Masern! Schützt Eure Kinder


Liebe Leutchen- im Besonderen: liebe junge Mütter! :blumen:

MASERN AUF DEM VORMARSCH!!
Man liest es in der Zeitung und sieht Beiträge im TV, und so fühle ich mich bemüßigt,
auch und gerade hier meinen Senf darüber loswerden zu wollen, eben, weil wir hier einige junge Mütter mit vertreten haben, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen sollten.

Gerade, weil die landläufige (und gefährliche!) Ansicht existiert, daß Masern eine "harmlose Kinnderkrankheit" seien, die kind am besten mal ausgestanden haben müsse, da der Körper dann von selbst Antikörper dagegen bilde.

Dies mag vielleicht für Windpocken zutreffen, jedoch nicht für Masern. Dagegen sollte jede Mutter ihr Baby impfen lassen (wie es früher im Osten selbstverständliche Pflicht war=> gut so).

Mit der Masernerkrankung des Kindes geht die Gefahr einher, daß Kindchen samt hohem Fieber und Hautausschlag außerdem an der gefürchteten (Meningo-)Encephalitis (Hirnhaut bzw. Hirnenzündung) erkranken und schwere bis schwerste Folgeschädigungen davontragen kann. :schnäuzen:
In manchen -seltenen- Fällen führt diese Krankheit zum Tod.

NUR RECHTZEITIGES IMPFEN HILFT, dergleichen zu verhüten.

Bitte denkt daran, denn ich glaube kaum, daß die Erregerstämme (welcher üblen Kinderkrankheiten auch immer) im Laufe der Jahre weniger resistent geworden sind.

SCHÜTZT EURE KINDER!

Leider gibt es nach wie vor noch Ärzte, die meinen (und das auch den Leuten erzählen), Impfstoffe und Impfen selbst sei riskanter, als die Krankheit aktiv durchzustehen. :angry: Diese Meinung teile ich nicht und bin froh, mein Kind noch durchgeimpft zu wissen... :yes:

Denn: mein unablässig hinterfragendes Gehirn fragt sich: wie können solche Epidemien wie die beschriebenen Masernfälle wieder so breit auftreten?
Vielleicht durch mangelde Vorsorge und zuviel hausbackene -landläufige- Meinungen??? :hmm: :hmm:

Laßt es nicht soweit kommen, daß Eure Kleinen leiden...
Masern, Keuchhusten, Tb. und Tetanus, Polio und Schlimmeres:
Lieber einen Pieks und bissel Weinen, als lebenslange Schuldgefühle ...
...und ein krankes Kind.

Liebe Grüße, auch an die Kleinen,
von Biene :blumen: :blumen

PS: Dies soll keine Panikmache, sondern lediglich ein Denkanstoß sein.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 08.04.2006 02:20:19


Ich habe es auch in den letzten Tagen in der Presse verfolgt, es ist erschreckend.

auch hier zu lesen


Der Sohn unserer Nachbarin ist daran gestorben. Genau wie die Bi(e)ne schon schrieb. Es kam noch eine Hirnhautentzündung dazu ...

Und wenn man trotz fehlender Impfung als Kind keine Masern bekommt, kann es einen als Erwachsenen erst recht erwischen. Dann hat man endgültig schlechte Karten. :(


Mein Sohn mußte, bevor er zum Kindergarten kam, auch gegen Mumps und Masern geimpft werden. Sonst wäre er dort nicht angenommen worden!!! Und das ist gut so!!!! Manche Mütter werden heute wirklich luschig, was Impfungen betrifft!!
Klasse Mahnung Bi(e)ne!!! :blumen: :blumen:

wollmaus


Ich könnte kotzen, wenn ich irgendwelche Hippie-Eltern höre, die Masern total verharmlosen und dabei meinen, derbe gut informiert zu sein und ihre Kids zu stärken, wenn die auch die Masern und sowas mitmachen müssen.
Klaro kann ne Impfung auch daneben gehen und davor hätte ich auch Schiss, wenn ich n Kind hätte, und ich weiß selber, dass viele nach der Impfung n bisschen schwach oder schlecht drauf sind. Aber das ist ne geringere Wahrscheinlichkeit als wenn n Kind durch die Masern richtig krank wird oder sogar stirbt und andere sogar ansteckt.

