Wer kennt "Pfannenbrot"?


Ich bin auf der Suche nach "Pfannenbrot", das mein Freund immer machte. Leider kann ich ihn nicht mehr fragen, welche Gewürze er an das Brot machte.

Er hat normale Graubrotscheiben genommen, dieses in der angebraten und gewürzt. Ich weiß nicht, welche Gewürze er genommen hat. Kennt jemand von euch dieses Rezept. Es muss aus dem Krieg oder der "Nachkriegszeit" sein, da war seine Mutter noch ein kleines Mädchen bzw. eine junge Frau. Leider ist jeder aus der Familie meines Freundes entweder tot oder für mich nicht erreichbar. Kann mir jemand helfen?


Hmmmmmm... meine Oma hin und wieder etwas ähnliches. Allerdings reiben wir das geröstete Brot dann nur mit frischem Knoblauch und etwas Salz ein. Der Name des Gerichtes ist Baschnitz, auch wenn ich mir bei der Schreibweise sehr unsicher bin.


Danke, Cambria, ich werde das mal so versuchen, wie du gesagt hast!

(Entschuldigung, wenn ich "du" schreibe, obwohl ich ja gar nicht weiß, wie alt du bist!)


Macika, wir duzen uns hier alle, egal ob jung oder alt :blumen:

Experimentiere doch einfach etwa mit dem Pfannenbrot. Vielleicht kannst du dich so dem Rezept deines Freundes nähern oder findest eine eigene Kreation. Das Gute an diesen alten (Kriegs)Rezepten ist ja, dass die Zutaten nicht so viel kosten. Da fällt mir persönlich jedenfalls das experimentieren leichter ;)

Wenn du die eine Seite der brotscheibe angebraten hast, Dreh die Herdplatte etwas runter. Das Brot wird irre schnell “gar“ und verbrennt schnell.

Zu Baschniz passt Kräuterquark übrigens hervorragend, auch wenn es nicht die Klassische Variante ist.


Ich wuerde auch experimentieren. Wenn es aus der Kriegs- oder Nachkriegszeit ist, kommen die heute "modernen" mediterranen Kraeuter nicht in Frage, die kannte man damals ja noch nicht so. Vielleicht in Butter oder Margarine gebraten und mit Knoblauch und Petersilie und etwas Pfeffer? Muss ich unbedingt mal probieren.


@kleiner_albatros: Ich kann ja nur sagen, was mein Freund mir gesagt hat. Bevor ich ihn kannte, war mir "Pfannenbrot" komplett fremd. Meine Mutter ist ja erst 1951 geboren. Und als sie dann von Baby-Nahrung auf richtige Nahrung umgestellt war, war der Krieg ja schon lange her!

Okay, mein Freund wurde erst 1962 geboren, seine Eltern wurden aber schon kurz nach dem ersten Weltkrieg geboren. Die Mutter meines Freundes war fast 40, als er das Licht der Welt 1962 erblickte. So hat sie ihm wohl viele Rezepte von damals verraten. Einige habe ich ja auch in einem kleinen selbst geschriebenen Heft gefunden. Aber das "Pfannenbrot" hat er leider mit ins Grab genommen.

Er starb am 21. Mai diesen Jahres mit gerade mal 51 Jahren!


Da bin ich ja gerade richtig. Ich hatte auch eine beste Freundn, die tolle Rezepte hatte, aber vor drei Jahren mit gerade mal 45 Jahren gestorben ist...


Ich hab davon noch nie gehört, hört sich aber total spannend an! Wenn also einer ein gutes Rezept findet, bitte auch mal an mich!


Meine Oma hat das früher auch öfters gemacht, eben mit keinen großen Gewürzen nur Pfeffer, Salz, Petersilie und ganz lecker Schnittlauch und hald in Butter gebraten.
Ab und zu hat sie auch noch bisschen Ei in die Pfanne gegeben..... :)

.....und jetzt wo ich davon lese, ich glaub heute abend gibts eins ;)


Bratbemme schmeckt mir am besten wenn ich Zwiebelschmalz(geht auch Gänseschmalz) dünn auf die Bemme(dicke Schwarzbrotscheibe) schmiere die Bemme dann in der Pfanne mit Pfeffer und Salz gewürzt goldgelb brate und zum Schluss mit einer Knoblauchzehe abreibe

auch ganz lecker bei ganz altem Brot(festen Brot) das Brot kurz in Brühe tauchen(gekörnte Brühe) das sich die Schnitte leicht voll saugt und dann mit Pfeffer und Salz in viel Butter in der Pfanne ausbacken


