Gesucht: Eure Soljanka-Rezepte


Meine erste Soljanka kam aus der Konservenbüchse. Eine Dose reichte - mehr musste ich nicht haben. :wacko:
Aber bei einem Urlaub an der Müritz habe ich in verschiedenen Gaststätten so leckere Soljankas gegessen, dass ich seitdem auf der Suche nach Rezepten zum Nachkochen bin. Natürlich könnte ich ins Netz gucken. Viel lieber hätte ich aber erprobte Rezepte von euch Muttis.

Ich könnte mir vorstellen, dass es mit dieser Suppe so ähnlich ist wie mit dem Kartoffelsalat, jede Hausfrau (so sie denn Soljanka kocht) hat da ihr eigenes Rezept.
Meine Bitte also: Verratet mir eure Lieblingsrezepte, egal ob mit Fleisch, Wurst oder Fisch. Ich freue mich schon darauf. :sabber:


Hilfreichste Antwort

Meine DDR Soljanka, nicht zu verwechseln mit Russischer Soljanka reicht für 6 Ausgehungerte oder für bis zu 10 Leute die nicht aus kleinen Eimerchen essen. Die Wurst kann nach belieben auch durch Fleisch oder andere Wurstsorten ersetzt werden, denn eine Soljanka ist eigentlich eine Art Restesuppe.

Was brauchen wir?

1kg Jagdwurst
300 g Salami-Enden
2 Rote und 2 Gelbe Paprika
2 - 4 große Zwiebeln
2 Gläser Letcho
1 Glas Gewürzgurken
1/2 große oder eine kleine 1 Flasche Ketchup
2 große Tassen Brühe
Paprikapulver, süß
Pfeffer
2 Lorbeerblätter
5 Piment Körner
Salz
Zucker
1 Zitrone
saure Sahne

so einfach wird es gemacht...
Alles in kleine Würfel schneiden außer die Jagdwurst und die Salami die wird in Streifen geschnitten und gleich nach dem schnippeln in einem Bratentopf mit Bratfett anbraten. Wenn die Wurst ein paar Röstaromen und Farbe angenommen hat, kommt zuerst die Zwiebel(glasig soll die Zwiebel sein) und dann die Paprika in die Pfanne und wird kurz mit angebraten.
Anschließend die sauren Gurken, Ketchup, Brühe, Letscho und das gesamte Gurkenwasser(am besten durch Sieb schütten) hinzufügen.
Etwas Zucker, aber nur wenn die Ketchup Sorte und die Gurkensorte sehr Sauer waren.
Das Ganze mit den Gewürzen abschmecken. Bei kleiner Hitze so für ca. 20 Min. köcheln lassen.

Jetzt hast du DDR Soljanka wie du sie sicher in MeckiPom gegessen hast.

Falls du nicht weißt was du nun noch mit der Zitrone machen musst und der sauren Sahne.
Die Zitrone schneidest du in Scheiben und lässt immer eine Scheibe flach in der Soljanka baden und kleckst einen gehäuften Löffel saure Sahne oben drauf. Sollte aber auch dort wo du sie kennen gelernt hast so gemacht worden sein.

PS: wer es eher Russischer will kann statt Gewürzgurken, Salzgurken nehmen(das Sol- in der Soljanka kommt wohl von Salz), sowie Kapern und Sauerkraut in die Suppe geben

PS1: und wer kein Fleisch mag macht eine Pilzsoljanka und macht statt dem Fleisch aus 1 Kg Pilzen, 5-6 Kartoffeln, einem Glas Sauerkraut und 3-4 Karotten sich die Fleischlose Variante.


also gut,
hier mein Rezept:

für 6 Personen

200g Jagdwurst
200g Kassler
100g Harte Wurst
ca 50ml Öl zum anbraten
1 große Zwiebel
2 Gewürzgurken
100g Sauerkraut
3 kleine Dosen gewürfelte Tomaten
und 500ml Wasser

Kassler, Jagdwurst und Wurst zunächst in feine Streifen schneiden,( wie Geschnetzeltes) und mit der grob gewürfelten Zwiebel in dem Öl anbraten bis es etwas kross ist.
dann
50ml vom Sud der Gurken, 2 Gewürzgurken und das Sauerkraut kleinschneiden und ab in den Topf.
danach die Dosen mit den Tomaten rein und mit Wasser auffüllen.
Dann das ganze mit Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken.


Meine DDR Soljanka, nicht zu verwechseln mit Russischer Soljanka reicht für 6 Ausgehungerte oder für bis zu 10 Leute die nicht aus kleinen Eimerchen essen. Die Wurst kann nach belieben auch durch Fleisch oder andere Wurstsorten ersetzt werden, denn eine Soljanka ist eigentlich eine Art Restesuppe.

