Hauskatzen jährlich impfen lassen? Die Meinungen sind verschieden


Hallo,
wir haben einen Kater und eine Katze, die heute 1 Jahr alt geworden sind.
Leider gehen die Meinungen übers impfen (Katzenschnupfen und Katzenseuche) ziemlich auseinander.
Der Tierarzt sagt einmal im Jahr; dann habe ich gegoggelt und wieder versch. Meinungen wie alle 2 oder 3 Jahre und manche schreiben "überhaupt nicht impfen".
Wie haltet ihr das?


Wenn die Fellnasen regelmäßige Freigänger sind, würde ich durchaus der Impf-Empfehlung des Tierarztes folgen.

Meine Katze ist eine reine Wohnungskatze. Sie ist nicht geimpft.


Es sind auch reine Wohnungskatzen (außer ab und zu auf dem Balkon).
Deine Katze ist nicht geimpft, wie alt ist sie denn?


Unsere Katze (nur Wohnung und Balkon) wurde 17 Jahre und ist ausser der Erstimpfung nie geimpft worden. Den Stress (für sie und für uns) zum Tierarzt zu fahren, haben wir gemieden. In den letzten zwei Lebensjahren hatten wir diese Belastung durch ihre Diabetes genug.


jedes jahr, egal, wie viel oder wenig freigang sie bekommt. damit ist man auf der sicheren seite, schließlich schleppt man mit der bekleidung und im eigenen haar genügend fremdmaterial in die wohnung hinein. und der wind tut sein übriges.


Wie alt meine Katze ist? Hm, gute Frage, nächste Frage bitte. Aber jetzt mal ernsthaft: Ich habe sie vor einigen Jahren als gut gebrauchtes Exemplar aus dem Gnadenhof des Tierheims geholt. Da war sie schätzungsweise acht bis zwölf Jahre alt. Mittlerweile ist sie irgendeine Zahl zwischen fünfzehn und zwanzig Jahre alt.

Ich sehe das ähnlich wie @Schokolade: Den Stress mit dem Tierarzt muss ich meiner Katze nicht öfter als nötig antun. Es reicht schon, dass sie unter einer Niereninsuffizienz und Herzproblemen leidet. Da ich Tabletten in diese Katze nicht ohne Vertrauensverlust hinein bekomme, erhält sie ihre Medis in Tropfenform aufs Futter geträufelt. Somit müssen wir nicht darüber diskutieren, ob sie ihre Medis nehmen will.

Grüßle,

Egeria


egeria. recht hast du, warum die Katze unnötig stressen! Sie ist ja im Haus und kommt mit keinern anderen Katzen
in Kontakt! Wichtig sind einfach die ersten Impfungen und die hat sie bestimmt erhalten !:blumen:


ich finde es übrigends ganz toll, dass du die Katze von einem Gnadenhof geholt hast! Würde meine neue Katz
sicher auch dort holen oder in einem Tierheim! :rolleyes:


Hallo Fatzel,

hier findest Du u. a. die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Vet. :blumen:


Wohnungskatzen sollten nur aller 2-3 Jahre geimpft werden. Ab dem 7. Lebensjahr sollten sie über entsprechendes Immunsystem verfügen und ohne Impfung auskommen. TA empfehlen die jährlichen Impfungen, weil sich damit sehr gut Geld verdienen lässt.


Danke für die Blumen @Holunderwisel :blumen:

Ich lebe seit über zwanzig Jahren mit Katze. Das ist nun schon Nummer drei aus dem Tierheim. Gerade erwachsene Tiere haben es am Nötigsten, wieder ihren eigenen Menschen ganz für sich alleine zu haben. Kleine Kätzchen gehen immer reißend wech und die Älteren bleiben übrig.

Ich denke schon, dass sie die ersten Impfungen erhalten hat. Zumindest war sie sehr gepflegt, als ich sie übernommen habe. Sogar ein Reißzahn war fachmännisch entfernt worden.

Allerdings ist auch der Einwand von @Seidenlöckchen nicht von der Hand zu weisen. Habe gerade im Volkslexikon Wikipedia nachgeschlagen: Die Gefahr, dass man sein Tier versehentlich selbst infiziert, besteht durchaus.

Grüßle,

Egeria


Herzlichen Dank für eure Antworten und den Link von compensare


Zitat (Denza @ 16.07.2013 16:20:40)
Ab dem 7. Lebensjahr sollten sie über entsprechendes Immunsystem verfügen und ohne Impfung auskommen.

sorry, aber diese Aussage ist absoluter Quatsch!

