Trockenobst bzw. Dörrobst: selber machen


Liebe gestandene Muttis,

ich möchte mal Trockenobst, vorwiegend Birnen und Äpfel selbst machen.

Dazu soll man die Scheiben bzw. Spalten auf das Gitterrost geben und dann in den Ofen.
Leider ist die Umluftfunktion defekt, sodass ich gedenke die auf das Backblech mit Backpapier zu geben.

Meine Frage? Hat das schon mal einer ausprobiert, ob das so funktioniert :wallbash:

Hier bei uns an den Landstraßen stehen viele vollbeladene Bäume, einen Obstpflücker haben wir und auch schon 3 Eimer voll geholt.
Leider bin ich Diabetiker und kann nicht so viel davon essen und einkochen mag ic h nicht, hatte ich vor 2 Jahren gemacht und da ist noch was von da. :)

Und noch ´ne Frage: wie verwahre ich die dann am Besten?
Danke für die Hilfe.


Ich habe noch nie Obst getrocknet, aber ich trockne Pilze. Allerdings nicht im Backofen (ich wüsste gar nicht, wie das geht - abgesehen davon kostet das doch bestimmt viel Strom?), sondern ich schneide die Pilze in dünne Scheiben und fädle sie auf Fäden - immer mit Abstand zwischen den Pilzscheiben.

Die Fäden werden dann auf dem Dachboden aufgehängt (kühl und dunkel sollte es sein), da können sie dann einige Wochen vor sich hintrocknen.

Das funzt mit Obst bestimmt auch.

Backblech mit Backpapier? Ich weiß nicht so recht, da kommt ja dann die Luft von unten nicht direkt ans Obst :hmm: . Ich glaube, da würde das Obst eher vor sich hin schmoren bzw dünsten.

Egal wie Du es nun trocknest, aufbewahrt wird getrocknetes bei mir in großen Schraubgläsern. Dazu muss das obst bzw Gemüse aber wirklich bröseltrocken sein, sonst schimmelt's! Also bei Gelegenheit immer wieder kontrollieren!

Übrigens (von Diabetiker zu Diabetiker): Trockenfrüchte solltest Du eher meiden als frisches Obst oder Kompott. Im Trockenobst ist der Fruchtzucker noch konzentrierter!

Ich wünsche Dir viel Erfolg! :)


@mops
danke für die Antwort. Tja, das denke ich auch, mit Backpapier wirds eher schmoren :heul:
aber ich habe nur 1 Gitterrost und der Ofen soll so bei 60° ca. 4-5 Std laufen, leicht geöffnet, damit die feuchte Luft entweichen kann.
Leider haben wir keinen Dachboden und im Keller müffelts und ist feucht.

Obwohl ich Diabetikerin bin, esse ich abgezählt schon auch Trockenobst, wie Aprikosen usw.
Ich rechne es mir sehr gut aus und komme auch so hin, HBA1c bei 6,3, spritze auch nur dann, wenn es unbedingt sein muß.
Fazit: werde dann wohl Kompott machen müssen, aber dann mit Stevia.


Eventuell hat ja jemand im Bekanntenkreis einen Dörrautomat. Den
kannst du sicher leihen.


ich tät es rasend gerne ausprobieren, Äpfel im Ofen zu trocknen, habe aber ein paar Fragen

- muss ich die Äpfel schälen oder kann die Schale dranbleiben ?
- wie dünn müssen die Apfelscheiben sein, kann ich die mit dem Messer schneiden oder soll ich lieber den Gemüsehobel nehmen ?
- woran erkenne ich, dass die Apfelscheiben fertig getrocknet sind ?

kann mir da wer weiterhelfen, bitte :blumen:


@Agnetha

ich dörre üblicherweise bei 50 Grad über mehrere Stunden (im Ofen, Kochlöffel drin als Klemme damit Ofen nicht zugeht und Feuchtigkit entweichen kann)

Ich persönlich habe mit Äpfeln keine Erfahrung - ich dörre selbstges. Pilze, Fleisch mit Marinade (Beefjerky).

Aufgrund meiner bescheidenen Erfahrung kann ich sagen: zu dünn darfs nicht sein, sonst hast keinen "Geschmack" sondern nur sowas ähnliches wie Papier.

Ich würd mal so schätzen 3-4 mm - nicht dünner.

Ich würde die Äpfel mit Schale trocknen

Die Ware sollte trocken, aber nicht knochentrocken sein wenn Du sie rausnimmst. Edit: knochentrocken ist zwar dann wirklich haltbar, aber wenns wie oben beschrieben bröseltrocken ist, sind die Äpfel evt dfann nimmer so schmackhaft.
Meine Variante ist nicht unbegrenzt haltbar wie bei der Bröselmethode aber wie Plätzchen gelagert schimmelfrei und schmackhaft lecker für 1-2 Wochen.

Ist bissl Übungssache und kommt drauf an was DU genau damit machen willst. Knochentrocken, brösel ist natürlich aufgrund komplettem Wasserentzug länger haltbar als meine Methode die noch eine geringe Menge Feuchtigkeit enthält.

