Änderung des Familiennamens


Eine Bekannte von mir will demnächst heiraten und wohl auch Kinder bekommen. Leider ist der Familienname ihres Partners wirklich scheußlich. Ihr eigener Familienname ist ebenfalls nicht schön-besteht die Möglichkeit, einen ganz neuen Namen anzunehmen oder durch Veränderung einiger Buchstaben den Familiennamen zu verändern?
Wenn ja, wo lässt man sich beraten? Danke!


nein, anders als in den usa geht die freie namenswahl hier nicht.

ausnahmen werden bei krassen fällen gemacht, aber sie wird wahrscheinlich nicht grade hitler heißen ;)

ansonsten mal auf dem standesamt erkundigen.
sie können jede den eigenn nemen behalten, den namen von ihr oder ihm annehmen oder einer der beiden einen doppelnamen wählen und dabei den neuen namen voran stellen oder annehmen.


Man darf seinen Familiennamen nur aus bestimmten Gründen ändern lassen, das diktiert das Namensrecht.

Schau mal hier auf Wikipedia nach, da gibt es eine Liste

http://de.wikipedia.org/wiki/Namensrecht_%...nd_Ehescheidung

Wenn beide Namen wirklich ganz schrecklich sind, wie z. B. Rosa Schlüpfer oder so, dann haben sie noch Chancen. Klingen sie einfach nicht schön, haben sie halt Pech gehabt.


es besteht vielleicht die möglichkeit, den nachnamen eines vorfahren zu führen. etwa den mädchennamen der mutter oder großmutter.


Nein, in Deutschland geht das nicht.


Das geht hier nur, wenn man einen sehr guten Grund dafür hat.
Ich weiß von einem Lehrer, der einen Tiernamen hatte.
Und da sich die Schüler schon im Refendariat auf übelste Weise über ihn lustig gemacht hatten, konnte er ihn ändern.
Nur weil einem der Name nicht gefällt, kriegt man keine Genehmigung.

Es sei denn, du gehst ins Zeugenschutzprogramm


Zitat von der Wikiseite:

Zitat
Im derzeit geltenden Namensrecht gilt der Grundsatz der Unabänderlichkeit des Namens


Ohne triftigen Grund muss man seinen Namen behalten. "Klingt doof" oder "Tante Ophelias mittlerer Vorname passt besser auf's Klingelschild" =/= triftig.

soweit ich weiß wird bei solchen schlimmen Namen meisten nur 1 Buchstabe verändert.
zB. bei einem Namen " Fickenwirt" wurde mal "Finkenwirt"
ist jetzt aber nur ein Beispiel


Danke! Da kann man dann wohl nichts machen oder sie muss sich einen neuen Mann suchen, wenn ihr der Name nicht gefällt *gg


Zitat (Fleur @ 12.11.2012 07:57:50)
oder sie muss sich einen neuen Mann suchen, wenn ihr der Name nicht gefällt *gg

auch eine Möglichkeit rofl

Ich kann nur ein - leider nicht ganz ähnliches - Praxisbeispiel bringen:

Eine Frau hat einen Mann geheiratet und ihren Namen angenommen. Nach rund 10 Monaten wollten sie sich scheiden lassen. Die Frau hätte für einen kleinen Betrag (weiß nicht mehr wie viel, waren auf jeden Fall weit unter 100 Euro) wieder ihren Geburtsnamen annehmen können.

Wie gesagt, nicht wirklich die selbe Situation, aber vielleicht für den ein oder anderen "nice to know".


Zitat (WilliW @ 13.11.2012 14:48:31)
Die Frau hätte für einen kleinen Betrag (weiß nicht mehr wie viel, waren auf jeden Fall weit unter 100 Euro) wieder ihren Geburtsnamen annehmen können.D


Bei mir waren es deutlich unter 20 €.
Das war die Sache wert! :D

Ich weiß von einem Fall, bei dem ein Anwalt einen sogenannten "Allerwelts-Namen" trug, es aber in der Stadt, in welcher er seine Kanzlei betreiben wollte, bereits ...zig Anwälte mit dem gleichen Namen gab. Um sich von diesen abzusetzen, konnte er (nach Nachfrage und auf Antrag beim zuständigen Standeamt), den Mädchennamen seiner Mutter seinem Allerwelts-Namen als Zweitnamen anfügen. So trägt nun auch seine Tochter (unverheiratet), welche auch als Anwältin tätig ist, ebenfalls den Doppelnamen des Vaters. Ich vermute mal, falls sie heiraten sollte, wird sie ihren nunmehr bekannten Doppelnamen beibehalten.