Was brauchen wir?

1kg Jagdwurst
300 g Salami-Enden
2 Rote und 2 Gelbe Paprika
2 - 4 große Zwiebeln
2 Gläser Letcho
1 Glas Gewürzgurken
1/2 große oder eine kleine 1 Flasche Ketchup
2 große Tassen Brühe
Paprikapulver, süß
Pfeffer
2 Lorbeerblätter
5 Piment Körner
Salz
Zucker
1 Zitrone
saure Sahne

so einfach wird es gemacht...
Alles in kleine Würfel schneiden außer die Jagdwurst und die Salami die wird in Streifen geschnitten und gleich nach dem schnippeln in einem Bratentopf mit Bratfett anbraten. Wenn die Wurst ein paar Röstaromen und Farbe angenommen hat, kommt zuerst die Zwiebel(glasig soll die Zwiebel sein) und dann die Paprika in die Pfanne und wird kurz mit angebraten.
Anschließend die sauren Gurken, Ketchup, Brühe, Letscho und das gesamte Gurkenwasser(am besten durch Sieb schütten) hinzufügen.
Etwas Zucker, aber nur wenn die Ketchup Sorte und die Gurkensorte sehr Sauer waren.
Das Ganze mit den Gewürzen abschmecken. Bei kleiner Hitze so für ca. 20 Min. köcheln lassen.

Jetzt hast du DDR Soljanka wie du sie sicher in MeckiPom gegessen hast.

Falls du nicht weißt was du nun noch mit der Zitrone machen musst und der sauren Sahne.
Die Zitrone schneidest du in Scheiben und lässt immer eine Scheibe flach in der Soljanka baden und kleckst einen gehäuften Löffel saure Sahne oben drauf. Sollte aber auch dort wo du sie kennen gelernt hast so gemacht worden sein.

PS: wer es eher Russischer will kann statt Gewürzgurken, Salzgurken nehmen(das Sol- in der Soljanka kommt wohl von Salz), sowie Kapern und Sauerkraut in die Suppe geben

PS1: und wer kein Fleisch mag macht eine Pilzsoljanka und macht statt dem Fleisch aus 1 Kg Pilzen, 5-6 Kartoffeln, einem Glas Sauerkraut und 3-4 Karotten sich die Fleischlose Variante.


Zitat (Nachi @ 24.08.2013 00:42:20)
Jetzt hast du DDR Soljanka wie du sie sicher in MeckiPom gegessen hast.

Ja, dein Rezept klingt nach der Soljanka, die ich kennen gelernt habe. Auch Zitrone und saure Sahne waren dabei. Nun muss ich nur gucken, wo ich hier Letscho bekomme, das gibt es nicht in jedem Sortiment.
Und dann werde ich (mit reduzierten Mengen ;) ) in (N)ostalgie schwelgen.
Zitat
Die Wurst kann nach belieben auch durch Fleisch oder andere Wurstsorten ersetzt werden, denn eine Soljanka ist eigentlich eine Art Restesuppe.

In einem der Restaurants waren kleine Würfel von Hühnerfleisch in der Suppe, neben den Wurstsorten. Auch sehr lecker.
Vielen Dank, Nachi. :blumen:

@Peggy: Deine Version mit Sauerkraut hört sich ebenfalls gut an. "Harte Wurst" ist sicher Salami? Vielen Dank auch dir. :blumen:

Achtung, jetzt kommt Werbung ich darf das! :D :
Wer noch nie in MeckPom war, sollte einen Urlaub dort unbedingt auf seine To-do-Liste setzen. Egal ob Seenplatte, Ostseeküste oder alles dazwischen - es lohnt sich auf jeden Fall. :wub:

Btt: Obwohl Nachis Rezept wahrscheinlich nicht zu toppen ist:
Wenn ihr noch andere Versionen kennt, immer her damit. :)

Zitat (Jeannie @ 24.08.2013 07:20:45)
Nun muss ich nur gucken, wo ich hier Letscho bekomme, das gibt es nicht in jedem Sortiment.

edeka ,zumindest hier in bayern.

Danke für deine netten Worte,
ich bin aus MeckPom und wohne auf der schönen Insel Rügen.

LG peggy


Zitat (dingens @ 24.08.2013 10:28:42)
edeka ,zumindest hier in bayern.

Kaufland auch, ebenfalls in Bayern.

Bisher wusste ich nicht, was Soljanka ist, aber die Rezepte hören sich gut an. Probier ich auch mal aus. Was isst man dazu? Nudeln, Reis, Kartoffeln?

Zitat (mops @ 24.08.2013 14:07:05)


Bisher wusste ich nicht, was Soljanka ist, aber die Rezepte hören sich gut an. Probier ich auch mal aus. Was isst man dazu? Nudeln, Reis, Kartoffeln?