Aber wie beschissen ne hochgradig gefährliche Krankheit wie Masern ausgehen kann, wollen solche Leute gar nicht wissen, labern blöde rum, dass das in Afrika ja nur so schlimm ist, weil die Kids sowieso unterernährt und oft schwach sind. Solche Leute gehören echt gegen ne Wand geknallt, die müssen den Scheiß dann ja nicht ausstehen, sondern die Kids! :labern: :labern: :labern: :labern: :labern:


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 26.11.2007 14:49:02


Ich war 19 als ich die Masern bekommen habe, und ich wollte sterben, kein Witz. Es ging los mit einer popeligen Halsentzündung, die einfach nicht weggehen wollte. Dann waren wir Erdbeeren pflücken und kurz danach hatte ich einen fürchterlichen Ausschlag im Gesicht und die Ärzte tippten auf eine Erdbeerallergie. Dann kam Fieber hinzu, stellenweise um die 41. Es wurden reihenweise Antikörpertests gemacht, auf Masern kam kein Mensch. Das Fieber wollte nicht weggehen und dann (endlich) machten sich die Masern-typischen Flecken am ganzen Körper breit. Endlich wurde dann ein Antikörpertest auf Masern gemacht, der war dann positiv. Ich hatte insgesamt über 4 Wochen lang um die 40 Fieber, das einzige, was ich zu mir nehmen konnte, war kalter Pfefferminztee und Wassermelone, meine Mutter ist fast verzweifelt. Mir gings stellenweise so dreckig, dass ich echt mit dem Gedanken geliebäugelt hatte, doch bitte nicht mehr aufwachen zu müssen. Durch das hohe Fieber hatte sich dann Wasser hinters Trommelfell gesetzt und mir war ständig schwindelig und kotzübel. Als Kind war ich gegen Masern geimpft, nur ans Auffrischen dachte keiner. Ich mache meinen Eltern da keinen Vorwurf, ganz bestimmt nicht. Aber mir war es eine Lehre und ich werde darauf achten, auch immer schön die Auffrischimpfungen bei meinem Sohn durchführen zu lassen.


Masern ist im Moment ein sehr heißes Thema.

Meine Kinder 15 und 12 wurden als Kind nicht gegen Masern, Röteln und Mumps geimpft.
Masern bekamen sie beide direkt nach den Windpocken. (6 und 3 waren sie).
Beide Erkrankungen hatten sie sehr heftig.

Wir haben einen Kinderarzt, der genau wie Biene es beschrieb, gegen die Impfungen sprach. Wir haben ihm vertraut und es ging Gott sei Dank alles gut.

Heute denke ich anders drüber und würde sie als Kind impfen lassen!!

Mein Sohn wurde jetzt geimpft und meine Tochter folgt bald.

Wir sind immer noch bei diesem Kinderarzt und sind sehr zufrieden. Er verschreibt sehr viel Medikamente von Wala und Weleda. Unsere Kinder sind selten krank (z.B.Erkältung) !!

Ist wirklich eine schwierige Entscheidung.

lg die Ulli


Zitat (Rausg'schmeckte @ 09.04.2006 - 08:43:47)
Ich war 19 als ich die Masern bekommen habe, und ich wollte sterben, kein Witz. Es ging los mit einer popeligen Halsentzündung, die einfach nicht weggehen wollte. Dann waren wir Erdbeeren pflücken und kurz danach hatte ich einen fürchterlichen Ausschlag im Gesicht und die Ärzte tippten auf eine Erdbeerallergie. Dann kam Fieber hinzu, stellenweise um die 41. Es wurden reihenweise Antikörpertests gemacht, auf Masern kam kein Mensch. Das Fieber wollte nicht weggehen und dann (endlich) machten sich die Masern-typischen Flecken am ganzen Körper breit. Endlich wurde dann ein Antikörpertest auf Masern gemacht, der war dann positiv. Ich hatte insgesamt über 4 Wochen lang um die 40 Fieber, das einzige, was ich zu mir nehmen konnte, war kalter Pfefferminztee und Wassermelone, meine Mutter ist fast verzweifelt. Mir gings stellenweise so dreckig, dass ich echt mit dem Gedanken geliebäugelt hatte, doch bitte nicht mehr aufwachen zu müssen. Durch das hohe Fieber hatte sich dann Wasser hinters Trommelfell gesetzt und mir war ständig schwindelig und kotzübel. Als Kind war ich gegen Masern geimpft, nur ans Auffrischen dachte keiner. Ich mache meinen Eltern da keinen Vorwurf, ganz bestimmt nicht. Aber mir war es eine Lehre und ich werde darauf achten, auch immer schön die Auffrischimpfungen bei meinem Sohn durchführen zu lassen.

eigentlich müßtest du genau mit deiner Geschichte vor jeder Arztpraxis stehen und diese Story jeder impfmüden Mutter ins Gesicht schreien...

Wenn ich von irgendwelchen Masernparties höre wird mir echt schlecht, wie kann man seinem Kind das nur antun und mit Absicht diese Krankheit herbeiführen, obwohl bei einer Impfung eigentlich genau das gleiche passiert, die Kinder bilden Antikörper nur daß sei dabei nicht diesen schrecklichen Leidensweg gehen müssen...

Ich finde das hochinteressant, was hier erzählt wird.

Wenn Masern wirklich so gefährlich sind, kann es sein, dass es an Aufklärung fehlt?