Mit welchen Kosten die Namensänderung verbunden war, kann ich leider nicht sagen.

Bearbeitet von Murmeltier am 13.11.2012 15:13:37


Bei mir war es wie bei Jeannie: Nach der Scheidung wieder den Mädchennamen annehmen ist ein kleiner Verwaltungsakt. Kosten entstehen danach dann beim Personalausweis und evt. dem Pass. Bei anderen Sachen, wie Fahrzeugpapieren oder Führerschein muss man nichts ändern lassen. - Musste man bei der Heirat auch nicht.


Ist ja auch nicht gerade das Gelbe vom Ei, einem üblen Nachnamen noch einen neutralen hinzuzufügen.

Ich frage mich nur, was Frau Leutheuser-Schnarrenberger dazu bewogen hat, einen fast ebenso langen (oder noch längeren) Zweitnamen anzunehmen. Egal, wie sie vorher hieß, ob L. oder Schn. So wird man ja erst richtig hellhörig :o. Ganz zu schweigen vom Unterschreiben oder Ausfüllen... und der Peinlichkeit zu warten, bis das Gegenüber fertig mit der Anrede ist :rolleyes: :pfeifen:


Bei dem von mir geschilderten Fall handelte es sich zum Glück nicht um einen "üblen" Nachnamen, sondern um einen, der einfach nur unheimlich häufig vertreten war und ist. Und eben in diesem Fall auch noch unter den Anwälten in der Stadt. Um sich dann als Anwalt "einen Namen zu verdienen", war es sicher eine gute Überlegung, den Namen, den so viele führen, durch den weiteren Namenszusatz abzusetzen. Sicher stand auch die Überlegung dahinter, daß erfolgreich vertretene Mandanten - gefragt nach dem Namen ihres Anwaltes - dessen Namen gut hervorheben können, z. B. wenn sie sagen, mein Anwalt war Herr Meier-Bräuning, er ist ein sehr guter Anwalt. Wenn man sagt, mein Anwalt war der Herr Meier, dann ist das sicher nicht so effektiv und informativ, auch nicht Meier I oder Meier II usw.


Ach, mit den Allerweltsnamen, das wäre doch alles halb so schlimm, aber der eigene Name klingt anstößig und der des Partners extrem "brutal".....

Bearbeitet von Fleur am 17.12.2012 14:09:00


Dann beantrage doch einen Künstlernamen! :P

Hat mein Neffe gemacht. Der Name seiner Frau
ist der Familienname, sein eigener wurde als
Künstlername eingetragen. Den führt also nur er... :ph34r:


Und wie ist das dann mit den Kindern?


Zitat (Lakritze @ 17.12.2012 17:18:21)
Dann beantrage doch einen Künstlernamen!  :P

Hat mein Neffe gemacht. Der Name seiner Frau
ist der Familienname, sein eigener wurde als
Künstlername eingetragen. Den führt also nur er... :ph34r:


Zitat (Fleur @ 17.12.2012 19:56:24)
Und wie ist das dann mit den Kindern?

Die bekommen den Familiennamen.

Eben! :(


Die Ehefrau eines ehemaligen Arbeitskollegen hat mir gestanden, dass sie geheiratet hatte, um nicht mehr Kussmaul heißen zu müssen.
In solchen Fällen dürfte das geltende Namensrecht weniger verfängliche Lösungen anbieten. Je nach Grad der Opportunität sind sogar die Kosten oft noch im erträglichen Rahmen. Der Regierungspräsident weiß mehr darüber.



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