Dämmung?


Was bringt Dämmung wirklich? Und welche Materialien sind zu verwenden?


??? was willst Du denn dämmen? Gartenhaus? Wohnung? Haus? Hundehütte? Dachboden? Keller?

Spontan würde ich sagen: laß Dich am besten im Baufachhandel beraten, die müßten es am Besten wissen...


Was willst Du dämmen?

Schall?

Temperatur?

Gruß

Highlander


Das kann man beides so pauschal nicht beantworten, es gibt da unzählige Materialien und Möglichkeiten. Das geht von Vakuum Dämmung bis zu diesen meiner Meinung nach grässlichen Kunststoff Blöcken die einfach vors Haus geklebt werden.

Im Expertenportal gibt es einen ganz übersichtlichen Artikel zu dem Thema ganz interessant sind da auch die Infos zu möglichen Förderungen durch die KfW.


Deluxe, mein Mann ist vom Bau.
Seine Meinung: Verschiedene Dämmungen sind der größte Mist und nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.


Ich muss mich gerade mit dem Thema befassen und finde es sehr kompliziert. Pauschal kann man da gar nichts zu sagen. Will man ein altes Haus dämmen, kann das ganz anders geschehen als bei einem Neubau - abhängig von den Gegebenheiten, der Himmelsrichtung, den Vorlieben der Besitzer usw. Aber auch bei einem Neubau gibt es 1 Mio 17 Möglichkeiten.

Ich als alter Öko finde es natürlich super, Energie zu sparen. Daher erstmal einen Daumen hoch für's Dämmen.

ABER:

Ich finde es schwachsinnig, Millionen von Häusern mit Kunststoffen (die derzeit verbreitetste weil billigste Methode) zu dämmen, die irgendwann (man spricht bei 10 bis 15 Jahren bei diesen styroporartigen Platten) zu zerfallen beginnen, abgerissen werden müssen und danach purer Sondermüll sind. Das Frauenhoferinstitut hat versucht, diesen Müll recycelbar zu machen bzw. wieder in Öl umzuwandeln, aber weder der Staat noch sonst jemand ist bereit, in das Projekt zu investieren. Abgesehen vom Umweltaspekt wird diese Dämmung den Einzelnen also irgendwann viel Geld kosten - nämlich bei der Entsorgung. Wenn in einem Jahrzehnt all die Dämmungen erneuert werden müssen, die in den letzten Jahren an die Häuser gepappt wurden, wird das richtig lustig werden.

Zweitens finde ich das Gefühl, in einer hermetisch geschlossenen Plastikummantelung zu sitzen, grauenvoll.

Und drittens ist es schwer, ein altes Haus auf diese Weise "korrekt" zu dämmen. Wer z.B. nicht gleichzeitig die Fenster austauscht, weitere Kältebrücken entfernt, ein diszipliniertes Lüftungsmanagent fährt oder eine automatische Lüftungsanlage (Stromfresser) einbaut, züchtet bald Pilze.

Natürlich gibt es auch andere Formen der Dämmung, aber da wird es schwer, einen Dämmungsgrad zu erreichen, der (nennenswert) KFW-gefördert wird. Meiner Meinung nach ist der momentane Trend, alles zu dämmen, was nicht schnell genug den Baum raufkommt, beinahe gefährlich. Kaum jemand setzt sich vernünftig mit dem Thema auseinander, so dass sich viele auf den Rat anderer verlassen, die auch keine Ahnung haben. Oder eben auf das, was kluge Bauunternehmener oder selbsternannte Energieberater propagieren.

Fazit: Wenn ich nicht aus irgendwelchen Gründen auf der Stelle dämmen müsste, würde ich mir Zeit damit lassen, eine Lösung zu finden. Ich würde sie auch defintiv nicht bei frag Mutti oder im Baumarkt suchen, sondern in Fachforen und bei Fachleuten wie Baubiologen, Architekten usw.

Bearbeitet von donnawetta am 05.08.2013 09:32:52


Zitat (donnawetta @ 05.08.2013 09:29:37)
Meiner Meinung nach ist der momentane Trend, alles zu dämmen, was nicht schnell genug den Baum raufkommt, beinahe gefährlich.

:daumenhoch:
Das Ganze gemacht von der billigsten Firma aus Weitfortistan, die im Schadensfall nicht mehr zu finden ist...