Was ich damit sagen will:
Wenn ich Kinder gehabt hätte, hätte ich diese Aufklärung gebraucht. Zu meiner Zeit waren Masern eine harmlose Kinderkrankheit, bzw. es wurde als das angesehen. Alle hatten das irgendwann, die meisten haben sich gefreut, dass sie nicht zur Schule mussten. Ich hab es, wie fast all meine Kinderkrankheiten, erst sehr spät gehabt, und ich weiß noch, dass ich es genossen habe. Ich kann mich auch an keinen Fall erinnern, bei dem hieß, dass ein Kind schwer krank war und evtl. fast gestorben wäre.
Wie hätte ich also darauf kommen sollen, dass wir nur damals nur Glück gehabt haben.
Bei Röteln habe ich andere Erfahrungen, weil meine Mutter die Röteln hatte als sie mit mir schwanger war.

Wenn man das heute besser weiß, warum wird die Impfung dann nicht zur Pflicht gemacht?


Alien!

Vielleicht liegt es auch dran, daß wir in unserem Alter widerstandsfähiger waren??
Ich erinnere mich, daß wir bei Wind und Wetter draußen waren. Meine Kinderzeit war in den 50ern. Wir hatten nicht einmal die Regenkleidung, wie sie heute vorhanden ist. Heute läuft dochso manche Mutter schon zum Kinderarzt, wenn sie ihrem Kind 2x hintereinander die Nase putzt, und dann gleich eine Grippe vermutet!! Ich sehe jedenfalls kaum eine Mutter, die auch bei Regenmal für eine Stunde nach draußen geht!! Wo bekommen die Kinder denn sonst Abwehrkräfte?? In der warmen Stube?? Auch Krankheiten wie Neurodermitis oder Krupp-Husten, waren mir nie bekannt. Ich habe auch schon festgestellt, daß Kleinkinder immer mehr aus dem Glas ernährt werden, anstatt mit frischgekochten Obst oder Gemüse gefüttert zu werden.

wollmaus


Wollmaus,

da könntest du Recht haben. Wir sind relativ zeitgleich aufgewachsen und bei mir lief es genaus ab. Ich bin "auf der Straße" aufgewachsen. Da fällt mir der Spruch ein "dreckige Kinder sind gesunde Kinder". Und ich denke an die bescheuerte Werbung, wo ein Kind auf dem Küchenboden rumkrabbelt und dann wird der Mutter gesagt, "das ist gefährlich", sie reißt das Kind an sich, ist völlig entsetzt, und dann putzt sie den Boden mit einem chemischen Mistzeug, damit das arme Kind bloß keine Bazillen bekommt.
Ich hab mal eine Dokumentation über Putzsüchtige gesehen, zum Schluss war das Fazit: "Wer allen Schmutz beseitigt, vernichtet das Leben".

Man soll ja nicht der Vergangheit nachtrauern, aber manchmal denke ich wirklich, wir hatten es besser, zumindest sind wir irgendwie gesünder aufgewachsen.

LG
das Alien


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 26.11.2007 14:48:31


@ Alien @Wollamus

Auch ich verfolge das Geschehen um die Kinderkrankheiten im Fernsehen. In einem Bericht ist man extrem über Mütter hergezogen, die ihre Kinder zu sogenannten "Maser-Partys" schicken, damit sie sich anstecken. Die Mütter wurden als absolut verantwortungslos hingestellt und ich habe mal überlegt. Wir haben auch alle Krankheiten durchgemacht (31) und zu meiner Zeit hat man nie über eine Impfung nachgedacht - es gehörte einfach dazu, dass man Masern usw. bekam. Vielleicht ist es wirklich so, dass die Kinder heutzutage ein schwächeres Immunsystem haben und Krankheiten agressiver sind. Wir haben damals im Dreck gespielt, sind hin und wieder in einen Graben gefallen und wenn es regnete sind wir auch nicht nach Hause gegangen. Mein kleine Neffe geht nur aus dem Haus, wenn er im Kindergarten ist ansonsten sitzt er vor dem Fernseher. Wahrscheinlich ist es nicht überall so aber früher war Kindsein doch irgendwie anders.


Ein arzt wird schon wissen, was er tut.

Ich bin, seit dem ich 12 oder 13 war auch nie mehr geimpft worden, auch heute nicht - gesund. :D


Masern sind heute nicht gefährlicher wie früher, auch glaube ich nicht, dass die Krankheit früher einen leichteren Verlauf genommen hat. Schwere Folgen sind nicht die Regel, sondern Einzelfälle, die heute einfach besser dokumentiert sind. Allerdings möchte ich nicht zu den Eltern gehören, deren Kinder zu den "Einzelfällen" zählen und dann mit schwersten Behinderungen zu kämpfen haben, nur weil es ja normalerweise ach so harmlos ist.



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