Ich kenne das auch aus meinem Elternhaus. Da es damals noch keine gab, wurde das alte Brot so lecker verwertet. Als wir noch so einen Ofen mit Kohlen zum Heizen hatten, wurden die Brotscheiben gleich auf die Herdplatte gelegt und so beidseitig "getoastet". Dann wurden sie mit Knoblauchzehen eingerieben. Die Scheiben waren ja kross und dienten somit gleichzeitig als Reibeisen.
Darauf kam dann selbstgemachtes Schmalz oder Butter mit einer Priese Salz. Das war ganz lecker und mal was anderes. Also da kamen keine Gewürze drauf, außer dem Knoblauch und etwas Salz.
Später haben wir das Brot dann in der Pfanne geröstet, aber vom Prinzip her genauso "einfach" gewürzt. Wir haben das meistens am Freitag- oder Samstagabend gegessen, wegen dem Knoblauch B) :)

Meinen Kindern habe ich oft aus altem Brot auch was Leckeres zubereitet:
die alten Brotscheiben in "zerschlagenem" Ei wenden und dann in Butter beidseitig kurz braten.
Mein Sohn hat sich dann Salz drauf gestreut und meine Tochter Zucker.

Bearbeitet von Dora am 30.07.2013 13:58:39


Also bei uns gibt es das öfter mal.Besonders wenn Graubrot etwas trocken geworden ist. Einfach in Margarine gebraten mit etwas Salz rauf.


das hier

Brotwürfel in Butter anrösten, mit reichlich geriebenem Emmentaler bestreuen und soviel Sahne angiessen, dass alle Brotwürfel von einer KäseSahneSchicht umhüllt sind aber nicht darin schwimmen ... mit Salz und frischem Schnittlauch würzen

gibt es bei mir heute Abend :sabber:


Wir nehmen dazu immer das Vollkornbrot (das verpackte). Eine Seite in Olivenöl etwas anbraten, umdrehen, Harzer Käse drauf, paar Minuten warten. Verschmilzt und schmeckt lecker.
Grüßle


Kenne ich noch nicht, hört sich aber interessant an :)


So, wie es Cambria schreibt, hört es sich fast so an, wie mein Freund es gemacht hat! Ich denke mal, man kann es noch abändern, andere Gewürze nehmen, aber so oder so ähnlich werde ich es mal versuchen!

Ich danke euch allen!

Ich werde auch mal schauen, ob ich im Internet unter dem Namen "Baschnitz" irgend etwas finde!


Ich kenne das so: Brot im Eierguss beidseitig tunken. Rausbräteln und mit Gewürzen-oder Zucker bestreuen.


Meine Uroma (geb. 1919) hat so was ähnliches auch immer gemacht :) Sie hat immer die Kanten vom Brot in grobe Würfel geschnitten und in reichlich Butter gebraten, bis sie leicht braun aber nicht zu kross waren. Dann kam Salz und frische gehackte Petersilie darüber. Dazu gabs dann Pellkartoffeln mit ausgelassener Butter drüber.

Als Kind habe ich das geliebt, heute würde ich schon alleine meiner Figur zuliebe die Finger davon lassen :P

Bei uns gibts aber auch heute noch "Röstbemme" - die kalorienarme Variante - die Schnitten werden schön dick von Brotlaib geschnitten und überm Holzkohlegrill geröstet - dann mit Knobi eingerieben und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer gewürzt - YAMMIE :sabber:


Bei Pfannenbrot denke ich eher an Brot, dass in der Pfanne gebacken wird. Und ja, das geht...


Ich kenne Pfannenbrot aus diversen Freizeiten. Aber da wurde das Graubrot auch in der Pfanne geröstet und dann aber mit Zucker bestreut. Hmmm, herrlich! :D


Zitat (risiko @ 03.08.2013 09:50:44)
Ich kenne das so: Brot im Eierguss beidseitig tunken. Rausbräteln und mit Gewürzen-oder Zucker bestreuen.

Arme Ritter nennt man das bzw. unter dem Namen kenn ich es. Ist eine leckere süße Verwertung von altbackenem Brot. Man kann aber nur weißes oder höchstens halbweises Brot nehmen. Mit dunklen Broten schmeckt das nicht.

Da nimmt man dann die herzhafte Würzung....


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