Wir essen dazu nur ein Brötchen :D

Soljanka ist eine Suppe und dazu passt meinem Geschmack nach keine Beilage
wie Kartoffeln, Reis, Nudeln ;)

wir essen dazu meistens ein oder zwei Kräuterbaguette,s für 6 Personen.
Die Suppe ist sehr gehaltvoll durch das vielen Fleisch und der Wurst.
Wir geben sie als Vorsuppe pur oder als Abendbrot mit aufgebackenem :blumen: Baguette.


Ich hatte das in den 1980-ern in Polen kennengelernt als eine Art Sauerkrautsuppe. Nun lese ich hier, dass es weit mehr umfasst bzw. bedeuten kann.
Daher wunderte ich mich beim Rezept von @nachi, weil Sauerkraut darin überhaupt nicht vorkam. :unsure:


Zitat (dahlie @ 24.08.2013 16:25:10)
Ich hatte das in den 1980-ern in Polen kennengelernt als eine Art Sauerkrautsuppe. Nun lese ich hier, dass es weit mehr umfasst bzw. bedeuten kann.
Daher wunderte ich mich beim Rezept von @nachi, weil Sauerkraut darin überhaupt nicht vorkam. :unsure:

dahlie,

was du meinst ist keine Soljanka, denn da kommt kein Sauerkraut rein :lol:

Ich würde so eine Suppe nie in einem Lokal / Gaststätte essen, da dort Rester von den vorherigen Tag verwertet werden :P und man ißt dazu nur Brötchen.
Letscho kann man prima selbst herstellen...geht ganz einfach :sabber:

mein Bruder ist Chefkoch und der hat uns immer davor gewarnt :pfeifen:

OK, also Brötchen als Beilage, weil Suppe (ich dachte, das wird so eine Art Gulasch!). Da ich ein eingefleischter Suppenfan bin, hört sich das ganze noch besser an :sabber: . Danke!


Zitat (GEMINI-22 @ 24.08.2013 16:55:12)
dahlie,

was du meinst ist keine Soljanka, denn da kommt kein Sauerkraut rein :lol:


Dann hat Peggy also keine Soljanka beschrieben??? :o

Zitat (dahlie @ 24.08.2013 18:41:25)
Dann hat Peggy also keine Soljanka beschrieben??? :o

@dahlie:
Zitat (Jeannie @ 23.08.2013 20:10:24)
Ich könnte mir vorstellen, dass es mit dieser Suppe so ähnlich ist wie mit dem Kartoffelsalat, jede Hausfrau (so sie denn Soljanka kocht) hat da ihr eigenes Rezept.


Zum Letscho:
Ich wohne zwar nicht in Bayern, aber die genannten Läden gibt es hier auch. Danke für die Hinweise. Montag werde ich mal meine Fühler ausstrecken.

@Gemini:
Den Appetit lasse ich mir nicht verderben, schon gar nicht nachträglich. :P
Aber vielleicht könntest du uns dein Letschorezept verraten?

Ich habe die Soljanka schon in frühester Jugend so kennengelernt.
Wieviel Gurkensaft man dazu nimmt, ist Geschmacksache, ich mag es lieber wenn man zum Schluß mit Zitrone die Säure hineinbringt.
Vom Letscho würde ich nur die Flüssiganteil nehmen.
Du hat schon Recht, die Suppe ist sehr variabel und jeder muß seine Geschmacksrichtung testen.

Viel Spass


Zitat (GEMINI-22 @ 24.08.2013 16:55:12)
Ich würde so eine Suppe nie in einem Lokal / Gaststätte essen, da dort Rester von den vorherigen Tag verwertet werden :P und man ißt dazu nur Brötchen.


mein Bruder ist Chefkoch und der hat uns immer davor gewarnt :pfeifen:

so was gehört selbst wenn es dein Bruder dir so erzählt hat in den Bereich der Mythen und Sagen... konnte sich nicht mal ne Küche zu DDR Zeiten leisten ein paar Leute außer Gefecht zu setzen...das wäre dann Sabotage gewesen und derjenige hätte sich schnell in der Orangen Kolonne wiedergefunden...
Reste waren in Gaststätten Bratenenden, Wurstenden etc. die nicht mehr so Aufgeschnitten werden konnten das sie zum Gast auf den Teller kamen...

Zitat
Letscho kann man prima selbst herstellen...geht ganz einfach  :sabber:

ja aber nur wenn mer im Paprikaland wohnt... hier wird selbst gemachter Letcho zum Luxus bei den Preisen für Paprika

Zitat (peggy @ 24.08.2013 20:21:33)
Vom Letscho würde ich nur die Flüssiganteil nehmen.

verstehe ich jetzt nicht, denn in einem Ungarischen Letscho ist doch auch nur Paprika und Zwiebel in Tomatensoße ersäuft und das ist ja das was sonst auch noch ran kommt...