Zitat (compensare @ 16.07.2013 16:29:20)
sorry, aber diese Aussage ist absoluter Quatsch!


Da hat jeder seine Meinung und Erfahrung. Das als Quatsch zu bezeichnen, finde ich etwas arrogant.

Bearbeitet von Denza am 16.07.2013 16:41:57

Hätte ich eine reine Wohnungskatze, würde ich das mit der Impferei bleiben lassen. Unnnötig und kostet nur einen Haufen Geld.

Wenn die Katze jedoch regelmäßigen Freigang hat, sieht die Sache anders aus.

:)


Meine Bettnachbarin im Krankenhaus hat mir einen interessanten Artikel zu diesem Thema gezeigt, leider hab ich ihn selbst nicht mehr.

Da ging es genau um diese Frage.

Der Artikel befasste sich kritisch mit den jährlichen Impfungen und kam ebenfalls zu der Aussage, dass es Geldmacherei der Tierärzte ist. bzw der Pharmaindustrie.

Ein Mensch wird ja auch nicht jährlich geimpft, sondern bekommt in der Regel die Grundimmunisierung und nach einem bestimmten Zeitraum eine Auffrischimpfung. Ausnahme die jährliche Grippeschutzimpfung. (Wobei diese auch kontrovers diskutiert wird.)

Es ist nun die Frage, ob die Erreger von Katzenschnupfen und -seuche sich auch jährlich wandeln und deshalb eine jährliche Impfung notwendig ist. Das überschreitet gerade meine Erinnerung an den Artikel :ph34r:

Ich denke gerade bei (besorgten) Haustierbesitzern kann viel Geld zu holen sein.

Ich werde aber meine Tierärztin beim nächsten Impftermin auf diese Diskussion ansprechen, denn bis jetzt habe ich meine zwei Hauskatzen auch jährlich impfen lassen.


Meine beiden Wohnungskatzen, 4 und 12 Jahre ,bekamen auch nur die Erstimpfung und seither keine mehr.


Die Frage ist doch, wofür und oder wogegen die Katze geimpft werden soll. Nen Freigänger würde ich immer gegen Tollwut impfen lassen. Ansonsten weiß ich nicht wozu Impfungen erforderlich sind.


@gerri: Katzenschnupfen kann tödlich enden und ist ein ewig langes, qualvolles Sterben. Infizierte Katzen, bei denen die Krankheit nicht richtig ausbricht, können jahrelang Überträger der Krankheit sein.

Katzenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die ebenfalls häufig tödlich endet, und zwar durch Durchfall. Gegenstände mit dem Virus (wie Katzenklo, Futterschalen, unter Umständen sogar die Kleidung) können noch etwa 12 Monate lang die Krankheit auslösen.

Leukose : heimtückisch, weil Katzen jahrelang den Virus in sich tragen können, ohne dass die Krankheit ausbricht. Die Krankheit hat sehr verschiedenen Symptome und kann durch Schwächung des Immunsystems durch die unterschiedlichsten Erkrankungen zum Tode führen.

Tollwut ist bekannt

FIP (feline infektiöse Peritonitis): eine hochansteckende Krankheitdurch einen Coronavirus, die mit fast 100%iger Sicherheit zum Tod führt. Es gibt keine wirksame Therapie dagegen. Die Übertragung erfolgt durch Kot. Das Gemeine an der Sache ist, dass Katzenwelpen bereits im Mutterleib davon infiziert werden können. Es gibt zwei Formen davon: die feuchte FIP mit Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle und die trockene FIP mit schmerzhafter Knotenbildung in den Weichteilen, vor allem im Bauchraum.

Na, genug gehört? Ich finde die Vorstellung ein absolutes Horrorszenario und lasse meine Freigänger-Katzen deshalb immer impfen.


@mops :daumenhoch:

Unsere Freigänger werden auch regelmäßig geimpft.

Man kann nun wirklich nicht in jedem Fall die Pharmaindustrie verdammen.


Die Frage ist ja auch weniger, ob oder ob nicht geimpft werden soll, sondern vielmehr ist es nötig, dass jedes Jahr eine Impfung erfolgen muss.

Oder würde es nicht auch reichen, wenn ähnlich wie beim Menschen eine Grundimmunisierung stattfindet und dann nur noch eine Auffrischung alle 5 oder 10 Jahre.