Zitat (Rumburak @ 04.08.2013 13:55:39)
Deluxe, mein Mann ist vom Bau.
Seine Meinung: Verschiedene Dämmungen sind der größte Mist und nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Vor allem wenn man bedenkt das gerade die Kunststoff Dämmungen nach ca. 20 Jahren wieder ab müssen und dann Sondermüll sind. Also Ökologisch ist was anderes. Ich würde an deiner Stelle mal einen oder besser mehrere voneinander unabhängige Fachleute vorbei kommen lassen die können dich sicher besser über die unterschiedlichen Möglichkeiten die Fassade zu Dämmen beraten als wir es hier können.

Bevor hier weitere Ratschläge gepostet werden, sollte man/frau vielleicht abwarten, was hier genau gedämmt werden soll... bisher gab es darauf nämlich noch keine Rückmeldung ...


Zitat (Binefant)
??? was willst Du denn dämmen? Gartenhaus? Wohnung? Haus? Hundehütte? Dachboden? Keller?

Spontan würde ich sagen: laß Dich am besten im Baufachhandel beraten, die müßten es am Besten wissen...

Zitat (Highlander)
Was willst Du dämmen?

Schall?

Temperatur?

Gruß

Highlander


Sorry, ich blöd :wallbash: Es geht um eine Hausdämmung, dementsprechend um Energieersparnis.
Das Haus ist aus dem Jahr 1995. Ich will mich erst mal vorsichtig informieren und nicht gleich morgen mit dem Dämmen anfangen ;)

Zitat (Heidi78)
Das kann man beides so pauschal nicht beantworten, es gibt da unzählige Materialien und Möglichkeiten. Das geht von Vakuum Dämmung bis zu diesen meiner Meinung nach grässlichen Kunststoff Blöcken die einfach vors Haus geklebt werden.

Im Expertenportal gibt es einen ganz übersichtlichen Artikel zu dem Thema ganz interessant sind da auch die Infos zu möglichen Förderungen durch die KfW.


Das mit der Förderung finde ich spannend. Generell macht das Expertenportal eine gute Figur, kann direkt vom Artikel mich mit Fachpersonal in Kontakt setzt. Die Heidi mal wieder. Danke :)

Zitat (Rumburak)
Deluxe, mein Mann ist vom Bau.
Seine Meinung: Verschiedene Dämmungen sind der größte Mist und nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Was sagt den dein Mann, welches Material das beste ist? Kennt er dieses Expertenportal? Stimmt das soweit von den Infos und auch mit der Förderung?

Zitat
Ich muss mich gerade mit dem Thema befassen und finde es sehr kompliziert. Pauschal kann man da gar nichts zu sagen. Will man ein altes Haus dämmen, kann das ganz anders geschehen als bei einem Neubau - abhängig von den Gegebenheiten, der Himmelsrichtung, den Vorlieben der Besitzer usw. Aber auch bei einem Neubau gibt es 1 Mio 17 Möglichkeiten.

Ich als alter Öko finde es natürlich super, Energie zu sparen. Daher erstmal einen Daumen hoch für's Dämmen.

ABER:

Ich finde es schwachsinnig, Millionen von Häusern mit Kunststoffen (die derzeit verbreitetste weil billigste Methode) zu dämmen, die irgendwann (man spricht bei 10 bis 15 Jahren bei diesen styroporartigen Platten) zu zerfallen beginnen, abgerissen werden müssen und danach purer Sondermüll sind. Das Frauenhoferinstitut hat versucht, diesen Müll recycelbar zu machen bzw. wieder in Öl umzuwandeln, aber weder der Staat noch sonst jemand ist bereit, in das Projekt zu investieren. Abgesehen vom Umweltaspekt wird diese Dämmung den Einzelnen also irgendwann viel Geld kosten - nämlich bei der Entsorgung. Wenn in einem Jahrzehnt all die Dämmungen erneuert werden müssen, die in den letzten Jahren an die Häuser gepappt wurden, wird das richtig lustig werden.

Zweitens finde ich das Gefühl, in einer hermetisch geschlossenen Plastikummantelung zu sitzen, grauenvoll.

Und drittens ist es schwer, ein altes Haus auf diese Weise "korrekt" zu dämmen. Wer z.B. nicht gleichzeitig die Fenster austauscht, weitere Kältebrücken entfernt, ein diszipliniertes Lüftungsmanagent fährt oder eine automatische Lüftungsanlage (Stromfresser) einbaut, züchtet bald Pilze.

Natürlich gibt es auch andere Formen der Dämmung, aber da wird es schwer, einen Dämmungsgrad zu erreichen, der (nennenswert) KFW-gefördert wird. Meiner Meinung nach ist der momentane Trend, alles zu dämmen, was nicht schnell genug den Baum raufkommt, beinahe gefährlich. Kaum jemand setzt sich vernünftig mit dem Thema auseinander, so dass sich viele auf den Rat anderer verlassen, die auch keine Ahnung haben. Oder eben auf das, was kluge Bauunternehmener oder selbsternannte Energieberater propagieren.