Bearbeitet von Draku am 28.10.2013 04:38:24


Ich persönlich dörre lieber Äpfel ohne Schale. Die wird ziemlich hart. Wenn man die Äpfel bröseltrocken dörrt, dann ists ok, weil die Schale genauso mitbröselt, aber wenn noch Restfeuchte drin ist find ich Schale unschön.
3-4mm stark ist ok, denn das Dörrgut verliert ja auch ganz schön an Volumen, und wird kleiner/dünner. Wenn man das Obst durch den Gurkenhobel lässt (wenn das überhaupt geht) gehts zwar schneller mit dem Dörren, aber man hat dann höchstens so dünne Fruchtpapierfetzen. Das wird nix.


Kann ich eigentlich beeinflussen, wie trocken die getrockneten Früchte etc werden? (Klar, wenn ich warte, bis ich Kohle habe, ist ganz trocken, aber das meine ich nicht ;))

Ich habe mir z.B. neulich mal ein Bruschetta-Gemisch gekauft (Pulver), war davon begeistert und wollte selbst mal so etwas mischen. Dafür habe ich getrocknete Tomaten gekauft, aber die hatten nach dem Auspacken noch eine gewisse Restfeuchte. Sie ließen sich nicht zerkleinern, wurden eher breiig und das Gemisch klumpte.

Werden bestimmte Obst/Gemüsesorten beim Trocknen immer so, oder kann man das hinbekommen, hinterher wirklich Pulver bzw pulvertrockenes Obst/Gemüse zu erhalten?


schönen Dank für die Antworten, Draku und Wyvern :blumen: werde demnächst den ersten Apfelscheibentrockenversuch wagen :)


Du kannst auch beispielsweise Deine eigene Suppenwürze machen - Du kannst also die Sachen zu Pulver verarbeiten.

Ich hab jetzt kein Rezept parat - ich hab nach Suppenwürze selbst machen gegoogelt glaub in Verbindung mit Dörren. Ohne Gewähr.

Ich nehme für meine Suppenwürze da ich kein Fertigpulvermag meine eigene WÜrzmischung:

getrocknetes Blatt Lorbeer (gekauft)
Karotte frisch, kleingehächselt
Knoblauch frisch, Kleingeschnitten
Zwiebel, kleingeschnitten,
Porree kleingeschnitten
Pfefferkörner trocken, gekauft
Sellerie kleingeschnitten
Salz (kannst auch weglassen, ich gebe es mit hinzu da ich die Salzmenge gut im Griff habe so daß ich das ganze dann einfach nur wie andere Leute Fertigstreubrühe hinzugebe.)


Die frischen kleingeschnittenen Gemüseteile werden trocken gedörrt - bei 50 Grad mind. 5h.
Dann mit dem Lorbeer, Pfeffer, Salz vermischt und das ganze in Kaffemühle (wird ausschlißelich dafür verwendet) gegeben. Ich hab dann mein eigenes trockenes Gemüsepulver was ich dann in saubere Weckgläse fülle und mit einem Tuch umhüllt also möglichst lichtdicht verwahre. Genaue Mischung kann ich Dir leider nicht grammgenau mitteilen da ich aufgrund Erfahrung zubereite und es nicht exakt abwiege.

Edit: weil Du getrocknete Tomaten erwähnst: ich kenn die nur in ÖL. Wenn Du was dörrst, muß das Fett/Ölfrei sein.
Das Öl würde das ganze ranzeln lassen. Ich hab einmal den Fehler gemacht und mein Dörrfleisch mit bissl Äl mariniert... immer bitte ohne Öl arbeiten beim dörren... Du kannst mageres Fleisch, dörren, Huhn, Rind, Pute, aber bitte nicht in Öl marienieren und Fett IMMER wegschneiden. Hirsch hab ich auch schon mariniert, habs aber nicht wieder gemacht da das ganze zu trocje war und auch meine bewährte Terijakimischung da nicht so funzte.

Bearbeitet von Draku am 29.10.2013 04:38:21


Suppenpulver selbst machen, das ist eine super Idee! Ich habe diese Glutamatbomben nämlich auch langsam satt!

Tomaten hatte ich getrocknet gekauft, um es erstmal auszuprobieren. Die waren ohne Öl, aber eben nicht so richtig trocken, dass man sie zu Pulver mahlen konnte. Schon trocken und nicht klebrig beim Anfassen, aber beim Zerkleinern klebte und pampte es. Es wurde kein Pulver, sondern bröseliger Brei. Es kann natürlich sein, dass sie absichtlich so in den Handel kommen, weil die meisten Leute sie hinterher in Öl einlegen, für Antipasti, und sie so noch mehr "Substanz" behalten.

Ich wollte aber so ein Pestopulver machen, das man später schnell anrühren kann. Und wenn die Tomaten nur so halbtrocken sind, kann man es sicher nicht so lange aufbewahren, bzw ergibt es dann keine glattgerührte Mischung.

Deswegen würde ich gerne wissen, ob man sich wirklich ganz trocken bekommt, oder ob das mit Tomaten einfach nicht geht.

Bearbeitet von Schelmin am 29.10.2013 09:01:41


wußte ich es doch, mein Gedächtnis hat mich nicht im Stich gelassen :P

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Zitat
Ich hab einmal den Fehler gemacht und mein Dörrfleisch mit bissl Äl mariniert... immer bitte ohne Öl arbeiten beim dörren...

Oh danke, daß Du das zugegeben hast. Ich hatte schon Angst, daß nur ich mal so doof war, und das gemacht hat. Kein Öl/Fett im Dörrautomaten ist für mich seitdem ungeschriebenes Gesetz.


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