Unsere Katzen lassen wir impfen - alle zwei Jahre. Gott, im September ist es wieder bei einer soweit. Mist - die Autofahrt.

Ich vertraue da unserer Tierärztin. Sie will uns kein Geld aus der Tasche holen, sie ist die größte Tierverrückte, die es gibt und legt eher dazu als sie einnimmt. Sie sagt, die Impfungen seien sinnvoll.

In meiner Kindheit habe ich viele kranke Katzen im Dorf gesehen. Es wurde sich nicht richtig um sie gekümmert. Noch heute habe ich traumatische Bilder im Kopf. Ich wüsste jetzt aber auch nicht, ob das Impfen unbedingt erforderlich ist. Man sieht es von Fall zu Fall. Die Nachbarin meiner Mutter hat eine Katze, die sie nie zum Tierarzt gebracht hat (außer zur Sterilisation). Die ist jetzt wohl so um die zwanzig und sieht prima aus. Ich denke, Katze hatte wohl Glück mit ihrer Konstitution. Die Tierärzte scheinen sich auch nicht so richtig einig zu sein mit ihren Meinungen. Ich kriege neben meinem Kater Krämpfe, wenn ich notdienstmäßig zu ihm hinmuss. Einer der ganz alten Sorte, der damals Kühe künstlich besamt hat und Katzen als überflüssig sieht.

Meine Mam hat eben auch gemeint, dass Katzen irgendwann grundimmunisiert sind. Aber es sind halt nur hanebüchene Überlegungen.

Hey, alles Gute Dir und der Katz` :blumen: :blumen: :blumen:


Hallo,

meine 3 Kater sind reine Hauskater (mit Balkon), und wurden noch nie geimpft. Den Stress möchte ich meinen Fellpopos und mir nicht zumuten, da der Tierarzt etwas weiter entfernt seine Praxis hat. (ca 45 min Autofahrt)

Ich muss allerdings gestehen, dass ich bei reinen Wohnungskatzen auch zum Impfgegner geworden bin, da im Bekanntenkreis 2 x nach Impfungen heftige Nebenwirkungen aufgrund der Impfung gewesen sind.

Falls meine Kater Freigänger wären, hätte ich ein echtes Problem.
Bisher sind meine Katzen immer um die 16-20 Jahre alt geworden, und eines natürlichen Todes gestorben (keine Krankheiten).

Gruß
Nelle


Also ich hab die gleichen Erfahrungen gemacht wie du!
Obwohl die meisten Tierärzte mir immer zur Impfung geraten haben, ich habs nie machen lassen, weil ich keine Notwendigkeit gesehen hab.


Unsere Mietze ist auch dem Tierheim und war bereits geimpft. Folgeimpfung ließ ich auch machen. Meine TA riet mir noch zu einer Entwurmung, da sie sehr struppiges Fell hat. Habe ich machen lassen. Mietze geht es gut, Fell glänzt wieder.

Noch darf sie nicht raus. In Kürze bauen wir ihr ein Gehege, dann kann sie durch den Garten streunern, wann immer sie möchte. Da halte ich weitere Impfungen doch für notwendig.


Meine beiden Kater haben die Anfangsimpfungen gekriegt-aber ich halte es nicht für nötig,sie weiter impfen zu lassen,denn sie sind reine Wohnungskater. :o :pfeifen:


Dann lest mal die 2 Bücher von einer Tierärztin, die uns aufrütteln sollen, wie ihre Kollegen unsere Tiere krank therapieren. Aber nicht nur Tierärzte, auch unsere Doktoren für die Menschen werden von der Pharmaindustrie angehalten ihre Medizin an Mann/Frau und Tier zu bringen. Googelt mal nach Nebenwirkungen von Impfungen von Tieren. Ich habe einen impfgeschädigten Hund, leider bin ich erst nach der letzten Impfung vor 3 Jahren drauf gekommen, dass alles nur daher kommt. Als ich meine TÄ darauf angesprochen habe, meinte sie, dass sie sich das nicht vorstellen könnte. Als ich ihr sagte, dass nur noch die Tollwut eventuell in Frage käme, meinte sie, dass das die agressivste von all den Impfungen sei. Also weiß sie doch, wie schädlich die Impferei eigentlich ist. Aber wer gibt schon zu, dass sie dadurch ganz schön verdienen (wollen). Aber jeder muß selber wissen, was er/sie mit ihren Haustieren macht. Meine Hunde bekommen auf jeden Fall keine Impfungen mehr. Was Hauskatzen betrifft, sie brauchen überhaupt keine Impfungen, schreibt die Tierärztin und mit dieser Meinung ist sie nicht allein, einige andere Kollegen teilen diese auch.