Ich kenn die soljanka so wie nach es beschreibt------wohne ja nur einige Kilometer weit weg--.
Aber warum @Peggy nur das ,,fluessige,,, vom Lescho nimmt versteh ich nicht.

Dette


Zitat (peggy @ 24.08.2013 20:21:33)
Vom Letscho würde ich nur die Flüssiganteil nehmen.

Ich nehme das komplette Glas Letscho und schneide den Paprika in mundgerechte Stücke. Das ist zwar ein bisschen Gemansche, aber das macht mir nichts aus.
Das ist dann sozusagen für die Füllung der Suppe.

Sauerkraut habe ich noch nie reingegeben, gehört habe ich aber schon, dass manche das mit reingeben.
Dafür gebe ich mehr saure Gurken und auch von der Gurkenbrühe mit rein.

Das Originalrezept, so wie ich es auch aus meiner Jugend kenne, ist mit Salami, aber die kommt bei mir auch nicht mehr rein. Mir schmeckt es mit Lyoner oder anderer magerer Fleischwurst besser.

Aber, wie schon eingangs erwähnt, hat jede Hausfrau so ihr eigenes Rezept.

Ich wurde auch von einer Köchin gewarnt, in der Gaststätte lieber keine Soljanka zu essen, weil da alles rein kommt, was weg muss.

ach Nachi,

Paprika ist bei euch bestimmt nicht teurer als 3-4 Biere in der Kneipe.
Und das mit der Resteverwertung stimmt zu 100pro, könnte dir noch andere Sachen erzählen was man in den 70, 80 -iger Jahren in den Küchen alles wiederverwendet hat.....und das wird heute noch so gehandhabt.....

Aber dir schicke ich gerne mal ein Kilo Spitzpaprika :P auch wenn die Portokosten treurer sind wie der Inhalt....


Grad gelesen ...ungarischer Spitzpaprika kostet 0,79 Cent . 5oog . bei Kau...land . ich liebe Geminis Letscho :sabber: :sabber:


Zitat (flauschi @ 24.08.2013 21:02:25)
ich liebe Geminis Letscho :sabber: :sabber:

Lasse ich unkommentiert so stehen, da Gemini meine Bitte um das Rezept ja geflissentlich ignoriert hat. ;)

Zitat (Jeannie @ 24.08.2013 22:08:50)
Lasse ich unkommentiert so stehen, da Gemini meine Bitte um das Rezept ja geflissentlich ignoriert hat. ;)

noch ein paar DDR Rezepte, wie es dort beschrieben wird haben wir(meine Mutter) das Letcho oft selbst gemacht die Rezepte aus der DDR

Zitat (Nachi @ 24.08.2013 23:13:36)
noch ein paar DDR Rezepte, wie es dort beschrieben wird haben wir(meine Mutter) das Letcho oft selbst gemacht die Rezepte aus der DDR

Vielen Dank, Nachi! :blumenstrauss:
Der Link ist ja eine wahre Fundgrube.

Zitat (Jeannie @ 25.08.2013 13:24:30)
Vielen Dank, Nachi! :blumenstrauss:
Der Link ist ja eine wahre Fundgrube.

na wusste ich doch irgendwie das der Link gefallen kann :rolleyes: :)

Ja,der Link ist eine Fundgrube für die Original DDR-Soljanka, bestimmt aber keine Erfüllung für russische oder ukrainische Hausfrauen. Die schlagen nämlich ihre Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie das lesen. In der DDR war die Soljanka ein Resteverwertungsessen und hat mit dem Original nichts zu tun. Der Name der Suppe birgt den Begriff Sol (auf deutsch Salz) in sich. Und so wurden auch die Zutaten ausgewählt.
Gesalzenes Schweinefleisch, bei uns Kassler, aber auch Rindfleisch für die Suppe. Gesäuerte Rote Bete (nicht in Essig gekocht). Pilzsilage und Saure Gurken sind die Zutaten und manchmal auch eine der Krakauer ähnliche Wurst als Einlage. Gern wird auch Schweinezunge und erst seit die Russen sie kennen, Tomate verwendet, als Püree oder Mark. Heute würzt man mit Paprika, den man zur Entstehungszeit der Soljanka nicht kannte, es sei denn man lebte im asiatischen Teil Russlands.
Die ukrainische Variante wird auch gern als sättigendes Gericht gegessen, dann kommen noch Kartoffeln dazu, wurde mir von einer Ukrainerin gesagt.
Niemals fehlen dürfen Dill und fette Saure Sahne.
Esst dies mal, dann habt ihr kaum noch Appetit auf die "Original DDR Soljanka".



Kostenloser Newsletter