, dass es in Deutschland sauschwer ist, in Frührente zu gehen, um sich in der sozialen Hängematte auszuruhen. Da muss schon etwas wirklich Gravierendes amtsärztlich festgestellt worden sein, dass man/frau mit unter vierzig bereits verrentet ist. Das dürfte auch nicht mit nur einem einzigen Begutachtungstermin abgelaufen sein. So leicht bekommt das keiner gemacht. Auch nicht jemand, der definitiv krank ist. Kleiner Tipp: Ich muss noch bis 67 arbeiten, auch wenn ich bis dahin die 45 Beitragsjahre für die Rentenversicherung schon um Jahre überschritten habe. Ich genieße aber auch den Luxus, einigermaßen gesund zu sein und arbeiten gehen zu können. Und auch einen Job zu haben, der gut bezahlt wird.

Ob nun der Hinweis auf Fixer-Utensilien echt war, wissen wir nicht. Das könnte genausogut eine Zeitungsente sein, um die Frau in Misskredit zu bringen. Papier ist geduldig. Und was in der Zeitung steht, ist nicht nachprüfbar. Ergo: Wir wissen es nicht.

Doch versetze Dich mal in die Lage der Frau, deren Geschichte wir nicht kennen. Sie ist Frührentnerin. Bei ihr werden angeblich Drogen-Utensilien gefunden. Sie hat lange Finger gemacht, also gestohlen. Nein, ich verharmlose das Ganze nicht. Sondern versuche nur, ihre Beweggründe zu verstehen.

Stelle Dir vor, Du bist auf Grund gesundheitlicher Komplikationen nicht mehr dazu in der Lage, Dich selbst zu versorgen. Du hast den Hürdenlauf durch alle Instanzen erfolgreich gemeistert und bekommst Rente. Viel kann das nicht sein. Wenn man mal davon ausgeht, dass diese Person mit sechzehn oder siebzehn Jahren ins Berufsleben eingetreten ist, hat sie weniger als zwanzig Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt. Wenn überhaupt. Da kommt nicht viel bei herum. Vermutlich muss sie noch zum Sozialamt gehen, um Wohngeld und/oder Ähnliches zu beantragen, damit sie überhaupt über die Runden kommt. Das ist sicherlich kein Spaß.

Grüßle,

Egeria


Es sit durchaus möglich dass jemand chronisch krank und ZUSÄTZLICH drogenabhängig ist. Ich will dieser Frau nichts unterstellen, aber sowas gibt es. Also kann sie durchaus Rauschgift bzw Zubehör gehabt haben und aus einem völlig anderen Grund berentet sein.

We'll never know ;)


Warum sollte eine junge Frau nicht auch schon früher als 34 eine EU-Rente bekommen. In der Reha lernte ich eine junge Frau, die wahrscheinlich nach Drogenkonsum mit 23 bereits einen SEHR SCHWEREN SCHLAGANFALL erlitten hatte....



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