Wir haben seit rund 40 Jahren Hauskatzen. Nach den Grundimpfungen wurden die Tiere nicht mehr geimpft, weil sie a) reine Wohnungskatzen waren und b.) der Tierarzt ebenfalls die Meinung vertrat, dass die vielen Impfungen nur den Geldbeutel klingeln lassen, aber bei reinen Wohnungskatzen nicht sein müssen.
Einen uns zugelaufenen Kater, Freigänger, haben wir kastrieren lassen. Durch Folgeimpfungen, die man uns für Freigänger empfahl (anderer Tierarzt, da wir verzogen waren) wurde bei dem Kater die schwere Krankheit FIV ausgelöst. Er war nur "Träger", aber durch die Impfung wurde das aktiviert. Er ist leider schlimm verstorben.

Allen anderen Katzen ging es immer sehr gut. Die aus einem Wurf bei uns stammenden 3 Geschwisterkatzen wurden alle zwischen 20 und 22 Jahre alt - ohne Folgeimpfungen. Der Kater, der nun bei uns lebt, stammt aus dem Tierheim. Natürlich wurden dort Grundimpfungen vorgenommen. Der Tierarzt führte dann später noch eine Wurmkur durch und siehe, der Kater reagierte unverträglich und mit Blut im Stuhl darauf. Wir haben sehr schnell festgestellt, dass der Kater hochgradig allergisch ist, auch auf Medikamente. Zum einen bekommt er nur ein Spezialfutter, dass er GsD schon seit 2 Jahren als Alleinfutter akzeptiert und nichts anderes anrührt. Der TA meinte, dass die Tiere sehr wohl merken, was ihnen gut tut und dass sie sich dann entsprechend verhalten. Geimpft wurde und wird er auch nicht mehr. Eventuelle Medikamente werden wir uns für absolute Ernstfälle vorbehalten, die hoffentlich nicht eintreten.
Was ich sagen will: Er war ein Problemfall. Aber durch sein Spezialfutter und vor allem ohne Impfungen geht es ihm ausgesprochen gut und er ist eine ganz liebenswerte Fellnase innerhalb unserer Familie. Deren festes Mitglied er ist!

Bearbeitet von Drachima am 15.12.2014 12:19:32


Hallo Drachima, das freut mich, dass du es bestätigst, dass man Hauskatzen nicht impfen muß, damit sie nicht krank werden. Dein Freigänger wurde erst recht schwer krank davon.
Auch Wurmkuren soll man nur machen, wenn die Tiere Würmer haben, bei Durchfall gebe ich Kohletabletten. Spezialfutter vom TA, na ja ich würde es nicht geben, wollte man mir auch immer andrehen, habe immer Proben mit bekommen, aber das haben meine Hunde abgelehnt. Die wissen was ihnen gut tut, da hast du vollkommen recht, ich gebe kalt gepreßtes Trockenfutter, ist zwar etwas teurer, aber dafür auch gesünder.

Bearbeitet von Rexyangi am 15.12.2014 20:05:27


Zitat (Rexyangi @ 15.12.2014 20:04:17)
Spezialfutter vom TA, na ja ich würde es nicht geben, wollte man mir auch immer andrehen

Wir haben teures Futter gekauft/bestellt, dass auch für Allergiker als hervorragend eingestuft wurde. Aber es hat ihm nicht geholfen, seine Reaktionen blieben schlimm. Er hat sich manchmal mit beiden Vorderpfoten am Kopf/Körper kratzen wollen; natürlich fiel er dabei um. Auch von diesem teuren Spezialfutter behielt er den Blut im Stuhl. Das ist untersucht worden und hat GsD nichts mit inneren Organen zu tun.

Doch dieses Trockenfutter vom TA verträgt er (das ist auch nicht frei verkäuflich) und, wie schon gesagt, er frisst nichts anderes mehr. Wir haben das Glück, dass er dazu viel säuft. Und jetzt, nach 2 Jahren, geht es ihm richtig gut, was uns richtig glücklich macht.

Was ist GsD? Ich habe von der Abkürzung noch nie etwas gelesen, auch bei Google kein Ergebnis.


GsD = Gott sei Dank :)


rofl GsD jetzt weiß ich das auch. rofl



Kostenloser Newsletter