Fazit: Wenn ich nicht aus irgendwelchen Gründen auf der Stelle dämmen müsste, würde ich mir Zeit damit lassen, eine Lösung zu finden. Ich würde sie auch defintiv nicht bei frag Mutti oder im Baumarkt suchen, sondern in Fachforen und bei Fachleuten wie Baubiologen, Architekten usw.


Danke für den Einwand. Ich fange mich halt erst jetzt an mit dem Thema zu befassen, an Fachforen dachte ich auch schon, aber wollte mich da jetzt nicht extra anmelden und dachte ich versuch es erst mal in meinem "Heimforum".
Die "Dämmgeschichte" scheint mir genau so verworren zu sein wie die Solar und Photovoltaik Sachen. Auch viele zwielichtige Angebote und Anbieter.
Was hälts Du den von dem Artikel auf dem von Heidi verlinktem Expertenportal? Eigentlich steckt da ja viel Wahrheit drinne, zumindest das, das man ohne Fachkraft nicht besonders weit kommt :P

Bis jetzt finde ich den Thread für mich schon sehr ernüchternd und helfend. Ein guter Einstieg in die Thematik, freu mich auf mehr :)

Wir leben ja in einer Zeit in der viele Leute denken sie könnten alles selber machen, gibt ja genug Tutorials, Videos und Expertenportale. Aber die Erkenntnis in vielen Fällen ohne Experten nicht weiter zu kommen kann sehr viel Geld sparen wenn ihr wisst was ich meine :)

Trotzdem ist es natürlich immer sinnvoll sich mit dem Thema zu beschäftigen weil man dann ja auch selbst viel besser versteht was vor sich geht.


Deluxe, sogar die Kfw-Bank rät neuerdings von Dämmung ab, da es völlig unrentabel ist, und das sagt wohl schon alles.

Schau mal rein. Kfw-Bank-Studie
Donnawetta hat ja damit zu tun und ich kann ihr nur beistimmen.

Männe sagt grade, bei sowas immer den Fachmann des Vertrauend aufsuchen, denn der Taupunkt muß berechnet werden. Dazu kommt, jedes Mauerwerk ist anders.

Vor zehn Jahren, als das alles noch nicht bekannt war, haben wir leider auch die Nordseite vom Haus gedämmt. Das würden wir, mit unseren jetzigen Kenntnisstand nicht mehr tun.

Bearbeitet von Rumburak am 05.08.2013 19:39:16


Hilft nix, dann muss ich wohl jmd kommen lassen, der sich das mal anguckt. Am besten sogar zwei Unabhängige ;) Schade, das dann alles immer gleich Geld kostet, aber besser ist das.


Zitat (Deluxe84 @ 05.08.2013 13:01:57)
Das mit der Förderung finde ich spannend. Generell macht das Expertenportal eine gute Figur, kann direkt vom Artikel mich mit Fachpersonal in Kontakt setzt. Die Heidi mal wieder. Danke smile.gif


Freut mich wenn ich dir helfen konnte :P

Gedämmt habe ich vor kurzem meinen Dachboden des 1860 gebauten und 1937 und 1986 umgebauten Hauses. Dabei habe ich auf Zellulose und Einblastechnik gesetzt. Tolle Variante, besonders wenn die Ecken sehr verwinkelt sind. Energieeinsparung: 2 Monate länger mit der selben Gasmenge Flüssiggas ausgekommen, trotz des langen Winters!!


Wird dir jeder raten wenn es um solch eine kostenintensive Frage geht, habe ich erst neulich wieder gelesen. Also selbst in den Infos wo es um Selbst-machen und Selbsthilfe der einen oder anderen Maßnahme geht, wird geraten Fachleute zu konsultieren.


Hi,

wie sieht es eigentloch mit Kork als Dammstoff aus?


Kork soll sich für Dachdämmung eignen.

Zitat
Der Dämmstoff Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen und eignet sich gut für Dachdämmarbeiten. Dämmexperten entscheiden sich mitunter für den natürlichen Rohstoff Kork, da er die Wärme sehr gut im Haus hält und resistent gegen Verrottung, Fäulnis und Schädlinge ist. (Quelle: http://haus-und-garten.expertenportal.de/b...ie-und-umwelt/)

Hallo,

danke für den Link!

Ist doch allemal besser als sich Plastik vor die Hütte zu kleben.


Ich bin auch Fan von natürlichen Baustoffen und eigne mir gerade viel Wissen über die verschieden Möglichkeiten an. Kork oder Hanf finde ich echt Klasse!



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